Montag, 10. August 2020

Endlich Sommer!






Fußnoten zum Montag

von Fragolin

Zweite Urlaubswoche. Und das passende Wetter dazu. Also weiterhin Lückenfüller. Zumindest noch ein paar Tage. Durchhalten, Leute!


Für mich erschreckend ist, dass wir als Zivilisation der Moderne, deren Geisteskraft den Menschen immerhin technologisch vom Bronzebeil zur Raumfahrt geführt hat, deren wichtigste Kräfte das Wissen, die Vernunft und die Kreativität sind, deren Verteidigungsstärke auf strategischer und technischer Überlegenheit beruht, diese Zivilisation der Dichter und Denker sich jetzt vollkommen wehrlos von primitiven Horden auf dem geistigen Niveau der Steinzeit und mit einer Ideologie, die jedes Denken verbietet und die Massen dumpf ihr ganzes Leben die gleichen menschenverachtenden und widerlichen Verse vor sich hin murmeln lässt, damit sich nur kein Geist und kein Denken daraus befreien kann, überrennen lässt
War die Intelligenz nur ein Betriebsunfall der Evolution? Was bringt uns eigentlich dazu, den eigenen evolutionären Vorteil, nämlich die Fähigkeit zur Beherrschung der Logik und zur fortschrittlichen Nutzung des Zweifelns und Fragens, im Angesicht primitiver Horden mit Begeisterung in die Mülltonne der Geschichte zu treten?

***

Wir brauchen keine Politiker, die "strengere" oder "bessere" Gesetze beschließen, für den Anfang würde es reichen, wenn die Politk den Staatsorganen endlich wieder ermöglicht, die bestehenden verfassungskonformen Gesetze zu exekutieren und ihre Arbeit rechtskonform zu erledigen.
Aber wer die Einhaltung geltenden Rechts fordert ist ja ein "Rechts-Extremer"...


Sonntag, 9. August 2020

Schon was vom Grundrecht des »fair trial« gehört ...?


Verarschen kommt ja öfters vor. Aber daß eine Staatsanwältin einen randalierenden BLM-Mob, der gewaltsam in ein Privatgrundstück eindrang, als »peaceful« bezeichnet: das ist schon bemerkenswert!
New developments in the criminal case against Mark and Patricia McCloskey by Soros-funded Saint Louis Prosecutor Kim Gardner reveals that a lead police detective refused to sign a probable cause statement drafted by Gardner’s office. The probable cause statement appears filled with falsehoods and lies, and claims that the trespassing rioters that broke into the private community of the McCloskeys were “peaceful.”
Man kann, um wieder einmal den großen alten Akademiepräsidenten Max Liebermann zu zitieren, nicht so viel fressen, wie man kotzen möchte ...


Video zum Sonntag

von Fragolin

Menschen mit Hirn, also reifer Birne, fallen irgendwann vom linken Baum. Oder anders gesagt: Wer jung ist und nicht links, der hat kein Herz, und wer alt ist und immer noch links, kein Hirn. Wobei man den aggressiv-radikalen Rändern altersunabhängig zugestehen muss, beides nicht zu besitzen, und das überwiegend lebenslang.

Seltsam an diesem Auftritt ist die Reaktion des Publikums. Entweder spricht Frau Fitz in einem leeren Studio, und der Regisseur vom SWR hat dem Tontechniker die Hände auf das Pult genagelt, damit er auf keinen Fall an der falschen Stelle einen Lacher oder Applaus einspielt, oder es sitzt ein kleines ausgewähltes Publikum dort, das bereits weiß, wann genau man heutzutage bei einem Kabarettisten noch lachen und klatschen darf, ohne vom Sitznachbarn an die AAS gemeldet zu werden. Das hat schon so einen muffigen Fernsehen-der-DDR-Flair. Wir lassen sie noch auftreten, um kein Wasser auf irgendwelche Mühlen zu gießen, aber nur noch irgendwann des nächtens und mit ausgesuchter Publikumsreaktion, damit die immer noch renitent an den Lippen der Kritiker Hängenden im Pöbel eine mitternächtliche Lehrstunde darin bekommen, wie einsam und ausgegrenzt sie mit diesem kranken Humor sind, der schmunzelnd nicken und der Kritikerin recht geben will, wo die aufrechte Zivilgesellschaft schon längst scheißestürmend gegen sie anrennt.

Manchmal sagt die Reaktion des Publikums mehr aus als der Kabarettist auf der Bühne.
Lisa Fitz, die es immer noch wagt, weder stramm links noch stramm rechts zu sein.
Eine Gesellschaft, die kreischend und Mistgabeln schwingend zu den Rändern strebt, hasst am Meisten jene, die standhaft in der Mitte stehen bleiben. Das sind für die radikalen Ränder die größten Hassobjekte.


Samstag, 8. August 2020

Einer der bedeutendsten Symphoniker seines Landes


... und wie man durchaus hinzusetzen darf: der gesamten Musikgeschichte starb heute vor siebzig Jahren, am 8. August 1950:

Nikolai Mjaskowski

 

»Nikolai Mjas ... who?!« Nie gehört! Stimmt leider, denn seine Symphonien, von denen er immerhin 27 komponiert hat (eine in der Musikgeschichte nach Mozart schon rein zahlenmäßig ziemlich herausragende Leistung!), werden bei uns so gut wie nie aufgeführt. Wären da nicht die CD-Produktionsfirmen mit ihrem fürwahr unersättlichen »Content-Hunger«, der sie immer neue Kostbarkeiten (und leider auch viel zweitklassigen Mist!) aus den Archiven ausgraben und v.a. mit »billigen« (aber trotzdem guten) Provinzorchestern des früheren Ostblocks aufnehmen läßt, und das ebenso unerschöpfliche Klangarchiv, das Youtube uns (auch — neben allzuvielem Schrott!) einen Mausklick weit entfernt anbietet — Mjaskowski wäre heutzutage wohl »töter als tot« ...

Und das wäre in der Tat sehr bedauerlich — denn nur wenige Symphoniker haben in einer so großen Zahl von Werken so konstant einen beeindruckenden Level an kompositorischer Technik und (!) Inspiration vorzulegen gewußt, wie eben dieser Nikolai Jakowlewitsch Mjaskowski.

Doch dieser Mann verdient nicht nur wegen dieser bemerkenswert konstanten »Qualitätsleistung« auf kompositorischem Gebiet Beachtung, sondern auch wegen der — trotz seines Lebens unter einem der wohl grausamsten Verbrecherregimes aller Zeiten, dem Sowjetkommunismus, speziell in seiner Ära des Stalinismus — unerschütterlichen Standhaftigkeit, mit der er die Angriffe eines mediokren Polit-Apparatschiks wie Schdanow ignorierte, welcher im Jahr 1948 einen Rachefeldzug gegen die ihm unliebsamen Komponisten der UdSSR (und das waren praktisch alle bedeutenden — von Sergei Prokofjew über Dmitri Schostakowitsch bis zu Aram Khatschaturjan) anzettelte und diese, von ihm als »Formalisten« und »Speichellecker der bourgeoisen Musikszene« diffamiert, zu Selbstkritik und Unterwerfung unter sein Musik-Herostratentum in öffentlichen Tribunalen verdonnerte. Classical.net schreibt über diese Machenschaften:
Although highly respected by the Soviet musical community, Myaskovsky was named in the infamous 1948 attacks on "formalism" and "bourgeois decadence" by the Central Committee of the Soviet Communist Party. Myaskovsky had been largely "conformist" in writing music that satisfied government policy while eschewing propaganda and keeping his unique voice; but no prolific composer was spared from the denunciations and Myaskovsky joined Shostakovich, Prokofieff (who had returned to the U.S.S.R.), and Aram Khachaturian (his former student) as cultural advisor Andrei Zhdanov's main targets. The dignified Myaskovsky refused to take part in hearings or "repent" his sins, imposing a death sentence on his compositional career.
(Hier weiterlesen)
Schostakowitsch und die anderen hatten sich, gedemütigt, unterworfen und waren gehorsam zu Kreuze (oder, bessergesagt: zum Sowjetstern) gekrochen. Mjaskowski hingegen ging ins innere Exil und vollendete seine letzten Symphonien: Meisterwerke besonderer, ungebrochener Reife ...

Der Artikel ist überhaupt eine sehr sachkundige Einführung in Leben und Werk Mjaskowskis — weit besser geeignet, eine Ahnung von Größe und Bedeutung dieses Komponisten zu vermitteln, als der etwas belanglos wirkende deutsche Wikipedia-Artikel.

Die Fülle allein an symphonischen Werken macht eine bescheidene Auswahl nötig, soll dieser Artikel nicht alle Dimensionen sprengen — doch sind alle Symphonien (und auch viele weitere, ebenso wertvolle Werke des Komponisten) auf Youtube, teilweise in mehreren Interpretationen, zu finden.

Ein Dirigent freilich verdient hier besondere Beachtung: Jewgeni Swetlanow, unter dessen Leitung das Staatliche Akademische Sinfonieorchester Russlands alle 27 Symphonien Nikolai Mjaskowskis einspielte (1965-1994) — wobei Swetlanow in den turbulenten Jahren nach dem Zusammenbruch des Sowjetsystems teilweise die Orchestermusiker aus eigener Tasche (d.h. von Dirigentenhonoraren im westlichen Ausland) bezahlte, um dieses sonst wohl unfinanzierbar gewordene Großprojekt zu einem erfolgreichen Abschluß zu bringen. Eine bemerkenswerte Tat, die in der Geschichte der Musik wohl kein anderes Beispiel kennt ...

Doch lassen wir den jungen Mjaskowski mit seinem Erstlingswerk, der Symphonie in c-moll, op. 3, nun zu Wort kommen. Ein früher, genialer Wurf, aus dem man, quasi »ex ungue leonem«, den geborenen Symphoniker erkennt, der keinen Vergleich mit Zeitgenossen jener Jahre, wie z.B. Rachmaninow, zu scheuen braucht:


Die 2. Symphonie, in cis-moll, op. 11, in den Jahren 1910/11 geschrieben, war für damalige Ohren sicherlich avangardistisch, vergleichbar mit den dissonanten Klangexperimenten eines Skiabin, nur etwas »gemildert« durch einen gelegentlichen melancholischen Lyrismus:


Während die beiden folgenden Symphonien in eigenständiger Weise das »Grundthema« des frühen Mjaskowski, eine melancholisch-dramatischen »Tragödie des Menschen«, fortsetzen, schlägt die 5. Symphonie in D-dur, op. 18 (1918) frische, burleske Töne an, die man aufgrund der Vorgängerwerke nicht vermutet hätte:


Mit Mjaskowskis 6. Symphonie in es-moll, op. 23, der »Revolutions-Symphonie«, tritt sein Schaffen in eine neue Periode. Weit davon entfernt, die glatte, banale Apotheose des blutigen Umsturzes durch die Bolschewiken abzuliefern, atmet das ganze Werk doch einen revolutionären Elan, der sicherlich den KP-Funktionären gut zu ihren »futuristischen« Konzepten auf anderen Gebieten der Kunst paßte, jedoch nie in jenen unerträglichen Agitprop-Stil ausartet, der damals in der »revolutionären« Kunst-Szene weit verbreitet war:


Ein gutes Beispiel für Mjaskovskis Einbeziehung der zahlreichen ethnischen Wurzeln, aus denen sich die russische Kultur und Musik speist, gibt seine 8. Symphonie in A-dur, 1924/25 komponiert. Die Weisen der Kosaken und Baschkiren, vermengt mit persischen und anderen orientalischen Klängen, geben der Musik ein exotisches Flair:


Mit der Ausbootung, Vertreibung und Ermordung seiner Konkurrenten hatte Stalin mittlerweile eine kaum angefochtene Position als Generalsekretär der KPdSU erreicht, und die von ihm propagierten Grundsätze des »sozialistischen Realismus«, die in Literatur und bildender Kunst bereits erkennbare Spuren zogen, sollten nach Stalins Willen auch die Musik prägen. Was sich Mjaskowski bei der Komposition seiner 12. Symphonie in g-moll, 1931/32, der sogen. »Kolchosen-Symphonie«, dem 15. Jahrestag der Oktoberrevolution gewidmet, dachte, ist nicht überliefert. Aber auch hier versteht er aus einer banal-propagandistischen Vorgabe ein charakteristisches Werk voller Schwung und Kraft zu schaffen, mit still-versonnenen Passagen, die sich mit kunstvoll fugierten abwechseln:


Mitten in der Verschärfung des stalinistischen Terrors während der 1930er-Jahre, der Zeit der großen, blutigen »Säuberungen«, entsteht eine der bedeutendsten Symphonien Mjaskowskis: die 17. in gis-moll, op. 41 — ein Werk von Klangschönheit und tiefer Empfindung, als wollte der Komponist zur grausigen Realität dieser Tage einen bewußten Kontrast schaffen:


In gewissem Sinne war Mjaskowski mit dieser Symphonie zu seinem Ausgangspunkt zurückgekehrt, nur reifer, vollendeter, in seiner Stilistik unverwechselbar und doch immer wieder überraschend neu. Und von diesem wiedergewonnenen Ausgangspunkt gehen auch die folgenden Symphonien immer eigene Wege, und nur Zeit- und Platzmangel verhindern ihre Erwähnung im einzelnen.

Für mich zählen Mjaskowskis Symphonien 25-27 zu den eindrucksvollsten: der Altmeister schöpft mit voller Kraft aus seinen ureigensten Quellen, kaum beeindruckt von den Kriegsereignissen und der allgegenwärtigen Tyrannei Stalins. Eine ergreifend schöne und ausgewogene Interpretation bringt uns Jewgeni Swetlanow mit seiner Aufnahme aus dem Jahr 1990. Wenn nach der knapp eine Minute dauernden Einleitung durch die Holzbläser die Streicher mit einem ruhig atmenden Thema einsetzen, dann sich steigern und wieder beruhigen ... große Musik, zu der mir spontan die Charakterisierung »Rachmaninow — nur eben ohne Parfümierung« in den Sinn kam:


Die Symphonie Nr. 26, in C-dur »Über russische Themen«, komponiert 1948 (also dem Jahr seiner Maßregelung durch Schdanow) setzt diesen Weg fort:


Auch in der 27. Symphonie, c-moll, bewährt sich ein letztes Mal die Meisterschaft des Komponisten: trotz Krankheit und Alter ist seine Inspiration und »handwerkliche« Meisterschaft ungebrochen. Nach einer kurzen, langsamer Einleitung entwickelt sich der erste Satz, Allegro molto agitato, in mitreißender Dynamik, immer wieder durch zurückhaltendere Passagen kontrastiert:


Der 2. Satz und das Finale halten diese Spannung. Der Grund, weshalb ich diese Symphonie als einzige in einzelne Sätze zerteilt bringen muß: die ganze Symphonie in der Swetlanow-Interpretation gibt es zwar auch in einem einzigen File, das nur leider knapp vor dem Schluß abgeschnitten wurde.

Nächstes Jahr, wenn sich der Geburtstag Mjaskowskis zum 140. Male jährt, will ich auch sein Oeuvre auf dem Gebiet der Kammermusik vorstellen. Welche Ankündigung freilich niemanden, der durch diesen kleinen Gedenkartikel zum Mjaskowski-Fan geworden ist, dran hindern soll, auf eigene Faust auf Erkundungsreise zu gehen. Denn ohne Zweifel: er wird reich belohnt.


On revient toujours ...



So sorry, Kollege it's  me  — aber bei so einem Anblick lasse ich jede Schwarzhaarige und Brünette leichten Herzens stehen ...



Fußnoten zum Samstag

von Fragolin

Wochenende. Badewetter. Urlaub.
Und im Blog wieder was Aufgewärmtes.

Solange ich von saufenden und liedersingenden Burschis weder befürchten muss, dass sie mein Haus oder Auto anzünden wie Linksradikale oder meine Tochter als legitime Sklavin und Geschenk Allahs betrachten wie islamistische Fundamentalisten, mache ich mir um Burschenschafter weniger Sorgen als um die Antifa und Salafistenmoscheen. Ich bin halt Egoist.

***

Im linken Weltbild stellt sich die Situation so dar: Eine Gruppe Rowdies drängt einen Jungen in die Ecke und beginnt ihn dort zu bearbeiten. Die Rowdies sind arme Opfer der Gesellschaft und leben ihre Perspektivlosigkeit aus, um die müssen wir uns kümmern. Der Junge hat sie allein dadurch provoziert, sich Perspektiven geschaffen zu haben und diesen zu folgen, und wird es nicht anders verdient haben. Und wer dazukommt und dem Jungen zuruft: Lass dir das nicht gefallen, wehre dich, ich helfe dir! - der ist ein rechter Hetzer und Radikalisierer.
Ich empfinde dieses Weltbild als abartig. Mir gefällt eben das, wo die Rowdies von einer starken Verteidigung eine auf die Nuss bekommen und dahin gescheucht werden, wo sie hingehören. Denn das Recht des potenziellen Opfers auf Unversehrtheit steht weit über dem Recht eines Täters, bitte mit Nachsicht und Verständnis behandelt zu werden. Eine schwere Kindheit ist keine Ausrede dafür, ein Arschloch geworden zu sein. Viele Menschen, die eine schwere Kindheit hatten und keine Arschlöcher geworden sind, sind der lebende Beweis.

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Direkte Demokratie wäre die Einzige als Verbesserung empfindbare Veränderung, aber diese könnte nur dann entstehen, wenn ein Volk mit klaren Gedanken und der Unterstützung seiner gewählten Vertreter aus dem System heraus eine friedliche Reform ausarbeitet. Damit ist wenig zu rechnen. Wahrscheinlicher ist, dass die aus den repräsentativen Demokratien entstandenen diktatorischen Regimes sich weiter hinter Knebelgesetzen und Polizeiwillkür einbetonieren, wie man in Deutschland momentan beobachten kann. Wenn man schon aus leisen Kritikern Kriminelle macht, macht man aus Enttäuschten Wutbürger, und Wut ist der Vernunft abträglich. Wenn die Menschen erst zu den gleichen Mitteln greifen wie die nützlichen Idioten der Regimes vom linken aufgehetzten aggressiven Rand, brennen nicht mehr nur die Familienautos von AfD-Unterstützern oder Identitären, sondern die europäischen Großstädte. Das Ergebnis eines gewaltsamen Systembruchs wird wenig wahrscheinlich eine freiheitliche Ordnung und eine direkte Demokratie sein, denn die Wut und der Hass werden "starke Männer" nach oben spülen - jede "Revolution" endete noch in Diktatur und Blutbad. Irgendwie musste sich die Wut der Massen erst austoben, der Furor seinen Blutzoll fordern, ehe wieder Vernunft einkehren konnte. Und Vernunft ist keine politische Größe, denn Politik in der Demokratie resultiert aus dem Gruppenverhalten eines Volkes, und vernunftbegabt ist nur der Einzelne, aber nicht der Mob.


Freitag, 7. August 2020

Gute Demos: BLM, Antifanten. Aber die anderen: PÖHSE!


Passend zum  vorigen Artikel:





»Wo nichts zu erwarten ist, ist auch kein Platz für Enttäuschung«


Nur ein Nebensatz aus einem überaus lesenswerten Artikel von Kollegen Llarian in »Zettels Raum« – aber eine zeitlose Wahrheit, die man sich angesichts (und -gehörs) »unserer« Politruks und System-Journaille nur immer wieder in Erinnerung rufen sollte:

Covidioten und BLM: Ein Eulenspiegel erster Güte

Seit dem Tod von George Floyd und der dadurch wieder an Schwung gewinnenden Black lives matter Bewegung hat es in Deutschland etliche Demos mit schwankenden Zahlen zwischen ein paar hundert und "offiziellen" 15.000 Teilnehmern gegeben. Diesen Demos ist eins gemeinsam: Sie verbreiten keine Viren. Egal wie dicht gepackt die Teilnehmer stehen (hier zum Beispiel ein schönes Bild, aber hier ein passender Film (so bei Minute 2 sehr gut zu sehen)). BLM ist gegen Covid immun.  

Anders dagegen sieht es aus, wenn "Covidioten" demonstrieren, so wie am letzten Wochenende in Berlin. Da ist Covid sofort und unerbittlich vorhanden. Denn wer nicht die richtige Haltung hat, der ist eben gefährdet und ist somit ein Covidiot.
Chapeau! Touché!




Fußnoten zum Freitag

von Fragolin

Immer noch im Urlaub beim „Puszta-Diktator“. Immer noch Blogpausenware aus der Mottenkiste.
Komisch nur, dass bei all diesen Jahre zurückliegenden Gedanken eine seltsame Tagesaktualität mitschwingt. Es ändert sich wirklich nichts...

Es gibt zwei Sorten von Fachleuten. Beide haben jahrelang studiert. Und dann kam der Tag der Wahrheit.

Die einen waren fleißig am Lernen, haben sich Wissen und Fähigkeiten angeeignet und sich in Forschungsprojekte eingebracht. Sie haben gebüffelt, hatten vielleicht auch das Glück leicht zu verstehen und schnell zu erfassen; entsprechend haben sie nicht nur einen tollen Abschluss hingelegt sondern auch einen gut dotierten Job in einer Forschungsabteilung eines namhaften Unternehmens ergattern können. Dort nutzten sie die Forschungsmöglichkeiten bis hin zu bahnbrechenden Ergebnissen, die sogar mit international anerkannten Preisen vergoldet wurden.
Die anderen haben weniger gelernt, vielleicht weil sie sich schwerer taten, vielleicht auch weil das Hirn bereits mit Ideologie verklebt war, die dem Lernstoff oder auch nur seiner nicht geschlechtergerechten Darbietung ablehnend gegenüberstand. Statt am Abend im Labor zu arbeiten sind sie lieber mit einem Plakat davor gestanden und haben gegen Tierversuche demonstriert, wobei die Frage, ob es solche dort überhaupt gibt, nachrangig war. Oder haben einen Flashmob organisiert um auf das Geschlechterungleichgewicht hinzuweisen, dass zwar 30% der Studierenden weiblich oder kreativgeschlechtlich seien, aber abends im Labor nur lauter Männer rumwuseln. Entsprechend war das Ergebnis des Studiums, nun ja, ausreichend, und die Nachfrage der renommierten Unternehmen enden wollend.

Während die einen für die Ergebnisse ihrer Arbeit sofortige Anerkennung bekamen und sich dadurch bestätigen konnten, mussten die zweiten erst nach einer Bestätigungsmöglichkeit suchen. Und da es auf fachlicher Ebene einfach nicht funktioniert und der Mist, den sie zusammenerzählen, von wirklichen Fachleuten oftmals nicht einmal belächelt wird, muss eben die absolute Keule herhalten: die MORAL!

Man erklärt einfach die Spitzenfachleute für allesamt bestochen und somit unfähig zur richtigen Bewertung - sie sind ja fachlich durchaus gut in ihrem Gebiet, also dieser menschenfeindlichen und von neoliberalen Großkonzernen finanzierten Wissenschaft, aber moralisch einfach nur gekaufte Armleuchter. Man selbst ist halt mindestens ebenso eine tolle Fachkraft, man hat ja auch studiert, aber man hat sich halt nicht zum Sklaven der Industrie machen lassen (ein beliebtes Argument der Arbeitsmarktversager) und stehe daher moralisch weit höher, denn man habe erkannt, dass der Mensch wichtiger ist als die Wissenschaft.

Mit diesem Glaubenssatz, der impliziert, dass Wissenschaft der Feind des Menschen und daher der unfähigere Wissenschaftler der bessere Menschenfreund sei, geht man dann hausieren um endlich auch das Geld zu scheffeln, dass der beneidete und verhasste Studienkollege aus der Streberfraktion für seine Leistung bekommt. Zur Not eben aus Spenden und Fördergeldern. Denn die Kohle stinkt ja nicht.
Wem ich persönlich aber eher glaube, kann man sich vielleicht denken.


Donnerstag, 6. August 2020

Die unnötige Bombe


So etwa könnte man einen interessanten, faktenreich aufbereiteten Artikel im Contra-Magazin über den Abwurf der Hiroshima-Atombombe, der sich heute zum 75. Male jährt, zusammenfassen:

Warum Amerika Japan nicht mit Atombomben hätte angreifen sollen


Die Überzeugung der USA, dass Atombombenangriffe notwendig waren, um eine noch tödlichere Invasion Japans zu verhindern, ist 75 Jahre später genauso falsch wie damals.

Heute vor fünfundsiebzig Jahren haben die Vereinigten Staaten den einzigen Atomkrieg der Geschichte entfesselt.

Zu den Wahrheiten, die für Millionen Amerikaner selbstverständlich sind, gehört die Vorstellung, dass die atomare Zerstörung von Hiroshima und Nagasaki Leben gerettet hat, sowohl amerikanische als auch japanische.

Die Amerikaner lernten, dass sie die Wahl zwischen Atombomben und einer noch blutigeren Invasion Japans hatten, dessen fanatische Bürger bei der Verteidigung ihrer Heimat und ihres Kaisers bis zum Tod gekämpft hätten.

Diese Erzählung ist zutiefst falsch.
Wie in der Kriegsführung aller Zeiten sprichwörtlich: das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit. Warum soll es beim ersten Atomkrieg anders (gewesen) sein?



Also, ehrlich! Wie ein eitler Dolm


.... einen derartig »absoluten Traumhasen«







ziehen lassen konnte:



... und statt dessen eine zickige Anwältin heiratete, das begreife ich einfach nicht!

Na, jetzt wiss' ma's!


Words from a newly distributed HSE leaflet on coronavirus safety measures:
“If you decide to be sexually active with someone living outside of your household, limit it to as few partners as possible, preferably one regular partner. Consider masturbation or remote sexual activity (e.g., online) as alternative to physical sexual activity with others.”
Mit anderen Worten:

 Coronoiker aller Länder, vereinigt euch nicht!
Holt euch lieber einen runter!


Daß unsere Politruks und ihre bürokratischen Unterläufln in Wahrheit Wichser sind (sofern sie nicht aufs Kinderschänden stehen, was ja leider in bestimmten Parteien durchaus propagiert und teilweise auch praktiziert wurde) — also: diesen Verdacht hatte ich schon länger! Aber daß sie in Irland sogar solche Wichser sind, das hätte ich nicht erwartet ...




Fußnoten zum Donnerstag

von Fragolin

Gerechtigkeit ist ein Wieselwort, es gibt keine Gerechtigkeit weil es keine Gleichheit gibt. Es gibt keine Privilegierten oder Vernachlässigten und keiner der beiden trägt auch irgend eine Verantwortung für das Schicksal des anderen. Es gibt doch andere Möglichkeiten, zu zeigen, dass es irgendwas gibt, wo man gut ist, es muss ja nicht Formel 1 sein. Unsere Welt krankt daran, dass der super-reaktionsschnelle Formel-1-Pilot, der keine 3 Sätze fehlerfrei schreiben kann, beneidet wird von einem geschliffen formulierenden aber leider schneckenlangsamen Schreiberling. Oder der Progarmmierer vom Schweißer - der eine kann nicht schweißen, der andere nicht programmieren. So what? Diskriminierung schreien immer nur die, die glauben, es läge an den anderen und nicht an ihnen selbst, dass sie da sind, wo sie sind (und mit ihren Fähigkeiten hingehören) und nicht da, wo sie sein wollen.
Wenn ein 100-Kilo-Klumpen kein Weltklassesprinter werden kann, liegt das an der Kombination aus seinem Gewicht und dem Newtonschen Grundsatz der Masseträgheit..
Wenn er das Gewicht nicht aus eigener Kraft reduzieren kann, dann ist das Schicksal. Masseträgheit ist Physik. Das ist ein Naturgesetz.
Deshalb kann dafür weder sein Trainer was noch der schnellere Läufer.
Das Geplärre von "Diskriminierung" ist nur der Ausdruck der Unfähigkeit, die eigenen Fähigkeiten richtig einzuordnen.

Und als Zweites kommt die Unfähigkeit hinzu, die freien Entscheidungen freier Menschen in einer freien Welt zu ertragen. Wenn ich z.B. Vollverschleierte nicht in mein Geschäft lassen will weil ich die doof finde, ist das meine freie Entscheidung aus persönlichen Gründen auf Umsatz zu verzichten. Dem folgt deren freie Entscheidung, entweder Gesicht zu zeigen um einzutreten oder in ein anderes Geschäft zu gehen. Da wird niemand diskriminiert denn es wird niemandem geschadet. Was anderes wäre es, wenn ich der einzige Anbieter von Wasser weit und breit wäre und ich würde die lieber verdursten lassen als ihnen welches zu verkaufen. Da wird eine humanitäre Grenze überschritten - der Mensch hat die Verpflichtung, Menschenleben zu retten.
Aber alles andere ist hilfloses Nicht-Eingestehen-Können eigener Unfähigkeit, egal welche Ursache diese hat.


Mittwoch, 5. August 2020

Zugegeben: der VW-Bus muß nicht sein


... aber den Rest kann man durchaus so lassen: ein fesches Mädel, das auch größere Formate mit Geschick und Eleganz zu behandeln und zu genießen weiß ...





It's an ill wind that blows nobody any good ...


Schon irgendwie tragisch, diese Corona-Pandemie! Da wird von allen Medien getrommelt, daß das Schrecklichste seit der mittelalterlichen Beulenpest hoch Cholera hoch Ebola über uns hereinbricht, und dann wollen und wollen die Todeszahlen nicht in die Milliarden hinaufschnellen. Aber keine Sorge: der Volksmund weiß ja: auch Kleinvieh macht Mist! Und wenn die Leut nicht zu zweistelligen Prozentsätzen versterben wollen — dann kann man halt aus der Not eine Tugend machen, von einer »zweiten Welle« aschwafeln und Masken verkaufen. Und wenn man sich in Nahebeziehungen zur engsten Gang um den Kurzen Kanzler befindet, dann läuft das Geschäft wie geschmiert:
Vertragsdetails: Geheim
4. August 2020

Die Republik vergibt Lieferverträge über eineinhalb Milliarden Euro wegen der Corona-Krise. Das Beispiel eines niederösterreichischen Masken-fabrikanten mit Verbindungen zur ÖVP-Elite zeigt, wie problematisch die Heimlichtuerei um staatliche Großaufträge ist. Laut Addendum vor-liegenden Protokollen gab es auch „Unterstützung” aus zwei Ministerien. Dieser Artikel gehört zum Projekt Coronavirus und ist Teil 104 einer 104-teiligen Recherche.

Die Schlagzeilen lassen Schlimmes vermuten. „Schiefe Optik: Mann von Kanzler-Büro-leiterin produziert neuerdings Schutzmasken“, titelte der FPÖ-nahe „Wochenblick“ . „Masken-Connection ins Kanzleramt“, schrieb das vom ehemaligen Politiker Peter Pilz gegründete zackzack.at .

Die Geschichte hinter dem Aufruhr: Im niederösterreichischen Wiener Neudorf begann eine „Hygiene Austria LP“ frühzeitig in der Corona-Krise damit, maschinell Masken herzustellen. Hinter dem eiligst gegründeten Unternehmen stecken der Faserfabrikant Lenzing und die Unterwäsche-Marke Palmers. Letztere gehört zu einem Viertel einem Grazer Geschäftsmann. Und dieser wiederum ist der Ehemann von Lisa Wieser, welche die Büroleiterin und eine der engsten Vertrauten von Sebastian Kurz ist.

Auch Addendum erreichte in den vergangenen Wochen mehrfach die Bitte, man möge sich die Sache ansehen. Es könne doch nicht mit rechten Dingen zugehen, wenn der Bundeskanzler erneut die Maskenpflicht ausweitet, wovon dann ausgerechnet der Ehe-mann einer engen Mitstreiterin profitiere. Zudem hatte Kurz die Fabrik in Wiener Neu-dorf noch extra besucht. Auf Instagram findet sich ein Video, in dem er sich „im Namen der Republik“ bei Palmers und Lenzing bedankt.
(Hier weiterlesen)
Ein Kommentarposter bringt dazu eine Kurz-Zusammenfassung in zeitlicher Abfolge:
Branko Rosskar

Masken werden bei Palmers und Co vermutlich nicht produziert. Auch der Gesetzgeber tat sich im Vorfeld hilfreich hervor:
Darum haben wir in Ö keine FFP-Masken, sondern MNS, Mund-Nasen-Schnellschutz

4.4.20
PK Schramböck stellt erste „Schutzmaske“ Made in A vor, die einer FFP2 „entspräche“ und die „Wiederverwertung“ der „Masken“ mit Know-how aus der Stmk und kündigt Offensive bei heimischer Maskenproduktion – bis zu 500 000 an, es laufen „bei mehreren weiteren Unternehmen Bestrebungen, in Kürze in Serie fertigen zu können“.

ZEITGLEICH

BGBl. I Nr. 23/2020, 04.04.2020 - 3. COVID-19-G

Art 28
BG über das Inverkehrbringen von Mund-Nasen-Schnellmasken während der Corona COVID-19-Pandemie

§ 1 (1) Für MNS-Masken ist KEINE ZERTIFIZIERUNG nach dem MedizinprodukteG … oder dem Maschinen–Inverkehrbringungs- und NotifizierungsG … ERFORDERLICH.
(2) Bei der Entnahmestelle beim Vertrieb ist ein Hinweis anzubringen, dass die MNS-Masken nicht national zertifiziert und NICHT MEDIZINISCH oder anderweitig GEPRÜFT sind.

§ 2 (1) Dieses BG tritt mit Ablauf des Tages der Kundmachung im BGBl in Kraft.
(2) Dieses BG tritt nach Ablauf von drei Monaten nach seinem Inkrafttreten außer Kraft.

08.05.20

Headline: „Palmers – Masken statt Dessous“

14.05.20

Headline: Erfolgreicher Start für Palmers/Lenzing

Weil ´s so gut läuft:

07.07.20

Novelle BGBl. I Nr. 61/2020

§ 2 Abs. 2 lautet:
„(2) Dieses Bundesgesetz tritt mit

31. Dezember 2020

außer Kraft.“
Ist aber vermutlich alles nur Zufall. Bzw. pöhse Verschwörungstheorie gegen den Heiligen Basti, der uns vor Corona und der Pest errette. Amen.


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P.S.: fernab von Österreich wage ich ein Vermutung zu äußern. Könnte es, rein theoretisch natürlich, nur so ganz als Gedankenspielerei, etwa sein, daß dieser 104 — und letzte — Teil der Corona-Berichterstattung in Addendum der aktuelle Anlaß war, daß dieses Magazin abgedreht wird? Etwa, weil die Corona-Profiteurs-Clique dessen Eigentümer, Dietrich Mateschitz, ein Angebot gemacht hat, »das er nicht ablehnen konnte« (wie das bspw. in Neapel und Palermo so schön heißt ...)?

Etwa des Inhalts: »Schaun S', Herr Mateschitz, Sie wollen doch auch in Zukunft noch Ihr Red Bull verkaufen. Es gibt da eine Studie der WHO, gefördert durch eine uneigennützige Spende eines Multi-Milliardärs, derzufolge diese Plörre irgendwie nicht wirklich gesund sein soll. Also, wenn Sie weiter solche eigenartigen Recherchen dulden, dann könnte doch glatt der Fall eintreten, daß sich die EU-Kommission gezwungen sähe, hier wegen Gesundheitsgefährdung einzuschreiten, und dann können Sie sich Ihren Weltkonzern stückweise rektal applizieren, wenn Sie verstehen, Herr Diplomkaufmann ... ... Sie müssen einsehen: es ist uns doch wurscht, ob Sie irgendwelche Lokalpolitiker in die Pfanne hauen — aber die Corona-Pandemie: diese Mega-Gelegenheit, endlich die Welt völlig an den Eiern zu haben und unsere langgehegten Pläne endlich umzusetzen ... das dürfen Sie uns nicht vermasseln! Am besten, Sie drehen's einfach ab. Braucht doch eh keiner, oder ...?

P.P.S.: aber das ist natürlich nur eine Verschwörungstheorie, von der sich LePenseur entschiedenst distanzieren möchte!

P.P.P.S.: LaPenseuse macht mich eben auf einen weiteren Zufall aufmerksam. Ist es doch erst ein paar Tage her, daß Herr Mateschitz sein BLM-begeistertes US-Management vor die Tür gesetzt hat. Das geht natürlich gar nicht! Wie kann ein herzloser Milliardär bloß was gegen kreative Stadterneuerung haben! Vielleicht also, so könnte man mutmaßen, ist diese Addendum-Schließung bloß Teil eines Gegengeschäfts, mit dem Mateschitz seiner totalen Beshitstormung in den US-Medien zuvorkommen wollte ...

P.P.P.S: auch für das P.P.P.S  gilt, selbstmurmelnd, das obige P.P.S. Daher weist LePenseur auch darauf hin, daß sämtliche dieser Verschwörungstherorien nicht von LePenseur stammen und somit nicht innerhalb seiner Verantwortung, sondern in jener der jeweiligen Verschwörungstheoretiker liegen, distanziert sich zugleich ausdrücklich von diesen Verschwörungstheorien und macht sie sich nicht zu eigen.Ufff.

P.P.P.P.S.: das Narrativ, das DiePresse über die Addendum-Schließung spinnt, ist irgendwie — süß: »Mehr Dose« — das muß einem erst mal einfallen...! Entweder glaubt der Redakteur, was er schreibt, dann ist er einfach ein Trottel (was LePenseur sich aber nicht vorstellen kann und daher ausdrücklich zurückweist), oder er glaubt's nicht, und schreibt's doch. Dann ist er ein typischer Journalist. Was LePenseur jederzeit unbedenklich zu glauben bereit ist.


Fußnoten zum Mittwoch

von Fragolin

Wir haben uns Individualisiert. Aus der Familie gelöst: Die Kinder landen in der Krippe und die Großeltern im Pflegeheim, mehrmals wechselnde "Lebensabschnittspartner" hinterlassen einen sozialen Flickenteppich ohne fest geknüpfte Knoten; unsere Kollegen sind Karriererivalen und unsere Freunde virtuelle "likes"-Klicker aus Anonymistan. Wir kennen den Namen unserer Nachbarn nicht weiter als 3 Türen und unsere Kinder, so wir noch welche haben, spielen schön voneinander getrennt vor den heimischen Spielekonsolen oder am Spielplatz im eigenen Garten. Wenn jemand Hilfe braucht, egal ob Rasen gemäht oder Einkauf mitgenommen, der soll den Sozialdienst anrufen, uns is' wurscht. Dem anderen helfen? Ihn verteidigen? Etwas riskieren?? Neeee....
So, und jetzt kommt ein Kollektiv, zusammengeschweißt durch inzestuöse Blutsbande und das mehrmals tägliche Einschwören auf den gemeinsamen Kampf gegen uns.
Wer hat die besseren Karten?
Unsere "Eliten" wissen das und stellen sich vorbereitend schon mal auf die Seite der vermutlichen Sieger.

Dienstag, 4. August 2020

Fußnoten zum Dienstag

von Fragolin

Heute gibt es jungen ungarischen Wein und frischen Speck, dafür im Blog ein paar Splitter aus der Konservendose:


Freiheit bedeutet auch die Freiheit, auf die Fresse zu fallen, ohne dass einem vorher irgendwer eine Matte ausrollt.

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Wenn man auf die Nase fällt, ist es besser, aus eigener Kraft größer wieder aufzustehen als liegenzubleiben und um den Staat zu jammern.

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Wir haben wieder ein Kastensystem. Die Kaste der Rechtlosen muss die Kaste der Pflichtlosen ernähren.

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Historisch betrachtet stehen die heutigen Linken nicht auf der Seite Galileos, sondern auf der Seite der Inquisition.

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Wer ein ganzes Jahr lang jeden Tag einen Fall bringt, bei dem kriminelle Migrantengruppen Menschen gemessert, zusammengetreten, vergewaltigt oder beraubt haben, der instrumentalisiert Einzelfälle für widerliche Hetze gegen Menschengruppen. Wer ein ganzes Jahr lang nur einen einzigen Fall einer rechtsextremen Gewalttat wie eine Monstranz vor sich herträgt, der beweist die Existenz weit verbreiteter rechtsextremer Gewaltnetzwerke und das Kellernazitum aller Deutschen und Österreicher. So geht postfaktisches Zeitalter. Schwarz ist Weiß, Krieg ist Frieden.

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Ein Türke oder Kurde, der vor den Schergen Erdogans nach Deutschland flieht ist wie eine Kuh, die aus Angst vor dem Messer des Bauern in den Schlachthof flieht.

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Wer glaubt, dass man sich beim Sprung aus dem zehnten Stock das Genick brechen kann, gelte nur für andere, der wird den Unterschied zwischen Glauben und Wissen eben auf die harte Tour lernen.

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Ein Apfel mit fortgeschrittener innerer Fäulnis zieht Schmeißfliegen an.

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Nach heutiger Interpretation ist Siegfried ein intoleranter rassistischer Drachenhasser und Mörder, der ein edles Tier nur aus reinem Unverständnis ermordet und die jährlich geopferte Jungfrau nur als Ausrede für die eigene Dragophobie instrumentalisiert hat.


Montag, 3. August 2020

Manchmal hat die Schweiz was ... bezauberndes





Whitney Toyloy, ehemalige Miss Schweiz, beispielsweise.

Fußnoten zum Montag

von Fragolin

Für ein paar Tage verabschiede ich mich aus dem tagesaktuellen Geschehen und ziehe mich in das „faschistische“ Ungarn zurück, in das auszuwandern mir die kleinen linksradikalen Hetzer so gerne empfehlen. Und damit diese armen kleinen Blockwarte, die ohne ihre tägliche Ration Nachschub vom Fragolin hilflos an ihrem Hass würgen, nicht ganz ohne Futter in den Urlaub entlassen werden, gleich mal eine ordentliche Portion Happi für ihre Empörung und ihren Hass.

Heute in Form ein kleines Fundstück aus der Zeit, als Medien in den teutonischen Landen noch nicht durchvermerkelt waren und sich neutral mit Zeitgeschichte beschäftigen konnten. Das liest sich dann so:

War Adolf Hitler ein Linker?
Die Diskussion um den politischen Standort des deutschen Nationalsozialismus ist nie gründlich geführt worden. Klar ist jedenfalls: Zeit seines Bestehens hatte er mehr mit dem Totalitarismus Stalins gemein als mit dem Faschismus Mussolinis.“

Bei dem Gedanken, wie den Forentrollen vom linken Rand bei diesen Sätzen die Gesichtszüge entgleisen, verspüre ich einige gelinde Schadenfreude. Die lesen ab hier wahrscheinlich auch nicht mehr weiter, weil der pawlowsche Reflex die Synapsen explodieren lässt und der weitere Text nur noch aus den Worten „Hass“ und „Lüge“ besteht, mit Unmengen an Rufzeichen zerhackt.
Kleiner Tipp, liebe Linksextreme, auch wenn es wehtut: lest weiter! Ihr könnt etwas lernen und eine kleine Überraschung erleben.
Aber ich zitiere gerne weiter:

Manche guten Gründe sprechen dafür, dass der Nationalsozialismus politisch eher auf die linke als auf die rechte Seite gehört.“

Plopp! Die nächste Synapse explodiert. Durschhalten, Jenossen!

Auch hat er nach der so genannten Machtergreifung, anders als manche Angehörigen der Oberklassen hofften, die 1918 verloren gegangenen Vorrechte nicht wiederhergestellt. Stattdessen hat er den von Marx herkommenden Begriff der klassenlosen Gesellschaft einfach durch die Vokabel der „Volksgemeinschaft“ ersetzt und den immer noch Furcht erregend sozialistisch klingenden Begriff als eine Art ständiger Verbrüderungsfeier verkauft.“

Richtig. Man nehme etliche Zitate von Goebbels und Hitler und schreibe einfach mal einen anderen Namen darunter, einen glühenden Kommunisten, und es wird inhaltlich keinem auffallen. Ziehe denen das Hemd aus und reiße ihnen die Symbole vom Arm, und plötzlich ist da kein Unterschied mehr. Hatten wir ja gestern erst im Video. Wenn man nicht explizit dazuschreibt, von wem es kommt, erkennt man keine Unterschiede.

Ganz besonders pikant: wenn man sich die Geschichte anschaut und einmal die Jahreszahlen bewusst auf sich wirken lässt, dann wird einem klar, dass das heute gern getrommelte Narrativ, der Kommunismus wäre faktisch als Antifaschismus im Kampf gegen die Nazis (man vermeidet mit dieser Verballhornung ja sogar den Anklang an das Wort „Sozialisten“) gewachsen.
Nein, der Kommunismus war schon da und wütete bereits in der sogenannten Sowjetunion. Dort hatte Stalin bereits Millionen Tote produziert, als Hitler noch eine kleine Randgestalt in der linken Opposition darstellte. Die Nazis waren ein Ableger, ein aus dem linken Spektrum ausflockender Konkurrent, ein Kind der Sozialisten. Nicht die Kommunisten lieferten den Gegenentwurf zum Nationalsozialismus sondern die Nazis wollten über einen „deutschen Sozialismus“ den Einfluss ausländischer Kommunisten und damit gefühlte Fremdherrschaft abwehren.

Übrigens pikant am Rande: das wird auch der Grund gewesen sein, warum amerikanische Milliardäre (ach was, es wiederholt sich auch wirklich alles) lieber die Nazis unterstützten, denn das Nationale garantierte, dass der Kommunismus nicht zu einer Ehe zwischen dem an Bodenschätzen überreichen sowjetischen Agrarreich mit seinen endlosen Ressourcen und der deutschen Intelligenz und Ingenieurskunst führte. Denn eine Verbrüderung dieser beiden Reiche hätte eine Wirtschaftssupermacht schaffen können, vor der die USA schnell in die Knie gegangen wären. Das war nicht in deren Interesse und jeder, der die Feindschaft zwischen Deutschem und Russischem Reich beförderte, war ein brauchbares Werkzeug. Auch das hat sich bis heute nicht geändert.

Als im Frühjahr 1933 ganze kommunistische Kampfformationen geschlossen in die SA übertraten, wurde das von den roten Parteisoldaten keineswegs als Bruch empfunden, und der Berliner Volkswitz, der diese Einheiten als „Bulettenstürme“ verhöhnte („außen braun, innen rot“) deckt auf, wie nahe beieinander auch die Öffentlichkeit die einen und die anderen wahrnahm. Man wechselte sozusagen nur den Anführer und die Fahne, nicht einmal die Treffkneipe. Im Herzen blieb man Sozialist, nur dass man von nun an auch noch national sein durfte, kein „Vaterlandsverräter“ der Komintern.“

Wie heute noch. Der Unterschied zwischen den Sturmtruppen ist weder in ihrer Aggressivität und ihrem Fanatismus noch in ihrer kollektivistischen Durchseeltheit zu finden sondern ganz allein in ihren Symbolen. Brüder im Geiste, mit dem Ziel, das Bestehende kaputtzuschlagen um das neue, revolutionäre Wasauchimmer zu verbreiten. Modern sind da zu den internationalen und nationalen Sozialisten nur die Religionsfanatiker der Umma hinzugekommen. Jetzt haben wir eben noch eine Horde kaputtschlagender brüllender Massenmörder an der Backe. „Revolutionäre“. Ein Synonym für Menschen, die glauben, sich zu erhöhen, wenn sie alles niederbrennen. Nero-Syndrom.

Noch viele weitere Gemeinsamkeiten zwischen Nationalsozialismus und Kommunismus lassen sich anführen, auch tiefer reichende. Wie häufig haben gerade die unversöhnlichsten Rivalen auf politischem Feld immer etwas von feindlichen Zwillingen. Auch in diesem Falle verhielt es sich so. Beide Epochengegner, die sich so erbittert bekämpften, träumten den Traum vom „Neuen Menschen“, der mit ihnen erst die Möglichkeit erlange, sich auf Erden zu verwirklichen; beide machten sich, wenn auch mit scheinbar gegensätzlichen Parolen, auf die Suche nach dem vor Zeiten verlorenen Paradies. Und beide hassten mehr als alles andere die bürgerliche Welt.“

Feindliche Zwillinge. Romulus und Remus. Kommunismus und Nationalsozialismus waren keine Gegensätze sondern Zwillinge, die um die gleiche Klientel buhlten. Wie zwei Brüder, die als Rennfahrer versuchen, den anderen mit jedem Mittel aus der Bahn zu werfen. Sie sind Gegner, aber sie sind keine Gegenteile sondern beides Rennfahrer mit dem gleichen Ziel und den gleichen Methoden.
Konkurrenz hat nichts mit inhaltlichen Unterschieden zu tun sondern entsteht immer durch inhaltliche Gemeinsamkeiten. Wer etwas ganz anderes verkauft als ich, ist nicht mein Konkurrent. Wer einem anderen Mädchen nachsteigt als ich, kann mir egal sein, aber wenn er bei meiner Ersehnten anbaggert, dann ist er ein Feind.

Wer sich die Jubelschreie in Erinnerung ruft, mit der führende Nationalsozialisten die Zerstörungen der deutschen Städte im Bombenkrieg begrüßten, erhält einen Begriff von der Radikalität ihres Hasses: Goebbels sprach von den „Gefängnismauern“ der bourgeoisen Welt, die jetzt endlich „in Klump geschlagen“ würden, und Robert Ley „atmete auf“: Endlich sei es „vorbei mit der Welt“, die sie verabscheuten.“

Heute eben „Bomber Harrys, do it again!“ oder „Deutschland du mieses Stück Scheiße!“
Die Sozialisten-Kommunisten-Kollektivisten sind wie sie sind. Zwischen Kommunisten und Nazis passt kein feuchtes Löschblatt.

Beide haben die Menschheit unendlich viele Opfer gekostet – Abermillionen bei diesen wie bei jenen.“

Ja, wie auch anders? Beide (und aktuell eben auch der Islamismus) haben das eine Ziel, den Neuen Menschen zu schaffen, und dafür müssen Alte Menschen entweder umerzogen und in das Kollektiv assimiliert werden oder sie werden vernichtet. Widerstand ist zwecklos, wir sind die Borg.

Der auffallendste Unterschied bleibt, dass der Nationalsozialismus sich schon im Programm unmenschlich ausnahm, während der Sozialismus in verschiedenen humanitären Maskeraden auftrat. Zu lernen ist aus dieser Erfahrung, dass alle Ideologien, was immer sie den Menschen weismachen, nie halten, was sie versprechen. Auf dem Papier wirken sie stellenweise verführerisch. Aber wer sich von der Zeit belehrt weiß und vor allem genauer hinsieht, entdeckt im Hintergrund all der idyllisch-egalitären Kulissen stets das nackte Grauen.“

Naja, das Programm der Nazis kam in keiner anderen Camouflage daher als das der Kommunisten oder das der Islamisten. Wer mit uns marschiert, dem verheißen wir das Paradies und unseren Feinden schlagen wir den Schädel ein, bomben wir die Birne weg oder säbeln wir den Hals ab, aktuell zutreffendes bitte ankreuzen. Kollektivistische Ideologien bergen immer das Grauen in sich, weil das Kollektiv eben nur ein anderer Name ist für den Mob. Siehe das gestrige Zitat von „Agent K“.

Ach ja, falls unsere Linkstrolle ihren Koller überwunden haben und aufgehört, mit der Stirn Hassparolen in ihren Laptop zu hämmern, weil der böse Fragolin fraglos mal wieder ein ultrarechtes faschistisches Fake-Hetzpapier zitiert hat, hier die Auflösung, wo man den Text findet: in der TAZ. Ja, die haben mal so geschrieben und solche Gedanken zugelassen. Ist zwar schon ein paar Jährchen her, dieser Artikel stammt aus 2003, aber naja, was war damals anders als heute in Deutschland, wo inzwischen jedes Abweichen von linksextremen Narrativen bereits zum journalistischen Suizid führt?
Der Kanzler hieß Schröder und war eher so eine Art selbstverliebter kaviarfressender Salonsoze. Der Typ, der die Annehmlichkeiten der Demokratie genießt und deshalb keine Ambitionen zeigt, an diesem Zustand irgendwas zu drehen.
Merkel ging durch die marxistisch-leninistische Schule, und das so aalglatt, dass sie das Privileg eines Studiums in Moskau genoss. Bei genau jenen Kommunisten, die auch nur Nazis mit anderem Symbol waren. Die kommunistisch sozialissierte Sozialistin Merkel wollte, so Zeitzeugin Lengsfeld, eigentlich in die SPD, aber die nahmen sie nicht. Also nahm sie eine Kurve über eine Kleinstpartei, die später von der CDU aufgeschnupft wurde, womit diese sich den Virus ihrer zerstörerischen sozialistisch-grünen Ideologie eingefangen hat.
Man vergleiche die politische Diskussion unter „Hol mir mal ne Flasche Bier“ Schröder mit der politischen Diskussion heute unter Merkel.
Ach ja, übrigens: Merkel war vor der AfD da. Der Schulterschluss einer auf DDR-Blockpartei getrimmten CDU mit linken und linksradikalen Kräften ist keine Folge des Auftretens der AfD, sondern das Erscheinen einer AfD die Folge der Verblockparteiung der Union. Wieder einmal ist die Reihenfolge zu beachten.

Der Vergleich der Gegenwart mit der Vergangenheit ist immer wieder erhellend. Deshalb wollen die Protagonisten der kollektivistischen Ideologien die Vergangenheit auch so gerne zerstören und neu schreiben, ihren Parolen anpassen, denn rational gibt es nicht ein einziges Argument, das für den Kollektivismus spricht, aber Millionen dagegen.

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Zum Vorigen noch ein Zitat, einfach, weil es passt:
"In the First Amendment, the Founding Fathers gave the free press the protection it must have to fulfill its essential role in our democracy. The press was to serve the governed, not the governors." (Höchstrichter Hugo Black, USA, 1971, Fall „Pentagon-Papers“)
Anmerkung: Und wage es nicht, Untertan, die Herolde des Fürsten als „Meinungsmacher“ oder gar „Lügenpresse“ zu titulieren!