von LePenseur
... betitelt sich ein lesenswerter Artikel über die traditionell jährliche außenpolitische Ansprache des Papstes vor dem beim Heiligen Stuhl akkreditierten Diplomatischen Corps:
In einer ungewöhnlich scharfen Rede vor rund 184 Diplomaten am Heiligen Stuhl hat Papst Leo XIV. die internationale Gemeinschaft eindringlich vor einer Rückkehr der Kriegsideologie und einer verzerrten Sprache gewarnt, die demokratische Formen aushöhle.[...] Leo, der erste US-amerikanische Papst, zeigte sich alarmiert über die zunehmende Bereitschaft von Staaten, ihre außenpolitischen Ziele mit Gewalt durchzusetzen. „Ein Eifer für den Krieg breitet sich aus“, sagte er besorgt.
Da Deutschland sowohl in der katholischen Welt als auch in der Friedenspolitik keine bedeutende Rolle spielt, nannte der Papst selbstverständlich hier weder Merz und Kiesewetter. Sie dürfen sich aber durchaus hier vom Papst verurteilt sehen, ebenso wie deutsche Kleriker, die in den letzten Jahren immer wieder fast direkt den Krieg gegen Russland „gesegnet“ haben.
Man mag katholisch sein oder nicht, diesen Papst schätzen oder nicht — egal! Doch: wo er recht hat, hat er eben recht.
Adolf Trumpler wird sich dadurch nicht beeindruckt zeigen (Narzissten geht jede Kritik beim einen Ohr rein und beim anderen wieder raus), aber vielleicht führen diese klaren Worte des Papstes bei Vize-Präsident J.D. Vance zum Anstoß eines Nachdenkprozesses. Angesichts des Alters des US-Präsidenten könnte er durchaus bald in die Position kommen, sich in seinen Entscheidungen von denen seines Vorgängers abzugrenzen.
Die Hoffnung stirbt zuletzt ...

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