Donnerstag, 20. August 2026

Vanishing Line

by  Meme Dept. 


Österreich und die exzellente Kaffeeministerin im Außenministerium

von Helmut
 
 
Wäre sie nur beim Kaffee geblieben, dort wäre sie sicher besser aufgehoben! Aber die Außenpolitik, die sie betreibt, vor allem gegenüber Russland, ist völlig deplaziert. Offensichtlich ist in ihren Augen Geschichte nur etwas für Kinder und für die Schule, um es anschließend wieder schnell zu vergessen.

Da ist mir etwas untergekommen, was eigentlich jeder Österreicher wissen sollte. Klar, auch meine Mutter hat mir von den Russen in Wien erzählt, nach dem Krieg, oftmals rüpelhafte Leute, dann immer die Frage nach den Armbanduhren ("Ura,ura?"), und so manches mehr. Aber das waren die Soldaten. Wie hat sich die damalige russische Regierung verhalten?

Universitätsprofessor DDr.*) Thomas UNDEN, ein bekannter Name in Wien, hat das in folgender Form veröffentlicht (ich drucke das komplett ab):
RUSSLAND

Die österreichische Regierung und Politik sollte sich einmal historisch vor Augen führen, daß RUSSLAND nach 1945 bis hinaus über das Ende des Kommunismus die EINZIGE Weltmacht war, die nach Ende der Kriegsreparationen 1955 die Republik Österreich nicht übervorteilt hat und im Gegenteil Österreich durch seine Gas, Kohle und Öllieferungen zu ausgesprochen fairen Preisen und nachhaltigen Verträgen wirt-schaftlich und sozial gefördert hat und das ohne politische oder militärische Gegen-leistung.

Ganz im Gegensatz zu den USA, die potentielle Hilfen immer an wirtschaftlichen und militärischen Einfluss gebunden haben und das europaweit bis zum heutigen Tag. Das muss mal aufs Tapet gebracht werden, besonders wenn die derzeitige Europa-politik RUSSLAND zum Feindbild, ja fast schon zum historischen Erbfeind hochstilisiert. Der saß und sitzt historischer weise bekanntermaßen jedoch im euro-päischen Archipel Britannien und in seinem sprachverwandten großen Bruder jen-seits des Atlantik.

Das hat eine Vielzahl historischer Gründe und Allianzen, von denen ich nur den europäischen und amerikanischen "Weltkolonialismus" hervorheben möchte an dem Russland bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts keinen Anteil hatte. Da hatten die anglikanisch zionistischen Freimaurer schon 200 Jahre die Fühler nach und ihre Pfründe in Russland gesichert. Erst durch Putins Beendigung des amerikanischen Bankenwesens in Russland mit 2002-2004 und der Gründung der BRICS Staaten wurde Russland deklariertes westliches Feindbild.

Wer das in Abrede stellt, allen voran unsere österreichischen Außenminister der letzten 20 Jahre, konstruieren Weltlügen der Zeitgeschichte.

Auch das ist leider in der Weltgeschichte immer Realität gewesen.
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P.S.: Laut der Verfassung ist Österreich ein neutrales Land. Ein Großteil der Bevölkerung (über 80%!) möchte, dass das auch so bleibt. Der Herr Bundespräsident und die Frau Außenministerin sehen das anscheinend anders:

 
Es könnte allerdings auch gut möglich sein, dass es indirekte Kriegstreiber in der Österreichischen Regierung gibt, die Wirtschaft noch zu wenig geschwächt ist, das Budgetdefizit zu gering und die Ukraine einen Mangel an weiteren goldenen WC-Muscheln hat. Außerdem fragen sich viele Leser berechtigt, woher dieses „Österreich ist an der Seite der Ukraine“ kommt, da niemand seine Männer, Söhne oder Kinder in einen Krieg schicken will. 
 
Eine Volksabstimmung würde Klarheit schaffen, auf welcher Seite die Österreicher wirklich stehen. Nur die FPÖ ist da für die Beibehaltung der Neutralität.
 
 
*) Anm. LePenseur für Piefkes = "Dr.Dr." 
 

Heute vor zehn Jahren erschien auf diesem Blog

von LePenseur
 
 
ein Artikel unter dem Titel: 

LePenseur staunt 

... darüber, was alles aus diesem Blog heraus-, und noch mehr darüber, was alles in diesen Blog hineingelesen wird. Nun ist es zweifellos so, daß die
"... verblüffende Mélange aus gossendiktionalem Kampfsprech bei den grossen Polit-Themen, feinfühligstem Hochfeuilletonismus in der Analyse kultureller Themen, der jede FAZ-Edelfeder vor Neid erblassen lässt, sowie Erotik auf höchsem Niveau ..."
... wie es der Kommentarposter "Bewunderer" höchst schmeichelhaft auszudrücken beliebte, manchen Leser etwas zu überfordern droht, aber damit muß (und kann) LePenseur leben. Womit er hingegen nicht leben will, ist die stupende Hirnlosigkeit, mit der von manchen Kommentarpostern versucht wird, diesen Blog in eine ihnen genehme (nämlich: als Papiertiger zum ostentativen Bekämpfen!) Ecke zu drängen.

Wenn etwa zum Nachruf auf Ernst Nolte ein gewisser "Rosenthal" sich bemüßigt fühlt anzumerken:
Treffend wäre, der Blogger würde seinen Blog mit "identitär und völkisch" überschreiben. 
... dann beginnt man bei solchen Lesern schon irgendwie an der Fähigkeit zu sinnerfassendem Lesen zu zweifeln. 
Nun, manches im Artikel war natürlich zeitgebunden, weil Replik auf damals aktuell erhobene Vorwürfe, und deshalb will ich meine Leser nicht mit der Lektüre des ganzen damaligen Artikel langweilen. Aber es sind darin einige Passagen, die ich als grundsätzliche Standortbestimmung meiner schon fast 20 Jahre dauernden Tätigkeit als Blogautor ansehen darf: denn daran hat sich seit dem ersten Artikel im Dezember 2006 bis heute nicht wirklich was geändert. Und so erlaube ich mir, die Absätze aus jenem heute einfach zu zitieren:
 
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"National" ist ein schillernder Begriff, besonders aus der Sicht eines Österreichers, dessen Land durch Jahrhunderte einem Vielvölkerstaat angehörte (nämlich den Erblanden und den damit verbundenen König-reichen und Ländern, die neben den durchaus (aber nicht allein!) tonangebenden Deutschen eine bunte Völker-mischung von Italienern über Ungarn, Kroaten, Slowenen, Tschechen, Polen, Ruthenen, Walachen und Juden umfaßte. "Österreichisch-national" war daher (und wäre noch) eine contradictio in adjecto. Entweder war man "national" im Sinne einer der Völkerschaften (dann war das ein innerer, teils sogar militanter Widerspruch zu der vorliegenden Gemengelage), ober man dachte "dynastisch". Nur war das dann klassisch "übernational".

Daß (ebenfalls jahrhundertelang) die erblichen Herrscher dieses Konglomerats zugleich als gewählte Ober-häupter für ein ähnlich kompliziertes mixtum compositum, nämlich das Heilige Römische Reich Deutscher Nation fungierten, machte einen "nationalen Gedanken" in Österreich nicht leichter, sondern klarerweise schwerer.

Durch den Zerfall der Donaumonarchie verblieb ein Restösterreich, das zunächst sofort ins "große" Deutsche Reich wollte, und (als ihm das von den Siegermächten verboten wurde), teils nostalgisch von früheren Zeiten träumte, teils in einer Trotzreaktion "nun erst recht" auf deutschnational markierte. Als 1938 dann der "Anschluß" Wirklichkeit wurde, war die Ernüchterung in der Bevölkerung zwar nicht schlagartig, aber doch nach einigen Jahren, so eindeutig, daß jedenfalls seit 1945 eine Mehrheit für einen Anschluß unter den Öster-reichern längst nicht mehr gegeben ist. Realistisch geschätzt werden das vielleicht noch ca. 3-5% wollen. Dennoch: ein "österreichisch-national" gibt es bis heute nicht, und der Blogautor empfindet da durchaus nicht anders.

Es gibt natürlich (außer bei Sportereignissen, aber auch da in überschaubarer Menge) "Österreich-Patrioten", die aber immer so ein bisserl unfreiwillig komisch wirken, und zu denen sich LePenseur ebensowenig zählen kann. Er ist ... ja, wie sagt man das am besten ... ... nun, vielleicht so:

LePenseur ist heimatverbunden, wobei das Wort "Heimat" sich eher auf das Land, das Klima, das Essen, die Qualität des Wassers und die Schönheit der Natur, als auf die "Leute" bezieht, die der doch etwas misanthropisch angehauchte Blogautor oft ziemlich wenig mag. Was die Kultur angeht, fühlt sich LePenseur natürlich als Mitglied der größeren "deutschen Kulturnation", denn während ihm die "Italianità" eines Verdi oder Puccini gepunktelte Hautausschläge zu verpassen vermag, empfindet er eine eindeutige Verwandschaft eben über die Stämme Deutschlands: ein Österreicher Schubert oder Haydn steht ihm nicht näher, als bspw. ein bayerischer Richard Strauss, ein rheinländischer Max Bruch, ein norddeutscher Brahms etc. etc.

Bei der Literatur ist's ein wenig (aber nicht viel!) anders: hier ist das Idiom Österreichs doch schon etwas abgesetzt vom "reichsdeutschen" (wenn auch nicht so stark wie das "Schwyzerdeutsch"!), hier hat die Literatur ihre eigenen Wege, die ihm lieb und teuer sind, was allerdings nicht heißt, daß ihm ein Goethe oder Fontane nicht lieb und teuer wären!

Politisch gesehen hat LePenseur weit eher "klassisch liberale" (wozu man auch "libertäre" sagen kann) Ansichten, gemischt mit einem grundsätzlichen weltanschaulichen Konservativismus der (hierzulande recht seltenen) klar staatsskeptischen Ausrichtung. Für "national", sorry to say, bleibt da eher wenig Raum.

Ja, durchaus eingeräumt: LePenseur denkt elitär, nicht egalitär. Er denkt, daß Menschen nach Völkern, Kulturen und Rassen (wie auch nach ihrem Geschlecht) sich unterschiedlich verhalten und auch keineswegs "gleich" sind (oder – Gott bewahre! – es werden sollten). Er vertritt überhaupt viele Ansichten, die einen systemschlüpfrigen Zeitgeist-Surfer verstören mögen: er hat eine Neigung zu einem kulturell-philosophisch gezügelten Sozial-Darwinismus – und demgemäß Spott und Hohn für alle, die durch zwangsverordnetes "schön Sprechen" die Welt verbessern wollen.

Und er haßt Heuchelei und Gesinnungslosigkeit, opportunistische Karrieristen und "Netzwerker", und die unübersehbare Schar von Sozialschmarotzern, v.a. im Beamtenstand, die es sich auf seine Steuerkosten hin gutgehen lassen.

Ein Wort noch zu dem vom Kollegen "Victorinus" erwähnten "schwachen Theismus". Dies ist ein Fach-terminus, der vielen nichts sagen wird, aber die Ansichten von LePenseur auf religiösem Gebiet recht gut umschreibt. Er meint im wesentlichen ein undogmatisches Vernunftchristentum, einen Glauben an einen personalen Gott, ohne "Wunderglauben", eigentlich das, was Paulus (Hebr. 11,6) mit den Worten
Ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muß glauben, daß er sei und denen, die ihn suchen, ein Vergelter sein werde. 
ausdrückt.
Wenn man dazu noch "Kulturchristentum", das die kulturell-gesellschaftlichen Werte des christlichen Abend-landes wertzuschätzen weiß, fügt, dann hat man die religiöse Weltsicht LePenseurs recht gut umrissen.

All das muß (und wird) nicht jedem gefallen. Muß es auch nicht, und Diskussionen darüber sind stets will-kommen: Nichts wäre fader (und überflüssiger) als ein Blog, in dem Leser und Autor immer einer Meinung sind! Wer jedoch bloß mit Kampfbegriffen à la "völkisch" oder "identitär" untergriffig wird, der sollte sich besser andere Spielwiesen zum Radaumachen suchen.
 
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Nach meinem Standpunkt befragt, würde ich auch heut wohl sehr ähnlich antworten – und deshalb sag' ich halt: 
 
Love it or leave it!
 
Auf meine mittlerweile doch recht alten Tage gedenke ich mich nicht zu ändern. Wem das nicht behagt: eine andere Spielwiese suchen ...
 

Mittwoch, 19. August 2026

Also valid for humans....

by  Meme Dept. 


Unerfreuliche Zeiten kommen auf die Welt zu

von LePenseur
 
 
Vor einigen Stunden veröffentlichte Lt.Col. (ret.) Daniel Davis eine sehr präzise Zusammenfassung der nun mehr als hochexplosiven Lage am Persischen Golf:
 
 
Ein Kommentarposting unterm Video bringt die Sache auf den (wenngleich nicht eben beruhigenden ...) Punkt:
@JMichael-o7g

Oberst Davis, vielen Dank. Angesichts der Tatsache, dass die israelischen Wahlen am 27. Oktober und die US-Wahlen eine Woche später stattfinden … Besteht da überhaupt ein Zweifel daran, dass eine Art Präventivschlag geplant ist, nicht vom Iran, sondern von Netanjahu/Trump und ihren Verbündeten (darunter die Ukraine/der MI6 und andere Agenten)? 

Kann es Zweifel daran geben, dass weder Netanjahu noch Donald Trump es zulassen können, dass ihre Positionen und ihre Macht zu diesem Zeitpunkt zunichtegemacht werden? Allein die Berichterstattung von Bloomberg, Forbes News und Fox News zeigt deutlich, dass sie Trump/Israel, aber vor allem den Bankern Londons und des Westens die Hände spielen. Betrachtet man die Nachrichten der linken Medien, wird deutlich, dass die großen Sender falsche Hoffnungen schüren und die Spaltung weiter anheizen, fast wie ein Tag-Team Blau gegen ein Tag-Team Rot. 

Bedenkt man all dies, den anhaltenden Wahnsinn in der Ukraine und Putins unglaubliche Geduld, muss bald etwas Großes passieren. Noch nicht, aber bis Oktober.
Wahrlich, wir "leben in interessanten Zeiten", wie der chinesische Fluch lautet ... 
 

Dienstag, 18. August 2026

Der kenntnisreiche Prof. John Mearsheimer (4) : The Memorandum of Understanding Is Dead! Can a Blockade Save Us?

von LePenseur
 
 
Gestern, am 17. August, veröffentlichte Prof. Mearsheimer ein weiteres Video zum Krieg, den die USA und Israel gegen den Iran führen:
 
 
00:00 Einleitung  
00:29 Das Memorandum of Understanding läuft heute aus  
01:23 Warum die USA jetzt auf eine Seeblockade setzen  
02:49 Amerikas vier ursprüngliche Kriegsziele – und warum alle vier scheiterten  
03:40 Was Amerika jetzt will: Öffnung der Meerenge, Atomabkommen 
04:58 Irans Ziele und seine Forderungen 
07:22 Wie es dazu kam: Die Phasen des Krieges 
07:38 Phase eins – die 40-tägige Luftkampagne  
08:06 Phase zwei – die erste Blockade und die Kapitulationsurkunde 
09:13 Phase drei – die Vergeltungskampagne  
10:49 Phase vier – die zweite Blockade, wo wir heute stehen 
11:24 Bessents Versprechen von „beispiellosen wirtschaftlichen Schäden“  
12:53 Kann die zweite Blockade tatsächlich funktionieren?  
14:39 Problem eins: Der Zustand der US-Marine 
17:05 Problem zwei: Die Abschottung Ostasiens zur Sicherung des Golfs 
19:17 Problem drei: Öl, das Rote Meer und erschöpfte Reserven  
21:50 Problem vier: Iranische Hardliner übernehmen die Kontrolle 
23:50 Gibt es eine Eskalationsoption? Drei Gründe, warum nicht 
25:34 Der Anschlag vom 6. Juli – und was die USA jetzt nicht tun  
28:15 Iran hält nun die Eskalationskarte in der Hand  
29:59 Fazit: Die USA haben keine Strategie mehr 
 
Ein Kommentarposter unter dem Video streut Prof. Mearsheimer verdiente Blumen, indem er schreibt: 
@mikemir121
Ich fand das Video großartig. Vielen Dank! Es ist beeindruckend, den Niedergang des Imperiums live mitzuerleben. Gleichzeitig freue ich mich, dass der Iran nach 47 Jahren Kampf endlich als Sieger hervorgegangen ist und Palästina unterstützt hat. Ich würde mich sehr über ein Video freuen, das die chinesische Sicht auf den Iran-Krieg beleuchtet. Wie würden sie in verschiedenen Szenarien reagieren, beispielsweise auf einen möglichen langen Krieg, der ihre zukünftige Ölversorgung gefährden würde, auf den möglichen Einsatz von Atomwaffen durch einen narzisstischen US-Präsidenten gegen ein west-asiatisches Land oder auf die Zukunft des von den USA verwickelten Taiwan-Konflikts? Nochmals vielen Dank!
Wir sind gespannt, ob Prof. Mearsheimer zu diesen Themen ein Video veröffentlichen wird — es wäre sicher augenöffnend für viele!
 

Fast vergessen ... heute ist ja "Kaisergeburtstag"

von LePenseur
 
 
Und zu Ehren des (wenngleich seit fast 110 Jahren verstorbenen) "Geburtstagskinds", Kaiser Franz Joseph, von Johann Strauß einer seiner genialsten Walzer, natürlich der Kaiserwalzer op. 437. Hier gespielt von den Wiener Philharmonikern unter Wilhelm Furtwängler (den man sonst eher mit Beethoven, Brahms, Bruckner & Co. assoziiert, der aber, wie man hören kann, auch Walzer "konnte"!):
 
 
Überraschend schnell und schmissig nimmt Furtwängler manche Passage, was zu einer Gesamtdauer von nur ca. 9 ½ Minuten führt (die meisten, die ich kenne, brauchen eher 11 Minuten oder noch länger) und doch keinen Moment gehetzt wirkt. Schneller war nur Bruno Walter, aber das ist mir dann doch manchmal zu "flink" ...
 
Nur ... tanzen möchte, glaub' ich, keiner zu dieser Interpretation mit ihren raffinierten Rubati, die die Zehen der Tanzpartnerin in Gefahr bringen und für Kollisionen auf dem Parkett führen – aber, wie so oft: man kann nicht alles haben ...
 

Never Forget

by  Meme Dept. 


Alastair Crooke : The Consequence of More Netanyahu Lies

von kennererlage
 
 
Wieder hochinteressante Informationen von Alastair Crooke zu USrael und zum Nahost-Konflikt und seine weitere Befeuerung durch die zionistische Regierung in Israel:
 
 
Ein Kommentarposting unterm Video fasst die unerfreuliche geopolitische Situation in Nahost klar zusammen:
@crystalyoung8389
Iran was always going to happen since they are the last name on the list the US had after 9/11 to take out. US foreign policy also states that they need to control most of the worlds energy so they can move onto "containment" of China. These people have turned into desperate psychopaths who need to keep their hegemony. Russia plays directly into this as well since she has 75T in resources that the West has been rubbing their greedy hands together to get by throwing Ukrainians in to die to weaken Russia for them. Sadly, the West keeps falling to new lows as they pretend to be so civilized.
 

Höckes vergiftetes Angebot deckt Wagenknechts Bluff auf

von LePenseur
 
 
Ein ebenso interessantes wie amüsantes Video von Prof. Christian Rieck zum Angebot von Björn Höcke an Sarah Wagenknecht, daß die AfD sie in Thüringen zur Ministerpräsidentin wählt: 
 
 
 
Geschickt eingefädelt von Höcke, muß man sagen! denn, wie ein Kommentator unterm Video richtig vermerkt:
@CosmicEnforcerX
Das BSW soll der AfD Stimmen abnehmen. Genau das hat in Brandenburg schon funktioniert. Höcke hat sie wunderbar demaskiert.
Gut analysiert von Prof.Rieck, Hut ab!
 

Montag, 17. August 2026

"Like a scene in one of these 'Naked-Gun'-movies ..."

von kennerderlage
 
 
Max Blumenthal spricht zur Flucht von Trump aus der AirForce 1 durch den Container der Cateringfirma klare Worte:
 
 
Ein Bully markiert vielleicht den Helden, aber ist kein Held. Sondern das Gegenteil, wie Trump uns beweist....

Set Theory

by  Meme Dept. 




(Set theory [math.]: Mengenlehre)
 

Rheinmetall, einmal anders betrachtet

von Helmut
 
 
Der Besuch des rumänischen Verteidigungsministers, der gleichzeitig auch Vizepremier ist, in dem Werk in Siebenbürgen hat mich veranlasst, an diesen Herrn einen offenen Brief zu schreiben, der in den rumänischen sozialen Netzwerken veröffentlicht wurde.

In der deutschen Übersetzung sieht das so aus:

 OFFENER BRIEF AN DEN RUMÄNISCHEN VERTEIDIGUNGSMINISTER
HERRN RADU-DINEL MIRUTA

Sehr geehrter Herr Minister, 
 
Sie waren kürzlich in Mediasch (Siebenbürgen) und haben das Werk der Firma Rheinmetall besucht, besichtigt und auch bewundert. Ich frage Sie, ob Ihnen bewusst ist, mit welchem Konzern Sie es hier zu tun haben. Sie verfügen über die „Gnade der späten Geburt“, weil Sie erst 1985 geboren wurden und nicht wissen, was Krieg bedeutet. Aber es gibt Geschichtsbücher, die darüber berichten, und die kann man auch im Detail lesen, wenn es jemanden nur interessiert.

Ich will Ihnen eine Nachhilfestunde der Geschichte geben, in diesem Fall der Geschichte des Konzerns Rheinmetall:

Das deutsche Rüstungsunternehmen Rheinmetall wurde 1889 in Dortmund gegründet und produzierte neben anderen Artikeln hauptsächlich Rüstungsgüter. Das Unternehmen wurde später nach Düsseldorf und dann Berlin verlegt. Bis in die 1930er Jahre verlagerten sich diese Schwerpunkte immer wieder – bis im Zweiten Weltkrieg fast vollständig auf Waffenproduktion umgeschwenkt wurde. Durch die massenweise Produktion von Waffen und Munition jeder Größe und Art und deren Einsatz an den verschiedenen Fronten in Ost und West trug auch die deutsche Rüstungsindustrie zur Verlängerung des Weltkrieges bei.

Dazu gehörte auch der massenweise Einsatz von Zwangsarbeitern und Zwangsarbeiterinnen, und zwar sowohl von deportierten Menschen aus den von der Wehrmacht besetzten Ländern in West- und Osteuropa als auch von Kriegsgefangenen, besonders aus der Sowjetunion. Auch deutsche und ausländische jüdische KZ-Häftlinge wurden in den Werken der Rheinmetall-Borsig AG unter unwürdigen Umständen zur Arbeit gezwungen, wobei viele von ihnen ums Leben kamen. Unter unmenschlichen Bedingungen arbeiteten die Zwangsarbeiter dort lange Schichten. Hunger, Krankheiten und Gewalt forderten zahlreiche Opfer, viele Häftlinge überlebten die schweren Lebens- und Arbeitsbedingungen nicht.

Der moderne Konzern Rheinmetall ist sich also bewusst, dass er während der NS-Zeit von Zwangsarbeit profitiert hat – bemüht sich aber mehr schlecht als recht um wirkliche Aufarbeitung. Die Darstellung der Situation der Zwangsarbeiter sei unseriös und verharmlosend und spiele die Rolle des Konzerns herunter – auch, weil oft betont werde, dass der Konzern sich nicht gegen die Verstaatlichung hätte wehren können. Eine Argumentation, die Rheinmetall nach dem Krieg oft vertrat, um Verantwortung abzuwenden. Auch an anderer Stelle, zum Beispiel wenn es um die Behandlung der KZ-Häftlinge durch die SS ging, weise das Unternehmen die Verantwortung für Taten, die auf den eigenen Werksgeländen passiert seien, von sich.

Unter dem Druck der öffentlichen Meinung hat der Konzern 2014 eine Festschrift vorgelegt, worin auch zu diesem Thema Stellung bezogen wurde. Das Thema der Zwangsarbeiter wurde aber verharmlost und nur lückenhaft dargestellt. Es wird auch sehr undifferenziert über die verschiedenen Gruppen von Zwangsarbeiter berichtet, obwohl man seit den ersten Studien weiß, dass mit Zwangsarbeitenden unterschiedlich umgegangen wurde: Die aus westlichen Ländern wurden cum grano salis besser behandelt als die aus den osteuropäischen Besatzungsgebieten. Sowjetische Kriegsgefangene und natürlich auch KZ-Häftlinge wurden ganz miserabel behandelt, ebenso die italienischen „Militärinternierten“, denen man am Ende des Krieges sogar den Status als Kriegsgefangene verweigerte.

Allein der niedersächsische Standort Unterlüß in der Lüneburger Heide war von Lagern mit Tausenden Insassen umgeben. Viele von ihnen, darunter vor allem Personen jüdischen Glaubens aus Ungarn, wurden bei Rheinmetall eingesetzt. Auch Zwangsarbeiter vom Außenlager Tannenberg des Konzentrationslagers Bergen-Belsen kamen bei Rheinmetall zum Einsatz. Teilweise wurden diese auch von Auschwitz nach Niedersachsen verlegt.

Fazit: Eine kritische Aufarbeitung der Geschichte, in welchem Ausmaß das Unternehmen von der NS-Zeit profitierte, wie und ob Zwangsarbeiter durch das Unternehmen entschädigt wurden, wird nicht im Text der Festschrift erwähnt.

Soviel zur Geschichte. Wie funktioniert der Konzern aber heute:

Rheinmetall ist ein großer deutscher Rüstungskonzern, der Waffen, Militärfahrzeuge und Munition herstellt. Das Unternehmen profitiert wirtschaftlich von Kriegen, da es Streitkräfte wie die Bundeswehr und verbündete Staaten mit Kriegsmaterial beliefert. Rheinmetall liefert im großen Stil Ausrüstung und Munition an die Ukraine und verzeichnet durch die weltweite Aufrüstung stark steigende Umsätze.

Rheinmetall in den vergangenen Jahren zu einem der am stärksten wachsenden Industrieunternehmen in Deutschland gemacht. Rekordbudgets der NATO-Staaten, massive Nachbestellungen von Artilleriemunition und der Bau neuer Kapazitäten wie im niedersächsischen Unterlüss ließen den Auftragsbestand auf Rekordhöhen steigen, führten zum DAX-Aufstieg und veränderten auch das gesellschaftliche Image der Rüstungsbranche grundlegend.

Waffen von Rheinmetall kommen nach Konzernangaben auch im Irankrieg zum Einsatz. Das Unternehmen will etwa den USA helfen, ihre durch die heftigen Angriffe auf Iran geleerten Raketenarsenale wieder aufzufüllen. Der Auftragsbestand (Backlog) könne sich bis Jahresende auf 135 Milliarden Euro mehr als verdoppeln.

Der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall will nach seinem Umsatz- und Gewinnplus 2025 auch dieses Jahr deutlich wachsen. Der Konzernumsatz werde um 40 bis 45 Prozent auf 14,0 bis 14,5 Milliarden Euro steigen, teilte das Unternehmen angesichts der Ausbreitung weltweiter Krisen und Kriege mit. Die operative Marge im Konzern solle auf 19 Prozent klettern, nach 18,5 Prozent im Jahr 2025.

Zusammenfassend kann man sagen:

Es ist für das Unternehmen außerordentlich förderlich, dass vom Westen die kriegerische Auseinandersetzung durch die immensen Waffenlieferungen an die Ukraine am Leben erhalten wird, denn nur so erklären sich die immensen Gewinne des Konzerns. Niemand fragt dabei nach den Schattenseiten dieser Strategie. Niemand fragt nach den Zwangsarbeitern im Naziregime, oder nach den Toten des russisch-ukrainischen Krieges. Anstelle dessen werden stolz die militärischen Ausrüstungen präsentiert, um von den Schattenseiten des Konzerns abzulenken.

Daher beglückwünsche ich Sie, Herr Minister, dass Sie mit solchen Konzernen zusammenarbeiten und die Vertreter als seriöse Gesprächspartner begrüßen. Aber ich habe noch den Rat meiner verstorbenen Mutter in Erinnerung, die mir immer sagte:

„Sage mir, mit wem Du gehst, und ich sage Dir, wer Du bist!“

Zum Abschluss noch einige Links auf Fotos mit Originalaufnahmen der Firma Rheinmetall aus der NS-Zeit.

https://www.directupload.eu/file/d/9376/otomlj5j_jpg.htm
https://www.directupload.eu/file/d/9376/u2t8si9w_webp.htm
https://www.directupload.eu/file/d/9376/qt79guq4_jpg.htm
https://www.directupload.eu/file/d/9376/csr9tnfm_png.htm
https://www.directupload.eu/file/d/9376/apspyuy2_jpg.htm
https://www.directupload.eu/file/d/9376/6k65i7w4_jpg.htm
 

Der Konflikt zwischen USA/Israel und dem Iran (Hormuz) und erweiterte Gedankenspiele

Gastkommentar
von Dieter
 
 
Bekanntlich sind die USA derzeit aufgrund zu erwartender hoher eigener Verluste nicht bereit, militärisch weiter gegen den Iran vorzugehen. Obwohl die Öffnung der Straße von Hormuz für die Amis allerhöchste Priorität hat. Statt dessen wettet man darauf, daß man den Iran wirtschaftlich niederringen kann, mit Mitteln der Blockade sowie einer massiven Sanktionspolitik im Bereich Finanzen.

https://freedert.online/der-nahe-osten/288677-usa-drohen-iran-mit-unbegrenzter/

Ob die Wette aufgeht, weiß m.E. derzeit niemand, da andererseits der Druck auf die Weltwirtschaft und die Ölpreise durch die Schließung von Hormuz auch nicht ohne ist.

Aus dem Iran sind zunehmend radikalere Stimmen zu vernehmen, die entgegen der bisherigen Politik der Verteidigungsfähigkeit jetzt eine Angriffsfähigkeit des Iran fordern.

Jetzt stelle ich mir vor, die Blockade der Amis würde dazu führen, daß der Iran mit seiner Blockade von Hormuz scheitern könnte, also nicht durchhält. Dann kann ich mir vorstellen, daß neue Fähigkeiten des Iran in dem Fall die US-Kriegsschiffe (die bekanntlich gegen Völkerrecht agieren) angreifen und somit eine militärische Eskalation verursachen. Aus iranischer Sicht sicherlich von großem Übel, aber vermutlich das kleinere gegenüber der Preisgabe der Hormuz-Aktion.

Wie würden sich die Amis verhalten? Eigentlich können sie dann nur gegenhalten, alles andere würde ihr Ansehen noch mehr schwächen als ohnehin schon.

Von daher halte ich die US-Blockade der Amis gegen iranische Häfen für extrem gefährlich für die Welt (nicht nur für Nahost) und denke, ich sollte das erweitern um nachfolgende Gedanken meinerseits, egal ob "korrekt" oder nicht:

Wir wissen, daß es in der festen Tradition der USA, also in deren DNA liegt, eingegangene Verträge willkürlich zu brechen, wenn es opportun erscheint – oder es passiert schon mit Vorsatz bei Vertragsabschluß. Die Iraner wissen das, schließlich haben sie ihre Erfahrungen. Andere Nationen (vor allem Freunde) werden es noch kennenlernen.

Nehmen wir an, es kommt zu einem Waffenstillstandsvertrag zw. den USA und dem Iran mit der Maßgabe, daß der Iran die Kontrolle über die Straße von Hormuz faktisch bekommt. Dann garantiere ich, daß die USA sich in den Folgejahren rüsten und einen erneuten Krieg anstiften, vollkommen egal wer gerade Präsident ist. 

Diese Sicht dürften auch die Iraner haben, sodaß sie in den nächsten Monaten und Jahren deutlich aufrüsten werden, vermutlich ein abschreckendes Atomprogramm tatsächlich vorantreiben, auch mit chinesischer Hilfe zusätzliche militärische Potenz aufbauen.

Quintessenz: Die USA werden scheitern und dessen Untergang wird beschleunigt. Da aufgrund neuerer US-Gesetze der israelische Geheimdienst sowie das israelische Militär mit dem USA-Militär und Geheimdienst automatisch als Einheit verbunden ist, wird auch der Staat Israel mit fallen. Aus militärischer Sicht existiert eigentlich keine Staatsgrenze mehr zwischen den Zionisten Israels und den Zionisten der USA – es ist eine Einheit.

Manchmal denke ich, dieses Zusammenspiel und die Aktionen der Amis wirken wie eine späte Rache des gedemütigten British Empire, indem sie den Amis einen Parasiten ins Herz pflanzten, den Zionismus, oder es ist einfach das Spiel der "City of London" ...
 

Sonntag, 16. August 2026

Sunday Blues

by  Meme Dept. 


Zum 16. August eine Symphonie No. 16

 
... von Havergal Brian aus dem Jahre 1960:
 
 
Kurze Einführung unter dem Video (auf Deutsch übersetzt): 

Havergal Brian war einer der produktivsten, aber zugleich unbekanntesten britischen Komponisten. Er war hauptsächlich Komponist von Sinfonien, beherrschte aber auch andere Genres wie Oper oder symphonische Dichtungen, obwohl er zeitlebens weitgehend Autodidakt war. 

Anfangs war Brian dazu bewegt, Behemoth-große Sinfonien für ebenso große Orchester zu komponieren, doch mit der Zeit und mit der Unbekanntheit seiner Musik wechselte er allmählich zu kompakten Werken, die jedoch im spätromantischen und expressionistischen Stil geschrieben wurden. 

Seine Sinfonie Nr. 16 ist Teil einer Reihe einsätziger Sinfonien, die von Nummer 13 bis 17 reicht. Hier nutzt Brian sein sonst so großes Orchester, um seinen charakteristischen Klang zu Lehrstücken in Harmonie, Kontrapunkt und pan-diatonische Tonleitern und Modulationen zu entwickeln, was in einer turbulenten Schlussfuge gipfeln.
 

Der Alltag einer Stadtverwaltung in Rumänien – im Vergleich

von Helmut
 
 
Da hat jemand im rumänischen facebook Videos veröffentlicht, auf denen zu erkennen ist, dass die bereits vor zwei Jahren renovierte und durch die Stadt führende wichtigste Durchgangsstraße zum erneuten Mal aufgerissen und wieder repariert wird. Natürlich sind das unliebsame Einschränkungen für die Bewohner, und viele beschimpfen deshalb den Bürgermeister in allen möglichen Formen im Net.

Nun, einfach nur Bellen hilft nichts, ich habe versucht, das ausführlicher aufzuarbeiten und habe das auch in rumänischer Sprache hier veröffentlicht. Möglicherweise grüßen mich in Zukunft so manche Beschäftigte der Stadtverwaltung nicht mehr, aber damit kann ich leben.

Natürlich kann man der Meinung sein, dass derlei Vorgänge für den Leser in diesem Forum nicht besonders interessant sind, aber ich bin sicher, dass doch die eine oder andere Stelle in meinem Artikel gewisse Parallelen in anderen westlichen Ländern aufweist. Zumindest schon der Umstand, dass vor einer Kommunalwahl die Stadt in einem für den fachlich nicht versierten Bürger in einem Top-Zustand aussehen soll. Auch, wenn damit Unsinnigkeiten zugedeckt werden, die sich später als weitere Reparatur herausstellen.

Mein Kommentar (auf deutsch):

Versuchen wir einmal, bei der Wahrheit zu bleiben:

Der Bürgermeister hat doch einiges geschafft, und zwar in erster Linie die Beschaffung der Finanzen, damit diese vielen Arbeiten überhaupt möglich waren. Das muss man ihm als Verdienst anrechnen
andere zuvor, z.B. auch sein Vorgänger, haben das nicht geschafft.

Das Problem liegt in der Ausführung. Fangen wir mal bei der Planung und der Ausschreibung an:

Ich weiß nicht, auf was ich alles kommen würde, wenn ich die ganze Prozedur genau kontrollieren würde. Es beginnt bereits mit der Beauftragung des Planungsbüros, das die ganze Arbeitsvorbereitung bis zur Ausschreibung durchführen soll. Bei der Auswahl des Planungsbüros habe ich bereits Bauchweh.

Dann geht es um die Ausführung der Arbeiten:

Diejenigen Firmen, die den Zuschlag bekamen, haben alle dasselbe Problem, und das besteht aus der Beschaffung von qualifizierten Arbeitskräften. Es gibt keine, weil man diesen Beruf des Straßenbauerhandwerks nicht mehr in Rumänien erlernen kann, mit qualifizierter Berufsschule, so wie das vor 40 Jahren der Fall war. Aber diese Firmen haben auch kein Interesse daran, das habe ich an anderer Stelle schon einmal erläutert.

Vor Jahren hatte ich den Traum, hier in unserer Stadt eine fachliche Ausbildung in einer speziellen Kombination des Baues von Außenanlagen, des Tiefbaues und des Straßenbaues anzubieten und dafür Lehrlinge nach dem dualen System auszubilden. Ich verfüge über eine Ausbildungsberechtigung aus Deutschland. Duales System heißt, 4 Tage in der Woche unter fachlicher Aufsicht zu arbeiten und 1 Tag theoretische Ausbildung in der Berufsschule. Das Ganze dann drei Jahre lang und am Ende ist eine Facharbeiterprüfung.

Ich hatte die großen Firmen dazu zu einem runden Tisch eingeladen, um herauszufinden, wo sie denn gerne ihre Schwerpunkte gesetzt hätten, um das berücksichtigen zu können. Das sind im übrigen bekannte Firmen aus Deutschland(*) und Österreich (**), die hier ihre Filialen haben. Gekommen ist auf meine Einladung hin niemand. Von einem Insider habe ich dann erfahren, warum diese Firmen daran nicht interessiert sind: Man will vermeiden, dass man dann höhere Löhne bezahlen müsste, wenn es sich um ausgebildete Facharbeiter handelt.

Lieber bedient man sich von ungelernten Leuten aus den Dörfern, oft aus einer bestimmten Ethnie, und als Baustellenleiter nimmt man dann einen Ingenieur, der gerade seine Abschlussprüfung beendet hat und froh sein muss, aufgrund nicht vorhandener Praxis überhaupt einen Job zu bekommen, auch, wenn dieser schlecht bezahlt ist. Dieser Bauleiter soll sich dann mit den berufsfremden Hilfsarbeitern herumärgern, und unterm Strich kommt das alles für diese Firmen billiger. Das Ergebnis sehen wir auf den Straßen. Sicher haben diese Firmen auch erfahrene Bauleiter beschäftigt, aber diese müssen immer mehrere Baustellen gleichzeitig überwachen.

Nun sollten vom Auftrageber, in diesem Falle die Stadtverwaltung, diese Arbeiten ständig kontrolliert werden, damit auch eine ordnungsgemäße Ausführung in der Verantwortung für die öffentlichen Gelder garantiert wird. Genau hier hakt es völlig: Die Stadtverwaltung hat keine Leute, die zum einen genügend Fachkenntnis besitzen, um das kontrollieren zu können, und dazu auch kein besonderes Interesse, vermutlich aufgrund höherer Weisung, dass diese Ausführung der Arbeiten genau kontrolliert und erst bei einer ordnungsgemäßen Abnahme gezahlt wird.

Wenn natürlich im Verlaufe der Arbeiten einer Firma aufgegeben wird, dass die wichtigste Durchgangsstraße in unserer Stadt vor der Wahl (damals im Juni 2024) unbedingt schwarz sein müsste, also asphaltiert, dann geht das natürlich auf Kosten einer ordnungsgemäßen Verdichtung der Leitungsgräben, was Zeit benötigt, und das ist auch der Grund, warum auch jetzt wieder auf dieser Straße nachgearbeitet werden muss.

Von einer ordnungsmäßen Prozedur, wie das in den anderen westlichen Ländern gehandhabt wird, ganz zu schweigen. Damit meine ich, Garantie auf das Material 5 Jahre, auf die Arbeitsausführung 2 Jahre und diese zwei Jahre lang wird ein Betrag von 5% der Bausumme als Garantie beim Auftraggeber einbehalten. Erst, wenn nach nochmaliger Kontrolle nach 2 Jahren keine Mängel feststellbar sind, wird die Restsumme ausbezahlt.

Ich habe mit jedem in der Stadtverwaltung ein gutes Verhältnis, und das möchte ich auch beibehalten. Aber bei so manchem Beschäftigten bin ich mir im Zweifel, wie der oder diejenige überhaupt an diese Arbeitsstelle gekommen ist. Möglicherweise hat da eine persönliche Beziehung oder das Parteibuch mitgespielt. Dazu stelle ich mit generell die Frage, wie hoch der Prozentsatz bei den Beschäftigten der Stadtverwaltung ist, die den Nachweis einer vollwertigen Ausbildung für den Arbeitsplatz bei der Verwaltung nachweisen können, den sie gerade besetzen.

Vermutlich wird hier der Einstellungsgrund darin liegen, dass man sagen kann, man hätte bereits bei einer anderen Firma so etwas ähnliches gemacht. Aber ein Zertifikat einer bestandenen Ausbildung? Ich habe da so meine Zweifel.

Ich hoffe, mich nun nicht bei der Stadtverwaltung unbeliebt gemacht zu haben, aber mein Interesse liegt in erster Linie bei der Optimierung in unserer Stadt, deshalb verbrenne ich mir auch manchmal den Mund. Ich wurde auch schon einige Male darauf angesprochen, als unabhängiger Kandidat bei der nächsten Stadtratswahl zu kandidieren. Es gibt einen klaren Grund, warum ich das nicht mache: Ich bin noch nicht in der Lage, die rumänische Sprache einwandfrei zu beherrschen, einschließlich Grammatik und Rechtschreibung. Denn ich setze auch für mich persönlich einen hohen Standard bei allem an, was ich ausführe.


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(*) Firma Geiger – Oberstdorf
(**) Firma Strabag – Wien 
 

Samstag, 15. August 2026

Carl Philipp Emanuel Bach: Magnificat

 
Der Magnificat-Vertonungen sind Legion! Und unter diesen nimmt die des Großmeisters der Barockmusik, nein: der Musik überhaupt, Johann Sebastian Bach ohne Zweifel einen exzeptionellen Rang ein. Es gibt nicht viele andere, die da auch halbwegs mithalten können ... und zweifellos zu diesen gehört das Magnificat seines Sohnes Carl Philipp Emanuel, hier in einer mitreißenden Interpretation durch die Gaechinger Cantorey unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann zu hören:
 

Das Orchester, der Chor und v.a. die Solisten (Sopran: Miriam Feuersinger; Alt: Marie Henriette Reinhold; Tenor: Patrick Grahl; Baß: Markus Eiche)  ... einfach atemberaubend!
 

Kinderland- oder Teen-Verschickung heute — oder: Ei, warum? Ei, darum!

Gastkommentar
von Plancius
 
 

Es gibt einen bemerkenswerten Sachverhalt, den ich den geehrten Lesern mitteilen möchte:

Viele Eltern schicken ihre Teens in den Sommerferien für ein paar Tage oder zwei Wochen ins Ausland. Sei es ins Ferienlager, als Gruppenbetreuer oder Helfer in der Küche usw.

Alle, wirklich alle, die ich kenne und von deren Teenverschickung erfahre, schicken ihre Kinder ins ost-europäische oder südosteuropäische Ausland. Ganz oben auf der Liste steht Kroatien, gefolgt von Tschechien, Ungarn, Polen und der Slowakei.

Großbritannien, Frankreich, Spanien, Schweden — früher die favorisierten Destinationen! — scheinen alle abgemeldet zu sein.

Woran das wohl liegen mag???
 

Freitag, 14. August 2026

Was ich habe ...

von LePenseur
 
 
Mit diesen Worten beginnt ein Gedicht, das der stets lesenswerte Prof. Silvae auf seinem Blogartikel von heute zitiert (ich will nicht seinen Fehler wiederholen, es erst morgen zu zitieren ... obwohl es zeitlos ist): 
 
Was ich habe, will ich nicht verlieren, aber
wo ich bin, will ich nicht bleiben, aber
die ich liebe, will ich nicht verlassen, aber
die ich kenne, will ich nicht mehr sehen aber
wo ich lebe, da will ich nicht sterben, aber
wo ich sterbe, da will ich nicht hin:
Bleiben will ich, wo ich nie gewesen bin
 
 
O ja! Das kann ich nur zu gut verstehen: ein Gecicht, das mit sozuagen aus der Seele spricht. Wobei mir das erste dieses Silvae-Artikels eigentlich fast noch besser gefällt. Aber das müssen Sie dort lesen.
 
Leseempfehlung!