Dienstag, 3. November 2026
Trita Parsi : Nuclear Strike on Iran After Trump Humiliation in the Midterms ?
Der Schriftsteller August Winnig
In memoriam August WinnigHeute vor sechzig Jahren, am 3. November 1956, ist der deutsche Gewerkschafter, Politiker und Schriftsteller August Winnig zu Bad Nauheim gestorben. Die äußeren Lebensdaten gibt Wikipedia halbwegs erschöpfend, die gewohnten Seitenhiebe auf die Zeit zwischen 1933 und 1945 erfolgen sogar in vergleichsweise zurückhaltender Form: offenbar will man einem ehe-maligen Sozen doch nicht zu sehr ans Bein pinkeln …
Nur im Abschnitt „Zitate“ tobt man sich aus: da werden aus einem mehrtausendseitigen Gesamtwerk gerade mal vier Zitate gebracht, von denen drei … ähm … seltsamerweise nur eine einzige Seite Winnigs beleuchten wollen: den Krypto-Nazi und unverbesserlichen Antisemiten. Das vierte (und recht lange, daher von den meisten kaum zur Gänze gelesene) besagt zwar das Gegenteil — doch „man merkt die Absicht und ist verstimmt“: auch die drei „griffigen“ Zitate „stimmen“ zwar, aber sie sind ohne ihren Zusammenhang, und eben auch ohne die hundertfach (!) möglichen, völlig anderen Zitate ausgewählt, die Winnig (und auch diese seine Zitate) in ganz anderem Licht zeigen würden. Das ist etwa so „objektiv“, wie wenn man in einem Artikel über Goethe nur sein sattsam bekanntes Diktum aus dem „Götz von Berlechingen“ brächte, und anhand dessen insinuieren wollte, Goethe wäre eben doch bloß ein Fäkaldichter gewesen …
[...] was kann uns August Winnig heute noch sagen? Zunächst als Dichter: hier gibt es wenig erfrischendere Lektüren als die Reihe seiner autobiographischen Schriften. Frührot. Ein Buch von Heimat und Jugend (1919) und Das Buch Wanderschaft, Winnigs Erlebnisse als Maurergeselle (1941), bezaubern durch ihre lebendige Darstellung des heranreifenden Autors und seiner Zeit. Der weite Weg (1932) und Heimkehr (1935) berichten von Winnigs Tätigkeit als Gewerkschafter, als Reichsgesandter im Baltikum und als Oberpräsident Ostpreußens bis zum Kapp-Putsch: es gibt nicht viele Werke, die eine an sich doch eher trockene Materie mit so großer innerer Spannung erfüllen können, und sind turmhoch über landläufiger Memoiren-literatur angesiedelt!
Montag, 2. November 2026
Das eitle Verderben: Wie das Bürgertum seine eigenen Henker applaudiert – Teil 1
Zur Aufgabe der Schweizer Neutralität: Die letzte Bastion der Freiheit in Europa ist gefallen
Was ist Ehre? Was ist Moral? Was ist Gerechtigkeit? Wenn alles gesagt ist, was zählt am Ende? Was waren die Werte unserer Väter, unseres Stammes, unseres Volkes? Wofür haben unsere Vorfahren gelebt? Für uns? Und was ist aus uns geworden? Wollen wir wirklich alle so werden wie die Amerikaner? Wirklich?Die amerikanische Regierung schloss über 400 Verträge mit den Stämmen der Indianer. 374 wurden offiziell vom Kongress ratifiziert. Nicht ein einziger dieser Verträge wurde je von der amerikanischen Regierung voll erfüllt. Nicht einer!
Dann, im Jahre 1890, erklärte die Regierung die Eroberung des „wilden Westens“ als vollendet. Das Massaker von Wounded Knee, im Dezember 1890, unterwarf den letzten Widerstand der Ureinwohner. Konnte jetzt Frieden herrschen?
Nein, denn ab dem Jahre 1898 richtete sich die Politik der amerikanischen Regierung auf die Eroberung von Gebieten jenseits des eigenen Kontinentes aus. In jenem Jahr 1898 allein vereinnahmten die U.S.A. Kuba, die Philippinen, Puerto Rico, Guam und erklärten auch Hawaii formell als den U.S.A. zugehörig. Frieden?
Nein. Im Ersten und Zweiten Weltkrieg hielten sich die Amerikaner in Europa zwar zunächst zurück. Sie überließen das große Sterben den Europäern. Erst in der Schlussphase tauchten sie stets mit ihren Menschenmassen und neuen Waffen auf, um den Krieg für sich zu entscheiden. 1945 waren die Amerikaner die unumschränkten Herrscher auf Erden. Lediglich das widerspenstige Land mit Namen Sowjetunion wollte sich nicht fügen. Auf Nachfrage erhielt man aus Washington über die Jahre stets die gleiche Antwort: „Wir arbeiten daran.“ Jetzt an Russland. Das gilt bis heute, selbst nach Ende des kalten Krieges. Frieden?
Nein. Die Amerikaner schufen sich eine Reihe von internationalen Organisationen, die vor allem der Kontrolle der Europäer und als Waffe gegenüber Drittstaaten dienen sollten. Wir wollen uns hier mit der NATO beschäftigen.
Nach dem Beitritt von Schweden und Finnland gehören von den größeren Ländern in Europa (abgesehen von Liechtenstein, Andorra etc.) nur noch Irland, Österreich, die Schweiz und Serbien nicht der NATO an. Für alle vier Länder gilt die gleiche obige Aussage, jetzt seitens NATO/U.S.A.: „Wir arbeiten daran“.
Die zu Beginn des verlinkten Artikels angesprochene „Ehre“ läßt mich an eines der weisen Altergedichte von Theodor Fontane denken:
Es kann die Ehre dieser Welt
Dir keine Ehre geben,
Was dich in Wahrheit hebt und hält,
Muß in dir selber leben.
In den Schweizer Stimmbürgern lebt sie offensichtlich nicht mehr. Hans-Jürgen Geese schreibt mit merklichem Dégoût:
... von Ehre ist auch in der Schweiz heute nicht mehr viel übrig geblieben. Dukatenscheißer sind das, Materialisten, Kleingeister, moralische Armleuchter wie in anderen deutschen Landen, die sich von primitiven Propagandisten einschüchtern lassen.
Sonntag, 1. November 2026
El Nino - Polarwirbel - Kälte - Gasspeicher
Gleichzeitig sind die Gasspeicher in Deutschland so leer wie "noch nie" zu dieser Jahreszeit, aber die Behörden sagen, das macht nichts. Die Gasterminals sind nur zu 30 % ausgelastet und es könnte noch viel mehr importiert werden, wenn es kalt wird.
Ich Laie denke dazu, ein Terminal ist schön, es muss aber auch jemand was anliefern! Und bisher kam ja das ganze russische Gas aus Yamal zu uns, was möglichst nicht erwähnt wurde. Aber Ende 2026 ist damit Schluss.
Ausführlicher Bericht von den Wetterfröschen, englisch, mit guten Erklärungen:
https://www.severe-weather.eu/global-weather/polar-vortex-split-record-early-stratosphe...
Dazu passend rief ein Minister aus Bayern jetzt auf, wer kann, solle sich einen Holzofen kaufen. Denn der wärme auch, wenn Strom oder Gas fehlen. Gefolgt von Protesten der Grünen.
Warum ist Papst Benedikt emeritiert oder gar desertiert? Die plausibelste aller Spekulationen
November
Samstag, 31. Oktober 2026
Ein echtes „Schatzerl“ halt
Wer spaltet was oder wen?
Grandios auf den Punkt gebracht! Chapeau! Touché!„Wir lassen uns nicht spalten!“
predigte Alexander van der Bellen am Nationalfeiertag. Es geschah nicht zum ersten Mal, und richtete sich unausgesprochen stets vorwurfsvoll an die rechte Seite des politischen Spektrums. Man gewöhnte sich an die präsidiale Spaltungserzählung: Schließlich ist ja alles gespalten im Lande, hört man ins Parlament, in die Nachrichten und, besonders grell, in die Sozialen Medien hinein. Das wirft beim nachdenklichen Bürger aber Fragen auf.
- Zum Ersten: Wer ist „Wir“? Sind das alle Menschen, die in Österreich leben, oder die österreichischen Staatsbürger? Die Christen, Mohammedaner, Juden und Heiden? Sozialisten, Türkise, Blaue und Rechtsextreme? Linksextreme, Grüne und NEOS? Der Herr Bundespräsident definiert mit „Wir“ jedenfalls die Gesamtheit der in Österreich Aufhältigen und übergeht großzügig die bestehenden Trennlinien- s. weiter unten.
- Zum Zweiten: Wer trägt die Verantwortung für die trennenden Unterschiede? Ein bösartiger Keil? Oder die Summe der Gespaltenen insgesamt? Vielleicht gar jene, die sich, angeführt vom einst grünen und zuwanderungsbegeisterten Präsidenten über die Klüfte in der Gesellschaft erregen? Bezeichnendes Zitat van der Bellens vom 24. März 2017:
„[…] wo wir alle Frauen bitten müssen, ein Kopftuch zu tragen. Alle, als Solidarität gegenüber jenen, die es aus religiösen Gründen tun“.
Nachstehend wird die versteckte Schuldzuweisung in der präsidialen Predigt auf einen sachlichen Prüfstand gestellt. Dabei wird sich herausstellen, dass es sich um eine billige, leicht durchschaubare einseitige politische Positionierung und nicht um die Einsicht eines „Weisen Staatenlenkers“ (Friedrich v. Wieser) handelt.
Freitag, 30. Oktober 2026
Von den Widersprüchen unserer Zeit - Teil 2
2.) Zum Thema Nachrichten:
Reinhard Mey hat es in einem Lied so treffend beschrieben:
Natürlich kommen die wichtigsten Medien da noch dazu, nämlich TV und Internet, zumal die Zeitungsleser prozentual gesehen auf der Talfahrt sind. Aber es gibt noch eine weitere Kraft, die die Vorstellungen der Regierenden unter ihre Anhänger bringen, und verwenden dazu ihren Einfluss.
Damit meine ich die Kirchen, vor allem die evangelische und die katholische. Allerdings ist die evangelische Kirche da vorrangig, was die Beeinflussung ihrer Schäfchen betrifft:
Nun stelle ich schon seit längerer Zeit die Metaphorik bei Diskussionen in der Bevölkerung fest, die sich zunehmend auf eine verletzende, kompromisslose oder konfrontative Ebene begibt. Eine noch hinnehmbare Art der Diskussion in der denotativen Form artet zunehmend in eine konnotative Form aus. Das Prinzip der gegenseitigen Akzeptanz, auch beim sog. „Anders-denkenden“, verschwindet zusehends. Dieser Spruch gehört schon zu den Auslaufmodellen:
Die Gründe für diese Entwicklung sind vielschichtig. Ein erheblicher Grund liegt mit Sicherheit in der Uninformiertheit der Bevölkerung, beginnend mit der nicht vorhandenen Kenntnis der Geschichte. Dazu kommt die oft nicht vorhandene Bereitschaft, über eine Nachricht nachzu-denken und diese „neue Meldung“ auch über andere Medien zu recherchieren. Außerdem spielt noch die Vorstellung von der Anständigkeit in der Politik eine Rolle, wobei der einfache Mensch einfach nicht glauben will oder kann, dass derart Ungeheuerliches „von oben“ diktiert und in die Tat umgesetzt wird.
Ich bin mit Sicherheit kein Anhänger der Sozialdemokraten, aber meiner Meinung nach sind die letzten Vertreter der Politik, die in Deutschland und Österreich früher Kanzler waren, und für die das Wort „Anständigkeit“ noch eine Relevanz hatte, schon längere Zeit verstorben. Damit meine ich Helmut Schmidt und Bruno Kreisky.
Es ist sehr verführerisch, sich irgendeiner Meinung anzuschließen, die man hört oder die einem vorgesagt wird. Bequem, und man spart sich die Zeit des Recherchierens — und vor allem des Nachdenkens:
Das alles führt dazu, dass viele Menschen fest daran glauben, dass bei 9/11 die Hochhäuser durch ein Flugzeugunglück eingestürzt sind, dass der Mossad nichts davon gewusst hat, als die Hamas ihren Anschlag auf Israel vorbereitet hat, usw. Dass eine Regierung bereit ist, tausende ihrer Mitbürger für eine Strategie zu opfern, das will oftmals nicht in die Köpfe der Leute hinein.
Viele glauben auch heute noch an den Grund der Kriege der USA und der NATO, um in den angegriffenen Ländern eine Demokratie einzuführen. Dass der eigentliche Grund nur der Zugriff auf die Bodenschätze war, vor allem das Erdöl, das erscheint vielen als utopisch. Die Beispiele dafür beginnen mit Irak, Libyen, Iran, etc. und enden mit Venezuela. Auch das aktuelle Beispiel von der Ukraine beruht auf den Interessen der USA, natürlich auch von den Angehörigen und engsten Vertrauten der Regierung. Hunter Biden mit seinen Aktivitäten in der Ukraine ist ein treffendes Beispiel.
Am Unglaublichsten ist die Beobachtung von der politischen Wende in Mitteleuropa, vor allem in Deutschland und Österreich. Früher unterstellte man den Rechtsgerichteten die Kampfbereit-schaft, man verglich das ja mit der braunen Ära. Heute sind diejenigen, die als „rechts“ bezeichnet werden, die Initiatoren und Verfechter für Frieden, wie z.B. die AfD und die FPÖ. Die Parteien aber, die in ihren Programmen das christliche Element verankert haben, wie z. B. die CDU und die ÖVP, unterstützen den Krieg, wie man am Beispiel der Ukraine gut erkennen kann. Bei den Grünen, die sich ja bei der Gründung als Pazifisten dargestellt haben, ist der Wechsel zur Kriegspartei noch drastischer.
Dass vieles, was uns als „wichtig“ vorgegeben wird, nur als Ablenkung von den eigentlichen Zielen der Regierung dient, wenn nicht sogar der Verschleierung der Inkompetenz und der ständigen Fehlentscheidungen, wird am wenigsten wahrgenommen. Man verwendet dafür die Themen wie Corona, Klimawechsel, etc. etc. Das Volk muss in Angst gehalten werden, dazu soll es verarmen und ins Hamsterrad des täglichen Überlebenskampfes getrieben werden. Nur so kann man verhindern, dass die Leute beginnen, nachzudenken und sich ein wirksamer Protest formiert.
Wer hätte das gedacht?
Na, sowas aber auch. Die wurden uns alle von der CIA ins Fell gedrückt.
Gut, da kann man jetzt einwenden, dass da zwar ein Video dabei ist, in dem der Enkel von Charles de Gaulle das sagt, was ja noch kein Beweis ist.
Aber ich halte das für sehr plausibel und war ja vorher schon der Auffassung, dass das WEF und sein Young Global Leaders Programm von der CIA gesteuert werden. Und dass die von Soros gesteuert und finanziert werden, ist bekannt, und Soros halte ich ja, wie schon oft angesprochen, für einen Strohmann der CIA.
Donnerstag, 29. Oktober 2026
Max Blumenthal : Who Will Rule Israel and How?
Frei erfundene Zukunftsdystopie. Keine Tatsachenmeldung ... (wirklich?)
Netzfund:
heute war wieder ein doofer Tag
Zuerst hatten wir Mathe:
12 × 7 ergibt jetzt 63.
84 wurde abgeschafft, weil richtige Ergebnisse Menschen benachteiligen, die nicht rechnen können.
Die Klasse durfte demokratisch abstimmen.
Unsere Lehrerin erklärte, Mathematik müsse endlich inklusiv werden.
Ich fragte, ob meine Eltern ihre Steuern künftig auch demokratisch ausrechnen dürfen.
Jetzt habe ich einen Eintrag wegen staatsfeindlicher Rechenmethoden.
Danach hatten wir „Deutsch“:
Rechtschreibung wurde abgeschafft, weil Fehlerkorrekturen das Selbstwertgefühl gefährden.
Goethe gilt als problematisch, Schiller als überholt und Grammatik als Machtmissbrauch.
Die Hälfte meiner Klasse kann keinen zusammenhängenden Text lesen.
Aber alle können einen zwölfseitigen Diskriminierungsvorwurf formulieren.
Unser Lehrer sagt, Bildung sei mehr als Wissen.
Religion:
Mein muslimischer Mitschüler Mohammed darf selbstverständlich Ramadan feiern und seine Religion ausüben. So soll es auch sein.
Unsere Schulleitung hat vorsorglich Weihnachten gestrichen, weil theoretisch jemand Anstoß daran nehmen könnte.
Mohammed war sauer. Er hatte sich auf die Weihnachtsplätzchen gefreut.
Jetzt feiern wir ein „weltanschaulich neutrales Jahresendbegegnungsereignis“.
Ohne Baum, ohne Lieder, ohne Weihnachtsmann.
Dafür mit einer 40-seitigen Broschüre über kulturelle Sensibilität.
Mohammed wollte Plätzchen. Die Schulleitung wollte die Welt retten. Jetzt haben wir beide nichts.
Biologie:
Kevin kam heute im Fuchskostüm zur Schule.
Lisa hatte Hundeohren und einen Schwanz an.
Eigentlich wollten die beiden nur Blödsinn machen.
Unsere Lehrerin machte daraus sofort ein dreistündiges Seminar über Identität.
Kevin durfte unter dem Tisch schlafen. Lisa bekam einen Wassernapf.
Als Kevin gegen das Pult pinkelte, wurde ein Beauftragter für artgerechte Lernbedingungen eingeschaltet.
Danach hatte wir Pause und ich musste dringend Pipi…
Unsere Schule hat jetzt 28 Toilettenkategorien, sechs Beauftragte und einen Inklusionsrat.
Leider sind sämtliche Toiletten kaputt.
Toilettenpapier wurde aus Klimaschutzgründen eingespart.
Aber die Schilder wurden für 180.000 Euro erneuert.
Unsere Direktorin nennt das einen Meilenstein.
Ich nenne es einen Scheißzustand.
Wobei das ohne funktionierende Toiletten inzwischen sogar wörtlich stimmt.
Danach ging es im Gesellschaftsunterricht um Männer und ihre angeblichen Privilegien.
Mein Bruder fragte, welche Privilegien er denn habe.
Er arbeitet auf dem Bau, steht um fünf Uhr auf, zahlt Steuern und kann sich nicht einmal eine eigene Wohnung leisten.
Die Lehrerin erklärte, seine Frage sei bereits ein Zeichen toxischer Männlichkeit.
Jetzt muss er zum Workshop:
„Warum du schuld bist, obwohl du noch gar nichts getan hast.“
Papa wollte wissen, ob Gleichberechtigung nicht bedeute, dass Frauen und Männer dieselben Rechte und denselben Respekt verdienen.
Jetzt gilt Papa als rückständig.
Unsere Lehrerin sagt, man müsse alte Rollenbilder überwinden.
Komisch nur, dass Männer weiterhin die schweren Möbel schleppen, die kaputten Heizungen reparieren und bei der nächsten Krise als Erste Verantwortung übernehmen sollen.
Im Ethikunterricht haben wir heute die nächste Stufe unserer dystopischen Zukunft besprochen.
Nach jahrelangem pauschalem Männer-Bashing betrachten in dieser erfundenen Welt einige Fanatiker sogar ungeborene Jungen als zukünftige gesellschaftliche Belastung.
In dieser Horrorvorstellung werden Schwangerschaftsabbrüche allein wegen des männlichen Geschlechts diskutiert.
Unsere Lehrerin nannte das „präventive Patriarchatsvermeidung“.
Ich fragte, ob das nicht die widerlichste Form von Diskriminierung sei.
Die Lehrerin antwortete, ich müsse lernen, differenzierter zu denken.
Ein Kind nach seinem Geschlecht abzulehnen, ist also plötzlich Fortschritt, solange man einen ausreichend akademisch klingenden Begriff dafür erfindet?
Ich glaube, ich verstehe die neue Moral langsam.
Diskriminierung ist schlecht.
Außer man nennt sie Gerechtigkeit.
Dann gibt es Fördergelder.
Sport:
Beim 100-Meter-Lauf wurden alle zu Siegern erklärt.
Auch Paul, der gar nicht mitgelaufen ist.
Er bekam sogar eine Sondermedaille für die mutige Entscheidung, sich dem Leistungsdruck zu verweigern.
Der schnellste Schüler musste sich entschuldigen, weil sein Sieg andere demotiviert hatte.
Nächstes Jahr fahren wir zu Olympia.
Unser Trainer hat gesagt, wir sollen einfach die anderen Nationen wegen mangelnder Inklusion anzeigen, falls sie schneller sind.
Jetzt wird dasselbe Produkt in China hergestellt und um die halbe Welt transportiert.
Der Bürgermeister bekam dafür einen Nachhaltigkeitspreis.
Papa bekam die Kündigung.
Unsere Regierung nennt das erfolgreiche Transformation.
Papa nennt es wirtschaftlichen Selbstmord mit Bio-Siegel.
Ach ja…
Heute hatten wir wieder Stromausfall.
Unsere Lehrerin erklärte, dass wir dadurch wertvolle Erfahrungen mit nachhaltigem Verzicht sammeln.
Oma sagte, früher hätte man so etwas einen Versorgungszusammenbruch genannt.
Jetzt heißt es „verbrauchsoptimierte Netzentspannung“.
Liebes Tagebuch,
Papa arbeitet 45 Stunden pro Woche.
Trotzdem bleibt am Monatsende kaum Geld übrig.
Die Regierung erklärt, die Bürger müssten den Gürtel enger schnallen.
Gleichzeitig wird ein neues Ministerium für gesellschaftliche Wohlfühlgerechtigkeit eröffnet.
Kostenpunkt: 900 Millionen Euro.
Papa fragte, wer das bezahlt.
Unsere Lehrerin erklärte, dass solche Fragen den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährden.
Wer arbeitet, ist privilegiert. Wer Steuern zahlt, ist solidarisch. Wer beides hinterfragt, ist verdächtig.
Meine Schwester sucht jetzt schon seit drei Jahren eine Wohnung.
Für 1.200 Euro kalt bekommt sie jetzt 24 Quadratmeter mit Schimmel und Gemeinschaftstoilette.
Der Vermieter nennt das „urbanes Wohnen mit natürlichem Mikroklima“.
Die Stadt hat gleichzeitig 400.000 Euro für eine Kampagne namens „Wohnen für alle“ ausgegeben.
Meine Schwester fragte, ob sie in der Kampagne wohnen könne.
Keine Antwort.
Unsere Lehrerin erklärte heute beim Elternabend, dass wir in einer freien Gesellschaft leben.
Jeder dürfe seine Meinung äußern.
Natürlich müsse man dabei die richtige Haltung zeigen.
Wer anderer Meinung sei, müsse damit rechnen, dass seine Aussagen kritisch eingeordnet werden.
Mama sagt, man dürfe in Deutschland alles sagen.
Man müsse nur anschließend damit leben, dass ein halbes Dorf, der Arbeitgeber und drei selbst ernannte Moralwächter mitdiskutieren.
Meinungsfreiheit bedeutet: Reden ist Silber, Schweigen rettet den Arbeitsplatz.
Außerdem mache ich mir Sorgen um Oma. Sie braucht einen Facharzt.
Der nächste Termin ist im Februar 2040.
Die Krankenkasse hat ihr eine Achtsamkeits-App empfohlen.
Oma fragte, ob die App auch ihre Schmerzen behandelt.
Nein.
Aber sie könne ihre Beschwerden jetzt digital dokumentieren.
Falls Oma vorher stirbt, wird der Termin automatisch storniert.
Gute Nacht, liebes Tagebuch.
Ich würde ja sagen, die Zukunft sieht schwarz aus.
Aber Schwarz ist vielleicht auch schon wieder eine problematische Farbbezeichnung.
Also sagen wir lieber:
Die Zukunft ist lichtreduziert, chancenoffen und staatlich begleitet.
P.S.: Oma sagte heute:
„Kind, früher hatten wir Politiker, die Probleme lösen sollten. Heute haben wir Probleme, die Politiker ernähren.“
Und Papa ergänzte:
„Wenn Dummheit Strom erzeugen würde, könnte Deutschland ganz Europa versorgen.“
Ich hoffe, dass meine Bahn morgen kommt und uns der Ausfall nicht wieder als Beitrag zum Klimaschutz erklärt wird……
Wie lange kann man die Nebenkostenübernahme für Flüchtlinge sozial noch rechtfertigen?
Die typischen Bauernhäuser aus den 30er bis 50er Jahren sind massiv aus Ziegel gemauert und sind nicht isoliert. Geht auch häufig nicht wegen Denkmalschutz oder Ortsgestaltungssatzung, wo die massive Ziegelstein-fassade erhalten bleiben muss.
Wegen des windigen Wetters sind die Heizkosten hier im Norden höher als in Deutschlands Süden. Ein typisches Haus braucht ca. 2.000 bis 3.000 Liter Öl pro Jahr. Bei einem Literpreis von aktuell 1,75 Euro/Liter Heizöl kostet eine Tankladung mittlerweile zwischen 4.300 und 5.200 Euro. Da gehen jetzt allein fürs Heizen mittlerweile mehrere Monatsgehälter drauf.
Die meisten Leute dachten, schlimmer als 2022, wo der Liter Heizöl 1,20 Ero gekostet hat, wird es nicht mehr. Sie pfeifen jetzt finanziell aus dem letzten Loch. Viele sind nur Geringverdiener und kommen trotz zweier Gehälter auf keinen grünen Zweig mehr.
Umso unverständlicher ist es, dass der Staat immer noch für Flüchtlinge, Asylanten, Bürgergeldempfänger und dergleichen die Heizkosten voll übernimmt. Da stehen in deren Wohnungen die Fenster auf Kipp, die vom Staat alimentierten haben überhaupt kein Bewusstsein für sparsamen Energieverbrauch.
Auch in den Mehrfamilienhäusern und Plattenbauten wächst der Unmut, weil die Heizkosten häufig nur zu 50% nach Verbrauch abgerechnet werden. Je mehr Flüchtlinge (Ukrainer usw.) im Haus wohnen, desto überpro-portional mehr steigen die Nebenkosten. Man muss ja als arbeitender Deutscher die Energieverschwendung der Füchtlinge im Haus mitbezahlen.
Mittwoch, 28. Oktober 2026
Nein liebe Frau Guerot, hier liegen Sie falsch!








