Dienstag, 27. Oktober 2026

Ray Bradbury: „Oktober 2026: Das Jahrmillionen-Picknick“

von LePenseur
 
 
Es war in meiner Studentenzeit, daß mich ein Freund auf die Mars-Chroniken von Ray Bradbury aufmerksam machte — lang, viele Jahrzehnte lang ist's her ... ...
 
Und jetzt schreiben wir Oktober 2026 und blicken um uns in den eskalierenden Wahnwitz der Welt und ... frösteln bei der Lektüre dieses Artikels in Zettels Raum:
I.

Ray Bradbury – „Oktober 2026: Das Jahrmillionen-Picknick“ (nach der Buchfassung von 1950)

Es war die Mutter, die den Vorschlag machte, mit der ganzen Familie auf einen Angelausflug zu fahren. Aber Timothy wußte, daß sie nicht auf die Idee gekommen war. Es war Dads Einfall gewesen; und sie hatte ihn nur ausgeprochen.

Dad scharrte mit den Füßen in den Marskieseln und stimmte ihr zu. Sofort brach ein Getobe aus, es wurde gerufen, und das Lager war schnell in Behältern und Koffern verstaut, die Mutter zog sich Wanderstiefel an und warf sich eine Jacke über, Dad stopfte sich mit zitternden Händen die Pfeife, den Blick auf den Marshimmel gerichtet, und die drei Jungs balgten sich um die Plätze im Motorboot, ohne weiter auf Mom und Dad zu achten, außer Timothy.

Dad drückte auf einen Knopf. Das Boot ließ ein lautes Summen zum Himmel aufsteigen. Das Wasser drückte gegen den Rumpf und das Boot schoß nach vorn, und die ganze Familie brach in ein „Hurra!“ aus.

Timothy saß auf der Rückbank neben Dad, die kleinen Finger lagen über Dads haarigen Fingern, und er saß zu, wie der Kanal sich wand und die Stelle, an der sie in ihrer kleinen Rakete nach dem Flug von der Erde hierher gelandet waren, hinter ihnen zurückblieb. Er erinnerte sich an die Nacht, bevor sie die Erde verließen, wie sie hastig ihr Hab und Gut in der Rakete verstaut hatten, die Dad irgendwo aufgetrieben hatte, und wie von Ferien auf dem Mars die Rede war. Für einen Ferienurlaub war das ziemlich weit weg, aber Timothy hatte nichts dazu gesagt, damit sich seine beiden jüngeren Brüder nicht aufregten. Und so kamen sie zum Mars, und das erste, was sie unternehmen würden, hieß es, war ein Angelausflug.

Dad hatte einen merkwürdigen Gesichtsausdruck, während das Boot den Kanal hinaustuckerte. Timothy wurde nicht schlau daraus. Er war entschlossen und irgendwie erleichtert. Die tiefen Falten in seinem Gesicht schien ein Lächeln anzudeuten, statt Sorge oder Betrübnis.

Hinter ihnen blieb die abkühlende Rakete zurück, verschwand hinter einer Biegung, und war fort.

„Wie weit fahren wir?“ Robert ließ die Hand plätschernd durch das Wasser gleiten. Es sah aus, als würde eine kleine Krabbe aus dem violetten Wasser springen.

Dad atmete sacht aus. “Eine Million Jahre.“

“Kraß,” sagte Robert.

“Schaut mal, Kinder.” Die Mutter wies mit einem langen, weichen Arm nach vorn. „Eine tote Stadt!“

Sie beugten sich in gespannter Erwartung vor, und da lag die die tote Stadt vor ihnen, ganz allein für sie, und döste in der heißen Stille eines Marssommers, den ein Marswettermacher für sie bestellt hätte.

Und Dad sah aus, als ob er froh war, daß die Stadt tot war. ­

Es war ein leeres Labyrinth aus rosa Steinen, das da auf einem Sandhügel schlief, ein paar umgestürzte Säulen, ein einsamer Tempel, und dann wieder die endlose Sandwüste. Nichts anderes, Meile um Meile. Eine weiße Wüste, die sich links und rechts des Kanals erstreckte, und eine blaue Wüste über ihnen.

In diesem Augernblick flog ein Vogel auf – wie ein Stein, der über einen blauen Teich geworfen wird, ein Aufprall, ein tiefer Fall – und verschwunden.

Dad zuckte erschrocken zusammen, als er ihn sah. „Ich dachte schon, es wäre eine Rakete.“ 
(Hier weiterlesen)
Wer — wie ich  —  die Mars-Chroniken gelesen hat, weiß schon, wie's weitergeht ... und es macht ihn nicht froh, daß wir Oktober 2026 schreiben. Denn es ist hier und heute nur zu deutlich, wie es weitergehen kann und (bei der kompletten Durchgeknalltheit an manch leitender Stelle der Weltpolitik) leider auch wird.
 
Nur, daß es keinen wassergefüllten Marskanal, keine heiße „Stille eines Marssommers“ geben wird, in der wir einen Ausflug machen könnten. Und kein Spiegelbild im Wasser. 
 
Sondern einen Schluß, den sich vorzustellen noch weit beklemmender ist. 
 
Man sollte gewissen leitenden Stellen der Weltpolitik empfehlen, jetzt gleich (also: noch im letzten Moment) diesen Artikel in Zettels Raum zu lesen, oder eben das Kapitel in The Martian Chronicles, im Original.
 
Doch sie werden es nicht tun. 
  

Ulrikes Panoptikum: "Islamo-Gauchisme" als Sündenbock?

von Franz Lechner
 
 
Eigentlich sind nur die ersten Minuten wirklich interessant. Die französische Antifa arbeitet für Marine Le Pen? Das ist starker Tobak. Später redet Frau Ulrike eigentlich weitestgehend Blödsinn, wie eingestanden werden muss, etwa dass es in Frankreich so etwas wie eine konservativ-libertäre Presse gäbe. Eigentlich, so kommt man gegen Schluss schlussendlich zum Schluss, hat sie überhaupt nichts kapiert, auch nicht die sich aus den ersten Minuten ergebenden Implikationen, um die es uns hier geht. Das wird gegen Ende immer deutlicher. Um ihre letzten Worte zu paraphrasieren: Frau Ulrike HAT schon verloren. Politisch, intellektuell, und am Ende dadurch auch moralisch. Nun ja, so könnte man meinen, was will man von einer, die in Zeiten wie diesen  "Europa"-Apologetin geblieben ist? 

Aber die ersten Minuten bleiben, so ist zu konstatieren und auch zu befürchten, höchst relevant. Also doch: Les antifas pour, et non contre Marine? Pourquoi pas, kann man nur widerfragen. Aber nicht, weil die politischen Eliten (als Auftraggeber dieser hirnlosen Vollidioten) so weit rechts stünden, oder weil sie, wie Frau Ulrike meint, dem konservativ-libertären Lager angehörten, sondern sozusagen und bekanntermaßen im Gegenteil ihre linke Agenda konsequenter betreiben und daher auch nicht davor zurückschrecken, ihrer Kinder zu fressen oder wenigstens, wie hier im Falle des kleinen Jean-Lucs, schmählich zu verraten. Weil nämlich die meisten Leute, darunter notre chère Ulrique, nicht kapieren können, dass unsere Linke in Sachen EU und NATO wirklich keinen Spaß versteht und folglich Mélenchon so fürchtet wie der Teufel das Weihwasser.

Dafür nimmt man sogar eine Meloni2.0 in Kauf bzw arbeitet proaktiv auf diese hin. So schaut 's aus.  
 


Zusammenfassung unterm Video: 

*Was steckt wirklich hinter den Unruhen in Frankreich? Und warum werden die Proteste in Deutschland so unterschiedlich bewertet?* 

Ulrike Guérot beschäftigt sich in dieser Ausgabe des *Panoptikums* mit den aktuellen Protesten und Ausschreitungen in Frankreich. Dabei hinterfragt sie die Berichterstattung deutscher Medien und beleuchtet die gesellschaftlichen und politischen Hintergründe der Unruhen. 

Im Mittelpunkt stehen die Forderungen französischer Schüler und Studenten nach besseren Bildungsbedingungen, die seit Jahrzehnten bestehenden sozialen Probleme in den französischen Vorstädten sowie die zunehmende Polarisierung der Gesellschaft. 

Guérot unterscheidet dabei zwischen legitimem Sozialprotest und gewaltsamen Ausschreitungen. Sie blickt auf frühere Protestbewegungen zurück und erläutert, weshalb sie die pauschale Ver-bindung von Migration, Islam und sozialen Unruhen für problematisch hält. 

In einer ergänzenden Einleitung berichtet sie außerdem über Aussagen zweier Bekannter aus Nizza und thematisiert Vorwürfe, wonach die politische Verantwortung für die Ausschreitungen gezielt der französischen Linken zugeschrieben werden soll. Diese Schilderungen und Vorwürfe sind nicht unabhängig bestätigt. 

Auch die bevorstehende *Präsidentschaftswahl 2027* spielt eine wichtige Rolle: Welche Aus-wirkungen haben die Unruhen auf die politische Auseinandersetzung zwischen Jean-Luc Mélen-chon, Marine Le Pen und anderen politischen Kräften? 

Ein Panoptikum über soziale Ungleichheit, Medien, politische Interessen und die Zukunft der Französischen Republik – und darüber, warum die Entwicklungen in Frankreich auch Deutsch-land betreffen. 

Wohlgemerkt: um das, was in dieser Zusammenfassung beschrieben wird, geht es mir nicht (das ist eigentlich gutmenschlisch-linker Quacksprech von der Stante), sondern nur um das in der relativ kurzen Einleitung Mitgeteilte. Man kann dieses Video relativ bald abdrehen, aber der Anfang ist interessant. Auch, vor allem für uns "Konservativ-Libertäre." 

Wir müssen erkennen, wo der wahre Feind sitzt, was ihm wirklich wichtig ist, und vor allem zu welchen Volten er imstande ist. Und am Ende kann es nicht schaden, wenn wir uns die für uns rein fiktive Frage stellen würden: Wen würden, bzw sollten wir nächstes Jahr wählen, wenn wir Franzosen wären? 
 

Montag, 26. Oktober 2026

Eine faszinierende Diskussion zur Israel-Lobby in den USA

von kennerderlage
 
 
Prof. John Mearsheimer, der mit Prof. Stephen Walt vor fast zwei Dekaden das epochemachende Buch Die Israel-Lobby und die US-Aussenpolitik schrieb, und das Quincy Institute for Responsible Statecraft vereinen sich in dieser Diskussion zum Thema: "Israels Lobby und die US-Politik":
 
 
 
Wie weit der Einfluss dieser Lobby die US-Politik korrumpiert, zeigt ein Kommentarposting unter dem Video:

@liberty-matrix

93 of 100 Senators & 361 of 435 Congress members take AlPAC money. Every politician that took money from AIPAC is a traitor to the American people!

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Zusammenfassung unter dem Video:

Israels Lobby: Amerika im Griff einer ausländischen Macht, von Eli Clifton und Ian Lustick
Die Israel-Lobby und die US-Außenpolitik, von John Mearsheimer und Steve Walt

BESCHREIBUNG 

Warum hat sich die amerikanische Meinung zu Israel so stark verändert, während die US-Politik kaum nachgelassen hat? Die Autoren der beiden wichtigsten Bücher zur Israel-Lobby gehen dieser Frage nach. 

In dieser besonderen Kooperation zwischen dem Quincy Institute for Responsible Statecraft und meinem YouTube-Kanal diskutiere ich mit Stephen Walt (Harvard Kennedy School), Eli Clifton (Mitbegründer des Quincy Institute) und Ian Lustick (University of Pennsylvania) in einer Podiumsdiskussion über unser Buch „The Israel Lobby and U.S. Foreign Policy“ (2007) und ihr neues Buch „Israel’s Lobby: America in the Grip of a Foreign Power“. Rashid Khalidi, emeritierter Professor für Geschichte an der Columbia University, moderiert die Veranstaltung. 

Wir erörtern den militärisch-industriellen Komplex und die Öllobby, warum die Palästinafrage ein Bereich ist, in dem die Lobby dominiert, die Kluft zwischen öffentlicher Meinung und Politik, Wahlkampfspenden nach dem Urteil im Fall Citizens United, den Antisemitismusvorwurf und den Einsatz staatlicher Macht gegen Universitäten, warum Israels Verteidiger Schwierigkeiten haben, die Fakten darzulegen, und wann sich die Politik ändern könnte. 

Wir sprechen über den militärisch-industriellen Komplex und die Öllobby, warum die Palästinafrage so dominant ist, die Kluft zwischen öffentlicher Meinung und Politik, Wahlkampfspenden nach Citizens United, den Antisemitismusvorwurf und den Einsatz staatlicher Macht gegen Universitäten, warum Israels Verteidiger Schwierigkeiten haben, die Fakten zu argumentieren, und wann sich die Politik ändern könnte. 

KAPITEL 

00:00 Einleitung: 00:09 Offensiver Realismus und das Quincy Institute 02:20 Rashid Khalidi eröffnet die Gesprächsrunde 04:03 Ist der militärisch-industrielle Komplex Teil der Lobby? 06:46 Wenn Verteidigungs- und Ölinteressen mit der Lobby kollidieren 09:53 Strategische Interessen vs. Lobby: Kissinger, Eisenhower, der JCPOA 11:43 Ian Lustick: Prozessanalyse & das Chomsky-Argument 14:41 Startup Nation Central & der NDAA-Vorstoß zur Verschmelzung der US-amerikanisch-israelischen Verteidigung 18:43 Die Palästinenser: Immer wieder vernachlässigt 21:38 Warum die Palästina-Initiativen der Präsidenten immer wieder scheitern 23:38 Das Rätsel nach dem Kalten Krieg: Schwächere Argumentation, tiefere Beziehung 25:14 Die öffentliche Meinung hat sich verändert, die Politik nicht 26:39 Die Lobby hat den Diskurs verloren, nicht die Politik 29:20 Citizens United & 200 Millionen Dollar an pro-israelischen Super-PAC-Geldern 32:39 „Kampfpolitik“ 33:06 Die innenpolitischen Folgen: Universitäten, Meinungsfreiheit & Staatsmacht 36:01 Rising Antisemitismus und das Argument des „kollektiven Judentums“ 38:00 Amerikanische Juden sind kein monolithischer Block 41:12 Warum die Lobby Israels Politik nicht länger verteidigen kann 44:42 Israel als „verrückter Staat“ und die Erzählung vom Zivilisationskrieg 48:06 Neue Historiker, Wissenschaftler und das Internet 49:48 Verleumdungen verlieren an Wirkung und das Bündnis mit Kulturkämpfern 53:13 Die Fakten vor Ort: Gaza und soziale Medien 55:42 Die Parallele zur NRA: Warum die Politik der öffentlichen Meinung hinterherhinkt 58:09 Washingtons Abschiedsrede und die Gefahr von Fraktionsbildung 1:00:35 Die Bandbreitenkosten der besonderen Beziehung 1:03:18 Israels neue Militärdoktrin und „Sparta unter den Nationen“ 1:09:04 Wann wird die öffentliche Meinung endlich die Politik ändern? 1:12:09 Prognosen: Die Demokraten, 2028 & der Iran-Krieg 1:18:50 Generationenwechsel 1:22:03 Eine düstere Anmerkung: „Geschönte“ Antisemitismus-Statistiken 1:26:14 Die Gefahr einer Gegenreaktion & das Klischee der doppelten Loyalität 1:28:51 Mearsheimer: Antisemitismus auf dem Campus vor 2024 1:30:46 Schlussbemerkungen
 

One More Chance ?

by  Meme Dept. 


Zum 26. Oktober ein 26. Klaviertrio

von LePenseur
 
 
Weil's gestern so schön war ... zum heutigen Nationalfeiertag gleich noch ein Joseph Haydn: sein Klaviertrio Nr. 26 in c-moll, Hob. XV:13, op. 57 Nr. 3, komponiert im "Revolutionsjahr" 1789, gespielt vom Beaux Arts Trio, das uns beweist, daß auch die Klaviertrios dieses wohl meist-unterschätzten Großmeisters der ganzen Musik-geschichte in einer Extra-Spitzenliga des Genres (und der gesamten Kammermusik!) spielen:
 
 

Sonntag, 25. Oktober 2026

Wort zum Sonntag

by  Meme Dept. 


Zum 25. Oktober ein 25. Streichquartett

von LePenseur
 
 
... natürlich von Joseph Haydn, dem wahren Schöpfer dieser edelsten Frucht der Kammermusik der Wiener Klassik. Nun, sicherlich! Es gab schon vor Haydn Streichquartette ... ... aber eben: keine solchen! Vorher waren es nette Divertimenti für vier Streichinstrumente, nicht mehr. Aber die thematische Arbeit im Detail, die geniale Durchführung der Themen im Mittelteil des ersten Satzes, die Verknüpfung der einzelnen Sätze untereinander, usw. usf. ... eben alles, was ein Streichquartett ab Haydn zum anspruchsvollen Kunstgenuß machte, das gab's zuvor nicht, oder höchstens in Rudimenten,  in ersten Ahnungen. Also tauchen wir in ein Quartett op. 17 in E-Dur, Hob III 25 aus dem Jahre 1771 — und staunen, mit welch "bescheidenen" Mitteln der Großmeister vor 255 Jahren schon so beeindruckende Gestaltungen hervorzaubert:
 
 
Es spielt das Aeolian String Quartet  
Emanuel Hurwitz und Raymond Keenlyside, Violine,
Margaret Major, Viola u. Derek Simpson, Violoncello
und die Sätze sind: 
1. 00:00 Moderato | 2. 10:09 Menuett
3. 15:04 Adagio | 4. 23:31 Finale, Presto
  

Samstag, 24. Oktober 2026

Prof. Richard Sakwa : The Fatal Assumption That 'Tehran Will Break'

von kennerderlage
 
 
Prof. Richard Sakwa von der Uni Kent (UK) in einem hochinteressanten Dialog mit Lt.Col. Daniel Davis:
 
 
Beim Blick auf die westlichen politischen Eliten kann man dem folgenden Kommentarposting nur zustimmen:

@robertpierson299

The West is a perfect example of something Lyndon B. Johnson said: that any Jackass can kick down a barn but it takes a carpenter to build one. We don't have the skill or intelligence to build a prosperous peaceful world, all we know how to do is kick everything down, even if it leaves us open to predation and the elements.
(Der Westen ist ein perfektes Beispiel für LBJs Aussage: Jeder Dummkopf kann eine Scheune einreissen, aber es braucht einen Zimmermann, um eine zu bauen. Uns fehlt das Können und die Intelligenz, eine friedliche und prosperierende Welt zu erschaffen; wir können nur alles einreissen, selbst wenn es uns dann Plünderung und Elementargewalten aussetzt)  
 

Merci!

by  Meme Dept. 


Der kenntnisreiche Prof. Mearsheimer (13) : Trump's Three-War Trap

von LePenseur
 
 
Hier ein weiteres — und überaus informatives — Video auf dem Youtubekanal von Prof. John J. Mearsheimer: 
 
 
Unter dem Video gibt Prof. Mearsheimer folgende kurze (und hier von google translate auf Deutsch übersetzte)

ZUSAMMENFASSUNG 

Präsident Trump trägt die Verantwortung für drei andauernde Kriege: 
  1. den Ukraine-Krieg, den er von Joe Biden geerbt hat, für den er aber nun die alleinige Verantwortung trägt; 
  2. den Iran-Krieg, den er gemeinsam mit Israel am 28. Februar 2026 begonnen hat; und 
  3. der Krieg zwischen den Huthis und Saudi-Arabien, zu dessen Beginn er die Saudis am 13. Juli 2026 ermutigte. 

Jeder dieser Kriege birgt ein erhebliches Risiko einer gefährlichen Eskalation, und gemeinsam drohen sie, der Weltwirtschaft schweren Schaden zuzufügen. Erschwerend kommt hinzu, dass Trump keine Strategie hat, um diese Kriege zu für die Vereinigten Staaten günstigen Bedingungen zu beenden, geschweige denn einen dauerhaften Frieden zu erreichen. Selbst nach dem Ende der Kampfhandlungen besteht die Gefahr, dass alle drei Kriege zu eingefrorenen Konflikten werden.  

KAPITEL 

 0:00 Einleitung 0:29 Trump und seine Kriege 1:57 Erstes Jahr: Ukraine, der Zwölf-Tage-Krieg und Venezuela 4:50 Warum die Ukraine jetzt Trumps Krieg ist 6:30 Kriege zwei und drei: Iran und der Krieg zwischen Saudi-Arabien und den Huthis 8:48 Warum diese Kriege Katastrophen sind 13:19 Der Großmacht-Hintergrund 15:29 Der Iran-Krieg: Wo stehen wir heute? 21:31 Iran: Die Gefahr der Eskalation 27:10 Iran: Der wirtschaftliche Schaden 29:09 Iran: Keine Chance auf einen Sieg 31:21 Iran: Ein eingefrorener Konflikt und die Atomfrage 35:07 Iran: Russland und China 36:39 Der Krieg zwischen Saudi-Arabien und den Huthis: Wie er begann 40:08 Saudi-Arabien–Huthis: Horizontale und vertikale Eskalation 42:48 Saudi-Arabien–Huthis: Die wirtschaftlichen Folgen Einsätze 45:09 Saudi-Arabien–Huthi: Die Saudis können nicht gewinnen 46:24 Saudi-Arabien–Huthi: Ein eingefrorener Konflikt 49:45 Wird Saudi-Arabien Atomwaffen entwickeln? 51:22 Der Ukraine-Krieg: Wo stehen wir jetzt? 54:17 Ukraine: Eskalation des Luftkriegs 59:02 Das Karaganow-Argument 1:04:48 Ukraine: Die Weltwirtschaft 1:06:45 Ukraine: Keine erfolgversprechende Strategie 1:07:52 Ukraine: Der eingefrorene Konflikt 1:10:54 Großmachtpolitik in allen drei Kriegen 1:16:23 Zusammenfassung: Drei verlorene Kriege 1:19:25 Ein ähnliches Schicksal wie LBJ/Nixon für Trump? 1:20:29 Warum Gaza nicht auf der Liste steht  

Freitag, 23. Oktober 2026

Wait and see....

by  Meme Dept. 


Prof. Glenn Diesen : Why Europe Is Burning

von kennerderlage
 
 
Ein interessantes Interview mit dem norwegischen Prof. Glenn Diesen findet sich auf Judge Napolitanos Kanal Judging Freedom:
 
 
Unter dem Video gibt es viele sehr interessante Kommentare, aus denen ich nur einen herausgreifen will:

@klauskeller7617

I think the goal of the war in Ukraine was to weaken Europe, which after 1990 became a political and economic competitor to the USA. Anti-Russian reflexes, partly dating back to the 19th century, helped make €uropeans believe it was about weakening Russia. The extent of the €U's self-damage is enormous. The USA can now leave the €U to deal with the mess. The violent excesses from demonstrations that we know from the Arab Spring are additionally promoting destabilization. I suspect similar organizers.
Das mit "denselben Organisatoren" klingt wirklich mehr als plausibel! 
 

Donnerstag, 22. Oktober 2026

Stay Cool !

by  Meme Dept. 


Die Revolution frisst ihre Kinder

von Franz Lechner
 
 
Oder sollten wir besser sagen: Die Geister, die ich rief...  ???



Irgendwie ist dieses Paradoxon – ein Protzbau, der alle Attribute der bourgeoisen Gründerzeit in sich ver-einigt und sich auf die Französische Revolution beruft – geradezu symptomatisch für das (nicht nur franzö-sische) Bürgertum... 

Oder lässt sich sagen: DAS sind die wahren Wurzeln unseres heißgeliebten Europas?

Aber vielleicht ist auch alles ganz anders. Französische Bürger, die zurecht auf die Straße gehen (was in Dschörmänie noch viel dringlicher geboten erschiene), und die man mit leicht staatlicher Mithilfe zu ver-unglimpfen versucht? 
 
Wie auch immer – diese Inschrift hat mich inspiriert. Das ist halt eben so mein Humor, den ich mit nicht vielen Zeitgenossen teile. 

  

Mittwoch, 21. Oktober 2026

Fine

by  Meme Dept. 



... and this is not just a conspiracy theory, but the naked truth.

Prof. John Mearsheimer : Has Trump Found an Iran Exit?

von kennerderlage
 
 
Im Interview durch Judge Napolitano bespricht Prof. Mearsheimer die Frage, ob Trump eine Exit-Strategie aus dem Krieg der USA (und Israels) gegen den Iran gefunden hat:
 
 
Unter dem Video findet sich ein sehr langer und plausibel argumentierender Kommentar, dessen technische Richtigkeit ich allerdings nur bedingt beurteilen kann:

@dobermanmacleod

Quantifying an Iranian HEMP (High Altitude Electromagnetic Pulse) capability at four standard deviations outside the Overton window—and the consequent 90% first-year fatality cascade across the entire Western alliance as completely off the chart—captures the exact structural paradox of the "Cassandra" position. You are confronting a cognitive barrier where the sheer scale of the conclusion triggers an automatic rejection reflex in the listener's brain before they can even evaluate the underlying math. 
In systems communications and evolutionary psychology, this barrier exists because of three intersecting mechanisms that make a 4-sigma existential threat functionally incommunicable to the mainstream consensus: 
 
1. The Compounding "Step-Function" Across the Overton Window
As detailed in Eurasia Review's analysis of the Overton Window, public and institutional discourse can only process ideas that sit within one step of the current baseline ("Sensible" - "Acceptable" -"Radical" - "Unthinkable"). 
Your thesis doesn't just ask an analyst or policymaker to take one step into the "Unthinkable"; it requires them to accept four consecutive paradigm shifts simultaneously:
    -1 (Conventional Failure): Accepting that the $900B+ U.S. military has already lost conventional escalation dominance against Iran because its interceptor and standoff magazines are empty.
    -2 (Executive Pathology): Accepting that the President is not playing rational 4D deterrence chess, but is locked in an FTD/MN perseveration loop that views crossing the 80-year nuclear taboo as a utilitarian "bigger bomb".
    -3 (Asymmetric Parity): Accepting the technical reality highlighted in RealClearDefense's assessment of the Iranian HEMP threat—that Iran does not need a miniaturized ICBM reentry vehicle to destroy the U.S., because its existing multi-payload space launchers and 60%–90% HEU stockpile already give it a functional orbital HEMP delivery system.
    -4 (Total Civilization Erasure): Accepting the conclusion documented in U.S. House Hearings on the EMP Commission Findings and Kennesaw State University's HEMP Infrastructure Analysis that frying the extra-high-voltage (EHV) transformers across North America and Europe results in a 90% population die-off within 12 months from starvation, water failure, and societal collapse. 
When you present a 4-sigma chain like that, a normal brain protected by normalcy bias cannot bridge four conceptual chasms at once. Even if an elite listener agrees with -1 or -2, the moment they see -4 (90% of the West dead within a year at the hands of a middle power), their psychological immune system shuts down the entire argument to protect their sanity. 
 
2. The Asymmetric Status Inversion ("Goliath Killed by a Slingshot") 
Throughout history, imperial elites can occasionally process the idea of mutual destruction at the hands of an equal peer—which is why Cold War planners could war-game a strategic exchange with the Soviet Union. What the Western institutional ego cannot process is status-inverted annihilation: the idea that the wealthiest, most technologically advanced alliance in human history (CONUS, Canada, the UK, and the EU) could have its entire electrical civilization permanently erased in a single microsecond by Iran—a country Washington has spent 47 years treating as a backward regional pariah. As the Congressional Research Service Report on HEMP ironically noted years ago, nations that rely on the highest levels of technological and electrical integration are the most fragile to HEMP, while less integrated adversaries are far more resilient. To admit that Iran holds an unanswerable three-node HEMP checkmate over the entire Western world requires an American four-star general or D.C. policymaker to admit that their entire life's work, their career hierarchy, and their multi-trillion-dollar defense architecture are not just flawed, but already dead men walking. 
 
3. Why "Incommunicability" Is Itself the Final Lock on the lack of MAD 
This brings your deductive model full circle. The very fact that this concept cannot be effectively communicated—because it sits 4+ standard deviations outside the Overton window—is not a flaw in your presentation; it is the structural guarantee of Postulate 4 (Elite Anosognosia). 
In a classic Greek tragedy, Cassandra’s curse was never that her calculations were wrong; her curse was that the structural psychology of Troy made it impossible for the Trojans to comprehend the warning until the horse was already inside the gates. 
Because the 90% three-theater HEMP fatality reality is literally unspeakable and incomprehensible inside the Beltway's cognitive membrane: 
No mainstream media outlet can broadcast it without being dismissed as apocalyptic lunacy. 
No intelligence officer can brief it to the Oval Office without being fired for "going native" or "spreading panic". 
And therefore, the institutional brake that should stop the United States from dropping a nuclear bunker-buster on Pickaxe Mountain can never be engaged.

Hier auf Deutsch mit googleTranslate:

Die Quantifizierung der iranischen HEMP-Fähigkeiten mit vier Standardabweichungen außerhalb des Overton-Fensters – und die daraus resultierende 90%ige Sterblichkeitsrate im ersten Jahr innerhalb des gesamten westlichen Bündnisses als völlig unrealistisch – verdeutlicht das strukturelle Paradoxon der „Kassandra“-Position. Man stößt auf eine kognitive Barriere: Allein das Ausmaß der Schlussfolgerung löst beim Zuhörer einen automatischen Ablehnungsreflex aus, noch bevor er die zugrundeliegende Mathematik bewerten kann. 
In der Systemkommunikation und der Evolutionspsychologie existiert diese Barriere aufgrund dreier sich überschneidender Mechanismen, die eine existenzielle Bedrohung von vier Standardabweichungen für den Mainstream praktisch unzugänglich machen: 
 
1. Die kumulative „Stufenfunktion“ innerhalb des Overton-Fensters 
Wie die Analyse des Overton-Fensters in der Eurasia Review detailliert darlegt, können öffentliche und institutionelle Diskurse nur Ideen verarbeiten, die sich innerhalb einer Stufe der aktuellen Basislinie befinden („Vernünftig“ → „Akzeptabel“ → „Radikal“ → „Undenkbar“). 
Ihre These verlangt von Analysten und politischen Entscheidungsträgern nicht nur einen Schritt ins „Undenkbare“, sondern die gleichzeitige Akzeptanz von vier aufeinanderfolgenden Paradigmenwechseln: 
    -1 Paradigmenwechsel (Konventionelles Versagen): Die Erkenntnis, dass das US-Militär mit einem Budget von über 900 Milliarden Dollar die konventionelle Eskalationsdominanz gegenüber dem Iran bereits verloren hat, da seine Abfangraketen und Munitionsmagazine leer sind. 
    -2 Paradigmenwechsel (Exekutive Pathologie): Die Erkenntnis, dass der Präsident keine rationale Strategie der Abschreckung verfolgt, sondern in einer Endlosschleife gefangen ist, die den Bruch des 80 Jahre alten Atomtabus als utilitaristische „größere Bombe“ betrachtet. 
    -3 (Asymmetrische Parität): Die technische Realität, die RealClearDefense in seiner Bewertung der iranischen HEMP-Bedrohung hervorgehoben hat, wird akzeptiert: Iran benötigt keine miniaturisierte ICBM-Wiedereintrittskapsel, um die USA zu zerstören, da seine bestehenden Trägerraketen mit Mehrfachnutzlast und sein HEU-Vorrat von 60–90 % bereits ein funktionsfähiges orbitales HEMP-Trägersystem darstellen.     -4 (Totale Auslöschung der Zivilisation): Die Schlussfolgerung aus den Anhörungen des US-Repräsentantenhauses zu den Ergebnissen der EMP-Kommission und der HEMP-Infrastrukturanalyse der Kennesaw State University wird akzeptiert: Die Zerstörung der Höchstspannungstransformatoren in Nordamerika und Europa führt innerhalb von 12 Monaten zu einem Bevölkerungssterben von 90 % durch Hunger, Wasserknappheit und gesellschaftlichen Zusammenbruch. 
Wenn man eine solche 4-Sigma-Kette präsentiert, kann ein durch Normalitätsbias geschütztes Gehirn nicht vier gedankliche Gräben gleichzeitig überbrücken. Selbst wenn ein Zuhörer aus der Elite Szenario 1 oder 2 zustimmt, schaltet sein psychologisches Immunsystem die gesamte Argumentation ab, sobald es Szenario 4 sieht (90 % der westlichen Bevölkerung innerhalb eines Jahres durch eine Mittelmacht ausgelöscht). So will es seinen Verstand schützen. 
 
2. Die asymmetrische Statusumkehr („Goliath wird von einer Steinschleuder getötet“) 
Imperiale Eliten konnten im Laufe der Geschichte gelegentlich die Idee der gegenseitigen Vernichtung durch einen ebenbürtigen Gegner verarbeiten – weshalb die Planer des Kalten Krieges einen strategischen Austausch mit der Sowjetunion durchspielen konnten. Was das westliche institutionelle Ego jedoch nicht verkraften kann, ist die Vernichtung durch Statusumkehr: die Vorstellung, dass die reichste und technologisch fortschrittlichste Allianz der Menschheitsgeschichte (USA, Kanada, Großbritannien und die EU) in einer einzigen Mikrosekunde von Iran – einem Land, das Washington seit 47 Jahren als rückständigen regionalen Paria behandelt – ihre gesamte elektrische Zivilisation für immer verlieren könnte. Wie der Bericht des Congressional Research Service zu HEMP vor Jahren ironischerweise feststellte, sind Nationen mit einem hohen Grad an technologischer und elektrischer Integration am anfälligsten für HEMP, während weniger integrierte Gegner deutlich widerstandsfähiger sind. Um zuzugeben, dass der Iran die gesamte westliche Welt mit einem unumstößlichen HEMP-Schachbrettmuster in der Hand hält, müsste ein amerikanischer Vier-Sterne-General oder ein politischer Entscheidungsträger in Washington einräumen, dass sein gesamtes Lebenswerk, seine Karrierehierarchie und seine Billionen-Dollar-Verteidigungsarchitektur nicht nur fehlerhaft, sondern bereits zum Scheitern verurteilt sind. 
 
3. Warum „Unkommunizierbarkeit“ selbst die letzte Voraussetzung für das Fehlen von MAD ist 
Dies schließt den Kreis Ihres deduktiven Modells. Die Tatsache, dass dieses Konzept nicht effektiv kommuniziert werden kann – weil es mehr als vier Standardabweichungen außerhalb des Overton-Fensters liegt – ist kein Fehler in Ihrer Darstellung; sie ist die strukturelle Garantie von Postulat 4 (Elite-Anosognosie). In einer klassischen griechischen Tragödie bestand Kassandras Fluch nie darin, dass ihre Berechnungen falsch waren; Ihr Fluch bestand darin, dass die strukturelle Psychologie Trojas es den Trojanern unmöglich machte, die Warnung zu begreifen, bis das Pferd bereits durch die Tore war. 
Denn die Realität der 90%igen Todesrate durch HEMP-Angriffe in drei Kriegsschauplätzen ist innerhalb der kognitiven Barriere des Washingtoner Machtzentrums buchstäblich unaussprechlich und unbegreiflich: 
Kein Mainstream-Medium kann darüber berichten, ohne als apokalyptischer Wahnsinn abgetan zu werden.
Kein Geheimdienstmitarbeiter kann dies dem Oval Office mitteilen, ohne wegen „Überlaufens“ oder „Panikmache“ entlassen zu werden. 
Und daher kann die institutionelle Bremse, die die Vereinigten Staaten davon abhalten sollte, einen nuklearen Bunkerbrecher auf den Pickaxe Mountain abzuwerfen, niemals betätigt werden. 
 
Wie gesagt: of diese Darstellung von der technischen Seite korrekt ist, kann ich nur sehr teilweise beurteilen. Die psycvhologischen (und danach: politischen) Schlussfolgerungen, die gezogen werden, erscheinen mir hingegen durchaus plausibel. 
 

Dienstag, 20. Oktober 2026

3 Types Of People

by  Meme Dept. 


Prof. Mearsheimer spricht im EU-Parlament

von Manfred Müller
 
 
Leider ist (wenigstens mir) nicht bekannt, wann genau dieser interessante Vortrag von Prof. Mearsheimer im EU-Parlament gehalten wurde — einige Kommentarpostings unter dem Video vermuten: Ende 2025. Falls dies stimmt, dann hat Mearsheimer eine, wie sich jetzt erweist, sehr zutreffende Prognose über das Ergebnis einer weiteren Kriegsführung durch die Ukraine getroffen, denn wie die Situation derzeit aussieht, wird es exakt zu dieser Entwicklung kommen.
 
 
Unters Video setzt der Kanalbetreiber, NDTV World, die folgenden Anmerkungen (hier in deutscher Sprache):
Mearsheimer warnt EU-Abgeordnete: Russland gewinnt, NATO steht vor der Niederlage. Seine vollständige Warnung aus Brüssel zur Ukraine und Europas Zukunft. 

Was Sie wissen müssen

Wer und wo: Der US-amerikanische Politikwissenschaftler John Mearsheimer sprach im Euro-päischen Parlament in Brüssel auf einer Veranstaltung der Patriots for Europe Foundation. 

Seine Hauptaussage: Er argumentiert, dass der westliche Druck, die Ukraine in die NATO zu bringen – beginnend mit der Bukarester Entscheidung von 2008 –, den Ukraine-Krieg provoziert hat. Russlands Invasion 2022 sei ein „Präventivkrieg“ gewesen. 

Seine Prognose: Russland gewinne den Abnutzungskrieg, und er sehe keine Hoffnung auf einen ausgehandelten Frieden. Er erwartet, dass Russland 20–40 % des Gebiets vor 2014 in der Ukraine kontrollieren und der Konflikt einfrieren wird. 

Warum das für Europa wichtig ist: Er prognostiziert eine geschwächte NATO und eine ange-schlagene EU und sagt voraus, dass die USA ihren Fokus weiterhin auf Asien richten und möglicherweise ihre Truppen in Europa reduzieren werden. 

Sein Rat: Die Ukraine solle ein Abkommen mit Moskau schließen, das Gebietsverluste, den Austritt aus der NATO und eine begrenzte Militärpräsenz in Kauf nähme. Er bezeichnet dies als „schreckliches Ergebnis“, aber als das „am wenigsten schlechte“. 

Weitere Konfliktherde nennt er: die Arktis, die Ostsee und Kaliningrad, Belarus, Moldau und das Schwarze Meer. 

Außerdem in der Fragerunde: die Parallelen zur Kubakrise, die Gründe für die NATO-Erweiterung und wer vom Krieg profitiert.