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Dienstag, 30. Juni 2026

Silvae lesen!

von LePenseur
 
 
Weil ich heute in meinem momentanen beruflichen Wahnsinns-Trubel (der durch die brütende Hitze der letzten Tage auch nicht angenehmer wurde, die erst letzte Nacht mählich ein wenig nachzulassen begann) ein bisserl Luft habe, las ich (wie so oft) einen Artikel auf dem Blog des geschätzten Professore "Silvae" — über Gotthard Erler , Germanisten, Fontane-Forscher und -Editor von dessen "Großer Brandenburger Ausgabe" (die er ab 1994 begründete und herausgab) ... und fand ihn einfach berührend und wunderbar. Schon der Beginn nahm mich, als dezidierten Fontane-Fan, gefangen:
Die beiden Bände von Vor dem Sturm des Aufbau Verlages, die Gotthard Erler ediert hat, sind natürlich das, was sich jeder Philologe wünscht. Die Gelehrsamkeit der Annotationen von Gotthard Erler kann man gar nicht genug loben. Ich bin auch heute froh, dass ich bei Eschenburg die acht Bände der Romane des Aufbau Verlags zum Spottpreis von 32 Euro gekauft habe. Wenn man alle Anmerkungen sorgfältig gelesen hat, wird man vielleicht den Roman ein zweites Mal lesen. Aber meine erste Lektüre war ganz unphilologisch, die Lektüre eines Lesers. Dafür brauchte ich die philologische Gelehrsamkeit von Gotthard Erler nicht, dafür brauchte ich nur einen zuverlässigen Text. Aber ich dachte mir beim Lesen die ganze Zeit: Leute, wie habt ihr übersehen können, dass dies ein großer Roman ist? Das fand auch Gustav Seibt in der Süddeutschen als er im Januar dieses Jahres den gerade in der →Großen Brandenburger Ausgabe erschienenen Roman →rezensierte.
 
Das stand hier vor fünfzehn Jahren in dem Post Vor dem Sturm. Und in dem Post 3. Oktober schrieb ich: Und die Fontane Ausgabe, die Gotthard Erler einst begonnen hatte, schreitet voran. Erler ist in diesem Jahr neunzig geworden, aber er arbeitet immer noch an der großen Sache. Ich wollte den Fontane-Forscher Gott-hard Erler unbedingt wissen lassen, welche Achtung ich vor seinem Werk hatte (ein Blick in den Katalog der Deutschen Nationalbliothek zeigt uns, dass Erler da mit 388 Katalogeinträgen steht) und besorgte mir von meinem Freund Peter, der seit Jahren mit Erler in Verbindung stand, seine e-Mail Adresse. Und schrieb Gotthard Erler, welchen Respekt ich vor seiner Leistung als Deutschlands wichtigster Fontane-Kenner hatte.
(Hier weiterlesen
So lesen können und es dann noch so schreiben können ... nein, nicht Neid, sondern Dankbarkeit erfüllt einen bei der Lektüre solcher Betrachtungen! Die Zeilen des Historikers Jürgen Kuczynski in dessen Buch Alte Gelehrte:  
Jeder alte Gelehrte, der ein kreatives Leben verbrachte, der diese und jene kleinere oder größere Wahrheit gefunden hat und auf diese Funde zurückblickt, kann sicher sein, daß diese Wahrheiten, ob später mit seinem Namen verbunden oder nicht, niemals eingesargt werden. [...] wer solches von sich, rückblickend auf seine Arbeiten, sagen kann, wird, trotz aller Stürme der Zeiten, in die er vielleicht sogar noch im Alter das Glück hat verwickelt zu sein, eine allen, die ihn kennen, wohl-tuende Souveränität, auch seinem Leben und Werk gegenüber, ausstrahlen.
... die Professore "Silvae" quasi als Halb- oder Trugschluß seines Artikels zitiert, die einem tatsächlich noch schöneren Abschluß des Artikels vorangehen sind ein "Cor ad cor loquitur", um den Wappenspruch des großen Theologen und Philosophen John Henry Kardinal Newman zu zitieren.
 
Danke! 
 
 

Samstag, 14. März 2026

Jürgen Habermas in memoriam

von LePenseur
 
 
Die Nachricht vom Ableben des 96-jährigen Philosophen ging durch alle Nachrichtenkanäle. Das übliche Floskelbingo der Politiker und sonstigen "Eliten" setzte ein. Ein Zeremoniell, ebenso todsicher ablaufend wie fast völlig inhalts- und bedeutungslos. Nachrufe, eben ...
 
Ebenso setzte sogleich die – wenngleich deutlich kleinere – Welle von Nachtritten ein, Hadmut Danisch bspw.:
Jürgen Habermas, Nachzügler der Frankfurter Schule, ist gestorben. Schade. Ich hätte ihm gerne gesagt, für wie blöd ich das alles halte. Ein Geschwätzakrobat, Linkenpriester, eine Schlüsselfigur der alles vernichtenden 68er. [...]

So ein Dummenfütterer, von dem sich die Dummen gern füttern lassen.

Solche, die sich für Sinn, Konsistenz, Nachprüfbarkeit, Richtigkeit nicht interessieren, sondern die das gedrechselte Geschwurbel beeindruckt und die die Rede allein danach beurteilen, ob sie das gewünschte, das ideologisch passende Ergebnis liefert.

Ein Idiotensurfer, der es ausnutzte, dass es an der Universität genug Idioten gibt, um ihr Professor zu sein.
Am Ende seiner Suada dürfte ihm aber gedämmert haben, daß solches quasi am Totenbett irgendwie nicht ganz die feine Art ist, und so rettet er sich in die Behauptung:

Falls mir jetzt jemand unterstellt, ich würde einen Toten beschimpfen: Nein. Ich beschimpfe nicht Habermas. Ich beschimpfe die Habermas-Anhänger.

Also ist Danisch nicht bloß pietätlos, sondern auch noch feige? Denn als z.B. "Geschwätzakrobat" und als "Idiotensurfer" (whatever this may be ...) wird ja Habermas vorgeführt und nicht seine Anhängerschaft.

Nun ist es ja keineswegs so, daß ich Habermas als meinen Leib- & Magenphilosophen bezeichnen würde. Ein konservativer Libertärer wird die Gedankenwelt der Frankfurter Schule und der selbstgerechten Links- "Liberalismus" nicht wirklich mögen können, das ist ja klar. Und ich gebe gerne zu, daß mir in meinem Leben schlichtweg die Zeit und Geduld gefehlt hat, mich mit den überaus ermüdend geschriebenen Büchern des Verstorbenen allzu sehr auseinanderzusetzen. Ich habe in ein paar davon "hineingelesen" und sie bald wieder zur Seite gelegt. Und habe mich damit begnügt, ein bisserl was über ihn und seine Gedanken zu lesen, statt mir die "Gefangenenhausarbeit" der Original-Lektüre anzutun.

Aber (und das ist eben das große "aber"!): auch wenn ich Habermas' Schreibstil ziemlich unlesbar fand und seine Ansichten nicht teilte – daß er gedacht hat und nicht bloß sinnlos dahinschwätzte, halte ich für kaum bezweifelbar! Wer freilich à la Hadmut Danisch jedes "Denken" mit "verifiziert, empirisch an der Realität gemessen" gleichsetzt und alles nicht empirisch meßbare als Geschwätz abtut, wird das anders sehen. Für den ist eben die gesamte Geisteswissenschaft (die letztlich nur im Unwesentlichen "empirisch verifizierbar" ist) nur dazu da, in die Tonne getreten zu werden.

Ich erlaube mir jedoch bspw. die geschichtsphilosophischen Befunde des niederländischen Kulturhistorikers Johan Huizinga – bspw. in seinem opus magnum Herbst des Mittelalters – trotz der nur peripher möglichen "empirischen Verifizierbarkeit" der darin entwickelten Gedanken für die Menschheit für weitaus wichtiger zu halten, als den durch Spektralanalyse verifizierten Nachweis, daß der ca. 800 Lichtjahre entfernte Stern TOI-3862 von einem Exoplaneten TOI-3862 b umkreist wird. Who cares ...

Doch zurück zum Verstorbenen: so sehr ich bspw. Habermas' Position im sogen. Historikerstreit ablehne und viele seiner (zahlreichen) Stellungnahmen zu jeweils tagesaktuellen Themen (von der "Pandemie" bis zum Vorgehen der Israelis in Gaza) als wenig glücklich ansehe,  wogegen er im Ukraine-Konflikt durchaus nachvollziehbare Argumente vorlegte, sei dennoch den geneigten Lesern die Lektüre des Jürgen Habermas gewidmeten Wikipedia-Artikels empfohlen, besonders die Abschnitte "Faktizität und Geltung" ff. ... ... das alles wäre nur "Geschwätz" und "Dummenfüttern"? Ich bezweifle es. Denn der spätere Papst Benedikt XVI hat mit Habermas am 19. Jänner 2004 eine vielbeachtete Diskussion zu Fragen der Religion in der heutigen säkularen Gesellschaft geführt – und der hochgebildete Theologe Josef Ratzinger wird sich wohl nicht mit einem bloßen "Idiotensurfer" auseinandersetzt haben.

Jürgen Habermas ist ca. ein Dreivierteljahr nach seiner im Juni 2025 verstorbenen Gattin, mit der er siebzig Jahre verheiratet war und drei Kinder hatte, dahingegangen. Auch das ist ein Merkmal der Persönlichkeit, das nicht unerwähnt bleiben sollte. Und bei allem Dissens zu seinen Ansichten und Überzeugungen kann ich, können wir doch sagen:

Requiescat in Pace.

 

Montag, 2. Februar 2026

De mortuis nil nisi bene

von LePenseur
 
 
Ausnahmsweise eine kurze Urlaubsunterbrechung, da ich gerade die Todesnachricht las: gestern ist die CDU-Politikerin 
Rita Süssmuth gestorben
 
Wer es positiv findet, daß die nun Verstorbene seinerzeit die CDU für die faktische Abtreibungsfreigabe in maßgeblicher Weise sturmreif geschossen hat (die sogen. "Beratungslösung" mit einem pro-forma-Papierwisch ist faktisch nichts anderes als die Fristen"lösung", die die Tötung des Ungeborenen ins freie Belieben der Frau stellt!) oder daß sie sich schon in den 1990er-Jahren für die Überfremdung und (zuerst schleichende, doch dann bald galoppierende) Umvolkung starkmachte ("Deutschland ist ein Einwanderungsland"), mag es in seinem Nachruf erwähnen. 
 
Es fällt mir zu ihrer Person nichts ein, was ich an Gutem über sie sagen könnte. Sie meinte in der letzten Zeit (las ich), daß sie keine Angst vor dem Sterben habe. Schön für sie. Sie wird gegebenenfalls inzwischen wissen, ob sie damit recht hatte.
 
Schweigen ist angebracht. 
 

Sonntag, 28. Dezember 2025

Adieu B.B.

von LePenseur
 
 
Eben las ich die Nachricht — bemerkenswert, daß sie der Versuchung widerstand, durch Operationen und dergleichen ihren verführerischen Reiz zu konservieren (was freilich fast immer dazu führt, daß uns statt einer Schönheit eine "Schönheitskonserve" anlächelt, die sich zur Schönheit verhält wie eben eine Obstkonserve zu frischem Obst ...). Sie hinterläßt ja genügend Filme und Photos, die sie im Glanz jugendfrischen Zaubers verewigten — was soll also der vergebliche Versuch, etwas davon in Rudimenten über die Zeit zu retten? Um sich doch eingestehen zu müssen: Sic transit pulchritudo mundi ... ... Doch so wird — und soll! — sie uns in Erinnerung bleiben:
 

BRIGITTE BARDOT
 
R.I.P.
 

Dienstag, 4. November 2025

Sage noch einer, es gäbe keine guten Nachrichten mehr ...

von Manfred Müller
 
 
Doch, es gibt sie! Selten, aber doch ... zB jedesmal wenn ein Drecksack den Löffel abgibt, wird die Welt ein bisschen besser. Und wenn so ein richtig fieser Drecksack, dem man ein herzhaftes "May he rot in hell!" nachrufen möchte, den Löffel abgibt, dann hebt das den ethischen Standard der Welt merklich.
 
Und die schüchterne Frage an den lieben Gott: "Warum erst jetzt?" vergessen wir gleich wieder. Was Gott tut, das ist wohl getan (wusste schon der alte Johann Sebastian Bach). Also danken wir ihm einfach dafür. Er wird schon wissen, warum gerade jetzt.
 

Samstag, 26. April 2025

Suicided.

von Sandokan

Während man, vor allem in den USA, zunehmend ungeduldig darauf wartet, dass die neue Generalstaatsanwältin Pamela Bondi (aus Trumps Team) wie versprochen die Epstein-Klientenliste ungeschwärzt veröffentlicht, ist dieser Tage die in der Öffentlichkeit bekannteste Zeugin gegen Epstein und Ghislaine Maxwell (die immer noch relativ bevorzugte Haftbedingungen genießt) verstorben.

Nach einem (mysteriösen) Autounfall kürzlich und daraus resultierenden Organschäden soll Virginia Giuffre (41) dieser Tage Selbstmord begangen haben, so die letzten Nachrichten dazu von Seiten ihrer Familie. Als eines der Opfer war sie auch die wichtigste Zeugin gegen Prinz Andrew (Bruder von König Charles) gewesen, einem engen Vertrauten und "Klienten" von Epstein und Maxwell
König Charles wiederum hatte ja den später zum Sir geadelten Pädo-Serienvergewaltiger und BBC-Moderator Jimmy Savile zum persönlichen Freund, und als Berater der Familie in Public Relations- und Beziehungsfragen (Lady Diana hingegen soll ihn verabscheut haben).
Zwei Journalistinnen die, unabhängig voneinander, Savile auf der Spur waren verstarben damals ebenfalls unter fragwürdigen Umständen.  
Mehr seltsame Todesfälle als im Zusammenhang mit den Royals finden sich bloß noch beim sog. Clinton-Body Count
Wie etwa ein Mark Middleton - früherer Mitarbeiter von Bill Clinton und Kontakt zu Epstein, der sich 2023 angeblich gleichzeitig mit einer Schrotflinte erschoss und einem Elektrokabel erhängte.
Aber irgendwie sind die ohnehin alle miteinander verbandelt.

RIP Virginia!



Montag, 21. April 2025

Soeben von einem Tagesausflug zurückgekehrt

von LePenseur
 
 
... finde ich das Internet voll von Nachrufen auf Papst Franz. Und getreu meiner Devise "De mortuis nil nisi bene" enthalte ich mich jedes Kommentars, sondern beschränke mich auf die Daten seines Lebens und Pontifikates


* 17. Dezember 1936 in Buenos Aires, Argentinien† 21. April 2025 im Vatikan
seit 13. März 2013 Bischof von Rom, Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche
und Souverän des Vatikanstaats
 
 
Möge er jenen Frieden finden, den er in seiner Amtszeit der Katholischen Kirche nicht zu vermitteln wußte.



Montag, 3. Februar 2025

In memoriam Dr. Johannes Hübner

von LePenseur
 
 
Mit tiefer Betroffenheit vernahm ich soeben die traurige Nachricht vom Ableben des früheren Nationalrats-Abgeordneten und dann bis 2023 Bundesrates Dr. Johannes Hübner, der im Alter von 68 Jahren viel zu früh aus dem Leben gerissen wurde.


Dr. Johannes Hübner lernte ich kennen, als er in den 1980er-Jahren seine Anwaltskanzlei gründete, und über die Jahrzehnte trafen wir immer wieder zusammen, eigentlich durchwegs ohne berufliche Veranlassung, aber immer in interessanten und zugleich auch fast immer höchst amüsanten Gesprächen und Diskussionen. Hübner war nicht nur ein auf allen zur Sprache kommenden Gebieten überaus kenntnisreicher Gesprächspartner, er wußte auch, wie man auf unterhaltsame Weise informiert und durch die ihm ins Wesen gelegte Verbindlichkeit weitaus besser zu überzeugen vermag, als durch Kantigkeit und Prinzipienreiterei.

Er wäre für die Zeit der ÖVP-FPÖ-Koalition unter Kurz und Strache als Justizminister prädestiniert gewesen, wurde aber durch eine hinterhältige Intrige der linken Systempresse ausgeschaltet, die ihn aufgrund einer harmlosen Nebenbemerkung in einem Vortrag als "Nazi" zu punzieren versuchte – was jedem, der ihn kannte, geradezu lächerlich erscheinen mußte, aber in einer Medienwalze gegen die FPÖ, deren Regierungseintritt man dadurch verhindern wollte, weidlich ausgeschlachtet wurde und Hübner dazu veranlaßte, seine Kandidatur zurückzuziehen, um die Wahlchancen seiner Partei nicht zu beschädigen.

Von 2020 bis Juni 2023 gehörte er dem Bundesrat als Vertreter des Bundeslandes Wien an; er schied aus diesem Amt aufgrund einer Mandatsverschiebung von Wien nach Niederösterreich, die durch die letzte Volkszählung veranlaßt war.

Auf unserem Blog war er mehrfach mit seinen parlamentarischen Reden, die er stets frei zu halten pflegte, zu erleben. Und sie waren auch immer ein Erlebnis! Selten hat man rhetorisch ähnlich beeindruckende und – bei aller notwendiger Kritik, die ein Oppositionsvertreter naturgemäß zu üben hat! – bei allem nötigen Ernst, bei aller gebotenen Sachlichkeit dennoch ebenso humorvolle wie verbindliche Redebeiträge hören können (hier einige Beispiele).

Seiner Familie, die dieser unvermutet frühe Todesfall besonders hart trifft, gilt unser tiefes Mitgefühl. Auch seine Freunde in Politik und Kollegenschaft werden ihn schmerzlich missen und ihm ein ehrendes Angedenken bewahren!

REQUIESCAT IN PACE




Samstag, 1. Februar 2025

Alt-Bundespräsident Dr. Horst Köhler

von LePenseur 


... ist heute in Berlin verstorben. In Befolgung des altbekannten Satzes "de mortuis nil nisi bene" enthalte ich mich jeder Stellungnahme über sein Wirken. Die obligate Staats-Panegyrik wird ohnehin geboten und in den Systemmedien veröffentlicht werden. Wer mehr und/oder wenig bekanntes wissen will, kann bspw. hier nachlesen. Andere Quellen werden vielleicht anderes berichten und anders bewerten. 
 
So belasse ich es für unsere Leser mit der Ermunterung: sapere audi!


Montag, 30. Dezember 2024

De mortuis nil nisi bene

von LePenseur
 
 
Daher nicht viel zum gestrigen Ableben des insgesamt glücklosen früheren US-Präsidenten James Earl Carter. An seinem guten Willen, für die USA alles zu geben (was im Gegensatz zu aktuellen Gerichtsurteilen in Deutschland zu einem inkriminierten Zitat nicht strafbar ist) sei nicht gezweifelt. Daß sein Bestreben, die Segnungen der US-"Demokratie" weltweit zu verbreiten, nicht von Erfolg gekrönt waren, ist dem nunmehr Verstorbenen selbst zeitlebens wohl am schmerzlichsten bewußt gewesen.

Eine Lebensdauer, die über ein Jahrhundert währt, ist immer eine Ausnahme. Doch daß diesem Leben kein größerer Erfolg beschieden war, als eine schon jetzt fast verwehte Spur in Geschichtsbüchern zu hinterlassen, die persönliche Tragödie des Verstorbenen. Es hat versucht, seinen Idealen und Vorstellungen gerecht zu werden, sie in die Tat umzusetzen und ist dabei nur mit geringem Erfolg belohnt worden.

Requiescat in pace ...

Montag, 12. August 2024

Der Tod eines Komödianten

von Deliberator  Austriacus 
 
 
Alle Österreicher werden wohl wissen, warum diese Musik heute gebracht wird: Ein (bisweilen schwer erträglicher) Komödiant ist 91-jährig verstorben. Wie auch immer: Friede seiner Asche ...
 


Montag, 6. Mai 2024

„Grammophon ist kein Vorname“

von LePenseur
 
 
Welcher (insbes. österreichische) Jurist, aber auch so mancher Nicht-Jurist, kennt den obigen Titel nicht!? Es war Rudolf Welsers wohl bekanntester Beitrag zum Metier des Juristenhumors, der schon mit dem Untertitel "Spitzentöne aus dem Juristentrichter, aufgenommen und vorgespielt von Rudolf Welser" kauzige Einblicke in die teils recht abseitige Gedankenwelt von Juristen verheißt. Oder wüßten Sie etwa, ob Schadenersatz zu leisten ist, wenn man die Bibliothek eines Analphabeten vernichtet? Grammophon ist übrigens, juristisch gesehen, kein Vorname, "... weil dadurch kein Hinweis auf das Geschlecht des Namenträgers gegeben wird", so entschied wenigstens das Landgericht Hamburg am 23.1.1973. Ob das bei den inzwischen schwunghaft steigenden Zahlen von "Geschlechtern" auch noch so ist? Nun, das konnte der o. Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. mult. im Jahre 1985 — so verrückt war man damals eben noch nicht! — freilich nicht ahnen ...

Zu Prof. Welsers 80. Geburtstag widmete DiePresse am 2. September 2019 einen ehrenden Kurzartikel:
Rudolf Welser, „konservativer Reformer“, 80

Ein Altmeister des Zivilrechts feiert Geburtstag.

Wien. Kaum ein anderer lebender Wissenschaftler hat so deutliche Spuren im Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch (ABGB) hinterlassen wie er: Rudolf Welser. Gestern, Sonntag, hat der renommierte Zivilrechtsexperte seinen 80. Geburtstag gefeiert.

1939 im niederösterreichischen Ybbsitz geboren, hat Welser sich schon 1970 mit einer Arbeit habilitiert, die eine seither unverzichtbare Rechtsfigur eingeführt hat: Culpa in contrahendo (Verschulden beim Vertragsschluss). Welser hat maßgeblich an der großen Gewährleistungsreform 2001 mitgewirkt; auch die jüngste Erbrechtsreform geht zum Teil auf ihn zurück, wenn sie auch in ihrem Abschluss nicht mehr ganz nach seinem Geschmack war.

Einen „konservativen Reformer“ nennt ihn ein Fachkollege, der viel mit ihm zusammengearbeitet hat. Welsers sprachliche Präzision ist für seine Schüler vorbildlich. Zugleich reichen seine internationalen Kontakte weit über den deutschen Sprachraum hinaus. Welser ist mit der Anwältin und Honorarprofessorin Irene Welser verheiratet, die gemeinsame Tochter Theresia ist, erraten: Juristin. (kom)
Offenbar war Welsers humoristische Seite für DiePresse-Redaktion (oder wenigstens ihre[n] kom) keine Erwähnung wert, obwohl auch die anderen Bücher dieser Richtung (bspw. "Käsegeruch ist erfahrungsgemäß unangenehm. Menschlich Allgemeingültiges aus der Juristenküche aufgelesen und zubereitet", oder "Eier können nicht gefangen werden. Prachtexemplare aus dem Juristen-Nest, stibitzt und aufgepeckt") jeweils in stattlicher Auflage erschienen und beliebte Weihnachts-, Geburtstags- und Kanzleijubiläums-Geschenke von und an Juristen waren.
 
Ob Prof. Welsers Humor sich auch in seinen Vorlesungen und Seminaren zeigte, entzieht sich freilich meiner Kenntnis, da ich an einer anderen Universität studierte. Ein Witz (dessen inhaltliche Richtigkeit allerdings ein befreundeter Anwalt als höchst dubios bezeichnete und an eine Namensverwechslung glaubt) spräche eher dagegen, da er Welser als besonders uninteressanten und daher gemiedenen Vortragenden voraussetzt:
Was ist der Unterschied zwischen Welser und einem Telephon? 
Der Welser hat zwei Hörer ...
Versungen und vertan! Was weiß heutige Smartphone-Jugend sich schon unter dem Doppelsinn von "Hörer" vorzustellen ...?! Doch zurück zu ernsteren Gedanken:
Rudolf Welser beendete sein rechtswissenschaftliches Studium an der Universität Wien im Jahre 1963 mit der Promotion zum Doktor der Rechtswissenschaften. Er absolvierte die Gerichtspraxis und wurde Universitätsassistent an den Lehrkanzeln für zivilgerichtliches Verfahren und für bürgerliches Recht an der Universität Wien. 1970 habilitierte er sich mit der Arbeit „Vertretung ohne Vollmacht, Zugleich ein Beitrag zur Lehre von der culpa in contrahendo“ für bürgerliches Recht. Als Universitätsdozent erhielt er unmittelbar danach Berufungen auf Lehrstühle an den Universitäten Innsbruck, Linz und Wien. Er nahm den Ruf nach Wien an und wurde so von 1971 bis 2007 Ordinarius für bürgerliches Recht und Vorstand des Instituts für Zivilrecht an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät. 
... informiert uns Wikipedia. Gestern, am 5. Mai 2024, wurde Rudolf Welser überraschend aus dem Leben gerissen.

R.I.P.


Mittwoch, 27. Dezember 2023

Und noch einer

von LePenseur
 
 
 ... ist heute abgetreten:
 
Jacques Delors
 
und da man über Tote
bekanntlich nur Gutes sagen soll, versagt mir die Zunge (resp. Tastatur) und versage ich mir posthume Blumen, die im derzeit herrschenden politischen Winter doch nur zu schnell verwelken würden. Wer über den hochbetagt Verblichenen mehr wissen will, kann sich ja auf Wikipedia informieren...


Angenehm! Politplatschquatsch schreibt alles, was

von LePenseur 
 
 
.. bloß wie Häme geklungen hätte, wenn es LePenseur überhaupt eingefallen wäre. Also, ehrlich: so wie den verehrlichen Kollegen ohnehin nie, aber irgendwie halt. Oder eben nicht. Danke, Politplatschquatsch! Wir wissen ja, was wir an dir haben!
Schäuble, das Schlossgespenst: Richelieu der Berliner Republik 
 
Der Kulissenschieber des politischen Berlin: Wolfgang Schäuble regierte aus dem Backoffice.

Der verschlagene Blick, das zynische Lächeln, die Hinterlist, die er stets auszustrahlen schien - so aber war Wolfgang Schäuble in Wirklichkeit nie. Der Kofferträger des früheren Kanzlers, der Strippenzieher der Nachfolgerin, tief drinnen blieb der Badener Schwabe in seinen endlosen Jahrzehnten im politischen Bonn und später im politischen Berlin ein Mensch wie jeder andere Politiker. Schäuble strebte nach der Macht, nach dem endgültigen Preis seiner Mühen, nach dem Sessel im Kanzleramt. Doch wie so viele gelangte er nie dorthin. Andere überholten ihn, andere zumal, die er von Herzen verachtete. Trostpreise wurden ihm in Aussicht gestellt, die dann nie ausgehändigt wurden.
Neidlos eingestanden: sowas muß einem erst mal einfallen ...

Donnerstag, 30. November 2023

Statt eines Nachrufs

von LePenseur
 
 
... einfach ein Link. Panegyrik bitte in der Systempresse nachlesen – es gibt davon jedenfalls genug, bis zum Abwinken ... ... Dafür besser ein passendes Psalmzitat:


Psalm 81,7
 
Quasi Adam moriemini et quasi
unus de principibus cadetis
 
 

Dienstag, 24. Oktober 2023

Nachruf zum Dienstag

von Fragolin

 

Unvaccinated lives matter.

***

Gunnar Kaiser hat, wie jetzt bekannt wurde, bereits am 12 Oktober diesen Jahres den Kampf gegen den Krebs verloren. Es gibt Menschen, deren Verlust wiegt besonders schwer. Er gab so vielen Menschen Halt und die Gewissheit, mit ihrem Zweifel an der Politpropaganda nicht allein zu sein.

Ruhe in Frieden! Du warst einer der „vornehmen Menschen“, wie Nietzsche sie sah.


Montag, 31. Juli 2023

»Ich habe immer versucht, in einem Elfenbeinturm zu leben; doch eine Flut von Scheiße schlägt an seine Mauern, so dass sie einzustürzen drohen.«

(viertes Rauchzeichen aus dem Urlaub)
von LePenseur
 
 
Inzwischen kenne ich das schon: immer dann, wenn ich auf Urlaub gehe und mal kurz — auch von diesem Blog — abschalten will, passieren Dinge, die mich dann doch zum Kommentar drängen. Und nun heute sogar schon zu einem weiteren »Rauchzeichen« (wie ich sie, mich und vor allem LaPenseuse beschwichtigend, zu nennen pflege ...)

Martin Walser also. Schon vor drei Tagen, aber erst jetzt soeben erfahren. Fernab von meiner Bibliothek kann ich hier im Süden nur in Gedanken die stattliche Reihe an Büchern, die ich von ihm besitze, nachdenklich betrachten und überlegen, was mir, nein: uns allen im deutschen Kultur- und Geschichtsraum jetzt fehlen wird. Und spontan kommt mir jener berührende Satz in den Sinn, den vor über zehn Jahren ein Mitstreiter von »Zettel« ans Ende seines Nachrufs auf diesen gesetzt hat:

Wo viel fehlt, da bleibt auch viel.

Als Artikelüberschrift wählte ich jenes Zitat von Flaubert, das der schätzenswerte Professor emeritus Silvæ in seinen Nachruf einflocht:
Walser hatte als Autor viele gegen sich, die FAZ  und die Bild Zeitung. Wahrscheinlich hätte ihm der Satz gefallen, den Flaubert 1872 an Turgenjev schrieb: Ich habe immer versucht, in einem Elfenbeinturm zu leben; doch eine Flut von Scheiße schlägt an seine Mauern, so dass sie einzustürzen drohen.
 ... und besser kann man Martin Walsers
— nein: aller Denkenden — Situation in unserer Zeit kaum auf den Punkt bringen. Und der Spürsinn von Silvæ gehört dazu, das Zitat zu finden (genau das ist es auch, was ich an ihm so schätze — auch wenn wir in vielen, vielleicht sogar den meisten Dingen durchaus unterschiedlicher Meinung sein dürften ...). 
 
Dennoch: meine Leseempfehlung ist keineswegs bloß dem Umstand geschuldet, daß ich urlaubsbedingt passen müßte, sondern weil sie sehr vieles von dem ausformuliert, was ich in all den Jahren Walser-Lektüre mir oft nur in confuso gedacht habe. Und noch eines: Silvæ findet und erwähnt aus dem Opus Walsers genau jenen Roman (obwohl er ganz allgemein über die Qualität von Walsers Romanen sich skeptisch äußert) als »gelungen«, den ich auch als gelungen, ganz und gar gelungen, ansehe: Brandung.
Aber ich bin eine Minderheitsmeinung, ich bin nicht Reich-Ranicki. Glücklicherweise nicht. 
... setzt er ein wenig süffisant hinzu. Vielleicht ziemt sich Süffisanz nicht in einem Nachruf, mag sein. Aber manchmal ist sie unvermeidlich. Wenn man auf Walsers Umgebung blickt (nicht bloß auf jenen einstigen Großkritiker ...), jedenfalls.

Daß der Verstorbene Ernst Jünger geschätzt hat, überrascht mich (im Gegensatz zu Silvæ) nicht. Die Landschaft des Bodensees fördert offenbar widerständige Einzelgänger, und solche finden an einander Gefallen — wobei ich nicht weiß, ob Jünger seinerseits Martin Walser geschätzt hat. Man müßte wohl seine Tagebücher dazu durchforsten (was mir derzeit verwehrt ist), aber möglich wäre es durchaus ...

Ich kehre zum Ausgang zurück: Martin Walser also. In seinem hohen Alter nicht überraschend. Und doch betroffen machend. Und bestätigend, was der Professor an das Ende seines Nachrufs setzte — den skeptisch-spöttischen Satz des Verstorbenen über sein Schaffen: Meine Arbeit: Etwas so schön sagen, wie es nicht ist.

Wie wahr.

Möge ihm die Erde leicht sein ...


Freitag, 21. Juli 2023

Rauchzeichen aus dem Urlaub

von LePenseur
 
 
»Also: wirklich lang hast du's ja nicht ausgehalten«, sprach LaPenseuse stirnrunzelnd von Sonnenliege zu Sonnenliege ... Stimmt, aber manches muß einfach sein. Auch im Urlaub ...
Kein anderer Song von Birkin wurde so berühmt wie Je t’aime … moi non plus, sie hat einmal gesagt: When I die, that'll be the tune they play, as I go out feet first.
... schreibt der geschätzte Professor »Silvæ« in einem lesenswerten Nachruf auf Jane Birkin. LePenseur gesteht unumwuden, daß ihn dieser Song zeitlebens eher genervt hat.
In dem Lied haucht Birkin zu einer eingängigen, sanften Hammond-Orgel-Melodie ein zärtliches «Je t’aime» (ich liebe dich), das sich im Verlauf des Liedes immer mehr zu einem Luststöhnen mit hoher Atemfrequenz steigert. Ebenso unverblümt und provokant ist der Text. Gainsbourg singt «Comme la vague irrésolue je vais, je vais et je viens entre tes reins» („Wie die ziellose Welle gehe ich, ich gehe und komme zwischen deinen Lenden“) mit sanftem Drängen und Birkin wiederholt es noch einmal in hoher, erregter Stimme; gegen Ende singt sie: «Maintenant, viens!» („Jetzt, komm!“) 
... textet dazu Wikipedia. Nun ja ... ich halte es für ähnlich peinlich wie den zur gleichen Zeit beliebt werdenden Schnauzer, den ein witziger Bekannter treffend als »Schenkelbegeilungshilfe« umschrieb (bitteschön: mit drei, pronociert proletoiden Meidlinger »L« auszusprechen [Hörprobe]!). Aber das nur nebenfüglich ... und weiter im Text des geschätzten Herrn Professors:
Wenn sie sich selbst spielen kann und nicht zu singen braucht, dann kann sie wirklich gut sein. Wenn sie einen guten Regisseur hat. 
Eine insgesamt richtige, wenngleich nicht allzu schmeichelhafte Charakterisierung für die Verstorbene.

LePenseur erinnert sich eigentlich nur an einen Film, in dem er Jane Birkin bewußt wahrgenommen hat: »Das wilde Schaf« (fzr. Le mouton enragé) aus dem Jahr 1974. Auf Youtube nur in Ausschnitten zu sehen (und auch diese zumeist mit Romy Schneider und nicht mit Jane Birkin, von dieser kurzen Sequenz abgesehen).
 
Damals war so ein Film etwas skandalumwittert — aber das erwartete man bei einer Romy Schneider auch irgendwie. Heute wirkt das alles sehr bemüht, »intellektüll« verquast ... und etwas angestaubt. Wie wohl auch «Je t’aime» auf die heutige Jugend wirken dürfte. 
 
Sic transit ...


Schade, irgendwie.

Montag, 19. Juni 2023

Ein lesenswerter Nachruf auf Silvio Berlusconi

von LePenseur
 
 
... in den russischen Nachrichten wurde in dankenswerter Weise von Thomas Röper übersetzt und auf seiner Website Anti-Spiegel veröffentlicht: 

Im wöchentlichen Nachrichtenrückblick des russischen Fernsehens wurde ein Nachruf auf Silvio Berlusconi gezeigt, den man im deutschen Fernsehen sicher nicht zu sehen bekommen würde. Außerdem wurde dieser Nachruf auch zu einer sehr deutlichen Abrechnung mit dem heutigen politischen Personal in der EU und den EU-Staaten. Freunde eines direkten Humors, der leider so viel Wahrheit enthält, dass einem das Lachen schon mal im Halse stecken bleiben kann, werden an dem Nachruf, den ich übersetzt habe, ihre wahre Freude haben.

Beginn der Übersetzung:

Italien und die Welt haben am Mittwoch Abschied vom Patriarchen der europäischen Politik, Silvio Berlusconi, genommen. Eine Trauermesse in Mailand. Landesweite Trauer und Tränen, die sich in keiner Weise zurückhalten lassen.

„Silvio Berlusconi war gewiss ein Politiker, ein Unternehmer, ein Mann mit einem Heiligenschein aus Ruhm. Aber jetzt, in dieser Stunde des Abschieds und des Gebets, was können wir über Silvio Berlusconi sagen? Er war ein Mann mit einer Leidenschaft für das Leben, eine Leidenschaft für die Liebe, eine Leidenschaft für die Freude“, sagte Mario Enrico Delpini, der Erzbischof von Mailand.
Röper hat recht: das wird man in unseren Systemmedien nicht zu lesen/hören/sehen bekommen. Aber es gibt selbstmurmelnd keine Gleichschaltung der Medien und auch Zensur findet nicht statt. Aber nie-nie-niemals doch  ...
 

Donnerstag, 25. Mai 2023

In memoriam Tina Turner

von LePenseur
 
 
Gestern verstarb eine »Rock-Ikone«, wie sie genannt wurde. Was sie so sang war, zugegeben, nicht meine Musik, aber ich weiß, daß viele Menschen, die ich kannte und kenne, vor ihren Songs begeistert waren. Und so sei einer, der auf Youtube immerhin rund 200 Mio. mal angeklickt wurde, zu ihrer Erinnerung auf diesen Blog gestellt:
 

R.I.P.