Ja, es gibt Anomalien, aber die habe ich nicht erwähnt, weil sie hinsichtlich meines Artikels eher un-bedeutend sind. Es gibt die Erscheinung des Jacobs-Syndroms, wobei der Mann statt 46 Chromosomen dann 47 hat, als um ein Y-Chromosom mehr. Das bedeutet dann, dass er nicht über ein XY-Chromosom verfügt, sondern über ein XYY-Chromosom. Das ist in fast allen Fällen ohne irgendeinen nachteiligen Effekt, die Männer wachsen lediglich schneller und sind meistens auch größer. Das mit dem Erbsenhirn ist Ihre Version.
Der Begriff Zwitter hat nichts mit dem Chromosomenbesatz zu tun, der in jedem Fall nur XX oder XY sein kann. In der Fachsprache wird der Zustand von Personen, die zwar jeweils Mann oder Frau sind und doch über beide äußerlichen Geschlechtsmerkmale verfügen, als Hermaphroditismus bezeichnet. Je nach Zuordnung als Mann (XY) oder als Frau (XX) kann auch ein Zwitter zeugungsfähig oder gebärfähig sein.
Natürlich gibt es noch andere Anomalien, man kennt den Ausdruck „Fragiles-X-Syndrom“, dazu das Turner-Syndrom, das Triple-X-Syndrom, das Klinefelter-Syndrom, etc. etc., was man unter dem Begriff „Chromo-somale Variationen“ zusammengefasst hat.
Alles andere, wo Leute nicht wissen, ob sie Männlein oder Weiblein sind, oder das zumindest vorgeben, oder welche, die glauben, im falschen Körper geboren worden zu sein, etc. etc. das ist seit langem ein Thema in der Medizin, aber nichts ist dabei einwandfrei bewiesen. Es fand im Oktober 2005 in Chicago eine Konferenz eines amerikanischen und eines europäischen medizinischen Fachverbandes statt, worauf man sich darauf geeinigt hat, diese Anomalien als „Störungen der Geschlechtsentwicklung“ zu bezeichnen.
Das wurde aber später auf „Varianten der Geschlechtsentwicklung“ umgetextet, weil sich viele aus der queeren Szene darüber beschwert haben, weil das Wort „Störung“ auf „krankhaft“ schließen lässt. Auch die Bundes-ärztekammer spricht seit 2015 von „Varianten/Störungen der Geschlechtsentwicklung“. Untersuchungen, Diagnosehandbücher, Forschungen, etc. etc. gibt es zu Hauf, aber ich habe keine abklopfbare wissenschaftliche Erkenntnis darüber gefunden.
Weiter zu dem von Ihnen genannten Begriff „Homoerotik“. Es ist mir durchaus geläufig (und ich war 20 Jahre lang in der ehrenamtlichen Jugendarbeit tätig), dass die Jungs (sicher auch die Mädchen) gerade in der Phase der Pubertät ein Sexualinteresse entwickeln. Aus der natürlichen Affinität der Jungs zueinander hat man das erst einmal untereinander erkundet, weil da die Hemmschwelle viel weiter unten angesiedelt war, gerade beim gemeinsamen Duschen, etc. Wenn sich dann gezeigt hat, dass im weiteren Verlauf der eine oder andere Kumpel schon engeren Kontakt mit Mädchen hatte, dann kam bei demjenigen, der da noch unbedarft war, sowas wie Neid auf oder spielte eine Vorbildfunktion des Freundes eine Rolle, und so ergab sich die spätere heterosexuelle Beziehung.
Warum sich dann — meist in der Pubertät — die Orientierung ändern kann, das kann ich nicht beurteilen, aber ich bleibe bei meiner Meinung, die ich im viertletzten Absatz meines Artikels geschrieben habe:
Für mich ist es nicht vorstellbar, dass sich bei einem Kind, sagen wir mal mit 6 oder 8 Jahren, bereits der Hang zur Gleichgeschlechtlichkeit nachweisen lässt. Stellt sich auch die Frage: womit? Meiner Vermutung nach könnte das in der Pubertät stattfinden, und da müssen auch ein paar Negativ-Punkte zusammenkommen. Zum einen ein gestörtes Selbstbewusstsein des Jugendlichen, möglicherweise auch negative Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht (von Zurückweisung bis zur Vergewaltigung gibt’s da ein breites Spektrum) und dazu fehlende Kommunikation mit den Eltern aufgrund mangelnden Vertrauens. Wenn natürlich ein Kind bereits lange vor der Pubertät missbraucht wurde, dann erklärt sich manches.
Der ursprüngliche Feminismus zeichnet sich — zumindest laut KI — wodurch aus? Feminismus ist eine soziale und politische Bewegung, die sich für die vollständige Gleichberechtigung, die gleichen Rechte und die Chancengleichheit von Frauen in allen Lebensbereichen einsetzt.
Letzteres natürlich unter biologischen Einschränkungen. Entbindungen sowie das Stillen von Babys sollte schon die Domäne der Frau bleiben. Aber den Frauen im Rückschritt auf mehr als 100 Jahre Vergangenheit das Wahlrecht wegzunehmen, oder andere Dinge, das halte ich für unsinnig.
Wobei auch ich, z.B. bei der Lehrlingsausbildung, restriktiv war. Ich habe eine Ausbildung in unserm Beruf des Garten- und Landschaftsbaues für Mädchen abgelehnt. Aus dem einfachen Grund, weil unser Beruf immer mit dem Heben von schweren Lasten verbunden ist und eine normal gebaute Frau später dann ihre Gebärmutter zur Schlachtbank geben kann. Trotzdem halte ich einer Frau immer noch die Türe auf und helfe auch aus dem Mantel. Bin ich so gewöhnt.
Was ich ablehne, das sind ausufernde Formen dieses Feminismus, z.B. den liberalen, den radikalen oder den intersektionalen Feminismus.
Abschließend: Woraus Sie schließen, dass ich „die Psychologie hochhalte“, entzieht sich meiner Kenntnis. Dazu der Vorwurf des Konservatismus (zu dem ich überwiegend schon zähle), der dem Feminismus den Teppich ausgelegt hat. Eine etwas einseitige Sichtweise, aber, wenn Sie so wollen — bitte schön. Konservativ sein heißt nach meinem Verständnis, das zu bewahren, was sich zu bewahren lohnt und das zu reformieren, was sich in der Vergangenheit als schlecht herausgestellt hat.









