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Sonntag, 14. Juni 2026

Heute vor 115 Jahren

von LePenseur
 
 
... starb ein durchaus bedeutender norwegisch-dänischer Komponist: Johan Svendsen, geboren am 30. September 1840 in Christiania (dem heutigen Oslo), gestorben am 14. Juni 1911 in Kopenhagen als Hofkapellmeister der Königlichen Kapelle. Er ist auch einer aus der bedauerns- wie beneidenswerten Schar der "Ein-Stück-Komponisten", von denen sich nur ein Werk in den Programmen gehalten hat (wie beim armen Max Bruch das 1. Violinkonzert oder bei Svendsens Landsmann Sinding das Frühlingsrauschen). Bei Svendsen ist es die wirklich hübsche
 
Romanze für Violine und Orchester on G-Dur, op. 26 
 
 
Keine Frage: ein wirklich nettes Werk, ein Ohrwurm, den man nicht so leicht aus dem Ohr bringt, das ideale Zugaben- und Studentenkonzert-Stückchen ...
 
Aber Svendsen schrieb durchaus mehr und qualitativ Höherwertiges. So bspw. zwei Symphonien, wobei es eigentlich drei gewesen wären, wenn nicht ... aber das ist ein Kunst-Krimi erster Güte und Tragik, den ich einfach aus der "Diskussionsseite" von Svendsens deutschem Wikipedia-Artikel hier reinkopiere, ohne mich für die Fakten verbürgen zu können. Aber plausibel klingt es schon, was dieser Benutzer "Rajiv" da schrieb:
Bin gerade auf diesen Artikel gestoßen (hatte vorher nicht danach gesucht, weil verstreut an diversen Stellen mir vorerst genug Informationen zu Svendsen zur Verfügung standen) und bin doch über die Knappheit verwundert. Da ich weder norwegisch noch dänisch beherrsche, kann ich die Quellen nicht belastbar auswerten und hier einbauen. Aber ein paar Aspekte will ich gewissermaßen als Gedankenanstoß benennen. 
Svendsen ist einer der wichtigsten norwegischen Komponisten überhaupt, dies lässt sich sogar auf ganz Skandinavien ausdehnen. Er ist nicht unbedeutender als Grieg (mit dem er übrigens befreundet war, sie waren ja fast ein Jahrgang mit 1840 bzw. 1843 und sind auch nur mit einem ähnlich geringen Abstand verstorben, 1911 zu 1907). Gut zu erkennen daran, dass er eigentlich Geigenvirtuose war, dies aber schon im Februar 1865 wegen medizinischer Probleme beenden mußte und nun sich der Komponistentätigkeit zuwandte. Die Ausbildung dazu in Leipzig (u. a. bei Carl Reinecke) unterstreicht seine Bedeutung, denn Svendsen wurde nach rund einem Jahr als Aufgabe gestellt ein Streichquartett zu komponieren, diese "Hausaufgabe" wurde normalerweise nicht nach einem sondern nach drei Jahren gestellt, wie übrigens auch Grieg dies nach drei Jahren aufbekam. 

Aus meiner Sicht sehr wichtig wäre noch etwas zu seinem Privatleben bzw. Familienleben, weil es da extrem wichtig wird für seine Kompositionstätigkeit. Svendsen weilte 1870 in Paris und lernt dort Sarah Levett (mit kleinem Sohn aus erster Ehe) kennen, diese beiden besuchen ihn 1871 in Leipzig und im Mai 1871 erfolgt die Verlobung und später die Hochzeit mit Reise zur Verwandschaft der Braut in Amerika. Braut und Sohn lassen sich übrigens am 15.08.1872 taufen und Taufpaten sind niemand geringere als Richard und Cosima Wagner! Aus Sarah wird Bergljot und der Sohn heißt jetzt Sigurd. 

Für Svendsen wird diese Ehe noch extrem bedeutungsvoll, denn zeitlich um den Umzug nach Kopenhagen geschah die Katastrophe Anfang 1883. Svendsen erhielt von einer (unbekannten?) Verehrerin ein Blumenbouquet nebst beigefügter Liebeserklärung, allerdings gelangte diese Gabe an Svendsens Ehefrau, welche rasend vor Eifersucht die gerade fertig komponierte 3. Symphonie verbrannte. Überflüssig zu erwähnen, dass es noch keine Kopie gab. Svendsen komponierte daraufhin nicht mehr. 

Erst viel später folgen dann op.32 und op.33 und dann noch 1894 ein Andante funèbre sowie eine Schauspielmusik/Ballett (1890?). Die Sache geht noch weiter, denn Ibsen brauchte sich seine Hedda Gabler nicht auszudenken, sie kam in Gestalt von Svendsens Ehefrau daher. Ibsen kannte den Vorfall, somit kann wohl ausgeschlossen werden, dass es keinen Zusammenhang zwischen der "Symphonie-Verbrennung" und der Entstehung der Hedda Gabler gab. Svendsens Ehefrau zog wohl 1884 wieder nach Paris und es dauerte bis zum 10.12.1901 ehe die Ehe geschieden wurde. 

Svendsen lebte schon vor 1901 mit Juliette Haase zusammen und heiratete sie am 23.12.1901, sie hatten da schon drei gemeinsame Kinder. Es würde mich freuen, wenn ein "Skandinavien-Angehauchter" ein paar belastbare Quellen (Biographie?) sichten könnte und dies dann in den Artikel einbauen könnte. Konsequenterweise müsste dann bei Ibsens Hedda Gabler eigentlich auch (wenigstens in der Diskussion) der Hinweis auf die "Symphonie-Verbrennung" kommen.
Nun kennen (bzw. kennen wir eher nicht) immerhin zwei Symphonien jenes Komponisten, die von meinem Lieblings-Lästermaul, also: Dave Hurwitz, natürlich!, als "nice" bezeichnet werden (in einem Video, das den Titel Johan Svendsen's Moderately Interesting Orchestral Works trägt). Nun, zweifellos sind sie "nice", aber m.E. deshalb nicht schlechter als das meiste aus Griegs Feder (ich bin, gebe ich zu, kein ausgesprochener Grieg-Fan ...), nur eben bei weitem nicht so bekannt:
 
 
Seine Symphonie No. 2 (lt. Hurwitz ebenfalls bloß "nice") ist für mich deutlich gesteigert gegenüber dem früheren Werk, sicherlich kein innovatives Meisterwerk, jedoch erfreulich und teilweise auch überraschend mitzuhören. Bei der Videoaufnahme fragt man sich freilich, was einem Kameramann einfällt, der in einem Symphoniekonzert zu 95% der Zeit nur den Dirigenten im Bild hat (was eine wohl unbeabsichtigt komische Wirkung auf den Zuseher hat). Immerhin: der Dirigent trägt Frack und weiße Weste (nicht Kummerbund!), was LePenseur prinzipiell sehr zu schätzen weiß und Dirigenten, die die misera plebs der Orchesterspieler im Frack sitzen/schwitzen lassen und selbst in irgendwelchen Phantasiekostümierungen auftreten, eigentlich nicht leiden kann (außer sie sind wie der ganz alte Karajan durch körperliche Leiden entschuldigt). Aber zurück zur "Zweiten" ... also ehrlich: so medioker bloß "nice" finde ich sie gar nicht:
 
 
Der langsame Satz ist klangschön und "hat was" ... aber, wie gesagt: Gusto und Watschen sind verschieden, wie der Wiener sagt. Beim Finale beneidet der Betrachter freilich das Saalpublikum, das nur den Rücken dieses Maestros sehen konnte ... es ist zwar nicht so schlimm wie der Leserkommentar (auf Deutsch übersetzt) 
Diese Aufnahme ist grauenhaft. Nur der Dirigent ist im Bild, als gäbe es gar kein Orchester. Dieser Dirigent heißt wahrscheinlich „Johnny, der selbsternannte Idiot“.

meint, kommt dem aber schon bedenklich nahe ...

Die Norwegischen Rhapsodien hingegen finden sogar Hurwitz'ens Beifall, und den verdienen sich auch wirklich!

 Norwegian Rhapsody No. 1, Op.17 [00:00] | Norwegian Rhapsody No. 2, Op.19 [09:14]

Norwegian Rhapsody No. 3, Op.21 [18:06] | Norwegian Rhapsody No. 4, Op.22 [28:01]

Wenn sich nun die geneigten Leser fragen: "Was, zum Teufel, setzt uns dieser LePenseur denn noch an unbekannten Kleinmeistern vor?", so frage ich zurück: "Na und? War's denn so schlimm, was Sie ertragen mußten?" Und wenn Sie ehrlich sind, müssen sie sagen: nein.

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P.S.: und daß ich auf Svendsen kam, verdanke ich seinem, wie ich meine, begabteren Schüler, dessen auf diesem Blog vor einigen Tagen gedacht wurde ... 

 

Dienstag, 2. Juni 2026

Hakon Børresen

von LePenseur
 
 
Ja, ich weiß: wieder so ein Komponist, den kein Schwein kennt! Nun lesen erfahrungsgemäß Schweine eher selten diesen Blog, also ersuche ich die geneigten Leser, sich auch ein bisserl mit diesem m.E. bedeutenden Komponisten Dänemarks auseinanderzusetzen.
 
Heute vor 150 Jahren erblickte besagter Hakon Børresen in Kopenhagen das Licht de Welt und Wikipedia bringt eine kurze Biographie:
Børresen entstammte einer Kaufmannsfamilie und erhielt in seiner Jugend Klavier-, Violin-, Violoncello- und Musiktheorieunterricht. Auf seinen Wunsch hin, Komponist zu werden, verlangte sein Vater ein Urteil von kompetenter Seite, weshalb Børresen 1895 Johan Svendsen seine Aufwartung machte. Dieser zeigte sich überzeugt von Børresens Talent. Es folgten Privatstunden, die 1901 mit der Uraufführung von Børresens erster Symphonie endeten. Für dieses Werk erhielt der junge Komponist das Anckersche Legat. Das folgende Jahr verbrachte er in Deutschland, Frankreich und Belgien, wo er mannigfaltige Beziehungen knüpfte. Ab 1902 lebte Børresen freischaffend in Kopenhagen und Skagen, wo er eine Zweitwohnung besaß. Besonders verdient machte er sich als Organisator von Musikfesten und als Vorsitzender des Dänischen Komponistenverbandes, ein Amt, das er von 1924 bis 1949 innehatte. Außerdem beteiligte er sich 1935 an der Gründung des Dänischen Musikrats und wurde dessen erster Vorsitzender. Børresen starb als eine der geachtetsten Persönlichkeiten des dänischen Musiklebens. 
Was hier nicht erwähnt wird: Børresen war in gewissem Sinne der Vater der dänischen Oper, denn in seiner Oper "Der Königliche Gast" (1919) bewies er, daß die, sagen wir: nicht eben einfache und klangschöne dänische Sprache als Idiom für Operngesang durchaus geeignet ist:
 
 
Es gab früher auf Youtube ein (in schwarz/weiß und mäßiger Klangqualität, aber mit hervorragender Regie und Schauspielleistung der Sänger) Video aus den 1960er-Jahren, das offenbar gelöscht wurde ... wenn es jemand zufällig entdeckt: unbedingt ansehen! Auch wenn man kein Wort Dänisch versteht, das Schauspiel macht die Handlung verständlich, die unter dem obigen Video etwas verkürzend so beschrieben wird:
The story plays out an evening in a doctor's home on the Jutland peninsula around 1900. Dr. Høyer and his wife are expecting guests for a dress ball. However, all the guests decline at the last moment, and Dr. Høyer is irritated, but slightly relieved. Instead, the family receives a surprise visitor, the unknown gentleman Prince Carnival, who acts in a free and easy manner, playing the piano, talking with Dr. Hoyer's wife, and suggesting to the couple to carry on with the party.
Naja, stimmt irgendwie, aber geht am Wesentlichen vorbei: beim "Aufblühen" einer etwas eingeschlafenen ehelichen Beziehung in der Ärztefamilie durch die ganz überraschende, wunderbare Begegnung mit diesem geheimnisvollen, zauberkundigen "Prinz Karneval", die mit viel Takt und Humor geschildert und sprühend in Musik umgesetzt wird.
 
Eine zweite Oper, "Kaddara", die in Grönland spielt, ist auf Youtube leider nur als Wiedergabeliste in 44 Kurzvideos zerschnipselt anhörbar (bzw. wegen der ständigen Werbeclips eher un-anhörbar!) ...
 
Hakon Børresen schrieb aber auch drei sehr klangschöne, fesselnd instrumentierte Symphonien. Schon seine No. 1 in c-moll, op. 3 (1900), quasi die Abschlußarbeit seiner Studien bei Svendsen, verrät das große Talent des jungen Meisters:
 
 
Seine Zweite, in A-Dur, op. 7, aus dem Jahre 1904, die den programmatischen Titel "Das Meer" trägt, zeigt uns einen deutlich weiterentwickelten Komponisten:
 
 
Die weit später entstande Symphonie No. 3 (1925/26) in C-Dur, op. 21, ist ein bedeutendes Dokument des gereiften Meisters:
 
 
Wikipedia schreibt zu seiner Tonsprache:
Børresen ist stilistisch voll und ganz der Spätromantik verpflichtet; neuere Tendenzen hatten auf sein Schaffen keinerlei Einfluss. Seine Inspiration nahm er häufig aus Bildern und Stimmungen der dänischen Natur, sodass viele seiner Werke einen deutlich nationalen Tonfall aufweisen. Vor allem zu Beginn seiner Laufbahn war er noch stark von Tschaikowski und seinem Lehrer Svendsen geprägt. Besonders auffällig ist Børresens natürlich fließende Melodik und die wirkungsvolle Instrumentation. Auch sind seine Werke durch eine frische, kraftvoll-optimistische Grund-stimmung geprägt. Insgesamt wirkt seine Musik zwar leicht anachronistisch, doch überzeugt sie den Hörer durch ihre Frische, Volkstümlichkeit und Unmittelbarkeit des Ausdrucks. Heute wird Børresen allerdings nur wenig beachtet. 
Seine in der Biographie geschilderte Arbeit als Vertreter der Komponistenzunft, nicht nur Dänemarks, sondern ganz Skandinaviens hinderte ihn offenbar an einem zahlreicheren "Output" an Werken, sodaß wir den Lesern die selbständige Entdeckung seines vergleichsweise "schmalen" OEuvres überlassen können: es lohnt sich, es zu erkunden!
 

Donnerstag, 29. Januar 2026

Alastair Crooke: Trump Went TACO*) on Greenland — Will He on Iran?

*) Akronym für "Trump Always Chickens Out", d.h.: "Trump kneift immer" 
von kennerderlage
 
 
Der ehemalige britische Diplomat analysiert aktuelle Entwicklungen in den geopolitischen "Tornadozonen", die von Trump aufgebaut wurden:
 
 
 

Samstag, 24. Januar 2026

Do You Know Little St. James Island ?

by  Meme Dept. 



„Er spielt den Putin“

von LePenseur
 
 
... meinte der Denker und Dichter Jan Deichmohle auf seiner Website in Bezug auf Grönland über Adolf Trumpler a.k.a. The Donald a.k.a. The Orange Man in einem lesenswerten Artikel, in dem allerdings der hier als Titelzeile zitiere Satz befremdet. LePenseur hat sich daher erlaubt, folgenden Leserkommentar beim Kollegen Deichmohle zu posten, den dieser freilich bis dato nicht der Mühe wert befunden hat, zu veröffentlichen — nun: es ist sein Blog, also kann er es damit halten, wie er er es für richtig befindet! Ich will diesen Kommentar allerdings auch nicht völlig „für die Katz“ geschrieben haben, deshalb veröffentliche ich ihn hier:
 

Sehr geehrter Herr Deichmohle,

„Einzige rote Linie: Er will gegen Recht und NATO-Vertrag Grönland haben. Er spielt den Putin.“

Erster Satz stimmt. Der zweite hingegen nicht, denn Sie belieben, hier die sprichwörtlichen Äpfel mit Birnen zu vergleichen!

Mir ist nämlich noch nie zu Ohren gekommen, daß die grönländische oder dänische Regierung jemals eine englischsprachige, sich als Angloamerikaner fühlende Minderheit in Grönland unterdrückt und ihr den Gebrauch der englischen/amerikanischen Sprache faktisch verboten hätte.

Mir ist auch nicht bekannt, daß in Grönland oder Dänemark nach dem verfassungswidrigen Sturz des Staatsoberhauptes eine nationalistische Regierung die Macht ergriffen hätte, was dazu führte, daß die (im Gegensatz zum Donbas allerdings tatsächlich nicht existenten) englischsprachigen Minderheitsgebiete sich dieser Putschregierung nicht unterstellen wollten und von dieser deshalb jahrelang mit bombardiert wurden, was eine Menge ziviler Opfer kostete.

Auch fällt mir keine blondbezopfte grönländische bzw. dänische Spitzenpolitikerin ein, die öffentlich gefordert hätte, Washington durch Atombomben zu vernichten und überhaupt die US-Amerikaner am besten auszurotten.

Mir wäre weiters völlig neu, daß besagte – so sie existiert hätten – Minderheitsgebiete die USA jemals ersucht hätten, sie völkerrechtlich als Staat anzuerkennen sowie um Aufnahme als Gliedstaat in die USA ersucht hätten.

Die Formulierung „Er spielt den Putin“ ist daher völlig verfehlt, vielmehr könnten sich die Grönländer und Dänen von Trump nur WÜNSCHEN, daß er „den Putin spielt“ – denn dann hätte er nämlich diesen ganzen derzeitigen Wahnsinn nie angezettelt!
 

Donnerstag, 22. Januar 2026

Realsatire - Europa freundet sich mit der Vorstellung an

von Sandokan
 
"Sie werden meiner nicht entkommen!" 
— der Zauberkönig in Ödön von Horvaths "Geschichten aus dem Wiener Wald"

Europe gets around with the idea - Europa freundet sich mit der Vorstellung an.
 
So meinte kürzlich ein hochrangiger Vertreter der Regierung Trump zur erzwungenen Freiwilligkeit der Übergabe Grönlands an die USA. Und das war für amerikanische Verhältnisse noch diplomatisch ausgedrückt.

Denn eigentlich ist die EU angesichts der Realität bloß umgekippt - Europe rolled over.
Das Mädchen Marianne in Geschichten aus dem Wienerwald entschied sich für die Prostitution als Ausweg, um dem dominanten und herrschsüchtigen Patriarchen dennoch zu entkommen.
 
Das ist also keine Option mehr für die Eurokraten, haben diese sich doch bereits im Vorfeld prostituiert.

Montag, 19. Januar 2026

Kaja Kallas zur Weltlage

von Sandokan


"Es ist es ein guter Zeitpunkt, um mit dem Saufen zu beginnen."

Die oberste Diplomatin der EU, welche die Außenpolitik im Namen der 27 Regierungen und der Europäischen Kommission koordiniert, traf diese Aussage während einer Sitzung der Fraktionsvorsitzenden des EU-Parlaments.

 

Mittwoch, 14. Januar 2026

Douglas Macgregor: The Kremlin Reads Trump Clearly

von kennerderlage
 
 
Wieder eine informative und interessante tour d'horizon mit Andrew Napolitano und Col. Douglas Macgregor: 
 
 
 

Montag, 12. Januar 2026

Wenn ich ...

Gastkommentar
von H.  Blauzahn 
 
 
... Ministerpräsident von Dänemark wäre, dann würde ich unserem König folgende Vorgangsweise vorschlagen:
 
A. Entsendung geheimer Emissäre nach Peking und Moskau, die dort nachfolgende Vorschläge Dänemarks unterbreiten:
  1. Die Russische Föderation bzw. die Chinesische Volksrepublik vereinbaren mit dem Königreich Dänemark eine Garantie, Grönland nicht gegen den Willen Dänemarks zu besetzen, sowie nicht durch wirtschaftliche oder andere Sanktionen, welcher Art auch immer, zu benachteiligen.
  2. Die Volksrepublik China erklärt mit sofortiger Wirkung, auch keine Sanktionen wirtschaftlicher oder sonstiger Art gegenüber Dänemark und den Färöer-Inseln zu ergreifen.
  3. Die Russische Föderation erklärt das gleiche mit sofortiger Wirkung auch für die Färöer-Inseln, sowie nach Aufhebung der seitens der EU verhängten Sanktionen dieses auch auf das Territorium des EU-Mitglieds Dänemark auszudehnen.
    Sowie optional:
  4. Dänemark verpflichtet sich gegenüber der Russischen Föderation, der Verlängerung der bestehenden bzw. Verhängung weiterer EU-Sanktionen gegen die Russische Föderation nicht zuzustimmen.
  5. Die Russische Föderation und die Volksrepublik China verpflichten sich zur Unterstützung Dänemarks, falls ein anderer Staat den Versuch unternimmt, Grönland gegen den Willen Dänemarks zu besetzen.

B. Sobald die Vereinbarungen gemäß Vorschlägen 1.-3. getroffen wurden, ist deren Inhalt durch Notifikation an alle Staaten, mit denen Dänemark diplomatischen Beziehungen unterhält, bekanntzugeben sowie einzuladen, ebenfalls eine Garantie der Nicht-Besetzung bzw. -Sanktionierung Grönlands (Vorschlag 1.) abzugeben.

C. Der Regierung der U.S.A. öffentlich mitzuteilen, dass eine Zusammenarbeit zur Erschließung von Bodenschätzen jederzeit möglich ist, soweit dies 

  1. von der Regierung Grönlands gewünscht wird und
  2. unter Berücksichtigung der in Grönland geltenden Gesetze und sonstigen Vorschriften erfolgt.

D. Im Fall von Vereinbarungen gemäß Vorschlag 5. der Regierung der U.S.A. zunächst vertraulich deren Bestehen mitzuteilen und zugleich klarzustellen, dass im Fall von Drohungen oder offener Feindseligkeiten seitens der U.S.A. die dänische Regierung die Vereinbarung international bekannt zu machen gezwungen wäre.

Bereits die Bekanntgabe von Vereinbarungen gemäß Vorschlägen 1.-3. würde den U.S.A. jede Legitimation entziehen, aus vorgeblichen "Sicherheitsgründen" Grönland zu besetzen. Eine weitergehende Erklärung Russlands und Chinas gemäß Vorschlag 5. sollte auch eroberungslustige Regierungen der U.S.A. abhalten, ihren einseitigen Expansionsträumen weiter nachzuhängen.
 

Montag, 5. Januar 2026

Jetzt macht der Donald einen auf Adolf ...

von Manfred Müller 
 
 
Erinnern wir uns doch — das letzte Mal, als das Territorium Dänemarks besetzt wurde, war am 9. April 1940:
Unternehmen Weserübung, auch Fall Weserübung, war der Deckname einer deutschen Militär-operation für den Überfall der deutschen Wehrmacht auf Norwegen und Dänemark während des Zweiten Weltkrieges am 9. April 1940. Die Bezeichnung als „deutscher Erfolg“ war schon vor Anlaufen des Unternehmens festgelegt.
(Quelle) 
The Donald (a.k.a. Adolf Trumpler), will also mit der geplanten Eroberung Grönlands in ganz große Fußstapfen treten! Und es kann durchaus sein, dass er dabei ins Stolpern gerät — vielleicht nicht gleich, aber auch bei "18" hat es schließlich nach dem Einmarsch in Dänemark noch ein paar Jahre gedauert ...
 
An S.M. König Frederik X, Staatsoberhaupt des Königreichs Dänemark, richte ich den eindringlichen Appell: 
Sie werden das Territorium Ihres Landes gegen einen übermächtigen Feind wohl ebensowenig verteidigen können wie damals Ihr Urgroßvater, König Christian X! Aber werden Sie, genauso wie seinerzeit er, das Symbol des Widerstandes gegen die Besatzung! Getreu Ihrem Wahlspruch:

 Forbundne, forpligtet, for Kongeriget Danmark 
(„Verbunden, verpflichtet, für das Königreich Dänemark“)