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Freitag, 28. August 2026

Nachtrag zu Ratcliffe

von LePenseur
 
 
... beim stets lesenswerten Blog  LOST IN EUROPE  gefunden:
Kaum zu glauben, aber wahr: Die Deutsche Presse-Agentur zitiert die “Junge Welt”. Was sie zum CIA-Besuch in Moskau schreibt, ist durchaus interessant. Zitat: Es bleibt die Vermutung, dass Ratcliffe und seine russischen Gesprächspartner etwas betreiben wollten, was im Geheimdienstjargon „Eskalationsmanagement“ heißt: im Kontakt zu bleiben, um eine unverhoffte Verschärfung mit unabsehbaren Konsequenzen zu vermeiden. Eine solche Verschärfung liegt in der Luft, nachdem Großbritannien öffentlich erklärt hat, es sei „nicht mehr besorgt“ über mögliche russische Gegenschläge nach dem Eingeständnis, dass London der Ukraine freie Hand gegeben hat, mit britischen Drohnen Ziele im Innern Russlands anzugreifen. Und nachdem Bundesaußenhasardeur Johann Wadephul die europäischen Partner der Ukraine aufgefordert hat, „stärker ins Risiko zu gehen“ bei ihren Waffenlieferungen an Kiew. Der Ratcliff-Besuch in Moskau könnte zeigen, dass die USA sich der Gefahren bewusster sind als ihre europäischen Juniorpartner. Hoffentlich. 
Wie sagt der russische Volksmund so treffend: "Die Hoffnung stirbt zuletzt" ... 
 

Donnerstag, 27. August 2026

Eine etwas eigenartige "Koalition der Willigen" (d.h. willig zu einer "diplomatischen Lösung" in der Ukraine)

von LePenseur
 
 
... nämlich die des CIA-Chefs Ratcliffe (was übersetzt so ca. "Rattenfels" bedeutet, a really striking name for a CIA boss ...) und des vatikanischen "Außenministers" Erzbischof Gallagher (was übersetzt aus dem Gälischen so ca. "Dienstmann" bedeutet, wozu auch sein Wappenspruch "Humiliter cum Deo" fürtrefflich paßt), begaben sich nach Moskau um zu "de-eskalieren" ...
Während die EU den Krieg um die Ukraine mit immer mehr Geld und Waffen anheizt, bemühen sich der Vatikan und offenbar auch die amerikanische CIA um eine De-Eskalation.  “Der Heilige Stuhl fordert beide Seiten nachdrücklich auf, Offenheit und guten Willen zu zeigen”, um “die Kämpfe zu beenden und wahrhaftige Verhandlungen aufzunehmen”, sagte der vatikanische “Außenminister” Gallagher bei einem Treffen mit seinem russischen Amtskollegen Lawrow in Moskau. 
Daß sich der Prototyp des deep state, also der CIA, welcher bisher nur durch die Eskalation von Konflikten, wie den gewaltsamen Sturz von für die USA lästigen Regierungen, sowie die Bestechung, Erpessung und Einschüchterung möglicher Gegner aufgefallen ist, auf einmal warmherzig auf De-Exkalation setzt ... naja, wer's glaubt, wird selig! Da friert wohl eher die Hölle zu, und damit sind wir schon im genuinen Kompetenz-Bereich von Erzbischof Gallagher, dessen Kenntnisse der Hölle aufgrund seiner langjährigen Dienste in der päpstlichen Kurie zweifellos profund genannt werden dürfen.
 
Man muß Außenminister Lawrow nicht unbedingt mögen (obwohl ich ihn wegen seines trockenen Humors recht sympathisch finde — und für bemerkenswert professionell darüberhinaus!) um ihm zu wünschen, daß er den hintergründigen Attacken dieser beiden Mächte, die unter einem Ami-Papst offenbar nach dem Moltke-Motto "getrennt marschieren, vereint schlagen" angetreten sind, gegenüber standfest bleibt und an das von mir jüngst (wenngleich in etwas anderem Zusammenhang) zitierte "timeo Danaos" denkt. 
 
Die Geschichte wird es ihm danken ...