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Dienstag, 30. Juni 2026

Heute vor 100 Jahren

von LePenseur
 
 
... wurde Peter Alexander Neumayer zu Wien als Sohn des Anton Neumayer, Bank-Rat, und dessen Ehefrau Bertha Katharina, geb. Wenzlick, Tochter eines deutschböhmischen Musikalienhändlers aus Nürschan, geboren.
Damit unser geschätzter Kollege Lechner nicht wieder einen Nervenzusammenbruch (oder auch nur einen Hautausschlag) kriegt, hier nur ein Link zu einem ganz witzig inszenierten Tango.
 
Bevor der geneigte Leser fragt, um wen es hier eigentlich geht: man kennt ihn eigentlich nur unter seinen Vornamen. Aber die kennt jeder ...
 

Freitag, 6. Juni 2025

Erinnerung an das Jahr 2015 – oder eigentlich: an viel früher ...

von LePenseur
 
 
Heute vor zehn Jahren starb der Schauspieler Pierre Brice, bis jetzt noch mit seiner wohl berühmtesten Rolle, Winnetou, assoziiert. An seinem Todestag schrieb ich, damals gerade auf Urlaub, ein paar Zeilen zu seinem Gedenken:

Kurze Urlaubsunterbrechung

Die Erinnerung kam einfach hoch bei der Meldung ...

Die Erinnerung an den Volksschüler, der mit seiner Familie Sommerfrische machte, damals in den mittleren 1960ern. Irgendein kleines Kaff im Innviertel, von wo die Oma mit dem Autobus nur ein paar Stationen fahren mußte, um im Thermalbad Schallerbach (hieß doch so, oder?) ihren Ischias zu lindern. Oder ihre Spondylose. Oder war das für beides ...? Das Kind spielte währenddessen in den Wäldern und Feldern mit Bauernbuben. Und mit der Tochter der Zimmervermieterin. Gelegentlich gab es was Besonderes: ein richtiger Maler zeigte Bilder im Pfarrsaal. Ein Großbauer war gestorben, und beim Requiem gab's so viel Weihrauch, daß dem Buben aus der Stadt ganz schlecht wurde. Und gelegentlich gab's einen Film im Dorfkino. »Sissi« und dergleichen. Naja. Oder »Das Haus in Montevideo« mit dem Ski-Ass Toni Sailer in einer Nebenrolle — das war schon besser ...

Einmal, nach dem Ende des Films »Winnetou III« lief der kleine Bub heulend in den Wald, weil Winnetou tot war. Man ging ihn suchen — nein, es war keine gefährliche Situation, wirklich nicht! Die Wäldchen in der Umgebung waren zahm und friedlich wie die sanfte Hügellandschaft des Innviertels überhaupt. Und man tröstete den in Tränen aufgelösten Buben, indem man ihm versicherte, daß der Schauspieler ja in Wahrheit nicht tot sein, der lebe und drehe sicher bald wieder seinen nächsten Film.

Der Bub war nun doppelt unglücklich: unglücklich darüber, daß Winnetou gestorben war, und noch mehr, daß seine Familie ihn offenbar für einen kompletten Trottel hielt! Natürlich wußte er, daß der Schauspieler nicht tot war, sondern »bloß« die Filmfigur Winnetou! Und damals ahnte er, daß die Erwachsenen offenbar ihre eigene Kindheit vergessen haben. Oder sogar vergessen müssen — sonst könnten sie ihr Leben, das ganz so ohne Erfahrung, ohne Eintauchen in eine zweite Realität dahinging, wohl nicht aushalten. Und er beschloß, es anders zu machen. Aber wie? Verlacht und mit billigem Pseudo-Trost abgespeist zu werden, war nicht angenehm.

Er entschloß sich zu lesen. Das war angesehen und respektabel. Und eine zweite Realität — mit der reichen Phantasie der jungen Jahre glänzender, vielschichtiger und aufregender als je ein Film sein könnte. So verdankt LePenseur — der damals jener kleine Bub war — höchstwahrscheinlich die »Initialzündung« seiner späteren Bildungsinteressen jenem Schauspieler, dessen Darstellung des Sterbens ihm damals (und in der Erinnerung noch heute) die Tränen in die Augen trieb, und der heute selbst gestorben ist:

Pierre Brice
6. Februar 1929 - 6. Juni 2015

Er ruhe in Frieden ...

Donnerstag, 2. Januar 2025

Heute vor 80 Jahren wurde Kottan geboren

von LePenseur
 
 
Unsinn! Natürlich nicht Kottan, sondern Peter Patzak, der ihn erfand.



Mehr Kottan hier.

Mittwoch, 18. Dezember 2024

In memoriam Rudolf Platte

von LePenseur
 
 
In der Hektik der Vorweihnachtszeit und des Jahresendes, zu dem bestimmte Dinge unbedingt noch fertig werden müssen, hätte ich beinahe vegessen, daß der große Schauspieler Rudolf Platte heute vor vierzig Jahren, am 18. Dezember 1984, gestorben ist. Leider fehlt mir die Zeit zu einem ausführlicheren Artikel, den dieser keineswegs bloß "Komödiant", sondern bedeutende Charakterschauspieler fürwahr verdiente, und so kann ich ihn nur mit einigen Proben seines Könnens für ihn selbst sprechen (und spielen) lassen. Aber ist es nicht in Wahrheit die einzige wirkliche Würdigung, die ihm gerecht wird? Ihn in seinen Rollen zu zeigen ...







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P.S.: seine einzigartige Gestaltung des Schmierentheaterdirektors im "Raub der Sabinerinnen" fand ich leider nicht auf Youtube. Wenn jemand diese Fernsehaufzeichnung irgendwo sichten sollte, wäre ich für den Link dankbar!

Freitag, 12. August 2022

Heute vor 100 Jahren

von LePenseur
 
 
... also am 12. August 1922, wurde in der Salzburger Kollegienkirche das Schauspiel Das Salzburger große Welttheater von Hugo von Hofmannsthal (Regie: Max Reinhardt) uraufgeführt.  
 
Das Salzburger große Welttheater basiert auf dem Mysterienspiel Das große Welttheater von Pedro Calderón de la Barca, dessen Grundkonzept zwar beibehalten, jedoch die konkrete Ausgestaltung der Figuren (insbesondere des Bettlers) verändert wurde, um auf die soziale und politische Krisensituation nach dem Ersten Weltkrieg treffender Bezug nehmen zu können. 
 
Im Jahr 1961 wurde das Schauspiel als Fernsehproduktion unter Mitwirkung berühmter Schauspieler (wie Fred Liewehr, Hilde Krahl, Kurt Sowinetz, Judith Holzmeister und Josef Meinrad) aufgenommen:


Keine Frage — nicht alles, was vor nunmehr 61 Jahren in Regie- und Schauspielkunst für maßgebend angesehen wurde, ist es für uns heute ebenso! Doch wenn man sich die Hofmannsthal-Schändungen der letzten Salzburger Festspiel-Saisonen als Vergleich in Erinnerung ruft, sieht man, welche Dekadanz da mittlerweile herrschend wurde, wie einem eitel sich präsentierenden Publikum gewissermaßen Scheiße auf einem Silbertablett serviert wurde — und keiner von denen hatte den Mumm, aufzustehen und diese Scheiße auch als solche zu benennen, oder wenigstens unter schweigendem Protest das üble Spiel zu verlassen.

Freitag, 1. April 2022

Zwei Jahre her, aber immer noch sehenswert

von LePenseur


... die Eröffnungsrede der Golden Globes 2020:




Freitag, 23. Juli 2021

Adrienne Gessner

 
»Die Gessner«, wie sie apostrophiert wurde.
 

 Heute vor 125 Jahren geboren. Unvergessen ...
 
 

Sonntag, 26. Juli 2020

Vom Winde verweht ...


Heute ist in Paris Olivia de Havilland im 104. Lebensjahr verstorben. Die weibliche Hauptrolle im Südstaatenepos »Vom Winde verweht« machte sie 1939 zum Star. Und eine Hollywood-Legende war sie bis zuletzt — und bis ins höchste Alter von bewundernswerter Rüstigkeit und Frische. Zu ihrem Gedenken erklinge die Titelmusik jenes Films, der sie so früh weltberühmt machte:



R.I.P.




Freitag, 11. Oktober 2019

Herzliche Gratulation!



Heute feiert die beliebte Schauspielerin Liselotte Pulver in Rüstigkeit und Frische ihren 

90. Geburtstag



Freitag, 27. September 2019

So, jetzt ist »Downton Abbey« auch noch am Brexit schuld ...


Wenigstens, wenn man dem Geschwurbel einer gewissen Anna-Maria Wallner Glauben schenkt, die im Teaser ihres Artikels meint:
„Downton Abbey“ funktioniert als Spielfilm nicht. Das werden auch die treuesten Fans schweren Herzens erkennen. Die Geschichte hinter der Serie ist politischer, als man glaubt, und erklärt mitunter das heutige Brexit-Dilemma der Briten.
Nein, ich habe (im Gegensatz zu ihr) den Downton-Abbey-Film nicht gesehen, und weiß auch nicht, ob ich das überhaupt tun werde angesichts so schwerwiegender Vorwürfe, wie sie Frau Mag. Wallner, LL.M. erhebt:
... ... den Konflikt zwischen Retro-Nostalgie und Aufbruch in neue Zeiten, in denen vielleicht einmal homosexuelle Beziehungen erlaubt sein werden (wie Butler Mr. Barrow hofft), deutet der Film nur sehr dezent an. Er bleibt sonst lieber bei der bierernsten Verklärung längst vergangener Zeiten. 
Na, da sind wir aber gleich ganz froh, daß DiePresse bierernste Aufklärung über heutige Zeiten gibt! Denn:
Großbritannien hat sich seit dem Ende der Serie „Downton Abbey“ im Jänner 2016 verändert, ein halbes Jahr später stimmten die Briten für den Ausstieg aus der EU. Julian Fellowes, der Autor und Regisseur von „Downton Abbey“, war stets Befürworter eines harten Brexit. So mancher Kommentator macht die Serie zu einem kleinen Teil mitverantwortlich für das Ergebnis des Referendums im Juni vor drei Jahren. Weil sie jahrelang die gute alte Zeit des Commonwealth verherrlicht und romantisiert hat und bei den Zusehern den Eindruck erweckt hat, es gäbe die Chance auf eine Rückkehr in diese alte Welt(ordnung).
Mann-o-Mann! Oder muß angesichts des frauennetzwerkenden Einsatzes von Frau Mag. Wallner gar »Frau-o-Frau« geseufzt werden? »Tant de bruit pour une omelette« meint der leicht enervierte Bildungsbürger zu dem durchsichtigen Versuch, eine recht stimmig inszenierten Kostümserie gleich für eine Anti-Brexit-Agenda (Made in Brussels?) zu instrumentalisieren — und wenn's ein exquisites Omelettchen aus der Küche von Mrs. Pattmore höchstpersönlich gewesen wäre ...


Samstag, 22. Juni 2019

Ein Herr


... ist vorgestern gestorben: Kammerschauspieler Peter Matić von Dravodol. Ein Grandseigneur in Benehmen und Sprachzucht. Hier ein ausführliches Interview, das vor einigen Jahren mit ihm geführt wurde:


Peter Matić war ein tiefgläubiger Mensch — und das kommt in einem kurzen Impulsvortrag, den er 2018 bei einem »Parlamentarischen Gebetsfrühstück« gehalten hat, zu überzeugendem Ausdruck:



REQUIESCAT IN PACE!



Samstag, 13. Oktober 2018

Heute wird die »alte Dame« achtzig ...



Christiane Hörbiger in einer ihrer besten Rollen — sehenswert (was auch immer Reich-Ranicki daran zu nörgeln hatte ...)!

Dienstag, 13. September 2016

Amerikanischer Humor

... gehörte schon immer zu den unerforschlichen Geheimnissen der Menschheit. Man sehe sich eine beliebige Late Night Show (bzw. eine Sit-Com zu jeder Tages- und Nachtzeit) an, und staune. Es ist unerfindlich, wie eine Nation, die derart bescheuerte Holzhammer-Gags lustig findet, gleichzeitig die intellektuelle Kompetenz haben konnte, Atombomben zu bauen und Raumschiffe zum Mond und diversen Planeten zu schicken (ach so, na ja: die Bombe hat ihnen eigentlich  ein emigrierter deutscher Jude gebaut, und die Raketen danach die pöhsen Nazi-Techniker um Werher von Braun, aber lassen wir das mal so stehen).

Vor einigen Tagen kam LaPenseuse beim Durchzappen um Mitternacht in eine Show mit dem hübschen Namen Roasting Rob Lowe. Nun bitte: wenn sich nicht singen könnende Popbarden in Deutschland mit so phantasievollen Namen wie "Einstürzende Neubauten" schmücken dürfen, warum also nicht eine Talkshow mit Assoziationen zu einer Grillparty ...

Ähnlich zäh wie die Produkte einer durchschnittlichen Grillparty waren dann auch die Witze, die da abgeliefert wurden, nun ja: amerikanischer Humor, eben. Nicht jede Nation ist mit dem Wiener Schmäh gesegnet, nicht jeder zu Tode geliftete Hollywoodstar kann in tagelangem Bemühen auch nur annähernd so viel hintergründige Ironie wie bspw. ein Helmut Qualtinger mit einer Handbewegung oder einem Blick produzieren. Macht nichts, jeder kann was anderes: Juden und Österreicher Witze machen, Deutsche Maschinen bauen, Franzosen kochen etc., Neger hingegen grosso modo schneller (und ausdauernder) laufen als Wiener (und gewinnen daher jeden Vienna City Marathon).

Bei besagter Show wurde v.a. eine Teilnehmerin "gegrillt": die Polit-Kolumnistin Ann Coulter. Und das klang dann so:


Nun, amerikanischer Humor eben. Genauer gesagt: der Humor linker "Demokraten", die sich in einer Weise benehmen, die sie keinem pöhsen "Rechten" durchgehen ließen. Warum Ann Coulter überhaupt bereit war, an so einer Sendung teilzunehmen, von der sie doch wissen mußte, wie man mit ihr umgehen wird, bleibt unerfindlich. War es Selbstüberschätzung, gegen den Moderator, das ganze Podium von Beleidigern und das Publikum (das, wie die Schwenks in die Menge bewiesen, v.a. aus linken Promis der Kulturschickeria und sonstigen Staatsgeld-Parasiten bestand) zu gewinnen? Oder wußte sie, daß ihr kein anderer Ausweg blieb und sie durch Fernbleiben nur ohne die Möglichkeit zu "Retourkutschen" niedergemacht worden wäre ...?

Wie auch immer: an ihrer Stelle wäre ich spätestens nach dem "Witz", daß ihre Anwesenheit dem Publikum zeige, wie eine Abtreibung "close-up" aussehe, ganz ruhig aufgestanden, wäre zum Witzbold gegangen und hätte ihm mit Stilettos in die Eier getreten und dann ins Micro gesagt: "Seine Freundin braucht in Zukunft nicht mehr abzutreiben. Wenn er in Zukunft noch Freundinnen haben wird können."

Ich gebe aber zu: das ist typischer esprit d'escalier, und in der jeweiligen Situation nur mit eisernen Nerven und einer Menge Glück (daß man nicht stolpert, nicht sofort eine Security dazwischengeht etc.) zu bewerkstelligen. Freilich: gegönnt hätte ich den Tritt nicht nur diesem linken Arschloch ...

Aber diesem ganz besonders.

Freitag, 5. Februar 2016

Happy Birthday!

As time goes by ...










Danke für viele ausgezeichnete Gestaltungen von Filmrollen — und nicht zuletzt für Ihre mutigen Worte zum Thema Oscar-Nominierungen, Mrs. Rampling!

Sie haben damit ihrer Rollenbezeichnung

»Charakter-Schauspielerin«


eine neue, tiefere Bedeutung verliehen!