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Samstag, 12. September 2026

Heute vor 20 Jahren

von LePenseur
 
 


... zitierte Papst Benedikt XIII in Regensburg den byzantinischen Kaiser Manuel II. Palaiologos (1350–1425) mit seiner Aussage über die Rolle der Gewalt im Islam:
„Ohne sich auf Einzelheiten wie die unterschiedliche Behandlung von ‚Schriftbesitzern‘ und ‚Ungläubigen‘ einzulassen, wendet er [Anm.: der Kaiser] sich in erstaunlich schroffer, uns überraschend schroffer Form ganz einfach mit der zentralen Frage nach dem Verhältnis von Religion und Gewalt überhaupt an seinen Gesprächspartner. Er sagt: ‚Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat, und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten‘. Der Kaiser begründet, nachdem er so zugeschlagen hat, dann eingehend, warum Glaubensverbreitung durch Gewalt widersinnig ist. Sie steht im Widerspruch zum Wesen Gottes und zum Wesen der Seele. ‚Gott hat kein Gefallen am Blut‘, sagt er, ‚und nicht vernunftgemäß, nicht σὺν λόγω zu handeln, ist dem Wesen Gottes zuwider‘. Der Glaube ist Frucht der Seele, nicht des Körpers. Wer also jemanden zum Glauben führen will, braucht die Fähigkeit zur guten Rede und ein rechtes Denken, nicht aber Gewalt und Drohung … Um eine vernünftige Seele zu überzeugen, braucht man nicht seinen Arm, nicht Schlagwerkzeuge noch sonst eines der Mittel, durch die man jemanden mit dem Tod bedrohen kann.“ 
Na, da war gleich die Hölle los! Islam und Gewalt? Wie kann man nur ... die Muselmanen und ihre Versteher im Abendland gerieten in Aufruhr! Eine „Hasspredigt“ sei so etwas. Na, geh! Die vatikanischen Behörden ruderten gleich zurück und bedauerten und präzisierten und relativierten ... ... so richtig echte Glaubensvorbilder, wie sie im Buch stehen (fragt sich nur: in welchem? In den Italienischen Heldensagen vielleicht) ...
 
Überraschend waren freilich die Fronten. Mancher, bei dem man's nicht vermutet hätte, zeigte klare Linie, manche, bei denen man sie vermutet hätte, eierten herum. Kardinal Lehmann (sonst nicht eben einer meiner Lieblinge), damals der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, erklärte in Bezug auf die Vorlesung von Regensburg, daß es „nichts zurückzunehmen oder zu entschuldigen gebe“. Wenn die Diskussion um die Rede dazu gedient haben sollte, dass der Dialog zwischen Christentum und Islam ernsthafter werde, habe sie ihren guten Sinn gehabt. 
 
Im Iran bezeichnete Ayatollah Ali Khamenei, die Papstrede als das „letzte Glied eines Komplotts für einen Kreuzzug“. Nun, was den Kreuzzug betrifft, der ihm den ersehnten Märtyrer-Status eintrug, hatte er noch fast 20 Jahre zu warten — und der kam dann auch nicht von Bendedikt XIII angeordnet, sondern inszeniert als Ablenkungsmanöver Trumps von der Epstein-Affäre und zur Befriedigung zionazistischen Obessionen ... 
 
Der ehemalige Iranische Präsident Khatami betonte dagegen, man solle erst den gesamten Text der Rede lesen, bevor man Aussagen über deren Inhalt machen könne. „Folgerungen“, wie sie „zur Zeit gezogen“ werden, kämen von „uninformierten und fanatischen Menschen“. Er selber habe den Papst als einen sehr gebildeten und geduldigen Mann kennen gelernt. Sogar der damalige Präsident Ahmadineschad, der ja nicht unbedingt zur Ireniker-Fraktion zu zählen war, erklärte sich durch die Stellungnahmen des Vatikans zufriedengestellt. Sieh an, sieh an ...
 

Sonntag, 6. September 2026

„Jetzt sind sie halt weg“: Erzbischof Koch und die Kirche der politisch Richtigen

von LePenseur
 
 
Unter obigem Titel erschien am Freitag bei Philosophia perennis ein ebenso lesenswerter wie beklemmender Artikel von David Berger:
Der Berliner Erzbischof Heiner Koch nimmt ausdrücklich in Kauf, dass AfD-Wähler wegen der politischen Positionierung der Kirche ihre Gemeinden verlassen. Deutlicher lässt sich der inzwischen entstandene Graben zwischen dem deutschen Kirchensteuerklerikat und einem erheblichen Teil der einfachen Gläubigen kaum beschreiben. Die Botschaft lautet im Grunde: Wer politisch falsch wählt, dessen Verlust können wir verschmerzen. 
Nun hat LePenseur ja eine (wenigstens in allen Städten, in kleinen Landpfarren mag es vielleicht anders sein ...) einfach zu treffende Maßnahme als Vorschlag bereit: einfach
 
A U S T R E T E N ! 
 
Wenn den Kirchensteuerzecken das finanzielle Blut ausgetrocknet wird, werden sie umdenken. Nicht ehrlich. Nicht freiwillig. Aber sie werden als geborene Opportunisten, als die sich sich jetzt an Staatsgewalt und Medienmeute anschmiegen, dann — Not lehrt beten, selbst wenn es bloß die relative Not einer nicht mehr so großzügig steueralimentierten Bischofshofhaltung oder Pfarrei ist ... — auf einmal spirituelle Werte wie das Gebet zu schätzen lernen. Nicht ehrlich, nicht freiwillig, sondern heuchlerisch und aus Eigennutz. Aber egal: auch eine erzwungene Kurskorrektur ist eine!
 
Und diesen Berliner Kirchen-Heini, der als einer von viel zu vielen deutschen "synodalen" Köchen den Brei verdirbt, wie nennt man den? Darf man einen Bischof, gar Erzbischof (mit Aspiranz auf den roten Hut) bspw. als Idiot oder Arschloch bezeichnen? 
 
Auch wenn man's möchte: man darf es nicht, das ist ganz klar! Also tun wir das hier auch nicht. Sondern finden nur, daß die Narrenkappe, die er auf der Illustration des verlinkten Artikels trägt, ihm ausnehmend gut steht. Man könnte sich gar keine passendere Kopfbedeckung ausdenken für solche Leute!
 
David Berger hebt in seinem Artikel die Argumentation zusätzlich auf ein spirituelleres Niveau, indem er fragt:
Das Evangelium erzählt von einem Hirten, der neunundneunzig Schafe zurücklässt, um das eine verlorene zu suchen. Die moderne deutsche Kirchenverwaltung scheint dieses Gleichnis gelegent-lich umzuschreiben: Wenn das hundertste Schaf politisch verdächtig wählt, muss man eben das Risiko eingehen, dass es davonläuft. Man stelle sich nur vor, Christus hätte über Zöllner, Sünder und gesellschaftlich Verachtete gesagt: Wir müssen das Risiko eingehen, dass sie wegbleiben.
Exakt so reagierten damals die Pharisäer und Schriftgelehrten. Und heute eben die synodalen Weg-Geher, denen es piepegal ist, daß sie andere mit ihrem zeitgeistigen Opportunismus in den Weggang treiben und dieses Risiko einzugehen bereit sind.
 

Samstag, 15. August 2026

Carl Philipp Emanuel Bach: Magnificat

 
Der Magnificat-Vertonungen sind Legion! Und unter diesen nimmt die des Großmeisters der Barockmusik, nein: der Musik überhaupt, Johann Sebastian Bach ohne Zweifel einen exzeptionellen Rang ein. Es gibt nicht viele andere, die da auch halbwegs mithalten können ... und zweifellos zu diesen gehört das Magnificat seines Sohnes Carl Philipp Emanuel, hier in einer mitreißenden Interpretation durch die Gaechinger Cantorey unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann zu hören:
 

Das Orchester, der Chor und v.a. die Solisten (Sopran: Miriam Feuersinger; Alt: Marie Henriette Reinhold; Tenor: Patrick Grahl; Baß: Markus Eiche)  ... einfach atemberaubend!
 

Montag, 6. Juli 2026

For Disobedience ... Really?

by  Meme Dept. 




Samstag, 27. Juni 2026

Die Verfolgung der orthodoxen Kirche in der Ukraine

von Deliberator  Austriacus 
 
 
Patrik Baab ist einer der profiliertesten Journalisten Deutschlands. Einer von denen, die den Namen verdienen, weil sie nicht bloße Schreib- & Maulhuren der Herrschenden sind! Dank an Herrn Baab, dass er sich an dieses Thema gewagt hat, denn in (West-)Europa wird es gänzlich verschwiegen. Was in diesem Interview mit einem orthodoxen Priester über die brutale Kirchenverfolgung in der Ukraine berichtet wird, macht betroffen und fassungslos:
 
 
Patrik Baab schreibt dazu: Feuer im Höhlenkloster. Am 15. Juni 2026 stand das Höhlenkloster Kiew in Flammen. Die Kriegsparteien beschuldigen sich gegenseitig. Die Ukraine wirft Russland vor, Raketen ins Kloster gelenkt zu haben. Auf russischer Seite heißt es, eine ukrainische Patriot-Rakete habe das Kloster getroffen und in Brand gesetzt. Die ukrainisch-orthodoxe Kirche unter Feuer. 
 
Was steckt hinter den Ereignissen? Und warum steht die ukrainisch-orthodoxe Kirche seit Jahren im Zentrum eines erbitterten Konflikts? 
 
Der Priester der russisch-orthodoxen Kirche in Berlin-Charlottenburg, André Sikojev, berichtet in diesem erschütternden Gespräch von einer Realität in der Ukraine, die in den westlichen Leitmedien kaum stattzufinden scheint. Während Berlin die Ukraine als Hort von „Demokratie und Freiheit“ feiert, schildert André Sikojev eine systematische Christenverfolgung, das Verbot der ukrainisch-orthodoxen Kirche und einen brutalen Kulturkampf gegen die eigenen Wurzeln. 
 
Im Gespräch geht es um: 
  • Der Reliquien-Krimi: Wie heilige Gebeine aus dem Kiewer Höhlenkloster über den Kaukasus nach Berlin gerettet wurden. 
  • Christenverfolgung heute: Warum Priester und Bischöfe auf offener Straße verhaftet und zwangs-rekrutiert werden. 
  • Der verbotene Glaube: Die Hintergründe des offiziellen Verbots der ukrainisch-orthodoxen Kirche durch das Kiewer Regime. 
  • Geheimdienste und Kirche: Die Rolle der CIA und US-amerikanischer Stiftungen beim Aufbau einer staatlichen „Antikirche“. 
  • Verschwiegenes Leid: Warum die massiven Angriffe auf Klöster und Gläubige in deutschen Medien kein Thema sind. 
  • Geld gegen Blut: Sikojevs brisante Analyse der Ukraine als „satanistischer Bioreaktor“, in dem Milliarden gegen Menschenleben gehandelt werden. 
„Dieses Schweigen in Deutschland ist eine Mitschuld an der Kirchenzerstörung und der Verfolgung von Christen.“ 
 
André Sikojev blickt hinter die Kulissen der geopolitischen Strategien und zeigt auf, wie Religion als Werkzeug benutzt wird, um ein Volk von seiner Geschichte zu entfremden. Ein tiefgehendes Gespräch über den Verlust von Rechtsstaatlichkeit, die Macht der Propaganda und die unerschütterliche Hoffnung der Gläubigen inmitten des Terrors. 
 

Donnerstag, 4. Juni 2026

Sonntag, 24. Mai 2026

Gottfried Heinrich Stölzel: Pfingstkantate "Werdet voll Geistes"

 
 
 
 Coro: Werdet voll Geistes  00:00 
Aria di Tenore: Was saust so sanft und so gelinde! 01:44 
Recitative & Arioso: Ach ja! Ich fühle schon 03:55 
Aria di Alto: Soll ich voll Geistes werden? 05:36 
Recitative: Wenn die Apostel -- Chorale: Komm, heiliger Geist, Herr Gott 07:33 
 
Alt: Martin Wölfl | Tenor: Jan Kobow 
 Chor und Orchester: 
Telemannisches Collegium Michaelstein  
unter der Leitung von Ludger Rémy
 
 

Donnerstag, 14. Mai 2026

Waldemar Bloch: Missa brevis

von LePenseur
 
 
 
Zum heutigen Feiertag die Missa brevis des österreichischen Komponisten Waldemar Bloch, dessen 120. Wiederkehr des Geburtstages wir am 5. Mai hätten gedenken können, oder vielmehr: sollen! Denn (wie so viele seiner Generation) ist auch er der damnatio memoriae der Zwölftöner und Serialisten zum Opfer gefallen. 
 
Nein, er war sicherlich nicht einer der "ganz großen" Komponisten, aber doch einer, dessen Werke durchaus verdienen, aufgeführt zu werden, etwa seine zahlreichen Orgelwerke, darunter das Ricercar über den Namen BACH für Orgel:
 
 
Daß Waldemar Bloch nicht bloß Kirchenmusik konnte, beweist er im Klavierkonzert No. 2 aus dem Jahr 1963:
 
 
 Außerdem schrieb er sieben Opern, und von einer davon "Der Diener zweier Herren" (nach Goldoni) gibt es auch einen Ausschnitt, ein Tondokument der Rundfunkaufnahme der Uraufführung aus dem Jahr 1961:
 
 
 
 

Dienstag, 21. April 2026

News from Lebanon

by  Meme Dept. 




Sonntag, 5. April 2026

Eine kleine, aber alte Gemeinde in Boston

von LePenseur
 
 
... nämlich King's Chapel, die älteste unitarische Gemeinde in den U.S.A., feierte Ostersonntag 2023 einen feierlichen Gottesdient: ein bemerkenswertes, geradezu einzigartiges Beispiel einer quasi "alt-ritualistischen Gemeinde" im insgesamt dezidiert "progressiven" Unitarismus, die (auch wenn man die rationalistischen, undogmatischen Lehren des Unitarismus nicht teilt) uns damit eine faszinierende Erfahrung vermitteln. 
 
Der Zeit des Covid-Wahns geschuldet sind die zwar wirkungslosen, dafür optisch störenden Gesichtsmasken, die von einigen immer noch getragen wurden. Davon abgesehen: daß eine kleine Gemeinschaft von ein paar hundert Mitgliedern so etwas in dieser beeindruckenden, stilvollen Qualität "auf die Beine stellen" kann, grenzt an ein Wunder:
 
 
Und offen gesagt: ich habe Ostergottesdienste in Kathedralen miterlebt, die mich weitaus weniger beeindruckt und angesprochen haben, als dieser hier ...
 
 
  F R O H E   O S T E R N !  
 
 
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P.S.: "altritualistisch" heißt natürlich nicht, daß dort in pontificalibus zelebriert und lateinisch gebetet wird, es ist ja letztlich eine – aber eben unitarische! – anglikanisch-protestantische Kirchengemeinde. Aber sie verwendet das Book of Common Prayer fast in der Originalversion (faktisch sind nur die trinitarischen Doxologien etc. ausgetauscht worden). Aber es erfreut mein Herz, wenn Lesungen nicht von irgendeinem "Grünzeug" in Schlabberpulli und Jeans im Slang dahergekaut werden, sondern von korrekt mit Anzug und Krawatte bzw. Kirchgangs-Kostüm gekleideten, soligniert und präzise vortragenden Herren und Damen erklingen. Und die Psalmodie und die Hymnen – für einen Kirchenchor einer Kleingemeinde: Hut ab, sehr beachtlich!
 

Samstag, 4. April 2026

Karsamstagsbräuche 1965

Gastbeitrag 
von Damaszenerklinge
 
 
  

Erst 61 Jahre ist es her — und wirkt für uns heute doch fast wie vor einer Ewigkeit ...

 

Mittwoch, 21. Januar 2026

Nach einigen Jahren Pause

von LePenseur
 
 
... ist gestern der mir schon als erloschen vorkommende Blog Superpelliceum wieder aktiv geworden (wenn auch nur mit einer kleinen "Eruption" ...), was mich dazu veranlaßte kurz nachzusehen, wann (und worüber) eigentlich das vorherige Posting war. Eh voilà ... hier ist es:

Zwischen den ganzen "Influenza" (Monika Gruber)- Videos und sonstigen Unnötigkeiten findet sich eine Perle aus dem Archiv des ZDF: Eine Reportage plus Pfingstgottesdienst aus dem Jahre 1973. Gemacht hat den Film Werner Kaltefleiter, gefilmt wurde in der notorischen Pfarrei St. Ludwig in Ibbenbüren. Die Kirche ist frisch ausgeräumt und weiß gefliest, die japanische Flagge in der Apsis ist frisch gemalt, die liturgischen Tänzerinnen noch in der Blüte ihrer Jahre, in den intellektuell hochmögenden Gesprächskreisen wird noch gequalmt und gesoffen. Alles hat noch den Duft des Aufbruchs, der Fortschritts, der allgemeinen Wichtigkeit.

Es gäbe viel zu schreiben, was der Film alles an Erinnerungen an die eigene Kindheit auslöst, dieses Lebensgefühl in den 1970ern. Vielleicht dazu an anderer Stelle demnächst etwas mehr. Was aber den Film besonders auszeichnet ist die strenge Freudlosigkeit, die Humorlosigkeit, die sich zuvörderst aus der allgemeinen Wichtigkeit des Gemeindekaders speist.
Lesen ist gut, weiterlesen noch besser ... aber den im Artikel vom 13. August 2022 am Ende zu findenden nackten Link auf die ZDF Pfingstmesse 1973 aus Ibbenbüren will ich "embedden", damit sich keine falsche "Hemmschwelle" aufbaut, ihn anzuklicken – obwohl Kollege Laurentius Rhenanius, der den besagten Blog zum Glück (wieder-) betreibt, dem Link die herbe Mahnung vorausschickt:
Wer die Nerven für eine Zeitreise hat,
https ... 
Ich denk' mir: wer den LePenseur-Blog liest, der muß gute Nerven haben, sogar für die Zeitreise ins Jahr 1973 ...
 
 
Die Bild- und Tonqualität ist überschaubar gut ... naja, 1973 halt. Aber was den Film zum Genuß macht, ist genau das, was Kollege Laurentius Rhenanius im Artikel so trefflich beschrieb:
Alles ist gewichtig, ernst, (un)tief bzw. pseudotief. Alle wollen  mit von der Partie sein, keiner will als altmoderner Provinzdödel gelten. Es ist wie die Parole "alles ist politisch" der Linken in kirchlicher Ausprägung, Zeitgeist (viel aus der Zeit, wenig Geist), und kommt genauso spießig daher wie der ostdeutsche Sozialismus! Der Pfarrer als Revolutionsführer im Kollektiv der Kirchentätigen.
Nur beim folgenden Satz weiß ich nicht, ob ich ihn unterschreiben kann:
Es ist alles, nur nicht katholisch!
Nun ist LePenseur selbst wohl nicht katholisch genug, um derlei Urteile
fällen zu dürfen (und noch dazu ausgetreten, von den ketzerischen Ansichten über alles mögliche gar nicht zu sprechen!) ... aber: er entsinnt sich diverser Messen in weitaus rezenteren Jahren als 1973, die ihm gleich verkrampft-scheußlich-verlogen vorkamen und dennoch unter dem Titel "katholischer Gottesdienst" gehalten wurden (aber vielleicht waren auch die alles, nur nicht ...)
 
Wie auch immer: ein echtes Zeitdokument! Der Regisseur kann stolz sagen: Exegi Monumentum aere perennius!Und LePenseur nimmt den Satz des geschätzten Kollegen:
Der Pfarrer als Revolutionsführer im Kollektiv der Kirchentätigen.
mit herzlichem Dank in seine Sammlung "merk-würdiger"
Sätze auf. Und mit dem Video die derzeit dringlich benötigte Tröstung: wenn derlei peinlicher Unfug innert weniger Jahrzehnte "versungen und vertan" ist, dann sind es auch hoffentlich die Peinlichkeiten unserer Zeit in einigen Dekaden ... wenn man kopfschüttelnd von 365+ Facebook-Geschlechtern liest, oder anderen Jux, den unsere Obertanen sich so zur Ablenkung der misera plebs ausdenken ...
 

Freitag, 26. Dezember 2025

Die Steinigung des Stephanus

 
Lokale Traditionen des Nahen Ostens, die sich erhalten haben. Demnächst auch in Mitteleuropa gebräuchlich ...
 
 

 

Donnerstag, 25. Dezember 2025

Carl Heinrich Graun: Auf, frohe Christen!

 
 
 
00:00 Auf, frohe Christen (Chor)  
05:46 Mit was für Pracht bricht aus dem Stalle (Rezitativ Bass)  
06:35 Mit demutsvollen Lippen (Arie Sopran)  
13:34 Mein Jesus ist dem Sünder Orden (Rezitativ Sopran)  
14:14 Mit freudigen Zungen (Arie Sopran)  
20:40 Lobt Gott den Herrn der Erden (Chor) 
 
Marie Luise Werneburg, Sopran 
Jonathan de la Paz Zaens, Bass 
MarienVokalconsort 
Aris & Aulis Barockorchester 
Leitung: Marie-Louise Schneider 
 

Christtagsmorgen

 

Georg Waldmüller (1844)

 

Mittwoch, 24. Dezember 2025

Am 24. Dezember wünschen wir unseren Lesern

 

 
 BESINNLICHE WEIHNACHTEN! 
 

Sonntag, 14. Dezember 2025

Ohne Worte ...

 von Sandokan

Kirche sucht neue Stelle für AfD-nahen Pfarrer in Gatersleben

von Helmut
 
 
Die Evangelische Kirche sucht eine neue Stelle für den Pfarrer Martin Michaelis. Ihm wurde der Auftrag in Gatersleben entzogen, weil er für die AfD im Stadtrat in Quedlinburg antritt.

Aus meinem Mail an die Landeskirche in Sachsen-Anhalt:

Zuständig ist die Landeskirche in Sachsen-Anhalt, und jede Landeskirche entscheidet autonom, was ein Pfarrer darf und was nicht. So die Auskunft der Zentrale in Hannover.

Daraufhin habe ich versucht, telefonisch herauszubekommen, was ein Pfarrer in Sachsen-Anhalt darf und was nicht. Keine Chance auf eine klare Antwort, immer nur "das kann ich Ihnen nicht sagen, weil das auf höherer Ebene entschieden wird". Vermutlich mit göttlichem Beistand.

Ich habe meine letzte Gesprächspartnerin darauf hingewiesen, dass solche Dinge auch in Rumänien bekannt sind und dass mich das zu großen Bedenken führt. Ein Pfarrer muss bei seiner religiösen Tätigkeit, in der Kirche, bei Predigten, etc., neutral bleiben und darf keine Meinungsäußerung betreiben, auch nicht politisch. Was er aber in seiner Freizeit macht, als Privatperson, ohne Talar, das muss seine Privatsache bleiben.

Dass man Andersdenkende (also anders zu den Ansichten einer aktuellen Regierung) ausklammert, kündigt, usw., das hat es alles schon einmal gegeben. Die Kirchen, und da tut sich die Evangelische Kirche besonders hervor, war auch im 3. Reich besonders "folgsam", was die Anordnungen der damaligen Führer betrifft.

Nun werden die Interessen der Regierung am Beispiel des Herrn Michaelis von der Kirche als Arbeitgeber realisiert. Was man vor 90 Jahren alles mit Leuten gemacht hat, die mit dem Vorgehen des Staates nicht einverstanden waren, brauche ich nicht zu erwähnen. Auflösung eines Dienstverhältnisses war da noch die mildeste Reaktion.

Überhaupt hat die Evangelische Kirche den Bezug zu ihrem pastoralen Auftrag verloren, das war schon seit einiger Zeit zu erkennen. Man hat sich im Talar und mit einem Transparent vor die Kirche gestellt, wobei man die Impfung als Gebot der Nächstenliebe propagiert hat. Bereits zum damaligen Zeitpunkt war bekannt, dass diese Impfung vielen Menschen den Tod bereitet. Dass man den Verfolgten (z.B. denjenigen, die durch die Impfweigerung erhebliche Nachteile erleiden mussten, vor allem beruflich und gesellschaftlich) Schutz gewährt, davon war nichts erkennbar.

https://ibb.co/W4YzB2KJ

Nun geht man so weit, dass die Evangelische Kirche mit Spendengeldern in 6-stelliger Höhe (100.000 Euro) die Klageverfahren von Afghanen gegen die Bundesregierung unterstützt.

https://www.rnd.de/politik/evangelische-kirche-unterstuetzt-klagen-von-afghanen-gegen-bundesregierung-S4Q7ILQMWFCXFJIDWINTMPVC7E.html

Auf den ersten Blick erscheint das als humanitäre Maßnahme. Beim genaueren Hinsehen ist es ein weiteres Glied in der Kette, um die Kriminalität im Land zu fördern:

https://www.facebook.com/watch/?ref=saved&v=1814774955837288

Es gibt derzeit nur eine Partei, die sich gegen die zunehmende Aggression gegen die Bevölkerung in Deutschland ausspricht. Wenn man dann versucht, als Nebentätigkeit im Stadtrat für so eine Partei tätig zu werden, dann bewirkt das den Verlust der Haupttätigkeit. Wobei dieser Pfarrer als Parteiloser im Stadtrat tätig sein wollte, sofern man der Meldung der FAZ glauben kann:

Ein evangelischer Pfarrer hat angekündigt, bei der Kommunalwahl in Quedlinburg als Parteiloser für die AfD anzutreten.

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/pfarrer-wegen-kandidatur-fuer-afd-aus-pfarramt-entfernt-19611849.html

Dazu ist es nichts Neues und Verbotenes, dass sich Pfarrer in der Kommunalpolitik aktiv engagieren, auch als Stadträte.

https://www.rtf1.de/news.php?id=2297

Wenn man das aber im Zusammenhang mit einer Partei macht, die den regierenden Parteien stimmenmäßig im Staat gefährlich werden können, dann ist schnell Schluss mit Lustig. Klar wird kein Hund die Hand beißen, die ihn füttert, das ist doch altbekannt. Auf die Idee, erst einmal abzuwarten, was dieser Herr im Stadtrat befürwortet, was er bewirkt und für die Bevölkerung erreicht, kommt man erst gar nicht.

Das bekannte Zitat von George Santayana bewahrheitet sich wieder, als er damals sagte:
„Wer die Vergangenheit vergisst, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen“

Und wie war es in der Vergangenheit?
https://www.deutschlandfunkkultur.de/staatsfeindlich-verfassungswidrig-parteiverbote-in-der-100.html

Also wird es wieder so weit kommen, dass die Pfarrer die Waffen segnen, usw. usw. Ich frage mich, wofür dann mein Großvater damals im Widerstand gestorben ist. Kommt ja alles wieder zurück, so wie es einmal war.

Es ist mir egal, ob man mich wegen meiner Äußerungen und Meinungen diskriminiert. Den Spruch "Wehret den Anfängen" nehme ich ernst.

Montag, 8. Dezember 2025

Nochmals: Heute vor zehn Jahren

von LePenseur
 
 
... erschien auf dem Blog ein Artikel, den ich  vor einiger Zeit eher zufällig wiederlas ... und beschloß, ihn zum passenden Jubiläum zu zitieren:
 

Dienstag, 8. Dezember 2015

Heute jährt sich nicht nur der Geburtstag von Jean Sibelius

 
... sondern auch — zum fünfzigsten Male — der Abschluß des »Konzils der Buchhalter«, wie ein scharfzüngiger Beobachter das Concilium Vaticanum Secundum höchst treffend genannt hat. Und tagt sich (wenn man so sagen darf) zum tausendsten Male die Wahl des akuten Pontifex Maximus a.k.a. Papa Buonasera. Da fällt mir eine ehrende Erinnerung an Jean Sibelius freilich leichter, offengestanden ...
 
Über Alfred Lorenzers Buch »Das Konzil der Buchhalter« findet sich eine (wenigstens mich) erheiternde Darstellung im Wiki der »Monarchieliga«, deren Autor das Buch offensichtlich gelesen, aber teilweise ein wenig mißverstanden hat. Lorenzer war ein »Linker« und ein »Atheist«, der wohl mit Recht und innerer Überzeugung gegen die Kleinkariertheit und kulturlose Spießigkeit dieses »Pastoralkonzils« herzog, der aber sicher kein Anhänger der »guten alten« Ordnung vor dem Vaticanum II war.

Man kann als Ästhet ja auch die Aufstellung von Weihnachtspunsch-Ständen vor dem Schloß Schönbrunn grauenvoll finden, ohne deshalb als Legitimist an der Restauration  der Habsburger-Monarchie zu arbeiten ...

Ich muß konzedieren, daß meine Position zum besagten Konzil (»Das Konzil«, wie es gern genannt wird) höchst zwiespältig ist, insgesamt jedoch recht ablehnend. Denn das, was dieses Konzil eigentlich erreichen wollte, hat es weitgehend verfehlt (und die Erreichnung dieser urspünglichen Ziele wäre mir auch rein von meiner Weltanschauung her tendenziell zuwider!); das was es hingegen erreichte, finde ich weitgehend stil- und würdelos, und gefällt mir daher auch nicht. Und das, was es an »Adiaphora« einfach ruinierte, ist für mich Herostratismus in Reinkultur! Zu wenig klar ausgedrückt? Also dann im Klartext:

1. Die Hoffnung auf einen »pastoralen Aufbruch«, auf eine »Ausrichtung der ganzen Kirche auf das Christusmysterium«, auf eine »geschwisterliche« Kirche und wie diese Schlagworte sonst noch hießen, war Illusion und wird m.E. immer Illusion bleiben. Eine Organisation von mehr als einer Milliarde Mitgliedern schafft das nicht, und wer es trotzdem versucht, gleicht den Verrückten um Adorno & Co., die ernsthaft glaubten, daß sich Otto Normalverbrauchers statt für die »Lustige Witwe« oder (wenn's hoch geht) Beethovens Neunte bzw. die »Meistersingern« jemals freiwillig für Webern, Stockhausen oder Logothetis begeistern würden. Eine enthusiasmiert-urchristengemeindliche Euphorie-Stimmung im Weltformat ist als bloße Wunschvorstellung sicher naiv, vielleicht sogar herzerwärmend — nur: wenn man sich sowas jedoch »in real« vorzustellen versucht, ganz im Gegenteil ein Grund (wenigstens für Menschen wie mich), so schnell wie möglich ganz weit wegzulaufen! Es ist vielleicht nicht ganz so schlimm wie das Zungenreden in Gemeinden des pflingstlerischen Narrensaumes protestantischer Freikirchen, aber kommt diesem Tollhaus bereits ziemlich nahe ...

2. Statt einer erhofften participatio actuosa aller Gläubigen, kam es zum rapiden »down-grading« der Liturgie-Kultur: der Entertainer am Altar wurde geboren, der Gremialkatholizismus machte sich breit und forderte offenbar den stotternden Vortrag von alttestamentlichen Lesungen und Paulus-Episteln als Vorrecht einer »Geschwisterlichkeit« der Niveaulosigkeit.

3. Die großen kirchenmusikalischen Traditionen — von der Gregorianik bis hin zu den klassischen »Orchestermessen« — wurden ebenso aufgegeben (oder bis zur Unkenntlichkeit entstellt), wie auch die bis dahin selbstverständliche Beherrschung liturgischer Formen, die einer — meist peinlichen — Formlosigkeit wichen. Und drumherum wucherte die ständige »Belaberung« mit pädagogisierenden Textbausteinen, die zur persönlichen Information, z.B. in Faltblättern in der Kirchenbank aufliegend, noch ihre Berechtigung hätten, jedoch als Dauerberieselung vom Altar (und noch von diversen »sich einbringenden« Gemeindefunktionären mit verteilten Rollen vorgelesen) einfach ein Greuel sind.

Um kein Mißverständnis aufkommen zu lassen: ich persönlich »brauche« das alles im Grunde nicht! Und zwar nicht das, was jetzt so üblicherweise abläuft (das schon gar nicht!), aber ich kann auch sehr gut ohne den (angeblich so guten, alten) »Tridentinischen Ritus« leben. Ein Prediger im schwarzen Anzug bzw. im adretten »Clergyman«, der, basierend auf einem Bibeltext, über eine interessante Problemstellung eine tiefgründige Predigt hält, darum herum einige den Ablauf strukturierende Gebete und Responsorien gruppiert, und das ganze noch mit etwas hochwertiger (sic!) Sakralmusik umrahmen läßt — das wäre für meinen Geschmack völlig genug (ich bin ganz offenkundig kein »Mysterien-Mensch«) ...

Wenn mir statt dessen nach einem schlurfenden Einzug des Priesters mit div. MinistrantInnen zu einem abgegriffenen Kirchenlied'l aus dem Gotteslob (egal, ob aus dem schlechten alten, oder dem noch mieseren neuen), ebendieser Pfarrer zunächst einen »guten Morgen« wünscht, belangloses »zur Einführung« (wohin denn? — wenn ich ein bisserl süffisant fragen darf) plaudert, dann irgendwelche zusammengestoppelte Kyrie-Rufe zum besten gibt, bevor ein Mitglied der Gemeindejugend, im verschlampten Schlabberpulli an den Ambo tretend, einen offenkundig unverstandenen (und daher dann auch unverständlich vorgetragenen) Prophetentext aus dem Alten Testament herunterleiert, und so weiter und so fort ... — dann wächst in mir der Unmut, und ich frage mich: muß das so sein? Was bringt mir so eine in der Kirche vergeudete Stunde? Geistige Erbauung? Spirituelles Wachstum? Daß ich nicht lache ...

Mosebachs Diktum von der »Häresie der Formlosigkeit« hat schon seine Berechtigung — wenngleich ich beim Wort »Häresie« als (in den Augen der Hochkatholen) alter Häretiker immer so einen leichten Brechreiz verspüre. Ich würde statt dessen lieber von einer »Chuzpe der Formlosigkeit« sprechen — vergleichbar einem schlampig in fettfleckiges Geschenkpapier gepacktes Geburtstagspräsent, das mir auch keine rechte Freude machen würde.

Man sollte aber auch nicht ungerecht sein, und vergessen, daß uns allen (mit wenigen, und mir nicht eben sympathischen Ausnahmen!) die lähmende Repressions-Atmosphäre der vorherigen Kirchenära angesichts unserer heutigen Erfahrungen wohl längst unerträglich wäre ... mit ihrem Standesdünkel der Kleriker, mit ihren allgegenwärtigen, bigotten Ge- und v.a. Verboten, mit ihrer allzu oft nur heuchlerisch-verlogenen »Sittlichkeit« etc. etc. — ich habe das in meiner Kindheit noch ein bisserl mitbekommen, und müßte lügen, wenn ich sagte, es ginge mir ab.

»Zwiespältig«, schrieb ich weiter oben. Ebenso zwiespältig, wie ich den heute schon recht betagten letzten Konzils-Dinosauriern gegenüberstehe, die durch das derzeitige Pontifikat eine — späte — Morgenluft wittern und ... ... mir so unsympathisch sind, wie man sich das nur vorstellen kann. Ich weiß, das ist kein Argument (oder wenigstens kein gutes). Aber eine tiefe Antipathie durchzieht meinen Sinn, wenn ich diese Typen sehe: linkskatholisch, gutmenschlich, all diese abgegriffenen Floskeln der Alt-68er-Generation um sich werfend, mit ihrer unerträglichen Mischung aus ständig-gekränkt-sein und Besserwisserei. Auch sie Produkte ebendieses »Konzils der Buchhalter«, unerquicklich in ihrem betulichen Schwulst eines Geschwisterlichkeits-Mystizismus, der glaubt, durch Gitarrenmusik und Turnschuhe zur grünen Sack-Kasel in der Kirche endlich »den Fortschritt« eingeläutet zu haben. Mystiker von der Rotte Rahners — das ist der, der bekanntlich vorhersagte, daß der Christ des dritten Jahrtausends ein Mystiker sein werde, oder er werde nicht mehr sein: was aus dem Munde eines »schlechthinig« (eine seiner typischen Wortprägungen) pedantisch-kleinkarierten Geistes einfach drollig bis peinlich klingt ...

Ach lassen wir's genug sein — ich sagte ja schon: über Sibelius schreibe ich lieber ...

Sonntag, 7. Dezember 2025

Vor zehn Jahren brachte dieser Blog »Anmerkungen zu einem unterschätzten Staats- und Kirchenmann«

von LePenseur
 
 
 ... und zwar über den vor über hundert Jahren verstorbenen »Weltkriegs-Papst« Benedikt XV. Ein Artikel, der auf eine jener Gestalten der Weltgeschichte hinweisen wollte, die zwar nicht Weltgeschichte »machten«, aber ohne die Weltgeschichte überhaupt nicht gemacht werden könnte ...
 
 
Wikipedia widmet ihm einen durchaus treffenden Artikel, dessen biographische Details zu lesen verlohnt:
Giacomo della Chiesa wurde in Genua, Italien, als Sohn einer markgräflichen Adelsfamilie geboren. Im Jahre 1875 erlangte er den staatlichen Doktorgrad der Rechtswissenschaften. Erst danach gestattete ihm sein Vater das Studium für das Priesteramt; hierzu wurde er Seminarist am Almo Collegio Capranica (Rom). Er schloss die Schule der vatikanischen Diplomatie 1880 mit einem Doktorat in Kirchenrecht ab. Am 21. Dezember 1878 empfing er das Sakrament der Priesterweihe. Den größten Teil seiner kirchlichen Laufbahn verbrachte er im Vatikan. [...]

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