Kann es sein, daß die VSA Probleme haben, wenn Sie mit einem kleinen
Gegner zu tun haben, der den amerikanischen Eliten intellektuell überlegen ist? Oder betrifft das ausschließlich die Person Trump, der ggf. die
Empfehlungen der Eliten aus Arroganz und Selbstverliebtheit überhört?
Jedenfalls markiert das bisherige Vorgehen des Irans sowie der Amis
eine Wende, in der aufgezeigt wird, das Drohgebärden aufgrund milit.
Stärke überbrückbar sind. Ein Zeichen für die Welt im ganzen, auch wenn
mit Kuba ein neues Feld aufgemacht wird.
Hinzu kommt die abnehmende Dominanz des Dollars. Ein Instrument, daß
es den Amis erlaubt und erlaubte komplett zu Lasten der Welt ihren
Wohlstand zu formen. Wenn 30jährige zum Tilgungszeitpunkt nur noch die Hälfte wert sind, dann
sind die Halter um 50% betrogen worden oder der VS-Staat hat sich an
seinen eigenen Schulden bereichert trotz Zinszahlungen.
Dieser Vorgang wird langsam zurückgeführt und wird langfristig zur
Verarmung der amerik. Bevölkerung beitragen, aufgrund nachlassender
staatlicher Leistungen und kommenden Steuererhöhungen und Wegbrechen
industriellen Basis. Und wenn deutsche Firmen ihre Fabriken in die USA verlagern, wird das m.E.
nur sehr kurzfristig positive Aspekte für die beteiligten Firmen und
Aktionäre bringen.
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P.S.: dazu noch eine wichtige Erklärung Pakistans (einer Atommacht):
Pakistanisches Außenministerium: Wir werden Israel erst anerkennen, wenn es Palästina an-erkennt und zwar in den Grenzen vor 1967 und Al-Quds[Anm.: der muslimische Name für Jerusalem] dessen Hauptstadt ist.
Die dann jüdische Bevölkerung
(sofern sie nicht nach Argentinien auswandert) im zukünftigen Palästina
bekommt dann mit Glück Autonomierechte, also so ähnlich wie die Menschen
im Gaza-Streifen jetzt. Das entspricht ganz meiner Meinung.
Wer sich über den Nahost-Konflikt informieren will, wird bald feststellen: was uns die Systemmedien und der Geschichtsunterricht erzählen, ist bestenfalls "Dichtung und Wahrheit" — wobei der Dichtungs-Anteil der weitaus überwiegende ist. Zufällig fand ich auf der Website der Property and Freedom Society einen Vortrag zu diesem Thema, der eine große Menge an historischen Details anspricht, die den seit Jahrzehnten schwälenden Nahostkonflikt auf einmal plausibler macht als die einseitigen Geschichtsklitterungen, die uns normalerweise vorgesetzt werden:
Unter dem Video findet sich eine Zusammenfassung, die ich (hier in deutscher Übersetzung) für bereits sehr informativ halte:
Der Ökonom Saifedean Ammous argumentiert, dass der
israelisch-palästinensische Konflikt im Wesentlichen eine Krise der
Eigentumsrechte und keine alte religiöse oder ethnische Fehde darstellt.
Er behauptet, dass der Zionismus systematisch das jahrhundertealte
System des privaten Landbesitzes in Palästina abgebaut und durch ein
staatlich kontrolliertes, rassenbasiertes Monopol ersetzt hat, das
zwangsläufig Gewalt und Enteignung hervorbringt. Diese Verletzung,
ermöglicht durch ausländische Mächte und durch Subventionen
aufrechterhalten, hat eine historisch friedliche Region in einen
Schauplatz anhaltenden Diebstahls, Vertreibungen und Völkermords
verwandelt. Ammous greift auf libertäre Prinzipien zurück (unter
Berufung auf Mises, Rothbard und Hoppe), um zu behaupten, dass die
Wiederherstellung universeller Eigentumsrechte der einzige Weg zum
Frieden ist.
Historische Hauptargumente:
Landbesitz und Koexistenz vor 1948: Britische Daten aus dem Jahr 1945 zeigen, dass Juden nur 5,67 % des
palästinensischen Landes besaßen (alles durch legitime Käufe), Muslime
und Christen 48,31 % und 46 % öffentlich (viel de facto von Beduinen
gehalten). Kein Bezirk hatte jüdische Mehrheitsbeteiligung. Über 1.300
Jahre lang unter islamischer Herrschaft (seit 637 n. Chr.) koexistierten
Juden, Muslime und Christen friedlich mit geschützten Eigentumsrechten –
z. B. gemeinsame Feierlichkeiten in Hebron im Jahr 1747. Ammous weist
Behauptungen über inhärente Konflikte zurück und weist darauf hin, dass
die letzte große jüdische Vertreibung durch die Römer (70–130 n. Chr.)
stattfand und Massenvertreibungen während der Kreuzzüge stattfanden.
Zionistische Aggression und die Nakba: Bis 1947 setzten zionistische Milizen (31 % der Bevölkerung) Terrorismus, Massaker (z. B. Deir Yassin, bei dem 100+ Zivilisten getötet wurden) und vorsätzliche Vertreibungen ein, um die Kontrolle zu übernehmen, wodurch 250.000–380.000 Palästinenser vor dem Krieg von 1948 vertrieben wurden. Führer wie Ben-Gurion befürworteten offen die "zwangsweise Umsiedlung". Die Nakba ("Katastrophe") führte dazu, dass ~800.000 Palästinenser aus über 500 Dörfern vertrieben wurden, deren Eigentum durch das israelische Abwesenheitsgesetz konfisziert wurde. Die britische Entwaffnung der Palästinenser (1939) ermöglichte dies; arabische Armeen griffen erst danach ein, um den Genozid zu stoppen, waren jedoch unterlegen.
Staatsmonopol auf Landbesitz: Nach 1948 verstaatlichte Israel ~70 % des Landes unter der israelischen Landverwaltung (ILA), die es ausschließlich über das Rückkehrgesetz an Juden verpachtet – im Grunde eine sozialistische Agentur, die für eine ethnische Gruppe stiehlt. Palästinensern wird das Rückkaufsrecht verweigert, anders als in Siedlergesellschaften wie den USA, wo die Einheimischen einen Teil des Eigentums behalten.
Die Demos waren in der letzten Zeit ja nicht mehr zu ignorieren. Natürlich muss man auch in der Lage sein, die Vorgangsweise von Israel zu kritisieren.
Aber es gilt immer noch der alte Spruch:
Nur derjenige, der weiß, von wo er herkommt, kann wissen, wo er hingeht!
Damit ist die Kenntnis der Geschichte gemeint. In meiner Schulzeit wurde dieses Thema Israel - Palästina höchstens gestreift, damals waren andere politische Verhältnisse. Als der Jom-Kippur-Krieg begann, war ich bereits auf der Uni in Stgt-Hohenheim, und da gabs keinen Geschichtsunterricht mehr.
Nun wird fast jeder von sich behaupten, dass er genau die geschichtlichen Zusammenhänge kennt, wie das heute in Israel und bei den Palästinensern abgeht.
Da kommt der nächste Spruch ins Spiel:
Wissen ist Macht, nichts wissen macht auch nichts!
Das, was man in geschichtlicher Hinsicht von den Medien erfährt, ist ja teilweise erschreckend. Ich hab mir deshalb die Mühe gemacht und herumgesucht, bis ich eine relativ neutrale geschichtliche Aufarbeitung dieses Themas im Net gefunden habe. Es lohnt sich, das zu lesen. Man kann dadurch viel besser die aktuelle Problematik verstehen, die dort abläuft. So wie bei den meisten politischen Problemen in anderen Ländern war auch hier die Kurzsichtigkeit und die fehlende Verantwortung der früheren Kolonialmächte die Ursache.
Ich hoffe, dass der Leser das nicht als Gängelung empfindet, sondern als das, wofür es von mir gedacht war, nämlich zur Ergänzung des vorhandenen Wissens.
Nach all dem, was ich nun weiß, komme ich zu folgendem Schluss:
Man muss klar zwischen den Begriffen unterscheiden: Jude, Israeli, Israelit und Zionist.
Juden gibt es auf der ganzen Welt. Die moralische Unterstützung, die immer von Deutschland ins Spiel gebracht wird, sollte sich auf diese in der ganzen Welt verstreute Volksgruppe beziehen. Dafür, dass sie als bekennende Juden ihrer Tätigkeit, ihrer Glaubensausübung, ihrer Lebensweise etc. nachgehen können, ohne dabei behindert, bekämpft oder diffamiert zu werden.
Alles weitere, was ja vornehmlich in den Strategiebereich der Mächtigen der Welt fällt, sollen die in dem betreffenden Gebiet unter sich ausmachen, - die Entstehung dieser Situation haben beide Seiten zu verantworten. Befremdlich empfinde ich auch, dass sich die Briten als eigentliche Verursacher da ziemlich zurückhalten.
Jedenfalls bin ich der Meinung, dass Deutschland keinerlei Verpflichtung für das Staatsgebilde Israel hat, - dafür gibt es überhaupt keinen geschichtlichen Grund. Deutschland hat für die Juden auf der Welt eine moralische Verpflichtung, aber nicht für den Staat Israel. Das kann aber jeder sehen, wie er will.
In beiden Teilen Zyperns (dem türkisch besetzten wie dem griechisch-zypriotischen) gibt es zunehmend Stimmen die vor einer zionistischen Landnahme durch Israel warnen.
Verschiedene Aspekte kommen dabei zum Tragen - die geostrategisch bedeutende Lage Zyperns, unerschlossene Rohstoffvorkommen (ähnlich wie vor der Küste von Gaza) und Varianten des zionistischen Eretz Israel (Großisrael), die Zypern und weitere Gebiete der Levante als "von Gott versprochenes" jüdisches Land miteinbeziehen.
Auf beiden Seiten gibt es leider auch korrupte Politiker, die dieser Agenda Israels Vorschub leisten.
Warnhinweis: Beide Videos bzw. deren Macher sind, abseits des konkreten Themas Israel und Zypern, dennoch politisch mit Vorsicht zu genießen. Das griechische zu sehr links und pro-palästinensisch.
Und speziell über das türkische Video ließe sich zusätzlich noch kritisch anmerken, dass die Türkei selbst (bzw. Möchtegern-Sultan Erdogan) ja ebenfalls eine aggressive expansionistische Außenpolitik verfolgt (siehe Syrien und Libanon). Und dabei bei Bedarf auch gemeinsame Sache mit Israel macht.
Man unterstützt auch - zusammen mit den USA und Katar - sunnitische Jihadisten, wenn es gelegen kommt, aber das wäre ein eigenes Thema. So wie die Rolle Israels (und der Türkei) bei der Massenmigration von Muslimen nach Europa - über all das wurde hier im Blog schon ausführlich berichtet.
Pack schlägt sich, Pack verträgt sich. Und die Menschen bleiben dabei auf der Strecke, so sie nicht wachsam sind.