Samstag, 25. Mai 2019

Kurz Kanzler


... gewesen, so wie's derzeit aussschaut. Und jetzt mit der bitteren Erkenntnis, in Wahrheit bloß der betrogene Betrüger bzw. der nützliche Idiot gewesen zu sein.

Nein, derzeit möchte ich nicht in der Haut des Noch-Bundeskanzlers Kurz stecken! Egal, ob er nun »von sich aus«, weil er einen Moralin-Schub bekam, das aus dem Anlaß des Ibiza-Videos völlig unnotwendige Ende der schwarz-blauen Koalition einläutete, oder ob er nur der willfährige Exekutor der Beschlüsse seiner Auftraggeber und Hintermänner war — der Nachgeschmack ist für ihn bitter, der jetzt,am Boden des Bechers, zu schmecken ist.

Da hat er doch tatsächlich geglaubt, er wäre ein so toller Hecht! Ihn hätten die Leute ja gewählt, ihn allein, die ÖVP müßte ihm die Füße küssen und überhaupt und außerdem ...

»Aber Schneck'n!«, wie der Wiener in solchen Fällen mit leichter Schadenfreude auszurufen pflegt. Er war (wie das Macrönchen) ein Retortenbaby der Bilderberger und anderer interessierter Kreise, für die — pars pro toto — der Name eines hungaro-amerikanischen Spekulanten und »Philanthropen«, den man nicht erwähnen darf, stehen mag.

So, wie's aussieht, hat besagter Herr Soros in seinem Treffen mit Kurz im November letzten Jahres die Order ausgegeben: »Die FPÖ muß raus! Denn die gefährdet unsere Projekte der Auslöschung der Nationen in Europa und der Umvolkung durch Massenzuwanderung. Basti, tu endlich etwas gegen diese Störenfriede!«

Etwa seit Weihnachten wurde in der Tat der Ton in der Koalition etwas kühler, war immer deutlicher die Distanz von Kurz, insbesondere gegenüber Kickl, spürbar. Alles bloß Zufall? Das glaube, wer will ...

Was Kurz in seiner narzistischen Selbstverliebtheit offenbar nicht kalkuliert hat: er war nicht nur als Büttel ausersehen, der die erfolgreiche ÖVP/FPÖ-Koalition hinrichten sollte, sondern zugleich als Delinquent, der danach ebenso am Galgen baumeln soll. Als Mahnung an alle ÖVPler — und an alle konservativen, »christlichen«, just name it, Parteien in der EU: 
»Tut das nie mehr! Versucht nie mehr, gegen den Willen der Transatlantiker und EUrokraten eine Koalition ein-zugehen mit diesen Schmuddelkindern, die so doof sind, noch immer von Heimat und Nation, von Unabhängigkeit und Selbstverantwortung zu träumen. Wenn ihr's nochmals versuchen wollt — denkt besser an Kurz: der hat das nicht überlebt!«
Eine Lektion, die sehr nachhaltig wirken wird, denn die »konservativen« Parteien sind ja zumeist nicht aus Überzeugung konservativ, sondern weil sie ihren Profit, ihre Seilschaften, ihne korruptiven Einflüsse »konservieren« wollen (und, wenn's nicht anders geht, sogar mit den Linksextremen dabei — Stichwort »Stricke verkaufen« — Geschäfte machen.

Ein zweites sei allerdings an die Adresse der FPÖ gesagt: sie ist sehr schlecht beraten, wenn sie sich jetzt aus verständlicher Erbitterung von roten Schalmeientönen Doskozils einlullen ließe. Der will jetzt Kurz stürzen, weil er

1. genauso ein Systemling ist, wie Kurz; hinter dem — man kann auf dem höchst verdienstvollen Investigativ-Blog »Ceiberweiber« zur Genüge darüber lesen! — durchaus ähnliche Seilschaften von jenseits des Atlantik stehen, wie hinter Kurz (es handelt sich also um Diadochenkämpfe innerhalb desselben Blocks); und

2. weil er auch aus innenpolitischem Kalkül höchstens an einer weiteren Zerstörung der FPÖ, diesmal von links, ein Interesse hat.

Die FPÖ ist vielleicht gut beraten, sich am Montag offensiv zu geben (wer könnte es ihr verdenken), aber die Drecksarbeit doch die andern machen zu lassen. Kurz muß ja nicht unbedingt sofort gestürzt werden — vielleicht ergibt sich ein bisserl später, wenn noch mehr vom Morast der Fallensteller zu Tage getreten ist, eine bessere Gelegenheit.

Wie auch immer: die FPÖ ist durch diese heimtückisch geplante Intrige für Jahre aus einer Koalition ausgeschlossen. Das ist unerfreulich für Österreich — doch diese Erkenntnis zu ignorieren, das wäre noch weitaus letaler für die FPÖ (und damit noch weitaus unerfreulicher für Österreich)! Danäer-Geschenke in Form von Regierungsbeteiligungen sollte die FPÖ, jedenfalls solang die Nomenklatura in Brüssel noch werken kann, stets mit Argusaugen betrachten ...

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P.S.: ein FPÖ-Sympathisant berichtete mir von Plänen an der Basis, durch massenhafte Vorzugs-stimmen für Strache, der irgendwo weit hinten an unwählbarer Stelle auch auf der EU-Liste seiner Partei steht, diesem ein Signal der Solidarität zu senden. Das ist sicher gut und ehrenhaft gedacht, den Mann, der vor Jahren die Scherben der FPÖ zusammengeklaubt und daraus eine erfolgreiche Partei gemacht hat, nicht wie eine heiße Kartoffel fallen zu lassen, wenn er in Schwierigkeiten steckt. Aber: der Weg ist der falsche!

Man stelle sich vor, Strache bekäme genug Vorzugsstimmen, um ins EU-»Parlament« einzuziehen ... er wäre gut beraten, diese Wahl nicht anzunehmen (so schwer es ihm verständlicherweise fallen mag) — denn er wäre zu faktischer Untägigkeit verurteilt und nur eine ständige Gefahr für das Zusammen-wirken der Rechts-Fraktion.

Wer Strache helfen will, der soll im Bekanntenkreis all das, was an Lüge, Intrige und Desinformation durch die Systemmedien wabbert, aufzeigen. Das erfordert mehr Mut als das gratismutige Schreiben eines Namens in der Wahlzelle. Aber den sollte jemand, dem Freiheit des Einzelnen und die Souveränität unseres Landes etwas bedeuten, wohl aufbringen!


7 Kommentare:

qed hat gesagt…

Und was, wenn die FPÖ so schlau ist, beim Scherbengericht am Mo nicht mitzumachen? Dann klebt der Basti da auf seinem Stuhl und kann nicht mehr in die roten Arme flüchten, die ihn gerade noch erwürgen wollten. Und bleibt mit der FPÖ verheiratet, ob er will oder nicht. Hat was, finde ich...

Wastl hat gesagt…

1. Ein Justizminister, der als leitendes Axiom seines Handelns formuliert: "Das Recht muss der Politik folgen, nicht die Politik dem Recht, der hat sich in einem Land, das noch keine "illiberale Demokratie" a la Orban ist, sich selber raus gekick(l)t. Wobei es klar ist, daß solche Axiome populistischen Juristen gut gefallen.
2. Wer Strache wirklich helfen will, der sollte ihm einen Platz in der Betty-Ford-Klinik ermöglichen.
3. Mal wieder die grausigen "Bilderberger" als Evil empire. Und Soros. Und in jedem dritten Blog Silberstein. Und Kahane. Und die "East Coast". Mögen sich die Populisten noch so "islamkritisch" geben, am Ende trieft ihnen dann doch ihre eklige antisemitische DNA aus den Poren.

Le Penseur hat gesagt…

Cher Wastl,

1. ist es mir neu, daß Justizminister Moser Äußerungen in der von Ihnen zitierten Form getätigt hätte. Ach so, Sie haben den Justizminister mit der damaligen Innenminister verwechselt ... kann ja vorkommen ...

Wenn Sie eine Ahnung vom Stufenbau der Rechtsordnung (vgl. Kelsen, Reine Rechtslehre — und Kelsen war als Emigrant wohl denkmöglich kein "Nazi" ...) und von der österreichischen Bundesverfassung haben, dann werden Sie allerding zugeben müssen, daß genau dies zutrifft. Die Setzung von generellen Normen (also: Gesetzen) übliegt "der Politik", also den Parlamenten, und nicht der Justiz. Diese hat als Teil dessen, was Kelsen unter dem Obertitel "Vollziehung der Gesetze" mit der Verwaltung/Exekutive zusammenfaßt, wie schon der Titel sagt, Gesetze zu "vollziehen", also in individuellen Normen (Bescheiden, Urteilen etc.) anzuwenden.

2. Ihre Insinuation beruht offenbar auf einem bemerkenswerten Talent zur Ferndiagnostik. In Kenntnis der Rechtsfolgen verkneife ich mir allerdings jegliche Darlegung, die mir über Ihren Geisteszustand und Charakter ferndiagnostisch dazu einfällt.

3. ja, ja, ich weiß, die Bilderberger gibt's ja gar nicht! Tal Silberstein hat nie existiert, und Soros ist ein netter alter Herr, der nur das Gute will ...

Und dann natürlich flugs die Nazikeule ausgepackt. Wissen S' was? Verarschen Sie wen anderen ...

Wastl hat gesagt…

Ich verarsche nicht. Ich buche lediglich das brutum factum, dass die meistgehassten Ihrer Pappkameraden "ganz zufällig" Juden sind. Außer Hassfigur Merkel - und deren "in Wahrheit jüdische Herkunft" ja in Ihren Kreisen ebenfalls ein übliches Narrativ.

Es gibt in dieser Welt x globale philanthropische Finanzmogule, die genauso politisch unterwegs sind. Die bleiben bei Ihnen und Ihren Populistenfreunderln aber stets gnädig verschont. Ihr Furor gilt seit Jahren ausschließlich Herrn Soros. Und da wollen Sie und Ihr Vorbild Orban uns weismachen, Sie seien keine Antisemiten? Wissen S' was?
Verarschen Sie wen anderen...

Fragolin hat gesagt…

Werter Wastl,
also warum Sie so mit Gewalt den sich selbst als Atheisten bezeichnenden Soros oder sogar die Merkel zu Juden erklären, nur um ein dümmliches antisemitisches Narrativ aufzubauen, kann ich mir denken, macht es mir aber unmöglich, Ihre Ausflüsse ernst nehmen zu können. Die beiden könnten von mir aus (und ich spreche ausschließlich für mich und nicht irgendwelche herbeiphantasierten "Kreise", ohne die die Kollektivisten sich die Welt nicht vorstellen können) auch Neger, Asiaten, Aborighines oder Inuit sein, das ist an Irrelevanz nicht zu überbieten. Die Tatsache, es mit Ermleuchtern zu tun zu haben macht alle anderen Eigenschaften zweitrangig.
Sich hinter Rasse und Religion zu verstecken ist der eigentliche Rassismus und nebenher widerlich. Aber jedem, was ihm liegt.
MfG Fragolin

Le Penseur hat gesagt…

Cher Wastl,

Es gibt in dieser Welt x globale philanthropische Finanzmogule, die genauso politisch unterwegs sind.

Namen bitte ("x" ist kein Name). Und Auflistung der Aktionen/NGOs etc., hinter denen die sich verstecken.

Ich bin für jeden Hinweis dankbar — auch bei anderen Leutchen, die so arschlöchrig wie Herr Soros unterwegs sind, werde ich gerne dubiose Machenschaften anprangern.

Monika Zawadzka hat gesagt…

Super napisane.