Samstag, 4. April 2026
Karsamstagsbräuche 1965
Erst 61 Jahre ist es her — und wirkt für uns heute doch fast wie vor einer Ewigkeit ...
Christian Ortners Wehmut
In Japan sitzen derzeit rund 100 zum Tode Verurteilte im Gefängnis und warten auf ihre Hinrichtung. Todesurteile werden dort etwa wegen terroristiswcher Delikte wie der Sarin-Attacke auf die U-Bahn in Tokio verhängt und vollstreckt. Davon, dass in EU-Hauptstädten deswegen ein Sturm der Entrüstung losbräche, ist nichts zu sehen. Japan ist halt so.
Und wenn "Japan halt so ist", so Ortners implizite Schlussfolgerung, so darf doch Israel "halt ebenso sein", nicht wahr? Nein: eben nicht wahr! Denn hier möchte Ortner, der in der EU "zweierlei Maß" für denselben Sachverhalt sieht, auf einmal mit einerlei Maß für keineswegs denselben Sachverhalt messen.
Was aber genauso falsch ist, denn das Gleichbehandlungsgebot wird nicht nur durch die unterschiedliche Behandlung gleicher Sachverhalte, sondern eben auch durch die gleiche Behandlung unterschiedlicher Sach-verhalte verletzt. In Japan werden terroristische Delikte, egal wem gegenüber sie und aus welchen Motiven heraus begangen hat, mit dem Tod bestraft. In Israel hingegen nur
... jeder, der vorsätzlich oder fahrlässig den Tod eines israelischen Staatsbürgers verursacht, wenn die Handlung aus einem rassistischen oder volksfeindlichen Motiv im Sinne von § 144f dieses Gesetzes und mit dem Ziel begangen wird, dem Staat Israel und der Wiedergeburt des jüdischen Volkes in seinem Land Schaden zuzufügen ...
Der zionistisch denkende Siedler im Westjordanland, der den palestinensischen Nachbar einfach so abknallt, der hat nicht den Galgen zu befürchten. Und bei der Nachlässigkeit israelischer Strafverfolgungsbehörden in diesen (recht zahlreichen!) Fällen, nichts, was über die Sanktion fürs Trinken von Kamillentee hinausginge, nämlich: gar nichts! Ein Pali weniger, na und? Weiter so!
Ortner hätte, bevor er seine Verteidigungstirade für Israel losgelassen hätte, bei Dushan Wegner nachlesen können, der kürzlich einen informativen Artikel darüber geschrieben hat. Und er hätte nachdenken können, ob er in Vergleichsfällen das "... ist halt so" auch so flüssig in die Tastatur getippt hätte.
So ganz hypothetisch stellen wir uns einfach vor: in Österreich würde die Vergewaltigung von Frauen nur dann streng (wenngleich nicht mit dem Strang, das verbietet unsere Verfassung seit vielen Jahren!) bestraft, wenn die Vergewaltigung beispielsweise von Inländern ohne Migrationshintergrund begangen werden. Alle anderen Vergewaltiger wären von dieser strengen Bestrafung nicht betroffen.
Wie gesagt: rein hypothetisch, dieses Vergleichsbeispiel, denn in Österreich sind die Staatsanwaltschaften und Gerichte mit n i e g e s e h e n e m E i n s a t z bemüht, alle Vergewaltigungen gleich streng zu bestrafen. Nicht wahr?
Aber ich überlege mir kurz, wie ein Artikel von Christian Ortner zum obigen, rein hypothetischen Vergleich wohl schließen würde: "Österreich ist halt so" ... ... glaube ich irgendwie eher nicht.
Freitag, 3. April 2026
Die Raketenangriffe geht weiter
@fa18superhornetpilotcessna75Iran should trade the American air crew for Natenyahu and Gvir. Thats a fair trade.(Der Iran sollte die amerikanische Flugzeugbesatzung gegen Natenyahu und Gvir austauschen. Das wäre ein fairer Tausch.)@GFermat1601And another “stealth” F-35 was also shot down but the Pentagon policy is to say nothing about it, don’t admit it. Probably on orders from Lockheed Martin, who runs the $1.5 trillion F-35 program.(Und eine weitere „Stealth“-F-35 wurde ebenfalls abgeschossen, doch die Pentagon-Politik lautet: Schweigen ist geboten. Vermutlich auf Anweisung von Lockheed Martin, dem Unternehmen hinter dem 1,5 Billionen Dollar schweren F-35-Programm.)@dubravkoskoda9947This adds credence that there was an attempted US land incursion from Kuwait and huge US casualties. Kuwait hospitals are full of US wounded and are now legit targets for Iran.(Dies untermauert die Annahme eines versuchten US-Landeinmarsches von Kuwait aus mit hohen US-Verlusten. Die Krankenhäuser in Kuwait sind überfüllt mit verwundeten US-Soldaten und stellen nun legitime Ziele für den Iran dar.)@MindbodyMedicThere was a fire caused by lint in the onboard laundry system hence pilots ejected...(Im Bordwäschesystem war es durch Flusen zu einem Brand gekommen, weshalb die Piloten mit dem Schleudersitz ausstiegen.)
Donnerstag, 2. April 2026
Douglas Macgregor: US Boots on the Ground - a Disaster!
Mittwoch, 1. April 2026
Prof. John Mearsheimer: Will Trump Go Kamikaze ?
@shah47854
We all assume Trump is looking for a way out for peace, well, have you considered that Trump is really NOT looking for a way out, he and Netanyahu both will possibly be convicted of crimes heading for jail if things quiet down to peace time. As long as wars going on they are most probably untouchable. This is evil to risk world safety to save ones own behind, but it fits Netanyahu and Trump characters.
Dienstag, 31. März 2026
Und damit ab in die Osterferien ...
Montag, 30. März 2026
Douglas Macgregor: US WIll Not Beat Iran
Iran’s Victory Would Have a Silver Lining
The current war with Iran now expanded into Lebanon is disrupting Israeli life and bringing bombing home to them as Iranian missiles penetrate Israel and Washington’s air defenses without difficulty. More and more of Israel’s population is seeing the current war as an unnecessary “political war” and do not support it. If by “political,” Israelis mean the Zionist Greater Israel agenda, then the Israeli population’s support for the Zionist agenda of Greater Israel might not be very broad or deep and might be eroding. Possibly Israelis, as well as Muslims, are having the Zionist agenda imposed on them.
If this is the case, then the Israeli population’s support for the Israeli-American war on Iran may falter before the Iranian population’s support does. Already, the American public is heavily against Trump’s war against Iran. Unless the Trump-Netanyahu war criminals use their nukes, Iran is likely to win this war. The silver lining in an Iranian victory is the liberation of both America and the Israeli population from servitude to the crazed Zionist agenda of a Greater Israel from the Nile to Pakistan.
Americans should pray for an Iranian victory. Otherwise, their blood and money will continue to be used for Israel’s bloody purpose of Greater Israel. Israel wants to mobilize 15,000 working Israelis. Trump has sent 15,000 Marines and paratroopers. Iran has mobilized 1,000,000 troops. What does that tell you?
If the dumbshit Netanyahu-Trump strike Iran with nukes, Iran will nuke Israel by destroying the nuclear plant at Dimona. Israel will no longer exist. Israel is tiny. lran is as large as Western Europe. An honest American has to ask himself how America became the vehicle for Israel’s wars for Greater Israel. Whatever happened to the requirement that the American government represents Americans’ interests, not those of some foreign country?
The 9/11 attacks were orchestrated by US VP Dick Cheney and the Zionists he positioned in the essential offices of the US government. The orchestrated “attack on America by Muslin terrorists” was the “New Pearl Harbor” that the American Zionist neoconservatives said was necessary to destroy seven Muslim countries in five years.
It has taken longer than the five years that 4 Star General Wesley Clark said was the agenda shown to him by Pentagon generals. But America is now working for Israel on destroying Iran, after having disposed of Iraq, Libya, and Syria. Last month former Israeli prime minister Bennett came to America to address the American Organizations for Israel and gave them marching orders to begin demonizing Turkey as “the next Iran.”
Turkey has a leader who is just as stupid as America’s, as the UK’s, France’s, Germany’s, Russia’s, China’s, India’s. If Tayyip Erdogan understood the Zionist agenda of Greater Israel unfolding in front of his eyes, he would understand that he and his country are next and would have united with Iran to preserve Turkey’s sovereignty. But the fool thinks he can sit on the fence and ride both horses.
Sonntag, 29. März 2026
Passend zum vorhergehenden Artikel
Der Nachdichter
Voß war ein Mann von bemerkenswerter geistiger Unabhängigkeit und kraftvoller Sprache. In erster Linie sind es die Übersetzungen der großen Epen Homers, denen er seinen Platz in der deutschen Literatur verdankt. Seine Übersetzungen zeigen nicht nur profunde Gelehrsamkeit und Kenntnis der antiken Sprachen und Verskunst, sondern auch vollendete Beherrschung der deutschen Sprache.
Die berühmtesten seiner Übersetzungen sind die der homerischen Epen Ilias und Odyssee. Am bekanntesten wurde seine Übersetzung der Odyssee, die 1781 auf Kosten des Verfassers erschien und deren einprägsame, bildhafte Sprache Generationen deutscher Leser mit Homer vertraut machte. 1793 erschien der ganze Homer, die Ilias und die Odyssee in überarbeiteter Form.
Und in der Tat: wem klänge nicht, wenn von der Odyssee die Rede ist, der kraftvolle Beginn der Voß'schen Übersetzung im Ohr ...
Sage mir, Muse, die Taten des vielgewanderten Mannes,
Welcher so weit geirrt nach der heiligen Troja Zerstörung,
Vieler Menschen Städte gesehn und Sitte gelernt hat
Und auf dem Meere so viel unnennbare Leiden erduldet,
Seine Seele zu retten und seiner Freunde Zurückkunft.
Aber die Freunde rettet' er nicht, wie eifrig er strebte;
Denn sie bereiteten selbst durch Missetat ihr Verderben:
Toren! welche die Rinder des hohen Sonnenbeherrschers
Schlachteten; siehe, der Gott nahm ihnen den Tag der Zurückkunft.
Sage hievon auch uns ein weniges, Tochter Kronions.
Alle die andern, soviel dem verderbenden Schicksal entflohen,
Waren jetzo daheim, dem Krieg entflohn und dem Meere:
Ihn allein, der so herzlich zur Heimat und Gattin sich sehnte,
Hielt die unsterbliche Nymphe, die hehre Göttin Kalypso,
In der gewölbeten Grotte und wünschte sich ihn zum Gemahle.
Selbst da das Jahr nun kam im kreisenden Laufe der Zeiten,
Da ihm die Götter bestimmt, gen Ithaka wiederzukehren,
Hatte der Held noch nicht vollendet die müdende Laufbahn,
Auch bei den Seinigen nicht. Es jammerte seiner die Götter;
Nur Poseidon zürnte dem göttergleichen Odysseus
Unablässig, bevor er sein Vaterland wieder erreichte.
Seine eigenen Dichtungen blieben dieser großartigen Übersetzertätigkeit gegenüber zweitrangig, wenngleich auch sie manche Schönheiten enthalten. Daß Voß u.a. auch die Dramen Shakespeares übersetzte (teils mit Unterstützung zweier seiner Söhne, wie er Philologen von Beruf), ist sicherlich den wenigsten bekannt, denn hier war es die Schlegel-Tieck'sche Übersetzung, die sich durchsetzte. Auch die Märchen aus Tausend-und-einer-Nacht wurden von Voß erstmals ins Deutsche übersetzt ... ... aber wer weiß das schon?







