Mittwoch, 30. September 2026
Heute vor fünfzig Jahren
Dienstag, 8. September 2026
An Erni Mangold
Sonntag, 30. August 2026
Heute vor zwanzig Jahren
Dienstag, 25. August 2026
Heute vor einem Vierteljahrtausend
Samstag, 22. August 2026
Heute vor fünfzehn Jahren
Der Künstlername Loriot ist das französische Wort für den Pirol, das Wappentier der Familie von Bülow. Im mecklenburgischen Volksmund wurde er früher auch „Vogel Bülow“ genannt
Freitag, 24. Juli 2026
Ferdinand von Saar
Ferdinand von Saar hat, in den Worten der Schriftstellerin und Kritikerin Betty Paoli (1814–1894), mit dieser Novelle ein „psychologisches Gemälde“ geschaffen. Dieses ist aber nicht nur das einfühlsame Porträt des verhaltensauffälligen Leutnant Burda, sondern mit der Steigerung seines Wahns zeigt es auch den langsamen Zerfall einer Gesellschaft, die auf Hierarchien und Schranken setzt, die sich dem Eingeweihten in kleinen Zeichen und Andeutungen erschließen, die zu missachten oder zu missdeuten eine Ambivalenz erzeugt, für die es kein angemessenes Instrumentarium gibt.
Die Frage von Sein und Schein, von Einbildung und Eingebildetsein läuft subkutan mit und lässt sich letzten Endes in der soldatischen Ordnung nur mit ritualisierter Gewalt lösen. Ferdinand von Saar hört alle sozialen Zwischentöne und macht in seiner Novelle meisterlich Gebrauch von dieser Vielstimmigkeit und Mehrdeutigkeit, mit Sinn für Spannung, aber auch für Humor, und mit Respekt vor seinem Helden. Er schafft so nicht nur ein Zeitbild, sondern gewährt auch einen Blick in die Seele eines ambivalenten, von inneren Konflikten gebeutelten Menschen, eines Zerrissenen – ein Thema, das an Aktualität seit der Zeit Sigmund Freuds nichts eingebüßt hat.
Freitag, 17. Juli 2026
Heute vor zwanzig Jahren
Donnerstag, 9. Juli 2026
Zwei Tage später
Vor siebzig Jahren starb der Schriftsteller Gottfried Benn. Sein Leben ist hundertmal erzählt worden und rasch skizziert:Geburt 1886 in Mansfeld / Westprignitz als Sohn eines evangelischen Pfarrers, 1903 Abitur in Frankfurt / Oder, 1910 Abschluß des Medizin-Studiums in Berlin, 1912 Promotion zum Dr. med.; im selben Jahr Veröffentlichung des ersten Gedichtbands: Morgue.
Als Oberarzt 1915 im Militärgouvernement Brüssel, im selben Jahr Geburt der einzigen Tochter; 1917 als dienstuntauglich entlassen, 1922 Tod der ersten Frau; bis 1935 Arbeit als Arzt in Berlin, daneben Lyrik, Prosa und Essayistik [...]
Danke für die Wiedervorlage! Vor 20 Jahren wurden/konnten solche Artikel noch ohne große Echokammer, Resonzanzraum bis in eine parlamentarische Großpartei hinein geschrieben werden oder das irgendwer eine Assoziation zu einer Partei daraus hätte ziehen können, da es noch Kulturarbeit war, ohne dass eine Partei existierte (ging damals also auch prima ohne).
Wie auch immer: Was Leute wie Benn, die immer die Dekadenz bei anderen treffsicher spührten, nicht bemerkten ist, dass sie selber Produkt einer Dekadenz sind. Das intelligente Menschen mit guten Blick sich schnell von den Nazis abwandten, liegt vermutlich auch darin, dass es dann doch keine große Revolution war, sondern schnell im Spießbürgertum, im Verwaltungsakt, im Beamtentum, im sich unter den Nagel reißen von Eigentum anderer, in Herrenzimmer aus Eiche und mit Bildern vom röhrendem Hirsch, schweren Marmor-Aschenbechern etc. endete. Wo ist das bleibend Schöne, welches nie fehlen darf, wenn man Schillers ästethische Erziehung des Menschengeschlechts, heranzieht?
Dienstag, 7. Juli 2026
Ach ja, und heute vor 90 Jahren
Heute vor 120 Jahren
Sonntag, 5. Juli 2026
Heute vor 105 Jahren
Er war von 1811 bis 1816 Gouverneur des vorübergehend britisch beherrschten Java und von 1818 bis 1824 Gouverneur von Bengcoolen. In dieser Funktion gründete er 1819 eine britische Handelsniederlassung in Singapur und initiierte 1822 einen Stadtentwicklungsplan, womit er den Grundstein für das moderne Singapur legte.
Donnerstag, 2. Juli 2026
Barnabás von Géczy
Der Geiger Barnabas von Geczy und sein Orchester sind für die Qualität der deutschen Unterhaltungsmusik der zwanziger und dreißiger Jahre ein Begriff von internationalem Klang. Neben Orchestern wie Marek Weber, Dajos Bela, Bernhard Ette, Juan Llossas und Will Glahe repräsentiert vor allem Barnabas von Geczy eine der glanzvollsten Epochen der deutschen Tanz-und Unterhaltungsmusik. Am 4. März 1897 in Budapest geboren, erlernte Barnabás von Géczy das Geigenspiel zunächst bei einem Zigeunerprimas, dann wurde er Meisterschüler des berühmten ungarischen Konzertviolinisten Jenö Hubay. Aus dieser unvergleichlichen Kombination von musikantischer Ursprünglichkeit und solidem technischen Können entwickelte sich dann die Besonderheit des Geigers Barnabás von Géczy, der von Zeitgenossen als „Paganini des Fünf-uhrtees" bezeichnet wurde.Der beste Nachweis seines großen solistischen Könnens ist die Tatsache, daß er nach seiner Ausbildung als Erster Geiger der Budapester Oper tätig war und dann Berufungen als Konzert-meister an das Philadelphia Orchestra und an die Stockholmer Königliche Oper erhielt. Doch seine künstlerische Entwicklung verlief ganz anders. Er entschied sich für die Unterhaltungsmusik und spielte zunächst als Kaffeehaus-Stehgeiger in Norwegen. Man wurde rasch auf ihn auf-merksam und holte ihn 1924 nach Berlin.
Dort gründete er ein Ensemble, dessen Repertoire vorwiegend aus kammermusikalischen und konzertanten Werken bestand. Als Hausorchester des berühmten Berliner Nobelhotels Esplanade machte sich Barnabás von Géczy mit seinem Ensemble sehr schnell einen Namen. Bald entwickelte sich aus dieser Kapelle ein großes Tanz- und Unterhaltungsorchester, dessen eigener, vor allem von den Streichinstrumenten beherrschter Stil besonders durch die solistische Bravour von Barnabás von Géczy und seines ausgezeichneten Pianisten Erich Kaschubek geprägt wurde.
In Nummern wie „Komm mit nach Madeira", „Schließ deine Augen und träume", „Roter Teufel" und „Gar. leise kommt die Nacht" kommt dieser eigene Orchesterklang überzeugend zur Geltung. In Richard Heubergers „Chambre Separee" und in der Toselli-Serenade ist der Dialog zwischen Sologeige und Klavier von besonderer kammermusikalischer Feinheit. Der Filmschauspieler und Sänger Willy Fritsch schreibt in seinen Memoiren, daß die Musik des Ungarn Barnabás von Géczy wirkt „wie eine Übersetzung des Primitiven ins Gesellschaftliche, des Urtümlichen ins Mondäne".
Die konzertante Tanz- und Unterhaltungsmusik entwickelte sich im 19. Jahrhundert und erreichte zwischen den beiden Weltkriegen in den großen Hotels und Konzertcafes ihren Höhepunkt. Durch die zu dieser Zeit aufkommenden neuen Massenmedien Schallplatte und Rundfunk fand diese Musikkultur rasch Verbreitung und ungeheure Popularität. Die Nostalgie-Welle der Gegenwart hat uns Namen wie Barnabás von Géczy wieder in Erinnerung gerufen,— und dabei stellen wir fest, dass es sich nicht um Verklärung der Vergangenheit handelt, sondern um echte Repräsentanz einer Musikkultur von effektvollem Orchesterglanz und elegantem virtuosen Können.
Die großen Orchester dieser Zeit haben nicht nur Hits gemacht und den musikalischen Geschmack des Publikums gebildet, sondern der allgemeinen Entwicklung der Unterhaltungsmusik ent-scheidende Impulse gegeben. In welchem Maße solche Leistungen von konkreten Zeitverhält-nissen und von der kulturellen Atmosphäre abhängig sind, zeigt sich daran, daß Barnabás von Géczy, der am 2. Juli 1971 in München starb, in den fünfziger Jahren seinen berühmten „Puszta-Fox" neu einzuspielen versuchte und dabei feststellen mußte, daß selbst ihm und seinem neugegründeten Orchester eine Wiederholung des damaligen musikalischen Stils nicht möglich war. So sind die Aufnahmen dieses Albums einmalige Tondokumente einer großen musikalischen Vergangenheit.
Dienstag, 30. Juni 2026
Heute vor 100 Jahren
Silvae lesen!
Die beiden Bände von →Vor dem Sturm des Aufbau Verlages, die Gotthard Erler ediert hat, sind natürlich das, was sich jeder Philologe wünscht. Die Gelehrsamkeit der Annotationen von Gotthard Erler kann man gar nicht genug loben. Ich bin auch heute froh, dass ich bei Eschenburg die acht Bände der Romane des Aufbau Verlags zum Spottpreis von 32 Euro gekauft habe. Wenn man alle Anmerkungen sorgfältig gelesen hat, wird man vielleicht den Roman ein zweites Mal lesen. Aber meine erste Lektüre war ganz unphilologisch, die Lektüre eines Lesers. Dafür brauchte ich die philologische Gelehrsamkeit von Gotthard Erler nicht, dafür brauchte ich nur einen zuverlässigen Text. Aber ich dachte mir beim Lesen die ganze Zeit: Leute, wie habt ihr übersehen können, dass dies ein großer Roman ist? Das fand auch Gustav Seibt in der Süddeutschen als er im Januar dieses Jahres den gerade in der →Großen Brandenburger Ausgabe erschienenen Roman →rezensierte.(Hier weiterlesen)Das stand hier vor fünfzehn Jahren in dem Post Vor dem Sturm. Und in dem Post 3. Oktober schrieb ich: Und die Fontane Ausgabe, die Gotthard Erler einst begonnen hatte, schreitet voran. Erler ist in diesem Jahr neunzig geworden, aber er arbeitet immer noch an der großen Sache. Ich wollte den Fontane-Forscher Gott-hard Erler unbedingt wissen lassen, welche Achtung ich vor seinem Werk hatte (ein Blick in den Katalog der Deutschen Nationalbliothek zeigt uns, dass Erler da mit 388 Katalogeinträgen steht) und besorgte mir von meinem Freund Peter, der seit Jahren mit Erler in Verbindung stand, seine e-Mail Adresse. Und schrieb Gotthard Erler, welchen Respekt ich vor seiner Leistung als Deutschlands wichtigster Fontane-Kenner hatte.
Jeder alte Gelehrte, der ein kreatives Leben verbrachte, der diese und jene kleinere oder größere Wahrheit gefunden hat und auf diese Funde zurückblickt, kann sicher sein, daß diese Wahrheiten, ob später mit seinem Namen verbunden oder nicht, niemals eingesargt werden. [...] wer solches von sich, rückblickend auf seine Arbeiten, sagen kann, wird, trotz aller Stürme der Zeiten, in die er vielleicht sogar noch im Alter das Glück hat verwickelt zu sein, eine allen, die ihn kennen, wohl-tuende Souveränität, auch seinem Leben und Werk gegenüber, ausstrahlen.
Sonntag, 14. Juni 2026
Heute vor 115 Jahren
Bin gerade auf diesen Artikel gestoßen (hatte vorher nicht danach gesucht, weil verstreut an diversen Stellen mir vorerst genug Informationen zu Svendsen zur Verfügung standen) und bin doch über die Knappheit verwundert. Da ich weder norwegisch noch dänisch beherrsche, kann ich die Quellen nicht belastbar auswerten und hier einbauen. Aber ein paar Aspekte will ich gewissermaßen als Gedankenanstoß benennen.
Svendsen ist einer der wichtigsten norwegischen Komponisten überhaupt, dies lässt sich sogar auf ganz Skandinavien ausdehnen. Er ist nicht unbedeutender als Grieg (mit dem er übrigens befreundet war, sie waren ja fast ein Jahrgang mit 1840 bzw. 1843 und sind auch nur mit einem ähnlich geringen Abstand verstorben, 1911 zu 1907). Gut zu erkennen daran, dass er eigentlich Geigenvirtuose war, dies aber schon im Februar 1865 wegen medizinischer Probleme beenden mußte und nun sich der Komponistentätigkeit zuwandte. Die Ausbildung dazu in Leipzig (u. a. bei Carl Reinecke) unterstreicht seine Bedeutung, denn Svendsen wurde nach rund einem Jahr als Aufgabe gestellt ein Streichquartett zu komponieren, diese "Hausaufgabe" wurde normalerweise nicht nach einem sondern nach drei Jahren gestellt, wie übrigens auch Grieg dies nach drei Jahren aufbekam.Aus meiner Sicht sehr wichtig wäre noch etwas zu seinem Privatleben bzw. Familienleben, weil es da extrem wichtig wird für seine Kompositionstätigkeit. Svendsen weilte 1870 in Paris und lernt dort Sarah Levett (mit kleinem Sohn aus erster Ehe) kennen, diese beiden besuchen ihn 1871 in Leipzig und im Mai 1871 erfolgt die Verlobung und später die Hochzeit mit Reise zur Verwandschaft der Braut in Amerika. Braut und Sohn lassen sich übrigens am 15.08.1872 taufen und Taufpaten sind niemand geringere als Richard und Cosima Wagner! Aus Sarah wird Bergljot und der Sohn heißt jetzt Sigurd.
Für Svendsen wird diese Ehe noch extrem bedeutungsvoll, denn zeitlich um den Umzug nach Kopenhagen geschah die Katastrophe Anfang 1883. Svendsen erhielt von einer (unbekannten?) Verehrerin ein Blumenbouquet nebst beigefügter Liebeserklärung, allerdings gelangte diese Gabe an Svendsens Ehefrau, welche rasend vor Eifersucht die gerade fertig komponierte 3. Symphonie verbrannte. Überflüssig zu erwähnen, dass es noch keine Kopie gab. Svendsen komponierte daraufhin nicht mehr.
Erst viel später folgen dann op.32 und op.33 und dann noch 1894 ein Andante funèbre sowie eine Schauspielmusik/Ballett (1890?). Die Sache geht noch weiter, denn Ibsen brauchte sich seine Hedda Gabler nicht auszudenken, sie kam in Gestalt von Svendsens Ehefrau daher. Ibsen kannte den Vorfall, somit kann wohl ausgeschlossen werden, dass es keinen Zusammenhang zwischen der "Symphonie-Verbrennung" und der Entstehung der Hedda Gabler gab. Svendsens Ehefrau zog wohl 1884 wieder nach Paris und es dauerte bis zum 10.12.1901 ehe die Ehe geschieden wurde.
Svendsen lebte schon vor 1901 mit Juliette Haase zusammen und heiratete sie am 23.12.1901, sie hatten da schon drei gemeinsame Kinder. Es würde mich freuen, wenn ein "Skandinavien-Angehauchter" ein paar belastbare Quellen (Biographie?) sichten könnte und dies dann in den Artikel einbauen könnte. Konsequenterweise müsste dann bei Ibsens Hedda Gabler eigentlich auch (wenigstens in der Diskussion) der Hinweis auf die "Symphonie-Verbrennung" kommen.
Diese Aufnahme ist grauenhaft. Nur der Dirigent ist im Bild, als gäbe es gar kein Orchester. Dieser Dirigent heißt wahrscheinlich „Johnny, der selbsternannte Idiot“.
meint, kommt dem aber schon bedenklich nahe ...
Die Norwegischen Rhapsodien hingegen finden sogar Hurwitz'ens Beifall, und den verdienen sich auch wirklich!
Norwegian Rhapsody No. 1, Op.17 [00:00] | Norwegian Rhapsody No. 2, Op.19 [09:14]
Norwegian Rhapsody No. 3, Op.21 [18:06] | Norwegian Rhapsody No. 4, Op.22 [28:01]
Wenn sich nun die geneigten Leser fragen: "Was, zum Teufel, setzt uns dieser LePenseur denn noch an unbekannten Kleinmeistern vor?", so frage ich zurück: "Na und? War's denn so schlimm, was Sie ertragen mußten?" Und wenn Sie ehrlich sind, müssen sie sagen: nein.
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P.S.: und daß ich auf Svendsen kam, verdanke ich seinem, wie ich meine, begabteren Schüler, dessen auf diesem Blog vor einigen Tagen gedacht wurde ...
Dienstag, 2. Juni 2026
Hakon Børresen
Børresen entstammte einer Kaufmannsfamilie und erhielt in seiner Jugend Klavier-, Violin-, Violoncello- und Musiktheorieunterricht. Auf seinen Wunsch hin, Komponist zu werden, verlangte sein Vater ein Urteil von kompetenter Seite, weshalb Børresen 1895 Johan Svendsen seine Aufwartung machte. Dieser zeigte sich überzeugt von Børresens Talent. Es folgten Privatstunden, die 1901 mit der Uraufführung von Børresens erster Symphonie endeten. Für dieses Werk erhielt der junge Komponist das Anckersche Legat. Das folgende Jahr verbrachte er in Deutschland, Frankreich und Belgien, wo er mannigfaltige Beziehungen knüpfte. Ab 1902 lebte Børresen freischaffend in Kopenhagen und Skagen, wo er eine Zweitwohnung besaß. Besonders verdient machte er sich als Organisator von Musikfesten und als Vorsitzender des Dänischen Komponistenverbandes, ein Amt, das er von 1924 bis 1949 innehatte. Außerdem beteiligte er sich 1935 an der Gründung des Dänischen Musikrats und wurde dessen erster Vorsitzender. Børresen starb als eine der geachtetsten Persönlichkeiten des dänischen Musiklebens.
The story plays out an evening in a doctor's home on the Jutland peninsula around 1900. Dr. Høyer and his wife are expecting guests for a dress ball. However, all the guests decline at the last moment, and Dr. Høyer is irritated, but slightly relieved. Instead, the family receives a surprise visitor, the unknown gentleman Prince Carnival, who acts in a free and easy manner, playing the piano, talking with Dr. Hoyer's wife, and suggesting to the couple to carry on with the party.
Børresen ist stilistisch voll und ganz der Spätromantik verpflichtet; neuere Tendenzen hatten auf sein Schaffen keinerlei Einfluss. Seine Inspiration nahm er häufig aus Bildern und Stimmungen der dänischen Natur, sodass viele seiner Werke einen deutlich nationalen Tonfall aufweisen. Vor allem zu Beginn seiner Laufbahn war er noch stark von Tschaikowski und seinem Lehrer Svendsen geprägt. Besonders auffällig ist Børresens natürlich fließende Melodik und die wirkungsvolle Instrumentation. Auch sind seine Werke durch eine frische, kraftvoll-optimistische Grund-stimmung geprägt. Insgesamt wirkt seine Musik zwar leicht anachronistisch, doch überzeugt sie den Hörer durch ihre Frische, Volkstümlichkeit und Unmittelbarkeit des Ausdrucks. Heute wird Børresen allerdings nur wenig beachtet.





