Montag, 2. November 2026

Zur Aufgabe der Schweizer Neutralität: Die letzte Bastion der Freiheit in Europa ist gefallen

von LePenseur
 
 
Einfach mal nachdenken, was sich da im Oktober getan hat ... das neutrale Land der ganzen Welt, nämlich die Schweiz, lehnt durch seine Stimmbürger faktisch die Weiterführung seiner seit dem Ende Napoleons in den Beschlüssen des Wiener Kongresses festgelegten und garantierten Neutralität ab. Hierzu ein nachdenklich machender Artikel von Hans-Jürgen Geese bei Anderwelt:
Was ist Ehre? Was ist Moral? Was ist Gerechtigkeit? Wenn alles gesagt ist, was zählt am Ende? Was waren die Werte unserer Väter, unseres Stammes, unseres Volkes? Wofür haben unsere Vorfahren gelebt? Für uns? Und was ist aus uns geworden? Wollen wir wirklich alle so werden wie die Amerikaner? Wirklich?

Die amerikanische Regierung schloss über 400 Verträge mit den Stämmen der Indianer. 374 wurden offiziell vom Kongress ratifiziert. Nicht ein einziger dieser Verträge wurde je von der amerikanischen Regierung voll erfüllt. Nicht einer!

Dann, im Jahre 1890, erklärte die Regierung die Eroberung des „wilden Westens“ als vollendet. Das Massaker von Wounded Knee, im Dezember 1890, unterwarf den letzten Widerstand der Ureinwohner. Konnte jetzt Frieden herrschen?

Nein, denn ab dem Jahre 1898 richtete sich die Politik der amerikanischen Regierung auf die Eroberung von Gebieten jenseits des eigenen Kontinentes aus. In jenem Jahr 1898 allein vereinnahmten die U.S.A. Kuba, die Philippinen, Puerto Rico, Guam und erklärten auch Hawaii formell als den U.S.A. zugehörig. Frieden?

Nein. Im Ersten und Zweiten Weltkrieg hielten sich die Amerikaner in Europa zwar zunächst zurück. Sie überließen das große Sterben den Europäern. Erst in der Schlussphase tauchten sie stets mit ihren Menschenmassen und neuen Waffen auf, um den Krieg für sich zu entscheiden. 1945 waren die Amerikaner die unumschränkten Herrscher auf Erden. Lediglich das widerspenstige Land mit Namen Sowjetunion wollte sich nicht fügen. Auf Nachfrage erhielt man aus Washington über die Jahre stets die gleiche Antwort: „Wir arbeiten daran.“ Jetzt an Russland. Das gilt bis heute, selbst nach Ende des kalten Krieges. Frieden?

Nein. Die Amerikaner schufen sich eine Reihe von internationalen Organisationen, die vor allem der Kontrolle der Europäer und als Waffe gegenüber Drittstaaten dienen sollten. Wir wollen uns hier mit der NATO beschäftigen.

Nach dem Beitritt von Schweden und Finnland gehören von den größeren Ländern in Europa (abgesehen von Liechtenstein, Andorra etc.) nur noch Irland, Österreich, die Schweiz und Serbien nicht der NATO an. Für alle vier Länder gilt die gleiche obige Aussage, jetzt seitens NATO/U.S.A.: „Wir arbeiten daran“.

Die zu Beginn des verlinkten Artikels angesprochene „Ehre“ läßt mich an eines der weisen Altergedichte von Theodor Fontane denken:

  Es kann die Ehre dieser Welt
  Dir keine Ehre geben,
  Was dich in Wahrheit hebt und hält,
  Muß in dir selber leben. 

In den Schweizer Stimmbürgern lebt sie offensichtlich nicht mehr. Hans-Jürgen Geese schreibt mit merklichem Dégoût:

... von Ehre ist auch in der Schweiz heute nicht mehr viel übrig geblieben. Dukatenscheißer sind das, Materialisten, Kleingeister, moralische Armleuchter wie in anderen deutschen Landen, die sich von primitiven Propagandisten einschüchtern lassen. 

Ja, darin ist ihm wohl zuzustimmen! Die der Demokratie innewohnende selbstzerstörende Kraft, die immer fragwürdigere Gestalten in Leitungspositionen schwemmt, wurde schon in der Antike beklagt. In der heute unverkennbaren Dekadenz unserer Gesellschaft brechen die Eiterbeulen der Korruption, des „Netzwerkens“, des Lobbyismus' auf und verführen den Wahlpöbel (den man schwerlich anders nennen kann) dazu, nach der geschickt alles und immer penetrierenden Propagandamaschine der Systemmedien die Ehre, die Freiheit und die rechtliche Anständigkeit für das Linsengericht eines scheinbar profibalen, in Wirklichkeit aber bloß feig-konformistischen Mitmachens aufzugeben.
 

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