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Dienstag, 28. Juli 2026

Nachbemerkung zur Wutrede von Prof. Haditsch

von Helmut
 
 
Der erste Kommentar zu meinem jüngsten Artikel Die Wutrede des Prof. Dr. Dr. Martin Haditsch lautete so:
 
Dann mögen bitte alle, die den Westen für so verkommen und grenzdebil halten wie dieser große professorale Rhetoriker, schleunigst diese verkommene Welt verlassen und nach Russland, China oder Korea zügeln. Ansonsten müsste eine Fachdiagnose gestellt werden, wg. Verdacht auf schwere masochistische Störung.  
 
Dieser Kommentar ist dermaßen verfehlt, um nicht zu sagen, kindisch, dass ich darauf erst gar nicht antworten wollte. Wenn ich es nun doch tue, dann hängt das damit zusammen, dass ich dadurch anderen Lesern, die mir solchen "Argumenten" konfrontiert werden, Hilfestellung zur Argumentation gebe.

1) Ich halte den Westen nicht für dumm und grenzdebil, sondern die Politiker für verantwortungslos und geldgierig, sowie die Bevölkerung für gutgläubig und oftmals politisch uninteressiert. Dadurch ist es möglich, den Leuten einzureden, dass man Russland besiegen könne, wenn man nur genügend Waffen und Geld in die Ukraine schickt. Dieser Gedankengang ist tatsächlich als grenzdebil zu bezeichnen.

2) Über das Verlassen der westlichen Länder gibt es eine äußerst unterschiedliche Sichtweise, die mit der jeweiligen familiären Problematik zusammenhängt. Kein Mensch wird sein Land verlassen, auch wenn es noch so angesagt wäre, wenn er z.B. jemanden aus der Familie zuhause hat, den er/sie pflegen muss.

Dazu muss man dazu den inneren Schweinehund überwinden, der sich hauptsächlich in der Bequemlichkeit finden lässt. Als ich familiär frei war, als beide meiner Elternteile verstorben waren sowie meine erste Frau, war ich sehr wohl in der Lage, die politische Situation in Deutschland zu beobachten, genauso wie den wirt-schaftlichen Niedergang. Der NATO-Gipfel Juli 1997 in Madrid gab dann definitiv Anlass zur Entscheidung, denn jeder, der einmal im Militärdienst war und klar denken konnte, war in der Lage, sich die Zukunft auszumalen, wenn sich plötzlich Russland von den ehemaligen Warschauer-Paktstaaten als neue NATO- Staaten umringt sieht.

Wir gingen nicht nach Nordkorea, sondern in das Land meiner neuen Partnerin, nach Rumänien, genauer nach Siebenbürgen. In ein Land, in dem sicher vieles nicht so ist, wie es sein sollte, aber das mir und meiner Familie mehr Sicherheit bietet. Auch nach den Jahrzehnten meines Umzugs habe ich das nicht bereut.

Natürlich habe ich auch die politische Entwicklung in Rumänien verfolgt, was mich letztlich veranlasst hat, sogar noch als Pensionist auf einem Dorf, weit weg von der Stadt, ein Haus zu bauen, wo nicht nur meine Familie, sondern alle meine Kinder, die in Österreich und Deutschland leben, mit ihren Familien Platz hätten, wenn es notwendig wäre. Wenn es mal kracht, dann sicher ncht dort, wo ich dann wohne.

Dazu habe ich meine politische Einstellung behalten, ich demonstriere gegen die NATO, genauso wie gegen die eklatanten Fehlentscheidungen in der europäischen Politik. Am Haus bei mir prangen an der Fassade die Aufrufe zum Austritt aus der NATO, und ich werde in der nächsten Zeit die erste Friedensinitiative in Rumänien ins Leben rufen, weil es sowas hier noch nicht gibt.

So, wie ich Ihren Kommentar einschätze, werden Sie sich freuen, wenn Sie in Deutschland leben sollten, dass Sie Ihre Kinder in den Krieg schicken können, und, wenn Sie in Österreich leben sollten, dass Sie weiterhin Millionen und Milliarden aus Ihrem Steuergeld in die Ukraine transferieren können. Ich könnte sogar darauf wetten, dass Sie sich niemals an einer Demo für oder gegen irgendwas beteiligen würden
dafür sind Sie nicht der Typ.

Und so ist jeder seines Glückes Schmied, wie das Sprichwort sagt
vergessen Sie das niemals!
  

Dienstag, 9. Juni 2026

Frieden zwischen der Ukraine und Russland?

von Helmut
 
 
Eine sehr interessante Analyse über einen möglichen Frieden zwischen der Ukraine und Russland habe ich hier entdeckt. (Verfasser: Bert Ehgartner). Nachdem ich das gelesen habe, stellte ich mir die Frage, ob dieses lange Hinauszögern von bilateralen Verhandlungen, was vor allem Selensky gebremst hat, bei ihm auf diese Problematik zurückzuführen ist. Möglicherweise sieht er das in einem anderen Licht, als gelernter Clown und Schauspieler, aber sicher hat er Berater, die ihm das erklärt haben.

Friedensvertrag und die damit verbundenen Probleme

Das größte der ungelösten Probleme eines Friedensvertrags der Ukraine mit Russland liegt auf ukrainischer Seite. Denn Russland kann den enormen Verlust an Menschenleben und Ressourcen zumindest damit rechtfertigen, dass die Krim und die Gebiete im Osten mit vorwiegend russisch-sprachiger Bevölkerung 'befreit' wurden und nun sicher vor ukrainischen Attacken seien. Die russischen Soldaten werden zu Hause als Helden empfangen werden. Sie können ihren Sold investieren und kehren in eine weitgehend intakte Heimat zurück.

Aber was sagt Selenskij seinen Leuten? Wie kann er den ultranationalistischen und rechts-extremen Gruppierungen (Azov, Svoboda, Pravyi Bewegung), die sich bereits vor dem Krieg über Hass und Ablehnung alles Russischen definierten, erklären, dass die Ost-Gebiete verloren sind? Was sagt er den rund 800.000 Soldaten, die seit vier Jahren ihr Leben riskiert haben und nun als Verlierer heimkehren?

Was der Bevölkerung, die Unvorstellbares mitgemacht hat: Wo die Mehrzahl der Familien zerrissen wurde, weil Millionen Menschen geflüchtet, viele auch gefallen und noch mehr verwundet und verkrüppelt sind?

Ein enormes Problem stellen auch jene zehntausenden Soldaten dar, die entwurzelt wurden, keine Chance auf eine Rückkehr in ihre Berufe haben, schwer traumatisiert und in vielen Fällen in die Zivilgesellschaft gar nicht mehr resozialisierbar sind. Noch dazu in einem bankrotten Staat mit einer ruinierten Wirtschaft, die außer bei der Produktion von Drohnen kaum irgendwo konkurrenzfähig ist. Einem Staat ohne Sozialhilfe, dafür mit grassierender Korruption.

Wer kümmert sich hier um Männer, die täglich an der Kippe zum Tod standen und auch selbst getötet haben? Was macht man mit solchen Leuten in Friedenszeiten? Wie soll man mit emotionalen Krüppeln und wandelnden Zeitbomben umgehen?


In der Menschheitsgeschichte kamen solche Situationen immer wieder vor. Und es fanden sich manchmal auch unkonventionelle Lösungen. Vielleicht habt Ihr im Geschichtsunterricht von dieser gehört:
Im 10. und 11. Jahrhundert litten weite Teile Frankreichs (und angrenzender Regionen wie Flandern/Niederlothringen, also Teile der heutigen Benelux-Staaten) unter endlosen Fehden. Ritter und kleinere Adlige führten private Kriege, oft mit angeheuerten Söldnern. Plünderungen, Vergewaltigungen und Zerstörungen waren alltäglich
vor allem gegen Bauern und Besitztümer der Kirche. Es gab schon länger keine zentrale Ordnungsmacht, die dem Einhalt gebieten konnte. Weder Landwirtschaft nach Handwerk oder Waren-Transport waren unter diesen Bedingungen möglich. Die Belastung für die Gesellschaft wurde unerträglich.

Da kam Papst Urban II. im Jahr 1095 auf eine großartige Idee. Ein Kreuzzug sollte die überschüssige, destruktive Gewalt der fränkischen Ritter und ihrer Gefolgsleute nach außen lenken – gegen die "Ungläubigen" im Osten.

Tatsächlich gelang es mit Propaganda und Druck, ein riesiges Heer von mehr als 100.000 Personen auf den Weg nach Jerusalem zu schicken, um das 'Heilige Land' von den Ungläubigen zu befreien. Rund 7.000 Ritter und ihre Infanterie inklusive Anhang verließ das gebeutelte Heimatland auf mehrere Jahre. Das Chaos herrschte nun anderswo - weit weg. Rund 70% der Leute, die in den Kreuzzug gezogen waren, kamen nicht mehr zurück. Und somit konnte sich in Europa die Ordnungsmacht wieder etablieren und ein normales Leben ermöglichen.

Wie es aussieht wird derzeit an der modernen Variante dieser Kreuzzugs-Idee gearbeitet. Und diese lautet: Das verheißene 'Heilige Land' der Ukraine wird die EU. Die heldenhaften Soldaten, die als einziges Heer Europas
neben RusslandKampferfahrung haben, bilden künftig den Kern eines gemeinsamen EU-Heers.

Und für die ukrainische Bevölkerung gibt es das Trostpflaster, im Eilverfahren in die europäische Staatengemeinschaft integriert zu werden. Das verspricht eine Perspektive auf Wohlstand, Wiederaufbauoder, wenn das nicht klappt, ungehinderten Umzug in ein anderes EU-Land.

Der EU-Beitritt soll demnach dafür sorgen, dass die Ukraine nach einem Friedensvertrag halbwegs stabil bleibt.

Doch was bedeutet die Idee für die Europäische Union selbst und ihre Mitglieder? Wenn man den historischen Vergleich nachliest, so ging die Sache für das 'Heilige Land' damals nicht wirklich gut aus. Zehntausende Einheimische starben während des Plünderzuges der Kreuzzügler entlang der Levante und bei der blutigen Eroberung Jerusalems. Ein Schock, der in der muslimischen Erinnerung bis heute nachwirkt.

Es entstanden eigene Herrschaftsstrukturen - die so genannten Kreuzfahrerstaaten. Für die bisherigen Strukturen bedeutete dies Fremdherrschaft, Gewalt und hohe Steuerlast. Der Kreuzzug veränderte die Machtverhältnisse im Nahen Osten nachhaltig und trug zur Einigung - der bislang untereinander zerstrittenen - muslimischen Gruppierungen bei. Nach und nach wurden - z.B. unter Saladin, die Nachfahren der Kreuzzügler zurückgedrängt und besiegt. Viele flohen, wurden getötet oder versklavt.
Dies ließe sich so interpretieren, dass der EU turbulente Zeiten bevor stehen, wenn die neue Kreuzzugs-Idee der Aufnahme der Ukraine tatsächlich umgesetzt wird.

In zehn Tagen sollen die konkreten Verhandlungen über einen beschleunigten EU-Beitritt beginnen.

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P.S.: was diese Frau da in Petersburg gesagt hat, fand ich bemerkenswert. Worum ging's?

Da ist eine EU-Abgeordnete aus einer der kleineren Oppositionsparteien in Rumänien (nennt sich S.O.S. Romania), die sich meist durch ihre nicht jedem genehme Art und Weise der Wortwahl bemerkbar macht. O.k., mir schmeckt das oft auch nicht, aber was diese Frau sagt, trifft immer des Pudels Kern.

Nun ist sie mit anderen Oppositionellen, auch mit der AfD, nach Petersburg zum Symposium von Putin gefahren und hat auch dort direkt das Wort an Herrn Putin gerichtet. Der Inhalt ihrer Aussage ist in meinen Augen bemerkenswert — denn nur so kann man Frieden erreichen:



Dienstag, 2. Juni 2026

Prof. Jeffrey Sachs: Germany Is Leading Europe Toward World War III

von kennerderlage
 
 
Wie lautet das bekannte Sprichwort? Wer aus der Geschichte nicht lernt, ist verdammt, sie zu wiederholen.... 
 


Mittwoch, 25. Februar 2026

Douglas Macgregor

von LePenseur
 
 
... ausnahmsweise mal von mir präsentiert, nicht von unserem Kollegen kennerderlage, in einem Gespräch mit Roman Zeller von der Schweizer Weltwoche. Colonel Macgregor muß aufpassen, daß er kein Geld auf EU-Konten hat, sonst geht es ihm so wie seinem Schweizer Kollegen Oberst Jacques Baud, der par ordre du moufti mit EU-Sanktionen de facto enteignet, ja entmündigt wurde. Ein korruptes Verbrecherregime, das ein ebenso korruptes Verbrecheregime unterstützt — und jeden Hinweis darauf, daß zwei schmutzige Hände sich gegenseitig waschen, mit dem sozialen und finanziellen Tod des Ehrlichen ahndet. Ein Sittenbild, wie es selten in dieser abstoßenden Deistigkeit vor unseren Augen enthüllt wurde. 
 
 
Macgregor spricht Klartext und die Weltwoche traut sich (noch), es zu veröffentlichen: Ehre wem Ehre gebührt, denn nicht nur die ideologisch eingewiesenen MSM-Journaillisten der Staatsmedien, sondern auch die angeblich so unabhängigen Redakteure der Zeitungen und Magazine sind längst auf Kurs gebracht worden und gleichgeschaltet wie vor 80, 90 Jahren ...
 

Sonntag, 11. Januar 2026

Papst warnt vor Kriegstreiberei und „Orwellscher Sprachverwirrung“

von LePenseur
 
 

 ... betitelt sich ein lesenswerter Artikel über die traditionell jährliche außenpolitische Ansprache des Papstes vor dem beim Heiligen Stuhl akkreditierten Diplomatischen Corps:
In einer ungewöhnlich scharfen Rede vor rund 184 Diplomaten am Heiligen Stuhl hat Papst Leo XIV. die internationale Gemeinschaft eindringlich vor einer Rückkehr der Kriegsideologie und einer verzerrten Sprache gewarnt, die demokratische Formen aushöhle. 

  [...] Leo, der erste US-amerikanische Papst, zeigte sich alarmiert über die zunehmende Bereitschaft von Staaten, ihre außenpolitischen Ziele mit Gewalt durchzusetzen. „Ein Eifer für den Krieg breitet sich aus“, sagte er besorgt.

Da Deutschland sowohl in der katholischen Welt als auch in der Friedenspolitik keine bedeutende Rolle spielt, nannte der Papst selbstverständlich hier weder Merz und Kiesewetter. Sie dürfen sich aber durchaus hier vom Papst verurteilt sehen, ebenso wie deutsche Kleriker, die in den letzten Jahren immer wieder fast direkt den Krieg gegen Russland „gesegnet“ haben.
Man mag katholisch sein oder nicht, diesen Papst schätzen oder nicht — egal! Doch: wo er recht hat, hat er eben recht.
 
Adolf Trumpler wird sich dadurch nicht beeindruckt zeigen (Narzissten geht jede Kritik beim einen Ohr rein und beim anderen wieder raus), aber vielleicht führen diese klaren Worte des Papstes bei Vize-Präsident J.D. Vance zum Anstoß eines Nachdenkprozesses. Angesichts des Alters des US-Präsidenten könnte er durchaus bald in die Position kommen, sich in seinen Entscheidungen von denen seines Vorgängers abzugrenzen. 
 
Die Hoffnung stirbt zuletzt ...
 

Mittwoch, 24. Dezember 2025

Is Peace Possible?

von kennerderlage
 
 
Passend zum "Fest des Friedens" diskutieren Judge Napolitano und Prof. John Mearsheimer zum Thema der Friedensaussichten in Ukraine, Gaza oder Iran: 
 
 
Mit Bezug auf den Ukraine-Konflikt und die hirnlosen Auslassungen von EU-Politikern wie Kaja Kallas hier noch eine interessante Diskussion zwischen Douglas Macgregor und Daniel Davis mit vielen Verweisen auf historische Vorbilder:
 
 
P.S.: damit verabschiede auch ich mich einige Tage lang vom LePenseur-Blog. Man muss auch mal eine Pause machen.... 

Montag, 1. Dezember 2025

«Die Ukraine könnte implodieren»: General a.D. Kujat über Trumps Friedensplan und die Chance für Frieden

von kennerderlage 
 
 
Im Vergleich zu den Darlegungen von Douglas Macgregor, John Mearsheimer und anderen, deren Videos ich auf diesem Blog vorgestellt habe, durchaus anders im Detail eine Analyse des ehemaligen Generalinspekteurs der Bundeswehr, General Harald Kujat in einem Interview (vom vergangenen Freitag) mit der Schweizer «Weltwoche»:
 
 
Durchaus anders die Beurteilung der Lage durch Douglas Macgregor in seiner Analyse bei Daniel Davis' «Deep dive»: 
 
 
Der Vergleich der beiden Standpunkte (die sich freilich in weiten Bereichen decken!) ist interessant zu beobachten! 
 

Freitag, 7. November 2025

Dr. Eugen Drewermann: So treiben sie uns in den 3. Weltkrieg

von Manfred Müller
 
 
 
Zweieinhalb Stunden in freier, zutiefst beeindruckender Rede eines 85-jährigen Theologen und Philosophen ...
 

Sonntag, 19. Oktober 2025

Jeffrey Sachs & John Mearsheimer: Spheres of Security to Prevent World War III

von kennerderlage
 
 
Moderiert von Prof. Glenn Diesen — spezialisiert auf Fragen zur russischen internationalen Politik, sowie auf Weltwirtschaft, Konservativismus und die Greater Eurasia Initiative — diskutieren zwei der bedeutendsten akademischen "Schwergewichte" zur Frage, wie ein 3. Weltkrieg verhindert werden kann:
 

Zusammenfassung unter dem Video:

How should the security needs of great powers be balanced with the sovereignty of smaller nations on their border? The concept of Spheres of Security limits the activity of other borders of other great powers. Mexico has the freedom to engage in political and economic cooperation with any state, yet Mexico does not have the freedom to host Russian missiles or Chinese military bases. This is common sense and must be applied to all great powers, yet how feasible is such an agreement between the great powers? 

John J. Mearsheimer is the R. Wendell Harrison Distinguished Service Professor of Political Science at the University of Chicago, where he has taught since 1982. Jeffrey D. Sachs is a world-renowned economics professor, bestselling author, innovative educator, and global leader in sustainable development. 

 

Sonntag, 28. September 2025

True Peace Making

by  Meme Dept. 



Dienstag, 16. September 2025

Friedensdemo in Berlin am 13.9.2025

von Helmut
 
 
Ich habe keine genauen Zahlen, aber ich habe den Eindruck, es war gut besucht. Nun müsste so etwas regel-mäßig kommen, damit die Leute beginnen, aufzuwachen.

https://www.facebook.com/watch/?ref=saved&v=24935879776035811

https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2025/09/berlin-brandenburger-tor-gaza-demonstration-wagenknecht-massiv-hallervorden.html

Ich habe meinen Teil dazu in Rumänien heute beigetragen, ich habe das auf rumänisch veröffentlicht, und auch das Lied mit rumänischen Untertiteln.

WIR SAGEN "NICHT IN UNSERM NAMEN!"

Steht endlich auf, wenn Euch etwas an Euren Familien liegt! Dieses einzigartige Lied wurde in 40 Sprachen übersetzt.

https://www.kla.tv/38546

Albanisch, Arabisch, Bengali, Bulgarisch, Chinesisch, Dänisch, Deutsch, Englisch, Estnisch, Finnisch, Französisch, Georgisch, Griechisch, Indonesisch, Isländisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Kroatisch, Lettisch, Litauisch, Norwegisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Russisch, Schwedisch, Slowakisch, Slowenisch, Spanisch, Swahili, Tamilisch, Thai-ländisch, Tigrinisch, Tschechisch, Türkisch, Ungarisch, Urdu, Vietnamesisch.

Ihr erkennt in Rumänien nicht, wie Ihr von den Mächtigen in Bukarest hinters Licht und in den Krieg geführt werdet! Ich bin alt, und meine Kinder und Enkel sind alle in Sicherheit. Aber ich werde weiterhin für den Frieden protestieren, und zwar für für die Einwohner in Rumänien, die ich zwar alle besonders schätze, egal welcher Nation, aber die verlernt haben, sich für ihre Rechte einzusetzen.

Deshalb werde ich auch wieder mit meinem Schild demonstrieren, auch vor den Toren der Kasernen in Sincu, wenn dort die NATO-Manöver beginnen. Ich werde niemanden aufrufen da mitzumachen, weil man das als Aufruf zum Aufruhr juristisch auslegen könnte. Aber ich mache von meinem Recht der Verfassung nach Artikel 30 Gebrauch, solange es noch geht.

RUMÄNIEN BRAUCHT FRIEDEN, AUCH WENN ES VIELE NICHT VERSTEHEN!

War jemand dort, der in Berlin lebt und hat das authentisch gesehen?
 

Montag, 15. September 2025

Ein Beitrag gegen das Vergessen

von Helmut


Ich bin beileibe kein Anhänger von Willy Brandt, und stand seinen Ansichten in politischer Hinsicht meist konträr gegenüber. Am meisten hat mich gestört, welchen Meinungswandel er vollzogen hat, im Vergleich zu seiner Zeit als Bürgermeister von Berlin und später als Bundeskanzler.

Aber es ist nicht falsch, sich auch mal zurückzuerinnern, und zu vergleichen, welche Meinungen vor 40 Jahren vertreten wurden und was davon in der heutigen Zeit übrig geblieben ist. Ich zitiere zwei Passagen aus der

Eröffnungsrede von Brandt am 29.3.1983 als Alterspräsident des 10. Deutschen Bundestages

Zur Aufrüstung:

Und niemand wird bezweifeln können, daß eine zunehmende Zahl von Menschen bei uns in der Bundesrepublik — gewiß eine deutliche Mehrheit nicht nur der jüngeren — gegen den internationalen Rüstungswettlauf aufbegehrt; (Beifall bei der SPD und bei Abgeordneten der CDU/CSU, der FDP und der GRÜNEN) einen internationalen Rüstungswettlauf, der gewiß auch eine der Hauptursachen — mittlerweile die Hauptursache — der Weltwirtschaftskrise ist einschließlich der sich in weiten Teilen der Dritten Welt noch verschärfenden Not.

Viele derer, die uns hierher geschickt haben, erwarten von uns, wir sollten den Einfluß der Bundesrepublik Deutschland so zur Geltung bringen, daß mindestens ein Teil der heute weltweit für militärische Zwecke aufgewendeten Mittel so umgelenkt wird, daß er dem Kampf gegen Hunger und Elend zugute kommt, (Beifall bei der SPD und bei Abgeordnetender CDU/CSU, der FDP und der GRÜNEN) und daß durch partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Entwicklungsländern beiderseitiger und allseitiger Vorteil erzielt wird.

Stellen wir uns vor, wir könnten zusammen mit anderen im Zuge erfolgreicher Abrüstungs-verhandlungen eine Art Marshallplan für die Dritte Welt in Gang bringen. Die eigenen Beschäftigungsprobleme sähen auf Jahre hinaus völlig anders aus.

Und dazu die prinzipielle Einstellung:

Und noch einmal sage ich es: Das Parlament in seiner Gesamtheit — und jeder Abgeordnete für sich — ist dazu berufen, darüber zu wachen, daß die auf Zeit vergebene demokratisch-politische Macht zum Wohle aller gebraucht wird. Die letzte und erste Instanz demokratischer Souveränität ist das Volk. Der Bundestag ist seine ständige Vertretung. Wir, die Mitglieder des Bundestages, haben unser Mandat als Lehen der Bürger empfangen, und so haben wir es wahrzunehmen. Unser Auftrag ist auf Zeit erteilt.

In diesem Geiste und in diesem Wollen werden wir — so hoffe ich — manche Sorgen ausräumen können, die unser Volk belasten. Das beste, das ich uns wünschen kann, ist: Mögen viele Menschen mit ihren Sorgen und mit ihren Hoffnungen sich in dem wiederfinden, was wir hier im Hause beraten und beschließen werden.

Frage: Was ist davon übriggeblieben?
 

Dienstag, 2. September 2025

Weil die Deutschen nicht mit am Verhandlungstisch sitzen (können) ...

Gastkommentar
von Brutus
 

An sich wäre es erforderlich, einen größeren Bogen zu spannen. Da es aber nun mal so ist, wie es ist, muss es hiermit knapper gehalten werden, weil das allgemeine Erfassungspotential lesenderseits, eben neuerdings auch knapper gehalten ist, der vorausgehenden MSM Konditionierung geschuldet.

Dieses Schreiben richtet sich im Wesentlichen zwar an Wladimir Wladimirowitsch Putin, aber es steckt erkenntnisseitig für weit mehr, als für ihn, Potential drin:

 

Weil Sie, hochverehrter Genosse Wladimir Wladimirowitsch Putin, nunmehr am eigenen Leibe erfahren haben, wie es unser beider Opponenten, die einst gegen uns und heute gegen sie das Schwert zogen, nun mal vorgehen, sollte es Ihnen leicht fallen, den Bogen auch wirkungsseitig bis zu uns zu spannen. Der Ausgangspunkt für die SMO (Donbasskonflikt, umgangssprachlich fälschlicherweise als Ukrainekrieg betitelt) ist ein einziger Faktor. Zuweilen gerät er aufgrund der vielen sich schier sekündlich selbst überholenden Meldungen, aus dem Fokus.

Womit fing es denn an? Worüber stimmte denn die Krim ab, als sie sich gegen die Ukraine entschied? Und wie könnte man es dem Deutschen Leser, in etwa, adäquat verständlich machen? Die Krim stimmte darüber ab, ob sie das Diktat aus Kiew, dem seit 2014 und Maidan und terroristischem Sturz Janukowitsch, hochoffiziell CIA kontrollierten Kiew fortan nur noch Ukrainisch als Landessprache akzeptieren zu müssen. 

Auf Deutsch übertragen, wäre es dasselbe, als gäbe es in Berlin einen Beschluss, dass fortan für Gesamt-deutschland nur noch Holländisch als Landes- und Amtssprache akzeptabel sei.

Wer kein holländisch kann, ist demgemäß in amtlichen Angelegenheiten "bewegungsunfähig".

Das wollten die Bewohner der Krim nicht, das wollte der Donbass nicht, das wollte auch die Mehrheit in Odessa nicht.

Die CIA zündete das Gewerkschaftshaus in Odessa mitsamt seinen sprachlichen Initiatoren, Russisch als Umgangs und Amtssprache behalten zu dürfen, einfach an. Zugegeben, vereinfacht ausgedrückt, aber letztlich präziser, als es die gehabte und verbogene Berichterstattung, über die angebliche Wirklichkeit es beschreiben könnte.

Unser beider Gegner vermaleidet also uns jeweils unsere Sprache. Heute und aktuell, Ihnen Ihre russische Muttersprache innerhalb der CIA-Ukraine und (ExUkriane), einst dazumal über den heutigen Tag allerdings hinausgehend und HOCHAKTUELL uns unsere Deutsche Sprache.

"Deutsch (Anm.: zu sprechen und zu denken) macht klug. Gut und klar gesprochenes Deutsch, fördert die Intelligenz und das Denken!"

Nancy Mandody, in Dubai geborene halbindische Tochter eine bayerischen Mutter, die erst im Alter von 12 Jahren begann, Deutsch überhaupt zu erlernen, nachdem sie bis dahin ausschließlich englisch sprach!
(Verweis incl. aktuellem Video am Textende unten)

Die Vertreibung Deutscher 1947 also lange NACH dem Potsdamer Abkommen aus den Ostgebieten, genauer aus Ostdeutschland, namentlich Pommern, Schlesien, Ostpreußen und Danzig, aber auch Memel, Riga usf. war keine Vertreibung bestimmter Menschen einer konkreten RASSE, es war auf den Punkt dasselbe, was ihren Landsleuten auf der Krim und dem Donbass aktuell widerfuhr.

Es war die Vertreibung Deutsch sprechender Menschen, die Alle hätten bleiben können (und zu Tausenden auch geblieben sind, wenn sie sich verpflichteten, fortan die für sie fremden Sprachen polnisch oder russisch zu sprechen (und zu denken) Unpräziser eben!

Die Frage bei der Vertreibung war dahingehend eindeutig. Sind sie Pole oder Deutscher, als Pole (wenn sie sich polnisch artikulieren können), dürfen sie bleiben und es passiert ihnen gar nichts, als Deutsche haben sie morgen früh um 05:00 Uhr am Bahnhof zu stehen, Ihr Haus ist aufgeräumt die Betten frisch bezogen und die Türen sind nicht verschlossen. Sie werden vertrieben und werden ihre Heimat nie wiedersehen!

So, und nicht anders ist es geschehen. Die Ursachen dafür sind andere, als sie im nach dem Krieg geschriebenen Geschichtsbuch stehen. Auch dafür hat unser beider Opponent seine eindeutige Handschrift, weil es immer dieselbe ist, hinterlassen.

Für Sie in Butcha!

Unser Butcha, kriegen wir seit 70 Jahren (und Sie genauso) aus dem vorgenannten Geschichtsbüchern vorgelesen. Eins davon hat sich auf Initiative der Polen (ausgerechnet) pulverisiert, Katyn. Also Jene, die es pulveriesieren hätten müssen, Deutsche ohnmächtig, Russen, unaufmerksam, also offenkundig ohne Anleitung Dritter handlungsunfähig.

Soweit die Vorbemerkung. Kommen wir zur Sache ...

In allen Geschehnissen und Zeitabschnitten stecken Chancen, die man für sich, in dem Fall Chancen für Sie und uns nutzen kann.

Man muss die Gelegenheit und Chance nur beim Schopf packen. Diese Gelegenheit und Chance hatten alle ihre Vorgänger, wegen der fehlenden zeitlichen äußeren Entwicklung (und Anlass) ausdrücklich nicht, sie hatten im Speziellen auch nicht die Erfahrungen der Krim, des Gewerkschaftshauses in Odessa, aus Butcha und den Donbass an sich.

Solange Sie also an derselben Vorgehensweise gegen uns, gemeinsam mit denen, gegen die sie heute kämpfen, festhalten, erkennen Sie leider nicht, woraus unsere Butchas in Summe bestehen und welche Folgen es hat, diese weiterhin am köcheln zu halten. Denn nur dieses ursächlich tendenziöse Köcheln ist es, was sie vor all- und überfälligen Handlungen abhält.

"Teile und Herrsche" ist eine universelle Gegebenheit. Diese kann man Dritten überlassen, konkret den Butcha West-Medienspektakel Initiatoren oder man eignet sie sich in gleichem Maße an, wie es unser beider Opponenten tun, die uns in der Ohnmacht und Handlungsfähigkeit im Schwitzkasten halten.

Teilen und (be-)herrschen Sie bitte gerne, indem Sie das, was Sie für Ihre Landsleute für den Donbass und der russischen der Krim, im Bezug der verursachenden CIA dirigierten Ausgangsgegebenheit herausholen konnten, bitte auch in der seit 80 Jahren auf Klärung wartenden Deutschen Angelegenheit für die adäquaten Gebiete.

Pommern, Schlesien, Ostpreußen, Danzig, (Saratow?)!

Keine Grenzen verschieben, keine sonstigen Maßnahmen einzig, die Deutsche Sprache als Amtssprache für diese Gebiete verbindlich wieder einführen und es mit einer Ewigkeitsgarantie dabei belassen lassen.

Klugheit importieren! (vgl. Video mit Nancy Mandody)

Das Volk, dem aktuell eine Wehrpflicht für einen Einsatz gegen einzig Ihr Volk wieder auferlegt werden soll, zerteilen sie damit in Jene, die das mitmachen und Jene, die einen Ausweg benötigen und händeringend danach suchen. Denen, die uns im Schwitzkasten haben, nehmen sie damit die Soldaten weg und machen sie bestenfalls zu ihren eigenen Soldaten.

Teile und herrsche und die Lehren von Sunzi par excellence zelebriert,
wie es nicht perfekter geschehen kann.

Nur durch die Sprache!

Denn genau das ist es was sie bei Ihnen angegriffen haben. Sie haben sie sich für Ihre Landsleute zurückerkämpft, erkämpfen sie diese bitte auch mit großem Vorteil für Sie, auch für unsere Landsleute zurück, und zwar dort hin, wohin ihre Zuständigkeit nun mal reicht!

Die Immauel Kant Universität in Königsberg hat lange ausgeharrt. Schenken sie der Stadt und dem Gebiet wieder das, was sie seit 750 Jahren erschaffen hat: Die Sprache.

Und jene, die gegen sie die Säbel rasseln, geht schlichtweg die steuerbare humane, ihr (Flucht-)Angebot dankbar annehmende Masse verloren!

Unser beider Gegner führt den Krieg an etlichen Frontabschnitten. Dieser Frontabschnitt kokelt unter-schwellig schier unerkannt aber auch unidentifiziert vor sich hin.

Unsere Sprache, die Sie ja nun auch bravourös beherrschen. Schenken Sie sie, Kraft Ihres Amtes, uns, zu unser Beider Nutzen und Vorteil, bitte wieder zurück!

https://telegra.ph/Deutsch-es-geht-nur-um-Deutsch-08-10

(Das bemerkens- und sehenswerte Video bzgl. Deutsch mit Nancy Mandody, ganz am Ende)

 

Mittwoch, 20. August 2025

What means Trump's "Security Guarantees" Proposal?

von kennerderlage


 
Wenn man ohne Scheuklappen und Wunschdenken das Interview verfolgt, wird man zum Schluss kommen: Macgregor hat einfach recht. Es mag nicht angenehm sein, derart in die reale Situation geholt zu werden. Doch es ist Voraussetzung sinnvolle Verhandlungen zu starten. Das mag vielleicht nicht ins Hirn nationalistischer ukrainischer Hardliner passen: aber dann ist es die verdammte Pflicht und Schuldigkeit aller EU-Politiker, die sich einen Rest von Anstand bewahrt haben, es ihnen beizubringen!
 
Die Frage, ob es solche EU-Politiker denn gibt, lasse ich lieber ungestellt ...

Dienstag, 12. August 2025

Alaska also...

von kennerderlage
 
 
Einst ein Teil Russlands, heute der U.S.A. Ein interessanter Austragungsort, so ein Meeting abzuhalten ... Prof. Jeffrey Sachs über seine (eher bescheidenen) Erwartungen, was das Treffen zwischen Putin und Trump bringen kann:



Nun, bald werden wir es wissen — oder auch nicht. Wie internationale Politik eben ist: Desinformation auf allen Seiten...

Mittwoch, 30. Juli 2025

Respekt vor den Leuten mit Rückgrat!

von Helmut
 
 
Über das Gelbe Forum habe ich von Dingen Kenntnis bekommen, die ich vorher nicht kannte. Es dreht sich um ein Autohaus in Berlin, wobei der Besitzer klare Kante bezogen hat. Die Fotos sagen es deutlich:
 



(Wobei ich mir dessen bewusst bin, dass bei „directupload“ diese Fotos wieder gesperrt werden, weil sie nicht „ihren Regeln“ entsprechen)

Der Verfasser dieses Artikels hatte in einem Kommentar u.a. jemanden geschrieben:
... abgesehen von einer Hand voll Menschen ist es mir vollkommen egal, wie andere über mich denken. Mitunter ist es mir sogar eine innere Freude, auf Widerstand und Ablehnung zu stoßen.
Ich habe dazu meine Meinung in dieser Form geäußert:

Es geht dabei um den Casus Cnactus
 
Es geht nicht darum, ob man selbst verspottet oder ausgegrenzt wird, wenn man andere Dinge vertritt, als die Mainstreams. Drei wichtige Punkte sind hier ausschlaggebend: 
  • Das Selbstwertgefühl. Ist man in der Lage, nachdem man sich einen Durchblick verschafft hat, sich aus Angst, von den Regierungs- und Medienhörigen ausgegrenzt zu werden, diesen Leuten gedanklich anzuschließen, obwohl man es eigentlich besser weiß? Kann man sich dann noch morgens im Spiegel ansehen, ohne gefärbte Brille?
  • Die Erfahrung, die man Ghandi zuschreibt, obwohl es nicht sicher ist, dass es von ihm stammt. Manche meinen, es wäre von Nicholas Klein. Aber egal, der Ablauf ist wichtig und wiederholte sich oftmals auf der Welt:
“Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.”
  • Es geht um die persönliche Verantwortung, die sich eigentlich jeder stellen sollte. Ich habe darüber schon ausführlich geschrieben, auch hier, in mehreren Artikeln. Diese Verantwortung hat eigentlich ein weites Spektrum. Sie gliedert sich in die Verantwortung für die Familie und, sofern man in der Lage ist, über den eigenen Tellerrand drüber zu sehen, auch für die Gesellschaft, das Volk, die Mitmenschen, - egal, wie man das nennt. Diese Verantwortung betrifft vieles, aber das Wichtigste dabei ist die Zukunftserwartung.
Ich beziehe mich dabei auf zwei Bereiche:

a) Das eine ist die Verantwortung für die Vergangenheit. Wir, die heute über 60-Jährigen, wir hätten schon lange — wie der Pfälzer sagt — "die Hack rausmachen" müssen. Wir, die wir die guten 1970er Jahre erlebt und auch in vollen Zügen genossen haben, wir hätten im Laufe der späteren Entwicklung sagen müssen:
Stop! Bis hierher und keinen Zentimeter mehr weiter!
Haben wir nicht gemacht. Das ist unser Generationenschuld, und mit der müssen wir leben, wenn wir nicht völlig ignorant sind, und die werden wir auch einmal in unser Grab mitnehmen.

b) Das andere ist die Verantwortung für die Zukunft. Letztlich begründet sie sich ja mit dem Vorgesagtem aus a). Was hinterlassen wir denen, die nach uns kommen? Unseren Kindern, unseren Enkeln, unserer gesamten Familie? Was hinterlassen wir unseren Mitmenschen, resp. deren Nachkommen? Hier ist jeder gefordert, Farbe zu bekennen, wenn er noch einen Funken Anstand im Leib hat. Mein Zitat aus diesem Post:

Jeder, der heute schweigt und nicht auf die Straße geht, um sich gegen den Krieg auszusprechen, trägt Mitschuld daran, wenn der 3. Weltkrieg ausbricht.
 
Es ist eine Frage der Sichtweise.

Donnerstag, 24. Juli 2025

Wollt Ihr den totalen Krieg?

von Helmut
 
 

Man kann noch so geschichtsuninteressiert sein, diesen Satz, der traurige Berühmtheit erlangt hat, damals vom Propagandaminister des 3. Reiches Herrn Dr. Goebbels in seiner legendären Sportpalastrede am 18.2.1943 in das anwesende Publikum geworfen, den kennt fast jeder. Damals war der politische Wille in der führenden Politik geprägt worden, Deutschland wieder kriegstüchtig zu machen.

Wie es dann weiter gegangen ist, das kann man in den Geschichtsbüchern nachlesen. Nun kommt wieder das Zitat zum Tragen, das ich schon sicher hier erwähnt habe, es wird George Santayana zugeschrieben:

Wer aus der Geschichte nicht lernt, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen

Warum beginne ich mit dieser Einleitung? Weil es aktueller ist als je zuvor, was ich nun schreibe.

Beginnen wir mit Egon Bahr, der damals die Ostverträge unter Willy Brandt ausgehandelt hat. Man kann über diesen Mann unterschiedlicher Meinung sein, gerade was die Oder-Neiße-Linie betrifft, aber er hatte trotzdem den Mut gehabt, später, als er nicht mehr in Funktion war, ähnlich wie Helmut Schmidt, die Dinge, die er aufgrund seiner politischen Amtserfahrung dezidiert einschätzen konnte, in Symposien und Interviews beim Namen zu nennen.

Berühmt wurde sein Ausspruch vom 3.12.2013, als er in Heidelberg im Friedrich-Ebert-Haus im Rahmen der „Willy-Brandt-Lesewoche“ mit Schülern im Gespräch war. Sein denkwürdiger Satz zu den Schülern:

„In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal, was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt.“

Aber bei dieser Gelegenheit fiel auch seine Bemerkung, (und das schon 2013!!!):

Es kann Krieg geben!

Ein knappes Jahr später, im Jahre des Maidan, führte Christian Schröder vom „Tagesspiegel“ ein Gespräch mit Herrn Bahr, das am 2.9.2014 veröffentlicht wurde.

https://www.tagesspiegel.de/kultur/ich-versuchte-mensch-zu-bleiben-4389133.html

Ich zitiere daraus nur einen Absatz, aus dem Munde von Herrn Bahr:

Um meine Situation zu erklären, muss ich zurückgreifen in das Jahr 1933. Da hat mein Vater gesagt: Wenn die Nazis kommen, kommt der Krieg. Und dann kam der Krieg gar nicht. Ganz im Gegenteil, als 1936 die Olympischen Spiele in Berlin stattfanden, fühlte sich mein Vater bedrückt, weil die ganze Welt kam und vor dem „Führer“ und Reichskanzler Adolf Hitler einen Kotau machte. Und 1938 kam auch kein Krieg, da verhandelten die Nazis mit England und Frankreich über das Sudetenland in München und triumphierten. 1939 kam er – endlich, nach meinem damaligen Gefühl.

Nun gehen wir zu den aktuellen Vorgängen über. Dieser Zeitraum zwischen Machtübernahme (Merz) und dem Beginn eines Krieges besteht auch heute. Beginnen wir mit Herrn Pistorius, dem deutschen Verteidigungsminister, dem das Prädikat „Kriegsminister“ aber besser anstehen würde. Sein Aufruf erinnert an den Spruch von Goebbels mit der Kriegstüchtigkeit. Der Verteidigungsminister verwendete dieses Wort „kriegstüchtig“ erstmals am 29. Oktober 2023 in der Sendung „Berlin direkt“, und danach immer wieder:

https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/bundeswehr-2024/556392/kriegstuechtig/

Wobei man ihm ehrenhalber den Wahrheitsgehalt anrechnen muss, denn er sprach ja nicht von „verteidigungstüchtig“ oder „verteidigungsfähig“, sondern eben von der Absicht, in die Lage zu kommen, Krieg zu führen. Er sagte die Wahrheit.

Die einzigartige Lügenparade des Bundeskanzlers Merz, die damals begann, als er Bundeskanzler „in spe“ war, um sich mit irgendwelchen Versprechungen den Segen der damals noch in der Regierungsmehrheit befindlichen Abgeordneten zu holen, die er ja für die Grundgesetzänderung benötigte, für sein historisches Schuldenpaket von knapp einer Billion Euro, wovon er für die militärische Aufrüstung 200 Milliarden Euro (vor der Abstimmung waren nur 100 Milliarden im Gespräch) verwenden will:

https://www.dw.com/de/bundestag-abstimmung-heute-live-grundgesetzaenderung-sondervermoegen-schuldenbremse-v1/a-71936390

Eine einzigartige Verschuldung, die nicht ohne Folgen bleiben wird. Professor Lars Feld hat das im eben genannten Artikel so kommentiert:

Lars Feld, Professor am Freiburger Walter-Eucken-Institut, geht davon aus, dass sich die deutsche Staatsverschuldung von aktuell rund 62 Prozent auf 90 Prozent der Jahreswirtschaftsleistung in zehn Jahren erhöhen wird. Dies hätte zusätzliche Zinsausgaben zwischen 250 und 400 Milliarden Euro zur Folge, je nach der Entwicklung des Zinssatzes für Staatsanleihen, sagte Feld in einer Anhörung des Haushaltsauschusses im Bundestag.

Seine Parteigenossin, Frau Ursula v. d. Leyen, möchte aber noch mehr. Sie möchte eine Aufrüstung in Europa mit 800 Milliarden Euro:

https://austria.representation.ec.europa.eu/news/rearm-europe-soll-800-milliarden-euro-fur-europas-aufrustung-mobilisieren-2025-03-04_de

Nun steht ein Wort des neuen NATO-Generalsekretärs, Herrn Mark Rutte, im Raum. Er sprach davon, dass in 4 – 5 Jahren der Krieg gegen Russland beginnt. Zwar wird das derzeit von manchen Faktencheckern das alles verneint und heruntergespielt, aber Pistorius hat das ja schon im letzten Jahr so gesagt:

https://www.blick.ch/ausland/operationsplan-deutschland-deutsches-militaer-bereitet-unternehmen-auf-krieg-mit-putin-vor-id20333590.html

Übrigens, bei den Meldungen, die von der Tante Google veröffentlicht werden, steht ja wohlweislich immer der Satz ganz unten zu lesen:

Einige Ergebnisse wurden möglicherweise aufgrund der Bestimmungen des europäischen Datenschutzrechts entfernt.

Damit sollte eigentlich ein Nachdenkprozess bei den europäischen Völkern eingeläutet werden. Es gibt keinen einzigen Hinweis auf einen geplanten Angriffskrieg der Russen auf Europa. Russland wird sich aber mit Sicherheit verteidigen, so wie damals in der NS-Zeit, und hätte die NATO ihre Ausdehnungspläne nicht in realen Form verwirklicht, was beim 2+4-Vertrag ja ausgeschlossen wurde, hätte man die internationalen Vereinbarungen mit Minsk I und Minsk II überwacht, dann hätte es überhaupt keinen Ukrainekrieg gegeben.

Nun verweise ich auf ein in meinen Augen sehr wichtiges Video, das eigentlich jedem die Augen öffnen sollte (vielleicht kann man jemand mitteilen, ob es das auch auf einem anderen Kanal als facebook gibt):

https://www.facebook.com/reel/2525582274446369

Im Anschluss daran stelle ich die Frage in den Raum:

Was wird passieren, wenn sich Russland in die Enge gedrängt fühlt? Was haben die USA nach Pearl Harbor mit Hiroshima und Nagasaki gemacht, um den 2. Weltkrieg zu beenden? Ist es so schwer, einfach nachzudenken und zwei und zwei zusammenzuzählen? Wie wird das Ende eines 3. Weltkrieges sein?

Wir alle, jeder einzelne von uns, müssen nun aufstehen und klar sagen, dass wir bei diesem Krieg nicht mitmachen wollen, dass wir uns gegen diesen Krieg der NATO mit Russland aussprechen. Andernfalls haben wir nichts aus der Geschichte gelernt, und auch damals in den 30er Jahren haben zu viele geschwiegen. Denn Schweigen wird in der Politik immer als Zustimmung gewertet.

Jeder, der heute schweigt und nicht auf die Straße geht, um sich gegen den Krieg auszusprechen, trägt Mitschuld daran, wenn der 3. Weltkrieg ausbricht.

Ich schweige nicht, ich spreche das offen aus und nehme auch an Demos teil. Mir werden einmal meine Kinder und Enkel nicht vorwerfen können, dass ich geschwiegen habe, sowie viele Angehörige meiner Generation das seinerzeit ihren Vorfahren vorgeworfen haben.

Noch ist Zeit dafür, den Mund aufzumachen. Es sei denn, man ist für den totalen Krieg.
 

Montag, 12. Mai 2025

Veto gegen die geplanten Tauruslieferungen?

von Helmut
 
 
Das mit dem Veto von Trump betreffend die geplanten Tauruslieferungen in die Ukraine — im Net sind da bereits die Faktenchecker am dementieren. Fakt ist, und das haben wir ja viele Male erlebt, besonders in der Corona-Zeit, dass man immer dann, wenn die Faktenchecker irgendwas als falsch hingestellt haben, es sich innerhalb kurzer Zeit als wahr herausgestellt hat. Für mich ist der Faktenchecker — egal ob Reuters oder sonst jemand — eher eine Bestätigung für den Wahrheitsgehalt, wenn die etwas dementieren.

Jetzt aber kommt was Interessantes hinzu:

https://www.zdf.de/nachrichten/politik/ausland/bundeskanzler-friedrich-merz-stopp-waffe...

Im Klartext: Es wird nicht mehr darüber öffentlich gesprochen, welche Waffen in die Ukraine geliefert werden. Angeblich, um die Russen darüber im Unklaren zu lassen. Eine blödere Begründung habe ich noch nicht gehört, - als wenn die Russen keinen Auslandsgeheimdienst hätten, der bestens informiert ist.

Aber es würde irgendwie zusammenpassen. Man stelle sich vor, dass Merz tatsächlich von amerikanischer Seite für die Tauruslieferung blockiert wäre. Nach dem Wahlfauxpas zu Beginn, sowie die Koalition mit Grünen und SPD zwecks Milliardenverschuldung noch kurz vor Ende des alten Bundestages — er kommt ja immer mehr in die Kritik.

Wie würde er dastehen, wenn er öffentlich sagen müsste: Mein Traum von der Tauruslieferung ist geplatzt. Da ist es doch viel eleganter, wenn er vorher den Geheimnisschleier über die Waffenlieferungen in die Ukraine legen würde. Zumal es mittlerweile große Teile in der Bevölkerung gibt, die diese militärische Unterstützung ohnehin nicht mehr positiv sehen.

Zum einen formieren sich zusehends Friedensinitiativen in Deutschland,  zum anderen muss diese extreme Neuverschuldung ja irgendwie zurückbezahlt werden. Und genau das wird der einfache Bürger zu spüren bekommen — und da ist es sicher besser, wenn man da über den Topf der Ukraine den Deckel drauf legt.

Überhaupt passt der Vergleich, den ich von jemanden gelesen habe, indem er die Bemühung, einen Krieg mit Waffenlieferungen zu beenden, damit vergleicht, als wenn man Alkoholabhängigkeit mit Whiskey bekämpft.

Also: alles in allem gesehen, passen die Mosaiksteinchen schon ineinander. Doch eine offizielle Stellungnahme aus den USA zum Stopp von Taurus habe ich bis jetzt noch nirgends entdeckt. Aber der Inhalt dieses Videos kommt mir relativ vernünftig vor, jedoch kenne ich den Sprecher nicht.


Freitag, 21. März 2025

Es geht um einen modus vivendi – und nicht: moriendi, ihr EUdioten!

Gastkommentar
von Guido B.
 
 
Es gibt auf diesem wunderschönen Planeten nur zwei Akteure, die den Ukrainekrieg im Rahmen einer neu verhandelten Sicherheitsarchitektur beenden können — die USA und Russland. Nun sprechen sie wieder miteinander. Das ist gut.

Die Ukraine und die EU stören den Friedensprozess, weil sie nur Waffenlieferungen fordern und Russland ruinieren wollen. Wer Russland ruinieren will, provoziert einen Weltkrieg.

Die Kriegsziele der Ukraine und der EU dürfen auf keinen Fall erreicht werden. Diese subalternen Akteure MÜSSEN vom Friedensprozess ausgeschlossen werden, damit sich die beiden größten Atommächte in aller Ruhe auf einen friedlichen modus vivendi einigen können.
 
Ja, das deutsche EUropa wird zum Problem! Ich gebe jedoch die Hoffnung nicht auf, dass Druck von aussen (USA, BRICS) und EU-interner Dissens das deutsche EUropa letztlich entscheidend schwächen oder sogar scheitern lassen werden. Die Amtszeit von Trump hat erst gerade angefangen. Es gibt Exponenten in der EU, die mit den USA nicht brechen wollen, und die US-Leadership der deutschen Führerschaft vorziehen.

Man kann nur hoffen, dass sich Trump und Putin von den den europäischen Endzeit-Clowns nicht aus der Ruhe bringen lassen.

Freitag, 14. März 2025

Trumps Friedensinitiative zum Krieg in der Ukraine

Gastkommentar
von Mabraton
 
 
Trump möchte, dass in der Ukraine schnell die Waffen schweigen. Er handelt eben wie ein Manager, der sagt: "Ich möchte das Thema jetzt vom Tisch haben." Er sieht sich dabei in einer Machtposition. Jetzt spielt er mit beiden Parteien das Spiel, "guter Bulle / böser Bulle". Wen er gerade verbal in die Pfanne haut, kann sich noch ein paar mal ändern. 

Das führt dann eventuell dazu, beide Parteien einmalig an den Verhandlungstisch zu bekommen. Frieden wird er so nicht erreichen. Die Russen haben klipp und klar gesagt, zu welchen Bedingungen sie bereit sind den Krieg zu beenden:

  • Keine Preisgabe der eroberten Gebiete mit russisch stämmiger Bevölkerung.
  • Keine NATO-Truppen in der Ukraine.
  • Beschränkung der Fähigkeiten der ukrainischen Armee auf die reine Verteidigungsfähigkeit.
  • Beendigung der Nazi-Ideologie in der Ukraine und in Folge dessen Wiederherstellung gleicher Rechte aller Volksgruppen die in der Ukraine leben.

Diese Punkte sind nicht verhandelbar — die Russen betonen das gebetsmühlenartig.

Wenn Trump das ignoriert, wird der Krieg weitergehen. Mindestens so lange, wie die Selenskyi-Clique unter tatkräftiger Mithilfe der Engländer ihr Unwesen treibt, wird Russland sich auf keine Absichtserklärungen einlassen. Russland zu drohen wird zu keinem Ergebnis führen. Wenn Trump die Sanktionskarte spielt, wird eher die Weltwirtschaft in weitere Turbulenzen geraten.

Vermutlich müssen die überschuldeten Engländer zuerst in eine Staatskrise schlittern, bevor sie ihre schmutzigen Finger von der Ukraine lassen und dort Realismus einkehrt. Möglich, dass Trump auch ein paar Karten auf der Hand hat, um die Engländer an die Kette zu legen.

Zum Thema "Butcha": die Russen fordern eine auf Fakten basierende Untersuchung dessen, was dort passiert ist. Die Engländer stecken da bis zur Halskrause mit drin, daher wird es dazu nicht kommen. Im Zuge der Friedensgespräche muss das Thema, zumindest vorerst, "ad acta" gelegt werden. Zum Thema "Massaker an der Zivilbevölkerung": die Russen haben massenweise Material, welches sie auf den Tisch legen können. Dass sie es nicht tun zeigt, dass sie an einer Befriedung des Krieges interessiert sind.