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Freitag, 9. Februar 2024

Anmerkungen zu den „Eindrücken eines Exilwieners“

von Franz Lechner 
(zu Artikeln (1) und (2) von Helmut)


Was Kollege Helmut schrieb, ist interessant, da es an Phänomenen kratzt, die unsereiner gar nicht mehr so wahrnimmt. Irgendwann vor xx-Jahren gab es ein Video einer Russin aus Paris, die ganz Ähnliches beobachtet hatte – Oberflächlichkeit der Gespräche und totale Resignation. An diese Perspektive fühle ich mich aufgrund seines Artikels erinnert.

Gestatten Sie mir daher folgende Einlassung. Fangen wir mit der heutigen Jugend an, auf die ich am Ende dann zurückkomme.

Wir waren doch früher, als wir jung waren, irgendwie verkappte Revoluzzer, die sich darin gefielen, möglichst viel NICHT gut zu finden. Letztlich bestand darin sogar eine gewisse Eitelkeit. Heute ist es umgekehrt – die Eitelkeit der Jugend scheint darin zu bestehen, die aktuellen Verhältnisse cool zu finden und jedenfalls nichts daran auszusetzen. 

Der von Helmut kurz angeschnittene Nihilismus ist natürlich ganz zentral. Ohne Glaube an ein Jenseits, an eine göttliche Pflicht, an einen tieferen Sinn, an das Gute als Prinzip, bleibt nur noch ein resignatives: „Mich wird’s noch nicht so treffen“ oder „Nach mir die Sintflut“. 

Der Konformismus aus Eitelkeit und der Nihilismus finden vor allem bei der Linken eine ideale Symbiose. Die Linken sind ja nicht alle blöd bzw. besser: komplett instinktlos (dh blöd sind sie ja sehr wohl, denn jemand, der pathologisch gegen seine Instinkte handelt, ist nichts anderes als blöd), etliche von ihnen spüren genau, dass es bergab geht. Dank des Nihilismus kann ihnen aber alles „nach ihnen“ wurscht sein. Und wenn man ihnen sagt, es könnte früher kommen, als sie denken, lehnen sie das als „Katastrophismus“ unter Verweis auf die Propaganda ihrer Medienblase ab. Es kann ja nicht sein, was nicht sein darf. 
 
ORF, Profil und Standard machen Mut. Man ist nicht nur nicht allein, sondern in der allerbesten Gesellschaft. Widersprechen ist schlimmer als höchst unfein, nämlich rechts. Man darf einfach nicht zu den Rechten gehören. Das ist man sich doch schließlich schuldig. Wir haben es mit einer in ihrer Eitelkeit komplett feminisierten, de facto geistig kastrierten Gesellschaft zu tun, die sich das Denken oder auch nur Beobachten abgewöhnt hat. 

Und wenn dennoch ein gewisser Rest bleiben sollte, wird dieser von den nihilistischen Regungen niedergewalzt. Denn wenn das alles in die falsche Richtung läuft, verbleibt doch wenigstens ein gerüttelt Maß an Schaden-freude gegenüber dem gesellschaftlichen, politischen, weltanschaulichen Gegner, den es ja ungleich mehr trifft, weil er ideell, also geistig und kulturell, viel mehr zu verlieren hat. 
 
Machen Sie sich einmal den Spaß und sagen Sie in linker Gesellschaft: 
„Natürlich ist das mit der Homo-Ehe ein Riesenblödsinn, aber immerhin ist das der verdiente letzte Fußtritt für die christliche Familie. Schon deshalb muss man dafür sein.“ 
Oder: 
„Natürlich wird im Burgtheater, objektiv gesehen, nur noch der größte Dreck dargeboten. 
Man kann auch weitergehen: 
„Natürlich ist die Islamisierung, entre nous gesprochen, als Phänomen nicht länger zu leugnen. Und natürlich ist sie, im Ganzen gesehen, nicht unbedingt erstrebenswert. Immerhin wird aber dadurch dieses verdammte Christentum verschwinden, und das sollte es uns wert sein.“
Sie werden (vielleicht) staunen, wieviel Ihnen an Sympathie da entgegenschlagen wird!

Auch Bürgerliche tendieren in diese Richtung. Letztlich ist ja Eitelkeit eher eine bourgeoise Domäne, und die heutige Linke hat sich ja längst von der Arbeiterschicht emanzipiert und ist soziologisch gesehen in den Bürgerstand aufgerückt. Der Bürgerliche würde solche Sätze nicht aussprechen oder auch nur gutheißen (außer, wenn es gegen die „Rechten“ statt „Christen“ oder Ihresgleichen selbst geht), aber sie ist sehr leicht manipulierbar geworden. Aus ihnen rekrutiert sich die heutige große, schweigende Masse. 

Die Jungen haben es da wirklich schwer, und wir sollten mit ihnen in erster Linie Mitleid empfinden. Sie haben nichts Gescheites mehr gelernt, ihre geistige Bildung ist, gelinde gesagt, ziemlich unterirdisch, und sie sind vor allem psychologisch darauf getrimmt worden, alles falsch zu sehen und falsch zu machen, jedem Unsinn „offen“ und „tolerant“ gegenüberzustehen. Wahrscheinlich ist die Jugend so zu sehen, wie es Frau Hannah Arendt bezüglich der unmittelbaren Nachkriegsdeutschen tat, als sie sich über die „Sebstverständlichkeit“ mokierte, mit der sie sich zwischen Ruinen bewegten. Ich meine natürlich nicht, dass wir uns jene Empathielosigkeit zu Vorbild machen sollten, ganz im Gegenteil: Schon das Erstaunen über diesen Umstand war letztlich dämlich. Was hätte man denn sonst tun sollen in einem solchen Umfeld? Etwa vor jeder Ruine in Tränen ausbrechen, oder sich überhaupt nicht mehr „bewegen“?

Eben, das ist die entscheidende Frage. Wie sollte die heutige Jugend denn sonst reagieren? Was soll eine Jugend überhaupt machen, als die Lebensumstände, in denen sie aufwächst, als „selbstverständlich“ zu akzeptieren? Wenn wir damals „mehr hinterfragt“ hatten, so könnte dies auch an unseren damaligen als selbstverständlich hingenommenen Lebensumständen gelegen haben, die ein derartiges „Hinterfragen“ nahelegten. Alles zu „hinterfragen“ ist schließlich damals eine Marotte der schon damals im Erziehungswesen genügend verankerten Linken gewesen, die uns heute, nachdem alles genügend hinterfragt erscheint, eher auf cooles „Hinnehmen“ zu trimmen pflegt. 

Die Jugend braucht uns, und wir sollten uns für sie Zeit nehmen.

Samstag, 3. Juni 2023

Märchenstunde

von Sandokan



Ich will deinen kleinen Hühnchen doch nur ein bißchen was vorlesen.


Freitag, 10. März 2023

Junge Talente vor!

von kennerderlage
 
 
 
 
Those who don't learn history are doomed to repeat it ...
 
🤔
 

Samstag, 11. Juni 2022

»Das ist rassistisch!« Nein — realistisch ...

von LePenseur
 
 
Die durch Spaßmentalität, Sozialmißbrauch und Gehirnwäsche durch gutmenschliche Lehrkräfte und (a)soziale Netzwerke zunehmend »vaterlose« Gesellschaft — hier provokant auf den Punkt gebracht:
 

Infantile Gangster — oder zickige Sissies. Normale Jungen scheint es inzwischen fast nur mehr als Ausnahmeerscheinung zu geben. Im Haus, in dem sich meine Kanzlei befindet, gibt es auch drei Studenten-WGs. Die Mädels, naja ... manche sind recht fesch, fast alle aber etwas »abgeranftelt« unterwegs (nein, ich erkläre jetzt den Piefkes nicht, was das heißt. Selber googeln macht schlau. Aber ihr wißt doch ohnehin alles — wenigstens besser ...). Doch die Burschen — ach du liebes bißchen ... entweder ungepflegte Kanalratten, stumpf stierende Nerds, oder gezierte Sissies ... es ist zum Weinen.