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Freitag, 24. Januar 2025

Heute vor 900 Jahren starb Davit Agmaschenebeli

von LePenseur
 
 
Vielleicht ein bißchen weniger unbekannt unter seinen Ehrennamen: Dawit IV. (auch: David), der Erbauer oder der Erneuerer, auf georgisch დავით IV აღმაშენებელი; auch Schwert des Messias genannt. Wer kennt ihn außerhalb seines Heimatlandes, wo er als Heiliger verehrt wird? Wikipedia widmet ihm einen gut recherchierten, wirklich informativen Artikel, in dem u.a. berichtet wird:

Auf Anordnung Davids wurde 1106 das Gelati-Kloster in Kutaissi errichtet. Ihm angeschlossen war eine Akademie der Wissenschaften, an der die angesehensten Theologen, Philosophen und Rechtsgelehrten Georgiens lehrten. Nach Davids Plan sollte dort ein zweites Athen entstehen.

David starb 1125. Er wurde auf eigenen Wunsch nicht im Dom, sondern in einem der Eingänge der Klosteranlage Gelati beerdigt. Auf seiner Grabplatte ließ David festhalten, dass jeder Besucher der Klosteranlage über sein Grab laufen solle. Nach Davids Heiligsprechung durch die Georgisch Orthodoxe Apostelkirche wurde allerdings der Eingang gesperrt und es werden bis heute Besucher durch ein rotes Band von einem Betreten der Grabplatte abgehalten. 

Angesichts der heutigen Zerrissenheit Georgiens, bis vor wenigen Tagen von einer Französin, Marionette der Transatlantiker, als Präsidentin geführt, die im Clinch mit der seit Jahren immer wiedergewählten Regierung des Landes lag, kann man über die Entwicklung eines einst mächtigen und reichen Landes mit hoher Kultur nur wehmütig ein Sic transit ... murmeln.

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P.S.: und weil wir gedae beim Gedenken verweilen: heute vor hundertt Jahren, am 24. Jänner 1925, starb zu Wien Adele Bloch-Bauer, deren von Gustav Klimt üppig vergoldetes Konterfei weltweit in Souveniershops und ähnlichen Läden als Teehäferldekor, Plakat, Postkarte, Serviertablett, Nippes-Mosaik oder in sonstwie nur erdenklicher Scheußlichkeit verhökert wird.

P.P.S.: und nochmals: Sic transit ... diesmal: die Glorie der österreichischen Kunst, worunter freilich nicht besagter Gustav gemeint ist, denn schon der war mit seiner ans Kunstgewerbe grenzenden Produktion eher ein Vertreter des Satzes "Ramsch ham'ma do! Wer kauft mir an o..." 

P.P.P.S.: und weil wir gerade so nett über Klimt plaudern ... kennen Sie das Proportionenspiel? Nein? Also: jeder kennt mathematische Proportionen, wie bspw. "Zwei verhält sich zu vier wie drei zu sechs" – ist doch klar? Das kann man auch an Wörtern erproben und findet auf diese Weise z.B. heraus: "Amt verhält sich zu Klimt wie Amazone zu Klimazone". Es ist zwar ein bisserl das, was man als "höheren Blösinn" bezeichnet, aber es amüsiert. Und, um beim Beispiel zu bleiben: dieser Klimt hat nichts besseres verdient ... wenn man sich im Treppenhaus des Kunstihorischen Museums die edlen Fresken (aus seinen früheren Jahren) ansieht und damit den verschmockten Schmarr'n (für den er dann später erst so richtig bekannt wurde) vergleicht, wird man mieselsüchtig ...

Sufficit!

Mittwoch, 20. März 2024

Kriegsvorbereitungen? - Gesellschaftliche und geopolitische Veränderungen (2. Teil)

von Grantscherben

 
Vorab ein kleiner Nachtrag zum 1. Teil des Artikels:
 
Focus berichtet: 
Die NATO baut mit einem Kostenaufwand von 2,7 Milliarden Dollar ihre größte europäische Militärbasis in Rumänien, um die Präsenz im Schwarzmeerraum zu stärken. Voraussichtlich für 10.000 Soldaten auf einer Fläche von 28 Quadratkilometern an der Schwarzmeerküste.

https://www.newsweek.com/nato-builds-largest-europe-base-black-sea-romania-1880210

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Fast 60 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung werden heute im Indo-Pazifik generiert.  Allein durch die Straße von Malakka läuft etwa ein Viertel des maritimen Welthandels
 
Für Deutschland als eine der weltweit größten Exportnationen ist die Region von immenser Bedeutung. "Der Indo-Pazifik ist eine der zentralen Regionen, wenn wir auf Sicherheit und Wohlstand im 21. Jahrhundert schauen“, sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius 2023 beim Shangri-La-Dialog in Singapur. "Eine Vernachlässigung dieser Region können wir uns nicht erlauben.

 
Philippinen März 2024
 
Deutschland stellt den Philippinen militärische Ausbildungshilfen in Aussicht. Manila ordnet sich seit Mitte 2022 den USA unter und öffnet sein Territorium den US-Streitkräften als Aufmarschbasis gegen China. Marcos, der sein Amt am 30. Juni 2022 angetreten hat, hat die Philippinen auf US-Kurs gebracht und den USA Militärstützpunkte nahe umstrittenen Inseln im Südchinesischen Meer und vor allem nahe Taiwan zur Verfügung gestellt. Zudem hat er gemeinsame US-amerikanisch-philippinische Manöver gestärkt und begonnen, die Militärkooperation mit anderen US-Verbündeten am Pazifik zu intensivieren, insbesondere mit Japan und mit Australien. Als Waffenlieferanten kommen auch deutsche Waffenschmieden in Betracht.
https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/9513

 
China, Russland, Iran 13 .März 2024
 
China, Iran und Russland beginnen am Golf von Oman das gemeinsame Manöver "Security Belt 2024“. Die gemeinsame Marineübung soll die regionale Sicherheit auf See stärken. Experten betonen, dass sich die Übung nicht gegen Drittländer richtet.
 
Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölexport. Dort wird Moskau in Kooperation mit Teheran und Peking eine militärische Übung durchführen. Deshalb leitet der russische Raketenkreuzer "Warjag" bereits Schiffe in den iranischen Hafen Tschahbahar.Die Gewässer zwischen dem Iran und dem Oman haben eine besondere Bedeutung für den Seehandel. Die Straße von Hormus, die den Golf von Oman mit dem Persischen Golf verbindet, ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölexport.


März 2024 Green Berets in Taiwan stationiert

Taiwans vorgelagerte Inseln Kinmen und Penghu sind für die Verteidigung Taiwans von entscheidender Bedeutung, und SOF spielen eine wichtige Rolle in einer langwierigen Strategie zur Verteidigung der Inseln. (10km vor dem chinesischen Festland)


US-Spezialeinheiten (Special Operations Forces, SOF) wurden dauerhaft auf Taiwans vorgelagerten Inseln stationiert, um taiwanesische Eliteeinheiten auf mögliche Inselverteidigungs- und Guerillakampfeinsätze gegen eine chinesische Invasion vorzubereiten.

Dem Bericht zufolge werden diese drei Militärteams, die sich aus drei Green Berets der US-Armee zusammensetzen, gemeinsame Ausbildungsmissionen bei Taiwans 101st Amphibious Reconnaissance Battalion und Airborne Special Service Company durchführen.

 
 
04.01.2024 Die Insel Tinian

Vermutlich sagt der Name Tinian den meisten Lesern nichts. North Field auf der Insel Tinian diente im Zweiten Weltkrieg als Flugplatz für die B-29 Superfortress Enola Gay, die durch den Abwurf der ersten einsatzfähigen Atombombe, Little Boy, auf Hiroshima, Japan, berühmt wurde.

General Kenneth Wilsbach, zu diesem Zeitpunkt der Kommandeur der US-Luftstreitkräfte im Pazifik, bestätigte, dass Bemühungen im Gange sind, den Flugplatz, von dem aus die erste Atombombe eingesetzt wurde, zurückzuerobern. Die US-Luftwaffe plant, den Flugplatz auf der Pazifikinsel, von dem aus die Atombombenabwürfe auf Japan erfolgten, wieder in Betrieb zu nehmen, um ihre Basismöglichkeiten im Falle von Feindseligkeiten mit China zu erweitern, so der oberste Offizier der Luftwaffe im Pazifik. "Wenn Sie in den nächsten Monaten aufmerksam sind, werden Sie erhebliche Fortschritte sehen, insbesondere auf Tinian North", sagte Wilsbach. Die Luftwaffe baut auch den internationalen Flughafen von Tinian im Zentrum der Insel aus.


Der National Defense Authorization Act für das Haushaltsjahr 2024, der das kürzlich vom Kongress verabschiedet und von Präsident Joe Biden unterzeichnet wurde, stellt dem Militär mehrere Millionen Dollar für mehrere Projekte auf der Insel Tinian zur Verfügung.
https://americanmilitarynews.com/2023/12/us-air-force-increasing-pacific-presence-rebuilds-wwii-base/

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P.S.: Der ganze  Nahe Osten würde noch einen weiteren Artikel erfordern. Niemand von uns weiß was diese völlig irren, abgedrehten Politiker vorhaben. Es klingt jedenfalls nicht gerade beruhigend. Möglicherweise könnte das ganze aber auch nur als Ablenkungsmanöver dienen, um zu "verschleiern", dass im Hintergrund 130 Zentralbanken bereits an einer digitalen Währung (inkl. Überwachungsstaat) arbeiten um einen kompletten Wirtschaftszusammenbruch zu verhindern. Es bleibt auf jeden Fall spannend. 
 

Dienstag, 19. März 2024

Kriegsvorbereitungen? - Gesellschaftliche und geopolitische Veränderungen (1. Teil)

von Grantscherben 


Alles bereitet sich offensichtlich auf den großen Krieg vor. Auch wenn das erst ab 2026 der Fall sein könnte. Zumindest gewinnt man diesen Eindruck wenn man sich die Schlagzeilen durchsieht. Macron denkt über das entsenden eigener Truppen in die Ukraine nach. Finnland und die baltischen Staaten könnten sich vorstellen ihn dabei zu unterstützen. Die Angst vor einer kriegerischen Auseinandersetzungen erreicht alle Schichten der Gesellschaft. Vom Kinderzimmer bis in die Schulen und vor allem in allen Medien ist dieses Thema täglich präsent.

Schulen sollen junge Menschen auf Kriegsfall vorbereiten

Schulen sind aus Sicht von Bundesbildungsministerin Stark-Watzinger in der Verantwortung, junge Menschen auf den Kriegsfall vorzubereiten. Die FDP-Politikerin sprach sich dafür aus, Zivilschutzübungen an Schulen abzuhalten.
https://www.deutschlandfunk.de/schulen-sollen-junge-menschen-auf-kriegsfall-vorbereiten-102.html

Sprechende Marschflugkörper werben in einer ZDF-Kindersendung für ihren Transport in die Ukraine. Perverse Propaganda für den Krieg gegen Russland schockiert den Gebührenzahler.

Gesundheitsminister Lauterbach und der Krieg
 
Weil ein Krieg mit deutscher Beteiligung nicht mehr vollkommen abwegig sei, will der Bundes-gesundheitsminister das Gesundheitswesen für den Kriegsfall vorbereiten. Jeder müsse wissen, was zu tun sei.
https://www.focus.de/politik/bundesgesundheitsminister-karl-lauterbach-will-gesundheitswesen-auf-kriegsszenario-vorbereiten_id_259723056.html

Ausländische Militärbasen in Deutschland

Nachdem die USA sich anscheinend aus der Ukraine zurückzieht um sich ihrem "Hauptgegner China" zuwendet, bleibt Europa auf dem zurückgelassenen Scherbenhaufen sitzen und darf sich jetzt der finanziellen und militärischen Belange der Ukraine annehmen. Und ganz offensichtlich tun sie das mit Begeisterung aber  gegen den mehrheitlichen Willen der Bevölkerung. Die Kriegspropaganda läuft auf "Hochtouren".

Ein Blick auf die deutsche Marine
Vizeadmiral Kaack:  "Das zurückliegende Jahr hat gezeigt, wie schnell und flexibel die Marine im Notfall auf Lageänderungen reagieren kann und können muss“, erläuterte der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Jan Christian Kaack, in seiner Absicht 2024. Die Flotte werde auch 2024 den Kurs zur konsequenten Ausrichtung der Marine auf die Erfordernisse der Landes- und Bündnisverteidigung verfolgen. „Dies verlangt auch, das Kriegsbild von morgen mitzudenken, Trends für das maritime Umfeld abzuleiten und uns technologisch, organisatorisch, methodisch wie auch mental vorzubereiten“, fordert der Marinechef.

Das auch intern Commander’s Intent genannte Dokument wendet sich regelmäßig an alle "Soldatinnen und Soldaten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter" der Marine. Zu Kaacks Prioritäten für das Jahr 2024 gehören drei Punkte: Personal, Munition und das Indo-Pacific Deployment. Die Ausstattung und Beschaffung von Munition müsse den aktuellen und absehbaren Bedarfen der Marine in Ausbildung und Einsatz angepasst werden, so Kaack. Er betont dabei besonders die Aspekte „Battle Decisive Munition“ und „Hochenergiewaffen“. (= eine neue Generation von Waffensystemen, die mit gebündelter Energie militärische Ziele außer Funktion setzen, schädigen oder vernichten kann. Im Besonderen können damit auch Laserwaffen und Plasmakanonen gemeint sein).

Moldawien (Moldau) 07.03.2024
Frankreich und Moldau schließen Kooperationsvertrag
Der französische Präsident Emmanuel Macron und seine moldauischen Kollegin Maia Sandu haben in Paris ein Verteidigungsabkommen unterzeichnet. Beide Länder wollen auch wirtschaftlich enger zusammenarbeiten.
Auf der von Moldawien abgespaltenen Region Transnistrien sollen 2.000 russische Soldaten für friedenssichernde Maßnahmen stationiert sein. Ferner soll sich auf Transnistrien ein großes Munitionslager befinden. (Es wird gemunkelt dass es für 10 Jahre ausreichen würde)

Armenien Sept. 2023
Inmitten anhaltender Spannungen mit dem Kreml werden Armenien und die USA vom 11. bis 20. September im Südkaukasus Militärmanöver abhalten. Ziel der Übungen "Eagle Partner 2023" (Partner des Adlers) sei es, die Zusammenarbeit zwischen armenischen und US-Streitkräften bei internationalen Friedenseinsätzen zu verbessern, teilte das Verteidigungsministerium in Eriwan mit. Russland unterhält einen Militärstützpunkt in Armenien und sieht sich als Schutzmacht in der Südkaukasus-Region, die bis 1991 Teil der Sowjetunion war. Dazu gehört auch die Überwachung einer Waffenruhe zwischen Armenien und Aserbaidschan.
 
12. März 2024
Die armenische Mitgliedschaft in dem von Moskau dominierten Verteidigungsbündnis Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS) ruht. Das mit seinen Nachbarn Aserbaidschan und Türkei verfeindete Armenien sucht deshalb neue Sicherheitspartnerschaften mit westlichen Ländern wie Frankreich.
(Anm. Armenien ist aus geopolitischer Sicht das "Einfallstor" in den Iran.)

09.03.2024
Außenminister Mirsojan sagte einem türkischen Fernsehsender, sein Land diskutiere derzeit verschiedene Möglichkeiten über eine weitere Annäherung an den Westen. Die armenische Regierung wirft Russland vor, im vergangenen Jahr nichts gegen die Eroberung der Region Bergkarabach durch Aserbaidschan unternommen zu haben. Russland galt lange als Schutzmacht Armeniens.
https://www.deutschlandfunk.de/armenien-erwaegt-beitritt-zur-eu-104.html

(Fortsetzung folgt)