Dienstag, 19. Mai 2026
Larry Johnson : US Getting Ready for More War
Montag, 18. Mai 2026
John Mearsheimer: Trump Will Be Forced To Cut A Deal With Iran
Am 18. Mai 1986
Sonntag, 17. Mai 2026
Zeitlose Wahrheiten aus dem Netz (179)
Der Psychiater Bonelli erklärt Prof. Rieck, wieso alle „verrückt“ geworden sind
@johannamaria2597Herr Bonelli ist jetzt ca. 57 Jahre alt. Sein ältestes Kind ca 10 Jahre. D.h. mit 47 Jahren wurde er zum ersten Mal Vater, als bereits topetablierter Psychotherapeut mit sehr gutem Einkommen. Es sei ihm gegönnt, aber es geht mir langsam auf die Nerven, dass er sich hinstellt und über die Leute herzieht, die nicht das Geld für so viele Kinder haben. Seine Aussage, dass man mit 30 die Erkenntniss haben sollte, Kinder in die Welt zu setzten, kam bei ihm ja auch 17 Jahre zu spät. Nur hatte er wohl das" Glück" zu dem Zeitpunkt, zu dem andere bald Grossvater werden, eine Frau zu finden, die geschätzt 20 Jahre jünger ist. Toll, dass Sie eine große Familie noch hinbekommen haben in dem Alter, aber doch bitte nicht als Standardlösung landauf landab propagieren. Freuen Sie sich einfach und lassen Sie die anderen Ihre Lebensentwürfe leben.
Weil wir gestern den Pianisten Walter Klien erwähnten
Samstag, 16. Mai 2026
Dmitry Polyanskiy: Russia-West Confrontation Fast Approaching
@ElGoogInMoodFlawless session with an interesting guest, the right questions, and impressive answers. It's bad that diplomacy doesn't seem to be en vogue these days, and it's great that the public can get a sense of what would might be possible, would diplomacy still have a role in what's going on. For those who think listening to a Russian may be dangerous, I must say the calmness with which the ambassador presents also his single one hook that should make everyone think, is certainly a strong argument in favor of listening to him if not anyone else, should one consider listening to a Russian at all. If not this interview then what can give more people the idea that "dialog may actually work".
What is said here could make everyone re-think, and it's also great that the very disciplined Military Summary is cited, where it appears to me a lot of energy is invested to double (or triple) check available information.I'm not pro Russian, I'm pro peace. And in this regard, I fail to see how peace would be possible without listening to each other. We should not forget that Moscow is a city on the continent of Europe . Things really seem to develop into an Orwellian direction.
Einfach "facile"?
Freitag, 15. Mai 2026
Jeffrey Sachs : What the Chinese Think of Trump
Trump reiste nach Syracus.
Ehrlich gesagt, fing es schon gestern schlecht an. Trump kam in Peking an und stieg etwas unbeholfen aus dem Flugzeug – und wer fehlte? Xi Jinping. Offenbar hatte er Wichtigeres zu tun und schickte stattdessen eine kleine Gruppe Militärangehöriger und eine Gruppe Kindergartenkinder, die mit chinesischen Flaggen herumhüpften. Zur Begrüßung Trumps waren der amerikanische Botschafter, der chinesische Botschafter in den Vereinigten Staaten und ein hochrangiger Regierungsbeamter für den obligatorischen Händedruck anwesend.
Wer die chinesische Vorliebe für Symbolik kennt, dem sagte dies alles. Am Tag zuvor hatte die offizielle Presse einen riesigen Artikel auf der Titelseite über den Besuch des tadschikischen Präsidenten veröffentlicht, während Trump nur beiläufig erwähnt wurde. Insgesamt ähnelte es dem Empfang, der üblicherweise dem iranischen Außenminister vorbehalten ist.
Am nächsten Tag wurde es offizieller. Pomp und Prunk vor der Großen Halle des Volkes: roter Teppich, militärische Ehren und wieder einmal hüpfende Kinder. Trump schien nicht in bester Verfassung zu sein. Dann folgte das offizielle Treffen. Die Zeremonien hatten bereits viel Zeit in Anspruch genommen, insbesondere da die amerikanische Delegation offenbar morgen wieder abreist und abends noch ihre Pekingente essen muss. Was Xi Jinping dann sagte, war hochinteressant. Er sprach explizit von der „Thukydides-Falle“ und spielte damit auf den Konflikt zwischen Athen und Sparta im Peloponnesischen Krieg an. Einst beherrschten gebildete Deutsche fließend Griechisch, doch diese Zeiten sind leider vorbei.
Hier meine Interpretation:
Athen, die aufstrebende Seemacht, dehnte seinen Einfluss innerhalb des Attischen Seebundes stetig aus und eignete sich dessen Staatskasse an. Dissidenten wurden umgehend unterdrückt. Die Ähnlichkeit zu den Vereinigten Staaten ist übrigens frappierend: Auch die Amerikaner lassen ihr Militärbündnis immer globaler operieren, und ihre Vasallenstaaten werden bei Bedarf ohne Zögern diszipliniert. Sanktionen und Zölle überall.
In der Antike fühlte sich die Landmacht Sparta bedroht, und ein Krieg brach aus, der sich endlos hinzog – bis die Athener einen entscheidenden Fehler begingen: den Sizilienfeldzug, im Wesentlichen ein Versuch, sich die Reichtümer der griechischen Kolonien in Sizilien anzueignen. Er endete katastrophal. Athen verlor seine Flotte und erholte sich nie wirklich von dieser Katastrophe. Den Todesstoß versetzte eine Koalition Spartas mit – Überraschung! – den Persern.
Man kann annehmen, dass Xi Jinping Thukydides und Clausewitz studiert hat. Die klassische Tradition, vermittelt durch deutsche Gelehrsamkeit, wird überall geschätzt, außer in Deutschland selbst. Natürlich blieb der chinesische Staatschef etwas oberflächlich, indem er lediglich sagte, ein zerstörerischer Konflikt wie der Peloponnesische Krieg müsse vermieden werden. Trump liest angeblich nicht viel, daher entgingen ihm wohl die tieferen Implikationen dieser Anspielung.
Was also erwartet die internationale Kommentatorengemeinschaft von diesem Gipfel? Sehr wenig. Die Taiwan-Predigt ist bereits gehalten, die Iran-Predigt wird folgen, und was die Ukraine betrifft, kümmern sich die Russen selbst darum.