Donnerstag, 19. September 2019

Brauchen wir sowas? Wirklich? Echt jetzt?

Gastkommentar
von Damaszenerklinge


Netter Videoclip —




Wenn es nicht verboten wäre: einfach weiterfahren wäre hier durchaus überlegenswert! Arschlöcher, die glauben, nur weil sie pigmentiert sind, können sie einen auf dicke Hose machen, die brauchen wir etwa so sehr wie Moskitos in einer Sommernacht. Die werden schließlich auch einfach plattgemacht, damit endlich Ruhe ist. 

Aber das geht mit Menschen bekanntlich nicht — außer es handelt sich um Einheimische, da kräht nämlich kein Zeitungshahn danach! — wegen der Menschenwürde, Sie verstehen!

Zur Wahrung der Moskitowürde hat man schon vor geraumer Zeit das Moskitonetz erfunden, welches verhindert, daß die Blutsauger eine Chance haben uns anzugreifen. Wird Zeit, daß man die Erfindung von Invasoren-Netzen vorantreibt. Moment — eigentlich wären die ja längst erfunden und nennen sich zB »Grenzkontrolle«, »Abschiebung« und »Einreiseverbot«.

Nur — benützen müßte man sie halt ...


Jährige und Phantome

von Fragolin

In Oberösterreich, das bekanntlich irgendwo zwischen Tschetschenien und Kosovo liegt, kam es gestern mal wieder zu einem Neuausverhandeln der Regeln des täglichen Zusammenlebens.
Kurze Zusammenfassung: Ein Jähriger aus dem Bezirk Eferding hat einen Jährigen aus dem Bezirk Eferding und dessen jährigen Kollegen angemessert, und dann seinen jährigen Onkel und dessen jährigen Sohn gerufen, um die Messerei auszuweiten. Wenn wir das lesen, hat das Phantom wieder zugeschlagen, von dem die Bild-Zeitung vorgestern zu berichten wusste. Dass der Bezirk Eferding offensichtlich im Kosovo liegt, da alle aufgezählten Jährigen zu zwei kosovarischen Familien gehören, die sich seit Jahren in Oberösterreich bekriegen, war mir so noch nicht bekannt, aber Geographie ist ja auch ein Unterdrückungsinstrument rassistischer weißer Suprematisten und ein Relikt ewiggestriger Sichtweisen. Kalkutta ist überall. Und das war schon immer so, ist uns nur nie aufgefallen, weil wir das rassistisch verleugnet haben.

Tirol, das im Oberland noch immer reizvolle und sich den Luxus gelegentlicher Originalität und Migrantenmangel leistende pittoreske Siedlungegebiet im Westen Österreichs, dessen Unterland mit zunehmender Bedeutung als migrantische Durchflussroute und Rückstaubecken zum Leidwesen seiner armen Schon-länger-dort-Wohnenden zum Kriminalitätshotspot verkommt, kommt auch mal wieder in die rassistischen Schlagzeilen, weil sich zwei Türken aus Tirol – wie erwähnt, Geographie hat nichts mit Landkarten zu tun sondern wird nur durch das Denken jedes Einzelnen definiert – gegenseitig und mit leider nur mäßigem Erfolg abzumessern versuchten. Ja, richtig gelesen: leider. Ich lehne Gewalt generell ab, habe aber keinerlei Mitleid, wenn ihr freiwilliger Einsatz von beiden Streithähnen zu einem etwas nachhaltigeren Beilegen des Streites führt. Außerdem sind mir diese Armleuchter sowas von egal, dass es mir leid ist um das Geld, das man von meinen Krankenkassenbeiträgen stiehlt, um diese Idioten wieder zusammenzunähen anstatt sie um einen Bruchteil dafür irgendwo einzugraben. Bei den ganzen Messerstechereien (vulgo „Rangeleien“) vor Bahnhöfen, Shisha-Bars und Diskotheken bin ich dafür, keine Polizei mehr zu schicken sondern nur noch einen Putztrupp. Warten, bis die sich gegenseitig umgebracht haben und dann feucht durchwischen.

Doch seien wir nicht so hart zu diesen künftigen Pflegekräften und Sicherern unserer Pensionen. Die wollen nur ein bisschen die zuhause schmerzlich vermisste Freiheit genießen und werden ganz dolle bald zu einem bereichernden und gewinnbringenden Teil unserer von Leuten wie Maas, Grönemeyer und Van der Bellen diktierten Gesellschaft. Man muss nur daran glauben und nicht irgendwelchem rechten Gelaber millimeterweit folgen.

Die rassistischen Medien müssen sich nur schelten lassen, dass sie mal wieder das Bild vermittelt haben, diese Messerstechereien würden irgendwie nur von Ausländern begangen, dabei beweist die Statistik das Gegenteil. Warum wird nicht berichtet über die Messerattacke von Sepp F aus Fürstenfeld gegen einen Bettler aus Nigeria, die Messer-Rangelei zwischen mehreren Österreichern vor der Disco in Vöcklamarkt und die Massenschlägerei zwischen zwei Maturaklassen auf dem Bahnhof Villach, bei der mehrere junge Österreicher „Allah ist Scheiße!“-schreiend mit dem Taschenmesser auf friedliche muselmanische Mitschüler losgegangen sind? Nur, weil all diese Sachen zwar politisch korrekt statistisch hätten passieren müssen, aber nie wirklich passiert sind? Was ist das denn für ein Verständnis von Haltung, liebe Genossen Informationsschaffenden?!

Mittwoch, 18. September 2019

Zum Sportpalast-Gröler


... ein Leserkommentar zu einem lesenswerten, etwas spitz-züngigen Artikel von Till-Lukas Wessels:

Martin Heinrich

Eine Gesellschaft, die sich öffentlich darüber amüsiert, wenn in der Fernsehfastnacht Menschen als »Kanalratte aus Washington« tituliert werden, die »Literaten« auszeichnet, die die Demokratie für verzichtbar halten (»Wir müssen dieses letzte Tabu der aufgeklärten Gesellschaften brechen: dass unsere Demokratie ein heiliges Gut ist.« — Robert Menasse), die Andersdenken die Grundrechte entziehen will (Peter Tauber), ist geistig längst im Faschismus angekommen. Lediglich die einzelnen Mosaiksteine sind noch nicht endgültig zu einem für die dumme Masse erkennbaren Bild zusammen-gesetzt ...

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Wie lautet doch dieser so oft zitierte (und immer wieder einem anderen Autor zugeschriebene) Satz?  


Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: 
»Ich bin der Faschismus.« Nein, er wird sagen: 
»Ich bin der Antifaschismus.«


Oder, besser gesagt: er wird's nicht sagen, sondern in sein antifantisch-frenetische Publikum grölen ...


Die berittene Gebirgsmarine

von Fragolin

Weil doch gestern die steigende Militanz der ewiggestrigen „Zurück-in-die-urkommunistische-Steinzeit“-Krakeeler und aggressiven Neofaschisten vom ultralinken Rand das Thema waren, heute noch ein kleiner Seitenblick auf das österreichische Bundesheer, auch gerne mal Kasperlverein oder Gockelparade genannt. Kasperlverein, weil man so ehrlich sein muss, zu gestehen, dass dieses Heer trotz ehrlicher Mühe einiger Offiziere niemals wirklich in der Lage war, eine reale Bedrohung abzuwehren, und Gockelparade wegen der Diskrepanz zwischen der Anzahl der politisch installierten Lamettaträger zum einfachen Fußvolk, das auch noch halbjährlich ausgetauscht wurde. Den Spott mit der „berittenen Gebirgsmarine“ lassen wir mal stecken.
Dieses Bundesheer, so beklagt der grün-affine ehemalige Stabschef des grünen Bundespräsidenten, wäre faktisch pleite, kaputtgespart, ausgelaugt, fertig gefahren und nicht einmal zu basalen verfassungsmäßigen Schutzaufgaben mehr in der Lage.

Da dürfte er absolut recht haben.
Putzig nur, das ausgerechnet aus dem Munde eines Generales zu hören, der selbst aus jener politischen Ecke kommt und von jenem Präsidenten in sein Amt geschoben wurde, der diese politische Ecke repräsentiert, aus der jeder Cent für das Heer als imperialistische Hochrüstungs-Geldverschwendung für eine menschenmordende Militärmaschinerie bekreischt wurde. Die Forderung nach dem Kaputtsparen des Heeres kam immer von grüner und roter Seite; alle Bestrebungen der Schwarzen und Blauen, das Heer wenigstens an einigen Punkten halbwegs handlungsfähig zu halten, wurden immer niedergebrüllt. Wenn man sich die Eurofighter-Posse anschaut und die rote Kastration der bestellten Flotte zu einem abgespeckten wetterempfindlichen Schrotthaufen von der Resterampe, dann weiß man nicht, ob man lachen oder heulen soll.
Das Bundesheer ist kaputt, und der, der das bejammert, kommt aus der Ecke genau jener, die das kräftig forciert haben.

Und auch jetzt wird zusätzlich zum maroden Zustand der Landesverteidigung das Märchen vom „unleistbaren Wehrdienstheer“ getrommelt, denn Starlinger ist ja auch ein begeisterter Anhänger der Berufsheer-Strategie. Dass ein solches besser und preiswerter zu haben ist als ein Pflichtheer ist eine Legende, die in Deutschland und auch anderswo schon lange geplatzt ist. Ganz im Gegenteil, hat das Berufsheer etliche Nachteile.

Söldner ergreifen diesen Beruf durchaus aufgrund persönlicher Vorlieben. Da ist man immer so empört über „Waffennarren“ und will dann doch nur diese auf die staatlichen Waffenkammern loslassen. Söldner repräsentieren nicht den Schnitt der Bevölkerung und können daher leichter gegen diese eingesetzt werden als deren Söhne. Söldner können untereinander Verbindungen aufbauen, die mangels anwesender Außenstehender nicht gesehen werden können. Putsche wurden immer von Berufssoldaten und Söldnerheeren getragen.

Eine Demokratie und ein Söldnerheer vertragen sich nicht gut. Außerdem ist der gesellschaftliche Nutzen einer zumindest für ein paar Monate in Landesverteidigung und Katastrophenschutz geschulten Jugend nicht zu unterschätzen. Auch wenn meiner Meinung nach wie in vielen anderen Ländern der Welt auch die Frauen ihren Platz in dieser Gesellschaftsverpflichtung finden sollten. Wer wählen gehen darf, darf auch das Gemeinwesen unterstützen. Es gibt ausreichend Möglichkeiten, auch ohne Waffen.

Dienstag, 17. September 2019

Ach, die Saubermännchen & -weibchen ...


oe24.at weiß zu berichten:

"Bei den acht Beschuldigten in diesem Verfahren sind sieben Personen und ein Verband", bestätigt der Sprecher der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft Dr. René Ruprecht die aktuellen Berichte der Tageszeitung ÖSTERREICH über die Ermittlungen im Wiener Magistrat.

In der Magistratsabteilung MA 21A, die von einem engen Vertrauten und früheren Büro-mitarbeiter der im Juni zurückgetretenen Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne) geführt wird, sind vor wenigen Wochen still und heimlich zahlreiche Akten sichergestellt worden. Über den tatsächlichen Stand der Ermittlungen schweigt die Staatsanwaltschaft. Allerdings erfuhr ÖSTERREICH aus der Justiz: Es geht um den Verein "S2ARCH", den Trägerverein des Charity-Projekts "Ithuba".

Mit diesem Verein werden seit 2004 Spendengelder für Schulprojekte in Südafrika gesammelt, jahrelang war der prominente Wiener Grüne Christoph Chorherr Kopf dieses Vereins.
Manches comeback entpuppt sich unversehens als coming out — und was aktuell bei den GrünInnen 'rauskommt, wird unsere Ökommunisten wohl ein bisserl in Schwulitäten bezüglich ihrer Sauberkeit bringen ...


»Free Hong Kong«

von  it’s  me  


Nach Greta ist die neue Ikone aus dem Hut gezaubert, nämlich Joshua Wong, der für Freiheit in Hong Kong eintritt/kämpft. An dieser Stelle darf gefragt werden, wie weit die Freiheit in der ehemaligen britischen Kronkolonie eingeschränkt ist. Natürlich wesentlich mehr als bei uns, aber noch immer nicht so stark, dass Joshua Wong an der Ausreise gehindert wurde, noch immer nicht so stark, dass er wegen seiner Demonstrationen inhaftiert wurde. Keine Frage, dass China diktatorisch geführt wird, aber seien wir einmal ehrlich: denkt irgend jemand mit logischem Denkvermögen, dass China mit seinen 1,3 Milliarden Menschen demokratisch geführt werden kann wie Großbritannien oder das kleine Österreich mit seinen 8 Millionen?

Mag die Presse zensuriert werden, ebenso das Internet, aber es herrscht Reisefreiheit und wer Hong Kong mit Einheimischen besucht, merkt nicht, in einer Diktatur zu sein, im Gegensatz zu Katar,Saudi Arabien oder Pakistan. Und dieselben Politiker und Medien, die „Free Hong Kong“ schreiben/brüllen, schweigen zu den Unterdrückiungsmechanismen und brutalen Menschenrechtsverletzungen in Saudi Arabien, Bahrain, Kuweit, Iran, Afghanistan, Indonesien, Malaysien, Jemen und fast allen muslimischen Ländern. Im Gegenteil, man jubiliert, wenn der saudische König in Aussicht stellt, dass Frauen vielleicht ein Auto lenken oder ein Fußballstadion besuchen dürfen. Dann redet man von Reformen und Fortschritten, Zustände, die in Hong Kong Norm sind.

Bei meinem letzten Besuch in Hong Kong vor 16 Monaten habe ich in den 6 Tagen keine 10 Polizisten gesehen. Vielleicht überwacht die Verwaltung etwas diskreter, aber das Gefühl ist nicht schlecht und die Bewohner Hong Kongs müssen sich immer in Erinnerung rufen, nicht mehr unter britischer Herrschaft zu leben. Btw, warum beantragen nicht alle Bewohner der Ex-Kronkolonie Asyl in GB oder in Deutschland? Man kann nicht oft genug Hadmut Danisch zitieren: „Es sind nicht die Maßstäbe, sondern die doppelten Maßstäbe, die mich ankotzen“.

Das Ganze erinnert mich irgenwie an Südafrika und die Zeit der Apartheid und die unrühmliche Beteiligung der Presse, die damals schon den Titel „Lügenpresse“ verdiente, an der „Free Nelson Mandela“-Kampagne, um einen Regimewechsel herbeizuführen. Mein seit Jahrzehnten in Südafrika lebender Verwandter, den ich damals für fünf Wochen besuchte, hat immer den damaligen Premier De Klerk zitiert, dass man den Schwarzen das Land zurückgeben müsse, aber langsam und in geordneten Bahnen und das wunderschöne, reiche Land nicht ins Chaos stürzen dürfe. Zu diesem Zweck hat die damalige Regierung versucht, eine schwarze, intellektuelle Elite zu schaffen, indem die talentiertesten gratis an den besten Universitäten der Welt studieren durften. 

Nur war der Druck von außen so stark, dass der Regimewechsel zu schnell über die Bühne ging mit dem Ergebnis, dass Leute in führende Positionen kamen, die ihnen einfach um einige Nummern zu groß waren. Es war einfach keine intelligente Schicht vorhanden. Das Ergebnis kennen wir alle: Das Land fuckt ab, nähert sich in riesigen Schritten denen des Nachbarlandes Rhodesien, es werden jährlich 70 weiße Farmer gefoltert und ermordet, deren Töchter und Frauen vergewaltigt, mit dem Ergebnis, dass das einst fruchtbare Land unfruchtbar ist. Außerdem hat Südafrika in der Zwischenzeit weltweit die höchste Vergewaltigungrate – vor Schweden. 

Die Verlogenheit der nach dem Ende der Apartheid fordernden Elite repräsentierte am besten der
Friedensnobelpreisträger, Bischof Desmond Tutu, dessen Haus mir von der Ferne gezeigt wurde. Keine Angst, es war nicht in Soweto oder eine anderen, schwarzen Siedlung. Sein Haus war in Cape Town, in einem von Mauern und Stacheldraht umgebenen, von Securities bewachten, weißen Ghetto“. Und selbiger rief immer auf, die Apartheid zu beenden. 

Und den Beweis, warum die Presse damals schon eine Lügenpresse war, wenn es dem „großen Ganzen und Guten“ diente: In den westl. Medien sah man ein Foto, wo schwarze Kinder hinter einem Gitter Weißen beim Fußballspielen zuschauten mit dem Untertitel: „Was können diese armen, schwarzen Kinder dafür, dass sie den Weißen nicht zuschauen dürfen und dies hinter einem Gitter machen müssen?“ Ein Colonel der Armee, klärte mich auf, dass es sich bei diesem Foto um eine Ausschnittsvergrößerung handelte: das Fußballspiel war in einer Kaserne zwischen einem Team aus Weißen und einem aus Schwarzen. Und jede Kaserne dieser Welt ist mit Zäunen umgeben und es besteht Zutrittsverbot für jedermann – weiß und schwarz. 

Aber die Wirkung der angeblichen Diskriminierung war da und damit der nächste Schritt, dieses Land ins Chaos zu stürzen, gemacht. Generell herrscht im Westen die präpotente Einstellung, dass wir die Moral, den Anstand, die Ethik und die demokratische Einstellung verinnerlicht hätten und als Weltverbesserer alle Länder dieser Welt erziehen müssten, unabhängig davon, ob wir die Mentalität dieser Länder kennen und/oder verstehen.


Steigende Militanz

von Fragolin

Also irgendwie macht mich das Tempo, mit der der radikal-ultralinke klimasektierende Rand seine Radikalisierung und steigende Militanz präsentiert, atemlos.

Da ist diese von Grönemeyer in Goebbels-Manier und -Tonfall in seine frenetisch kreischende Fan-Gemeinde gebrüllte Aufforderung, „wir“ - und damit meint er offensichtlich eben sich selbst und seine Kreischhasen – müssten jetzt der Gesellschaft „diktieren“, wie sie zu funktionieren habe. Wie er diese Diktatur seiner linksradikalen und vor Begeisterung brüllenden Stiefeltruppen exekutieren möchte, hat er nicht erwähnt, aber das Aufpeitschen der Massen wird bei dem Einen oder Anderen sicher den Schalter in die gewünschte Richtung umgelegt haben, „aktiv“ zu werden. Dass sein herausgebrülltes „Keinen Millimeter nach rechts!“, das ja im Antifasprech nur bedeutet, keinen Millimeter Richtung des überall außer bei sich selbst georteten Faschismus, angesichts eines ins faschistoide abgleitenden Massenauflaufes politisch aufgehetzt grölender Aufgeputschter mehr als absurd ist und der offene Applaus eines radikalen Politikers wie Heiko Maas, der offene Sympathien für verfassungsfeindliche und zu linksextemer Gewalt aufrufende Musikgruppen schon mehrmals verdeutlicht und das erste stalineske Zensurgesetz im wiedervereinigten Deutschland durchgeboxt hat, auch nicht gerade nach Demokratie und Rechtsstaat riechen, scheint niemandem aufzufallen und wird auch von den Medien, die sich vehement des Vorwurfes der Systemhörigkeit entgegenstemmen, donnernd beschwiegen.

Noch gruseliger ist aber das Bild jener Wiener „Demonstranten“, die sich zu einer Reihe formiert haben und in exakter Kopie der aus der Verfilmung von Orwells „1984“ bekannten Geste die überkreuzten Arme vor das Gesicht rissen und ihre dumpfen Panik- und Endzeit-Parolen herausbrüllten. Als ob faschistoide Kampfgruppen keine wären, wenn sie als einziges Merkmal ihre verbindenden Symbole und Handbewegungen verändern, der Rest ihres Denkens und Handelns aber gleich bleibt. Sie recken nicht den rechten Arm vor sondern kreuzen die Arme mit geballter Faust. Sie könnten auch die Faust ausstrecken, die Blutraute machen oder eine Welle. Es spielt keine Rolle. Die radikalisierten Randgruppen gehen auf die Straße und zelebrieren ihr Kollektiv; ein gegenseitiges in die Masse Assimilieren und propagandistisches Aufpeitschen, wie man es vor fast genau hundert Jahren bei den ersten Aufmärschen der kommunistischen und nationalsozialistischen Jugendgruppen erleben musste. Und nur weil den Kommunisten heute keine Konkurrenz mehr den Rang ablaufen kann, wird es um keinen Deut besser. Auch wieder besonders putzig dieses komplette Verdrehen der Tatsachen, wenn eine sich zu einem kollektiven Brei verschmelzende Menge glaubt, dadurch besondere Größe und Individualität zu beweisen. Nein, es ist das genaue Gegenteil.

Und bei den Bildern der Belagerung der Frankfurter Automesse durch einige hundert radikale „Aktivisten“, die in den Medien zu „Zehntausenden“ hochgejazzt wurden wie zu besten „Stürmer“-Zeiten, fiel mir das nächste Anzeichen der zunehmenden Formung militanter Kampfgruppen auf: das gemeinsame Symbol. Passend zu den in Wien hochgeworfenen überkreuzten Armen trugen die mit Schutzanzügen uniformierten Belagerer von Frankfurt ein liegendes Kreuz auf ihren Transparenten und ihrer Kleidung. Es fehlen eigentlich nur die Haken daran, aber das sind Details, die man im Gros der Gemeinsamkeiten ignorieren kann.

Sie formieren ihr Kollektiv. Sie schaffen Symbole und Erkennungszeichen, toben zu propagandistischem Einpeitscher-Gebrüll, feiern sich für Brandanschläge wie bei den jüngst abgefackelten Autohäusern und Autos auf den Straßen – ja, liebe immer wieder angeblich irgendwelchen Anfängen Wehrende: so fängt es an. Und ihr wehrt nicht, sondern macht mit.
Das, was sich hier zusammenbraut, und das mit atemberaubenden Tempo, riecht nach Militarisierung. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis auch hier wie in El Paso ein solcherart Aufgepeitschter der Meinung ist, nur noch das Ermorden möglichst vieler Konsumenten in einem Einkaufstempel könne Umwelt und Klima retten. Und wenn der dann ausrastet werden die Medien wieder von einem „rechtsextremen Terroranschlag“ faseln.
Womit sie in einem Punkt recht haben, denn das, was landauf, landab irgendwelchen imaginären rechtsextremen Stiefeltruppen angedichtet wird, ist die gelebte linksradikale Praxis. Sie schließen von sich selbst auf Andere, und zur Not erfinden sie diese Anderen einfach oder erklären irgendwelche Gruppen zu diesen Anderen: Andersdenkende, Neoliberale, weiße Männer, SUV-Fahrer – egal.

Als überzeugten Individualisten, der selbst die Demokratie nur als notwendiges Übel zur Staatslenkung betrachtet, sozusagen in ihrer Ausformung als direkte Demokratie das kleinste notwendige Übel akzeptiert, beobachte ich solche Kollektivbildungen und deren steigende Radikalisierung mit Sorge. Es waren bisher immer die Kollektive, die zusammengeschweißten Massen, die brüllend ihren Einpeitschern zujubelnden und kreischend gegen Andere aufmarschierten, Gewalt verherrlichten und ihr Heil im Angriff gegen das Individuum und seine Freiheit sahen, die in Strömen von Blut endeten.
Individualismus hat noch niemals einem Menschen geschadet. Kollektivismus hat hunderte Millionen Tote gefordert.
Und sie marschieren wieder auf.

Montag, 16. September 2019

Flintenuschi goes Quotenuschi goes Quotzenuschi

von  it’s  me  


Im Zuge der #metoo-Kampagne kam plötzlich die Forderung auf, dass Frauen in Spitzenpositionen kommen müssten, um die sogenannten „Quote“ zu erfüllen, unabhängig von ihrer Qualifikation.

Die erste, die dieser Forderung nachkam, war die neue EU-Kommissionspräsidentin, die politische Nullnummer, wenn man sich ihre bisherige Karriere verinnerlicht – Ursula von der Leyen – die 13 Frauen und 14 Männer zu Kommissaren ernannte, wobei ich ihr unterstelle, nicht einmal bis 100 zählen zu können. Denn im Parlament sind 36% der Sitze durch Frauen besetzt, der Rest durch Männer. Also der erste grobe Fehler, aber man muss die Hälfte aller Versorgungsposten an Frauen vergeben, unabhängig ihrer Qualifikation, denn mit erschließt sich nicht, was eine Historikerin und Politologin auf dem Posten einer Kommissarin für Energie zu suchen hat. Gibt es in der EU keine Physiker, Maschinenbauer oder Mathematiker? Nein, es genügt anscheinend, eine Vulva zu besitzen. Das ist genug Qualifikation, und wer das anzweifelt, ist ein Macho, ein alter, heterosexueller, weißer Mann, der Frau nichts vergönnt und ihr zutraut.

Natürlich gibt es auch genug Männer, die die Kommissariate wechseln wie andere die Unterhose, und von der Materie, die sie verstehen sollten, keine Ahnung haben. Aber was mich verwundert, dass Flintenuschi in Zeiten der sexuellen Vielfalt (wie man uns einzureden versucht – 60 Geschlechter) nicht ein Kommissariat an ein* Vertret* der diversen Fraktion vergeben hat oder zumindest an einen
bekennenden Schwulen oder Transvestiten. 13 Kommissarinnen, 13 Kommissare und 1 Kommissar* - das wär’s gewesen, Uschi!

Apropos weiße, alte, heterosexuelle Männer, die die Frauen angeblich immer benachteiligen und sich anmaßen, in vielen Punkten besser sein zu wollen. Das sind sie ganz sicherlich in technischen, wirtschaftlichen und innovativen Gebieten, wie mir „gofeminin.de“ im Rahmen eines Rankings der 35 reichsten Frauen der Welt bestätigte.


33 Frauen haben das Vermögen von Männern (Ehemänner oder Väter) geerbt oder erschieden, nur 2 haben es selbst zu diesem Reichtum geschafft, und bezeichnenderweise sind es 2 Chinesinnen. Was hindert „Frau“ daran, eine Idee zu haben wie Jeff Bezos oder Jack Ma, oder eine Technologiefirma zu
gründen wie Zhou Qunfei, die Bildschirme für Smartphones herstellt und damit Samsung LG, Microsoft beliefert, und das als Wanderarbeiterin ohne Schulabschluss und mit einem Startkapital von 3.000 Hongkong-Dollar, aber mit einem unbändigen Ehrgeiz und Biss. Chinesische Tugenden halt.

Ich warte nur noch auf die erste Forderung, dass bei der Verteilung des Vermögens Frauen ebenfalls eine 50%-Quote erhalten müssten – wegen der „Gerechtigkeit“ ...


#Comeback saubere Politik





Sauber, sauber, was da gerade — von den linken Systemmedien natürlich verschämt unter »ferner liefen ...« versteckt — an Korruption ausgeapert ist. Auch DiePresse bringt es nicht übers Herz, klar darauf hinzuweisen, daß die Ermittlungen eigentlich nicht die Rathaus-Roten, sondern die GrünInnen betreffen, sondern redet verklausuliert um den Brei herum:


Ermittlungen im Wiener Magistrat für Flächenwidmung

Akten aus dem Magistrat Wien wurden an das Bundesamt für Korruptions-bekämpfung übergeben. Die Opposition verlangt  Aufklärung von der rot-grünen Stadtregierung.
(Hier weiterlesen)
Kein Wunder, ist doch einer der Hauptverdächtigen niemand anderer Christoph Chorherr, der Sohn des früheren Chefredakteurs und Herausgebers Thomas Chorherr. Ein Kommentarposter bringt ein bisserl Licht ins mediale Sfumato:

Chorherr hat heute einen gut bezahlten Berater-Vertrag bei genau dem Herren, dem er durch bis heute umstrittene Flächenumwidmungen ermöglichte, die Danube Flats zu bauen.
Schon im März dieses Jahres stellte der Rechnungshof fest, dass Chorherrs Verein der Regeln der Stadt Wien widersprach und nur durch eine noch nie dagewesene Sonderregel ermöglicht wurde.
Weiters wurden die zuständigen Mitarbeiter der MA27 angewiesen, das Projekt auch dann weiter zu fördern, wenn Chorherr die Bestätigung der korrekten Verwendung der Gelder schuldig bleibt.
Was er auch tat und bis heute tut.
Zusammengefasst: Chorherr gründet einen undurchsichtigen Verein, lässt sich von den Herren die die umstrittensten Bauprojekte planen und von seiner Gunst abhängig sind Hundertausende Euro überweisen, kann keine korrekte Verwendung nachweisen und lässt die Beamten anweisen, in seinem Fall auf Prüfung zu verzichten.
Nachzulesen in Wikipedia, einfach Chorherr mit Namen eingeben, oder im 60-seitigen Bericht des Rechnungshofes, der frei zugänglich im Netz liegt. 
Sauber, sauber, die Politik der GrünInnen ...



Neun Jahre

von Fragolin


Widerliche Hetze vom ultrarechten Rand der Umvolkungs-Verschwörungstheoretiker?

Ab 2035 beginnt ein neues Zeitalter! Es wird ein Zeitalter sein, in dem wir Herkunftsdeutschen in unserem Land die Minderheit darstellen werden.“

Quelle: HIER.

Und dazu bereicherungsfeindliche Parolen gegen nicht mehr so genannt werden dürfende Gaben mit Edelmetallhintergrund?

"Wir [...] treten für die deutsche Leitkultur und gegen Multikulti ein - Multikulti ist tot."

Quelle: HIER.

Und von ebendort die Forderung nach klaren Regeln:

Ein prognostizierter Fachkräftemangel könne kein Freibrief für ungesteuerte Zuwanderung sein.“

Doch. Ist er. Und der Polterer von damals ist heute der Aussteller des Freibriefs.
Wie sich die Zeiten in nur neun Jahren ändern...

Sonntag, 15. September 2019

Da staunt der Laie und der Nowak wundert sich!



Es ist ja nicht so, daß ich Herrn Rainer Nowak für einen Fachmann halten würde! Seine geschwätzig-unbedarften Leitartikel, die DiePresse mit unschöner Regelmäßigkeit »zieren«, sind mit ein Grund, warum ich DiePresse nur mehr im kostenlosen WWW-Angebot konsumiere (um daraus wunderbare Vorlagen für kleine Malicen und kritische Abrechnungen zu gewinnen) — aber dafür etwas zu zahlen wäre ich nicht bereit. Da züchte ich lieber Silberfischerln im Badezimmer — das ist dagegen noch lukrativer ...

Nun, Nowak wundert sich — und wir nicht mit ihm:

Das rote und blaue Paradoxon

Die Sozialdemokraten könnten laut manchen Umfragen bei der nahenden Nationalratswahl mehr verlieren als die Freiheitlichen. War da nicht etwas im Mai?
(Hier weiterlesen)
Ja, Herr Nowak, da war was — das haben Sie völlig richtig erfaßt! Nämlich ein kriminell gedrehtes Video, von dem man (und vermutlich mit für die Drahtzieher des Drehs »gutem Grund«) nur ein paar Minuten zusammengeschnittener Schnipsel zu sehen bekommen hat. Weil die Durchsicht längerer Abschnitte höchstwahrscheinlich die auch von Ihnen wiedergekäute Legende vom »größten Skandal der vergangenen Jahrzehnte« zerstört hätte. Manchmal hilft es halt nur, ein paar Satzfetzen aus dem Zusammenhang zu reißen, um damit jemanden so richtig fertigzumachen.

Aber so wie's aussieht: das Publikum spielt einfach nicht so schafsherdenmäßig mit, wie Sie und Ihre Strippenzieher es wünschen. Bad luck! Die Leute haben halt einfach begriffen, daß zwischen ein paar Angebereien eines offensichtlich (durch welche Mittel immer) »gesprächig gemachten« FPÖ-Chefs, denen keine Taten folgten, und der seit Jahrzehnten gängigen Korruptionspraxis der uralten GroKo-Zwillinge SPÖVP der entscheidende Unterschied darin besteht, daß letztere immer und überall in Taten verwirklicht wurde: Postenvergaben, Geldabzweigungen (z.B. ÖBB-Inserate, schon vergessen?)

Haben Sie sich mal angesehen, welche Leutchen so im ach-so-unabhängigen Verfassungsgerichtshof (der doch das quasi höchste der Höchstgerichte ist) sitzen? Bis auf einen Blauen (der erst unlängst unter viel Medienschelte hineinreklamiert wurde) lauter Rote und Schwarze. Ei, welch ein Zufall, daß die hohe Sachkompetenz immer höchst positiv zu einer SPÖVP-Parteiaffinität korreliert ist. Wäre statistisch interessant zu untersuchen ...

Oder warum — welch ein Zufall! — der OGH-Chef traditionell ein Schwarzer, und der VwGH-Chef traditionell ein Roter ist. Schon irgendwie komisch, daß die Talente zu Zivil-/Strafrecht einerseits, und Verwaltungs-/Finanzrecht andererseits unter den Parteileuten so unterschiedlich verteilt sind, nicht?

Aber zunächst beschäftigt sich Nowak mit dem Mysterium SPÖ:
Laut Umfragen droht die größte Oppositionspartei, die SPÖ, verhältnismäßig mehr zu verlieren als eben jene FPÖ. Das kann keiner erklären. Zumal die Partei bis 2017 mit einer Ausnahme über Jahrzehnte den Kanzler stellen konnte. Zumal mit Pamela Rendi-Wagner eine Spitzenkandidatin antritt, der zwar Erfahrung fehlt, die aber im TV und im Straßenwahlkampf ein wenig moderner und sympathischer wirkt als Gusenbauer oder Faymann.
Stimmt — verglichen mit einem präpotenten, absoluten Kotzbrocken wie Gusi und einem flachen Schwätzer wie Faymännchen wirkt Joy-Pamela deutlich sympathischer. Aber eben auch unbedarfter (was gegenüber Faymännchen gar nicht so einfach ist!) und künstlicher. An Verkrampftheit kann Joy-Pamela es locker mit ihrem Vorgänger, der Glaskinn-Prinzessin, aufnehmen. Ob sie vor Freude hüpfte, oder er Pizza zustellen ging, beides wirkte so authentisch, wie wenn Gusi vom Klassenkampf spräche!

Dann versucht sich der Chefredakteur an einer »Analyse« (sorry, geht nur in Anführungszeichen!) der FPÖ:
Das andere Phänomen heißt FPÖ. Der früheren ewigen Fundamentaloppositionspartei werden zwar Verluste prognostiziert, aber nicht in einem Ausmaß, das im Verhältnis zum größten innenpolitischen Skandal der vergangenen Jahrzehnte steht. Von der Angst vor weiteren Flüchtlingswellen über die Furcht vor Veränderung durch Digitalisierung bis zum irrationalen Gefühl, früher sei alles besser gewesen: Es mag einiges geben, was der FPÖ weiter Wähler zutreibt.
Ja, vorallem die Realität, Herr Chefredakteur! Sie sitzen ja in Ihrer medialen Filterblase recht komfortabel abgeschirmt gegen die Unbilden des Lebens. Stattliches Gehalt pünktlich zu Monatsende am Konto, überall devotes Entgegenkommen, weil sich's ja keiner mit der Journaille — warum nur kommt mir da spontan ein Strache-Zitat in den Sinn ...? — verscherzen darf, sonst ist er erledigt ... so läßt sich's schon leben, nicht wahr?

Der kleine Handwerker, der mittelständische Gewerbetreibende dem die Bürokratie den letzten Nerv und die Finanz und Sozialversicherung den letzten Groschen raubt, sieht die Einfuhr und Züchtung eines parasitären Prekariats von Mindestsicherungsempfängern und Import-Goldstücken aber nicht so entspannt.

Und der ehrliche Arbeiter und Angestellte, dem verteufelt wenig »netto vom Brutto« bleibt, wird Ihrer vollmundig geäußerten Begeisterung
... dass das alte Ziel der Umverteilung nun eigentlich für Österreicher mit Migrations-hintergrund zu gelten hat, wie es sich Michael Häupl auszusprechen traut ...
 vermutlich mit Magenkrämpfen
lesen, aber sicherlich nicht teilen! Die verblasenen Schwurbeleien einer BoBo-Existenz gehen den unsre Gesellschaft durch ihre Leistung tatsächlich tragenden Menschen nämlich, pardon l'expression, am Arsch vorbei!

Endgültig putzig wird dann der Vergleich zwischen SPÖ und FPÖ:
In einem Punkt ähneln sich die beiden Parteien: Nach dem 29. September werden die alten Konflikte wieder aufbrechen. Interessanterweise wird es trotz Minus keine personellen Konsequenzen geben. In SPÖ und FPÖ will den Job an der Spitze nämlich eigentlich keiner. Aber einen fundamentalen Unterschied gibt es natürlich: Geht Rendi-Wagner ins nächste Büro, telefoniert dort Thomas Drozda. Macht Norbert Hofer die Tür auf, lächelt dort Herbert Kickl.
Es mag Herrn Nowak kränken — aber ein lächelnder Kickl ist für recht viele Österreicher trotz aller medialer Vernichtungsfeldzüge gegen diesen immer noch weit sympatischer, als ein telefonierender Drozda, der Zeitlebens nur ein extrem linker Apparatschik und Systemschmarotzer mit »kulturellem« Mäntelchen war. Und auch Hofer wird einen Drozda nicht in seinem Vorzimmer telefonierend haben wollen, schätze ich mal ...

Aber jetzt setzt Nowak zum finalen Knock-out gegen die pöhse FPÖ und ihren noch pöhseren Kickl an:
Der sagt dann zu Hofer Sachen wie gerade in Graz: „Die, die du nicht niederclinchst, in deiner Art, die kriegen von mir eine Gerade oder einen rechten Haken.“ Muss man mögen.
Ja, Herr Chefredakteur: das muß man einfach mögen! Die Vorstellung, daß wenigstens einige der vielen, allzuvielen Arschlöcher in Österreichs Politik »... eine Gerade oder einen rechten Haken ...« von Kickl bekommen, hat was! Nicht, daß ich so weit gehen wollte, mir vorzustellen, wie er bspw. einem Chefredakteur die Fresse poliert ... absit longe — Frauen schlägt man nicht! Und auch die größten Huren sind ja immer noch Frauen, wie wir wissen ...






Morgen vor einem Jahr


... also am 16. September 2018, hat der emer. Pfarrer Dr. Hermann Detering die folgende Betrachtung veröffentlicht:

Kleines Wort zum Sonntag

Ein und derselbe Mond spiegelt sich
In allen Wassern.
Alle Monde im Wasser
Sind Eins in dem einen einzigen Mond.
„Gott. . . spielt gerne Verstecken, aber weil es nichts außer Gott gibt, hat er  niemanden, mit dem er spielen kann,  außer sich selbst. Doch überwindet  er diese Schwierigkeit, indem er vorgibt, nicht er selbst zu sein. Das ist seine Art, sich vor sich selbst zu ver-stecken. Er gibt vor, du  zu sein und ich und alle Menschen auf der Welt, alle Tiere, alle Pflanzen, alle Steine und alle Sterne. Auf diese Weise hat er seltsame und wunderbare Abenteuer, einige davon sind schrecklich und beängstigend. Aber das sind nur schlechte Träume, denn wenn er erwacht, werden sie verschwinden.
(Hier weiterlesen)
Wie ich erst kürzlich erfahren habe, ist Dr. Hermann Detering etwa einen Monat später, am 18. Oktober 2018, nach schwerer Krankheit im 65. Lebensjahr verstorben.

Ich bin nicht theologisch ausgebildet genug, um Hermann Deterings quellenkritische Arbeiten über die Entstehung neutestamentlicher und frühchristlicher Texte (wie z.B. »Turmel redivivus – Die Ignatianen als marcionitische Pseudepigrapha«) in der Fülle ihrer Details und Anmerkungen würdigen zu können, aber sein kleines Büchlein »Falsche Zeugen: Außerchristliche Jesuszeugnisse auf dem Prüfstand« (Aschaffenburg: Alibri 2011. 243 S. Kart. ISBN 978-3-86569-070-8), das ich selbst mit Begeisterung gelesen habe, kann ich nur jedem klar und kritisch denkenden Menschen zur Lektüre empfehlen (hier ein kurzer »Einstieg« ins Thema)!

Es ist erschütternd zu sehen, wie sich ansonsten durchaus intelligente Leute auf religiösem Gebiet mit zum Teil plumpen Fälschungen, deren völlige Unplausibilität doch »mit den Händen zu greifen« ist, abspeisen lassen — bloß weil sie's halt glauben wollen!

Daß die »offizielle Theologie« einen derart klaren und »radikal-kritischen« Gelehrten nicht in ihre (angebliche) scientific community hineinließ, verwundert nicht. Deterings Gedanken und Theorien wären für ihre wohlbestallt professoralen Existenzen ja das reinste Dynamit gewesen! Deshalb fällt das Verdikt auf Wikipedia auch vernichtend aus:
Deterings Thesen sind wissenschaftlich nicht anerkannt. Die Mehrzahl der Neu-testamentler weist sie zurück. Jürgen Becker betrachtet Deterings Umgang mit den Quellen hinsichtlich seiner Identifikation des Paulus mit Simon Magus als „sehr fantasievoll“. Detering müsse der Apostelgeschichte des Lukas jeden Geschichtswert ab-sprechen. Außerdem müsse er den ersten Clemensbrief und die Ignatiusbriefe zu Fälschungen erklären, weil sie Paulusbriefe vor Marcion bezeugten. Dass die Großkirche die angeblichen Marcionprodukte überarbeitet habe, um sie in ihren NT-Kanon aufzunehmen, sei eine „bizarre Vermutung“.
Nun, ich habe die keineswegs »bizarre Vermutung«, daß der Unwille der zitierten Professoren, sich mit Deterings Thesen auseinanderzusetzen, vor allem aus dem Umstand resultiert, daß sie im Fall ihrer Zustimmung ihre Jobs losgeworden, oder (mit »Glück«) zumindest in die Emeritierung gemobbt worden wären ...

Hermann Detering hat dem Interessierten eine reiche literarische Ernte auf den Büchertisch gelegt — vom »gefälschten Paulus« bis zum »lieben Augustin« untersucht er Texte auf ihre innere Plausibilität und historische Entstehung, denn erst beides macht die Erkenntnis »ganz«! Auf seiner Website radikalkritik.de finden sich seine zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen verzeichnet.

Wer einen ganz anderen Detering kennenlernen möchte, einen phantasievollen, heiter-burlesken, doch manchmal auch poetischen, der lese seinen Roman »Schlesischer Mohn« – leider das einzige Werk, das der vielseitig interessierte Autor auf belletristischem Gebiet verfaßt hat. Und noch etwas fällt mir zu Hermann Detering, den ich leider persönlich nie kennenlernen durfte (obwohl ein Besuch bei ihm für den Fall, daß ich beruflich in Berlin länger zu tun hätte, von mir fix geplant war), ein: er hat ganz wunderbare Photos über die Städtchen und Dörfer, die Landschaft und die Weiden, die in ihr wurzeln, aus seiner näheren Umgebung gemacht, die man hier ansehen kann. In jenem stillen, künstlerischen Schwarz/Weiß, das Photos so gut ansteht, wie es umgekehrt seinem Geist als Wissenschaftler gut angestanden hat, daß er sich als Autor auf bloße Schwarz/Weiß-Malerei nicht einließ.

Requiescat in pace ...



Video zum Sonntag

von Fragolin

Alt, aber gut. Also nicht die Weidel, sondern das Video.
Einfach mal zurückgeschossen und voll getroffen: die absolut lächerliche Aufregung der seit Jahrzehnten misswirtschaftenden und sich die Taschen vollstopfenden Parteien über Fehler im Wahlkampfspendengebaren der AfD. Entlarvung der Heuchelei in Reinkultur.
Da kann die FPÖ mal lernen, wie man solchen Hetzkampagnen begegnet – nach fünf Minuten Redezeit auf das Thema der Gegner einschwenken und ihnen dann ihre eigenen Balken im Auge vor die Stirn knallen:


Samstag, 14. September 2019

Über Alexander von Humboldt


... wollte ich am liebsten ganze Lexika schreiben! Wenn ich nur die Zeit hätte — und die habe ich momentan leider nicht. Mein Plan, diesen vermutlich größten und universellsten Naturforscher aller Zeiten durch einen Artikel aus Anlaß der 250. Wiederkehr seines Geburtstages perönlich zu ehren, wurde leider durch unaufschiebbare berufliche Verpflichtungen vereitelt.

Sei's drum! Ein Alexander von Humboldt ist sogar in der Lage, einem mehr als nur brauchbaren, sondern überaus lesenswerten Wikipedia-Artikel posthum Pate zu stehen — und auf diesen muß und will ich gerne die geneigten Leser dieses Blogs verweisen:
Friedrich Wilhelm Heinrich Alexander von Humboldt (* 14. September 1769 in Berlin; † 6. Mai 1859 ebenda) war ein deutscher Naturforscher mit einem weit über Europa hinausreichenden Wirkungsfeld. In seinem über einen Zeitraum von mehr als sieben Jahrzehnten entstandenen Gesamtwerk schuf er „einen neuen Wissens- und Reflexions-stand des Wissens von der Welt“ und wurde zum Mitbegründer der Geographie als empirischer Wissenschaft. Er war der jüngere Bruder von Wilhelm von Humboldt.
Seine mehrjährigen Forschungsreisen führten ihn nach Lateinamerika, in die USA sowie nach Zentralasien. Wissenschaftliche Feldstudien betrieb er unter anderem in den Bereichen Physik, Chemie, Geologie, Mineralogie, Botanik, Vegetationsgeographie, Zoologie, Klimatologie, Ozeanographie und Astronomie, aber auch zu Fragen der Wirtschaftsgeographie, der Ethnologie, Demographie und der Physiologie. 


Ich denke, die beste Lösung für Syrien, den Irak und Afghanistan

...  wäre es, Napalm über diese Länder abzuwerfen. 

von it’s  me   


Was? Das ist radikal und menschenverachtend?

Aber nein, das ist völlig legitim, sogar mit dem Sanktus der deutschen Kanzlerin versehen!

Denn wenn sich ein Böhmermann die Rote Armee und den Bomber Harris über Sachsen herbeisehnt und eine ebenfalls humorbefreite Comedian namens Maria Clara Groppler Napalmbomben über Chemnitz, beide in Zwangsabgabensendern, dann ist es wohl legitim, sich dasselbe für oben erwähnte Länder zu wünschen.