Das Armutsgelübde ihres römisch-katholischen Bettelordens hat berühmte Dominikaner wie den Italiener Thomas von Aquin sowie später die Spanier Domingo de Soto und Juan de Mariana nicht davon abgehalten, die geistigen Grundlagen des Kapitalismus in Form des zivilen Natur-rechts und zu erarbeiten. Der wenigstens partielle Übergang zur kapitalistischen Form des Wirtschaftens hat es seit dem Ende des 20. Jahrhunderts Milliarden von Erdenbürgern ermöglicht, der Armut zu entkommen. Die meisten der heute lebenden Menschen verdanken ihr Überleben buchstäblich dem Kapitalismus, denn die vorkapitalistische Subsistenzwirtschaft ermöglicht nicht die Ernährung von über 8 Milliarden Menschen. Da der Kapitalismus eine Wirtschaftsweise, aber kein geschlossenes System darstellt, ist er auch ohne Weiteres mit religiös begründeter freiwilliger Armut vereinbar.
Das Lehrschreiben „Dilexi te“
Doch unser neuer Papst Leo XIV., dem ich als einfacher Gläubiger eine Gnadenfrist eingeräumt habe, schloss sich kürzlich in seinem ersten Lehrschreiben (Apostolische Exhortation) mit dem Titel „Dilexi te“ (deutsche Kurzfassung hier) ausdrücklich dem Verdikt seines Vorgängers an: „Diese Wirtschaft tötet.“ Er umschreibt das lediglich mit etwas anderen Worten, indem er die nationale Abschottung und Ausgrenzung der Armen beziehungsweise Zurückweisung von Migranten anprangert und die unter US-Präsident Donald Trump verfügte Kürzung von Sozial- und Entwicklungshilfe-Programmen als unchristlich verdammt.
Montag, 27. Oktober 2025
Der neue Papst und die Klimareligion
Donnerstag, 15. Juni 2023
Was raucht/nimmt der Unterberger ?!
Freitag, 4. Dezember 2020
»Ein besseres Netzwerk gibt es nicht, als jenes, das im Dunkeln webt«
Die Bestellung unseres Bruders Josef Haißl (Loge zu den drei Säulen im Süden) zum Leiter der Staatsanwaltschaft Klagenfurt war 2014 nicht unumstritten. Ausgerechnet der damalige Justizsprecher (heute ex) und Bruder Hannes Jarolim (Wiener Loge Fra-ternitas) appelierte damals an den Justizminister, bei Entscheidungen über Führungs-positionen »objektive und sachliche Grundlagen« zu wahren.Ach, wer war denn damals Justizminister? Ein gewisser Wolfgang Brandstetter, der seine Spielchen inzwischen als Mitglied des Verfassungsgerichtshofes treiben darf ...
Konservative Netzwerke hingegen wie etwa der CV, Opus Dei oder eben Burschenschafter sehen sich ständig Anfeindungen ausgesetzt, die meines Erachtens von eben den linken Netzwerken ausgehen. Der Grund dafür liegt auf der Hand. Den strategisch denkenden Linken ist sonnenklar, dass Netzwerke das intellektuelle Reservoir und das politische Vorfeld für die entsprechenden Parteien darstellen. Deswegen wird ein Vernichtungsfeldzug der Linken gegen diese Netzwerke geführt, um eben den intellektuellen Nachwuchs auszutrocknen und die gegnerischen Parteien zu schwächen.
Wenn man sich darüber Klarheit verschafft hat, erkennt man auch, dass es grundfalsch ist, sich von diesen Vorfeldorganisationen zu distanzieren. Man gewinnt eine Schachpartie nicht, wenn man ständig nachgibt und zulässt, Terrain zu verlieren.
Es war sicher auch ein Fehler der ÖVP, mit dem Wiener Akademikerbund zu brechen, der eindeutig eine konservativ-bürgerliche Stoßrichtung hat. Seitdem die ÖVP über dieses Reservoir nicht mehr verfügt, erscheint sie als eine Partei der Beliebigkeit — ganz ähnlich wie Merkels CDU.
Dienstag, 20. Oktober 2020
»Ohne FPÖ kippt die ÖVP nach links«
Immer öfter muss man sich wundern, in was für einem Land wir leben. Jede Art von Vernunft scheint hier im Aussterben zu sein und grün-linker Dummheit Platz zu machen
Insofern kann man ruhig davon ausgehen, dass viele ÖVP-Politiker und ÖVP-Funktionäre den Schutz des Vogels "Triel" mit Erleichterung und Genugtuung zur Kenntnis genommen haben. Vergessen wir auch nicht, dass es die schwarze Fr. Rauch-Kallat war, die das Gendern der Bundeshymne voran-getrieben hat, was selbst linksradikale Journalisten wie Florian Klenk oder Robert Misik mit Wohl-wollen zur Kenntnis genommen haben.
Warum fordert denn niemand eine Frauenquote für Bauarbeiter? Das wäre doch gerecht — und Gerechtigkeit ist für die Forderer des Quotenunsinns ja das Maß aller Dinge. Anscheinend gibt es Frauenquoten nur dort, wo es Geld gibt, wo es ungefährlich ist und wo man keine nenneswerten Qualifikationen vorweisen muss.
Die Forderung nach Frauenquoten könnte man als Lackmustest heranziehen. Wenn einmal Frauen-quoten da oder dort gefordert werden, sollte man sich überlegen, ob man diese Ämter und Funktionen nicht ersatzlos abschaffen kann und soll.
Ruft man sich all das in Erinnerung, so ist doch die Naivität vieler ÖVP-Wähler erstaunlich, die felsen-fest daran glaubten, dass Kurz einen bürgerlich-konservativen Kurs fahren und keinesfalls eine Koali-tion mit den linksradikalen Grünen eingehen würde.
Es kam aber genau so, wie die Unkenrufer es verkündet haben: "Ohne FPÖ kippt die ÖVP nach links" (copyright Herbert Kickl). So ist es auch passiert. Die ÖVP ist ganz auf der Linie der CDU, die von einer der SED nahestehenden Bundeskanzlerin angeführt wird.
Das ist der status quo — und ich bin überzeugt davon, dass die ÖVP in Koalition mit anderen Links-parteien ihr gesellschaftliches Zerstörungwerk weiter fortsetzen wird.
Freitag, 16. Oktober 2020
»Der Papst und die Politik: Enzyklika Fratelli tutti«
Unter diesem Titel rezensiert Andreas Tögel die jüngste Wortspende des akuten Papstes, die offenbar aus der Katholischen Kirche eine Partnerorganisation linker NGOs machen soll:
Trotz ihres im Neuen Testament enthaltenen Auftrags zur Trennung von Thron und Altar war und ist die christliche Kirche seit ihren Anfängen nicht unpolitisch. Allerdings hatten ihre politischen Ambitionen in fernerer Vergangenheit stets – das gilt selbst für den Aufruf zum ersten Kreuzzug durch Papst Urban II. im Jahr 1095 -, eine stark religiöse Komponente. Das Seelenheil der Gläubigen wurde nie vernachlässigt.
Seit der ersten, 1891 durch Papst Leo XIII. verfassten Sozialenzyklika Rerum novarum nimmt die Kirche allerdings einen immer stärker werdenden Bezug auf politische Entwicklungen. Mit der Enzyklika Quadragesimo anno im Jahr 1931 (Papst Pius XI.) und Populorum progressio 1967 (Papst Paul VI.) intensivierten sich ihre weltlichen Forderungen in sozial- und wirtschaftspolitischen Fragen. Papst Franziskus‘ 2013 verfasstes apostolisches Lehrschreiben Evangelii gaudium schließlich liest sich über weite Strecken wie ein von Marx’schem Ungeist inspiriertes Klassenkampfpamphlet.
Mein Gott! Bin ich froh, wegen dieses »Heuchlers im Humanismusgewand« (eine, wenn auch in anderem Kontext, geniale Wortschöpfung des Soziologen und Migrationsforschers Stiegnitz) schon längst aus der RKK ausgetreten zu sein ...
Sonntag, 28. Juli 2019
Kirche und Kapitalismus: Das teuflische K-Wort
Martin Rhonheimer: Um Ihre Frage zu beantworten, muss man die Ursachen der Kapitalismus-Kritik ins Visier nehmen. Die antikapitalistische Mentalität in den westlichen Gesellschaften ist das Produkt unseres Wohlstands. Das mag sich kurios anhören. Aber viele Menschen verstehen die ökonomischen Mechanismen der Wertschöpfung nicht, obwohl sie persönlich davon profitieren. Sie erkennen nicht, dass die Stützpfeiler des Kapitalismus, das Privateigentum an den Produktionsmitteln und das freie Unternehmertum, die Grundlagen unseres Wohlstands sind. Stattdessen betrachten sie den Sozialstaat und die Gewerkschaften als Quelle und Garanten unseres Wohlergehens. Das Problem fängt schon in der Schule an. Dort wird die Jugend mit antikapitalistischen Ideologien indoktriniert. Das ist fatal. Wer die grundlegenden ökonomischen Zusammenhänge nicht versteht, erkennt auch die Kausalitäten nicht, die vielen unserer aktuellen Probleme zugrunde liegen.
Chapeau! Touché!