Montag, 12. Januar 2026

Wenn ich ...

Gastkommentar
von H.  Blauzahn 
 
 
... Ministerpräsident von Dänemark wäre, dann würde ich unserem König folgende Vorgangsweise vorschlagen:
 
A. Entsendung geheimer Emissäre nach Peking und Moskau, die dort nachfolgende Vorschläge Dänemarks unterbreiten:
  1. Die Russische Föderation bzw. die Chinesische Volksrepublik vereinbaren mit dem Königreich Dänemark eine Garantie, Grönland nicht gegen den Willen Dänemarks zu besetzen, sowie nicht durch wirtschaftliche oder andere Sanktionen, welcher Art auch immer, zu benachteiligen.
  2. Die Volksrepublik China erklärt mit sofortiger Wirkung, auch keine Sanktionen wirtschaftlicher oder sonstiger Art gegenüber Dänemark und den Färöer-Inseln zu ergreifen.
  3. Die Russische Föderation erklärt das gleiche mit sofortiger Wirkung auch für die Färöer-Inseln, sowie nach Aufhebung der seitens der EU verhängten Sanktionen dieses auch auf das Territorium des EU-Mitglieds Dänemark auszudehnen.
    Sowie optional:
  4. Dänemark verpflichtet sich gegenüber der Russischen Föderation, der Verlängerung der bestehenden bzw. Verhängung weiterer EU-Sanktionen gegen die Russische Föderation nicht zuzustimmen.
  5. Die Russische Föderation und die Volksrepublik China verpflichten sich zur Unterstützung Dänemarks, falls ein anderer Staat den Versuch unternimmt, Grönland gegen den Willen Dänemarks zu besetzen.

B. Sobald die Vereinbarungen gemäß Vorschlägen 1.-3. getroffen wurden, ist deren Inhalt durch Notifikation an alle Staaten, mit denen Dänemark diplomatischen Beziehungen unterhält, bekanntzugeben sowie einzuladen, ebenfalls eine Garantie der Nicht-Besetzung bzw. -Sanktionierung Grönlands (Vorschlag 1.) abzugeben.

C. Der Regierung der U.S.A. öffentlich mitzuteilen, dass eine Zusammenarbeit zur Erschließung von Bodenschätzen jederzeit möglich ist, soweit dies 

  1. von der Regierung Grönlands gewünscht wird und
  2. unter Berücksichtigung der in Grönland geltenden Gesetze und sonstigen Vorschriften erfolgt.

D. Im Fall von Vereinbarungen gemäß Vorschlag 5. der Regierung der U.S.A. zunächst vertraulich deren Bestehen mitzuteilen und zugleich klarzustellen, dass im Fall von Drohungen oder offener Feindseligkeiten seitens der U.S.A. die dänische Regierung die Vereinbarung international bekannt zu machen gezwungen wäre.

Bereits die Bekanntgabe von Vereinbarungen gemäß Vorschlägen 1.-3. würde den U.S.A. jede Legitimation entziehen, aus vorgeblichen "Sicherheitsgründen" Grönland zu besetzen. Eine weitergehende Erklärung Russlands und Chinas gemäß Vorschlag 5. sollte auch eroberungslustige Regierungen der U.S.A. abhalten, ihren einseitigen Expansionsträumen weiter nachzuhängen.
 

7 Kommentare:

  1. Klingt gut, aber warum sollten Russland und China Dänemark helfen?
    Nicht nur, dass die dänische Regierung mit zu den Anheizern der EU-Kriegsrhetorik gehört.
    Aus Sicht beider Nationen ist es doch gut, wenn sich innerhalb des Westens Bruchlinien und Konflikte auftun.

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  2. Das würde alles nur dann einen Sinn ergeben, wenn erstens die USA sich darum kümmern würden, was andere wollen (also, außer der Netanyahu) und zweitens die USA sich Grönland wegen einer "Bedrohung" aus China und/oder Russland heraus unter den Nagel reißen wollen. So ist es aber nicht.

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  3. Eben. Was Besseres kann weder Putin noch Xi passieren, als dass Trump Grönland militärisch annektiert und damit die NATO endgültig beerdigt. Die beiden schweigen, genießen und warten in Ruhe und Gelassenheit. :-)

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    1. Es steht zu bezweifeln, dass dann die NATO auseinanderbrechen würde. Wahrscheinlich würde noch nicht einmal Dänemark austreten.
      Wenn aber alle, sogar die Polen, austräten - theoretisch +unwahrscheinlich - die Bimbesrepublik Dummland würde treu zum sternengesprenkelten Banner stehen.

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  4. >Was Besseres kann weder Putin noch Xi passieren, als dass Trump Grönland militärisch annektiert<

    Nicht ganz! Wegen der in Grönland abbaubaren Bodenschätze wird weder Putin noch Xi begeistert sein, dass die Amis dann als direkte Konkurrenz auftreten können und von seltenen Erden etc. in Russland und China unabhängig werden, womit der Anreiz steigt, diese beiden Staaten als Konkurrenz zu ruinieren, aufgrund der Wirtschaftsprobleme einen Regime Change zu versuchen und dann selbst satte Monopolgewinne einzustreichen, weil die Amis dann die ganz Welt an den Eiern hat!

    Auch werden die Russen und Chinesen nicht begeistert sein, dass die Amis in Grönland die Nordostpassage von Ostasien bis Westeuropa ab Spitzbergen faktisch abdrehen können, indem sie die Schifffahrt zwischen Spitzbergen und Grönland verunmöglichen.

    Also hätten die beiden schon ein Interesse, das Grönland nicht zu den USA wechselt!

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    1. Werter H. Blauzahn;
      also wenn ich diese Karte ansehe
      https://www.stepmap.de/karte/vorkommen-seltene-erden-eICH5tHZ6d
      dann gibt es zwar entsprechende Vorkommen auf Grönland, aber doch wesentlich größere in den USA selbst. Gut wie gut die jeweils abbaubar sind, weiß ich nicht, aber so ganz schlüssig kommt mir das nicht vor.
      Nordostpassage: Was soll man in dieser Hinsicht mit Grönland anfangen, Alaska ist doch viel besser geeignet?

      Grüße
      SF- Leser

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    2. @SF-Leser
      Alaska = Beringstraße hat dafür nur den "Nachteil", dass die eine Hälfte der Beringstraße Teil von Russland ist - und da abzusperren werden sich die Amis wohl doch nicht trauen

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