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Sonntag, 3. November 2024
Samstag, 2. November 2024
Am Land
von LePenseur
Erste Herbstnebel. Kirchtürme. Friedhöfe, die man zwar nicht sieht, von denen man aber weiß. Allerseelen ...
Freitag, 1. November 2024
Verlängertes Wochenende
von LePenseur
Ab heute Gräbertour durch halb Österreich. Ich bitte um Verständnis, daß ich bis Montag weder Zeit noch besondere Lust habe, die gruseligen Entwicklungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu kommentieren, sondern nur ein paar besinnliche Bilder auf den Blog stelle.
Wie z.B. dieses hier ...
... und natürlich Musik.
Sonntag, 24. Dezember 2023
Frohes Fest!
von Sandokan
Auch von meiner Seite allen Lesern, Mitautoren, Kommentierern und Opponenten besinnliche und schöne Feiertage. Genießen Sie die hoffentlich auch tatsächlich stille Zeit (außer Sie mögen es gerne laut und beschwingt) mit Freunden und Familie.
Und sollten Sie beides nicht haben, fühlen Sie sich dennoch gedrückt!
Dienstag, 31. Oktober 2023
All Hallows' Eve, der Abend vor Allerheiligen
von Sandokan
Allerheiligen war im Rückblick für mich immer einer dieser besonderen Anlässe im Jahreslauf.
Ein Ritual der eigenen Kultur und der eigenen Familie. Etwas das man ganz ungezwungen und wie natürlich praktizierte, ohne tieferes Bewusstsein für dessen Besonderheit. Man hat es eben einfach gelebt.
Es war Anlass für einen gemeinsamen Friedhofsbesuch und die anschließende, zumindest teilweise, Familienzusammenkunft - wobei der Weg zum Friedhof damals nicht nur von den obligaten Friedhofsgärtnereien gesäumt war (die es immer noch gibt) sondern auch noch von allerlei Standeln (die es heute nicht mehr gibt), mit ihrem verlockenden Angebot von Zuckerwatte und Liebesäpfeln bis zu türkischem Honig und mit Schokolade überzogenen Früchten.
Dazwischen Grabkerzen, Bukkets, echte und künstliche Blumen, Spielwaren und anderer Krimskrams.
Ein buntes Durcheinander eben, das für uns Kinder den Friedhofsbesuch zu einem positiv besetzten Erlebnis machte.
Erst mit den Jahren traten dann für uns Jüngere auch die ernsteren Aspekte immer mehr ins Bewusstsein. Dennoch oder gerade deshalb blieb es neben dem Totengedenken ein willkommener Anlass wieder einmal Onkeln, Tanten, Cousins und Cousinen zu sehen. Danach traf man sich in der Wohnung meiner Eltern, weil wir in relativer Nähe zum Friedhof wohnten, und alle ihre Autos vor dem gemeinsamen Gang zum Gottesacker einfach bei uns stehen ließen.
Im Laufe der Jahre wurden aber nicht nur wir Jüngeren ernsthafter und reifer, auch der Weg zum Friedhof hatte inzwischen seine kindliche Unschuld verloren.
Jedes Jahr wurde die Zahl der süßen Standeln weniger, bis sie letztlich völlig verschwanden.
Auch die Zahl der Friedhofsbesucher hatte deutlich abgenommen, bis Allerheiligen fast nicht mehr von einem Sonntag zu unterscheiden war, kein Wunder also, dass sich das Geschäft nicht mehr rentierte.
Zusammengeschrumpft war inzwischen aber auch der Kreis der Familie, mit dem Wegsterben der älteren Generation-en, dem an Zahl geringer gewordenen Nachwuchs bei meinesgleichen und all jenen die sich räumlich in alle Winde zerstreut hatten.
Als Jugendlicher ging ich außerdem einige Jahre nur ungerne auf den Friedhof - nicht aus Scheu, es schien mir jugendlich abgeklärtem Besserwisser aber als "uncool", überflüssig und Zeitverschwendung: den Toten ist es ja eh wurscht, die sind tot.
Seither sind Jahre und Jahrzehnte vergangen und heute ist der Friedhofsbesuch zu allen Zeiten wieder etwas das mir zwar keine unbändige Freude beschert, aber etwas auf das ich nicht verzichten möchte.
Sicher, der lieben Verstorben erinnert man sich auch so immer wieder mal, dazu bräuchte es den Friedhof nicht.
Aber es ist ein Akt der Ehrerbietung, der Demut und Verbundenheit, es bildet eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Für mich persönlich umso mehr seit mein Vater verstorben ist.
Außerdem habe ich bei Gott schon hässlichere Orte gesehen als "unseren" Friedhof, der mehr einer ruhigen, naturnahen Parkanlage gleicht. Mit alten Bäumen, laut krächzenden Krähen und dem einen oder anderen Eichhörnchen. Auch der Ausblick ins Wiener Umland ist eigentlich wunderschön, im Rücken der Lemoniberg, wie man ihn früher nannte.
Das einzige das noch fehlt sind Zuckerwatte, Liebesäpfel mit knallroter Zuckerglasur, Maroni und türkischer Honig.
Das picksüße Konsumfest Halloween ist dafür leider kein Ersatz, dafür fehlen ihm der Tiefgang und die Unschuld der alten Tradition.
Man könnte auch sagen, trotz des Spruchs Süßes oder Saures fehlt ihm das Saure und Bittere, das dem Süßen erst seinen Wert gibt.
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| Friedhofsimpression |
Sonntag, 6. Dezember 2020
Sonntag, 23. Dezember 2018
Unter anderem über leere Mandeln
... (und näherhin über ein Gedicht von Paul Celan) machte sich der hoch- und tiefgelahrte, geschätzte Berliner Pastor emeritus Dr. Hermann Detering auf seinem — leider viel zu selten mit neuen Artikeln befüllten — Blog vor knapp einem halben Jahr Gedanken:
Religionsgeschichtliche Anmerkungen zu Paul Celans Gedicht „Mandorla“
Veröffentlicht am
von
HDetering
Apsiskalotte Chapelle des Moines (Berzé-la-Ville) mit der Freske „Vision Christi inmitten der Apostel“
Paul Celans Gedicht „Mandorla“ erschien erstmals in seinem Gedichtzyklus
„Niemandsrose“ aus dem Jahr 1963. Joachim Schulze zählt es zu den
„dunklen Gedichten“. Um es zu verstehen, sei es nötig „den Bezugsrahmen
zu finden, in dem sie sinnvoll gelesen werden können“. Die
Feststellung ist durchaus berechtigt, da die einzelnen Motive dies
Gedichtes tatsächlich sehr eng aufeinander bezogen sind. Bild für Bild,
Metapher für Metapher fließen gleichsam aus einer Quelle: der Mystik.
(Hier weiterlesen)
Für manche, insbesondere im traditionellen Sinne, christliche Leser des LePenseur-Blogs mag derlei Lektüre unpassend erscheinen für einen 4. Adventsonntag — dennoch: lassen Sie sich darauf ein! Es lohnt die Entdeckung ...
(Hier weiterlesen)
Für manche, insbesondere im traditionellen Sinne, christliche Leser des LePenseur-Blogs mag derlei Lektüre unpassend erscheinen für einen 4. Adventsonntag — dennoch: lassen Sie sich darauf ein! Es lohnt die Entdeckung ...
Montag, 31. Juli 2017
Munter in die Woche
von Fragolin
Nach dem vielen Text der letzten Woche haben sich die Besucher meiner
kleinen Meinungsnische etwas Kurzweil verdient. Und auch wenn das stilistisch nur sehr mühsam mit dem kulturellen Anspruch des LePenseur-Blogs zusammenpasst:
Um der Montagsschwere entgegenzuwirken, heute ein paar bewegte
Bilder, die uns auf ästhetisch durchaus angenehme, wenn auch
musikalisch eher seichte, Weise veranschaulichen, dass nicht nur in
dunkeldeutschen Packgebieten der Wunsch zum Absetzen Ihrer Majestät
Angela der Alternativlosen in den Herzen einiger Menschen lodert,
sondern auch im sozialistischen Bruderstaat Frankreich die Losung
„Merkel muß weg!“ die Runde macht:
Nach solch seichter Kurzweil von den gleichen Damen eine Nummer
deftiger, inhaltlich eine feste Granate, die im deutschen Musik-TV
wohl kaum jemals gespielt wird, „Der große Austausch“:
Na gut, einen noch, alt aber gut, ein jahrzehntealtes Meisterstück
des musikalischen Propheten Reinhard Mey, der schon vor langer Zeit
die Hymne des Merkel-Reiches schrieb:
Schöne Woche!
Mittwoch, 5. Juli 2017
Kaum ein Geistlicher in Deutschland hat so polarisiert
... wie Kardinal Meisner. Immer wieder fiel er durch umstrittene Äußerungen auf: So verglich er 2005 Abtreibungen mit dem Holocaust. Wörtlich sagte er: "Zuerst Herodes, der die Kinder von Bethlehem umbringen lässt, dann unter anderem Hitler und Stalin, die Millionen Menschen vernichten ließen, und heute, in unserer Zeit, werden ungeborene Kinder millionenfach umgebracht." Kurz darauf bedauerte er den Vergleich.Später brachte er viele Muslime gegen sich auf. Mit Blick auf katholische Familien hatte er gesagt: "Eine Familie von euch ersetzt mir drei muslimische Familien."Meisners Nachfolger als Erzbischof von Köln wurde Rainer Maria Woelki, der seitdem einen auffallend anderen Kurs fährt. So setzt er sich intensiv für die Aufnahme von Flüchtlingen ein.
... berichtet — mit, wie stets, nie gesehener Unparteilichkeit — die tagesschau.de.
Sein Nachfolger (der mit dem »auffallend anderen Kurs«) wird zeitgeistkonform bedenkentragende Betroffenheit mimen. Der Verstorbene wird — von Wolke Sieben aus — des Woelkis gewundene Erklärungen schmunzelnd verfolgen ...
Das aus Anlaß von Kardinal Meisners Emeritierung auf diesem Blog herzlich gewüschte »Ad multos annos!« ist mit nicht einmal vier Jahren leider nur sehr begrenzt in Erfüllung gegangen. Vielleicht wollte ihm der Herr aber auch einfach ersparen, das kommende Desaster in der und um die Kirche mit allen Konsequenzen miterleben zu müssen, dessen Vorgeschmack er im derzeit akuten Pontifikat ja schon reichlich verkosten konnte.
Eine durchgeknallte Femen-Schlampe versuchte bei der Abschiedsmesse des Kardinals am Christtag 2013 (zugleich seinem Geburtstag) den Gottesdienst durch einen Nackttanz auf dem Altar zu stören. Mit geringem Erfolg, denn Kardinal Meisner reagiert mit so viel Souveränität und gelassenem Humor auf die Provokation (man betrachte die kurzen Videos über die Neuweihe des Altars und besonders seine Schlußworte an die Gemeinde), daß dieser Versuch schon im Ansatz scheiterte.
Das aus Anlaß von Kardinal Meisners Emeritierung auf diesem Blog herzlich gewüschte »Ad multos annos!« ist mit nicht einmal vier Jahren leider nur sehr begrenzt in Erfüllung gegangen. Vielleicht wollte ihm der Herr aber auch einfach ersparen, das kommende Desaster in der und um die Kirche mit allen Konsequenzen miterleben zu müssen, dessen Vorgeschmack er im derzeit akuten Pontifikat ja schon reichlich verkosten konnte.
Eine durchgeknallte Femen-Schlampe versuchte bei der Abschiedsmesse des Kardinals am Christtag 2013 (zugleich seinem Geburtstag) den Gottesdienst durch einen Nackttanz auf dem Altar zu stören. Mit geringem Erfolg, denn Kardinal Meisner reagiert mit so viel Souveränität und gelassenem Humor auf die Provokation (man betrachte die kurzen Videos über die Neuweihe des Altars und besonders seine Schlußworte an die Gemeinde), daß dieser Versuch schon im Ansatz scheiterte.
Deus, qui inter apostólicos Sacerdótes fámulum tuum Jóachim, Presbýterum Cardinálem, pontificáli fecísti dignitáte vigére: præsta, quæsumus; ut eórum quoque perpétuo aggeregétur consórtio.... betete die Kirche früher aus Anlaß des Ablebens eines Kardinalpriesters, der die Bischofsweihe besaß. Alles längst »versungen und vertan«. Wer heutige Fronleichnamsprozessionen mit »Flüchtlings«-Booten garniert, der hat für derlei erbauliche Überlegungen keinen Sinn. Der verstorbene Kardinal wird es verschmerzen können ...
Samstag, 3. Juni 2017
Pfingschtn
von Fragolin
Ich finde Pfingsten ist ein wunderbares Fest. Doch, ehrlich. Da haben
die Christen den Moslems einen wichtigen Punkt voraus: sie feiern,
dass Gott der Herr ihnen Hirn vom Himmel geworfen hat. Allah hat nur
irgendwelche Verse geworfen, und auch die ziemlich wirr und
unsortiert, woran sich die armen Frühmohammedaner ziemlich die Zähne
ausgebissen haben und bei dem Versuch, sie wörtlich zu leben, den
Leuten heute noch die Köpfe explodieren. Oder die Gürtel, die
Rucksäcke, die Tanklaster…
Nun ist das reine Herunterwerfen von Hirn allein nur die halbe Miete,
man muss es auch benutzen. Was am Anfang ein bisschen zögerlich
funktionierte, weil sich die Leute nicht so sicher waren, ob Gott
ihnen das jetzt wirklich erlaubt, führte aber über die Jahrhunderte
dazu, dass die christliche Welt jene ist, die einen ziemlich heftigen
Fortschritt erlebt hat, egal ob in Kunst oder Technik.
Natürlich ist die Erweiterung der Bandbreite der Hirnnutzung auch an
das andere Extrem gekoppelt. Neben feinsinniger Philosophie,
wohltönender Musik und hochgeistiger Literatur gibt es eben auch das
krude Propaganda-Geschreibsel von Heiko Maas, das Hassgegröle von
„Feine Sahne Fischfilet“ und das einfach gestrickte Weltbild von
Claudia Roth. Vom Dschungel-Camp oder „Bitte melde dich!“ reden
wir erst gar nicht.
Gott hat die Welt nicht perfekt gemacht. Aber wenigstens hat Er Hirn
vom Himmel geworfen. Wenn Er bei einigen der Genannten auch mal nicht
ganz genau getroffen hat. Aber trotzdem ein Grund zum Feiern.
Ich halte diesen grauen Klumpen zwischen den Ohren für das größte
Geschenk, das Gott uns gegeben hat. Und ich glaube, es ist eine Art
Dankgebet, wenn man es zumindest im Rahmen der persönlichen
Möglichkeiten benutzt. Seine Benutzung zu verweigern, bedeutet,
Gottes Geschenk abzulehnen. Seine Benutzung zu verbieten, bedeutet,
Gott zu beleidigen. Was zu dem seltsamen Paradoxon führt, dass all
jene Religionen und deren Vorbeter, die den Menschen irgendwelche
wirren Texte als angebliches Wort Gottes in den Schädel prügeln und
ihnen dann verbieten, darüber nachzudenken, eigentlich Blasphemie
leben. Ist doch ein Treppenwitz der Geschichte, dass ausgerechnet
jene, die sich als Bodenpersonal ihres Gottes verstehen, diesen
eigentlich durch ihren Eigennutz und ihre Selbsterhöhung beleidigen
würden. Wenn Gott wirklich dieses zänkische narzisstische und
wankelmütige Wesen wäre, als das Er von denen so gerne
herbeifabuliert wird, die sich damit üppige Opfergaben erhoffen,
dann würden sie das sogar schaffen. Aber ich vermute mal, als
Schöpfer eines ganzen Universums kann man sich ein gutes Stück
Gelassenheit und ein bisschen Humor leisten.
Und so stelle ich mir vor, wie Er sich in Seiner Sphäre mit dem
Äquivalent eines guten Scotch in so einer Art transzendentalen
Schaukelstuhl zurücklehnt, Seine Schöpfung belächelt, eine
Augenbraue hochzieht beim Anblick der vielen um ihre
selbstgebastelten Götzen herumtanzenden Fanatiker und sich lachend
auf die Schenkel klopft, wenn Er Margot Käßmann die Bibel auslegen
hört. Und so solidarisiere ich mich mit Ihm, nehme mir einen echten
Scotch in meinem echten Schaukelstuhl und proste Ihm himmelwärts zu.
Hast nicht immer alles perfekt gemacht, Herr, aber die Sache mit dem
Hirn, die hat was. Das war schon eine super Aktion.
Prost!
Ich wünsche allen ein wundervolles Pfingstfest, einen Scotch und
einen Schaukelstuhl (oder irgend etwas anderes mit gleicher Wirkung)
und genießt es, ein Hirn zu haben! Benutzt es zu Ehren Gottes und
zum eigenen Nutzen und lasst euch von keinem erzählen, das wäre
gegen Gottes Willen. Warum wohl sonst hat Er uns die Möglichkeit zum
Denken gegeben?
Dienstag, 24. Januar 2017
Sonntag, 22. Januar 2017
Kann man sich vorstellen
... daß ein neugewählter Bundespräsident Deutschlands folgende Ansprache hält?
Wir, die Bürger Deutschlands, haben uns in einem großen nationalen Kraftakt zusammengeschlossen, um unser Land wiederaufzubauen und seine Verheißung für alle Menschen.
Gemeinsam werden wir den Kurs Deutschlands und der Welt für viele, viele Jahre bestimmen. Wir werden Herausforderungen begegnen. Wir werden uns Härten stellen müssen. Aber wir werden die Aufgabe erledigen.
Die Zeremonie des heutigen Tages hat jedoch eine besondere Bedeutung weil heute nicht allein die Macht von einer Administration zur nächsten übergeben wird, sondern die Macht wird von Berlin übergeben und wir geben sie zurück an Sie alle, das Volk.
Zu lange hat eine kleine Gruppe die Vorteile der Regierung genossen, während das Volk die Kosten zu tragen hatte. Berlin florierte, aber das Volk hatte keinen Anteil an diesem Reichtum. Politikern ging es immer besser, aber die Arbeitsplätze verschwanden und die Fabriken schlossen.
Das Establishment schützte sich selbst aber nicht die Bürger dieses Landes. Ihre Siege waren nicht eure Siege. Ihre Triumphe waren nicht eure Triumphe. Und während sie in der Hauptsatdt der Nation feierten, hatten die bedrängten Familien überall in unserem Land wenig zu feiern.
All das ändert sich von genau diesem Moment an und genau von diesem Ort aus, denn dieser Moment ist Ihr Moment.
Er gehört Ihnen.
Er gehört all jenen, die sich heute hier versammelt haben und allen, die überall in Deutschland zusehen.
Dies ist Ihr Tag.
Dies ist Ihre Feier.
Und dies ist Ihr Land – die Bundesrepublik Deutschland.
Was wirklich zählt, ist nicht die Partei, die an der Macht ist, sondern ob das Volk unsere Regierung kontrolliert.
Dieser Tag wird in Erinnerung bleiben als Tag, an dem das Volk wieder der Herrscher dieser Nation wurde.
Die vergessenen Männer und Frauen dieses Landes werden nicht länger vergessen sein. Jeder hört Ihnen jetzt zu. Sie sind zu dutzenden Millionen zusammengekommen um an einem historischen Moment teilzunehmen, wie die Welt seinesgleichen noch nie zuvor gesehen hat.
Im Zentrum dieser Bewegung steht die entscheidende Überzeugung, dass eine Nation existiert, um ihren Bürgern zu dienen. Deutschlandner wollen großartige Schulen für ihre Kinder, sichere Wohngegenden für ihre Familien und gute Jobs für sich.
Dies sind gerechte und vernünftige Forderungen von rechtschaffenen Leuten und einer rechtschaffenen Öffentlichkeit. Aber für zu viele unserer Bürger existiert eine andere Realität. Mütter und Kinder, gefangen in Armut in unseren Innenstädten, verrostete Fabriken, wie Grabsteine über die Landschaft unserer Nation verstreut.
Ein Erziehungssystem, das viel Geld verschlingt, aber unsere jungen und schönen Schüler ohne Wissen zurücklässt.
Und die Kriminalität und die Banden und die Drogen, die zu viele Leben gestohlen haben und unserem Land so viel ungenutztes Potenzial geraubt haben. Dieses Gemetzel in Deutschland hört auf, genau hier, genau jetzt.
Wir sind eine Nation, und ihre Schmerzen sind unsere Schmerzen. Ihre Träume sind unsere Träume, und ihr Erfolg wird unser Erfolg sein. Wir teilen ein Herz, eine Heimat und eine glorreiche Bestimmung.
Den Amtseid, den ich heute ablege, ist ein Treueschwur an alle Deutschen.
Über viele Jahrzehnte haben wir ausländische Volkswirtschaften bereichert, auf Kosten der deutschen Wirtschaft, haben die Armeen anderer Länder finanziell unterstützt, während wir die Verarmung unseres Militärs zugelassen haben. Wir haben andere Länder reich gemacht, während der Wohlstand, die Stärke und das Selbstvertrauen unseres Landes am Horizont verschwunden ist.
Unsere Fabriken schlossen eine nach der anderen und verließen unsere Gestade ohne einen einzigen Gedanken an an die Millionen und Millionen von deutschen Arbeitern, die zurückblieben.
Der Reichtum unserer Mittelschicht wurde aus ihren Heimen gestohlen und verteilt in der ganzen Welt. Aber das war die Vergangenheit und jetzt blicken wir nur noch in die Zukunft.
Wir haben uns heute hier versammelt um ein neues Dekret zu erlassen, das in jeder Stadt, in jeder Hauptstadt eines anderen Landes gehört werden wird, in jeder Zentrale der Macht. Ab diesem Tag wird eine neue Vision unser Land bestimmen. Von diesem Tag an heißt es Deutschland zuerst, Deutschland zuerst.
Jede Entscheidung über den Handel, über Steuern, über Einwanderung über die Außenpolitik wird so getroffen, dass sie deutschen Arbeitern und deutschen Familien nützt. Wir müssen unsere Grenzen schützen vor der Verwüstungen durch andere Länder, die unsere Produkte nachmachen, unsere Unternehmen stehlen und unsere Arbeitsplätze vernichten.
Der Schutz wird zu großem Wohlstand und großer Stärke führen. Ich werde für Sie kämpfen mit jedem Atemzug meines Körpers und ich werde Sie nie im Stich lassen.
Deutschland wird wieder anfangen, zu gewinnen — gewinnen wie nie zuvor.
Wir werden unsere Jobs zurückholen. Wir werden unsere Grenzen zurückholen. Wir werden unseren Reichtum zurückholen. Und wir werden unsere Träume zurückholen.
Wir werden neue Straßen und Autobahnen bauen und Brücken und Flughäfen und Tunnel und Eisenbahnen durch unsere ganze wunderbare Nation. Wir werden unser Volk aus der Wohlfahrt rausholen und zurück an die Arbeit, um unser Land mit deutschen Händen und deutscher Arbeit wiederaufzubauen.
Wir werden zwei einfachen Regeln folgen: deutsche Produkte kaufen, Deutsche einstellen.
Wir werden freundschaftliches Einverständnis mit den anderen Ländern der Welt suchen, aber wir werden es tun im Bewusstsein, dass es das Recht aller Nationen ist, ihr jeweiliges Interesse voranzustellen. Wir wollen unsere Lebensweise niemandem aufzwingen, sondern sie als Beispiel leuchten lassen: für jedem, der uns folgen mag.
Wir werden alte Bündnisse verstärken und neue schließen und uns zusammenschließen gegen den radikalen islamischen Terrorismus, den wir vom Angesicht der Erde ausradieren werden.
Das Fundament unserer Politik wird die absolute Treue zu Deutschland sein und durch Loyalität zu unserem Land werden wir die Loyalität zueinander wiederentdecken. Wenn man sein Herz dem Patriotismus öffnet, bleibt kein Raum für Vorurteile.
Die Bibel zeigt uns, wie gut und wohlgefällig es ist, wenn Gottes Volk in Einigkeit zusammenlebt. Wir müssen unsere Gedanken offen aussprechen, unsere Meinungsverschiedenheiten ehrlich diskutieren aber immer nach Solidarität streben. Wenn Deutschland vereint ist, ist es einfach nicht aufzuhalten!
Haben Sie keine Angst! Wir werden beschützt, und wir werden immer beschützt sein. Wir werden beschützt von den großartigen Männern und Frauen unserer Streitkräfte und unserer Justizbehörden. Und vor allem: wir werden beschützt von Gott!
Schließlich müssen wir groß denken und noch größer träumen. Wir in Deutschland wissen, dass eine Nation nur lebt, wenn sie strebt! Politiker, die nur reden und nichts tun, immer nur klagen, aber nichts dagegen tun, werden wir nicht länger dulden.
Die Zeit für leeres Gerede ist vorbei. Jetzt kommt die Stunde des Handelns. Lassen Sie sich von niemandem erzählen, dass es nicht machbar ist. Keine Herausforderung ist zu groß für das Herz und den Kampf und den Geist Deutschlands. Wir werden nicht scheitern.
Unser Land wird wieder blühen und gedeihen. An der Geburt eines neuen Jahrtausends sind wir bereit, die Rätsel des Weltalls zu lösen, die Welt vom Leid durch Krankheiten zu befreien, und die Energien, Industrien und Technologien von morgen zu nutzen.
Ein neuer Nationalstolz wird uns bewegen, unseren Blick heben und unsere Teilung heilen. Es ist an der Zeit sich an die alte Weisheit zu erinnern, die unsere Soldaten nie vergessen werden, dass egal ob wir schwarz oder braun oder weiß sind, wir bluten alle das rote Blut der Patrioten.
Wir genießen alle die gleichen glorreichen Freiheiten und wir salutieren alle der gleichen, großartigen deutschen Flagge.
Und egal ob Kinder im Ruhrpott oder der windgepeitschten Ebenen Schleswigs geboren wurden: sie schauen hinauf zum selben Nachthimmel, in ihren Herzen werden die die gleichen Träume haben, und sie bekommen den Atem des Lebens von demselben allmächtigen Schöpfer eingehaucht.
Hört diese Worte, Deutsche in jeder Stadt nah und fern, klein und groß, von Berg zu Berg, von Meer zu Meer: Ihr werdet nie wieder ignoriert werden. Ihre Stimme, Ihre Hoffnungen und Ihre Träume werden das Deutschlands Schicksal bestimmen. Und Ihr Mut und Ihre Güte und Liebe werden uns für immer auf diesem Weg führen.
Zusammen werden wir Deutschland wieder stark machen. Wir werden Deutschland wieder wohlhabend machen. Wir werden Deutschland wieder stolz machen. Wir werden Deutschland wieder sicher machen. Und ja: zusammen werden wir Deutschland wieder großartig machen.
Danke! Gott segne Sie! Und Gott segne Deutschland!
„Wäre so eine Antrittsrede vorstellbar?“ — so fragte ich zu Beginn. Die Frage zu stellen, heißt sie zu beantworten ...
Sonntag, 1. Januar 2017
Jahresanfangsfigur
Seine Exzellenz, der alte Herr Staatsminister und Geheime Rat Johann Wolfgang v. Goethe, hätte sich wohl freundlich neben dieses junge, schöne Geschöpf in den Kissen hingelagert, und extemporiert ...
Zum neuen Jahr
Zwischen dem Alten,
Zwischen dem Neuen
Hier uns zu freuen,
Schenkt uns das Glück,
Und das Vergangne
Heißt mit Vertrauen
Vorwärts zu schauen,
Schauen zurück.
Zwischen dem Neuen
Hier uns zu freuen,
Schenkt uns das Glück,
Und das Vergangne
Heißt mit Vertrauen
Vorwärts zu schauen,
Schauen zurück.
Stunden der Plage,
Leider, sie scheiden
Treue von Leiden,
Liebe von Lust;
Bessere Tage
Sammeln uns wieder,
Heitere Lieder
Stärken die Brust.
Leider, sie scheiden
Treue von Leiden,
Liebe von Lust;
Bessere Tage
Sammeln uns wieder,
Heitere Lieder
Stärken die Brust.
Leiden und Freuden,
Jener verschwundnen,
Sind die Verbundnen
Fröhlich gedenk.
O des Geschickes
Seltsamer Windung!
Alte Verbindung,
Neues Geschenk!
Jener verschwundnen,
Sind die Verbundnen
Fröhlich gedenk.
O des Geschickes
Seltsamer Windung!
Alte Verbindung,
Neues Geschenk!
Dankt es dem regen,
Wogenden Glücke,
Dankt dem Geschicke
Männiglich Gut,
Freut euch des Wechsels
Heiterer Triebe,
Offener Liebe,
Heimlicher Glut!
Wogenden Glücke,
Dankt dem Geschicke
Männiglich Gut,
Freut euch des Wechsels
Heiterer Triebe,
Offener Liebe,
Heimlicher Glut!
Andere schauen
Deckende Falten
Über dem Alten
Traurig und scheu;
Aber uns leuchtet
Freundliche Treue;
Sehet, das Neue
Findet uns neu.
Deckende Falten
Über dem Alten
Traurig und scheu;
Aber uns leuchtet
Freundliche Treue;
Sehet, das Neue
Findet uns neu.
So wie im Tanze
Bald sich verschwindet,
Wieder sich findet
Liebendes Paar;
So durch des Lebens
Wirrende Beugung
Führe die Neigung
Uns in das Jahr.
Bald sich verschwindet,
Wieder sich findet
Liebendes Paar;
So durch des Lebens
Wirrende Beugung
Führe die Neigung
Uns in das Jahr.
Wenn man diese Verse liest, geht einem (und sogar dem "Bildungsfernen") wohl ein Begriff von der Größe dieses Mannes auf. Ein bloßes Gelegenheitsgedicht*), und doch: solche Vollendung! Möge das Bild, möge das Gedicht für uns alle, für die ganze Welt ein gutes Omen für das Neue Jahr bedeuten ...
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*) Goethe hatte am 28. Oktober 1801 das "Mittwochskränzchen" gegründet,
dessen Mitglieder sich alle 14 Tage in seinem Haus versammeln: Goethe,
Schiller und seine Frau Charlotte, Wilhelm und Karoline von Wolzogen, Meyer, Einsiedel,
Amalie von Imhoff, Frl. von Göchhausen, Frl. von Wolfskehl, Henriette Gräfin von
Egloffstein, Hauptmann
von Egloffstein, sowie Hofmarschall von Egloffstein und Frau.
Samstag, 31. Dezember 2016
Samstag, 24. Dezember 2016
Samstag, 26. November 2016
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