Montag, 24. August 2026

Das wahre Gesicht der USA: Wesley Clark und ein überaus interessantes Interview.

von Helmut
 
 
Zur Erinnerung, wer mit dem Namen Wesley Clark im Moment nichts anfangen kann:

https://de.wikipedia.org/wiki/Wesley_Clark

Es geht mir um das Interview aus dem Jahre 2007, das er bei „democrazy now“ gegeben hat:

 

Natürlich gehe ich davon aus, zumal es mit Untertiteln versehen ist, dass die meisten unter uns das auf englisch nachvollziehen können, aber ich habe mir die Mühe gemacht, es aufzuschreiben und auf deutsch zu übersetzen.

https://www.youtube.com/watch?v=F6P3xsxaKhY

 

 

Hier die Aussagen von Clark, und über dessen Seriosität und Glaubwürdigkeit gibt es wohl keinen Zweifel:

Das Pentagon. Unmittelbar nach dem 11. September, etwa zehn Tage danach, war ich im Pentagon und traf dort Verteidigungsminister Rumsfeld und den stellvertretenden Verteidigungsminister Wolfowitz. Ich ging nach unten, um einige Mitarbeiter des Gemeinsamen Stabes zu begrüßen, die sich für mich eingesetzt hatten, und einer der Generäle bat mich herein. Er sagte: „Sir, Sie müssen kurz hereinkommen und mit mir sprechen.“

Ich sagte: „Nun, Sie sind doch sicher zu beschäftigt.“ Er sagte: „Nein, nein.“ Er sagte: „Wir haben die Entscheidung getroffen, dass wir gegen den Irak in den Krieg ziehen.“ Das war am oder um den 20. September herum. Ich sagte: „Wir ziehen gegen den Irak in den Krieg? Warum?“ Er sagte: „Ich weiß es nicht.“ Er sagte: „Ich schätze, sie wissen nicht, was sie sonst tun sollen.“

Also fragte ich: „Na ja, haben sie denn irgendwelche Informationen gefunden, die Saddam mit Al-Qaida in Verbindung bringen?“ Er sagte: „Nein, nein.“ Er meinte, in dieser Hinsicht gäbe es nichts Neues. Sie hätten einfach die Entscheidung getroffen, gegen den Irak in den Krieg zu ziehen. Er sagte: „Ich schätze, es ist so: Wir wissen nicht, was wir gegen Terroristen tun sollen, aber wir haben ein gutes Militär und können Regierungen stürzen.“ Und er sagte: „Ich schätze, wenn man nur einen Hammer als Werkzeug hat, muss jedes Problem wie ein Nagel aussehen.“

Also kam ich ein paar Wochen später wieder zu ihm, und zu diesem Zeitpunkt wurden bereits Bombenangriffe in Afghanistan geflogen. Ich fragte: „Ziehen wir immer noch in den Krieg gegen den Irak?“ Und er sagte: „Oh, es ist noch schlimmer als das.“ Er griff nach seinem Schreibtisch, nahm ein Blatt Papier und sagte: „Das habe ich gerade von oben bekommen“, womit er das Büro des Verteidigungsministers meinte. Und er sagte: „Das ist ein Memo, in dem beschrieben wird, wie wir in fünf Jahren sieben Länder ausschalten werden, angefangen mit dem Irak, dann Syrien, dem Libanon, Libyen, Somalia, dem Sudan und zum Schluss der Iran“. Ich fragte: „Ist das geheim?“ Er antwortete: „Ja, Sir.“ Ich sagte: „Na gut, dann zeigen Sie es mir nicht.“

Als ich ihn vor etwa einem Jahr wieder sah, fragte ich: „Erinnern Sie sich noch daran?“ Er antwortete: „Sir, ich habe Ihnen dieses Memo nicht gezeigt. Ich habe es Ihnen nicht gezeigt.“ Die Interviewpartnerin: „Entschuldigung, wie haben Sie gesagt, heißt er?“ Antwort: „Ich werde Ihnen seinen Namen nicht nennen.“ „Also, gehen Sie die Länder noch einmal durch.“ „Nun, angefangen mit dem Irak, dann Syrien und der Libanon, dann Libyen, dann Somalia, dann der Sudan und schließlich der Iran.“

Wer die Geschichte nach der Jahrtausendwende genau verfolgt hat, kann die Parallelen dazu erkennen ...

 

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