Montag, 10. August 2020

Endlich Sommer!






Fußnoten zum Montag

von Fragolin

Zweite Urlaubswoche. Und das passende Wetter dazu. Also weiterhin Lückenfüller. Zumindest noch ein paar Tage. Durchhalten, Leute!


Für mich erschreckend ist, dass wir als Zivilisation der Moderne, deren Geisteskraft den Menschen immerhin technologisch vom Bronzebeil zur Raumfahrt geführt hat, deren wichtigste Kräfte das Wissen, die Vernunft und die Kreativität sind, deren Verteidigungsstärke auf strategischer und technischer Überlegenheit beruht, diese Zivilisation der Dichter und Denker sich jetzt vollkommen wehrlos von primitiven Horden auf dem geistigen Niveau der Steinzeit und mit einer Ideologie, die jedes Denken verbietet und die Massen dumpf ihr ganzes Leben die gleichen menschenverachtenden und widerlichen Verse vor sich hin murmeln lässt, damit sich nur kein Geist und kein Denken daraus befreien kann, überrennen lässt
War die Intelligenz nur ein Betriebsunfall der Evolution? Was bringt uns eigentlich dazu, den eigenen evolutionären Vorteil, nämlich die Fähigkeit zur Beherrschung der Logik und zur fortschrittlichen Nutzung des Zweifelns und Fragens, im Angesicht primitiver Horden mit Begeisterung in die Mülltonne der Geschichte zu treten?

***

Wir brauchen keine Politiker, die "strengere" oder "bessere" Gesetze beschließen, für den Anfang würde es reichen, wenn die Politk den Staatsorganen endlich wieder ermöglicht, die bestehenden verfassungskonformen Gesetze zu exekutieren und ihre Arbeit rechtskonform zu erledigen.
Aber wer die Einhaltung geltenden Rechts fordert ist ja ein "Rechts-Extremer"...


Sonntag, 9. August 2020

Schon was vom Grundrecht des »fair trial« gehört ...?


Verarschen kommt ja öfters vor. Aber daß eine Staatsanwältin einen randalierenden BLM-Mob, der gewaltsam in ein Privatgrundstück eindrang, als »peaceful« bezeichnet: das ist schon bemerkenswert!
New developments in the criminal case against Mark and Patricia McCloskey by Soros-funded Saint Louis Prosecutor Kim Gardner reveals that a lead police detective refused to sign a probable cause statement drafted by Gardner’s office. The probable cause statement appears filled with falsehoods and lies, and claims that the trespassing rioters that broke into the private community of the McCloskeys were “peaceful.”
Man kann, um wieder einmal den großen alten Akademiepräsidenten Max Liebermann zu zitieren, nicht so viel fressen, wie man kotzen möchte ...


Video zum Sonntag

von Fragolin

Menschen mit Hirn, also reifer Birne, fallen irgendwann vom linken Baum. Oder anders gesagt: Wer jung ist und nicht links, der hat kein Herz, und wer alt ist und immer noch links, kein Hirn. Wobei man den aggressiv-radikalen Rändern altersunabhängig zugestehen muss, beides nicht zu besitzen, und das überwiegend lebenslang.

Seltsam an diesem Auftritt ist die Reaktion des Publikums. Entweder spricht Frau Fitz in einem leeren Studio, und der Regisseur vom SWR hat dem Tontechniker die Hände auf das Pult genagelt, damit er auf keinen Fall an der falschen Stelle einen Lacher oder Applaus einspielt, oder es sitzt ein kleines ausgewähltes Publikum dort, das bereits weiß, wann genau man heutzutage bei einem Kabarettisten noch lachen und klatschen darf, ohne vom Sitznachbarn an die AAS gemeldet zu werden. Das hat schon so einen muffigen Fernsehen-der-DDR-Flair. Wir lassen sie noch auftreten, um kein Wasser auf irgendwelche Mühlen zu gießen, aber nur noch irgendwann des nächtens und mit ausgesuchter Publikumsreaktion, damit die immer noch renitent an den Lippen der Kritiker Hängenden im Pöbel eine mitternächtliche Lehrstunde darin bekommen, wie einsam und ausgegrenzt sie mit diesem kranken Humor sind, der schmunzelnd nicken und der Kritikerin recht geben will, wo die aufrechte Zivilgesellschaft schon längst scheißestürmend gegen sie anrennt.

Manchmal sagt die Reaktion des Publikums mehr aus als der Kabarettist auf der Bühne.
Lisa Fitz, die es immer noch wagt, weder stramm links noch stramm rechts zu sein.
Eine Gesellschaft, die kreischend und Mistgabeln schwingend zu den Rändern strebt, hasst am Meisten jene, die standhaft in der Mitte stehen bleiben. Das sind für die radikalen Ränder die größten Hassobjekte.


Samstag, 8. August 2020

Einer der bedeutendsten Symphoniker seines Landes


... und wie man durchaus hinzusetzen darf: der gesamten Musikgeschichte starb heute vor siebzig Jahren, am 8. August 1950:

Nikolai Mjaskowski

 

»Nikolai Mjas ... who?!« Nie gehört! Stimmt leider, denn seine Symphonien, von denen er immerhin 27 komponiert hat (eine in der Musikgeschichte nach Mozart schon rein zahlenmäßig ziemlich herausragende Leistung!), werden bei uns so gut wie nie aufgeführt. Wären da nicht die CD-Produktionsfirmen mit ihrem fürwahr unersättlichen »Content-Hunger«, der sie immer neue Kostbarkeiten (und leider auch viel zweitklassigen Mist!) aus den Archiven ausgraben und v.a. mit »billigen« (aber trotzdem guten) Provinzorchestern des früheren Ostblocks aufnehmen läßt, und das ebenso unerschöpfliche Klangarchiv, das Youtube uns (auch — neben allzuvielem Schrott!) einen Mausklick weit entfernt anbietet — Mjaskowski wäre heutzutage wohl »töter als tot« ...

Und das wäre in der Tat sehr bedauerlich — denn nur wenige Symphoniker haben in einer so großen Zahl von Werken so konstant einen beeindruckenden Level an kompositorischer Technik und (!) Inspiration vorzulegen gewußt, wie eben dieser Nikolai Jakowlewitsch Mjaskowski.

Doch dieser Mann verdient nicht nur wegen dieser bemerkenswert konstanten »Qualitätsleistung« auf kompositorischem Gebiet Beachtung, sondern auch wegen der — trotz seines Lebens unter einem der wohl grausamsten Verbrecherregimes aller Zeiten, dem Sowjetkommunismus, speziell in seiner Ära des Stalinismus — unerschütterlichen Standhaftigkeit, mit der er die Angriffe eines mediokren Polit-Apparatschiks wie Schdanow ignorierte, welcher im Jahr 1948 einen Rachefeldzug gegen die ihm unliebsamen Komponisten der UdSSR (und das waren praktisch alle bedeutenden — von Sergei Prokofjew über Dmitri Schostakowitsch bis zu Aram Khatschaturjan) anzettelte und diese, von ihm als »Formalisten« und »Speichellecker der bourgeoisen Musikszene« diffamiert, zu Selbstkritik und Unterwerfung unter sein Musik-Herostratentum in öffentlichen Tribunalen verdonnerte. Classical.net schreibt über diese Machenschaften:
Although highly respected by the Soviet musical community, Myaskovsky was named in the infamous 1948 attacks on "formalism" and "bourgeois decadence" by the Central Committee of the Soviet Communist Party. Myaskovsky had been largely "conformist" in writing music that satisfied government policy while eschewing propaganda and keeping his unique voice; but no prolific composer was spared from the denunciations and Myaskovsky joined Shostakovich, Prokofieff (who had returned to the U.S.S.R.), and Aram Khachaturian (his former student) as cultural advisor Andrei Zhdanov's main targets. The dignified Myaskovsky refused to take part in hearings or "repent" his sins, imposing a death sentence on his compositional career.
(Hier weiterlesen)
Schostakowitsch und die anderen hatten sich, gedemütigt, unterworfen und waren gehorsam zu Kreuze (oder, bessergesagt: zum Sowjetstern) gekrochen. Mjaskowski hingegen ging ins innere Exil und vollendete seine letzten Symphonien: Meisterwerke besonderer, ungebrochener Reife ...

Der Artikel ist überhaupt eine sehr sachkundige Einführung in Leben und Werk Mjaskowskis — weit besser geeignet, eine Ahnung von Größe und Bedeutung dieses Komponisten zu vermitteln, als der etwas belanglos wirkende deutsche Wikipedia-Artikel.

Die Fülle allein an symphonischen Werken macht eine bescheidene Auswahl nötig, soll dieser Artikel nicht alle Dimensionen sprengen — doch sind alle Symphonien (und auch viele weitere, ebenso wertvolle Werke des Komponisten) auf Youtube, teilweise in mehreren Interpretationen, zu finden.

Ein Dirigent freilich verdient hier besondere Beachtung: Jewgeni Swetlanow, unter dessen Leitung das Staatliche Akademische Sinfonieorchester Russlands alle 27 Symphonien Nikolai Mjaskowskis einspielte (1965-1994) — wobei Swetlanow in den turbulenten Jahren nach dem Zusammenbruch des Sowjetsystems teilweise die Orchestermusiker aus eigener Tasche (d.h. von Dirigentenhonoraren im westlichen Ausland) bezahlte, um dieses sonst wohl unfinanzierbar gewordene Großprojekt zu einem erfolgreichen Abschluß zu bringen. Eine bemerkenswerte Tat, die in der Geschichte der Musik wohl kein anderes Beispiel kennt ...

Doch lassen wir den jungen Mjaskowski mit seinem Erstlingswerk, der Symphonie in c-moll, op. 3, nun zu Wort kommen. Ein früher, genialer Wurf, aus dem man, quasi »ex ungue leonem«, den geborenen Symphoniker erkennt, der keinen Vergleich mit Zeitgenossen jener Jahre, wie z.B. Rachmaninow, zu scheuen braucht:


Die 2. Symphonie, in cis-moll, op. 11, in den Jahren 1910/11 geschrieben, war für damalige Ohren sicherlich avangardistisch, vergleichbar mit den dissonanten Klangexperimenten eines Skiabin, nur etwas »gemildert« durch einen gelegentlichen melancholischen Lyrismus:


Während die beiden folgenden Symphonien in eigenständiger Weise das »Grundthema« des frühen Mjaskowski, eine melancholisch-dramatischen »Tragödie des Menschen«, fortsetzen, schlägt die 5. Symphonie in D-dur, op. 18 (1918) frische, burleske Töne an, die man aufgrund der Vorgängerwerke nicht vermutet hätte:


Mit Mjaskowskis 6. Symphonie in es-moll, op. 23, der »Revolutions-Symphonie«, tritt sein Schaffen in eine neue Periode. Weit davon entfernt, die glatte, banale Apotheose des blutigen Umsturzes durch die Bolschewiken abzuliefern, atmet das ganze Werk doch einen revolutionären Elan, der sicherlich den KP-Funktionären gut zu ihren »futuristischen« Konzepten auf anderen Gebieten der Kunst paßte, jedoch nie in jenen unerträglichen Agitprop-Stil ausartet, der damals in der »revolutionären« Kunst-Szene weit verbreitet war:


Ein gutes Beispiel für Mjaskovskis Einbeziehung der zahlreichen ethnischen Wurzeln, aus denen sich die russische Kultur und Musik speist, gibt seine 8. Symphonie in A-dur, 1924/25 komponiert. Die Weisen der Kosaken und Baschkiren, vermengt mit persischen und anderen orientalischen Klängen, geben der Musik ein exotisches Flair:


Mit der Ausbootung, Vertreibung und Ermordung seiner Konkurrenten hatte Stalin mittlerweile eine kaum angefochtene Position als Generalsekretär der KPdSU erreicht, und die von ihm propagierten Grundsätze des »sozialistischen Realismus«, die in Literatur und bildender Kunst bereits erkennbare Spuren zogen, sollten nach Stalins Willen auch die Musik prägen. Was sich Mjaskowski bei der Komposition seiner 12. Symphonie in g-moll, 1931/32, der sogen. »Kolchosen-Symphonie«, dem 15. Jahrestag der Oktoberrevolution gewidmet, dachte, ist nicht überliefert. Aber auch hier versteht er aus einer banal-propagandistischen Vorgabe ein charakteristisches Werk voller Schwung und Kraft zu schaffen, mit still-versonnenen Passagen, die sich mit kunstvoll fugierten abwechseln:


Mitten in der Verschärfung des stalinistischen Terrors während der 1930er-Jahre, der Zeit der großen, blutigen »Säuberungen«, entsteht eine der bedeutendsten Symphonien Mjaskowskis: die 17. in gis-moll, op. 41 — ein Werk von Klangschönheit und tiefer Empfindung, als wollte der Komponist zur grausigen Realität dieser Tage einen bewußten Kontrast schaffen:


In gewissem Sinne war Mjaskowski mit dieser Symphonie zu seinem Ausgangspunkt zurückgekehrt, nur reifer, vollendeter, in seiner Stilistik unverwechselbar und doch immer wieder überraschend neu. Und von diesem wiedergewonnenen Ausgangspunkt gehen auch die folgenden Symphonien immer eigene Wege, und nur Zeit- und Platzmangel verhindern ihre Erwähnung im einzelnen.

Für mich zählen Mjaskowskis Symphonien 25-27 zu den eindrucksvollsten: der Altmeister schöpft mit voller Kraft aus seinen ureigensten Quellen, kaum beeindruckt von den Kriegsereignissen und der allgegenwärtigen Tyrannei Stalins. Eine ergreifend schöne und ausgewogene Interpretation bringt uns Jewgeni Swetlanow mit seiner Aufnahme aus dem Jahr 1990. Wenn nach der knapp eine Minute dauernden Einleitung durch die Holzbläser die Streicher mit einem ruhig atmenden Thema einsetzen, dann sich steigern und wieder beruhigen ... große Musik, zu der mir spontan die Charakterisierung »Rachmaninow — nur eben ohne Parfümierung« in den Sinn kam:


Die Symphonie Nr. 26, in C-dur »Über russische Themen«, komponiert 1948 (also dem Jahr seiner Maßregelung durch Schdanow) setzt diesen Weg fort:


Auch in der 27. Symphonie, c-moll, bewährt sich ein letztes Mal die Meisterschaft des Komponisten: trotz Krankheit und Alter ist seine Inspiration und »handwerkliche« Meisterschaft ungebrochen. Nach einer kurzen, langsamer Einleitung entwickelt sich der erste Satz, Allegro molto agitato, in mitreißender Dynamik, immer wieder durch zurückhaltendere Passagen kontrastiert:


Der 2. Satz und das Finale halten diese Spannung. Der Grund, weshalb ich diese Symphonie als einzige in einzelne Sätze zerteilt bringen muß: die ganze Symphonie in der Swetlanow-Interpretation gibt es zwar auch in einem einzigen File, das nur leider knapp vor dem Schluß abgeschnitten wurde.

Nächstes Jahr, wenn sich der Geburtstag Mjaskowskis zum 140. Male jährt, will ich auch sein Oeuvre auf dem Gebiet der Kammermusik vorstellen. Welche Ankündigung freilich niemanden, der durch diesen kleinen Gedenkartikel zum Mjaskowski-Fan geworden ist, dran hindern soll, auf eigene Faust auf Erkundungsreise zu gehen. Denn ohne Zweifel: er wird reich belohnt.


On revient toujours ...



So sorry, Kollege it's  me  — aber bei so einem Anblick lasse ich jede Schwarzhaarige und Brünette leichten Herzens stehen ...



Fußnoten zum Samstag

von Fragolin

Wochenende. Badewetter. Urlaub.
Und im Blog wieder was Aufgewärmtes.

Solange ich von saufenden und liedersingenden Burschis weder befürchten muss, dass sie mein Haus oder Auto anzünden wie Linksradikale oder meine Tochter als legitime Sklavin und Geschenk Allahs betrachten wie islamistische Fundamentalisten, mache ich mir um Burschenschafter weniger Sorgen als um die Antifa und Salafistenmoscheen. Ich bin halt Egoist.

***

Im linken Weltbild stellt sich die Situation so dar: Eine Gruppe Rowdies drängt einen Jungen in die Ecke und beginnt ihn dort zu bearbeiten. Die Rowdies sind arme Opfer der Gesellschaft und leben ihre Perspektivlosigkeit aus, um die müssen wir uns kümmern. Der Junge hat sie allein dadurch provoziert, sich Perspektiven geschaffen zu haben und diesen zu folgen, und wird es nicht anders verdient haben. Und wer dazukommt und dem Jungen zuruft: Lass dir das nicht gefallen, wehre dich, ich helfe dir! - der ist ein rechter Hetzer und Radikalisierer.
Ich empfinde dieses Weltbild als abartig. Mir gefällt eben das, wo die Rowdies von einer starken Verteidigung eine auf die Nuss bekommen und dahin gescheucht werden, wo sie hingehören. Denn das Recht des potenziellen Opfers auf Unversehrtheit steht weit über dem Recht eines Täters, bitte mit Nachsicht und Verständnis behandelt zu werden. Eine schwere Kindheit ist keine Ausrede dafür, ein Arschloch geworden zu sein. Viele Menschen, die eine schwere Kindheit hatten und keine Arschlöcher geworden sind, sind der lebende Beweis.

***

Direkte Demokratie wäre die Einzige als Verbesserung empfindbare Veränderung, aber diese könnte nur dann entstehen, wenn ein Volk mit klaren Gedanken und der Unterstützung seiner gewählten Vertreter aus dem System heraus eine friedliche Reform ausarbeitet. Damit ist wenig zu rechnen. Wahrscheinlicher ist, dass die aus den repräsentativen Demokratien entstandenen diktatorischen Regimes sich weiter hinter Knebelgesetzen und Polizeiwillkür einbetonieren, wie man in Deutschland momentan beobachten kann. Wenn man schon aus leisen Kritikern Kriminelle macht, macht man aus Enttäuschten Wutbürger, und Wut ist der Vernunft abträglich. Wenn die Menschen erst zu den gleichen Mitteln greifen wie die nützlichen Idioten der Regimes vom linken aufgehetzten aggressiven Rand, brennen nicht mehr nur die Familienautos von AfD-Unterstützern oder Identitären, sondern die europäischen Großstädte. Das Ergebnis eines gewaltsamen Systembruchs wird wenig wahrscheinlich eine freiheitliche Ordnung und eine direkte Demokratie sein, denn die Wut und der Hass werden "starke Männer" nach oben spülen - jede "Revolution" endete noch in Diktatur und Blutbad. Irgendwie musste sich die Wut der Massen erst austoben, der Furor seinen Blutzoll fordern, ehe wieder Vernunft einkehren konnte. Und Vernunft ist keine politische Größe, denn Politik in der Demokratie resultiert aus dem Gruppenverhalten eines Volkes, und vernunftbegabt ist nur der Einzelne, aber nicht der Mob.


Freitag, 7. August 2020

Gute Demos: BLM, Antifanten. Aber die anderen: PÖHSE!


Passend zum  vorigen Artikel:





»Wo nichts zu erwarten ist, ist auch kein Platz für Enttäuschung«


Nur ein Nebensatz aus einem überaus lesenswerten Artikel von Kollegen Llarian in »Zettels Raum« – aber eine zeitlose Wahrheit, die man sich angesichts (und -gehörs) »unserer« Politruks und System-Journaille nur immer wieder in Erinnerung rufen sollte:

Covidioten und BLM: Ein Eulenspiegel erster Güte

Seit dem Tod von George Floyd und der dadurch wieder an Schwung gewinnenden Black lives matter Bewegung hat es in Deutschland etliche Demos mit schwankenden Zahlen zwischen ein paar hundert und "offiziellen" 15.000 Teilnehmern gegeben. Diesen Demos ist eins gemeinsam: Sie verbreiten keine Viren. Egal wie dicht gepackt die Teilnehmer stehen (hier zum Beispiel ein schönes Bild, aber hier ein passender Film (so bei Minute 2 sehr gut zu sehen)). BLM ist gegen Covid immun.  

Anders dagegen sieht es aus, wenn "Covidioten" demonstrieren, so wie am letzten Wochenende in Berlin. Da ist Covid sofort und unerbittlich vorhanden. Denn wer nicht die richtige Haltung hat, der ist eben gefährdet und ist somit ein Covidiot.
Chapeau! Touché!




Fußnoten zum Freitag

von Fragolin

Immer noch im Urlaub beim „Puszta-Diktator“. Immer noch Blogpausenware aus der Mottenkiste.
Komisch nur, dass bei all diesen Jahre zurückliegenden Gedanken eine seltsame Tagesaktualität mitschwingt. Es ändert sich wirklich nichts...

Es gibt zwei Sorten von Fachleuten. Beide haben jahrelang studiert. Und dann kam der Tag der Wahrheit.

Die einen waren fleißig am Lernen, haben sich Wissen und Fähigkeiten angeeignet und sich in Forschungsprojekte eingebracht. Sie haben gebüffelt, hatten vielleicht auch das Glück leicht zu verstehen und schnell zu erfassen; entsprechend haben sie nicht nur einen tollen Abschluss hingelegt sondern auch einen gut dotierten Job in einer Forschungsabteilung eines namhaften Unternehmens ergattern können. Dort nutzten sie die Forschungsmöglichkeiten bis hin zu bahnbrechenden Ergebnissen, die sogar mit international anerkannten Preisen vergoldet wurden.
Die anderen haben weniger gelernt, vielleicht weil sie sich schwerer taten, vielleicht auch weil das Hirn bereits mit Ideologie verklebt war, die dem Lernstoff oder auch nur seiner nicht geschlechtergerechten Darbietung ablehnend gegenüberstand. Statt am Abend im Labor zu arbeiten sind sie lieber mit einem Plakat davor gestanden und haben gegen Tierversuche demonstriert, wobei die Frage, ob es solche dort überhaupt gibt, nachrangig war. Oder haben einen Flashmob organisiert um auf das Geschlechterungleichgewicht hinzuweisen, dass zwar 30% der Studierenden weiblich oder kreativgeschlechtlich seien, aber abends im Labor nur lauter Männer rumwuseln. Entsprechend war das Ergebnis des Studiums, nun ja, ausreichend, und die Nachfrage der renommierten Unternehmen enden wollend.

Während die einen für die Ergebnisse ihrer Arbeit sofortige Anerkennung bekamen und sich dadurch bestätigen konnten, mussten die zweiten erst nach einer Bestätigungsmöglichkeit suchen. Und da es auf fachlicher Ebene einfach nicht funktioniert und der Mist, den sie zusammenerzählen, von wirklichen Fachleuten oftmals nicht einmal belächelt wird, muss eben die absolute Keule herhalten: die MORAL!

Man erklärt einfach die Spitzenfachleute für allesamt bestochen und somit unfähig zur richtigen Bewertung - sie sind ja fachlich durchaus gut in ihrem Gebiet, also dieser menschenfeindlichen und von neoliberalen Großkonzernen finanzierten Wissenschaft, aber moralisch einfach nur gekaufte Armleuchter. Man selbst ist halt mindestens ebenso eine tolle Fachkraft, man hat ja auch studiert, aber man hat sich halt nicht zum Sklaven der Industrie machen lassen (ein beliebtes Argument der Arbeitsmarktversager) und stehe daher moralisch weit höher, denn man habe erkannt, dass der Mensch wichtiger ist als die Wissenschaft.

Mit diesem Glaubenssatz, der impliziert, dass Wissenschaft der Feind des Menschen und daher der unfähigere Wissenschaftler der bessere Menschenfreund sei, geht man dann hausieren um endlich auch das Geld zu scheffeln, dass der beneidete und verhasste Studienkollege aus der Streberfraktion für seine Leistung bekommt. Zur Not eben aus Spenden und Fördergeldern. Denn die Kohle stinkt ja nicht.
Wem ich persönlich aber eher glaube, kann man sich vielleicht denken.


Donnerstag, 6. August 2020

Die unnötige Bombe


So etwa könnte man einen interessanten, faktenreich aufbereiteten Artikel im Contra-Magazin über den Abwurf der Hiroshima-Atombombe, der sich heute zum 75. Male jährt, zusammenfassen:

Warum Amerika Japan nicht mit Atombomben hätte angreifen sollen


Die Überzeugung der USA, dass Atombombenangriffe notwendig waren, um eine noch tödlichere Invasion Japans zu verhindern, ist 75 Jahre später genauso falsch wie damals.

Heute vor fünfundsiebzig Jahren haben die Vereinigten Staaten den einzigen Atomkrieg der Geschichte entfesselt.

Zu den Wahrheiten, die für Millionen Amerikaner selbstverständlich sind, gehört die Vorstellung, dass die atomare Zerstörung von Hiroshima und Nagasaki Leben gerettet hat, sowohl amerikanische als auch japanische.

Die Amerikaner lernten, dass sie die Wahl zwischen Atombomben und einer noch blutigeren Invasion Japans hatten, dessen fanatische Bürger bei der Verteidigung ihrer Heimat und ihres Kaisers bis zum Tod gekämpft hätten.

Diese Erzählung ist zutiefst falsch.
Wie in der Kriegsführung aller Zeiten sprichwörtlich: das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit. Warum soll es beim ersten Atomkrieg anders (gewesen) sein?



Also, ehrlich! Wie ein eitler Dolm


.... einen derartig »absoluten Traumhasen«







ziehen lassen konnte:



... und statt dessen eine zickige Anwältin heiratete, das begreife ich einfach nicht!

Na, jetzt wiss' ma's!


Words from a newly distributed HSE leaflet on coronavirus safety measures:
“If you decide to be sexually active with someone living outside of your household, limit it to as few partners as possible, preferably one regular partner. Consider masturbation or remote sexual activity (e.g., online) as alternative to physical sexual activity with others.”
Mit anderen Worten:

 Coronoiker aller Länder, vereinigt euch nicht!
Holt euch lieber einen runter!


Daß unsere Politruks und ihre bürokratischen Unterläufln in Wahrheit Wichser sind (sofern sie nicht aufs Kinderschänden stehen, was ja leider in bestimmten Parteien durchaus propagiert und teilweise auch praktiziert wurde) — also: diesen Verdacht hatte ich schon länger! Aber daß sie in Irland sogar solche Wichser sind, das hätte ich nicht erwartet ...




Fußnoten zum Donnerstag

von Fragolin

Gerechtigkeit ist ein Wieselwort, es gibt keine Gerechtigkeit weil es keine Gleichheit gibt. Es gibt keine Privilegierten oder Vernachlässigten und keiner der beiden trägt auch irgend eine Verantwortung für das Schicksal des anderen. Es gibt doch andere Möglichkeiten, zu zeigen, dass es irgendwas gibt, wo man gut ist, es muss ja nicht Formel 1 sein. Unsere Welt krankt daran, dass der super-reaktionsschnelle Formel-1-Pilot, der keine 3 Sätze fehlerfrei schreiben kann, beneidet wird von einem geschliffen formulierenden aber leider schneckenlangsamen Schreiberling. Oder der Progarmmierer vom Schweißer - der eine kann nicht schweißen, der andere nicht programmieren. So what? Diskriminierung schreien immer nur die, die glauben, es läge an den anderen und nicht an ihnen selbst, dass sie da sind, wo sie sind (und mit ihren Fähigkeiten hingehören) und nicht da, wo sie sein wollen.
Wenn ein 100-Kilo-Klumpen kein Weltklassesprinter werden kann, liegt das an der Kombination aus seinem Gewicht und dem Newtonschen Grundsatz der Masseträgheit..
Wenn er das Gewicht nicht aus eigener Kraft reduzieren kann, dann ist das Schicksal. Masseträgheit ist Physik. Das ist ein Naturgesetz.
Deshalb kann dafür weder sein Trainer was noch der schnellere Läufer.
Das Geplärre von "Diskriminierung" ist nur der Ausdruck der Unfähigkeit, die eigenen Fähigkeiten richtig einzuordnen.

Und als Zweites kommt die Unfähigkeit hinzu, die freien Entscheidungen freier Menschen in einer freien Welt zu ertragen. Wenn ich z.B. Vollverschleierte nicht in mein Geschäft lassen will weil ich die doof finde, ist das meine freie Entscheidung aus persönlichen Gründen auf Umsatz zu verzichten. Dem folgt deren freie Entscheidung, entweder Gesicht zu zeigen um einzutreten oder in ein anderes Geschäft zu gehen. Da wird niemand diskriminiert denn es wird niemandem geschadet. Was anderes wäre es, wenn ich der einzige Anbieter von Wasser weit und breit wäre und ich würde die lieber verdursten lassen als ihnen welches zu verkaufen. Da wird eine humanitäre Grenze überschritten - der Mensch hat die Verpflichtung, Menschenleben zu retten.
Aber alles andere ist hilfloses Nicht-Eingestehen-Können eigener Unfähigkeit, egal welche Ursache diese hat.


Mittwoch, 5. August 2020

Zugegeben: der VW-Bus muß nicht sein


... aber den Rest kann man durchaus so lassen: ein fesches Mädel, das auch größere Formate mit Geschick und Eleganz zu behandeln und zu genießen weiß ...