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Dienstag, 10. Februar 2026

Epstein. The Movie

by  Meme Dept. 



Donnerstag, 2. Januar 2025

Heute vor 80 Jahren wurde Kottan geboren

von LePenseur
 
 
Unsinn! Natürlich nicht Kottan, sondern Peter Patzak, der ihn erfand.



Mehr Kottan hier.

Mittwoch, 18. Dezember 2024

In memoriam Rudolf Platte

von LePenseur
 
 
In der Hektik der Vorweihnachtszeit und des Jahresendes, zu dem bestimmte Dinge unbedingt noch fertig werden müssen, hätte ich beinahe vegessen, daß der große Schauspieler Rudolf Platte heute vor vierzig Jahren, am 18. Dezember 1984, gestorben ist. Leider fehlt mir die Zeit zu einem ausführlicheren Artikel, den dieser keineswegs bloß "Komödiant", sondern bedeutende Charakterschauspieler fürwahr verdiente, und so kann ich ihn nur mit einigen Proben seines Könnens für ihn selbst sprechen (und spielen) lassen. Aber ist es nicht in Wahrheit die einzige wirkliche Würdigung, die ihm gerecht wird? Ihn in seinen Rollen zu zeigen ...







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P.S.: seine einzigartige Gestaltung des Schmierentheaterdirektors im "Raub der Sabinerinnen" fand ich leider nicht auf Youtube. Wenn jemand diese Fernsehaufzeichnung irgendwo sichten sollte, wäre ich für den Link dankbar!

Sonntag, 20. Oktober 2024

Waldweg

von LePenseur


So hieß die erste Folge der ersten Staffel der Krimi-Serie "Derrick", die heute vor fünfzig Jahren zu sehen war:



Ein fast noch jugendlich-agiler Oberinspektor Derrick (der es auch später nie zum Kommissar bringen wird) beginnt mit den Ermittlungen ...

Ja, so war das damals, 1974. Trotz 68er-Revolten und sexueller Revolution aus unserer heutigen Perspektive geradezu unvorstellbar bieder und ehrpusselig-verstaubt.

Ist es seitdem besser geworden? Ist es wirklich gegenüber dem leisen Unterton von Verklemmtheit unter der noch recht dezenten Schminke des ein-bisserl-verrucht-sein-Wollens eine Verbesserung, wenn heute Gören ("Mädchen" wäre nicht ganz passend dafür) im Internet als Tik-Tok-Schlampen ihre nacktenTitten hüpfen lassen und/oder auf Dildos reiten?

Man mag mich ruhig für verknöchert und altmodisch halten — aber ich finde: nein.

Wer es anders beurteilt, befindet sich m.E. auf dem Holzweg. Was nicht mit einem Waldweg zu verwechseln ist.

Donnerstag, 18. Januar 2024

Heute vor 120 Jahren

von LePenseur
 
 
... wurde in der englischen Stadt Bristol ein gewisser Archibald Alec Leach geboren — ein Name, den wohl nur absolute Cineasten kennen werden. Jeder kennt ihn dafür bis heute unter seinem Künstlernamen, nämlich

Cary Grant

Wikipedia leitet den Artikel über den Schauspieler — nach den üblichen Lebensdaten — folgendermaßen ein:

Grant zählte über 30 Jahre lang zu den populärsten Filmstars in Hollywood und pflegte in vielen Komödien und Thrillern das Image des selbstironischen, attraktiven Weltmannes. Alfred Hitchcock schuf mit ihm in der Hauptrolle die Filmklassiker Verdacht (1941), Berüchtigt (1946), Über den Dächern von Nizza (1955) und Der unsichtbare Dritte (1959). Auch mit Komödien wie Leoparden küßt man nicht (1938), Die Nacht vor der Hochzeit (1940) und Arsen und Spitzenhäubchen (1944) war Grant erfolgreich.

1965 zog sich Grant nach 77 Filmen aus dem Filmgeschäft zurück. 1970 erhielt er einen Ehrenoscar für sein Lebenswerk. Das American Film Institute wählte ihn hinter Humphrey Bogart auf Platz 2 der 25 bedeutendsten männlichen US-amerikanischen Filmstars aller Zeiten.
Es gibt einige Filme, die wohl auch noch die heute "mittelalten" Zeitgenossen gesehen haben, vermutlich Über den Dächern von Nizza (schon wegen Grace Kelly ...) — aber heute will ich einen anderen Film zu seinem Gedächtnis päsentieren: Charade (1963), den ich besonders mag, weil er ein perfektes Beispiel für eine perfekte "Mischkulanz" darstellt. Wikipedia charakterisiert ihn treffend mit den Worten:
Der Film mischt eine Vielzahl von Genres, wie Kriminalfilm, Thriller, Agentenfilm, Romanze und (Screwball-)Komödie. Er wurde oft als „bester Hitchcockfilm, der nicht von Hitchcock ist“ bezeichnet.
Fans von Cary Grant werden sicherlich andere Lieblingsfilme haben — doch ich hoffe, mit meiner Wahl auch den Geschmack meiner geneigten Leser (und, in diesem Fall muß ich es angesichts Grants weiblicher Fan-gemeinde wohl ausdrücklich hinzusetzen: Leserinnen) getroffen zu haben. Gute Unterhaltung!



Samstag, 9. Dezember 2023

Hollywood ...

by  Mngent 


In 1998, French authorities arrested Robert De Niro at the Bristol Hotel in Paris and held him for questioning in connection with an international prostitution ring that involved minors.

De Niro was detained on a warrant by Judge Frederic N'Guyen, who had been investigating the prostitution ring since October 1996, according to reports. De Niro’s lawyers denied his involvement in the ring. No charges were filed against him.

The case uncovered the brutal methods used to snare young women — some as young as 15-years-old — into a call-girl agency specializing in wealthy, high-profile clients.

Six people were charged with running the international prostitution ring. The agency was known for tricking, or trapping, starstruck teenage girls into selling their bodies with the promise of careers as models or actresses.

The girls were reportedly pressured into prostitution. If they refused, they were blackmailed with a threat that risqué photographs of them would be sent to their families. In some cases, they were simply abducted, according to an investigator’s report from the case.

In 1977, Roman Polanski allegedly raped a 13-year-old girl. After that alleged sexual assault, he met with De Niro later that same day.

Also, De Niro the animal has a long history and close relationship with Harvey Weinstein. Weinstein produced several movies starring De Niro such as Jackie Brown and Silver Linings Playbook.

Robert De Niro also owns The Tribeca Grill, a restaurant in Manhattan that Weinstein used as a spot where he lured in sexual abuse victims, and he also allegedly terrorized the waitstaff there and acted like a pig!

In 2017 when rape allegations poured out against Weinstein, De Niro remained silent. However, he did express many foul-mouthed opinions publicly about President Donald Trump.

At the 2017 Annual Hudson River Park Gala, where he was honored with a namesake park bench, De Niro said in his speech: “Fuck you, Donald Trump!” De Niro protected his sexual predator pal Weinstein for years while slamming Trump.

Also, the painting featuring Bill Clinton in a blue dress and red heels — a piece by Australian-American artist Petrina Ryan-Kleid — was presented at the 2012 star-studded Tribeca Ball. That event honored De Niro. The painting ended up in Jeffrey Epstein’s Manhattan home — where he sexually abused women including minors — and was used as a place to run surveillance for blackmail operations.

De Zero is at best, an enabler who has protected his elite sex predator and pedophile pals. He continues to attack Trump who has done more to combat child sex trafficking than any president in history.

Freitag, 21. Juli 2023

Rauchzeichen aus dem Urlaub

von LePenseur
 
 
»Also: wirklich lang hast du's ja nicht ausgehalten«, sprach LaPenseuse stirnrunzelnd von Sonnenliege zu Sonnenliege ... Stimmt, aber manches muß einfach sein. Auch im Urlaub ...
Kein anderer Song von Birkin wurde so berühmt wie Je t’aime … moi non plus, sie hat einmal gesagt: When I die, that'll be the tune they play, as I go out feet first.
... schreibt der geschätzte Professor »Silvæ« in einem lesenswerten Nachruf auf Jane Birkin. LePenseur gesteht unumwuden, daß ihn dieser Song zeitlebens eher genervt hat.
In dem Lied haucht Birkin zu einer eingängigen, sanften Hammond-Orgel-Melodie ein zärtliches «Je t’aime» (ich liebe dich), das sich im Verlauf des Liedes immer mehr zu einem Luststöhnen mit hoher Atemfrequenz steigert. Ebenso unverblümt und provokant ist der Text. Gainsbourg singt «Comme la vague irrésolue je vais, je vais et je viens entre tes reins» („Wie die ziellose Welle gehe ich, ich gehe und komme zwischen deinen Lenden“) mit sanftem Drängen und Birkin wiederholt es noch einmal in hoher, erregter Stimme; gegen Ende singt sie: «Maintenant, viens!» („Jetzt, komm!“) 
... textet dazu Wikipedia. Nun ja ... ich halte es für ähnlich peinlich wie den zur gleichen Zeit beliebt werdenden Schnauzer, den ein witziger Bekannter treffend als »Schenkelbegeilungshilfe« umschrieb (bitteschön: mit drei, pronociert proletoiden Meidlinger »L« auszusprechen [Hörprobe]!). Aber das nur nebenfüglich ... und weiter im Text des geschätzten Herrn Professors:
Wenn sie sich selbst spielen kann und nicht zu singen braucht, dann kann sie wirklich gut sein. Wenn sie einen guten Regisseur hat. 
Eine insgesamt richtige, wenngleich nicht allzu schmeichelhafte Charakterisierung für die Verstorbene.

LePenseur erinnert sich eigentlich nur an einen Film, in dem er Jane Birkin bewußt wahrgenommen hat: »Das wilde Schaf« (fzr. Le mouton enragé) aus dem Jahr 1974. Auf Youtube nur in Ausschnitten zu sehen (und auch diese zumeist mit Romy Schneider und nicht mit Jane Birkin, von dieser kurzen Sequenz abgesehen).
 
Damals war so ein Film etwas skandalumwittert — aber das erwartete man bei einer Romy Schneider auch irgendwie. Heute wirkt das alles sehr bemüht, »intellektüll« verquast ... und etwas angestaubt. Wie wohl auch «Je t’aime» auf die heutige Jugend wirken dürfte. 
 
Sic transit ...


Schade, irgendwie.

Dienstag, 4. April 2023

Dorothy Hart

von LePenseur
 
 

... wurde heute vor hundert Jahren in Cleveland, Ohio, geboren. Eine Filmschauspielerin, die nach nur wenigen Jahren Tätigkeit diese aufgab:
Trotz – oder vielleicht gerade wegen – ihrer Eleganz und starken Ausstrahlung gelang es dem Studio nicht, sie adäquat zu besetzen, und so wurde sie mehr oder weniger in B-Movies wie Western und Gefängnisfilmen verheizt. Infolgedessen gab sie ihre Film-karriere Anfang der 1950er Jahre auf; die Produktionen von Hollywoods Filmindustrie waren ihr zu oberflächlich geworden, wie sie selbst sinngemäß ausführte.
... mutmaßt Wikipedia wohl nicht ohne Grund, wenn man das obige Photo betrachtet, oder sich bspw. den Film The Naked City (»Die Stadt ohne Maske«) aus dem Jahre 1948 ansieht, in dem sie in einer der Hauptrollen bzu sehen war:
 

In Deutschland war sie dagegen wohl als Jane in Tarzan, der Verteidiger des Dschungels (an der Seite von Lex Barker) weitaus bekannter. Solche Rollen mögen finanziell, aber nicht schauspielerisch von Interesse gewesen sein.

Samstag, 19. November 2022

Happy Birthday, Jodie Foster!

von LePenseur
 
 
Heute ist sie also sechzig geworden — ein Leinwand-Schwarm meiner jüngeren Jahre. Eine talentierte Schauspielerin (was man ja bei weitem nicht von jedem Filmstar behaupten kann, eher im Gegenteil!) und ein Charakter inmitten all der glattgespachtelten Hollywood-Beauties ...
 
Vor einem Vierteljahrhundert war sie die Hauptdarstellerin im Film »Contact«, dessen Eröffnungsszene hier zur Wiederentdeckung eines sehenswerten SF-Films einladen soll:
 

So eindrucksvoll ihre Filmographie sich liest, so ist es dennoch einer ihrer ersten Filme, den ich als ihren besten bezeichnen würde: als sie, erst vierzehnjährig, »Das Mädchen am Ende der Straße« war — nicht bloß »spielte«! ein Film, der heute längst micht mehr gedreht werden könnte, so prüde und verkorkst sind unsere Verhältnisse geworden, bei gleichzeitig totalem Sittenverfall hintenherum (in doppelt übertragenem Sinne gemeint) ...


Bevor jetzt die Trolle aus den Löchern kriechen: ich weiß, daß Jodie Foster seit Jahren in einer lesbischen Beziehung lebt. Und es interessiert mich etwa so sehr, wie derselbe Umstand bei Frau Weidel. Nämlich gar nicht. Denn alle beide sind nicht als »Quotenlesbe vom Dienst« in die Position gekommen, die sie haben, sondern weil sie was können. Und daß sie sexuelle Beziehungen mit Frauen solchen mit Männern vorziehen, ist eine Eigenschaft, die sie mit mir teilen ;-) .... Also: so what!

Happy Birthday, Jodie!

Sonntag, 13. November 2022

Heute vor hundert Jahren

von LePenseur
 
 
... wurde Oskar Werner geboren. Ein österreichischer Mime, dem die Nachwelt noch immer Kränze flicht:


In meiner Schulzeit sah ich ihn in seiner wohl bekanntesten Filmrolle jener Tage: als Schiffsarzt Dr. Schumann im »Narrenschiff« — mit einem »Oscar« preisgekrönt als Hauptdarsteller (so wie mit mehreren der ganze Film ...)


Sicher, als Mozart war er schon in den 50er-Jahren berühmt geworden, aber das war einerseits doch etwas »vor meiner Zeit« ... und andererseits — Hand aufs Herz — war der Film doch eher ein seichter, sentimentaler Kostümschinken, trotz teilweise bemerkenswerter schauspielerischer Leistungen ...

Auf diesem Blog wurde seiner übrigens vor Jahren schon einmal — mit einer Rezitation und einer Anekdote — gedacht, an die anknüpfend ich dem großen Mimen, der heute hundert Jahre alt wäre, ein versonnenes

REQUIESCAT IN PACE

nachrufe ...


Freitag, 1. April 2022

Zwei Jahre her, aber immer noch sehenswert

von LePenseur


... die Eröffnungsrede der Golden Globes 2020:




Dienstag, 23. November 2021

Natürlich haben wir von ihr geschwärmt

von LePenseur
 
 
... wir eben erst ins Gymnasium gekommenen Buben, die mit fieberndem Miterleben »Winnetou und sein Freund Old Firehand« im Kino sehen durften. Und Nscho Tschi, die schwarzhaarige kleine Schwester des von uns so bewunderten Pierre »Winnetou« Brice gefiel uns allen (auch wenn wir damals mit Mädchen »in real« nicht wirklich was am Hut hatten) — und Hand aufs Herz (und das sagt sogar ein traditionell auf Blondinen »fixierter« LePenseur): wem gefiele denn die katzenäugige Schöne nicht? 


 
Es war, obwohl sie auch später viele Rollen spielte, auf der Theaterbühne ebenso wie im Film, doch die Rolle ihres Lebens — »Ich war Winnetous Schwester« betitelte sie ihre Memoiren — wohl mit Recht.


Unsere unvergessene Nscho Tschi, wie seinerzeit im Film nun auch tatsächlich heimgegangen »in die Ewigen Jagdgründe«, muß man jetzt wohl sagen — wo sie ihre Freunde Pierre Brice und Lex Barker schon längst erwarten ...


Mittwoch, 5. Mai 2021

Heute vor zweihundert Jahren

 
... starb Napoléon Bonaparte auf der britischen Südatlantik-Insel Sankt Helena in Gefangenschaft. Zum Gedenken ein Stummfilm aus dem Jahr 1929, in dem die damalige crème de la crème deutscher Mimen (wie z.B. Werner Krauss, Albert Bassermann) mitwirkte. Mit Beethovens »Eroica« musikalisch unterlegt und durch erklärende Worte eines Erzählers ergänzt, ist dieser Film ein Zeitzeugnis, wie damals, nur wenig mehr als hundert Jahre nach Napoleons Tod, seine Verbannungszeit gesehen wurde:


Schon bemerkenswert, daß so ein Film mit deutschen Schauspielern gedreht wurde, angesichts der auch über zehn Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs offen deutschfeindlichen Stimmung in Frankreich sicher kein naheliegendes Unterfangen, da mit einem Kassenerfolg in Frankreich, das an einem solchen Film wohl das größte Interesse haben sollte, eher nicht gerechnet werden konnte. Ein Zeitdokument, jedenfalls — ein Zeugnis aus der Geschichte der Cinematographie, die sich unmittelbar darauf durch die Einführung des Tonfilms völlig wandeln sollte ...


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P.S.: ein literarisches Denkmal des Verbannungsortes stammt von Jean-Paul Kauffmann: La Chambre noire de Longwood. Le voyage à Sainte-Hélène. Édition La Table Ronde, Paris 1997, ISBN 2-7103-0772-3. Feinfühlig ist die elegische, teilweise beklemmende Stimmung des Inselgefängnisses spürbar. Auf deutsch erschienen unter dem Titel: Die dunkle Kammer von Longwood. Meine Reise nach Sankt Helena. Zsolnay, Wien 1999, ISBN 3-552-04916-9. 
 
Die Doppeldeutigkeit des Buchtitels geht leider in der Übersetzung etwas unter: denn »chambre noir« ist auch die photographische »Dunkelkammer«, in der sich ein Bild »entwickelt«. Und in diesem Buch »entwickelt« der Autor mit Fingespitzengefühl vor uns das Bild dieser rätselhaften, weil im Verhältnis zur »aktiven« Zeit des Feldherrn und Herrschers Napoleon nur wenig erforschten Zeit der letzten Jahres von 1815 bis 1821. Leseempfehlung!
 
 
P.P.S.: zu Kauffmanns Buch gab es auf diesem Blog schon zwei Erwähnungen — hier und hier. Letztere mit Bezug auf einen Artikel beim geschätzten Blogger-Kollegen Silvæ, bei dem auch eine bildliche Darstellung der Sterbestunde des Korsen zu bewundern ist. Nur der Vollständigkeit halber angemerkt.


Donnerstag, 10. September 2020

Dame Diana Rigg, RIP


Jüngere Leser werden vielleicht mit diesem Namen nichts (oder doch nur very vaguely etwas...) anfangen können. Ältere hingegen durchaus:


... oder mit Schlußszenen wie dieser:


... oder dieser:


Ein nettes Interview aus jener Zeit, geführt von Joachim Fuchsberger (den Jüngere auch kaum mehr kennen werden ...):


Damals mußte natürlich alles übersetzt werden — Englisch war damals noch nicht so sehr verbreitet, als daß man das Interview hätte einfach auf Englisch senden können.

Die traurige Nachricht erreichte mich über einen kurzen Artikel auf »The Unz Review«:
Without knowing it, I first met Dame Diana Rigg on the afternoon of 23 June 2016, United Kingdom European Union membership referendum day. The day after, I described our meeting thus
Dame Diana Rigg, rest in peace!

 

Freitag, 27. September 2019

So, jetzt ist »Downton Abbey« auch noch am Brexit schuld ...


Wenigstens, wenn man dem Geschwurbel einer gewissen Anna-Maria Wallner Glauben schenkt, die im Teaser ihres Artikels meint:
„Downton Abbey“ funktioniert als Spielfilm nicht. Das werden auch die treuesten Fans schweren Herzens erkennen. Die Geschichte hinter der Serie ist politischer, als man glaubt, und erklärt mitunter das heutige Brexit-Dilemma der Briten.
Nein, ich habe (im Gegensatz zu ihr) den Downton-Abbey-Film nicht gesehen, und weiß auch nicht, ob ich das überhaupt tun werde angesichts so schwerwiegender Vorwürfe, wie sie Frau Mag. Wallner, LL.M. erhebt:
... ... den Konflikt zwischen Retro-Nostalgie und Aufbruch in neue Zeiten, in denen vielleicht einmal homosexuelle Beziehungen erlaubt sein werden (wie Butler Mr. Barrow hofft), deutet der Film nur sehr dezent an. Er bleibt sonst lieber bei der bierernsten Verklärung längst vergangener Zeiten. 
Na, da sind wir aber gleich ganz froh, daß DiePresse bierernste Aufklärung über heutige Zeiten gibt! Denn:
Großbritannien hat sich seit dem Ende der Serie „Downton Abbey“ im Jänner 2016 verändert, ein halbes Jahr später stimmten die Briten für den Ausstieg aus der EU. Julian Fellowes, der Autor und Regisseur von „Downton Abbey“, war stets Befürworter eines harten Brexit. So mancher Kommentator macht die Serie zu einem kleinen Teil mitverantwortlich für das Ergebnis des Referendums im Juni vor drei Jahren. Weil sie jahrelang die gute alte Zeit des Commonwealth verherrlicht und romantisiert hat und bei den Zusehern den Eindruck erweckt hat, es gäbe die Chance auf eine Rückkehr in diese alte Welt(ordnung).
Mann-o-Mann! Oder muß angesichts des frauennetzwerkenden Einsatzes von Frau Mag. Wallner gar »Frau-o-Frau« geseufzt werden? »Tant de bruit pour une omelette« meint der leicht enervierte Bildungsbürger zu dem durchsichtigen Versuch, eine recht stimmig inszenierten Kostümserie gleich für eine Anti-Brexit-Agenda (Made in Brussels?) zu instrumentalisieren — und wenn's ein exquisites Omelettchen aus der Küche von Mrs. Pattmore höchstpersönlich gewesen wäre ...


Montag, 27. Juli 2015

Die Realitätsnähe von Hollywood-Filmen

... wird immer wieder kritisch hinterfragt. Insbesondere der Genre des Action-Films, wenn irgendein Kerl (darf auch eine Frau sein, mit stets perfektem Makeup, selbstmurmelnd ...) aus dem Helikopter auf ein Hochhausdach springen will, dieses verfehlt — und circa 20 Etagen tiefer auf einem zufällig vorbeifahrenden LKW mit Ladeplane landet, nach einer kühnen Rolle rückwärts vom fahrenden Lastwagen abspringt und wie wild um sich ballert ... nun ja: die Realität sähe eher nach Kranzspende und einer Witwenpension (so verheiratet gewesen) aus.

Bisweilen freilich erreichen Hollywood-Productionen dieser Sorte freilich eine Realitätsnähe, die einem schier den Atem verschlägt: so z.B. mit dem eben in Wien präsentierten Spektakel von und um Tom Cruise: »Mission Impossible V«. Natürlich gibt's wieder Actions-Szenen zu Hauf, in denen einfach unmögliches vorgeführt wird. Das ist halt David Copperfield für Kinobesucher, und bedarf keines weiteren Kommentars. Love it or leave it ... Aufschlußreich hingegen ist ein anderes Detail an diesem Film, das sogar einem »Kurier«-Filmkritiker auffiel:
Skurriles Detail am Rande: Während der britische Premier im Film mit einem Schauspieler besetzt ist, der entfernt David Cameron ähnlich sieht, ist der Österreichische Bundeskanzler, der bei einem Opernbesuch von Attentätern gleich in mehrere Visiere genommen wird, so unscheinbar, dass man ihn gleich wieder vergisst und sein Darsteller gar nicht in der Besetzungsliste aufscheint. 
Und hier kann man nur erschauern ob der Realitätsnähe Hollywoods! »So unscheinbar, daß man ihn gleich wieder vergißt« — wenn dereinst ein wahres Wort in Faymanns Nekrolog geschrieben werden sollte, so müßte dieses Zitat sein.

Freitag, 17. Juli 2015

Alles Gute zum Achtziger, Mr. Sutherland!


Sutherlands sicherlich berühmteste Rollendarstellung war die des »Casanova« in Federico Fellinis gleichnamigem Film:


Eine überzeugende schauspielerische Leistung, wie sie noch selten erlebt werden konnte. Auch im Film »Don't Look Now« (dt.: »Wenn die Gondeln Trauer tragen«) konnte er seine Wandlungsfähigkeit in der Charakterdarstellung unter Beweis stellen. Ein Ausnahmeschauspieler.

Sonntag, 11. Januar 2015

Unglaublich

... wie bezaubernd hübsch so ein junges Mädel sein kann (und das sagt LePenseur mit seiner bekannten Vorliebe für blond!):






Montag, 9. September 2013

Tess

Gestern war Roman Polanskis großes tragisches Liebesepos »Tess« mit der berückenden Nastassja Kinski im Arte-Abendprogramm zu sehen:


War das Programm eine verspätete Hommage zu Polanskis 80. Geburtstag? Vermutlich, denn zu seinem Geburtstag am 18. August hatte man natürlich weitaus wichtigerer Dinge zu gedenken — so etwa seines internationalen Haftbefehls wegen Kindesmißbrauchs.

Manche werden nun den leicht vernehmlichen Ton der Ironie (der ja nun schwer zu überlesen ist) mißbilligen, und LePenseur der Inkonsequenz, ja der Voreingenommenheit zeihen, wo er doch über die Kinderschänder-Vergangenheit der GrünInnen-Partei durchaus ätzende Worte fand. Dennoch sei gesagt: es gibt hier nicht unerhebliche Unterschiede. Denn es ist eben nicht dasselbe, ob eine Partei einen gesetzlichen Freibrief für »Pädo-Sex« gesamtgesellschaftlich durchsetzen will, und entsprechende Vereinigungen (pun intended) ihrer Mitglieder nicht bloß duldet, sondern aktiv fördert, oder ob ein Mann mit Neigung zu jungen Mädchen dieser Neigung folgte und mit einer damals 13-jährigen Sex hatte, die als Erwachsene mehrfach ausdrücklich keine Bestrafung Polanskis wünschte, sich erleichtert über die Verweigerung seiner Auslieferung seitens der Schweiz zeigte, und angewidert war vom Medienrummel und die ohne Rücksicht auf ihre persönlichen Interessen arbeitende Justiz, welche überaus zweckmäßg den hehren Grundsatz des fiat justitia mit einem erfolgreichen Mediencoup für den damals um seine Wiederwahl bangenden Staatsanwalt zu kombinieren verstand.

Und es macht auch noch einen Unterschied, ob man mit einer frühreifen 13-jährigen ins Bett geht, die in der Schule von unseren staatlichen Verhütungs-Fuzzis problemlos Sexkoffer, Pille, Kondome und Abtreibungen angedient bekommt, oder ob man sich als grüner Kindergärtner — natürlich rein pädagogisch-antirepressiv-emanzipatorisch! — daran erfreut, daß einem die 5-jährigen Bubis und Mädis den Schwanz befummeln.

Doch zurück zum Film. Er ist von der Bildregie und den schauspielerischen Leistungen — nicht nur, aber eben doch vor allem Nastassja Kinskis — ein Meisterwerk. Dennoch hinterläßt er insgesamt einen etwas zwiespältigen Eindruck, wenngleich das Verdikt des einflußreichen Filmkritikers Roger Ebert, die Handlung sei die einer Soap Opera, doch etwas harsch erscheint (Nastassja Kinski lobte er hingegen wegen ihrer Jugend und frischen Naivität) — so gesehen könnte man bspw. auch »Effi Briest« als Herz-Schmerz-Roman abtun. Das Drehbuch wäre aber in der Tat verbesserungsfähig gewesen ... aus dem Thema wäre dann (noch) mehr zu machen gewesen. Und so großartig die Bilder, die Szenerie und v.a. die Lichtregie sind — die Musik wechselt, wenigstens für LePenseurs Geschmack, zwischen stimmig und stellenweise einfach »danebengelungen«. Schade irgendwie.

Insgesamt war's ein Abend von nostalgischer Wiedersehensfreude. 1979/80 war LePenseur zwar im hektischen Abschluß seiner Studien und deshalb für filmische Novitäten eher unabkömmlich. So blickt er nun mit Wehmut in frühere, jugendlichere Jahre zurück und holt damals Versäumtes nach. Oder versucht es wenigstens. Und denkt wie Ottokar Kernstock in seinem Herbst-Gedicht: »Schal ist das Glück und der Genuß / Wenn unsrer Jugend Sonne sank« ...