Mittwoch, 22. April 2026

Estd. 1948

by  Meme Dept. 




Rumänien heute

von Helmut 
 
 
Warum man die beiden Politiker Georgescu und Potra mit kriminellen Vorwürfen bis aufs Messer bekämpft, damit sie keine Möglichkeit haben, mit dem Sumpf in Rumänien aufzuräumen:

von Oana Gheorghiu

Petrotrans SA: ein Unternehmen, das nie an der Börse notiert war und stets vollständig in staatlicher Hand blieb. Geschützt vor dem Markt, geschützt vor Transparenz, geschützt vor jeglicher externen Kontrolle.

Unter dem Boden Rumäniens verläuft eine Pipeline. Seit fast 20 Jahren transportiert sie nichts mehr. Die Diebe haben sie Stück für Stück demontiert. Und dennoch zahlt der rumänische Staat jedes Jahr 27.960 Euro an die Eigentümer des Grundstücks, unter dem sie verläuft. Warum? Weil niemand ein Dokument unterzeichnet hat, um sie endgültig aus dem Bestand des öffentlichen Eigentums zu streichen. Nein, das ist keine Fiktion. Das ist das heutige Rumänien.

Wir sprechen von einem Netz, das einst 1.800 Kilometer Hauptleitungen für den Transport von Erdölprodukten (Benzin, Diesel, Rohöl) umfasste. Eine über Jahrzehnte aufgebaute Infrastruktur von echtem strategischem Wert.

🔻 1996: Die Regierung löst die für den Betrieb der Pipelines zuständige Einrichtung auf und gliedert sie in Petrom ein. Sie vergisst jedoch, sie von der Liste der Massenprivatisierungen zu streichen. An der RASDAQ werden die Aktien eines nicht existierenden Unternehmens gehandelt. Echte Menschen kaufen und verkaufen Wertpapiere eines Unternehmens ohne Stempel, ohne Geschäftsführer, ohne rechtliche Existenz. Niemand übernimmt die Verantwortung.

🔻 Jahr 2000: Eine Gendarmenpatrouille entdeckt das erste Netzwerk von Pipeline-Diebstählen. Sie ziehen es vor, im Austausch gegen Bestechungsgelder zu schweigen. Das Geschäft geht weiter.

🔻 Jahr 2001: Eine Einheit der 5. Polizeistation Bukarest steigt in das Geschäft ein. Aus einem Diebstahl mit Kanistern wird eine organisierte Industrie.

🔻 Jahr 2004: Die Diebe installieren eine 250 Meter lange Leitung unter dem Donau-Schwarzmeer-Kanal, um Lastkähne zu versorgen. Allein in diesem Jahr: über 100.000 Tonnen gestohlen. Geschätzter Schaden: über 80 Millionen Euro.

Der Staat trägt durch seine Ordnungskräfte dazu bei, ein staatliches Unternehmen auszuplündern.

🔻 Jahr 2005: Eine Regierungsverordnung reorganisiert den Sektor. Petrotrans SA wird zum lizenzierten Betreiber ernannt, erhält die Konzession jedoch nicht. Ohne Konzession kann Petrotrans SA nicht operieren. Darüber hinaus ist das Unternehmen verpflichtet, einen Teil seines Vermögens ohne jegliche Entschädigung an ein anderes staatliches Unternehmen abzutreten.

🔻 August 2005: Die Geschäftstätigkeit von Petrotrans SA wird eingestellt. Nicht aufgrund der Marktlage und nicht aufgrund des Managements, sondern aufgrund einer Verwaltungsentscheidung, die nie getroffen wurde.

🔻 2007: Konkurs: keine Mitarbeiter, das Netz physisch zerstört, der Produktbestand unverkäuflich.

🔻 Jahr 2012: Der Oberste Gerichtshof verurteilt 56 Personen – 34 Polizisten und 2 Gendarmen – wegen Beihilfe zum Diebstahl. Offiziell angegebener Schaden: 150.000 Euro. Eine absurde Zahl im Vergleich zu den Dutzenden Millionen, die in Spitzenzeiten jährlich gestohlen wurden.

Es folgen 19 Jahre Insolvenzverfahren.

Innerhalb von 12 Jahren erzielt der Insolvenzverwalter 7,3 Millionen Lei aus dem Verkauf von Fahrzeugen, Kesselwagen und stillgelegten Rohrleitungen als Altmetall. Einige Grundstücke durchlaufen 60 bis 70 Auktionsrunden. Der Preis sinkt um über 60 % gegenüber dem Schätzwert. Es finden sich immer noch keine Käufer.

Jahr 2019: Der Insolvenzverwalter legt den Abschlussbericht vor. Er beantragt die Beendigung des Verfahrens. Bei der Gläubigerversammlung stimmt jemand dagegen. Wer wohl? Ausgerechnet die Behörde für die Verwaltung staatlicher Vermögenswerte, die einen Anteil von 0,0021 % der Forderungen (in Höhe von 6.959 Lei) zurückerhalten soll.

Eine staatliche Einrichtung blockiert die Beendigung des Insolvenzverfahrens eines staatlichen Unter-nehmens zum Nachteil anderer staatlicher Einrichtungen. 

🔻 Jahr 2026: Das Unternehmen existiert rechtlich noch immer. Das Verfahren läuft weiter. Und der Staat zahlt weiterhin 27.960 Euro pro Jahr für eine Pipeline, die Diebe gestohlen haben und für die niemand die Löschungsurkunde unterzeichnet hat.

Die Gläubiger haben erhalten: 0 Lei.

Nicht eingezogene Forderungen: 329 Millionen Lei (wahrscheinlich doppelt so viel, wenn man auf den heutigen Wert umrechnet).

Bis heute ist Petrotrans SA dreimal gestorben:

🟥 im Jahr 2005, als der Staat ihr den Betrieb ohne Entschädigung entzog;

🟥 im Jahr 2007, als sie in Konkurs ging;

🟥 und 2019, als die Liquidation von innen heraus blockiert wurde.

Tatsächlich existiert das Unternehmen seit 2005 nicht mehr. Auf dem Papier existiert es noch bis 2026.

An jedem entscheidenden Punkt dieser Geschichte hat die Unentschlossenheit mehr gekostet, als selbst die schlechteste aller möglichen Entscheidungen gekostet hätte.

Und heute kommen sie und versuchen, uns mit dem Slogan „Wir verkaufen unser Land nicht“ zu täuschen.



Wollte Trump den Iran mit Atomwaffen angreifen, wurde dann aber von seinen Generälen gestoppt?

von Sandokan


Diesen Irrsinn — und wer in der Beziehung USA & Israel nun eigentlich das Sagen hat — kommentiert Nate Cornacchia, Angehöriger der Green Berets (Army Special Forces) im Ruhestand und mehrfach ausgezeichneter Afghanistan Veteran.


Zwei interessante Diskussionen

von kennerderlage
 
 
Einerseits eine Diskussion zwischen Judge Napolitano und dem Geopolitik-Experten Prof. Mearsheimer zum Krieg der USA und Israels gegen den Iran:
 
 
Und dann eine Analyse der Lage von Col. Douglas Macgregor im Kanal Deep Dive von Lt.Col. Daniel Davis:
 
 
Beides sehenswert und erhellend! 

Dienstag, 21. April 2026

News from Lebanon

by  Meme Dept. 




Zeitlose Wahrheiten aus dem Netz (177)

 
 

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Heute vor 100 Jahren

von LePenseur
 
 
... wurde zu Mayfair, London, Elizabeth Alexandra Mary aus dem Hause Windsor geboren, die später als Königin Elisabeth II regierte.
 



Ein weiteres Gespräch über Donald Trump

Eine Doppelconference
 
 
 
Adversarius: Herr Collega, meine aufrichtige Anerkennung dafür, dass Sie offensichtlich bereit sind, Ihre Fehleinschätzung freimütig einzugestehen. Das macht wahre Größe aus. 
 
Advocatus: Vielen Dank für die Blumen, die ich gerne annehme, wenngleich Sie keineswegs vorschnell urteilen sollten, 
 
Adversarius: Sie werden doch nicht…

Advocatus: … Ihnen das Feld kampflos überlassen, wenn Sie das meinen.

Adversarius: … störrisch auf Ihrem seinerzeit ja noch menschlich verständlichen und keineswegs unsym-pathischen, aber sich als irrig erwiesen habenden Optimismus verharren, meinte ich.

Advocatus: Weder störrisch noch irrig, da kann ich Sie beruhigen.

Adversarius: Reden wir nicht länger um den heißen Brei herum. Sind wir uns einig oder nicht:: Donald Trump hat alle Menschen guten Willens, die in ihn Vertrauen gesetzt haben, schändlich verraten und verkauft.

Advocatus: Kein Zweifel, so kann man es sehen… Mehr als das: Diese Sichtweise drängt sich einem unweigerlich auf. Mit anderen Worten, Herr Kollege: Ihr Pessimismus ist menschlich verständlich und keineswegs unsympathisch.

Adversarius: Sparen Sie sich Ihre Versuche, schnippisch zu sein. Erklären Sie mir lieber, was man gegen meine weniger pessimistische als vielmehr realistische Sicht dieses Präsidenten vorbringen kann…

Advocatus: Das ist in der Tat gar nicht so leicht… Gestatten Sie mir, dass wir zu diesem Behufe sozusagen das Pferd von hinten aufzuzäumen versuchen, nämlich in chronologischer Betrachtung… Warum sind wir überhaupt für Trump gewesen?

Adversarius: Das Wort haben nach wie vor Sie!

Advocatus: Der Gründe gibt es viele. Ich darf also loslegen: Abkehr von der brandgefährlichen Russlandpolitik der Biden-Administration, Kampf der neomarxistischen Agenda in Sachen Massenmigration, Wokismus, Deindustrialisierung, Klimaunsinn samt Windradwahn und vieles mehr…

Adversarius: Nachtigall, ick hör dir trapsen! Wo bleiben folgende essentielle Punkte: Friedenspolitik, außenpolitischer Isolationismus, Eindämmung des militärisch-industriellen Komplexes…

Advocatus: Gut so. Damit kommen wir wenigstens gleich zu Beginn so richtig zur Sache. Wie wär ’s etwa damit: Zerschlagung von EU und NATO?

Adversarius: Sehen Sie diesbezüglich etwa Grund zur Hoffnung?

Advocatus: Sie etwa nicht?

Adversarius: Ich geb ja zu, ein Einmarsch in Grönland hätte einen gewissen Charme gehabt. Was man vom wiederholten Überfall auf den Iran nicht behaupten kann…

Advocatus: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben…

Adversarius: Bloßes Wunschdenken. Aber selbst eine formale Auflösung der NATO würde realpolitisch kaum etwas ändern, etwa am Fortbestehen unserer transatlantischen Regierungen. Die Folge wäre, dass die USA mit einzelnen Ländern für sie sogar günstigere Bündnisse eingehen würde. Glauben Sie, dass die USA freiwillig auf ihre Absatzmärkte für Militärgerät und auf die überdies mancherorts massiv ausgebauten Militärbasen verzichten würden?

Advocatus: Zugegeben, das formale Verschwinden der NATO würde noch nicht mit einem Schlag sämtliche Probleme dieser Welt lösen. Aber mal abgesehen von anderen, tieferen Gesichtspunkten in Zusammenhang mit den spezifisch europäischen Kriegsabsichten, auf die noch gesondert einzugehen sein wird - verlangen Sie da implizit nicht ein bisschen zu viel von einem einzelnen Menschen? Einigen wir uns doch lieber darauf, dass Präsident Trump da immerhin ein paar kräftige Schritte in die richtige Richtung macht.

Adversarius: Sind Sie wahnsinnig? Wie können Sie angesichts der inferioren Entwicklung Trumps zum skrupellosen War-Hawk von Schritten in die richtige Richtung faseln?

Advocatus: So gesehen haben Sie ja nicht grundsätzlich ganz Unrecht… Aber warten wir lieber ab, indem wir bei unserem ursprünglichen Ansatz verweilen wollen…

Adversarius: Sie versuchen, mir auszuweichen.

Advocatus: Nichts da, der Kampf ist unvermeidlich. Aber wie wir gesagt haben, nähern wir uns ihm von hinten, dh wir zäumen das Pferd von hinten auf.

Adversarius: Bis jetzt hab ich noch nicht verstanden, was Sie da meinen.

Advocatus: Wir betrachten seine Wahlversprechen oder besser gesagt unsere in ihm gesetzten Hoffnungen…

Adversarius: Ach ja. Die Sie in so charmanter Weise ein wenig selektiv wiedergegeben haben… Alles menschlich verständlich, ja keineswegs unsympathisch…

Advocatus: Bleiben wir sachlich. Und gehen wir aufs Ganze. Was wir uns in Wahrheit von Trump erträumt haben, tief drinnen, im Grunde unseres Herzens, war doch nicht bloß ein bisschen Antiwokismus, ein bisschen Isolationismus, ein bisschen Frieden, ein bisschen Liebe, ein bisschen Freude, ein bisschen Hoffnung.

Adversarius: Ich versteh wirklich nicht, worauf Sie hinauswollen!

Advocatus: Gehen Sie in sich! Was haben wir wirklich erhofft? Wir Europäer, Mitteleuropäer, Österreicher!

Adversarius: Was mich betrifft, gar nichts bis nicht viel! Dass der Ukraine-Krieg einigermaßen rasch zu Ende geht, dass die Russland-Sanktionen ein verdientes Ende finden, dass wir wieder billiges Gas und Öl aus Russland beziehen, dass wir Europäer von den USA mehr in Ruhe gelassen werden … all das war eigentlich bereits jenseits des Erwartbaren. Und dies ganz zurecht, wie man sieht…

Advocatus: Das ist, überhaupt aus damaliger Sicht, nicht Bescheidenheit, sondern Kleinmut… Sind Sie in Ihren Träumen niemals weitergegangen? Haben Sie sich niemals zu etwas … kühneren Eskapaden aufgeschwungen?

Adversarius: Gottseidank nicht, ich neige offenbar im Gegensatz zu Ihnen zu einem gesunden Realismus…

Advocatus: Ich träumte oder vielmehr hoffte (und hoffe es immer noch), dass die EU mit ihren sie stützenden neomarxistisch regierten Mitgliedsstaaten zwischen den nunmehr befreundeten Großmächten USA und Russland und inmitten einer in immer höheren Maße verständnislosen restlichen Welt auf verlorenen Posten stehen und sukzessive implodieren würde, dass allerorts patriotische Kräfte ans Ruder kommen würden, um mit wohlwollender Unterstützung durch die USA eine gründliche Trendumkehr in allen wichtigen Fragen, nicht zuletzt auch Migration und Klimablödsinn durchzusetzen.

Adversarius: Das Beste an Ihnen ist Ihr Optimismus. Mehr fällt mir dazu jetzt nicht ein. Abgesehen davon sehe ich nach wie vor nicht ein, worauf Sie hinauswollen. Es ist doch augenscheinlich, dass sich die USA nicht mit Russland ausgesöhnt haben, dass Trump mit so gut wie allen Staaten dieser Welt ausgenommen den europäischen zu brechen in Begriff ist, dass überhaupt alles in eine komplett den Interessen der europäischen Staaten zuwiderlaufende Richtung läuft.

Advocatus: Da ist viel Wahres dran, das will ich gar nicht leugnen. Obwohl … nun, eigentlich, unterm Strich könnte, zumindest in mancherlei Hinsicht, wie der von Ihnen nicht über alle Maßen geschätzte alte Beethoven gesagt hat, auch das genaue Gegenteil richtig sein…

Adversarius: Ein letztes Mal: Worauf wollen Sie hinaus?

Advocatus: Lassen wir Trumps konkretes Handeln, dessen Niedrigkeit nicht in Abrede gestellt sei, einmal beiseite und sehen wir es rein pragmatisch. Vergleichen wir meinen kühnen Wunschtraum eines EU-Zusammenbruchs mit der aktuellen Realität.

Adversarius: Bitte schön. Vergleichen wir. Und weiter?

Advocatus: Sind wir dem von mir herbeigesehnten Ergebnis nicht sehr viel näher, als wir jeweils realistisch träumen durften?

Adversarius: Wenn Sie die sich abzeichnende kolossale Energiekrise meinen, verkennen Sie gründlich die Lage. Diese wird niemals das von Ihnen gewünschte Ergebnis zeitigen, liegt sie ja ganz augenscheinlich im ureigenen Interesse der europäischen Neomarxisten. Ich gehe davon aus, dass Ihnen deren Anstrengungen in Sachen Deindustrialisierung, Energiewende etc nicht entgangen sein dürften.

Advocatus: Ohne Frage führt die EU samt ihren willigen Vollstreckern einiges im Schilde. Aber dessen können Sie sich gewiss sein: Das, was da durch die Krise im Mittleren Osten auf uns zukommt, wollen die bestimmt nicht! Der bevorstehende Crash kommt ihnen ganz und gar nicht zupass.

Adversarius: Das Gegenteil ist der Fall. Stichwort Zentralstaat, digitales Geld, totale Überwachung,

Advocatus: Nein, dazu braucht es gewisse funktionierende Strukturen. Die EU und die mit ihr kollaborierenden Staaten haben einfach nichts mehr zu bieten und vor allem kein Geld. So etwas wie eine allmähliche, gleichsam kontrollierte Abwrackung der alten Ordnung mag in ihrem Interesse gelegen sein, nicht jedoch der totale anarchistische Crash, auf den alles hinausläuft.

Adversarius: Ich kann dieses Gerede vom großen, alles bereinigenden Crash nicht mehr hören. Wie oft ist der schon angekündigt worden?

Advocatus: Und wie oft hat es eine derartige Krise gegeben wie die sich aktuell abzeichnende? Wir werden über kurz oder lang kein Öl und kein Gas mehr haben. Der Mittlere Osten als Energielieferant fällt aus, und wenn wir Pech haben, dann für lange Jahre; von Russland werden wir nichts kriegen, die USA sind äußerst unzuverlässig bzw überdies unverschämt erpresserisch.

Adversarius: Wobei sich Ihr Schützling als ganz besonders unverschämter Erpresser exponiert. Und beileibe nicht nur gegen uns Europäer! Die armen Iraner wissen ein Lied davon zu singen!

Advocatus: Wobei man da kaum noch von Erpressung sprechen kann, waren doch die US-Forderungen nach Übergabe sämtlicher ballistischer Waffen nicht bloß unverschämt, sondern schlicht unerfüllbar.

Adversarius: Na, Gott sei Dank! Halten wir also einvernehmlich fest: Trump betrieb eine rücksichtslose Kriegspolitik und hat sein Wahlversprechen, ein Präsident des Friedens zu sein, schon zum zweiten Mal gebrochen, wie er sich überhaupt von Tag zu Tag in stärkerem Maße als nicht nur notorischer, sondern geradezu krankhafter Lügner entpuppt.

Advocatus: Ich will und kann die Toten und die Verwüstungen des Irankriegs nicht beschönigen. Über diese Hürde werde ich in meiner Verteidigung nicht hinwegkommen. Hier gibt es einfach nichts zu rechtfertigen.

Adversarius: Also wollen Sie sich endlich doch geschlagen geben?

Advocatus: Die moralische Beurteilung dieses schrecklichen Krieges ist nicht hauptsächlicher Gegenstand unserer Diskussion.

Adversarius: Ach nein? Nur weil es für Sie peinlich ist?

Advocatus: Ich darf aber darauf hinweisen, dass es in der Geschichte schon oft gewisse tragische Konstellationen gegeben hat, in denen Staatslenker für einen höheren Nutzen einen blutigen Krieg in Kauf genommen hatten. Natürlich denke ich da weniger an Churchill als an Bismarck…

Adversarius: Ohne Frage wäre der Vergleich mit einer verrückten wie blutgierigen Bestie à la Churchill weit eher angebracht. Und darüber hinaus: Trump und ein höherer Nutzen? Sind Sie toll geworden?

Advocatus: Es könnte sein, dass dort, wo Sie Defizite oder gewisse Irritationen vermuten, eine höhere Form der Staatskunst zu erblicken wäre. Dass Herr Trump sich beispielsweise nahezu ununterbrochen der Lüge bedient, ist unbestritten – doch kann nicht dem Prinzip der Lüge unter bestimmten Rahmenbedingungen eine paradox-heilbringende, ja förmlich befreiende Wirkung zukommen? Trump mimt den Narren, um die politischen Strukturen des Westens, der USA, der EU und der NATO, die wir beide verachten, von innen heraus zu zersetzen. Sein scheinbarer Wahnsinn ist die Methode, mit der er das morsche politische wie ökonomische System zum Einsturz bringt.

Adversarius: Das ist eine abenteuerliche Exegese! Dieser Angriff auf den Iran ist nicht „weise“, er ist heimtückisch und brandgefährlich, dazu bar jeglicher Vernunft! Trump thematisiert zwar mitunter, nämlich dort, wo es ihn nichts kostet, die richtigen Probleme – den Windrad-Wahn und die verfehlte Energiepolitik –, im Großen aber er handelt wie ein Brandstifter. Wie wollen Sie rechtfertigen, dass ein Mann, der die Freiheit der Völker beschwört, die Souveränität anderer Staaten durch solche Willkür gefährdet? Er ist schlichtweg nicht das, was er zu sein vorgibt.

Advocatus: Ich halte dagegen: Er ist – zugegeben: eher unbewusst als bewusst - ein Philosoph des Chaos. Vielleicht ahnt er im Grunde seines Herzens, dass dieses System aus globalem Finanzkapitalismus, die sich bei uns in Europa als höchst unheilige Allianz aus Altparteien, Brüsseler Bürokratie und grüner Planwirtschaft präsentiert – nicht durch Argumente zu besiegen ist. Es braucht den totalen Bruch. Nur über eine massive Erschütterung der Energiezufuhr und den damit einhergehenden Kollaps des jetzigen Wirtschaftssystems kann eine Rückkehr zu echten Nationalstaaten erfolgen. Er liefert uns nicht den sanften Übergang, den Sie sich wünschen, sondern die notwendige Katharsis.

Adversarius: Welch Unsinn! Welch Verkennung der moralischen Minderwertigkeit dieses Charakters!

Advocatus: Was in diesen politischen Kreisen so ungefähr das Gegenteil einer Ausnahmeerscheinung sein sollte…

Adversarius: Wobei wir es hier mit einem Extremfall zu tun haben dürften… Aber sei ‘s drum, Sie sehen das halt anders… Kommen wir lieber zum Kern Ihres Plädoyers: Sie behaupten, die Untergrabung der US-Glaubwürdigkeit durch Herrn Trumps permanentes Lügen sei ein „philosophischer Schachzug“. Ich nenne es den totalen Zynismus. Wenn das Wort als Träger von Wahrheit und Vertragstreue stirbt, stirbt das Argument. Ohne Argument gibt es kein Recht, nur noch rohe Gewalt und totale Anarchie. Er führt die USA – und uns im Schlepptau – in die Bedeutungslosigkeit. Wer wird einem Staat noch vertrauen, dessen Wort weniger wert ist als das Papier der US-Staatsanleihen?

Advocatus: Genau dort, Herr Kollege, liegt der geniale Kern seiner bewussten oder unbewussten Strategie. Die USA müssen ihre globale Relevanz und ihre moralische Maske verlieren, damit die Welt von der Dollar-Hegemonie genesen kann.

Adversarius: Pah. Was heißt hier Strategie, egal ob bewusst oder unbewusst. Worin soll diese bestehen? Rein technisch gesehen hat Trump nichts anderes gemacht, als die Macht des CFR durch die Macht des AIPAC zu ersetzen, was außenpolitisch Israellobby statt Ostküste oder Pest statt Cholera bedeutet. Wobei den bisherigen CFR-gesteuerten Regierungen zugutezuhalten ist, dass sie sich, und seien sie noch so verrückt gewesen, niemals auf den Wahnsinn eines Iran-Kriegs eingelassen haben!

Advocatus: Dass Sie im Ergebnis recht haben, heißt nicht, dass es unter einer weiteren demokratischen Administration so geblieben wäre. Erstens. Zweitens: Ist es ein charakterlicher Vorzug, immer nur Schwächere zu überfallen, gegen die man sicher gewinnt? Aber sei ‘s drum. Gestehen wir zu, dass es Trump gewesen ist, der gegenüber den AIPAC-Kräften nachgegeben hat. Er hat damit eindeutig auf eine antirationale, leicht verrückte Seite gesetzt, auf eine Seite, die nicht mehr erkennbar den Interessen einer rationalen US-Außenpolitik dient, sondern allenfalls gewissen ökonomischen Partikularinteressen, Stichwort Ölpreis. Statt der vorhersehbaren und überschaubaren CFR-Politik also der Sprung ins Abenteuer.

Adversarius: Und davon sind Sie begeistert…

Advocatus: Mitnichten. Ich konstatiere lediglich, dass Trump damit eine Kettenreaktion von gigantischem Ausmaß ausgelöst hat, die uns Europäer im Ergebnis vonstatten kommen könnte. Er zersetzt das Vertrauen in den Weltpolizisten mit chirurgischer Präzision. Jede seiner Lügen ist ein Hammerschlag gegen das Gebäude des globalen Kapitalismus, das nur auf der Illusion von Stabilität fußt. Gegner wie Sie werden sagen, er steuere auf die Anarchie zu. Das stimmt dahingehend, als nur im Vakuum nach dem Zusammenbruch eine neue, reale Ordnung entstehen kann – eine Ordnung, die wieder auf physischer Energiezufuhr und nationaler Autarkie basiert, statt auf fiktiven Finanzprodukten und ideologischen Exporten.

Adversarius: Das ist ökonomischer Nihilismus! Sie rechtfertigen den potenziellen Hungertod ganzer Kontinente als „Katharsis“. Wenn er durch Angriffe auf den Iran die globalen Energieströme kappt, dann bricht nicht nur ein „marodes System“ zusammen, sondern die Lebensgrundlage von Millionen. Der Mittelstand, den wir beide gegen den Wokismus verteidigen wollen, wird in diesem von Ihnen gepriesenen Chaos zuerst verheizt. Ein Philosoph, der die Welt brennen lässt, um sie zu „retten“, ist ein Brandstifter, kein Staatsmann.

Advocatus: Wissen Sie, Herr Adversarius, was mich an Ihrer Position am meisten befremdet? Es ist nicht diese und jene moralische Einschätzung, etwa des Irankriegs – seien Sie sich gewiss, dass ich Ihre Entrüstung teile! –, sondern Ihre bürgerliche Sehnsucht nach einer „geordneten“ Rettung. Sie kritisieren den Wokismus, erkennen die Gefahren der Massenmigration und der Klimareligion, Sie hassen wohl genauso wie ich die Ergebnisse des Großen Austauschs in unseren Städten und die Windrad-Wälder in unserer Landschaft – und doch erschrecken Sie vor der einzigen Hand, die fest genug zupackt, um dieses ganze Theater abzureißen.

Adversarius: Ich verlange Vernunft und Zivilisation, keinen Untergang! Ich verlange einen Staatsmann, der hält, was er verspricht, und nicht die Welt in eine unberechenbare Anarchie stürzt. Mein „Erschrecken“ betrifft die offensichtliche Nichtwahrung zivilisatorischer Mindeststandards.

Advocatus: Habe ich recht gehört? „Zivilisatorische Mindeststandards“? Jetzt sind wir endlich da, wo wir hingehören! Machen wir uns unsere Lage mal bewusst, ohne viel herumzufackeln!

Adversarius: Natürlich steht es mit der Europäischer Union nicht zum Besten…Aber Trump meint es auch nicht besser mit uns. Wenn er die EU und ihre Mitgliedstaaten wirtschaftlich erpresst, so handelt er damit eben auch zu unserem Nachteil, wie Sie zugestehen werden müssen…

Advocatus: Ich gestehe gar nichts zu, zumindest nicht an dieser Stelle. Gerade nicht an dieser Stelle! Machen wir uns doch klar, in welchem politischen System, in welchem Staat, Staatenbund, Großstaat, wurscht wie man es definieren will, sagen wir kurz: unter welchem Regime wir leben: Unter einem Regime, das biologische Fakten leugnet, das Kinder zu Geschlechtsumwandlungen animiert, das von Eliten beherrscht wird, die der Pädophilie frönen, die sämtliche christlichen Werte, die europäische Kultur und die die europäischen Völker als solche abgrundtief verabscheuen! Unter einem Regime, dessen Agenda so abgründig dunkel ist, dass wir gar nicht auf deren Grund zu sehen in der Lage sind, und das uns vor lauter Selbsthass bzw Hass gegen christlich-europäische Werte nunmehr zielgerichtet in einen offenen Krieg gegen Russland zu führen im Begriff ist! Wollen Sie da Trump vorwerfen, dass er zu diesem Regime nicht besonders lieb ist und dass er vielleicht den Verfall dieses Regimes zumindest beschleunigen könnte? Sie wollen Heilung, aber Sie verweigern die Operation. Sie können einfach nichts Besseres tun, als einem solchen System den Strom abzudrehen! Ihre Anklage gegen Herrn Trump ist im Kern der Wunsch nach einem „Weiter so wie bisher“ – nur eben mit etwas weniger Migration und schöneren Reden. Sie wollen das System behalten, solange es Ihnen noch den gewohnten Komfort und einer fiktiven Sicherheit bietet. Dabei verkennen Sie, dass es in dieser Architektur kein Recht mehr gibt! Die totale Lüge des Donald Trump ist die einzig ehrliche Antwort auf die totale Verkommenheit des Westens. Was verdient dieser Westen, der die Existenz von 357 Geschlechtern behauptet und propagiert, anderes als einen Präsidenten, der völlig offen und erkennbar lügt, wenn er den Mund aufmacht, der die dessen Glaubwürdigkeit vernichtet, den Vorhang beiseite reißt und uns die hässliche Fratze der Macht zeigt, so wie sie ist.

Adversarius: Und deshalb rechtfertigen Sie jedes noch so niederträchtige und heimtückische Manöver wie diesen verbrecherischen Iran-Krieg? Jede Eskalation, die uns näher an den Abgrund führt? Sie glauben an den weisen Lenker hinter der Maske des Wahnsinnigen. Doch was, wenn dort kein Plan ist? Wenn der Verlust der Achtung vor den USA lediglich dazu führt, dass wir in ein dunkles Zeitalter ohne Regeln stürzen?

Advocatus: Ich rechtfertige gar nichts. Ich erkenne nur gewisse Notwendigkeiten. Herr Trump spielt das Spiel des Wahnsinns so perfekt, dass selbst ein aufgewachter und durchaus fundamental-kritischer Zeitgenosse wie Sie plötzlich Angst um „die Stabilität“ bekommt. Trump ist – jedenfalls im Ergebnis, wohl nicht unbedingt von seiner Intention her - der weise Philosoph, der uns zwingt, in den Abgrund zu blicken, damit wir endlich begreifen: Es gibt keinen sanften Ausweg. Entweder wir gehen mit diesem System unter, und das werden wir, wenn nichts geschieht, oder wir lassen ihn die Sprengung vollenden, damit auf den Trümmern der EU und der NATO wieder echter Boden für souveräne und einigermaßen vernünftig regierte Staaten entsteht. .

Adversarius: Ist Ihnen eigentlich wohl zumute in dieser Haut eines Apologeten des blanken Wahnsinns? Wobei ich mich weigere, im Zusammenhang mit Trump den Begriff des Wahnsinns auch nur in die Nähe von Genie oder gar einer ethisch werthaltigen Idee zu rücken. Vergessen wir nicht Trumps völlige moralische Haltlosigkeit, seinen hemmungslosen Willen zur Selbstbereicherung, seine Brutalität gegenüber iranischen Zivilisten, seine zynische Gleichgültigkeit gegenüber all dem Leid, das den Menschen des Mittleren Ostens erwächst und noch erwachsen wird…

Advocatus: Gar viele Punkte sprechen Sie hier an. Zunächst darf ich Sie auf einen leichten Selbstwiderspruch aufmerksam machen: Ein Mann, der aus seinen Falschaussagen systemisch wirtschaftliche Vorteile zu lukrieren versteht, handelt alles andere als irrsinnig. Diese Feststellung ist sehr wichtig. Trump scheint sich seines auf ersten Blick so sinnlosen Agierens sehr wohl bewusst zu sein. Das war erstens. Der zweite Punkt ist noch wichtiger, und ich habe ihn bisher nur kurz angedeutet. Gehen wir abermals zurück in die Vergangenheit. Sie werfen Trump „Wahnsinn“ vor. Haben Sie vergessen, wie die Alternative zu Trump ausgesehen hat?

Adversarius: Sie meinen die Biden-Administration?

Advocatus: Haben Sie jene Insiderberichte vergessen, wonach es im April 2024 nur Interventionen aus dem Pentagon zu verdanken gewesen ist, dass die Biden-Administration die schon beschlossene Belieferung der Ukraine mit Mittelstreckenraketen abgeblasen hat?

Adversarius: Als ob da mit Trump etwas besser geworden sei…

Advocatus: Es ist viel besser geworden, seien Sie unbesorgt. Trump hat mit Putin persönlich gesprochen, die beiden haben sich dabei menschlich gut verstanden, und es ist davon auszugehen, dass die ultimativen roten Linien zwischen diesen beiden Supermächten eingehalten werden, dies auch und vor allem in naher Zukunft.

Adversarius: Zugegeben, über die Frage, ob eine Präsidenten Camilla Harris nicht noch schlimmer gewesen wäre, ließe sich trefflich streiten…

Advocatus: Schon allein aus diesem Grunde sollten Sie Trumps zweite Präsidentschaft aus einer etwas demütigeren Sicht betrachten…

Adversarius: Das ändert doch nichts am Umstand, dass es just Trump war, und kein anderer vor ihm, der sich von AIPAC und Konsorten zu dem wahnwitzigen Iran-Abenteuer breitklopfen hat lassen.

Advocatus: Sind Sie niemals auf die Idee gekommen, dass das Eine der Preis für das Andere gewesen sein könnte?

Adversarius: Sie meinen… tausche CFR gegen AIPAC?

Advocatus: Auf eine kurze Formel gebracht, ja. Vergessen Sie nicht: Trump hatte außer AIPAC wirklich nicht viel hinter sich. Und die CFR-Eliten meinen es mit dem Krieg gegen Russland verdammt ernst, verlieren Sie diesen Punkt niemals aus dem Auge!

Adversarius: Sie sagten doch selbst (oder haben es zumindest so angedeutet), der Krieg der EU mit Russland stünde bevor…

Advocatus: Ja, davon bin ich überzeugt…

Adversarius: Und was hätte uns demnach Trump gebracht?

Advocatus: Sehr viel, unermesslich viel, unser Leben, und vielleicht sogar: unsere Befreiung!

Adversarius: Entschuldigen Sie, aber Sie werden immer absonderlicher!

Advocatus: Betrachten wir die Sache nüchtern. Zunächst nehmen wir das Szenario einer weiterhin vom CFR gesteuerten US-Administration an. Die EU wird von dieser in den Krieg gegen Russland gehetzt (wozu nicht viel gehört, denn sie ist, wie man sieht, auch aus eigenen Stücken zu diesem bereit). Da es den Iran-Krieg nicht gibt, können die USA den Europäern mit Mittelstrecken-Raketen aushelfen. Es kommt, wie es kommen muss, dh zu einem atomaren Schlagabtausch. Da man in Russland, wie seitens der US-Eliten eingeplant, nicht den Volluntergang in Kauf nehmen will, bleibt dieser Abtausch auf den europäischen Kontinent beschränkt. Dies war für mich das ultimative worst-case-Szenario, zumindest aus hinreichend realistischer Sicht. Jetzt zum aus heutiger Sicht Bevorstehenden: Die EU-Eliten provozieren Russland munter weiter, sodass dieses – nach interner Absicherung mit den USA – einige EU-Staaten angreifen wird. Da sich die USA fein heraushalten (dh nicht zuletzt dank Trump heraushalten müssen, da die US-Waffen anderweitig benötigt werden), wird der Krieg nicht nuklear ausgetragen. Die EU-Staaten haben nicht die geringste Chance. Russland wird diverse Decapitationstrikes gegen Brüssel, Berlin etc durchführen (Frankreich wird sich eher heraushalten), die, wenn wir Glück haben, im Zusammenhang mit schweren Schlägen gegen die Energieversorgung und ähnliche Infrastruktur einen sofortigen Kollaps zur Folge haben. Es wird abgesehen von diversem Personal in Rüstungsbetrieben bzw in den Machtzentralen kaum zivile Opfer geben.

Adversarius: Halten Sie diese Betrachtung im Ernst für „nüchtern“?

Advocatus: Bitte um Ihre Sichtweise!

Adversarius: Ich weigere mich, über solch grauenvolle Dinge auch nur zu spekulieren!

Advocatus: Nun, das wirklich grauenvolle Szenario ist ja offensichtlich nicht eingetreten!

Adversarius: Wer sagt, dass Ihr optimistisches Szenario so gut enden muss?

Advocatus: Und wenn nicht … was hätte das mit Trump zu tun? Die Tatsache seiner Präsidentschaft hat jedenfalls unser Sicherheitsrisiko beträchtlich gesenkt!

Adversarius: Haben Sie wirklich dermaßen Vertrauen zu Trump? Zum jetzigen Zeitpunkt noch?

Advocatus: Ich verstehe die Frage nicht. Aus meiner Sicht der Dinge wäre viel eher ein Vertrauen zu Putin abzuleiten, nämlich dass er die europäischen Völker sehr schonend behandeln wird. Deutschland sollte sich angesichts der Erfahrungen mit den angloamerikansichen Bombenterroristen vor Freude nicht mehr fassen könnten. Einen wohlwollenderen Befreier hat es in der Geschichte niemals gegeben. Trump spielt da eher die Rolle eines Statisten. Und ja, ich halte es für wahrscheinlich, dass er sich mit dieser Rolle begnügen wird. Eben weil ich ihn nicht für verrückt halte.

Adversarius: Apropos nicht verrückt… Wie sehen Sie seine Selbstdarstellung als Jesus?

Advocatus: Ein Scherz mit bei aller gewollter Provokation leicht selbstironischen Zügen, mehr nicht. Über Geschmack will ich nicht diskutieren, und schon gar nicht im Zusammenhang mit Trump.

Adversarius: Gestatten Sie, dass ich mich etwas wundere, solche Worte aus dem Munde eines bekennenden Christen zu hören…

Advocatus: Ich würde darin keine Ironie in Bezug auf Christus erblicken. Die dargestellte Person ist eindeutig Trump und nicht Christus. Nicht ein heilender Christus wird ironisiert, sondern die Vorstellung, dass Trump solche Wunder wirken könnte.

Adversarius: Sie waren es, der von Ironie gesprochen hat… Ich hingegen vermag keine solche zu erkennen, sondern … Selbstanmaßung, Selbstüberhöhung, Selbstvergötzung und noch etliches andere in diese Richtung.

Advocatus: Ach was… Es steht doch außer Frage, dass Trump über keinerlei Fähigkeiten als übernatürlicher Heiler verfügt, bzw dass dies auch ihm selbst bewusst sein muss.

Adversarius: Immerhin scheint ihm der Medienrummel unangenehm gewesen zu sein, weshalb er sich auf gar kläglich-vertrottelte Weise zu rechtfertigen versuchte…

Advocatus: Indem er vorgab zu meinen, einen Arzt dargestellt zu haben? Entschuldigung, aber das fällt doch eindeutig unter die Rubrik Journalisten-Verarschung!

Adversarius: Sie machen es sich schon verdammt leicht, muss ich sagen… Gut, zu diesem Punkt können wir sagen: einigermaßen signifikant, aber letztlich unwichtig. Kommen wir zu einer Art Resumee. Wenn ich mich recht erinnere, so gestehen Sie wenigstens die moralische Verwerflichkeit des Iran-Kriegs zu?

Advocatus: Daran hab ich doch keinen Zweifel gelassen!

Adversarius: Wobei der moralische Wert dieses Eingeständnisses durch Ihr fortwährendes Insistieren auf einer paradoxen Heilsbringung mehr als bloß eingeschränkt wird!

Advocatus: Diese Moralisiererei überlasse ich gern Ihnen. Richtig ist, dass ich, wenngleich nicht unbedingt unter moralischer Rechtfertigung des Iran-Kriegs, Trump als Zerstörer der von mir und Ihnen zu Recht gehassten überkommenen Ordnung sehe, und zwar in weit effizienterem Maße, als sich das linke Establishment in seinen schwärzesten Träumen ausgemalt hätte.

Adversarius: Sollte hier nicht eher von den kühnsten Hoffnungen unserer Linken die Rede sein?

Advocatus: Wie schon dargelegt kann ich in den sich abzeichnenden schweren Krisen keinen Nutzen für den linksgesteuerten Finanzglobalismus erblicken. Der Schlag dürfte dermaßen hart ausfallen, dass er für unsere bisherigen Eigentümer nicht länger produktiv nutzbar zu machen sein wird. Mit dieser Alliance aus einem Narren und religiösem Fanatismus dürfte man in der Wallstreet nicht gerechnet zu haben. Vielleicht kommt auch seitens maßgeblicher Kreise eine solide politisch-militärische Fehlspekulation ins Spiel, so schwer das auch vorstellbar erscheint.

Adversarius: Womit wir am Ende dieser fürchterlichen Debatte wenigstens zum zweiten Mal an einem Punkt angelangt wären, dem ich zustimmen kann. Schließlich haben wir vom Penseur-Blog die Resilienz des Irans vorausgesehen. Es ist in der Tat nicht zu glauben, dass sich die USraelischen - Militärs und Geheimdienste da so verschätzt haben sollten. Allein dieser Umstand sollte Ihnen zu denken geben.

Advocatus: Haben Sie eine Ahnung, wie sehr mir das zu denken gibt!

Adversarius: Demnach fühlen Sie sich gar nicht so wohl in Ihrer Haut, wie Sie sich zu geben versuchen?

Advocatus: Natürlich fühle ich mich alles andere als wohl in meine Haut! Wie auch anders! Ich bitte Sie - welcher EU-Unterworfene kann sich heutzutage noch wohl fühlen?

Adversarius: Nicht ausweichen! Wir sitzen hier nicht über die EU zu Gericht, sondern über Trump.

Advocatus: Richtig! Und in dieser Causa habe ich als Verteidiger das letzte Wort!

Adversarius: Falls Sie es noch nicht bemerkt haben, Ihr Plädoyer läuft schon für eine geraume Weile!

Advocatus: Ich fasse mich daher im Folgenden kurz: Während Sie, Herr Adversarius, und alle Vertreter Ihrer bürgerlichen Welt sich an die Reste Ihres bürgerlichen Moralbewusstseins klammern und die Welt um uns herum längst lichterloh brennt, spielt Donald Trump erfolgreich den Narren, um die politischen Strukturen des Westens zum Einsturz zu bringen. Dass er sich dabei der Lüge bedient, ist kein Versagen – es ist seine Primärwaffe. Er ist der wahre Philosoph des Abbruchs. In weit höherem Maße als erhofft steuert er auf die Befreiung aller uns plagender Albdrücke zu. Die USA werden auch gegenüber den wohlmeinendsten Beobachtern als rücksichtslose Hegemonialmacht für allenfalls bloß schäbig verbrämte Partikularinteressen decouvriert, während sich die EU sich als leeres Konstrukt ohne realpolitische und ideologische Substanz erweist. Alles, was uns gegenüber bisher den Ton angegeben hat, erfährt eine gründliche Dekonstruktion und in weiterer Folge Marginalisierung.

Adversarius: Hören Sie sich noch selbst zu, Herr Advocatus? Das ist die Kapitulation des Geistes vor der reinen Destruktion. Sie verklären den Zerfall zur Erlösung, nur weil Sie die hässliche Fratze des Status quo nicht mehr ertragen. Aber Anarchie ist keine Geburtsstunde von Souveränität, sie ist der Nährboden für Warlords und das Ende jeder bürgerlichen Freiheit. Wenn Trump die Verlässlichkeit des Wortes opfert, zerstört er nicht nur die NATO oder die EU – er zerstört die Grammatik unseres Zusammenlebens. Ein „weiser Philosoph“, der den Iran heimtückisch angreift und die Weltwirtschaft in den Abgrund stößt, um ein „System“ zu besiegen, ist wie ein Arzt, der den Patienten erschießt, um das Fieber zu senken.

Advocatus: Nun, sei ’s drum. Solange der Patient die USA ist, hab ich nicht das Geringste dagegen einzuwenden…

Adversarius: Sie wissen, dass Europa da mitbetroffen ist!

Advocatus: Sie meinen die EU.

Adversarius: Hören S‘ doch endlich auf mit Ihrer ewigen EU!

Advocatus: Ich darf schon darauf hinweisen, dass zwischen „Europa“ und „EU“ ein gewisser Unterschied besteht…

Adversarius: Wissen wir! Weiter im Text!

Advocatus: Ich darf noch auf einen ganz speziellen Aspekt hinweisen, der Ihnen sehr zusagen müsste, nämlich in Bezug auf Trumps Fähigkeiten, auf nützlich-paradoxe Weise die Strukturen des Westens, insbesondere jene der USA zu decouvrieren. Ist es Ihnen bewusst geworden, wie sehr der AIPAC-Einfluss, bisher so etwas wie ein ganz großes Tabu, plötzlich im Kreuzfeuer aller Kritik steht?

Adversarius: Aus Ihrer Sicht offenbar zu unrecht, weil diese dummen Kritiker ja nicht den paradoxen Nutzen dieses Einflusses zu erkennen im Stande sind…

Advocatus: Diese billige Häme ist offenbar das letzte, das Ihnen verbleibt. Halten wir fest, dass Ihre Anklage zumindest in wesentlichen Punkten in sich zusammengebrochen ist, da Sie nicht die realpolitischen, ökonomischen wie moralischen Meriten des philosophischen Trumpismus zu erkennen im Stande gewesen sind. Ob Ihrer spießbürgerlichen „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass“- Argumentation würde ich, wäre ich nicht der menschenfreundliche Advocatus, der ich nun mal bin, sondern ein grimmer Adversarius Ihres Zuschnitts, gegen Sie wie folgt polemisieren: Ein bisschen mehr Transatlantizismus auf Ihrer Seite und man könnte meinen, Ihr Name sei Unterberger.

Adversarius: Diesen Tiefschlag verbitte ich mir, das geht entschieden zu weit! Ich erkläre nicht nur diese Diskussion, sondern auch Ihrer Mitwirkung in diesem Blog mit sofortiger Wirkung für beendet!

Advocatus: Ich räume ein: Das war höchst unangemessen, verteidigt doch Unterberger Trumps Kriegspolitik über alles…

Adversarius: Abgesehen von allem Übrigen!

Advocatus: Abgesehen von allem Übrigen, Sie haben Recht, ich muss um Entschuldigung bitten. Aber mir geht es ähnlich wie Ihnen, auch aus mir spricht letztendlich nichts anderes als tiefe Verzweiflung.

Adversarius: Gut. Gewährt. In gegebenem Zusammenhang muss ich jedoch auf ein spezifisches Phänomen hinweisen, nämlich auf den Umstand, dass es bei gewissen Personen schwierig zu entscheiden ist, ob man dem moralischen oder der geistige Zusammenbruch mehr Gewicht beimessen sollte… Geben Sie mir wenigstens darin Recht!

Advocatus: Aber ja, selbstverständlich! Wenn Sie damit nicht mich meinen…

Adversarius: Wie könnte ich… Und nun zu Ihrer Verzweiflung: Die glaub ich Ihnen gerne! Ich beneide Sie wahrlich nicht um Ihr Amt, Herr Collega! Aber warum um alles in der Welt haben Sie sich denn eine derartige Agenda aufgebürdet?

Advocatus: Vielleicht, weil ich nicht ohne Hoffnung leben kann?

Adversarius: Warum müssen Sie Ihre offenbar einzigen Hoffnungen ausgerechnet auf eine Kreatur wie Trump setzen? Überhaupt als Katholik, und noch dazu in der Osterzeit?

Advocatus: Sie haben ja so recht… Aber auf der anderen Seite … besteht vielleicht nicht doch eine kleine Chance, dass mein Optimismus…

Adversarius: Ich will Ihnen diese Hoffnung keineswegs nehmen, Herr Collega. Angenommen es kommt so, wie Sie sagen. Und es geht alles einigermaßen gut aus. Aber warum um alles in der Welt wollen Sie ausgerechnet zugunsten eines geistig wie charakterlich minderwertigen Subjekts wie Donald Trump irgendwelche Meriten reklamieren?

Advocatus: In dubio, Herr Kollege, Sie wissen ja, in dubio…


Larry Johnson : Who Controls Hormuz?

von kennerderlage
 
 
Larry Johnson analysiert mit Judge Napolitano die aktuellen Entwicklungen am Persischen Golf sowie generell im Krieg der USA und Israels gegen den Iran:
 
 
Unter den Kommentaren zu diesem Video macht einer besonders betroffen (hier in deutscher Uebersetzugn):
@adrianariaratnam5817
Symbolträchtig war die Episode durch die Worte des Oberrabbiners der iranischen jüdischen Gemeinde, der Israel nach der Zerstörung der Synagoge und der angrenzenden Bibliothek in Teheran durch die israelische Luftwaffe scharf kritisierte und erklärte: „Sie werden uns niemals verzeihen, dass wir antizionistische Juden sind.“
Wie schon ein israelischer Historiker treffend sagte: Zionisten glauben zwar nicht an Gott, aber daran, dass dieser ihnen (Gross-)Israel als Gelobtes Land verheissen hat.... 
 

Montag, 20. April 2026

What a revelation....

by  Meme Dept. 


Kaufstrategie ändern

von Helmut


Es ist zwar nichts Wichtiges, aber trotzdem interessiert mich, ob das eine rumänienspezifische Beobachtung ist oder ob sich das in Österreich oder Deutschland genauso ereignen könnte. Dazu interessiert mich, ob sich das Kaufverhalten der Kunden – so wie in meinem Falle – generell ändert oder ob ich da vielleicht überreagiere.

Mein Mail an die Verantwortlichen, das man auch im rumänischen facebook nachlesen konnte, worauf auch mehrere Reaktionen kamen, auch Reklamationen. An die Geschäftsleitung von Dedeman (eine rumänische Baumarktkette) :

Ich bin eigentlich ein treuer Dedeman-Kunde, kaufe seit Jahren in der Filiale Hermannstadt ein und bin nun froh, dass wir auch in Mediasch eine Filiale haben. Hinsichtlich der Beratung sowie dem Kundenservice hatte ich nie Probleme, die Verkäufer vermitteln den Eindruck, dass sie geschult sind und wissen, wovon sie reden. Sollte doch einmal ein Produkt für den geplanten Zweck nicht zutreffend sein, so gab es keine Probleme beim Umtausch oder bei der Rückerstattung des Kaufpreises.

Nun bin ich um eine Erfahrung reicher:

Ich war auf der Suche nach einem kleinen Spiegelschrank für eine Toilette, der sich innerhalb der Maße 50 x 60 cm (Länge mal Höhe) befinden muss. Diese Mini-Schränke sind mittlerweile sehr selten geworden. In dieser Form war nur ein einziges Exemplar bei Dedeman im Angebot. Allerdings war das nicht mit einem Preis versehen.

Das Seltsame war, dass alle ausgestellten Objekte unterteilt waren, das heißt, man konnte entweder den Hängeschrank oder den Unterschrank mit dem Waschbecken oder die Waschbatterie extra kaufen, für alles war eine Preisauszeichnung. Bei dem Exemplar, bei dem der Hängeschrank in mein Maßkonzept passte, war es nur möglich, das gesamte Ensemble, also Hängeschrank, Unterschrank und Batterie zusammen für einen bestimmten Preis zu kaufen.

Genau das aber wollte ich nicht, ich benötigte nur den Spiegelschrank. Ich fragte die Fachverkäuferin, ob ich diesen Schrank alleine kaufen könne, und sie verneinte. Dieser Hängeschrank stünde nur im Angebot mit dem gesamten Ensemble. Die Fachverkäuferin war bereits mit anderen Kunden beschäftigt, deshalb fragte ich nicht weiter.

Daraufhin fragte ich bei der Information, ob man diesen Spiegelschrank gesondert beziehen könne. Die beiden jungen Damen meinten, dass es sicher nicht möglich sei, wenn die Fachverkäuferin das bereits verneint hätte. Allerdings machten sie sich auch nicht die Mühe, das zu überprüfen, ob der gesonderte Kauf, evtl. auch auf gesonderte Bestellung, möglich sei. Sie meinten, dass der Produzent, der dieses Ensemble an Dedeman geliefert hätte, das so vorgegeben hätte und da gäbe es dann keine Möglichkeit.

Das aber war für mich keine zufriedenstellende Antwort, sondern entsprach eher meiner Einschätzung, dass es für die beiden Damen an der Information ein zusätzlicher Arbeitsaufwand wäre, das beim Hersteller auszuloten, und dass dieser Arbeitsaufwand nicht im Interesse der beiden Damen liegt. Es ist für mich gut vorstellbar, dass auf gesonderte Bestellung dieser Spiegelschrank auch extra geliefert werden könnte, denn jeder Produzent hat ein Interesse am Verkauf. Bei einem kleineren Geschäft wäre dann sicher die Antwort in der Form gekommen, dass man am nächsten Arbeitstag, also am Montag, versuchen wird, das beim Lieferanten zu klären und dass ich dann telefonisch informiert werden würde.

Über diese Reaktion der beiden Damen, was für sie ja einen zusätzlichen Aufwand bedeuten würde, war ich natürlich verärgert. Ich stellte mir die Frage, warum sie in dieser Form reagiert haben. Es könnte sein, dass es auf Anweisung der Geschäftsführung erfolgt ist, die prinzipiell den Angestellten aufgegeben haben, sich bei Verkäufen nur auf das zu konzentrieren, was in der entsprechenden Preisauszeichnungsform vorhanden ist und zusätzliche Nachfragen für Sonderbestellungen abzulehnen, weil sich der dadurch entstehende Aufwand nicht rechnet.

Aber es könnte genauso gut sein, dass es den beiden Damen einfach zuviel war, das am nächsten Montag zu klären und sich der in Rumänien üblichen Standardantworten zu bedienen, die auch bei Behördengängen in dieser Form bekannt sind: „Das weiß ich nicht”, oder „Das geht nicht”.

Nun habe ich mich des Internets bedient und dort einen Hängeschrank gefunden, der meinen Vorstellungen entspricht. Das Ganze zu einem akzeptablen Preis ohne zusätzliche Kosten für die Kurieranlieferung. Was bedeutet diese neue Erfahrung für mich:

Früher bin ich erst einmal in den Baumarkt gegangen, um mir anzusehen, was es dort im Angebot gibt. Erst, wenn es beim besten Willen nicht möglich war, einen bestimmten Artikel zu finden, habe ich mich im Internet umgesehen. Nun dreht sich die Kaufmethode bei mir um:

Zukünftig werde ich im Internet erst suchen, ob ich da fündig werde, und erst bei Nichterfolg werde ich versuchen, im Baumarkt den gesuchten Artikel zu finden. Auf diese Weise erfolgt die Umerziehung des Kunden zu einer anderen Kaufmethode. Ob das vom Baumarkt, in dem Fall von Dedeman, gewünscht war, kann ich nicht beurteilen, aber für mich ist das die logische Konsequenz.


Sonntag, 19. April 2026

Be Prepared...

by  Meme Dept. 




and



Alban Berg: Violinkonzert

von LePenseur
 
 
Heute vor 90 Jahren, am 19. April 1936, wurde das Violinkonzert von Alban Berg nach dem Tod des Komponisten unter der Leitung von Hermann Scherchen auf dem Musikfest im Palau de la Música Catalana in Barcelona uraufgeführt.
 

Hier erklingt das Werk durch den Solisten Itzhak Perlman, begleitet vom Boston Symphony Orchestra unter Seiji Ozawa.
 

Chas Freeman: Diplomacy Fails - Strait of Hormuz Shut Down Again

von kennerderlage
 
 
Interessante Analyse der geopolitischen Lage am Persischen Golf durch den ehem. Botschafter Chas Freeman:
 
 
Ein Poster unter dem Video kommentiert diese Analyse wie folgt (in dt. Uebersetzung):
Botschafter Freeman ist der kenntnisreichste und wortgewandteste aller YouTube-Stars, die über den Krieg und die internationalen Beziehungen sprechen. Er ist ein wahrer Schatz, und ich persönlich verpasse keine Gelegenheit, ihm zuzuhören. Vielen Dank, Prof. Diesen, dass Sie Botschafter Freeman die Möglichkeit gegeben haben, in diesem durch die illegalen Operationen der USA und Israels entstandenen Schlamassel für Klarheit zu sorgen. Es ist bedauerlich, dass der Botschafter keine wichtige Entscheidungsposition innehat, denn die ganze Welt könnte von seiner Weisheit enorm profitieren. 
So ist es!
 

Samstag, 18. April 2026

Israel Warns Trump!

by  Meme Dept. 




Treibstoffkosten aktuell in Osteuropa

von Helmut
 
 
Moldawien: Diesel ca. 1,50 €
Benzin ca. 1,60 €
Autogas ca. 0,80 €

Rumänien: Diesel ca. 1,85 € (erst kürzlich gesenkt, war vorher auf über 2 €)
Benzin ca. 1,61 € (erst kürzlich gesenkt, war vorher auf 1,88 €)
Autogas ca. 0,87 €

Ungarn: Diesel 1,71 €
Benzin 1,64€
Autogas ca. 0,90 €
 
Mit ausländischer Nummer habe ich in Ungarn ca. 50 Ct. pro Liter mehr bezahlen müssen.

Bei Österreich ist es für mich undurchsichtig, in der Osterwoche habe ich Tankstellen gesehen, bei denen man den Diesel für 2,05 € bekam, und gleichzeitig auch andere, wo der Diesel 2,36 € kostete.

Das alles ist oftmals nur schlecht überprüfbar, immer wieder erlebt man Überraschungen. Dass diese Preise nicht nur dem Markt entstanden sind, der auf Angebot und Nachfrage basiert, ist in dem Moment klar, wenn man die Preise von Rumänien mit Moldawien vergleicht. Man muss wissen, dass der überwiegende Teil der Fahrzeuge, natürlich auch die LKWs, mit Diesel fahren.

Bleiben wir also beim Preis vom Diesel. Bis vor kurzem noch etwas mehr als 2 € in Rumänien, und in derselben Zeit in Moldawien 1,50 €. Wie sieht das mit der Treibstoffversorgung in Moldawien aus:
  • Moldawien importiert nahezu seinen gesamten Bedarf an Treibstoff (Erdölprodukte, Erdgas, Kohle), da das Land kaum eigene fossile Ressourcen besitzt.
  • Erdölprodukte (Diesel, Benzin): Diese werden überwiegend über Rumänien importiert.
  • Stromversorgung: Die Stromversorgung erfolgt nun weitgehend über Importe aus Rumänien.
Nun soll mir mal jemand einleuchtend erklären, warum derselbe Sprit, der in Rumänien 2 € kostet und nach Moldawien exportiert wird, bei denen nur mehr 1,50 € kostet.

Schon an diesem einfachen Beispiel ist erkennbar, dass wir alle an der Nase herumgeführt werden, von den Politikern, den Treibstoffkonzernen, etc. etc. Und es ist jedem egal. Niemand protestiert (wirksam, mit Demos auf den Straßen) dagegen. Gerade mal die Iren. 
 
Also bedeutet das, dass das akzeptiert wird, denn Schweigen bedeutet immer Zustimmung. Also, lasst doch den Dieselpreis auf 5 € anwachsen, und dann ist der Staatshaushalt gerettet! 
 

HORMUZ OPENING? CEASEFIRE ENDING? Conflicting Messages - LtCol Daniel Davis & Larry Johnson

von kennerderlage
 
 
Langsam wird es mehr als "diffus", was Melanias Ehemann so in den (a)sozialen Medien von sich gibt, und Larry Johnson hat nicht Unrecht, wenn er meint: wenn Opa oder Oma solche Statements von sich geben, dann vertraut man ihnen keinen Autoschluessel mehr an! Um noch wieviel weniger den Atomkriegsstartknopf... 
 
Es ist eine Unterhaltung zweier fassungsloser Beobachter, die dessen ungeachtet versuchen, in diese Sache ordo ab chao zu bringen. Was auch irgendwie den Reiz einer Stegreif-Fernsehshow hat...
 
 
Was leider keinen Reiz so einer Fernsehshow hat, ist der Hintergrund der wirtschaftlichen Auswirkungen, ob Hormuz nun offen ist oder eben doch nicht. Und hier kommt einem der Verdacht, dass dieses Posting von Trump nur einen wahren Grund hat: den Markt damit zu manipulieren und einigen vorab informierten Personen seines Umfelds sehr beachtliche Spekulationsgewinne zu vermitteln!
 

Freitag, 17. April 2026

Zeitlose Wahrheiten aus dem Netz (176)

 



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