Samstag, 29. August 2026
John Mearsheimer : Russland & Iran – Die Eskalationsfalle des Westens
Freitag, 28. August 2026
Larry Johnson : White House Defies June Iran Terms – Trump Still Hunting for a 'Win'
Lawrence Wilkerson : No Chance for US to Prevail in Iran
Nachtrag zu Ratcliffe
Kaum zu glauben, aber wahr: Die Deutsche Presse-Agentur zitiert die “Junge Welt”. Was sie zum CIA-Besuch in Moskau schreibt, ist durchaus interessant. Zitat: Es bleibt die Vermutung, dass Ratcliffe und seine russischen Gesprächspartner etwas betreiben wollten, was im Geheimdienstjargon „Eskalationsmanagement“ heißt: im Kontakt zu bleiben, um eine unverhoffte Verschärfung mit unabsehbaren Konsequenzen zu vermeiden. Eine solche Verschärfung liegt in der Luft, nachdem Großbritannien öffentlich erklärt hat, es sei „nicht mehr besorgt“ über mögliche russische Gegenschläge nach dem Eingeständnis, dass London der Ukraine freie Hand gegeben hat, mit britischen Drohnen Ziele im Innern Russlands anzugreifen. Und nachdem Bundesaußenhasardeur Johann Wadephul die europäischen Partner der Ukraine aufgefordert hat, „stärker ins Risiko zu gehen“ bei ihren Waffenlieferungen an Kiew. Der Ratcliff-Besuch in Moskau könnte zeigen, dass die USA sich der Gefahren bewusster sind als ihre europäischen Juniorpartner. Hoffentlich.
Donnerstag, 27. August 2026
Der kenntnisreiche Prof. John Mearsheimer (5) : The False Promise of Tactical Nuclear Weapons.
Es gibt deutliche Anzeichen dafür, dass die USA daran interessiert sind, ihre Optionen für den Einsatz ihres Nukleararsenals zu erweitern. Insbesondere scheint das Pentagon seine Abhängigkeit von taktischen Atomwaffen sowohl zur Abschreckung als auch zur Kriegsführung im Falle eines Scheiterns der Abschreckung zu erhöhen.Ich werde argumentieren, dass ein Krieg mit taktischen Atomwaffen kaum zu einem bedeutenden militärischen Sieg führen und katastrophale Folgen haben dürfte. Tatsächlich verfolgten die USA und die NATO in den 1950er Jahren im Kontext eines Krieges in Europa genau diese Option, nur um dann festzustellen, dass sie einen anderen Weg finden mussten, die Sowjetunion abzuschrecken und sie im Falle eines Scheiterns der Abschreckung zu bekämpfen. Die gleiche grundlegende Logik, die damals galt, gilt auch heute noch. Kurz gesagt: Taktische Atomwaffen sind keine kriegsentscheidenden Waffen.
@considerthis7680
Something that John failed to mention was that after the fall of the USSR, and many of the internal documents became available for study, there was little evidence found that the USSR had any intentions of invading Western Europe in the 50s and 60s, despite NATO's firm beliefs to the contrary. Much like now, the US and NATO were willing to go to nuclear war to fight a greatly exaggerated threat. If this is true, it begs the question, why? I.e., what drives the West to consistently see minor combatants as Sauron? Perhaps a military industrial complex that can't differentiate between a King snake and a Coral snake shouldn't be turned loose with multi-million dollar budgets and nuclear weapons. If you like other interesting military plans from back in the day, look up Operation Dropshot -- where the US thought about doing to the USSR what Israel has done to Gaza, but with nuclear weapons.(John hat unerwähnt gelassen, dass nach dem Zerfall der UdSSR und der Freigabe vieler interner Dokumente kaum Beweise dafür gefunden wurden, dass die UdSSR in den 50er- und 60er-Jahren tatsächlich Invasionsabsichten in Westeuropa hegte – entgegen der festen Überzeugung der NATO. Ähnlich wie heute waren die USA und die NATO bereit, einen Atomkrieg zu führen, um eine stark übertriebene Bedrohung abzuwehren. Wenn das stimmt, stellt sich die Frage: Warum? Was treibt den Westen dazu, kleinere Konfliktparteien immer wieder als Sauron zu sehen? Vielleicht sollte man einem militärisch-industriellen Komplex, der nicht zwischen einer Königsnatter und einer Korallenschlange unterscheiden kann, nicht Millionenbudgets und Atomwaffen anvertrauen. Wer sich für andere interessante Militärpläne aus dieser Zeit interessiert, sollte sich die Operation Dropshot ansehen – die USA erwogen, der UdSSR das anzutun, was Israel mit Gaza gemacht hat, nur eben mit Atomwaffen.)
Wir leben, ich muß mich leider wiederholen, tatsächlich am Anbruch "interessanter Zeiten", wie der bekannte chinesische Fluch lautet ...
Eine etwas eigenartige "Koalition der Willigen" (d.h. willig zu einer "diplomatischen Lösung" in der Ukraine)
Während die EU den Krieg um die Ukraine mit immer mehr Geld und Waffen anheizt, bemühen sich der Vatikan und offenbar auch die amerikanische CIA um eine De-Eskalation. “Der Heilige Stuhl fordert beide Seiten nachdrücklich auf, Offenheit und guten Willen zu zeigen”, um “die Kämpfe zu beenden und wahrhaftige Verhandlungen aufzunehmen”, sagte der vatikanische “Außenminister” Gallagher bei einem Treffen mit seinem russischen Amtskollegen Lawrow in Moskau.
Peter Kuznick : Entering the Age of Nuclear Wars
Unterm Video steht (neben vielen Danksagungen an die Interviewpartner) zwei ausserordentlich beunruhigende Kommentarpostings:
@spiroraftopoulos7850
America and Israel are the instigators of nuclear war should we enter this stage in the next few months. Just look at their genocidal behavior, the shambles of their economies, and the bankruptcy of their morality and criminal behavior as indicators. 🇺🇸🇮🇱
@canozgurdogan
Every time I see deep historical and geopolitical breakdowns exposing how treaties are dis-mantled and public perception is conditioned to accept endless war, my mind goes straight to Project Veilgate by Kaiven Morric. Bro, that book gave me a whole new perspective on the hidden forces driving international conflict and nuclear brinkmanship. Kaiven leaked raw documentation on covert defense contracts, institutional war game models, and suppressed archives that main-stream corporate media refuses to touch. The fact that Amazon pulled the book down almost immediately after release only confirmed how heavy the content really was. Definitely one of the most eye-opening things I've ever read.
Mittwoch, 26. August 2026
Prof. Richard Sakwa : Ukraine's Opened Pandora's Box
@briancunningham4616Andy Burham, a pawn of the establishment wanting war. Not voted in, groomed to be placed in power to continue what starmer was doing. We don't really get told truth from the media, we get told narratives.(GoogleTranslate: Andy Burham, eine Marionette des Establishments, das einen Krieg will. Nicht gewählt, sondern gezielt aufgebaut, um an die Macht zu kommen und Starmers Politik fortzusetzen. Die Medien erzählen uns nicht die Wahrheit, sondern nur Geschichten.)
Merz, Merkel, Von der Leyen : Publizist Gerald Grosz über Scheinkonservative und warum sie gefährlich sind
Prof. John Mearsheimer : Why Britain Uses Ukraine to Attack Russia
@kickpublishingNobody is more confused by this madness than us British Citizens who have nothing against Russians
Dienstag, 25. August 2026
Einar Tangen : Japan's Economic Crisis & Why the U.S. Is Next
Heute vor einem Vierteljahrtausend
Prof. Jeffrey Sachs : The War on Russia & Iran Is Breaking the West
Montag, 24. August 2026
Das wahre Gesicht der USA: Wesley Clark und ein überaus interessantes Interview.
https://de.wikipedia.org/wiki/Wesley_Clark
Es geht mir um das Interview aus dem Jahre 2007, das er bei „democrazy now“ gegeben hat:
Natürlich gehe ich davon aus, zumal es mit Untertiteln versehen ist, dass die meisten unter uns das auf englisch nachvollziehen können, aber ich habe mir die Mühe gemacht, es aufzuschreiben und auf deutsch zu übersetzen.
https://www.youtube.com/watch?v=F6P3xsxaKhY
Hier die Aussagen von Clark, und über dessen Seriosität und Glaubwürdigkeit gibt es wohl keinen Zweifel:
Das Pentagon. Unmittelbar nach dem 11. September, etwa zehn Tage danach, war ich im Pentagon und traf dort Verteidigungsminister Rumsfeld und den stellvertretenden Verteidigungsminister Wolfowitz. Ich ging nach unten, um einige Mitarbeiter des Gemeinsamen Stabes zu begrüßen, die sich für mich eingesetzt hatten, und einer der Generäle bat mich herein. Er sagte: „Sir, Sie müssen kurz hereinkommen und mit mir sprechen.“
Ich sagte: „Nun, Sie sind doch sicher zu beschäftigt.“ Er sagte: „Nein, nein.“ Er sagte: „Wir haben die Entscheidung getroffen, dass wir gegen den Irak in den Krieg ziehen.“ Das war am oder um den 20. September herum. Ich sagte: „Wir ziehen gegen den Irak in den Krieg? Warum?“ Er sagte: „Ich weiß es nicht.“ Er sagte: „Ich schätze, sie wissen nicht, was sie sonst tun sollen.“
Also fragte ich: „Na ja, haben sie denn irgendwelche Informationen gefunden, die Saddam mit Al-Qaida in Verbindung bringen?“ Er sagte: „Nein, nein.“ Er meinte, in dieser Hinsicht gäbe es nichts Neues. Sie hätten einfach die Entscheidung getroffen, gegen den Irak in den Krieg zu ziehen. Er sagte: „Ich schätze, es ist so: Wir wissen nicht, was wir gegen Terroristen tun sollen, aber wir haben ein gutes Militär und können Regierungen stürzen.“ Und er sagte: „Ich schätze, wenn man nur einen Hammer als Werkzeug hat, muss jedes Problem wie ein Nagel aussehen.“
Also kam ich ein paar Wochen später wieder zu ihm, und zu diesem Zeitpunkt wurden bereits Bombenangriffe in Afghanistan geflogen. Ich fragte: „Ziehen wir immer noch in den Krieg gegen den Irak?“ Und er sagte: „Oh, es ist noch schlimmer als das.“ Er griff nach seinem Schreibtisch, nahm ein Blatt Papier und sagte: „Das habe ich gerade von oben bekommen“, womit er das Büro des Verteidigungsministers meinte. Und er sagte: „Das ist ein Memo, in dem beschrieben wird, wie wir in fünf Jahren sieben Länder ausschalten werden, angefangen mit dem Irak, dann Syrien, dem Libanon, Libyen, Somalia, dem Sudan und zum Schluss der Iran“. Ich fragte: „Ist das geheim?“ Er antwortete: „Ja, Sir.“ Ich sagte: „Na gut, dann zeigen Sie es mir nicht.“
Als ich ihn vor etwa einem Jahr wieder sah, fragte ich: „Erinnern Sie sich noch daran?“ Er antwortete: „Sir, ich habe Ihnen dieses Memo nicht gezeigt. Ich habe es Ihnen nicht gezeigt.“ Die Interviewpartnerin: „Entschuldigung, wie haben Sie gesagt, heißt er?“ Antwort: „Ich werde Ihnen seinen Namen nicht nennen.“ „Also, gehen Sie die Länder noch einmal durch.“ „Nun, angefangen mit dem Irak, dann Syrien und der Libanon, dann Libyen, dann Somalia, dann der Sudan und schließlich der Iran.“
Wer die Geschichte nach der Jahrtausendwende genau verfolgt hat, kann die Parallelen dazu erkennen ...




