Montag, 16. März 2026

That's the Reason....

by  Meme Dept. 




John Mearsheimer: “We’re not going to win this war with Iran”

von kennerderlage
 
 
Ein konzise Zusammenfassung der Angriffs USraels auf den Iran gibt Prof. John Mearsheimer beim Sender Al Jazeera, mit dem aus US-Sicht unerfreulichen Ausblick: "We’re not going to win this war with Iran."
 
 
Doch auch die Interviewerin schien nicht wirklich zufrieden mit den Darlegungen von Mearsheimer zu sein. Katar (das Al Jazeera ganz oder wenigstens teilweise finanziert) ist auch zwar einerseits Financier diverser islamischer (Terror-)Organisationen, aber ebenso an guten Beziehungen zu Israel und den USA interessiert, die das Herrscherhaus Katars an der Macht halten.
 

Nachtrag zum Nachtritt

von LePenseur
 
 
Hadmut Danisch kann's nicht lassen ... Wenn er sich schon wenig pietätvoll über einen eben verstorbenen Philosophen äußert, dann muß er natürlich noch einen draufmachen und zum initialen Nachtritt noch einen weiteren hinzufügen. Quasi: to add insult to injury, wie der Engländer sagt ... Das liest sich dann so:

Leserzuschrift über ein Zusammentreffen mit Habermas:

Wie der Großphilosoph Habermas zu einfachen Wanderern sprach

Lieber Hadmut,

ein kleiner Beitrag zu Deiner heutigen Gedenkseite.

Vor weit über 10 Jahren urlaubten meine Frau und ich in Tutzing am Starnberger See.
Wir machten eine Wanderung zur Ilkahöhe, einem dortigen Aussichtspunkt.
Die Frau wollte unterwegs wissen, wie weit es noch ist. Ich mit meinen Jäger/Einzelkämpfergenen habe mich sofort in die damals noch papierne Wanderkarte vertieft. Mein kommunikatives Frauchen wollte nicht warten und befragte einen älteren Herrn, der im Anorak daherkam.

Ich hörte die Antwort: “Der Weg zur Ilkahöhe ist so schön, der kann gar nicht lang genug sein!”
Da blickte ich auf und erschauerte: ER hatte zu uns armen Würmern gesprochen!

Typisches Beispiel für die moralisierende Nutzlosigkeit philosophisch Geschwätzes. 

Und das ist alles, was Danisch dazu einfällt? Das ist so armselig, wie wenn ich mich jetzt süffisant darüber auslassen wollte, daß es wohl "philosophischen Geschwätzes" heißen müßte, und jemand, der nicht einmal in einem Zwei-Zeilen-Artikel einen blamablen Flüchtigkeitsfehler zu erkennen vermag ... bla-bla-bla ...

Nein, tue ich grundsätzlich nicht (und entschuldige mich dafür, ad exemplum leider doch so getan zu haben, als täte ich derlei). Und damit bin ich bei Hadmut Danischs nächstem Artikel, keinem direkten Nachtritt, aber dafür einer ihn ein wenig "entblößenden", trotzigen Frage:

Warum eigentlich

  • muss ich mir ständig von Juristen anhören, dass ich mich nicht zu Rechtsfragen äußern könne und dürfe, weil ich kein Jurist bin,
  • während sie alle Habermas dafür bejubeln, dass der sich zur Auslegung des Rechts geäußert hat, und sich bei jeder Gelegenheit auf ihn beziehen, obwohl der auch kein Jurist war?

Darauf, geschätzter Herr Danisch, kann ich Ihnen als Jurist, der ich bin, gerne antworten: Weil Habermas ein Philosoph war und (u.a.) auch zu Fragen der Rechtsphilosophie geschrieben hat. Nicht unbedingt immer in dem Sinne, in dem ich zu diesen Fragen Stellung beziehen würde, aber er hat es getan und seine Meinung wurde offenbar auch unter Juristen nicht als völlig fachfremd belächelt (so wie ihn bspw. die Informatiker belächelt hätten, wenn er etwa einen Artikel über die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Computer-Betirebssysteme veröffentlicht hätte, denn davon hätte er höchstwahrscheinlich auch nicht mehr gewußt als ich ...), sondern in den fachlichen Diskurs einbezogen.

Das mag (und darf, selbstmurmelnd!) Herrn Danisch nun stören, weil er alles, was nicht empirisch verifiziert werden kann, als bloßes Geschätz ansieht (und damit auch in weiten Teilen die Juristerei), macht jedoch den Unterschied deutlich, der zwischen einem Herrn Danisch und einem Herrn Habermas bestand und besteht: er ist eben kein Philosoph und sieht daher keine Veranlassung, nach dem alten Sprichwort "Si tacuisses, philosophus mansisses"  —  denn wie sollte er bleiben, was er nie war!  — einfach den Mund zu halten. 

Was bei der Unbedarftheit seiner Frage freilich kein Nachteil gewesen wäre ...
 
-----
 
P.S.: ich finde eigentlich die obige Antwort des guten Professors reizend und herzerfrischend humorvoll! Darin "moralisierende Nutzlosigkeit philosophisch[en] Geschwätzes" zu erblicken, käme mir nicht einmal in Stunden großer Gereiztheit in den Sinn ... Und die Antwort veranlaßt mich, Herrn Danisch eine Anekdote aus meiner eigenen Familienhistorie zu spendieren: 
 
Mein Großvater, damals wohl schon pensionierter Schuldirektor und im Nebenberuf Bonvivant (und daher deutlich zu Korpulenz neigend), fragte einmal auf einer Bergwanderung einen des Weges herabkommenden Landwirt, wie lange es noch bis zu XY-Hütte sei. Der Bauer sah ihn abwartend an und zuckte die Schultern. Mein Großvater, in der Meinung, der Bauer habe ihn nicht recht verstanden, wiederholte seine Frage, doch mit keinem besseren Erfolg. Kopfschüttelnd, da offenbar einem Dorftrottel begegnet, machte sich mein Großvater wieder auf den Weg, als ihm das Bäuerlein nach einigen Schritten nachrief: "Ja, wenn S' so langsam hatschen, dann mindestens noch drei Stunden!"
 
Hadmut Danisch wird als empiristisch angehauchter Informatiker, so er überhaupt hier mitliest (was ich nicht annehme), natürlich anmerken, daß die Auskunft des Bauern die brauchbarere Zeitschätzung enthielt als die Antwort des Philosophen. D'accord! Humor verrieten beide  — doch in Bezug auf Poesie hat der Philosoph m.E. die Nase vorne. Und da man Aussichtspunkte eher aus poetischen denn zeitökonomischen Gründen besucht, spielt auch dieser Aspekt durchaus eine Rolle ...
 

Sonntag, 15. März 2026

In Memory Of The Victims...

by  Meme Dept. 




Jacques Baud: Fataler Fehler in der US-Kriegsstrategie gegen den Iran

von kennerderlage
 
 
Eine sehr interessante Sichtweise auf die hinter den aktuellen Kriegshandlungen stehende unterschiedliche Geisteshaltung von Ost und West gibt uns das Interview von Daniel Davis mit dem schweizerischen Oberst Jaques Baud:
 
 
Zusammenfassung unter dem Video: 

Oberst Jacques Baud argumentiert, dass westliche Länder – und sogar Israel – die Kultur, Mentalität und das strategische Denken des Nahen Ostens nur unzureichend verstehen, was zu Fehleinschätzungen von Konflikten in der Region führt. 

Ein zentraler Unterschied, der diskutiert wird, ist das Konzept des Sieges. Im westlichen Militärdenken bedeutet Sieg üblicherweise die Zerstörung oder Niederlage des Feindes. Im Gegensatz dazu behauptet der Redner, dass es in vielen islamischen oder nahöstlichen Perspektiven beim Sieg eher um Beharrlichkeit und Nicht-Aufgeben geht, selbst gegen einen stärkeren Gegner. Diese Idee ist mit dem Konzept des „Dschihad“ verbunden, das laut dem Redner im Westen oft missverstanden wird. Anstatt „Heiliger Krieg“ zu bedeuten, kann es sich auf einen persönlichen Kampf oder Widerstand beziehen, einschließlich des Überwindens von Angst und des Weiterkämpfens trotz Widrigkeiten. 

Aufgrund dieser Denkweise argumentiert der Redner, dass der Iran und seine Verbündeten möglicherweise bereit sind, schwere Verluste und langwierige Konflikte in Kauf zu nehmen, ohne zu kapitulieren, da sie Beharrlichkeit selbst als Sieg betrachten. Dies steht im Gegensatz zur westlichen politischen Rhetorik, wie etwa den Aussagen Donald Trumps, der einen schnellen Sieg in Militäroperationen verkündet. 

Die Diskussion legt nahe, dass die iranische Führung – darunter Persönlichkeiten wie Masoud Pezeshkian – den Konflikt anders einordnet und Widerstand, Ausdauer sowie die Forderung nach Anerkennung der Rechte des Irans und Wiedergutmachung anstelle eines unmittelbaren militärischen Erfolgs betont. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass unterschiedliche kulturelle Auffassungen von Krieg, Sieg und Opferbereitschaft die Herangehensweise beider Seiten an den Konflikt prägen, was den Krieg verlängern und seine Beilegung erschweren kann. 
 

Hauptsache Hosenanzug

von Deliberator  Austriacus 
 
 
DerStandard („Der Haltung verpflichtet“, wie er stolz postuliert – von Wahrheit keine Rede ...) ergeht sich in Sachen des aktuellen österreichischen „Skandals“ um den ORF (die Zwangsbeglückungs-Propagandatröte der Linken, a.k.a. Österreichischer Rotfunk) in feministisch-antidiskriminatorischen Schwelgereien:
Acht Frauen und ein Fall
 
Der Fall Roland Weißmann hat den ORF in schwere Turbulenzen gestürzt. DER STANDARD analysiert das toxische Klima, das mächtige Männer in Österreichs größtem Medienunternehmen geschaffen haben – und zeigt Frauen, die als Generaldirektorinnen einen Unterschied machen könnten.
Die fintenreiche Textierung ist Spitze: nicht „können“ sondern „könnten“, und nicht welchen, sondern bloß „einen“ Unterschied. „Toxisches Klima“ ist nicht justiziabel und „mächtige Männer“ (im artikellos unbestimmten Plural) ebensowenig. Da hat der Medienanwalt der rosa Linkspostille vermutlich gefeilt ...
 
Also gleich acht Frauen, die sich DerStandard aus Generaldirektorinnen vorstellen kann ...  – „O Mensch, gib Acht“, möchte man rufen. Denn Babler, Medienminister und Witzekanzler (sorry, der Kalauer musste sein!) will nach dem jüngst hinter uns gebrachten Frauentag unbedingt eine Frau an der Spitze des ORF sehen.
 
Ach, der soll uns doch nicht so vera*schen! Es geht doch nicht darum, eine Frau zu berufen, damit die den ORF „detoxen“ kann, sondern ausschließlich darum, dass nach dem schwarzen Weißmann eine dank Berufung dankbar-willfährige bunte rote Frau installiert wird. Die lächerliche Weißmann-Schiere, die jetzt abgeht, ist doch bloß ein Vorwand dafür.
 
Ich hätte eine bessere Idee: den ORF einfach privatisieren! Zwangsgebühr abschaffen. Wer dessen linken Schwafel hören will, darf gerne dafür zahlen – wer sich das lieber ersparen will, der erspart sich je nach Bundesland wenigstens € 183,60  – in der Steiermark sogar: € 240,00! – jährlich.
 
Aber da friert eher die Hölle zu, als dass sowas passiert. Zu viele Politpensionisten wollen in Germien wohl versorgt ein Zubrot zur kärglichen Politikerpension beziehen – und zu sehr ginge ihnen sonst der plötzlich totale Entzug jeglicher Intrigenspielchen an die Nieren. Und wo bringt man all die ehrgeizigen Politiker-Gespielinnen unter, die ja nicht nur Minister- bzw. Parteifuzzi-Betthäschen spielen, sondern in ORF-Serien als Schauspielerinnen reüssieren wollen?
 
Übrigens: der ORF hatte schon mal eine Chefin. Dass diese jedoch für untoxisches Klima und Vermeidung von Turbulenzen gesorgt hätte, wurde freilich noch von niemandem behauptet ...

Samstag, 14. März 2026

Jürgen Habermas in memoriam

von LePenseur
 
 
Die Nachricht vom Ableben des 96-jährigen Philosophen ging durch alle Nachrichtenkanäle. Das übliche Floskelbingo der Politiker und sonstigen "Eliten" setzte ein. Ein Zeremoniell, ebenso todsicher ablaufend wie fast völlig inhalts- und bedeutungslos. Nachrufe, eben ...
 
Ebenso setzte sogleich die – wenngleich deutlich kleinere – Welle von Nachtritten ein, Hadmut Danisch bspw.:
Jürgen Habermas, Nachzügler der Frankfurter Schule, ist gestorben. Schade. Ich hätte ihm gerne gesagt, für wie blöd ich das alles halte. Ein Geschwätzakrobat, Linkenpriester, eine Schlüsselfigur der alles vernichtenden 68er. [...]

So ein Dummenfütterer, von dem sich die Dummen gern füttern lassen.

Solche, die sich für Sinn, Konsistenz, Nachprüfbarkeit, Richtigkeit nicht interessieren, sondern die das gedrechselte Geschwurbel beeindruckt und die die Rede allein danach beurteilen, ob sie das gewünschte, das ideologisch passende Ergebnis liefert.

Ein Idiotensurfer, der es ausnutzte, dass es an der Universität genug Idioten gibt, um ihr Professor zu sein.
Am Ende seiner Suada dürfte ihm aber gedämmert haben, daß solches quasi am Totenbett irgendwie nicht ganz die feine Art ist, und so rettet er sich in die Behauptung:

Falls mir jetzt jemand unterstellt, ich würde einen Toten beschimpfen: Nein. Ich beschimpfe nicht Habermas. Ich beschimpfe die Habermas-Anhänger.

Also ist Danisch nicht bloß pietätlos, sondern auch noch feige? Denn als z.B. "Geschwätzakrobat" und als "Idiotensurfer" (whatever this may be ...) wird ja Habermas vorgeführt und nicht seine Anhängerschaft.

Nun ist es ja keineswegs so, daß ich Habermas als meinen Leib- & Magenphilosophen bezeichnen würde. Ein konservativer Libertärer wird die Gedankenwelt der Frankfurter Schule und der selbstgerechten Links- "Liberalismus" nicht wirklich mögen können, das ist ja klar. Und ich gebe gerne zu, daß mir in meinem Leben schlichtweg die Zeit und Geduld gefehlt hat, mich mit den überaus ermüdend geschriebenen Büchern des Verstorbenen allzu sehr auseinanderzusetzen. Ich habe in ein paar davon "hineingelesen" und sie bald wieder zur Seite gelegt. Und habe mich damit begnügt, ein bisserl was über ihn und seine Gedanken zu lesen, statt mir die "Gefangenenhausarbeit" der Original-Lektüre anzutun.

Aber (und das ist eben das große "aber"!): auch wenn ich Habermas' Schreibstil ziemlich unlesbar fand und seine Ansichten nicht teilte – daß er gedacht hat und nicht bloß sinnlos dahinschwätzte, halte ich für kaum bezweifelbar! Wer freilich à la Hadmut Danisch jedes "Denken" mit "verifiziert, empirisch an der Realität gemessen" gleichsetzt und alles nicht empirisch meßbare als Geschwätz abtut, wird das anders sehen. Für den ist eben die gesamte Geisteswissenschaft (die letztlich nur im Unwesentlichen "empirisch verifizierbar" ist) nur dazu da, in die Tonne getreten zu werden.

Ich erlaube mir jedoch bspw. die geschichtsphilosophischen Befunde des niederländischen Kulturhistorikers Johan Huizinga – bspw. in seinem opus magnum Herbst des Mittelalters – trotz der nur peripher möglichen "empirischen Verifizierbarkeit" der darin entwickelten Gedanken für die Menschheit für weitaus wichtiger zu halten, als den durch Spektralanalyse verifizierten Nachweis, daß der ca. 800 Lichtjahre entfernte Stern TOI-3862 von einem Exoplaneten TOI-3862 b umkreist wird. Who cares ...

Doch zurück zum Verstorbenen: so sehr ich bspw. Habermas' Position im sogen. Historikerstreit ablehne und viele seiner (zahlreichen) Stellungnahmen zu jeweils tagesaktuellen Themen (von der "Pandemie" bis zum Vorgehen der Israelis in Gaza) als wenig glücklich ansehe,  wogegen er im Ukraine-Konflikt durchaus nachvollziehbare Argumente vorlegte, sei dennoch den geneigten Lesern die Lektüre des Jürgen Habermas gewidmeten Wikipedia-Artikels empfohlen, besonders die Abschnitte "Faktizität und Geltung" ff. ... ... das alles wäre nur "Geschwätz" und "Dummenfüttern"? Ich bezweifle es. Denn der spätere Papst Benedikt XVI hat mit Habermas am 19. Jänner 2004 eine vielbeachtete Diskussion zu Fragen der Religion in der heutigen säkularen Gesellschaft geführt – und der hochgebildete Theologe Josef Ratzinger wird sich wohl nicht mit einem bloßen "Idiotensurfer" auseinandersetzt haben.

Jürgen Habermas ist ca. ein Dreivierteljahr nach seiner im Juni 2025 verstorbenen Gattin, mit der er siebzig Jahre verheiratet war und drei Kinder hatte, dahingegangen. Auch das ist ein Merkmal der Persönlichkeit, das nicht unerwähnt bleiben sollte. Und bei allem Dissens zu seinen Ansichten und Überzeugungen kann ich, können wir doch sagen:

Requiescat in Pace.

 

As Time Goes By....

by  Meme Dept. 




Max Blumenthal: Trump’s War – Bombing a School and $8 a Gallon Gasoline

von kennerderlage
 
 
Der Investigativ-Journalist (einer der wenigen, die diesen Namen wirklich verdienen!) Max Blumenthal zum Bombenterror des USraelischen Angriffskrieges gegen den Iran: 
 
 
Doch es geht nicht nur um den Bombenterror gegen Zivilisten, sondern auch um geradezu atemberaubende Korruption dieser Trump-Administration. So nutzte der US-Energieminister sehr wahrscheinlich eine durch ihn lancierte Meldung, dass ein Tanker die Strait of Hormuz passiert habe, zu einem put-deal, denn nach dem Widerruf der Meldung stiegen die Preise wieder auf den vorherigen Stand. Blumenthal hat recht, wenn er sagt (min. 12:18):
This is the proof that this is the most corrupt administration in the american history. They make Hunter Biden look like Ralph Nader!
Die totale moralische Verrottung des Wertewestens kann in der Tat nicht treffender beschrieben werden!
 
Ebenso sehenswert das Interview von Napolitano mit Douglas Macgregor, in dem dieser die Unbedarftheit, mit der dieser Angriffskrieg gegen den Iran angezettelt wurde, offenlegt:
 
 
Sehr lesenswert auch die mehr als zweitausend Kommentare unter dem Video, die die Ereignisse oft in einen historischen Zusammenhang stellen – nur einer davon sei herausgegriffen:
@SpotterVideo
Welche Nation torpedierte die USS Liberty am 8. Juni 1967? 
Warum wurde den Überlebenden befohlen, niemals über die Ereignisse dieses Tages zu sprechen? 
Warum beorderte LBJ die zur Unterstützung der USS Liberty entsandten Kampfjets zurück? 
Welches Land im Nahen Osten nutzte Jonathan Pollard, um Atomgeheimnisse aus den USA zu stehlen?
Welche Nation stahl angereichertes Uran aus der NUMEC-Anlage in den USA? 
Welche Nation hat sich nie einer Waffeninspektion unterzogen? 
Warum versuchte JFK, das Atomwaffenprogramm in Dimona zu stoppen? 
Verstehen Sie die Drohung der „Sampson-Option“? 
Kurz nach dem 11. September berichteten Brit Hume und Carl Cameron von FOX News in einer Reihe von Artikeln über die mögliche Beteiligung Israels an dem Anschlag. 
Die „tanzenden Israelis“ wurden noch am selben Tag von Officer Scott De Carlo vom East Rutherford Police Department festgenommen. Wie konnten diese Männer einem Prozess in den USA entgehen? 
Wie viele US-amerikanische Militärangehörige wurden seit dem Zweiten Weltkrieg im Nahen Osten getötet oder verwundet? 
Berechtigte Fragen, ohne Zweifel! Doch sie werden vermutlich nie beantwortet werden. Jedenfalls nicht von dieser Administration.
 

Der Iran-Krieg: Trumps prägendes Vermächtnis / Robert Barnes & Oberstleutnant Daniel Davis

 von Sandokan

Mit Daniel Davis und Robert Barnes diskutieren zwei ehemalige Trump Unterstützter, welches politische Vermächtnis Trump wahrscheinlich hinterlassen wird, und welches Schicksal ihm persönlich und seinem Team bereits nach den Zwischenwahlen drohen könnte.

So wie es sich momentan darstellt könnten diese "Midterm Elections" zu einem großen Wahlerfolg der Demokraten werden. Senat und Repräsentantenhaus dominiert von den Demokraten würden Trump politisch kalt stellen. Dass Trump dann ua. die Amtsenthebung droht scheint bereits ausgemacht zu sein.  

Große Teile seiner Wählerschaft hat Trump vor den Kopf gestoßen, auf kritische Stimmen aus den eigenen Reihen hört er nicht (wie etwa Vance, Tulsi Gabbard und die geschaßte Marjorie Taylor Greene). Stattdessen bedient er die Agenda der Israel Lobby (die ihn in der ersten Amtszeit teilweise aktiv bekämpft hat) und hört auf jene die ihm nach dem Mund reden. 


Freitag, 13. März 2026

Der Iran-Krieg: Was, wenn es nicht das ist, wonach es aussieht?

Gastkommentar 
von georgio
 
 
Eine erschreckende Vermutung von Salvatore Princi: 
Am 26. Februar 2026 verhandeln die USA und der Iran in Genf. Der omanische Vermittler spricht von einer Einigung in Reichweite. 48 Stunden später fallen Bomben. Die offizielle Begründung: eine unmittelbare Bedrohung. Doch selbst der ranghöchste Demokrat im US-Geheimdienst-ausschuss sagt öffentlich: Diese Bedrohung gab es nicht. 
 
In diesem Video zeige ich vier unabhängige Erklärungen dafür, warum dieser Krieg genau jetzt begonnen hat – und warum das, was nach den Bomben bleibt, womöglich gefährlicher ist als der Krieg selbst. Alle Aussagen sind mit öffentlichen Quellen belegt. Keine Spekulationen ohne Grundlage. Keine einfachen Antworten. 
 
-----
 
P.S.: Man kann niemals gefürchtet und gleichzeitig geliebt werden. Macht basiert auf Furcht. Autorität basiert auf Respekt, d.h. man kann gleichzeitig respektiert und geliebt werden, denn Autorität hat es nicht nötig, dass man sich ihr unterwirft. 
 
Eine Macht respektieren geht dagegen nicht ohne sich selbst aufzugeben, ohne sich zu unterwerfen. USrael steht in einem ewigen "Melier-Dialog" mit dem ganzen Rest der Welt. USrael hat seine Autorität und Respekt verspielt, was bleibt ist nur noch bedauernswerte, sinnlose Macht.

Wenn man diese Gedankenkette einmal weiterführt, kann man auch erkennen, dass das Modell "Staat", wie wir es heute kennen, niemals demokratisch sein kann. 
 

Copium – ein metaphorisches Opiat, das inhaliert wird, wenn einen Niederlagen plagen

by  Meme Dept. 




Danke Donald (?)

Gastkommentar
von Nereus
 
 
Das Fragezeichen steht zurecht, denn es ist nur ein Gedankenspiel. Wenn es so ausgeht, wie ich erhoffe, solltest Du, Donald, tatsächlich den Friedensnobelpreis erhalten. Es kann aber auch sein, daß ich komplett daneben liege.

Natürlich kenne ich Deine Intentionen und Abhängigkeiten nicht und darüber, an welcher Strippe Du hängst, wird seit Wochen und Monaten ausschweifend debattiert. Offizielle und alternative Kanäle bieten da massig Erklärungsvielfalt an.

Die, die keine Strippen sehen wollen, erklären Dich zum Wahnsinnigen. Du lieferst auch mehr Argumente als wirklich notwendig, um diesen Eindruck zu erwecken:

  • Bist Du schon senil, wie Dein Vorgänger oder bist Du erpressbar durch die Epstein-Files?
  • Willst Du die Strandhotelpläne deines Schwiegersohns Jared realisieren, um noch einmal ordentlich Kasse zu machen?
  • Will die IT- und Geld-Mafia die Welt digital erwürgen und Du bist nur ihr Strichjunge?

Der Möglichkeiten gibt es viele und vermutlich habe ich auch noch einige "gute/schlechte" Gründe vergessen.

Allerdings vermisse ich bei all diesen Erklärungen eine, die ich für sehr wesentlich halten würde. Warum spricht niemand darüber? Weil sie zu abgefahren und deshalb nicht diskussionswürdig ist?

Du wickelst gerade ein Imperium ab, welches die Welt über mehr als ein Jahrhundert in Geiselhaft nahm. Viel mehr als Du kann man fast nicht tun, um genau das zu erreichen. Bist Du ein Vaterlandsverräter oder bist Du einer, der sein Land wieder frei machen möchte? Hat "Make america great again" vielleicht noch eine tiefere Bedeutung?

Wenn Dein — oder besser "Euer" — Plan aufgehen soll, dann macht genauso weiter, wie bisher. Dann ergibt sich auf den ersten Blick ein groteskes Bild, aber wenn man zurücktritt und versucht Zusammenhänge oder eine Strategie zu finden, dann wird das Bild rund.

Warum sehe ich das so? il Emotionen bei der Analyse ganz schlechte Ratgeber sind und Kriege für reichlich Emotionen sorgen. Weil das große Ganze einen anderen Rahmen hat als die vielen kleinen Sichtfenster.

Ja, leider ist da auch viel Blut und Grausamkeit dabei, aber offenbar muß bei einer solch weltumspannenden Operation dieser Preis bezahlt werden. Mich fröstelt der Gedanke, aber gegen seine Raffinesse kann ich nichts tun. Vielleicht habe ich auch zu viel Ur-Logen Literatur gelesen und bin selber schon etwas gaga.

Aber es bleibt immer noch das permanent absurde Vorgehen von Leuten, die es eigentlich besser wissen sollten. Entweder sind sie wirklich alle durch die Bank bescheuert, was ich nicht glaube, oder sie verfolgen ein Ziel, welches wir nicht sehen sollen. Und die obengenannten Gründe werden 24 Stunden tagtäglich in die Welt posaunt, um den wirklichen Grund zu maskieren.

Der Schuldenturm muß abgerissen werden, da beißt die Maus keinen Faden ab und ein Krieg ist dabei eine bewährte Spanische Wand. Aber das ist nur eine Variable der Gleichung. Es muss noch eine andere entscheidende Größe deaktiviert oder Schmachmatt gesetzt werden. Und da tauchen plötzlich Gestalten und vor allem Themen aus dem Untergrund auf, die bislang tabu waren.

Das ist mir etwas Zufall zuviel. Und wenn das so sein sollte, machst Du bis jetzt einen großartigen Job.  Aber wie gesagt, es ist nur so eine Idee .. 
[[hae]]
 

Donnerstag, 12. März 2026

Die Epsteinkoalition weiß nicht weiter

Gastkommentar
von eesti 
 
 
Obwohl die Ukraine-Aktion noch nicht beendet ist, startete man völlig verfrüht die nächste, lang geplante Aktion. Allerdings wußte das auch der Iran. Er war und ist vorbereitet, asymmetrisch zu antworten.

Die eigenen Raketen der USA und Israels sind alle, die Frühwarnsysteme sind beschädigt oder brauchen eigentlich eine Wartung, die aber jetzt kaum möglich ist, also werden die Daten und Abfangquoten langsam immer unbefriedigender.

Und der Iran zaubert erst jetzt, wo die Abfangraketen des Westens fast alle sind, mit seinen moderneren Neuentwicklungen. Allerdings weiß man nicht, wie groß die Reserven des Irans an Spielzeug sind, und man weiß auch nicht, wo sie auf die netten kleinen Angreifertruppen warten.
 
Ist das Satire? Nein, pure Panik ... 

Den Wüstenstaat Irak auszuknipsen war ein Kinderspiel. 
 
Die Epsteinkoalition erwartete nach der Enthauptung einiger Führer des Irans einen ähnlichen Erfolg mit Einsetzung eines neuen Regimes, das amerikanischen Firmen gestatten würde, die iranische Energieförderung zu optimieren (bei angemessener Gewinnbeteiligung, versteht sich). 
 
Es läuft nicht so ganz nach Plan.  
 

Myth & Fact

by  Meme Dept. 




John Mearsheimer: U.S. Already Lost Iran War – No Off-Ramp in Sight

von kennerderlage 
 
 
Wieder eine interessante Diskussion von Prof. Glenn Diesen mit Prof. John Mearsheimer zum Kriegsverlauf im Nahen Osten und die aktuellen Versuche, diesen unklug vom Zaun gebrochenen Krieg zu beenden:
 
 
Unter dem Video gibt es bereits tausende Kommentarpostings. Beim Durchscrollen gefiel mir besonders das folgende:
 
History’s longest wars begin with the shortest thinking.
 
Wie wahr!
 

Ein paar Gedanken zum neuen geistlichen und weltlichen Führer des Irans

Gastkommentar
von Dieter
 
 
Wenn man bedenkt, daß der gewählte geistliche und weltliche Führer des Irans fast seine gesamte Familie durch Bomben der Israelis und Amis verloren hat, also Frau, Geschwister, Eltern, dann kann ich mir vorstellen, daß das sicher nicht dazu beiträgt, daß er in friedlicher Weise mit den Agressoren die Sache beendet.

Selbst wenn es massiv weiter geht, also unter der militärischen Übermacht der Agressorstaaten, wird es mit Sicherheit keine Kapitulation des Iran geben. Dann schon eher irgendwann eine Kapitulation (Abziehen) der Amis. Bei den Israelis bin ich mir nicht sicher. Vielleicht wird der Iran als berechtigte Präventiv-maßnahme sogar versuchen, das Atomwaffenarsenal der Israelis zu zerstören.

Dazu ein Artikel bei TopWar, der m.E. die Problematik, wie ich sie verstanden hatte, gut beschreibt:

Irans neuer Oberster Führer und Russlands schwierige analytische Herausforderung

Die Wahl des neuen iranischen Führers fand in einer außergewöhnlich angespannten Atmosphäre statt. Ihr Ergebnis, die Übertragung der obersten Staatsgewalt an den Sohn des verstorbenen Ali Khamenei, zeigt, dass die iranische Elite in ihrer Konfrontation mit Israel und den Vereinigten Staaten aufs Ganze geht und damit im Grunde einen existenziellen strategischen Schritt vollzieht. In Russland wird der neue iranische Führer mit allgemeinem Optimismus betrachtet, doch die Realität dürfte etwas komplexer sein.

Warum war Mojtaba Khamenei bei westlichen Medien und dem iranischen politischen Establishment so unbeliebt?

Mojtaba Khamenei ist im Westen eine Art „verkehrte Ikone“ der liberalen Agenda, wenn es um den Iran geht. Er wurde in den letzten zwölf Jahren mehrmals jährlich als Nachfolger seines Vaters, des Rahbar (des iranischen Obersten Führers), genannt. Die Analyse des „iranischen Übergangs“ im Zusammenhang mit Mojtaba Khameneis Namen ist weitgehend zu einem liberalen Kennzeichen geworden, obwohl weder er selbst noch die Ereignisse in der iranischen Politik – einem traditionell von ikonischen Figuren und komplexen Intrigen geprägten Umfeld – dafür Anlass gegeben haben. 
Allein aus persönlichen Gründen kann ich mir nicht vorstellen, daß es aus iranischer Sicht bald zu Ende geht. Eskalation voraus! Es liegt jetzt an den Vereinigten Staaten oder deren Auftraggebern, dem ganzen ein Ende zu setzen, indem man sich zurückzieht. Wie immer man das begründet — und unter welcher Gesichtswahrung.
 

Zitatenschatz – vom Faustrecht und dem Recht des Stärkeren

von Sandokan


Culture is to make a nice drinking bowl from one's enemy's skull.
Civilization is to go to prison for that.
 
Kultur ist, wenn man aus dem Schädel seines Feindes eine hübsche Trinkschale fertigt.
Zivilisation ist, wenn man dafür ins Gefängnis kommt.

MrCJ —


Mittwoch, 11. März 2026

Why Wars Start...

by  Meme Dept. 



Prof. John Mearsheimer: Evaluating Human Cost of This War

von kennerderlage
 
 
Gestern fand eine interessante Unterhaltung zwischen Judge Napolitano und Prof. John Mearsheimer statt, nachdem Trump das Narrativ seines Sieges gegen den Iran in den Medien verbreitete:
 
 
Die Reaktionen der Kommentarposter sind eindeutig, z.B.:

@soulrebelno1: Die USA sind ein Terrorstaat und eine Tötungsmaschine. Eine 2025 in The Lancet Global Health veröffentlichte Studie schätzt, dass einseitige Wirtschaftssanktionen, insbesondere die der USA, jährlich etwa 564.258 Todesopfer fordern. Kinder unter fünf Jahren und ältere Menschen sind am stärksten betroffen; 51 % aller sanktionsbedingten Todesfälle entfallen auf Kinder unter fünf Jahren. Basierend auf dieser Studie, die den Zeitraum von 1971 bis 2021 abdeckt, wird die kumulierte Zahl der Todesopfer durch diese Sanktionen auf über 38 Millionen geschätzt. Bis Ende 2025 dürfte die Zahl der Toten sogar 40 Millionen übersteigen. Allein in einem Jahr, zwischen 2017 und 2018, sollen die US-Sanktionen gegen Venezuela 40.000 Todesopfer verursacht haben. 

@justhikeit: Wenn die Vereinigten Staaten also nicht gerade mit Waffengewalt Menschen töten, dann mit verheerenden Sanktionen. Es amüsiert mich zutiefst, wenn Politiker verkünden, die USA seien das großartigste Land der Welt. Ihr geschmackloser Humor ist zum Totlachen, während sie weltweit Menschen durch Hunger und Bomben umbringen. Das wird erst dann ein Ende haben, wenn diese Massenmörder zur Rechenschaft gezogen werden. Die Antwort lautet also: niemals.

@mariteri4554: Ich sah Trump und den Kriegsminister, als sie sagten, der Iran habe die Schule angegriffen. Sie wirkten zögerlich und gaben Worte von sich, an die sie selbst nicht glaubten. Der Kriegsminister wandte nicht die übliche Macho-Taktik an, sondern senkte sogar den Blick, als er sagte: „Wir ermitteln.“ Schändlich von beiden!

Noch ein weiteres sehenswertes Video zum Krieg Israels und der USA gegen den Iran ist das Interview von Prof. Glenn Diesen mit Prof. Jiang Xueqin: