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Montag, 1. Juni 2026

Einige Gedanken zu den Kriegen der USA

Gastkommentar
von Dieter
 
 
Kann es sein, daß die VSA Probleme haben, wenn Sie mit einem kleinen Gegner zu tun haben, der den amerikanischen Eliten intellektuell überlegen ist? Oder betrifft das ausschließlich die Person Trump, der ggf. die Empfehlungen der Eliten aus Arroganz und Selbstverliebtheit überhört?

Jedenfalls markiert das bisherige Vorgehen des Irans sowie der Amis eine Wende, in der aufgezeigt wird, das Drohgebärden aufgrund milit. Stärke überbrückbar sind. Ein Zeichen für die Welt im ganzen, auch wenn mit Kuba ein neues Feld aufgemacht wird.

Hinzu kommt die abnehmende Dominanz des Dollars. Ein Instrument, daß es den Amis erlaubt und erlaubte komplett zu Lasten der Welt ihren Wohlstand zu formen. Wenn 30jährige zum Tilgungszeitpunkt nur noch die Hälfte wert sind, dann sind die Halter um 50% betrogen worden oder der VS-Staat hat sich an seinen eigenen Schulden bereichert trotz Zinszahlungen. 

Dieser Vorgang wird langsam zurückgeführt und wird langfristig zur Verarmung der amerik. Bevölkerung beitragen, aufgrund nachlassender staatlicher Leistungen und kommenden Steuererhöhungen und Wegbrechen industriellen Basis. Und wenn deutsche Firmen ihre Fabriken in die USA verlagern, wird das m.E. nur sehr kurzfristig positive Aspekte für die beteiligten Firmen und Aktionäre bringen.

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P.S.:  dazu noch eine wichtige Erklärung Pakistans (einer Atommacht):

Pakistanisches Außenministerium: Wir werden Israel erst anerkennen, wenn es Palästina an-erkennt und zwar in den Grenzen vor 1967 und Al-Quds[Anm.: der muslimische Name für Jerusalem] dessen Hauptstadt ist.

Die dann jüdische Bevölkerung (sofern sie nicht nach Argentinien auswandert) im zukünftigen Palästina bekommt dann mit Glück Autonomierechte, also so ähnlich wie die Menschen im Gaza-Streifen jetzt. Das entspricht ganz meiner Meinung.

 

Freitag, 27. Februar 2026

Promises....

by  Meme Dept. 




Mittwoch, 11. Februar 2026

Terra Sancta — Terra Incognita

von Deliberator  Austriacus 
 
 
Wer sich über den Nahost-Konflikt informieren will, wird bald feststellen: was uns die Systemmedien und der Geschichtsunterricht erzählen, ist bestenfalls "Dichtung und Wahrheit" — wobei der Dichtungs-Anteil der weitaus überwiegende ist. Zufällig fand ich auf der Website der Property and Freedom Society einen Vortrag zu diesem Thema, der eine große Menge an historischen Details anspricht, die den seit Jahrzehnten schwälenden Nahostkonflikt auf einmal plausibler macht als die einseitigen Geschichtsklitterungen, die uns normalerweise vorgesetzt werden:
 
 
Unter dem Video findet sich eine Zusammenfassung, die ich (hier in deutscher Übersetzung) für bereits sehr informativ halte:
Der Ökonom Saifedean Ammous argumentiert, dass der israelisch-palästinensische Konflikt im Wesentlichen eine Krise der Eigentumsrechte und keine alte religiöse oder ethnische Fehde darstellt. Er behauptet, dass der Zionismus systematisch das jahrhundertealte System des privaten Landbesitzes in Palästina abgebaut und durch ein staatlich kontrolliertes, rassenbasiertes Monopol ersetzt hat, das zwangsläufig Gewalt und Enteignung hervorbringt. Diese Verletzung, ermöglicht durch ausländische Mächte und durch Subventionen aufrechterhalten, hat eine historisch friedliche Region in einen Schauplatz anhaltenden Diebstahls, Vertreibungen und Völkermords verwandelt. Ammous greift auf libertäre Prinzipien zurück (unter Berufung auf Mises, Rothbard und Hoppe), um zu behaupten, dass die Wiederherstellung universeller Eigentumsrechte der einzige Weg zum Frieden ist.

Historische Hauptargumente: 

Landbesitz und Koexistenz vor 1948: Britische  Daten aus dem Jahr 1945 zeigen, dass Juden nur 5,67 % des palästinensischen Landes besaßen (alles durch legitime Käufe), Muslime und Christen 48,31 % und 46 % öffentlich (viel de facto von Beduinen gehalten). Kein Bezirk hatte jüdische Mehrheitsbeteiligung. Über 1.300 Jahre lang unter islamischer Herrschaft (seit 637 n. Chr.) koexistierten Juden, Muslime und Christen friedlich mit geschützten Eigentumsrechten – z. B. gemeinsame Feierlichkeiten in Hebron im Jahr 1747. Ammous weist Behauptungen über inhärente Konflikte zurück und weist darauf hin, dass die letzte große jüdische Vertreibung durch die Römer (70–130 n. Chr.) stattfand und Massenvertreibungen während der Kreuzzüge stattfanden. 

Zionistische Aggression und die Nakba: Bis 1947 setzten zionistische Milizen (31 % der Bevölkerung) Terrorismus, Massaker (z. B. Deir Yassin, bei dem 100+ Zivilisten getötet wurden) und vorsätzliche Vertreibungen ein, um die Kontrolle zu übernehmen, wodurch 250.000–380.000 Palästinenser vor dem Krieg von 1948 vertrieben wurden. Führer wie Ben-Gurion befürworteten offen die "zwangsweise Umsiedlung". Die Nakba ("Katastrophe") führte dazu, dass ~800.000 Palästinenser aus über 500 Dörfern vertrieben wurden, deren Eigentum durch das israelische Abwesenheitsgesetz konfisziert wurde. Die britische Entwaffnung der Palästinenser (1939) ermöglichte dies; arabische Armeen griffen erst danach ein, um den Genozid zu stoppen, waren jedoch unterlegen. 

Staatsmonopol auf Landbesitz: Nach 1948 verstaatlichte Israel ~70 % des Landes unter der israelischen Landverwaltung (ILA), die es ausschließlich über das Rückkehrgesetz an Juden verpachtet – im Grunde eine sozialistische Agentur, die für eine ethnische Gruppe stiehlt. Palästinensern wird das Rückkaufsrecht verweigert, anders als in Siedlergesellschaften wie den USA, wo die Einheimischen einen Teil des Eigentums behalten.

Bundeskanzler Bruno Kreisky rief einst einem jungen Zeitungsreporter, der eher ahnungslose Fragen stellte, zu: 

LERNEN SIE GESCHICHTE!

Was nicht nur für Zeitungsreporter ein wirklich guter, berherzigenswerter Rat ist — nur leider erschreckend außer Mode gekommen.
 

Montag, 13. Oktober 2025

Israel und Palästina

von Helmut
 
 
Die Demos waren in der letzten Zeit ja nicht mehr zu ignorieren. Natürlich muss man auch in der Lage sein, die Vorgangsweise von Israel zu kritisieren.

Aber es gilt immer noch der alte Spruch:
Nur derjenige, der weiß, von wo er herkommt, kann wissen, wo er hingeht!
Damit ist die Kenntnis der Geschichte gemeint. In meiner Schulzeit wurde dieses Thema Israel - Palästina höchstens gestreift, damals waren andere politische Verhältnisse. Als der Jom-Kippur-Krieg begann, war ich bereits auf der Uni in Stgt-Hohenheim, und da gabs keinen Geschichtsunterricht mehr.

Nun wird fast jeder von sich behaupten, dass er genau die geschichtlichen Zusammenhänge kennt, wie das heute in Israel und bei den Palästinensern abgeht.

Da kommt der nächste Spruch ins Spiel:
Wissen ist Macht, nichts wissen macht auch nichts!
Das, was man in geschichtlicher Hinsicht von den Medien erfährt, ist ja teilweise erschreckend. Ich hab mir deshalb die Mühe gemacht und herumgesucht, bis ich eine relativ neutrale geschichtliche Aufarbeitung dieses Themas im Net gefunden habe. Es lohnt sich, das zu lesen. Man kann dadurch viel besser die aktuelle Problematik verstehen, die dort abläuft. So wie bei den meisten politischen Problemen in anderen Ländern war auch hier die Kurzsichtigkeit und die fehlende Verantwortung der früheren Kolonialmächte die Ursache.

https://www.kas.de/documents/259803/11365583/Zeitgeschichte-AKTUELL-Brechenmacher-Der-Weg-zum-Staat-Israel.pdf/a3d0a9ad-77bf-1016-46dc-6f1c1d8cea50?version=1.0&t=1715065949051

Ich hoffe, dass der Leser das nicht als Gängelung empfindet, sondern als das, wofür es von mir gedacht war, nämlich zur Ergänzung des vorhandenen Wissens.

Nach all dem, was ich nun weiß, komme ich zu folgendem Schluss:

Man muss klar zwischen den Begriffen unterscheiden: Jude, Israeli, Israelit und Zionist.

Juden gibt es auf der ganzen Welt. Die moralische Unterstützung, die immer von Deutschland ins Spiel gebracht wird, sollte sich auf diese in der ganzen Welt verstreute Volksgruppe beziehen. Dafür, dass sie als bekennende Juden ihrer Tätigkeit, ihrer Glaubensausübung, ihrer Lebensweise etc. nachgehen können, ohne dabei behindert, bekämpft oder diffamiert zu werden.

Alles weitere, was ja vornehmlich in den Strategiebereich der Mächtigen der Welt fällt, sollen die in dem betreffenden Gebiet unter sich ausmachen, - die Entstehung dieser Situation haben beide Seiten zu verantworten. Befremdlich empfinde ich auch, dass sich die Briten als eigentliche Verursacher da ziemlich zurückhalten.

Jedenfalls bin ich der Meinung, dass Deutschland keinerlei Verpflichtung für das Staatsgebilde Israel hat, - dafür gibt es überhaupt keinen geschichtlichen Grund. Deutschland hat für die Juden auf der Welt eine moralische Verpflichtung, aber nicht für den Staat Israel. Das kann aber jeder sehen, wie er will.
 

Freitag, 3. Oktober 2025

Sonntag, 31. August 2025

Landraub 2.0

von Sandokan
 
In beiden Teilen Zyperns (dem türkisch besetzten wie dem griechisch-zypriotischen) gibt es zunehmend Stimmen die vor einer zionistischen Landnahme durch Israel warnen.
Verschiedene Aspekte kommen dabei zum Tragen - die geostrategisch bedeutende Lage Zyperns, unerschlossene Rohstoffvorkommen (ähnlich wie vor der Küste von Gaza) und Varianten des zionistischen Eretz Israel (Großisrael), die Zypern und weitere Gebiete der Levante als "von Gott versprochenes" jüdisches Land miteinbeziehen.
Auf beiden Seiten gibt es leider auch korrupte Politiker, die dieser Agenda Israels Vorschub leisten. 

Warnhinweis: Beide Videos bzw. deren Macher sind, abseits des konkreten Themas Israel und Zypern, dennoch politisch mit Vorsicht zu genießen. Das griechische zu sehr links und pro-palästinensisch. 
Und speziell über das türkische Video ließe sich zusätzlich noch kritisch anmerken, dass die Türkei selbst (bzw. Möchtegern-Sultan Erdogan) ja ebenfalls eine aggressive expansionistische Außenpolitik verfolgt (siehe Syrien und Libanon). Und dabei bei Bedarf auch gemeinsame Sache mit Israel macht.  
Man unterstützt auch - zusammen mit den USA und Katar - sunnitische Jihadisten, wenn es gelegen kommt, aber das wäre ein eigenes Thema. So wie die Rolle Israels (und der Türkei) bei der Massenmigration von Muslimen nach Europa - über all das wurde hier im Blog schon ausführlich berichtet.
Pack schlägt sich, Pack verträgt sich. Und die Menschen bleiben dabei auf der Strecke, so sie nicht wachsam sind. 



Ebenfalls von Dimitri Lascaris:

Und bereits von Ende 2024, Daily Sabah steht angeblich Erdogan nahe: