I.
Ray Bradbury – „Oktober 2026: Das Jahrmillionen-Picknick“ (nach der Buchfassung von 1950)
Es war die Mutter, die den Vorschlag machte, mit der ganzen Familie auf einen Angelausflug zu fahren. Aber Timothy wußte, daß sie nicht auf die Idee gekommen war. Es war Dads Einfall gewesen; und sie hatte ihn nur ausgeprochen.
Dad scharrte mit den Füßen in den Marskieseln und stimmte ihr zu. Sofort brach ein Getobe aus, es wurde gerufen, und das Lager war schnell in Behältern und Koffern verstaut, die Mutter zog sich Wanderstiefel an und warf sich eine Jacke über, Dad stopfte sich mit zitternden Händen die Pfeife, den Blick auf den Marshimmel gerichtet, und die drei Jungs balgten sich um die Plätze im Motorboot, ohne weiter auf Mom und Dad zu achten, außer Timothy.
Dad drückte auf einen Knopf. Das Boot ließ ein lautes Summen zum Himmel aufsteigen. Das Wasser drückte gegen den Rumpf und das Boot schoß nach vorn, und die ganze Familie brach in ein „Hurra!“ aus.
Timothy saß auf der Rückbank neben Dad, die kleinen Finger lagen über Dads haarigen Fingern, und er saß zu, wie der Kanal sich wand und die Stelle, an der sie in ihrer kleinen Rakete nach dem Flug von der Erde hierher gelandet waren, hinter ihnen zurückblieb. Er erinnerte sich an die Nacht, bevor sie die Erde verließen, wie sie hastig ihr Hab und Gut in der Rakete verstaut hatten, die Dad irgendwo aufgetrieben hatte, und wie von Ferien auf dem Mars die Rede war. Für einen Ferienurlaub war das ziemlich weit weg, aber Timothy hatte nichts dazu gesagt, damit sich seine beiden jüngeren Brüder nicht aufregten. Und so kamen sie zum Mars, und das erste, was sie unternehmen würden, hieß es, war ein Angelausflug.
Dad hatte einen merkwürdigen Gesichtsausdruck, während das Boot den Kanal hinaustuckerte. Timothy wurde nicht schlau daraus. Er war entschlossen und irgendwie erleichtert. Die tiefen Falten in seinem Gesicht schien ein Lächeln anzudeuten, statt Sorge oder Betrübnis.
Hinter ihnen blieb die abkühlende Rakete zurück, verschwand hinter einer Biegung, und war fort.
„Wie weit fahren wir?“ Robert ließ die Hand plätschernd durch das Wasser gleiten. Es sah aus, als würde eine kleine Krabbe aus dem violetten Wasser springen.
Dad atmete sacht aus. “Eine Million Jahre.“
“Kraß,” sagte Robert.
“Schaut mal, Kinder.” Die Mutter wies mit einem langen, weichen Arm nach vorn. „Eine tote Stadt!“
Sie beugten sich in gespannter Erwartung vor, und da lag die die tote Stadt vor ihnen, ganz allein für sie, und döste in der heißen Stille eines Marssommers, den ein Marswettermacher für sie bestellt hätte.
Und Dad sah aus, als ob er froh war, daß die Stadt tot war.
Es war ein leeres Labyrinth aus rosa Steinen, das da auf einem Sandhügel schlief, ein paar umgestürzte Säulen, ein einsamer Tempel, und dann wieder die endlose Sandwüste. Nichts anderes, Meile um Meile. Eine weiße Wüste, die sich links und rechts des Kanals erstreckte, und eine blaue Wüste über ihnen.
In diesem Augernblick flog ein Vogel auf – wie ein Stein, der über einen blauen Teich geworfen wird, ein Aufprall, ein tiefer Fall – und verschwunden.
Dad zuckte erschrocken zusammen, als er ihn sah. „Ich dachte schon, es wäre eine Rakete.“
(Hier weiterlesen)
Dienstag, 27. Oktober 2026
Ray Bradbury: „Oktober 2026: Das Jahrmillionen-Picknick“
Ulrikes Panoptikum: "Islamo-Gauchisme" als Sündenbock?
Aber die ersten Minuten bleiben, so ist zu konstatieren und auch zu befürchten, höchst relevant. Also doch: Les antifas pour, et non contre Marine? Pourquoi pas, kann man nur widerfragen. Aber nicht, weil die politischen Eliten (als Auftraggeber dieser hirnlosen Vollidioten) so weit rechts stünden, oder weil sie, wie Frau Ulrike meint, dem konservativ-libertären Lager angehörten, sondern sozusagen und bekanntermaßen im Gegenteil ihre linke Agenda konsequenter betreiben und daher auch nicht davor zurückschrecken, ihrer Kinder zu fressen oder wenigstens, wie hier im Falle des kleinen Jean-Lucs, schmählich zu verraten. Weil nämlich die meisten Leute, darunter notre chère Ulrique, nicht kapieren können, dass unsere Linke in Sachen EU und NATO wirklich keinen Spaß versteht und folglich Mélenchon so fürchtet wie der Teufel das Weihwasser.
Dafür nimmt man sogar eine Meloni2.0 in Kauf bzw arbeitet proaktiv auf diese hin. So schaut 's aus.*Was steckt wirklich hinter den Unruhen in Frankreich? Und warum werden die Proteste in Deutschland so unterschiedlich bewertet?*
Ulrike Guérot beschäftigt sich in dieser Ausgabe des *Panoptikums* mit den aktuellen Protesten und Ausschreitungen in Frankreich. Dabei hinterfragt sie die Berichterstattung deutscher Medien und beleuchtet die gesellschaftlichen und politischen Hintergründe der Unruhen.
Im Mittelpunkt stehen die Forderungen französischer Schüler und Studenten nach besseren Bildungsbedingungen, die seit Jahrzehnten bestehenden sozialen Probleme in den französischen Vorstädten sowie die zunehmende Polarisierung der Gesellschaft.
Guérot unterscheidet dabei zwischen legitimem Sozialprotest und gewaltsamen Ausschreitungen. Sie blickt auf frühere Protestbewegungen zurück und erläutert, weshalb sie die pauschale Ver-bindung von Migration, Islam und sozialen Unruhen für problematisch hält.
In einer ergänzenden Einleitung berichtet sie außerdem über Aussagen zweier Bekannter aus Nizza und thematisiert Vorwürfe, wonach die politische Verantwortung für die Ausschreitungen gezielt der französischen Linken zugeschrieben werden soll. Diese Schilderungen und Vorwürfe sind nicht unabhängig bestätigt.
Auch die bevorstehende *Präsidentschaftswahl 2027* spielt eine wichtige Rolle: Welche Aus-wirkungen haben die Unruhen auf die politische Auseinandersetzung zwischen Jean-Luc Mélen-chon, Marine Le Pen und anderen politischen Kräften?
Ein Panoptikum über soziale Ungleichheit, Medien, politische Interessen und die Zukunft der Französischen Republik – und darüber, warum die Entwicklungen in Frankreich auch Deutsch-land betreffen.
Wohlgemerkt: um das, was in dieser Zusammenfassung beschrieben wird, geht es mir nicht (das ist eigentlich gutmenschlisch-linker Quacksprech von der Stante), sondern nur um das in der relativ kurzen Einleitung Mitgeteilte. Man kann dieses Video relativ bald abdrehen, aber der Anfang ist interessant. Auch, vor allem für uns "Konservativ-Libertäre."
Montag, 26. Oktober 2026
Eine faszinierende Diskussion zur Israel-Lobby in den USA
@liberty-matrix
93 of 100 Senators & 361 of 435 Congress members take AlPAC money. Every politician that took money from AIPAC is a traitor to the American people!
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Zusammenfassung unter dem Video:
BESCHREIBUNG
In dieser besonderen Kooperation zwischen dem Quincy Institute for Responsible Statecraft und meinem YouTube-Kanal diskutiere ich mit Stephen Walt (Harvard Kennedy School), Eli Clifton (Mitbegründer des Quincy Institute) und Ian Lustick (University of Pennsylvania) in einer Podiumsdiskussion über unser Buch „The Israel Lobby and U.S. Foreign Policy“ (2007) und ihr neues Buch „Israel’s Lobby: America in the Grip of a Foreign Power“. Rashid Khalidi, emeritierter Professor für Geschichte an der Columbia University, moderiert die Veranstaltung.
Wir erörtern den militärisch-industriellen Komplex und die Öllobby, warum die Palästinafrage ein Bereich ist, in dem die Lobby dominiert, die Kluft zwischen öffentlicher Meinung und Politik, Wahlkampfspenden nach dem Urteil im Fall Citizens United, den Antisemitismusvorwurf und den Einsatz staatlicher Macht gegen Universitäten, warum Israels Verteidiger Schwierigkeiten haben, die Fakten darzulegen, und wann sich die Politik ändern könnte.
KAPITEL
Zum 26. Oktober ein 26. Klaviertrio
Sonntag, 25. Oktober 2026
Zum 25. Oktober ein 25. Streichquartett
Samstag, 24. Oktober 2026
Prof. Richard Sakwa : The Fatal Assumption That 'Tehran Will Break'
@robertpierson299
The West is a perfect example of something Lyndon B. Johnson said: that any Jackass can kick down a barn but it takes a carpenter to build one. We don't have the skill or intelligence to build a prosperous peaceful world, all we know how to do is kick everything down, even if it leaves us open to predation and the elements.(Der Westen ist ein perfektes Beispiel für LBJs Aussage: Jeder Dummkopf kann eine Scheune einreissen, aber es braucht einen Zimmermann, um eine zu bauen. Uns fehlt das Können und die Intelligenz, eine friedliche und prosperierende Welt zu erschaffen; wir können nur alles einreissen, selbst wenn es uns dann Plünderung und Elementargewalten aussetzt)
Der kenntnisreiche Prof. Mearsheimer (13) : Trump's Three-War Trap
ZUSAMMENFASSUNG
- den Ukraine-Krieg, den er von Joe Biden geerbt hat, für den er aber nun die alleinige Verantwortung trägt;
- den Iran-Krieg, den er gemeinsam mit Israel am 28. Februar 2026 begonnen hat; und
- der Krieg zwischen den Huthis und Saudi-Arabien, zu dessen Beginn er die Saudis am 13. Juli 2026 ermutigte.
Jeder dieser Kriege birgt ein erhebliches Risiko einer gefährlichen Eskalation, und gemeinsam drohen sie, der Weltwirtschaft schweren Schaden zuzufügen. Erschwerend kommt hinzu, dass Trump keine Strategie hat, um diese Kriege zu für die Vereinigten Staaten günstigen Bedingungen zu beenden, geschweige denn einen dauerhaften Frieden zu erreichen. Selbst nach dem Ende der Kampfhandlungen besteht die Gefahr, dass alle drei Kriege zu eingefrorenen Konflikten werden.
KAPITEL
Freitag, 23. Oktober 2026
Prof. Glenn Diesen : Why Europe Is Burning
@klauskeller7617
I think the goal of the war in Ukraine was to weaken Europe, which after 1990 became a political and economic competitor to the USA. Anti-Russian reflexes, partly dating back to the 19th century, helped make €uropeans believe it was about weakening Russia. The extent of the €U's self-damage is enormous. The USA can now leave the €U to deal with the mess. The violent excesses from demonstrations that we know from the Arab Spring are additionally promoting destabilization. I suspect similar organizers.
Donnerstag, 22. Oktober 2026
Die Revolution frisst ihre Kinder
Mittwoch, 21. Oktober 2026
Prof. John Mearsheimer : Has Trump Found an Iran Exit?
@dobermanmacleod
Hier auf Deutsch mit googleTranslate:
Dienstag, 20. Oktober 2026
Prof. Mearsheimer spricht im EU-Parlament
Mearsheimer warnt EU-Abgeordnete: Russland gewinnt, NATO steht vor der Niederlage. Seine vollständige Warnung aus Brüssel zur Ukraine und Europas Zukunft.Was Sie wissen müssen
Wer und wo: Der US-amerikanische Politikwissenschaftler John Mearsheimer sprach im Euro-päischen Parlament in Brüssel auf einer Veranstaltung der Patriots for Europe Foundation.
Seine Hauptaussage: Er argumentiert, dass der westliche Druck, die Ukraine in die NATO zu bringen – beginnend mit der Bukarester Entscheidung von 2008 –, den Ukraine-Krieg provoziert hat. Russlands Invasion 2022 sei ein „Präventivkrieg“ gewesen.
Seine Prognose: Russland gewinne den Abnutzungskrieg, und er sehe keine Hoffnung auf einen ausgehandelten Frieden. Er erwartet, dass Russland 20–40 % des Gebiets vor 2014 in der Ukraine kontrollieren und der Konflikt einfrieren wird.
Warum das für Europa wichtig ist: Er prognostiziert eine geschwächte NATO und eine ange-schlagene EU und sagt voraus, dass die USA ihren Fokus weiterhin auf Asien richten und möglicherweise ihre Truppen in Europa reduzieren werden.
Sein Rat: Die Ukraine solle ein Abkommen mit Moskau schließen, das Gebietsverluste, den Austritt aus der NATO und eine begrenzte Militärpräsenz in Kauf nähme. Er bezeichnet dies als „schreckliches Ergebnis“, aber als das „am wenigsten schlechte“.
Weitere Konfliktherde nennt er: die Arktis, die Ostsee und Kaliningrad, Belarus, Moldau und das Schwarze Meer.
Außerdem in der Fragerunde: die Parallelen zur Kubakrise, die Gründe für die NATO-Erweiterung und wer vom Krieg profitiert.







