Freitag, 3. Juli 2026
Oliver Kahns Analyse als Analogie zu unserem Land
Deutschland als das Land der organisierten Verantwortungslosigkeit! Zitat au Oliver Kahns Analyse:
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Die Debatte über den nächsten Bundestrainer führt am Kern vorbei.
Drei Bundestrainer sind am selben Punkt gescheitert: Joachim Löw, Hansi Flick und Julian Nagelsmann. Drei unterschiedliche Spielideen. Drei unterschiedliche Führungsstile. Derselbe Ausgang: Bei der WM 2018 und 2022 in der Gruppenphase, jetzt im Sechzehntelfinale gegen Paraguay.
Wenn drei Trainer mit unterschiedlichen Ansätzen immer am selben Punkt scheitern, liegt die Ursache tiefer.
Eine Szene sagt mehr über dieses Ausscheiden als jede Statistik. Als das Elfmeterschießen in die Verlängerung ging, sah man, wie Joshua Kimmich nach Schützen suchte. Für mich war das der aufschlussreichste Moment dieses Ausscheidens. Eine Spitzenmannschaft sucht in diesem Augenblick keine Freiwilligen. Sie hat Spieler, die den Ball verlangen.
Die Fähigkeit, unter größtem Druck handlungsfähig zu bleiben, ist kein Zufall. Sie wird über Jahre entwickelt. Wer als junger Spieler immer wieder lernt, schwierige Entscheidungen zu treffen, Fehler auszuhalten und trotzdem den nächsten Ball zu fordern, entwickelt genau das, was große Turniere entscheidet. Wer das nie gelernt hat, wird es im Nationaltrikot nicht plötzlich beherrschen.
Deutschland hat kein Talentproblem. Diese Mannschaft verfügt über außergewöhnliche Fußballer. Was ihr fehlt, ist die Selbstverständlichkeit, im größten Moment Hashtag#Verantwortung zu übernehmen. Wer sie nicht übernimmt, schützt sich vielleicht vor dem Scheitern. Gleichzeitig verzichtet er aber auf die Chance, Geschichte zu schreiben.
Das gilt nicht nur für einzelne Spieler. Es gilt für jede Organisation. Eine starke Organisation erkennt man nicht daran, dass sie einmal erfolgreich ist, sondern daran, dass sie außergewöhnliche Leistung immer wieder hervorbringt. Dort wird Verantwortung nicht dem Zufall überlassen. Dort wird sie eingeübt, vorgelebt und zur Gewohnheit gemacht. Dort ist Leistung wichtiger als Status, der Anspruch größer als die Bequemlichkeit und die Mannschaft wichtiger als das Ego des Einzelnen.
Vielleicht liegt genau hier unser größtes Missverständnis. Wir bewundern Spitzenleistung, wollen aber immer seltener den Preis akzeptieren, den sie verlangt. Wir wollen Weltklasse möglichst ohne maximalen Druck. Außergewöhnliche Ergebnisse möglichst ohne Verzicht. So entsteht aber keine Spitzenleistung.
Wir diskutieren darüber, wer jetzt gehen muss, und hoffen auf den nächsten Heilsbringer, anstatt zu fragen, warum wir seit Jahren dieselben Muster wiederholen. Wir tauschen Gesichter aus und nennen das Veränderung. Die eigentliche Frage vermeiden wir: Sind wir überhaupt noch bereit, den Preis zu bezahlen, den Spitzen-leistung immer verlangt?
Der entscheidende Moment beginnt nicht im Nationaltrikot. Er beginnt viele Jahre früher, in dem Augenblick, in dem ein junger Spieler lernt, dass Verantwortung nichts ist, was man weitergibt, sondern etwas, das man übernimmt. Talent bringt dich zur Weltmeisterschaft. Verantwortung entscheidet, wie lange du dort bleibst.
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Kommentar von Dr. Markus Krall:
"Goretzka, der Typ mit dem Gratismut, der sich bei seinen Oberen durch Hasskommentare gegen die AfD rangebuckelt hat, hat gekniffen, als es darum ging, Verantwortung zu übernehmen beim Elfmeterschießen. So, genau so, sind sie alle, unsere linksgrünen salonkommunistischen Seifen-liebhaber."
Der Rechtsstaat kapituliert
Der Psychologe und Buchautor Ahmad Mansour schlägt Alarm: Sozialarbeiter fürchten sich davor, mit Kindern aus problematischen Familien mit Migrationshintergrund zu arbeiten, da sie von den Eltern und anderen Familienmitgliedern ständig bedroht werden.
Donnerstag, 2. Juli 2026
Barnabás von Géczy
Der Geiger Barnabas von Geczy und sein Orchester sind für die Qualität der deutschen Unterhaltungsmusik der zwanziger und dreißiger Jahre ein Begriff von internationalem Klang. Neben Orchestern wie Marek Weber, Dajos Bela, Bernhard Ette, Juan Llossas und Will Glahe repräsentiert vor allem Barnabas von Geczy eine der glanzvollsten Epochen der deutschen Tanz-und Unterhaltungsmusik. Am 4. März 1897 in Budapest geboren, erlernte Barnabás von Géczy das Geigenspiel zunächst bei einem Zigeunerprimas, dann wurde er Meisterschüler des berühmten ungarischen Konzertviolinisten Jenö Hubay. Aus dieser unvergleichlichen Kombination von musikantischer Ursprünglichkeit und solidem technischen Können entwickelte sich dann die Besonderheit des Geigers Barnabás von Géczy, der von Zeitgenossen als „Paganini des Fünf-uhrtees" bezeichnet wurde.Der beste Nachweis seines großen solistischen Könnens ist die Tatsache, daß er nach seiner Ausbildung als Erster Geiger der Budapester Oper tätig war und dann Berufungen als Konzert-meister an das Philadelphia Orchestra und an die Stockholmer Königliche Oper erhielt. Doch seine künstlerische Entwicklung verlief ganz anders. Er entschied sich für die Unterhaltungsmusik und spielte zunächst als Kaffeehaus-Stehgeiger in Norwegen. Man wurde rasch auf ihn auf-merksam und holte ihn 1924 nach Berlin.
Dort gründete er ein Ensemble, dessen Repertoire vorwiegend aus kammermusikalischen und konzertanten Werken bestand. Als Hausorchester des berühmten Berliner Nobelhotels Esplanade machte sich Barnabás von Géczy mit seinem Ensemble sehr schnell einen Namen. Bald entwickelte sich aus dieser Kapelle ein großes Tanz- und Unterhaltungsorchester, dessen eigener, vor allem von den Streichinstrumenten beherrschter Stil besonders durch die solistische Bravour von Barnabás von Géczy und seines ausgezeichneten Pianisten Erich Kaschubek geprägt wurde.
In Nummern wie „Komm mit nach Madeira", „Schließ deine Augen und träume", „Roter Teufel" und „Gar. leise kommt die Nacht" kommt dieser eigene Orchesterklang überzeugend zur Geltung. In Richard Heubergers „Chambre Separee" und in der Toselli-Serenade ist der Dialog zwischen Sologeige und Klavier von besonderer kammermusikalischer Feinheit. Der Filmschauspieler und Sänger Willy Fritsch schreibt in seinen Memoiren, daß die Musik des Ungarn Barnabás von Géczy wirkt „wie eine Übersetzung des Primitiven ins Gesellschaftliche, des Urtümlichen ins Mondäne".
Die konzertante Tanz- und Unterhaltungsmusik entwickelte sich im 19. Jahrhundert und erreichte zwischen den beiden Weltkriegen in den großen Hotels und Konzertcafes ihren Höhepunkt. Durch die zu dieser Zeit aufkommenden neuen Massenmedien Schallplatte und Rundfunk fand diese Musikkultur rasch Verbreitung und ungeheure Popularität. Die Nostalgie-Welle der Gegenwart hat uns Namen wie Barnabás von Géczy wieder in Erinnerung gerufen,— und dabei stellen wir fest, dass es sich nicht um Verklärung der Vergangenheit handelt, sondern um echte Repräsentanz einer Musikkultur von effektvollem Orchesterglanz und elegantem virtuosen Können.
Die großen Orchester dieser Zeit haben nicht nur Hits gemacht und den musikalischen Geschmack des Publikums gebildet, sondern der allgemeinen Entwicklung der Unterhaltungsmusik ent-scheidende Impulse gegeben. In welchem Maße solche Leistungen von konkreten Zeitverhält-nissen und von der kulturellen Atmosphäre abhängig sind, zeigt sich daran, daß Barnabás von Géczy, der am 2. Juli 1971 in München starb, in den fünfziger Jahren seinen berühmten „Puszta-Fox" neu einzuspielen versuchte und dabei feststellen mußte, daß selbst ihm und seinem neugegründeten Orchester eine Wiederholung des damaligen musikalischen Stils nicht möglich war. So sind die Aufnahmen dieses Albums einmalige Tondokumente einer großen musikalischen Vergangenheit.
Wie der Leser dieses Blogs
Mittwoch, 1. Juli 2026
Zeitlose Wahrheiten aus dem Netz (181)
Dienstag, 30. Juni 2026
Heute vor 100 Jahren
Silvae lesen!
Die beiden Bände von →Vor dem Sturm des Aufbau Verlages, die Gotthard Erler ediert hat, sind natürlich das, was sich jeder Philologe wünscht. Die Gelehrsamkeit der Annotationen von Gotthard Erler kann man gar nicht genug loben. Ich bin auch heute froh, dass ich bei Eschenburg die acht Bände der Romane des Aufbau Verlags zum Spottpreis von 32 Euro gekauft habe. Wenn man alle Anmerkungen sorgfältig gelesen hat, wird man vielleicht den Roman ein zweites Mal lesen. Aber meine erste Lektüre war ganz unphilologisch, die Lektüre eines Lesers. Dafür brauchte ich die philologische Gelehrsamkeit von Gotthard Erler nicht, dafür brauchte ich nur einen zuverlässigen Text. Aber ich dachte mir beim Lesen die ganze Zeit: Leute, wie habt ihr übersehen können, dass dies ein großer Roman ist? Das fand auch Gustav Seibt in der Süddeutschen als er im Januar dieses Jahres den gerade in der →Großen Brandenburger Ausgabe erschienenen Roman →rezensierte.(Hier weiterlesen)Das stand hier vor fünfzehn Jahren in dem Post Vor dem Sturm. Und in dem Post 3. Oktober schrieb ich: Und die Fontane Ausgabe, die Gotthard Erler einst begonnen hatte, schreitet voran. Erler ist in diesem Jahr neunzig geworden, aber er arbeitet immer noch an der großen Sache. Ich wollte den Fontane-Forscher Gott-hard Erler unbedingt wissen lassen, welche Achtung ich vor seinem Werk hatte (ein Blick in den Katalog der Deutschen Nationalbliothek zeigt uns, dass Erler da mit 388 Katalogeinträgen steht) und besorgte mir von meinem Freund Peter, der seit Jahren mit Erler in Verbindung stand, seine e-Mail Adresse. Und schrieb Gotthard Erler, welchen Respekt ich vor seiner Leistung als Deutschlands wichtigster Fontane-Kenner hatte.
Jeder alte Gelehrte, der ein kreatives Leben verbrachte, der diese und jene kleinere oder größere Wahrheit gefunden hat und auf diese Funde zurückblickt, kann sicher sein, daß diese Wahrheiten, ob später mit seinem Namen verbunden oder nicht, niemals eingesargt werden. [...] wer solches von sich, rückblickend auf seine Arbeiten, sagen kann, wird, trotz aller Stürme der Zeiten, in die er vielleicht sogar noch im Alter das Glück hat verwickelt zu sein, eine allen, die ihn kennen, wohl-tuende Souveränität, auch seinem Leben und Werk gegenüber, ausstrahlen.
Meinung auf Meinung
Könnten diese Lieder einen Ruck in den Köpfen von denjenigen bewirken, die immer noch den Grünen glauben, dass sie bei Sommerhitze von 32° todgeweiht sind?
Keine - leider.
Selbst wenn die "Bewegung" bis zu 10 Mio. stark sein sollte, dann bleiben immer noch 'zig Mio., die dumm gemacht wurden und vor allem mit groben, feinen und feinsten Mitteln der Beeinflussung dumm gehalten werden.
Es mag eventuell eine Handvoll Ausnahmen geben, der Rest wird diese ganze Szene ablehnen, eben weil sie für Deutschland ist.
Vergiß nicht, daß das Gutmenschentum und die Klimaspinnerei religiösen Charakter haben. Für die dürften solche Lieder "böse" sein und nicht gehört werden.
Was sollen sie da also bewirken?
Ich versuche mal das etwas detaillierter zu analysieren. Wir alle haben den Fehler gemacht, wortlos zuzusehen, was man mit unseren Kindern gemacht hat. Damit meine ich die Schule. Ich erinnere mich an meine Zeit in der Volksschule. Da gab's mehrere Anlässe, wo wir Kinder mit der gesamten Klasse die Bundeshymne gesungen haben, alle drei Strophen. Allerdings in Österreich.
Das hat sich mit der Zeit abgeflacht, und alles, was irgendwie mit Patriotismus zusammenhängt, wurde in den Topf des Nationalismus geworfen. Haben wir was dagegen gemacht? Nein, weder Du noch ich. Nun müssen wir die Suppe auslöffeln.
Ein Beispiel aus Rumänien. Da wird landläufig immer das Wort „Zigeuner“ und „Klauen“ verwendet. Die echten Rumänen sind anders. Diese spezielle Volksgruppe, die uns auch hier das Leben schwer gemacht hat, die hat sich zumindest für den Teil, der bespickt mit negativen Eigenschaften war, verabschiedet. Auch ich habe dabei mitgeholfen und jedem, der es hören oder auch nicht hören wollte, klargemacht, dass für ihn Deutschland das Paradies wäre, wo man auch viel Geld bekommt, wenn man nichts arbeitet.
Den Effekt spüre ich seit Jahren: ich brauche mein Fahrrad schon lange nicht mehr abzuschließen, wenn ich zum Supermarkt oder anders wohin fahre, und wenn ich mein Auto vor unserm Haus parke (nachts kommt es in den Hof) dann steht es oft mit offenem Fenster und unabgeschlossen. Kein Mensch klaut mir da was, nicht einmal das Navi von der Windschutzscheibe. War früher anders, da hat man sogar die Scheibenwischer von den abgeschlossenen Autos geklaut.
Nun hat sich das Problem mit der „Creme de la creme“ dieser dunkelhäutigen Gesellen nach Duisburg, Dortmund, Frankfurt und Berlin verfrachtet. Die Leute, die in diesen Stadtvierteln wohnen, wissen das sicher zu schätzen, mit mehr als einer halben Million von dieser Ethnie. Aber ich lebe dadurch hier besser, und das ist mir wichtig.
Nun zu den echten Rumänen, wie ich sie vorher genannt habe. Da wurde einem Poeten, der übrigens auch im Parlament in der Moldaurepublik vertreten war, anlässlich seines Todestages gedacht. Es sind schöne patriotische Verse, die dieser Mann geschrieben hat, und in eine angenehme Tonfolge gereiht.
Ich weiß nicht einmal, ob diese Kinder das im Osten Rumäniens oder im Westen der Moldaurepublik gesungen und aufgeführt haben — aber es sind Rumänen. Die nationale Zusammengehörigkeit geht über die Grenze zwischen Rumänien und Moldawien drüber.
Ich übersetze den Text, was bei dieser Lyrik nicht ganz einfach ist:
Solange wir auf dieser Erde leben, - haben wir noch etwas Heiliges.Nun ist es m.M.n. wichtig, mit den Kindern das bis in die Tiefe zu besprechen, ihnen zu erklären, worum es bei diesem Text geht, und auch deren Fragen zu beantworten. Dadurch festigt sich das im Bewusstsein der Kinder, und darauf kann man dann später aufbauen. Übrigens wird man da keine Roma-Kinder sehen können, die würden bei derartigen Veranstaltungen gar nicht zugelassen werden. In Deutschland würde man das sofort als Verstoß gegen das Minderheitenrecht bezeichnen. Hier ist es normal.
Ein Feld, ein Heimatdorf, - einen Glockenturm auf dem Hügel.
Solange wir ein heiliges Land haben, - und eine Panflöte, die noch spielt.
Solange unsere Eltern leben, - gibt es noch etwas Heiliges.
Solange wir Schmerz empfinden, - oder ein Lied verklingt,
solange wir noch etwas Heiliges haben, - werden wir auf dieser Erde leben.
Solange wir uns nach den Wäldern sehnen, - haben wir noch eine Zukunft.
Solange wir uns an die Vergangenheit erinnern, - gibt es noch heilige Dinge.
Solange der Stern aufgeht, - und im Himmel gefeiert wird,
und Frieden auf Erden herrscht, - gibt es noch etwas Heiliges.
Solange wir Schmerz empfinden, - oder ein Lied verklingt,
solange wir noch etwas Heiliges haben, - werden wir auf dieser Erde leben.
Solange wir ein Dorf in der Ferne haben, - und eine Sprache, die nicht stirbt,
solange man Eltern hat, - gibt es noch heilige Dinge.
Solange wir Schmerz empfinden, - oder ein Lied verklingt,
solange wir noch etwas Heiliges haben, - werden wir auf dieser Erde leben.
Das alles hat man in Deutschland versäumt, und nun muss man froh sein, wenn zaghafte musikalische Neuerungen in Form eines aufkeimenden Patriotismus festzustellen sind. Stellt sich die Frage, woher das Aufkeimen kommt, denn wir haben in der überwiegenden Mehrheit den Samen dazu nicht gesät. Aber wenn es nun diese neuen Klänge und vor allem Texte gibt, dann sollten wir wenigstens Patenstellung dazu beziehen.
Es braucht sehr lange, weil eben der Boden dafür nicht vorher beackert wurde. Aber es könnte sich mit entsprechender Verspätung dann doch der Erfolg einstellen. Alleine die Tatsache, dass bereits 350.000 Unterschriften beim Kanzleramt vorliegen, denen die Petition für die Abdankung von Merz zugrunde liegt, sollte das Bewusstsein für eine Veränderung stärken.
Nun ja, die Hoffnung stirbt zuletzt, wie man sagt. Aber sie sollte wirklich das Letzte sein, was stirbt.
Heute vor 70 Jahren
Nach dem Wiener Staatsvertrag von 1955, dem daraus folgenden Abzug der vier Besatzungsmächte und nachdem die Kommunistische Partei Österreichs ihre finanzielle Unterstützung eingestellt hatte, musste das Theater schließen. Die letzte Vorstellung fand am 30. Juni 1956 statt. Mit ursächlich dafür war sicherlich auch der Wiener Brecht-Boykott, den im Jahre 1954 die Publizisten Hans Weigel und Friedrich Torberg in der politisch-literarischen Zeitschrift FORVM (deren Geldgeber war pikanterweise die CIA-Vorfeldorganisaton „Congrès pour la Liberté de la Culture“) gestartet hatten. Zu dieser Kampagne gibt es einen lesenswerten Wikipedia-Artikel, den man (wenn man halbwegs sine ira et studio unterwegs ist) nicht ohne Ekelgefühle zu lesen vermag:Nach Verhandlungen mit den Sowjets, in deren Sektor sich das Theater befand, der Kommunistischen Partei Österreichs und dem Wiener Kulturamt konnte es als selbstverwaltetes Schauspielertheater seine Pforten öffnen. Wolfgang Heinz hatte 1948 in Wien – nach einer erfolgreichen Aufführung des Schauspiels Die russische Frage von Konstantin Simonow – vom sowjetischen Hochkommissar Generaloberst Wladimir Wassiljewitsch Kurassow die Freigabe des ehemaligen Großkinos Scala als Theater erhalten, und der Bürgermeister hatte ihm die Spiel-konzession erteilt. Das Theater wurde von einer Gruppe von Sozietären geleitet, man entschied gemeinsam über Spielplan und Engagements und verstand sich als linke, revolutionäre Bühne. Geplant war ein anspruchsvolles Theater, in dem das Volksstück ebenso gespielt wurde wie ‚Klassiker‘ und zeitgenössische Dramen.Die Scala war auch einem volksbildenden Anspruch verpflichtet, der das Ensemble zu Vorträgen, zu szenischen Kostproben aus den Stücken und zur Werbung von Mitgliedern für die Publikumsorganisation in die Gasthäuser der Vorstadt führte, um den Arbeitern die Schwellen-angst zu nehmen. Obwohl große Teile des bürgerlichen Theaterpublikums die „Kommunisten-bühne“ mieden, war das Theater populär. „Wir haben die Leute eingeladen, ins Theater zu kommen – und sie haben es getan: Am Anfang waren wir leer, am Ende ausverkauft.“ In vieler Hinsicht an das Theater von Bertolt Brecht und sein Theater am Schiffbauerdamm in Berlin angelehnt, waren niedrige Eintrittspreise ebenfalls programmatisch.
Der Schauspieler Karl Paryla übernahm gemeinsam mit Wolfgang Heinz, der die Theater-Konzession innehatte, die Leitung, gemeinsam mit den Schauspielern und Regisseuren Günther Haenel, Friedrich Neubauer und Emil Stöhr.
Brecht-Boykott wird eine antikommunistische Kampagne in Österreich gegen den Autor Bertolt Brecht genannt. In deren Lauf zwischen 1953 und 1963 führte kein etabliertes Wiener Theater dessen Werke auf. Initiatoren waren die beiden Publizisten Hans Weigel und Friedrich Torberg sowie der Burgtheaterdirektor Ernst Haeussermann, publizistisches Organ war die politisch-literarische Zeitschrift FORVM.
Montag, 29. Juni 2026
Missbrauch von minderjährigen Mädchen in Deutschland
In Großbritannien deutlich im Jahre 2025 aufgedeckt, nimmt das auch aktuell immer neuere Formen an. Man spricht von 250.000 Opfern. In welcher Form das in England aufgearbeitet, ermittelt und vor Gericht gebracht wird, ist für diejenigen, die außerhalb Großbritanniens leben, nur schwer nachzuvollziehen. Ich vermute aber, dass auch das zum Rücktritt des britischen Premiers beigetragen hat, damit er sich selbst aus der Schusslinie nimmt.
Aber sehen wir einmal nach Deutschland:
Die Tendenz aus dem deutschen Blätterwald geht in die Richtung von
Fragezeichen, von Erwähnung der „Einzelfälle“, und weitestgehendem
Schweigen. Um es klar zu sagen: Es geht hier nicht um Einzelfälle,
sondern um ganze Banden, die das in entsprechend großer Zahl auch in
Deutschland exerzieren.
Man versucht, wie in dem Bericht vor einem halben Jahr, das auf Großbritannien abzuwälzen:
https://www.ndr.de/nachrichten/info/epg/grooming-gangs-groesster-missbrauchs-skandal-in...
Man hat in einzelnen Ländern von Seiten der Polizei aus bereits reagiert, aber niemals wird der Begriff „Grooming Gangs“ verwendet, sondern immer nur einzelne Personen ins Visier genommen.
https://www.polizei.bayern.de/aktuelles/pressemitteilungen/103461/index.html
Auch hier dasselbe Spiel: Von vier Jugendlichen ist hier die Rede. Nicht von mehr.
https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/halle/halle/audio-3299708.html
Ich finde es gut, dass die AfD hier einen Antrag auf Klarheit gestellt hat:
https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1192362
Trotzdem frage ich mich, warum das eine als verfassungsfeindliche bezeichnete Oppositionspartei macht und nicht die Regierungspartei oder die Grünen?
Ist dieses Virus in Deutschland bereits zu weit verbreitet, wie die Praxis in manchen evangelischen Kindergärten beweist? Wie krank muss man als Mann sein, wenn man das Bedürfnis verspürt, in eine Kita oder in einen Kindergarten zu gehen, um mit fremden Kindern zu „kuscheln“? Und das unter dem Segen Gottes einer evangelischen Kirche? Ist die CDU/CSU da in einer Patenstellung, weil sie ja immer die Kirchen in Schutz nimmt?
https://www.rbb-online.de/kontraste/pressemeldungen-texte/berliner-senat-verbietet-umst...
Nun übertreibe ich vielleicht, aber ich stelle mir die Frage, ob es in Deutschland auch eine Art von Epstein-Skandal gibt, der von oberster Stelle her vertuscht werden soll. Wie ist sonst die Reaktion der Bundesregierung und der von ihr bezahlten Medien zu werten?
Sonntag, 28. Juni 2026
Putin And Lukashenko Meet In Valdai; French MSM Admits Kiev Troops Losing; Iran/US MoU Unravels
Samstag, 27. Juni 2026
Anya Parampil : Death in Venezuela - Trickery in Colombia
@gabbyhealthcoach1285The new "president " of Colombia was born in the US, lives in Florida and is part of an attorney firm. and friends with Narco Rubio and Trump's family. My Colombian friend just told me. Also, Anya mentioned about the zionism in Latin America. It's true from Mexico to Argentina there is many presence of Israeli people, in fact in south Mexico they have the "Torah city" for now their not violent, but they are taking cities and no one is allowed to enter in that land.. my fear is that they are going to claim that land using the same argument that " God gave them that land" specifically because civilizations are being there for 1000s of years. I think that was the real MAGA agenda take the entire American continent.(Der neue „Präsident“ Kolumbiens wurde in den USA geboren, lebt in Florida und arbeitet in einer Anwaltskanzlei. Er ist mit Narco Rubio und Trumps Familie befreundet. Das hat mir gerade mein kolumbianischer Freund erzählt. Anya sprach auch über den Zionismus in Lateinamerika. Es stimmt, von Mexiko bis Argentinien gibt es viele Israelis. In Südmexiko haben sie die „Tora-Stadt“. Bisher sind sie noch nicht gewalttätig, aber sie besetzen Städte, und niemand darf das Gebiet betreten. Ich befürchte, dass sie dieses Land mit dem Argument beanspruchen werden, Gott habe es ihnen gegeben, gerade weil dort seit Jahrtausenden Zivilisationen leben. Ich glaube, das war die eigentliche MAGA-Agenda: den gesamten amerikanischen Kontinent zu erobern.)






