Freitag, 20. März 2026

Who's To Blame...?

by  Meme Dept. 




Larry Johnson : The False Narrative They're Trying to Sell Us

von kennerderlage
 
 
Einige Anmerkungen von Larry Johnson, die die Siegesgewissheit, um nicht zu sagen: Siegestrunkenheit, der USraelischen Angreifer ein wenig hinterfragen: 
 
 
Das heisst selbstredend nicht, dass in einem langen Krieg die USA nicht doch den Iran niederzuringen in der Lage sind. Denkbar, aber um welchen Preis seitens der USA? Und wird John/Jane Doe bei den kommenden Wahlen das honorieren? Das darf durchaus bezweifelt werden.
 
Interessant auch die im Westen in den Medien kaum gebrachte Tatsache, dass die israelische Regierung nicht nur die Al-Aksa-Moschee sondern auch die Grabeskirche geschlossen hat. Angeblich wegen "Sicherheit", aber Johnson vermutet eher: aus Hass sowohl gegen den Islam wie gegen das Christentum. Wer weiss! Und vielleicht steckt bei der Al-Aksa-Schliessung auch die Vorbereitung einer von manchen vermuteten False-Flag-Operation dahinter, welche durch einen angeblichen Angriff des Iran auf das Heiligtum die Sunniten zu einer Teilnahme am Angriffskrieg gegen den Iran bewegen soll.
 

Tucker Carlson: Joe Kent Reveals All in First Interview Since Resigning as Trump’s Counterterrorism Director

von LePenseur
 
 
Ein Linkhinweis des geschätzten Kollegen 'Sandokan ist zu wichtig, als daß er mit dem Kommentar-Thread eines Artikels einfach untergehen sollte. Daher hier das Interview, das Tucker Carlson mit Joe Kent führte:
 
 
Tucker Carlson spricht in seiner Anmoderation (ca. ab 14:30) davon, wie existenziell wichtig es ist, die Wahrheit auszusprechen ("It is never too late to tell the truth now!"). Wahre Worte, die auch von den vielen Kommentarpostern so empfungen werden, einer davon sei als pars pro toto herausgegriffen:
@deakon071

Ich hatte die Ehre, Herrn Kent 2018 bei einer Kundgebung im Bundesstaat Washington gegen die Waffenrechtsinitiative 1639 kennenzulernen und mit ihm zu sprechen. Er nahm sich Zeit für jeden, der ihn ansprach (ebenso wie Jim Walsh). Unsere Rechte lagen ihm am Herzen. Unsere Freiheiten und unsere Verfassung waren nicht verhandelbar, und er stellte sich in dieser Frage an die Seite des einfachen Bürgers und unserer Rechte. 

Das Gespräch mit ihm wirkte aufrichtig, und ich hatte das Gefühl, gehört und unterstützt von jemandem zu werden, dem die richtigen Dinge am Herzen liegen. Dass er sich zu Wort meldete und alles riskierte, ist nicht zu unterschätzen. Das darf nicht ignoriert werden. Dieser Mann hat Prinzipien und würde sie nicht durch Schweigen kompromittieren. So sieht Mut aus. Er ist ein Patriot, dem wir alle am Herzen liegen. Es gibt eine wichtige Botschaft: Wir sind in Gefahr. 

Vielen Dank für Ihre Ehrenhaftigkeit und Ihren Mut, Herr Kent.
Und diesem Dank kann man sich nur anschließen. Nicht (und das möchte ich meinerseits klar aussprechen!) jedem seiner Statements,die sicherlich von entschiedenem US-Patriotismus zeugen und deshalb von einer gewissen Voreingenommenheit nicht frei sind, genauer gesagt: gar nicht frei sein können. Dennoch: dieses Interview war wichtig, weil augenöffnend — soferne man überhaupt seine Augen öffnen will, wie freilich dazugesagt werden muß ...
 

Donnerstag, 19. März 2026

It's a heartache, nothing but a heartache....

by  Meme Dept. 




Chas Freeman : Will China Dump Trump ?

von kennerderlage 
 
 
Der ehemalige US-Botschafter in Saudi-Arabien und stv. Verteidigungsminister der USA (als der sich noch nicht  Secretary of War benannte), Chas Freeman, in einer sehr informativen Unterhaltung mir Napolitano:
 
 
Besonders interessant die Bemerkungen zu China und seiner Beziehung zu den USA in der Zukunft. Das verbrecherische Vorgehen der USA gegenüber dem Iran wird nicht vergessen werden – und die Frage, ob China Trump zu Fall bringen wird, ist nicht unberechtigt. Und weil eben China erwähnt wurde: interessante Zeiten kommen auf die Welt zu ...
 

Ein fürwahr offener Brief

von LePenseur
 
 
... den Joe Kent, Direktor des National Counterterrorism Centers, an Präsident Trump richtete, mit welchem er seinen Rücktritt aus Gewissensgründen bekanntgab:

Präsident Trump,

nach reiflicher Überlegung habe ich beschlossen, mit sofortiger Wirkung von meinem Posten als Direktor des NCTC zurückzutreten.

Ich kann den laufenden Krieg gegen den Iran nicht mit meinem Gewissen vereinbaren. Der Iran stellte keine unmittelbare Bedrohung für unser Land dar, und es ist offensichtlich, dass wir diesen Krieg aufgrund von Druck Israels und seiner mächtigen amerikanischen Lobby begonnen haben.

Ich unterstütze die Werte und die Außenpolitik, für die Sie 2016, 2020 und 2024 kandidiert haben und die Sie in Ihrer ersten Amtszeit umgesetzt haben. Bis Juni 2025 haben Sie verstanden, dass die Kriege im Nahen Osten eine Falle waren, die Amerika das kostbare Leben unserer Patrioten raubte und den Wohlstand unserer Nation aufzehrte.

In Ihrer ersten Amtszeit haben Sie besser als jeder moderne Präsident verstanden, wie man militärische Macht entschlossen einsetzt, ohne in endlose Kriege hineingezogen zu werden. Sie haben das bewiesen, indem Sie Qasem Soleimani töteten und den IS besiegten.

Zu Beginn dieser Amtszeit haben hochrangige israelische Beamte und einflussreiche Mitglieder der amerikanischen Medien eine Desinformationskampagne gestartet, die Ihre America-First-Plattform völlig untergraben und kriegsbefürwortende Stimmung geschürt hat, um einen Krieg mit dem Iran zu fördern. Diese Echokammer wurde benutzt, um Sie in den Glauben zu versetzen, der Iran stelle eine unmittelbare Bedrohung für die USA dar, und wenn Sie jetzt zuschlagen, gäbe es einen klaren Weg zu einem schnellen Sieg. Das war eine Lüge — und dieselbe Taktik, die die Israelis benutzten, um uns in den desaströsen Irak-Krieg zu ziehen, der unser Land das Leben Tausender unserer besten Männer und Frauen kostete. Wir dürfen diesen Fehler nicht wiederholen.

Als Veteran mit 11 Kampfeinsätzen und als Gold-Star-Ehemann, der seine geliebte Frau Shannon in einem von Israel fabrizierten Krieg verloren hat, kann ich es nicht unterstützen, die nächste Generation in einen Krieg zu schicken, der dem amerikanischen Volk keinen Nutzen bringt und den Preis amerikanischer Leben nicht rechtfertigt.

Ich bete, dass Sie darüber nachdenken, was wir im Iran tun — und für wen wir es tun. Die Zeit für mutiges Handeln ist jetzt. Sie können den Kurs ändern und einen neuen Weg für unsere Nation einschlagen, oder Sie können zulassen, dass wir weiter in Richtung Niedergang und Chaos abrutschen. Sie haben die Karten in der Hand.

Es war mir eine Ehre, in Ihrer Regierung und für unsere große Nation zu dienen.

Joe Kent
Direktor, National Counterterrorism Center
Bis auf den Satz „Sie haben das bewiesen, indem Sie Qasem Soleimani töteten und den IS besiegten ...“, der in dieser Form einfach unrichtig ist, kann man dem Brief weitgehend beipflichten, obschon die durchwegs positive Darstellung von Trumps erster Amtszeit eine gewisse Naivität verrät.
 
Unser Mitteleuropa  kommentiert den offenen Brief wie folgt:

Der US-israelische Angriffskrieg gegen den Iran und die Frage nach seiner Beendigung, Ein Thema das die Welt augenblicklich in Atem hält.

Wieder einmal ist es US-Präsident Trump, der in diesem Zusammenhang mit einer Aussage in einem Interview mit Fox-News, für Kopfschütteln sorgt. Könnte er damit sogar den Ausschlag für den Rücktritt eines US-Kriegshelden in seinen Diensten verursacht haben?

Auf die Frage des Reporters des Senders Fox-News, wann der Krieg vorbei sein könnte, antwortete Präsident Trump, einmal mehr in beinahe verstörender Weise, „wenn ich es fühle, wenn ich es in meinen Knochen fühle.“ 
Nun sei ja unbestritten, daß Menschen in Trumps Alter allerhand in den Knochen fühlen — aber das Ende eines Angriffskriegs wird eher nicht dazugehören! Oder spürt Trump in seinen Knochen so bedrohlich eine Sache, die geplant wird, um den finalen Schritt tun zu können? Ein Kommentarposter unter dem Artikel deutet es an:
Eine Frage wurde bisher noch nicht angedacht. Was passiert, wenn das Büro (mossad) eine Atomwaffe in New York zündet und es dem Iran in die Schuhe schiebt (atomare false flag action)? Das Tor zur Hölle stände dann sperrangelweit offen. Hat nicht Nancy Graham (oder wie der Typ heißt) von einer großen Sache in den nächsten Wochen gesprochen? Ich traue das den Satanisten durchaus zu.
Nun ja: „Satanisten“ ist ein ziemlich großartiger Begriff — zu groß für meinen Geschmack. Wo doch Wörter wie „gierige Kriegsgewinnler“ und „korrupte Arschlöcher“ diese Politverbrecher ausreichend beschreiben ...

Mittwoch, 18. März 2026

Was ist mit Benjamin Netanyahu geschehen?

Gastkommentar
von Nereus
 
 
Es wird immer bizarrer. Nach seinem Ausbleiben auf entscheidenden Meetings und einem sonderbaren 6-Finger-Video schiebt das offizielle Propagandaministerium ein Video nach dem anderen nach, um den israelischen Premier als „pumperlgsund“ zu verkaufen.

Allerdings will das nicht so recht gelingen und das Mysterium wird eher größer als kleiner. Ob er leicht oder schwer verwundet oder gar tot ist, kann hier nicht geklärt werden, aber irgend etwas ist faul im Staate Israel.

Nachdem die Café- und Spaziergang-Videos keine Entspannung an der Medien-Front brachten, wurde nun ein Entscheider-Video nachgeschoben.

Dort soll der Premier den Eliminierungsbefehl hochrangiger Iran-Eliten angewiesen haben. Und auf Nach-frage bei Chatbot GROK wurde dessen Aktualität bestätigt.

Leider ging das nach hinten los, denn die Szene gab es bereits am 04.02.2026, also über 3 Woche vor Kriegsbeginn. Bei Interesse bitte hier:


Nun kann es durchaus sein, daß sich die Medien hier selbst ein Bein gestellt haben, denn oftmals wird altes Bildmaterial verwendet, um irgendeinen Beitrag zu illustrieren.

In diesem Fall wirkt es aber VT-bestätigend.

Es bleibt also die Frage offen: Was ist wirklich mit Benjamin Netanyahu geschehen?

 

Glücklich ist, wer vergißt ...

by  Meme Dept. 




Prof. John Mearsheimer: Iran’s Patient Strategy Undermines Trump

von kennerderlage
 
 
Zum Angriffskrieg und seinen Folgen gegen den Iran spricht Judge Napolitano mit Prof. John Mearsheimer:
 
 
Ein Kommentarposter unter dem Video meint dazu:

Der Iran wird gewinnen, denn für ihn bedeutet Gewinnen nur das Überleben. 

Israel wird gewinnen, weil der Iran schwer geschädigt sein und militärisch wie wirtschaftlich schlechter dastehen wird als zu Beginn. Und es hat so gut wie nichts in diesen Kampf investiert. 

Nur die USA verlieren in dieser Situation. Wir haben Milliarden ausgegeben, Prestige eingebüßt, Menschenleben verloren, Verbündete verärgert und unser Land und sein Militär geopfert – und das alles ohne jeglichen Nutzen. 

Und die Republikaner werden bei den Zwischenwahlen sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat verlieren – und da die jüdische Wählerschaft überwiegend demokratisch wählt, werden sie auch dort gewinnen. Trump hat uns verraten.
 

"How Iran and China Shaped the War Chessboard"

von LePenseur
 
 
... betitelt wich ein höchst interessanter Artikel von Pepe Escobar bei unz.review über die Hintergründe und Wirkungen (und für USrael durchaus unerwünschten Nebenwirkungen) des Angriffs USraels auf den Iran:

China is officially responding on two parallel tracks to the Epstein Syndicate – or US-Israeli – war on Iran via a diplomatic spokesman and a military spokesman.

Translation: China sees the war both as an extreme political/diplomatic tension and a military threat.

China’s military spokesman, a People’s Liberation Army (PLA) colonel, speaks with metaphors. It was he who said explicitly that the US is “addicted to war”, with only 250 years of History and only 16 years of peace.

He clearly positions the US as a global threat. And clearly, also as a moral (italics mine) threat.

Chinese President Xi Jinping is firmly focused on establishing a long-lasting connection between Marxism and Confucianism.

The key contribution of Confucius to political thinking is the precise use of language. Only the one who speaks with precise metaphors and moral weight is able to govern a nation.

So China is carefully developing a steady moral and ethical criticism of the American war of choice on Iran. Stressing how this is the attack of a nation that has lost its moral compass.

The Global South totally understands the message.

Additionally, facts on the battlefield show how China has also changed the rules of war in Iran.
Nun kann man freilich einwenden, daß das alles etwas spekulativ klingt. Zugegeben ... aber: Vorhersagen über die Zukunft sind halt immer mit einer gewissen Unsicherheit behaftet. Auch Pepe Escobar hat keine unfehlbare Kristallkugel, aber ist doch in der Vergangenheit mit einer Reihe zutreffender Prognosen an die Öffentlichkeit getreten. "Wissen" kann man's natürlich immer erst danach ...
 
 

Dienstag, 17. März 2026

Paul Brandenburg bei Stefan Magnet: DIESE Alternativ-Medien werden von der Israel-Lobby finanziert

 von Sandokan


Some Inconvenient Truths

by  Meme Dept. 




Larry Johnson:Trump’s Trapped and Doesn't Know It

von kennerderlage
 
 
Wieder ein sehr informatives Video mit Larry Johnson, dem ehemaligem CIA-Analysten, der auch jetzt ein scharfblickender Beobachter der geopolitischen Entwicklungen ist:
 
 
Seine Warnungen vor zu erwartenden False-Flag-Aktionen USraels sind ebenso gerechtfertigt wie Anlass zu großer Beunruhigung. Dazu kommt die Samson-Doktrin der Zionisten, die bei drohendem Machtverlust lieber die Welt in Schutt und (atomare) Asche legen wollen, als die Niederlage einzugestehen. Die Zeiten versprechen "interessant" zu werden (nach dem chinesischen Fluch, den unser "Blogvater" LP mehrmals zitierte)!
 

Heute vor 100 Jahren

von LePenseur
 
 
... wurde in Lyk in Ostpreußen der deutsche Schriftsteller Siegfried Lenz geboren. Zweifellos ein einflußreicher Protagonist der (west-)deutschen Literaturszene seit den 1950er-Jahren, mit einigen Werken in den Kanon der Schullektüre aufgenommen wie Heinrich Böll (im Gegensatz zu diesem aber nicht "nobelitiert", obwohl er es m.E. berechtigter verdient hätte...).
 
Ein Könner zweifellos (auch wenn ihm manche Kritiker vorwarfen, etwas  "altmodisch" zu schreiben, da seine Erzählweise eher an den Autoren des 19. Jahrhunderts geschult war). Und doch gestehe ich offen: trotz mehrerer Versuche, ihn für mich zu "entdecken", bereicherten diese dann eher meine Bibliotheksregale, als mich persönlich. 
 
Mich störte der häufig mitschwingende "pädagogische" Unterton: wenn ich Romane oder Erzählungen lese, will ich vor allem berührt, gepackt, vielleicht sogar ergriffen sein — belehrt hingegen nur selten. Und schon gar nicht auf jene "pädagogische" Art, wie sie etwa sein Roman Deutschstunde exemplarisch vermittelt.
 
Seine masurischen Geschichten  So zärtlich war Suleyken hingegen mochte ich auf Anhieb (und blättere in ihnen noch heute gerne). Und so ersuche ich um Nachsicht seitens jener meiner Leser, die Lenz-Fans sind, daß mein Gedenkartikel (zugegeben: auch wegen der momentanen Wirrungen der Weltpolitik, die zu verfolgen wenig Muße zu geistigeren Dingen läßt) doch etwas lapidar ausgefallen ist. Siegfried Lenz hätte sicher eine eingehendere Würdigung verdient ... und zwar ganz gleich, wie man zu seinen politisch-weltanschaulichen Ansichten steht (etwaige Trolle, die sich um meine libertäre Identität zu sorgen beginnen, brauchen erst gar nicht in die Tastatur zu greifen — derlei Unsinn wird vom Admin einfach gelöscht).
 
Um es aus meiner Sicht auf den Punkt zu bringen: ein bedeutender Schriftsteller wurde vor hundert Jahren geboren, den zu lesen sich lohnt und dessen Name sicherlich noch weitere Jahrzehnte in der deutschen Literatur Geltung haben wird. 
 
Und auf was mehr kann ein Schriftsteller denn schon hoffen, als auf jenes: Exegi monumentum aere perennius ...
 

Montag, 16. März 2026

That's the Reason....

by  Meme Dept. 




John Mearsheimer: “We’re not going to win this war with Iran”

von kennerderlage
 
 
Ein konzise Zusammenfassung der Angriffs USraels auf den Iran gibt Prof. John Mearsheimer beim Sender Al Jazeera, mit dem aus US-Sicht unerfreulichen Ausblick: "We’re not going to win this war with Iran."
 
 
Doch auch die Interviewerin schien nicht wirklich zufrieden mit den Darlegungen von Mearsheimer zu sein. Katar (das Al Jazeera ganz oder wenigstens teilweise finanziert) ist auch zwar einerseits Financier diverser islamischer (Terror-)Organisationen, aber ebenso an guten Beziehungen zu Israel und den USA interessiert, die das Herrscherhaus Katars an der Macht halten.
 

Nachtrag zum Nachtritt

von LePenseur
 
 
Hadmut Danisch kann's nicht lassen ... Wenn er sich schon wenig pietätvoll über einen eben verstorbenen Philosophen äußert, dann muß er natürlich noch einen draufmachen und zum initialen Nachtritt noch einen weiteren hinzufügen. Quasi: to add insult to injury, wie der Engländer sagt ... Das liest sich dann so:

Leserzuschrift über ein Zusammentreffen mit Habermas:

Wie der Großphilosoph Habermas zu einfachen Wanderern sprach

Lieber Hadmut,

ein kleiner Beitrag zu Deiner heutigen Gedenkseite.

Vor weit über 10 Jahren urlaubten meine Frau und ich in Tutzing am Starnberger See.
Wir machten eine Wanderung zur Ilkahöhe, einem dortigen Aussichtspunkt.
Die Frau wollte unterwegs wissen, wie weit es noch ist. Ich mit meinen Jäger/Einzelkämpfergenen habe mich sofort in die damals noch papierne Wanderkarte vertieft. Mein kommunikatives Frauchen wollte nicht warten und befragte einen älteren Herrn, der im Anorak daherkam.

Ich hörte die Antwort: “Der Weg zur Ilkahöhe ist so schön, der kann gar nicht lang genug sein!”
Da blickte ich auf und erschauerte: ER hatte zu uns armen Würmern gesprochen!

Typisches Beispiel für die moralisierende Nutzlosigkeit philosophisch Geschwätzes. 

Und das ist alles, was Danisch dazu einfällt? Das ist so armselig, wie wenn ich mich jetzt süffisant darüber auslassen wollte, daß es wohl "philosophischen Geschwätzes" heißen müßte, und jemand, der nicht einmal in einem Zwei-Zeilen-Artikel einen blamablen Flüchtigkeitsfehler zu erkennen vermag ... bla-bla-bla ...

Nein, tue ich grundsätzlich nicht (und entschuldige mich dafür, ad exemplum leider doch so getan zu haben, als täte ich derlei). Und damit bin ich bei Hadmut Danischs nächstem Artikel, keinem direkten Nachtritt, aber dafür einer ihn ein wenig "entblößenden", trotzigen Frage:

Warum eigentlich

  • muss ich mir ständig von Juristen anhören, dass ich mich nicht zu Rechtsfragen äußern könne und dürfe, weil ich kein Jurist bin,
  • während sie alle Habermas dafür bejubeln, dass der sich zur Auslegung des Rechts geäußert hat, und sich bei jeder Gelegenheit auf ihn beziehen, obwohl der auch kein Jurist war?

Darauf, geschätzter Herr Danisch, kann ich Ihnen als Jurist, der ich bin, gerne antworten: Weil Habermas ein Philosoph war und (u.a.) auch zu Fragen der Rechtsphilosophie geschrieben hat. Nicht unbedingt immer in dem Sinne, in dem ich zu diesen Fragen Stellung beziehen würde, aber er hat es getan und seine Meinung wurde offenbar auch unter Juristen nicht als völlig fachfremd belächelt (so wie ihn bspw. die Informatiker belächelt hätten, wenn er etwa einen Artikel über die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Computer-Betirebssysteme veröffentlicht hätte, denn davon hätte er höchstwahrscheinlich auch nicht mehr gewußt als ich ...), sondern in den fachlichen Diskurs einbezogen.

Das mag (und darf, selbstmurmelnd!) Herrn Danisch nun stören, weil er alles, was nicht empirisch verifiziert werden kann, als bloßes Geschätz ansieht (und damit auch in weiten Teilen die Juristerei), macht jedoch den Unterschied deutlich, der zwischen einem Herrn Danisch und einem Herrn Habermas bestand und besteht: er ist eben kein Philosoph und sieht daher keine Veranlassung, nach dem alten Sprichwort "Si tacuisses, philosophus mansisses"  —  denn wie sollte er bleiben, was er nie war!  — einfach den Mund zu halten. 

Was bei der Unbedarftheit seiner Frage freilich kein Nachteil gewesen wäre ...
 
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P.S.: ich finde eigentlich die obige Antwort des guten Professors reizend und herzerfrischend humorvoll! Darin "moralisierende Nutzlosigkeit philosophisch[en] Geschwätzes" zu erblicken, käme mir nicht einmal in Stunden großer Gereiztheit in den Sinn ... Und die Antwort veranlaßt mich, Herrn Danisch eine Anekdote aus meiner eigenen Familienhistorie zu spendieren: 
 
Mein Großvater, damals wohl schon pensionierter Schuldirektor und im Nebenberuf Bonvivant (und daher deutlich zu Korpulenz neigend), fragte einmal auf einer Bergwanderung einen des Weges herabkommenden Landwirt, wie lange es noch bis zu XY-Hütte sei. Der Bauer sah ihn abwartend an und zuckte die Schultern. Mein Großvater, in der Meinung, der Bauer habe ihn nicht recht verstanden, wiederholte seine Frage, doch mit keinem besseren Erfolg. Kopfschüttelnd, da offenbar einem Dorftrottel begegnet, machte sich mein Großvater wieder auf den Weg, als ihm das Bäuerlein nach einigen Schritten nachrief: "Ja, wenn S' so langsam hatschen, dann mindestens noch drei Stunden!"
 
Hadmut Danisch wird als empiristisch angehauchter Informatiker, so er überhaupt hier mitliest (was ich nicht annehme), natürlich anmerken, daß die Auskunft des Bauern die brauchbarere Zeitschätzung enthielt als die Antwort des Philosophen. D'accord! Humor verrieten beide  — doch in Bezug auf Poesie hat der Philosoph m.E. die Nase vorne. Und da man Aussichtspunkte eher aus poetischen denn zeitökonomischen Gründen besucht, spielt auch dieser Aspekt durchaus eine Rolle ...
 

Sonntag, 15. März 2026

In Memory Of The Victims...

by  Meme Dept. 




Jacques Baud: Fataler Fehler in der US-Kriegsstrategie gegen den Iran

von kennerderlage
 
 
Eine sehr interessante Sichtweise auf die hinter den aktuellen Kriegshandlungen stehende unterschiedliche Geisteshaltung von Ost und West gibt uns das Interview von Daniel Davis mit dem schweizerischen Oberst Jaques Baud:
 
 
Zusammenfassung unter dem Video: 

Oberst Jacques Baud argumentiert, dass westliche Länder – und sogar Israel – die Kultur, Mentalität und das strategische Denken des Nahen Ostens nur unzureichend verstehen, was zu Fehleinschätzungen von Konflikten in der Region führt. 

Ein zentraler Unterschied, der diskutiert wird, ist das Konzept des Sieges. Im westlichen Militärdenken bedeutet Sieg üblicherweise die Zerstörung oder Niederlage des Feindes. Im Gegensatz dazu behauptet der Redner, dass es in vielen islamischen oder nahöstlichen Perspektiven beim Sieg eher um Beharrlichkeit und Nicht-Aufgeben geht, selbst gegen einen stärkeren Gegner. Diese Idee ist mit dem Konzept des „Dschihad“ verbunden, das laut dem Redner im Westen oft missverstanden wird. Anstatt „Heiliger Krieg“ zu bedeuten, kann es sich auf einen persönlichen Kampf oder Widerstand beziehen, einschließlich des Überwindens von Angst und des Weiterkämpfens trotz Widrigkeiten. 

Aufgrund dieser Denkweise argumentiert der Redner, dass der Iran und seine Verbündeten möglicherweise bereit sind, schwere Verluste und langwierige Konflikte in Kauf zu nehmen, ohne zu kapitulieren, da sie Beharrlichkeit selbst als Sieg betrachten. Dies steht im Gegensatz zur westlichen politischen Rhetorik, wie etwa den Aussagen Donald Trumps, der einen schnellen Sieg in Militäroperationen verkündet. 

Die Diskussion legt nahe, dass die iranische Führung – darunter Persönlichkeiten wie Masoud Pezeshkian – den Konflikt anders einordnet und Widerstand, Ausdauer sowie die Forderung nach Anerkennung der Rechte des Irans und Wiedergutmachung anstelle eines unmittelbaren militärischen Erfolgs betont. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass unterschiedliche kulturelle Auffassungen von Krieg, Sieg und Opferbereitschaft die Herangehensweise beider Seiten an den Konflikt prägen, was den Krieg verlängern und seine Beilegung erschweren kann. 
 

Hauptsache Hosenanzug

von Deliberator  Austriacus 
 
 
DerStandard („Der Haltung verpflichtet“, wie er stolz postuliert – von Wahrheit keine Rede ...) ergeht sich in Sachen des aktuellen österreichischen „Skandals“ um den ORF (die Zwangsbeglückungs-Propagandatröte der Linken, a.k.a. Österreichischer Rotfunk) in feministisch-antidiskriminatorischen Schwelgereien:
Acht Frauen und ein Fall
 
Der Fall Roland Weißmann hat den ORF in schwere Turbulenzen gestürzt. DER STANDARD analysiert das toxische Klima, das mächtige Männer in Österreichs größtem Medienunternehmen geschaffen haben – und zeigt Frauen, die als Generaldirektorinnen einen Unterschied machen könnten.
Die fintenreiche Textierung ist Spitze: nicht „können“ sondern „könnten“, und nicht welchen, sondern bloß „einen“ Unterschied. „Toxisches Klima“ ist nicht justiziabel und „mächtige Männer“ (im artikellos unbestimmten Plural) ebensowenig. Da hat der Medienanwalt der rosa Linkspostille vermutlich gefeilt ...
 
Also gleich acht Frauen, die sich DerStandard aus Generaldirektorinnen vorstellen kann ...  – „O Mensch, gib Acht“, möchte man rufen. Denn Babler, Medienminister und Witzekanzler (sorry, der Kalauer musste sein!) will nach dem jüngst hinter uns gebrachten Frauentag unbedingt eine Frau an der Spitze des ORF sehen.
 
Ach, der soll uns doch nicht so vera*schen! Es geht doch nicht darum, eine Frau zu berufen, damit die den ORF „detoxen“ kann, sondern ausschließlich darum, dass nach dem schwarzen Weißmann eine dank Berufung dankbar-willfährige bunte rote Frau installiert wird. Die lächerliche Weißmann-Schiere, die jetzt abgeht, ist doch bloß ein Vorwand dafür.
 
Ich hätte eine bessere Idee: den ORF einfach privatisieren! Zwangsgebühr abschaffen. Wer dessen linken Schwafel hören will, darf gerne dafür zahlen – wer sich das lieber ersparen will, der erspart sich je nach Bundesland wenigstens € 183,60  – in der Steiermark sogar: € 240,00! – jährlich.
 
Aber da friert eher die Hölle zu, als dass sowas passiert. Zu viele Politpensionisten wollen in Germien wohl versorgt ein Zubrot zur kärglichen Politikerpension beziehen – und zu sehr ginge ihnen sonst der plötzlich totale Entzug jeglicher Intrigenspielchen an die Nieren. Und wo bringt man all die ehrgeizigen Politiker-Gespielinnen unter, die ja nicht nur Minister- bzw. Parteifuzzi-Betthäschen spielen, sondern in ORF-Serien als Schauspielerinnen reüssieren wollen?
 
Übrigens: der ORF hatte schon mal eine Chefin. Dass diese jedoch für untoxisches Klima und Vermeidung von Turbulenzen gesorgt hätte, wurde freilich noch von niemandem behauptet ...