Freitag, 7. Dezember 2018

Nebenwirkungen von metoo - die zweite

von Bastiat


Ich bin vor einiger Zeit hier schon einmal darauf eingegangen, welche unerwarteten Nebenwirkungen der #metoo-Schwachsinn hat. Und zwar schädigt er genau die Gruppe, die er zu schützen vorgibt – die berufstätigen Frauen. Und „unerwartet“ sind diese Nebenwirkungen eigentlich nur für geistig Minderbemittelte, die glauben, man könnte sich mit der Zerstörung von Reputation und Existenz von Männern, ohne Sachbeweise zu liefern, aufführen wie der Elefant im Porzellanladen, ohne Reaktionen vom Besitzer des betreffenden Porzellanladens zu provozieren.

Nun, wenn ein Elefant im Porzellanladen randaliert, ist es Zeit, die Elefantenbüchse zum Einsatz zu bringen. Und diese Vorgangsweise scheint in der US-Wirtschaft allmählich Fuß zu fassen. Das Handelsblatt berichtet von entsprechenden Reaktionen in der US-Finanzbranche. Die Beschäftigung von Frauen wird dort zunehmend als Risikofaktor betrachtet. Wie bereits zuletzt beschrieben: Männer in Führungspositionen handeln primär rational. Risikofaktoren werden, so weit es geht, ausgeschaltet. Was bedeutet, wie im Artikel so schön beschrieben, es „könnte die Wall Street noch mehr zu einem Männerklub werden, als sie es sowieso schon ist.“

Also weniger hochbezahlte Top Jobs für Frauen bei den Profiteuren des staatsmonopolistischen Fiat Geld System. Tja, tough luck, ladies. Wie bestellt, so geliefert.

Natürlich wird im Artikel auch rumgejammert, dass ja eigentlich – einmal mehr – nur die toxischen, alten weißen Männer Schuld seien. Ihnen würden angeblich „die Umgangsformen fehlen, um entspannt mit weiblichen Kollegen umzugehen.“ So etwas wie mögliche Falschbeschuldigungen existieren in der einfachst gestrickten Gedankenwelt von Schreiberlingen nicht. Frauen würden doch niemals lügen. Selbst wenn eine Falschbeschuldigung ein einfacher Weg wäre, etwa einen männlichen Konkurrenten um einen Spitzenjob beiseite zu räumen. Niemals.

Und, die alten weißen Männer hätten angeblich „Probleme, mit der neuen Zeit zurechtzukommen.“ Irrtum, sprach der Igel: genau das Gegenteil ist der Fall. Die Manager haben sich perfekt auf diese „neue Zeit“ eingestellt und eliminieren mögliche Risiken für sich und die Firma. Perfekt gemacht!

Wintermarkt in Thuringistan

von Fragolin

Im thüringischen Gera fand ein ganz besonderes „Konzert gegen Rechts“ statt: Direkt neben der von ungläubigen Kuffar bis heute in faschistischem Trotz als „Weihnachtsmarkt“ bezeichneten Beleidigung für mohammedanische Neubürger haben Afghanen eine Demonstration abgehalten und das widerliche Treiben der Kartoffeln laut mit afghanischem Gedudel beschallt. Immerhin musste den Nazi-Ossis mal wieder klar gemacht werden, wer jetzt hier der neue Chef am Marktplatz ist. Schlimmer als das in Endlosschleife abgedudelte Dschingelbälls-Wonderländ-Geplärre kann es nicht kommen, dachte der verstockte Thüringer bisher, doch jetzt wurde er eines Besseren belehrt.

„Zu befürchten ist, dass durch die Art und Weise der Kundgebung bei vielen Passanten das Gegenteil dessen bewirkt wurde, was bewirkt werden sollte.“

Also sprach der Bürgermeister.
Irrtum.
Die diese dreiste Provokation unterstützende SED im neuen Kleid will genau das bewirken: empörte Reaktionen und Kommentare, auf die sie sich wieder stürzen können um zu beweisen, wie Nazi und faschistisch die bösen Deutschen sind und dass sie ganz dringend noch viel mehr Geld für ihren „Kampf gegen Rechts“ brauchen. Es ist die immer gleiche Strategie aus der Stasi-Werkzeugkiste, die Menschen aus einer selbsterklärt höheren Position heraus mit feinen Nadelstichen so lange zu piesacken, bis dem Ersten der Kragen platzt – um dann sofort loszukreischen, wie aggressiv und brutal diese widerlichen Gegner wären, und das wäre jetzt der Beweis dass man sie mit aller Härte verfolgen, in Gulags sperren oder gleich per Genickschuss liquidieren muss. Kommunistenpack in Reinkultur eben.

„Allerdings sei die Kundgebung ordnungsgemäß angemeldet worden, auch für sie gelte das Recht auf Versammlungsfreiheit. Nach Ansicht Vonarbs dürfe der Weihnachtsmarkt in Gera keine Bühne für politische Botschaften sein. „Rein formal gehört der Bürgersteig allerdings nicht zum Weihnachtsmarkt, hierdurch kam es überhaupt erst zu der Situation“, heißt es in der Mitteilung der Stadt vom Dienstag.“

Das Recht auf Versammlungsfreiheit wird aber nicht angetastet, wenn man diese Versammlung nur unter Auflagen erlaubt. Zum Beispiel was den Ort betrifft – sie hätten sich auch vor dem Bahnhof versammeln können – und was die Geräuschentwicklung betrifft – Versammlung heißt nicht die halbe Stadt aus aufgedrehten Boxen zu beschallen. Also billige Ausrede. Man hatte nur Schiss den von links aufgestachelten Neubürgern irgend einen Platz am Stadtrand zu geben, denn das unweigerlich zu erwartende Mimimi-Rassisten-Nazi-Gekreisch der Linken hat anscheinend auch den letzten Kommunalpolitiker schon weichgeklopft. Und die Polizei ebenso:

„Im Vorfeld hätten die Behörden mit den Veranstaltern der Demo außerdem eine maximale Lautstärke vereinbart. Ob die letztlich eingehalten wurde, ist unklar.“

Ich bin mir nur nicht sicher, ob die Drahtzieher hinter dieser Aktion (am Geraer Weihnachtsmarkt gegen den Krieg in Afghanistan zu demonstrieren ist ja von der Begründung her schon ein schlechter Witz) jetzt glücklich oder traurig sind. Glücklich, weil das bereits gut erzogene deutsche Schafsvolk kopfschüttelnd und raunzend aber tatenlos an dieser Provokation vorbeitrottet oder traurig, dass es auch diesmal nicht dazu gekommen ist, dass sich eine Gruppe Jugendlicher zusammentut und den linken Blockwarten im Hintergrund Handyfilme von „rassistischen Beschimpfungen“ und „Menschenjagden“ zu liefern.
Was mal wieder ein nettes Sittenbild der Linksextremen liefert, die „Flüchtlinge“ für Provokationen instrumentalisieren, um rechte Gewalt überhaupt erst zu erzeugen und diese dann auch auf andere zu lenken. Kanonenfutter für ihre Hasspropaganda, das ist es, was von der humanistischen Menschenrettungsattitüde der Linken übrig bleibt. Die Linksextremen importieren den Islam, weil sie diesen als Instrument zur Zerschlagung der verhassten Gesellschaft benutzen wollen.
Ob das nach hinten losgehen wird?
Auf jeden Fall.
Aber Denken war der Linken Stärke nie…

Donnerstag, 6. Dezember 2018

Am 3. Februar 2019


... steigen die USA also aus dem INF-Vertrag aus. Das wäre wenigstens die logische Schlußfolgerung aus dem, was DiePresse (wie üblich, von APA/dpa ab-)schreibt:

Abrüstung: USA setzen Russland 60-Tage-Ultimatum

Russland soll mit einem neuen Marschflugkörper gegen den Vertrag zum Verzicht auf atomare Mittelstreckenwaffen verstoßen. "Russland ist kein Land, dem man ein Ultimatum stellt", heißt es postwendend aus Moskau. Nun wird eine Aufrüstungsspirale in Europa befürchtet.
(Hier weiterlesen)
Nun, der geopolitische Rinderwahnsinn, dessen Ausbruch ich gestern befürchtete, geht bereits los ... 
 
Man muß die transatlantischen Trolle, die DiePresse unter dem Artikel mit Parolen überschwemmen und jetzt angestrengt auf »Wir werden Putin schon schlachten!« hyperventilieren, doch dabei leider vergessen, daß das Feld dieses Schlachtens sich vermutlich in den mittleren Teilen Europas befinden dürfte, auf ein paar Dinge hinweisen, die sich seit dem letzten Versuch, Rußland unters kaudinische Joch der Wall-Street-Mafia zu beugen, doch ein bisserl geändert haben:

1. Die Finanzlage:
 
Zu Zeiten der späten UdSSR war der Ostblock faktisch bankrott. Wenn ich mir heute die Finanzlage Rußlands ansehe, und sie mit dieser netten Graphik vergleiche, dann könnte — nein: dürfte! — ein Kräftemessen, das nicht nach der Methode »Blitzkrieg« die Russen innerhalb von wenigen Tagen vernichtet, einigermaßen in die Stars&Stripes-Hosen gehen. Weil einfach die finanziellen Ressourcen nicht mehr da sind. Und Zwangsanleihen und Enteignungen mögen die Herren der Wallstreet nicht so wirklich — doch ohne solche wird es bei dieser Überschuldung kaum länger gehen. Das war ab den 1960er-Jahren, als die USA die UdSSR durch gezieltes zu-Tode-Rüsten in den Ruin trieben, noch anders (wie man in der obigen Graphik auch deutlich sehen kann). Heute wird es wohl nicht wirklich funktionieren.

2. Die Position Chinas:

Bei Untergang der Sowjetunion war China dieser gegenüber recht feindlich gesonnen, und versuchte Anschluß an den US-Westen zu finden. Heute sind China und Rußland zwar nicht befreundet, das wäre zuviel gesagt — aber daß die schrille »Hoppla-jetzt-komm-ich«-Art Trumps die traditionell auf Gesichtswahrung bedachten Chinesen nicht gerade auf seine Seite ziehen wird, liegt auf der Hand — Doch ohne die Unterstützung durch China wird Washington Moskau einfach nicht »derheben« (wie der Wiener sagt).

3. Die innenpolitische Lage Rußlands:

Im Gegensatz zu den letzten Jahr(zehnt)en der Sowjetunion, in denen eine von der Bevölkerung in weiten Teilen abgelehnte Führung diese mit zunehmender Gewaltanwendung und Unterdrückung in Schach halten mußte, was zu Frustration und inneren Reibungsverlusten führte, ist Putin deutlich populärer. Vielleicht nicht so populär, wie er möchte und seine Anhänger gern erzählen — aber er ist es ohne jeden Zweifel (auch wenn es den Transatlantikern überhaupt nicht gefällt). Von einer solchen Popularität aus kann man anders agieren, als vom Hochsicherheitsbunker des Zwingherrn.

4. Die innenpolitische Lage der USA:

Diese ist zwar nicht so gespalten, wie es unsere linkslastigen Medien in EUropa gern beschreiben — aber von Geschlossenheit und Einigkeit auch ziemlich weit entfernt. Sagen wir so: es wird tendenziell weniger Russen geben, die Putin, als US-Amerikaner, die Trump am liebsten als Haifischköder sehen wollten ...

5. Die Undurchführbarkeit einer »nuklearen Option«:

Wenn selbst ein vergleichsweise nuklearer Zwerg wie Nordkorea nahezu unangreifbar ist, weil keiner eine Atombombe auf eine Großstadt mit ihren zig(hundert)tausenden Toten riskieren will, dann ist eine atomare Großmacht wie Rußland erst recht unangreifbar, und zwar auch (und v.a.) in Bezug auf
 
6. Die Kampfkraft der Streitkräfte:
 
Vor allen für die US-Army, die in den konventionellen Kriegen der letzten hundert Jahre doch nur gezeigt hat: ja, sie hat viel Material! Und nein: sie hatte und hat weder geniale Heerführer, die man ja nicht daran erkennt, daß sie, aus dem Vollen schöpfend, einen unterlegenen Gegner abschlachten können, sondern daran, daß sie mit einem Hosenknopf bewaffnet durch gewitzte Strategie gegen eine Übermacht gewinnen (oder doch bestehen) können — und, vor allem: sie hat ein untermittelprächtig kampftüchtiges Fußvolk. Ja, ja, ich weiß ... die Marines ... aber man werfe doch einen ungeschönten Blick in die Geschichte des gesamten 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts: die US-Army hatte entweder einen auf Materialüberlegenheit basierten, schnellen Erfolg, oder ... zermürbend peinliche Niederlagen. Man vergleiche das mit der russischen Armee ... Sicher: die deutsche Wehrmacht war da nochmals »ein anderes Kaliber« — aber die gibt's nicht mehr, und die gurkentruppe der Flintenuschi tut irgendwie gut daran, jede Pflege alter Wehrmachtstraditionen auszumerzen: sie wären doch nur peinlich-mahnende Menetekel für die Bundeswehr — und ehrenrührige Besudelung der Wehrmacht durch ihre minderwertige Nachfolge.
 
7. Der Vorteil des Verteidigers:
 
Schließlich sollte noch ein entscheidender Vorteil Rußlands in diesem Spiel nicht vergessen werden: es agiert aus der Rolle des gelassenen Verteidigers. Wer Rußland ernstliche angreifen will, muß sich in die endlosen Weiten dieses Landes begeben. Sein Vorfeld hat es im Zuge des Zzusammenbruchs des Ostblocks längst eingebüßt — hier bleibt von US-Seite also relativ wenig Möglichkeit zu billigen »Siegen« (Weißrußland oder das kleine Transnistrien vielleicht, aber auch das ist unwahrscheinlich). Doch den Krieg ins Territorium eine Nuklearmacht selbst hineinzutragen, das wird nur gehen, wenn diese selbst es durch einen Angriff provozieren würde. Wofür es allerdings keinerlei Anzeichen gibt. Wo — und v.a. warum — sollte Rußland so etwas machen? Oder glaubt jemand ernstlich, die Russen dächten daran, die Ukraine gewaltsam »heim ins Reich« zu holen? Oder Kasachstan? Oder Georgien? Oder das Baltikum. Oder ... naja: was denn dann eigentlich? Das ist doch alles lächerlich ...
 
Ich habe deutlich mehr als die Hälfte meiner Lebenszeit unter der Atmosphäre des Kalten Krieges verbracht, und daher glaube ich nicht, daß es wirklich zu einem totalen Showdown kommen wird. Einerseits bleibt da immer das Restrisiko eines Verrückten, der auf den sprichwörtlichen roten Knopf drückt, bzw. das der Verkettung von Irrtümern, die dann unkorrigierbare Aktionen auslösen, und andererseits mag auch eine Dauerlähmung Europas durch Sanktionen vielleicht im Interesse der USA (und Chinas) sein, aber sicher nicht in dem unseren.

Und genau deshalb kann ich die Reaktionen unserer transatlantisch durchsetzten Politruks nur mit Kopfschütteln verfolgen. Und mit dem Ekelgefühl, das eine derartig opportunische Handlungsweise in einem moralisch normalveranlagten Menschen auslösen sollte.
 
 

Das Zentrum für faschistische Schönheit

von Fragolin

Das linksradikale Blockwartportal des sogenannten „Zentrums für politische Schönheit“, einer Vereinigung offensichtlich ultralinker Demokratie- und Verfassungsfeinde, die unter dem Vorwand „Kunst“ wie man sieht knallharte politische Propaganda und politischen Aktionismus weit außerhalb der Legalität betreiben, wird verklagt.
Gut, denkt man sich.
Doch die Sache hat einen Haken.
Die Linksradikalen wurden nicht etwa dafür angezeigt, dass sie widerrechtlich Fotos von Demonstranten veröffentlicht, die persönlichen Daten der Abgebildeten dazugeschrieben und recht eindeutig illegale Forderungen nach „Bestrafungen“ formuliert haben und für die Denunziation von Nachbarn, Bekannten oder Arbeitskollegen sogar Bargeld auslobten. Nein, das ist in Deutschland inzwischen salonfähig geworden, wenn Linke ganz offen Recht und Gesetz brechen und in einer Art Inquisition Denunzianten bezahlen, die Gemeldeten der modernen Hexerei des „Rechts-Seins“ anklagen und vor-verurteilen in Einem und das Urteil, ein Nazi und in guter Tradition faschistischer Entmenschlichung des politischen Gegners eine „AfD-Ratte“ zu sein, auf jede Litfaßsäule zu kleben.

Das Kündigen von Wohnungen, Konten oder Broterwerb nach Vernaderung des Delinquenten durch solche Lichtgestalten der „politischen Schönheit“, die die Schönheit von lodernden Scheiterhaufen meint, steht in Merkeldeutschland inzwischen an der Tagesordnung. Das Verbrechen der Verurteilten: Sie sind einer anderen Meinung als die Regierung. Das war in Deutschland schon immer ein Verbrechen, hat solche Intensität aber das letzte Mal nur im Osten erreicht, in der ideologischen Wiege der heutigen Regentin des neoteutonischen Siedlungsgebietes.

Nein, der Anklagepunkt ist nicht das widerliche Denunziations-, Hass- und Hetzsystem der ultralinken Glaubenskongregation, sondern dass sie auch Fotos veröffentlichten, die von einem jüdischen Antisemitismus-Verein gemacht wurden. Deshalb kann die Nachfolgeorganisation des Rundfunks der DDR, in der ja auch noch ausreichend alte SED-Recken ihren Dienst versehen sollen, die sicher genug Nachsicht mit dem Wiederaufleben der alten Stasi-Methoden aufbringen, auch nichts wirklich Verwerfliches im Tun dieser Linksradikalen finden. Nur das Urheberrecht einer jüdischen Organisation hätten sie nicht brechen dürfen, aber ansonsten: Null Problemo.

Ach ja, die alten SED-Recken tröten auch aus der „Linken“, es wäre doch alles harmlos und nur „Kunst“ (dass Stalin diese Ausrede nicht eingefallen ist…), und außerdem hätte ja auch die AfD ein Meldeportal eingerichtet.
Ja, so sind sie. Keinen Genierer, Äpfel mit Pferdekot zu vergleichen.
Die AfD hat keine Bargeld-Belohnung für Denunzianten ausgeschrieben.
Die AfD hat keine Bilder, Namen und verhetzende Kommentare zu den Dargestellten veröffentlicht.
Die AfD hat keine Daten für radikale Schlägertrupps zugänglich gemacht.
Die AfD hält alle Daten geheim und versteht sich als Vermittler zu den Schulbehörden, sollte es zu mehreren oder besonders ernsthaften Meldungen kommen.
Nein, das muss man nicht gut finden, aber man kann es auf keinen Fall auch nur ansatzweise vergleichen mit bezahltem Denunziantentum und öffentlicher sozialer Hinrichtung der Vernaderten. Hätte die AfD wirklich ein Hetzportal ähnlich dem der Linksradikalen eingerichtet, es würde schon längst ganz Deuschland toben und sich der Verfassungsgerichtshof damit beschäftigen, ob die Partei verboten gehört. Zurecht, übrigens. Nur bei der Linkspartei, die ideologisch den „Künstlern“ die Staffelei hält, muss man nicht damit rechnen.

„Im Raum steht, ob wirklich sämtliches Bildmaterial echt ist und von den Chemnitzer Demos stammt. (…) Problem sei bei dieser künstlerischen Aktion, dass man hier im Moment nicht im Einzelnen zwischen Wahrheit und Fiktion unterscheiden könne.“

Und dann ist noch nicht einmal erwiesen, ob nicht von vornherein mit Fake gearbeitet wird. Fake News, Alternative Fakten, Hass und Hetze. All das, was sie Breitbart vorwerfen, betreiben sie als „Kunst“.

„Geht man von der Echtheit der gezeigten Fotos aus, dann sind laut Hense Teile der Aktion ganz offensichtlich unzulässig. "Auch die Kunstfreiheit deckt eine solchen Prangerwirkung nicht ab." Hier gehe es um die Menschenwürde der Betroffenen. "Fahndungsaufrufe sind Sache der staatlichen Behörden." Mit dem Aussetzen von Kopfgeldern würden Grenzen überschritten.“

Genau, und zwar die Grenzen zum Faschismus. Kopfgeld ausloben zum Ergreifen von Regimegegnern – da ist es egal, ob das ein „Künstlerkollektiv“ macht, eine politische Partei oder der Staat selbst, Faschismus in Reinkultur. Also das, was immer wieder übrig bleibt, wenn Links die Macht übernommen hat.

„Andererseits gehe die Kunstfreiheit sehr weit.“

Es gibt kein Andererseits zum vorherigen Absatz. Genau gar keines. Wenn ein Künstler eine Straftat begeht, ist das keine Kunst. Ich kann auch nicht einen Menschen auf offener Straße vierteilen und dann erklären, das war nur eine Kunstaktion. Wäre ja eine tolle Ausrede für den gewesen, der seine Frau an der Anhängerkupplung durch die Straßen geschleift hat. Und Anis Amri hätte einen Kunstpreis für seine Aktion „Befahren des unbefahrbaren Raumes“ am Breitscheidplatz verdient.

„Er glaube, dass das Künstlerkollektive gezielt Grenzen überschritten hat, so wie auch einige Demonstranten Grenzen überschritten haben.“

Nein. Demonstranten handeln spontan und in der Gruppendynamik. Das „Künstlerkollektiv“ hat eiskalt kalkuliert nicht nur die Grenzen der Moral und der Legalität überschritten, sondern eine Demokratiefeindlichkeit offenbart, die nur noch durch die Verfassungsfeindlichkeit ihrer offenen Unterstützer aus der Linkspartei übertroffen wird.
Es sind genau die Art „Künstler“, die den Nazis und den Kommunisten Propagandafilme gedreht haben, in der Wochenschau oder im Schwarzen Kanal erklärt haben, wer die wahren Ratten seien, das Ungeziefer, das es gegen Belohnung für brave Volksgenossen zu melden und mit allen Mitteln auszugrenzen und auszurotten gilt. Sie sind die wahren Faschisten.
Das Zentrum für faschistische Schönheit.

Mittwoch, 5. Dezember 2018

Ganz zu trauen ist ihm nicht


... dem guten »Diogenes« vom »Gelben Forum«, und seiner Lampe — aber seine von Süffisanz und Boshaftigkeiten pikant gewürzten Analysen sind jedenfalls immer ein Lesegenuß! Diesmal geht's um Frankreichs Makrönchen, Schlands Mutti und somanch anderes Gesocks, das sich heute so auf der Bühne der Welt — wir wissen: die mit den Brettern vorm Kopf, die ihnen die Welt bedeuten ... — herumtreibt. Aber lesen Sie selbst:
Merkel, Macron, der Gipfel und die Gelbwesten

verfasst von Diogenes Lampe, 04.12.2018, 18:58

Also sprach der Heilige Paulus: Nehmet alles und prüfet das Beste! - oder so ähnlich...

Zufälle gibts!

Da kommt Monsieur le President, also Gott in Frankreich, auf dem Flughafen von Buenos Aires an, doch keine offizielle Amtsperson Argentiniens begrüßt ihn. Dafür Gelbe Westen! Etwas irritiert begibt er sich mit seiner reiferen Ehehälfte in seine wenigstens pünktlich für ihn bereit stehende Limousine und verläßt im Eiltempo das Rollfeld.

Merkel kommt gar nicht erst an. Ihre Flug endete über dem Ärmelkanal. Technische Panne heißt es. Kein Funkkontakt mehr zum Bodenpersonal. Wie in ihrem richtigen KanzlerInnenleben eben. Die Ersatzmaschine wäre startklar gewesen, aber deren Flugpersonal nicht. Auch 'ne hübsche Metapher.

Aber mal ehrlich - wer glaubt diesen Quatsch? Wer glaubt wirklich, eine deutsche Regierungsmaschine, die die Kanzlerin zu einem enorm wichtigen G20 Gipeltreffen fliegen soll, wäre so schrottreif, dass ihr mitten im Flug die Funkgeräte versagen? Wer glaubt, die offizielle Nichtbegrüßung des Präsidenten der Grande Nation wäre ein Versehen gewesen?

Als ich das mit der Merkelpanne hörte, fiel mir gleich wieder der feine Humor von Macky Sall ein, den Präsidenten Senegals, der die Kanzlerin des Grauens im August mit: „Ja, mir san mit'm Radl da...“ empfing.
(Hier weiterlesen)
»Chapeau! Touché!«, kann man da nur rufen. 

Ich schrieb ja schon öfters: Man muß behindert sein


... um das Merkel-Regime zu wählen.


Doch nun haben wir es amtlich vom Experten:
Der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Jürgen Dusel, hat zum Tag der Menschen mit Behinderung eine kurzfristige Reform des deutschen Wahlrechts verlangt. „In Deutschland können derzeit ungefähr 85.000 Menschen nicht wählen, davon 81.000, die eine Betreuung in allen Angelegenheiten zur Seite gestellt bekommen haben“, sagte Dusel der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Montag). Diese Menschen seien aber gleichwohl geschäftsfähig.
Spontal dachte ich angesichts des Namens »Dusel« an eine Satire-Meldung — doch dieser Mensch heißt tatsächlich so!

Und was die derzeit auch im Wahlrecht Behinderten betrifft ... mag ja sein, daß sie fähig sind, ihr Geschäft zu verrichten — aber heißt das, daß sie deshalb auch wirklich wählen können? Nämlich: mit freiem, reiflichem Entschluß? Wer sich ansieht, wie Altersheime in Bayern und Hessen auf einmal zu GrünInnen-Hochburgen mutieren, will bei Kenntnis des dort inzwischen endemischen Personals einen etwas seltsamen Geschmack auf der Zunge nicht loswerden ...


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P.S.: wie ich gerade in Wikipedia lese: dieser Dusel ist auch noch blind. Na, dann ...


Auferstehen aus Ruinen

von Fragolin

Weh mir, oh weh! klagt es durch die „Welt“, die Schlitzaugen erweisen sich als Schlitzohren und greifen aus dem vom teutonischen Steuerschaf brav gefüllten Klimafonds so richtig deftig ab. Mimimi.
Joschka Fischer hat es ja einst gefordert: Man muss den Deutschen das Geld wegnehmen, egal wofür, egal wieviel, Hauptsache sie haben es nicht mehr.
Ich mache den Chinesen keinen Vorwurf, wenn sie ein dummes System ausnutzen, ich mache Merkel und Co. den Vorwurf, ohne Nachzudenken und nur um "gut dazustehen" Milliarden in ein dummes System zu verpulvern, damit es dann von den Chinesen oder wem auch immer ausgenutzt werden kann. Parallelen zu Sozialsystem oder Asylsystem sind offensichtlich. Je offener für Missbrauch ein System, umso freudiger versenkt Deutschland sein Geld darin.

In Deutschland können keine Brücken, Bahnhöfe und Flughäfen mehr gebaut werden, die Infrastruktur ist fertig gefahren und das Heer ein zahnloser Kasperleverein mit Schwangerenuniformen aber ohne funktionsfähige Schiffe, Flieger und Panzer. Die Kassen sind leer, der Staat verschuldet und sogar die Exporte der Wirtschaft zahlt der Steuerzahler über Target2 selbst, die Bürokratie und der gesamte innere Sicherheitsapparat zerbröselt vor einer Handvoll arabischer Großfamilien und fahnenschwenkenden Sultanfans - aber Merkel versenkt Milliarden über Milliarden rund um die Welt um irgendwo wieder in einer guten Schlagzeile aufzutauchen.
Wenn Merkel fertig ist mit Deutschland, heißt es wieder einmal: Auferstehen aus Ruinen...

Dienstag, 4. Dezember 2018

Hundert notwendige Gedichte L – Stefan George





DER KRIEG

Wie das getier der wälder das bisher
Sich scheute oder fletschend sich zerriss
Bei jähem brand und wenn die erde bebt
Sich sucht und nachbarlich zusammendrängt:
So in zerspaltner heimat schlossen sich
Beim schrei DER KRIEG die gegner an .. ein hauch
Des unbekannten eingefühls durchwehte
Von schicht zu schicht und ein verworrnes ahnen
Was nun beginnt ... Für einen augenblick
Ergriffen von dem welthaft hohen schauer
Vergass der feigen jahre wust und tand
Das volk und sah sich gross in seiner not.

Sie kamen zu dem Siedler auf dem berg:
›Liegst du noch still beim ungeheuren los?‹
Der sprach: dies frösteln war das edelste!..
Was euch erschüttert ist mir lang vertraut ·
Lang hab ich roten schweiss der angst geschwizt
Als man mit feuer spielte .. meine tränen
Vorweg geweint .. heut find ich keine mehr.
Das meiste war geschehn und keiner sah ..
Das trübste wird erst sein und keiner sieht.
Ihr lasst euch pressen von der äussern wucht ..
Dies sind die flammenzeichen · nicht die kunde.
Am streit wie ihr ihn fühlt nehm ich nicht teil.

Nie wird dem Seher dank .. er trifft auf hohn
Und steine · ruft er unheil – wut und steine
Wenn es hereinbrach. Angehäufte frevel
Von allen zwang und glück genannt · verhehlter
Abfall von Mensch zu Larve heischen busse ..
Was ist IHM mord von hunderttausenden
Vorm mord am Leben selbst? Er kann nicht schwärmen
Von heimischer tugend und von welscher tücke.
Hier hat das weib das klagt · der satte bürger ·
Der graue bart ehr schuld als stich und schuss
Des widerparts an unsrer söhn und enkel
Verglasten augen und zerfeztem leib.

SEIN amt ist lob und fem · gebet und sühne ·
Er liebt und dient auf seinem weg. Die jüngsten
Der teuren sandt er aus mit segenswunsch ..
Sie wissen was sie treibt und was sie feit ..
Sie ziehn um keinen namen – nein um sich.
IHN packt ein tiefres grausen. Die Gewalten
Nennt er nicht fabel. Wer begreift sein flehn:
›Die ihr die fuchtel schwingt auf leichenschwaden ·
Wollt uns bewahren vor zu leichtem schlusse
Und vor der ärgsten · vor der Blut-schmach!‹ Stämme
Die sie begehn sind wahllos auszurotten
Wenn nicht ihr bestes gut zum banne geht.

Zu jubeln ziemt nicht: kein triumf wird sein ·
Nur viele untergänge ohne würde ..
Des schöpfers hand entwischt rast eigenmächtig
Unform von blei und blech · gestäng und rohr.
Der selbst lacht grimm wenn falsche heldenreden
Von vormals klingen der als brei und klumpen
Den bruder sinken sah · der in der schandbar
Zerwühlten erde hauste wie geziefer ..
Der alte Gott der schlachten ist nicht mehr.
Erkrankte welten fiebern sich zu ende
In dem getob. Heilig sind nur die säfte
Noch makelfrei versprizt – ein ganzer strom.

Wo zeigt der Mann sich der vertritt? das Wort
Das einzig gilt fürs spätere gericht?
Spotthafte könige mit bühnenkronen ·
Sachwalter · händler · schreiber – pfiff und zahl.
Auch in verbriefter ordnung grenzen: taumel ·
Dann drohnde wirrsal .. da entstieg gestüzt
Auf seinen stock farblosem vororthaus
Der fahlsten unsrer städte ein vergessner
Schmuckloser greis .. der fand den rat der stunde
Und rettete was die gebärdig lauten
Schliesslich zum abgrundsrand gebracht: das reich ..
Doch vor dem schlimmren feind kann er nicht retten.

›Fehlt dir der blick für solch ein maass von opfern
Und kraft der allheit?‹ Diese sind auch drüben.
Das nötige werk der pflicht bleibt stumpf und glanzlos
Und opfer steigt nicht in verruchter zeit ..
Menge ist wert · doch ziellos · schafft kein sinnbild ·
Hat kein gedächtnis – Was fragt sich der Weise?
Sie troff im schwatz von wolfahrt · menschlichkeit
Und hebt nun an das greulichste gemetzel.
Nach speichel niedrigster umwerbung: geifer
Gemeinsten schimpfs!.. und was sich eben hezt
Umkröche sich geschmiegt wenn sich erhöbe
Furchtbar vor ihm das künftige gesicht.

Und was schwillt auf als geist! Solch zart gewächs
Hat fernab sein entstehn ... Wie faulige frucht
Schmeckt das gered von hoh-zeit auferstehung
In welkem ton. Wer gestern alt war kehrt nicht
Jezt heim als neu und wer ein richtiges sagt
Und irrt im lezten steckt im stärksten wahn.
Spricht Aberwitz: ›Nun lernten wir fürs nächste‹
Ach dies wird wiederum anders!.. dafür rüstet
Nur vollste umkehr: schau und innrer sinn.
Keiner der heute ruft und meint zu führen
Merkt wie er tastet im verhängnis · keiner
Erspäht ein blasses glühn vom morgenrot.

Weit minder wundert es dass soviel sterben
Als dass soviel zu leben wagt. Wer schritthielt
Mit dem Jahrhundert darf heut spuk nur sehn.
Der hilft sich · kind und narr: ›Du hasts gewollt‹
Alle und keiner – heisst das bündige urteil.
Der lügt sich · schelm und narr: ›Diesmal winkt sicher
Das Friedensreich.‹ Verstrich die frist: müsst wieder
Ihr waten bis zum knöchel bis zum knie
Im most des grossen Keltrers .. doch dann schoss
Ein nachwuchs auf · der hat kein heuchel-auge:
Er hat das schicksalsauge das der schreck
Des ehernen fugs gorgonisch nicht versteint.

In beiden lagern kein Gedanke – wittrung
Um was es geht ... Hier: sorge nur zu krämern
Wo schon ein andrer krämert .. ganz zu werden
Was man am andren schmäht und sich zu leugnen
›Ein volk ist tot wenn seine götter tot sind‹
Drüben: ein pochen auf ehmaligen vorrang
Von pracht und sitte · während feile nutzsucht
Bequem veratmen will .. im schooss der hellsten
Einsicht kein schwacher blink · dass die Verpönten
Was fallreif war zerstören · dass vielleicht
Ein ›Hass und Abscheu menschlichen geschlechtes‹
Zum weitren male die erlösung bringt.

Doch endet nicht mit fluch der sang. Manch ohr
Verstand schon meinen preis auf stoff und stamm ·
Auf kern und keim .. schon seh ich manche hände
Entgegen mir gestreckt · sag ich: o Land
Zu schön als dass dich fremder tritt verheere:
Wo flöte aus dem weidicht tönt · aus hainen
Windharfen rauschen · wo der Traum noch webt
Untilgbar durch die jeweils trünnigen erben ..
Wo die allblühende Mutter der verwildert
Zerfallnen weissen Art zuerst enthüllte
Ihr echtes antlitz .. Land dem viel verheissung
Noch innewohnt – das drum nicht untergeht!

Die jugend ruft die Götter auf .. Erstandne
Wie Ewige nach des Tages fülle .. Lenker
Im sturmgewölk gibt Dem des heitren himmels
Das zepter und verschiebt den Längsten Winter.
Der an dem Baum des Heiles hing warf ab
Die blässe blasser seelen · dem Zerstückten
Im glut-rausch gleich .. Apollo lehnt geheim
An Baldur: ›Eine weile währt noch nacht ·
Doch diesmal kommt von Osten nicht das licht.‹
Der kampf entschied sich schon auf sternen: Sieger
Bleibt wer das schutzbild birgt in seinen marken
Und Herr der zukunft wer sich wandeln kann.

Nun ist's auch schon wieder dreieinhalb Jahre her, daß ich in dieser Serie von »Hundert notwendigen Gedichten« ein mich seit Jugendzeiten begleitendes Gedicht von Friedrich Nietzsche vorstellte. Und, wie ich soeben sehe: es kam als Nummer XXV der Serie, genau zum ersten Viertel des geplanten Ganzen. Und nun stehen wir in der Hälfte des Zyklus' — und ich zögerte, welchem Gedicht ich diesen Platz zuweisen sollte: einem des Großmeisters Goethe ... .. aber welchem? Oder machte ich es mir mit einem Goethe-Gedicht zu einfach ...?

Und da kam mir »DER KRIEG« von Stefan George in den Sinn. Wenn wir die Signale aus Washington und London, Paris und Berlin vernehmen, klingt's ähnlich brutal-mißtönend, wie aus jener wahrlich schauerlichen »Melodie« der Tenor-Tuba im 1. Satz der Holst'schen »Planeten«-Suite — »Mars.The Bringer of War«:


 ... ist es bald wieder so weit?

Auch dieses Gedicht von George — wenn die autobiographische Anmerkung gestattet ist — rezitierte ich damals vor der atemlos lauschenden Klasse. Insgesamt war mein Referat offenbar eindrucksvoll genug, daß mich unser Deutsch-Professor zwei Wochen danach zu einem »Gastvortrag« in die von ihm ebenfalls unterrichtete Parallel-Klasse einlud, und wer weiß: vielleicht war es bestimmend für mich, neben den drögen Problemen des Rechts und der Betriebswirtschaft mich stets auch mit Musik, Literatur und Kunst zu beschäftigen. Habent sua fata — offenbar nicht nur libelli, sondern auch Referate ...

In jenem Vortrag hatte ich damals, natürlich, auch den »totgesagten park« vorgetragen. Naturlyrik in einem Knabengymnasium ist freilich von durchaus endenwollender Eindrücklichkeit — muß man sich ehrlich eingestehen. »DER KRIEG« war da schon von »anderem Kaliber«!

»Ist es bald wieder so weit?« — fragte ich weiter oben. Ich fürchte es ...


Zu jubeln ziemt nicht: kein triumf wird sein ·
Nur viele untergänge ohne würde ..


... wußte freilich schon Stefan George, der übrigens heute vor 85 Jahren das auch damals unfriedliche Diesseits mit einer hoffentlich besseren Welt vertauschte.

Auch die, die jetzt zündeln, wissen es. Und wir alle werden es erleiden müssen, was aber denen die die Zündschnüre für den Weltenbrand verkaufen, ziemlich egal ist, solange der Profit stimmt ...






Das Links-ist-Rechts-Karussell

von Fragolin

„Es sind vielleicht ein paar Hundert, die im Gegensatz zu den meist friedlichen Gelbwesten ihr Gesicht vermummen und zum Teil Helme mitgebracht haben. Nicht alle tragen die gelbe Warnweste, die zum Symbol für die Proteste gegen die Regierung geworden ist. Wer sind sie? Provokateure, die letztlich mit ihrer Gewalt eine Kundgebung verhindern oder diskreditieren wollen? Erfahrene Aktivisten von linken oder ultrarechten Gruppen?“

Natürlich. Die Forderungen nach Grundeinkommen, höheren Löhnen und einem Ende der bösen neoliberalen Politik sind ja auch typisch „ultrarechte“ Forderungen. Das Muster ist bekannt und wird seit G20 in Hamburg europaweit immer weiter gestrickt: Wann immer linke Vermummte mit Pflastersteinen und Brandsätzen gegen Polizei und Passanten vorgehen, Autos abfackeln und seit der vermehrten Teilnahme zugewanderter Krawallverstärker auch Geschäfte geplündert werden, wird immer wieder geflunkert, dass Gewalt und Links ja nicht zusammengehören und also die ultralinken Sturmtruppen keine wirklichen Linken wären, man also immer dann, wenn die Linken ausrasten, man nur den Verdacht auf die Rechten lenken müsse, um den Kampf gegen Rechts zu intensivieren, wenn Linke Schaden angerichtet haben. Ein billiges polemisches Links-ist-Rechts-Karussell, dass sich immer wieder mit der gleichen abgenudelten Leier zu drehen beginnt, wenn die linke Gewalt den Ablass empfangen soll, weil Merkel Angst vor der Opposition von rechts hat und mit den Duldern und Förderern der linken Gewaltexzesse im Bett liegt und deren Antifa-Prügelhorden als nützliche Idioten für „Gegendemonstrationen“ braucht, um ihre Gegner einzuschüchtern.

Überhaupt strotzt der zitierte Artikel, der das Project-Syndicate-Blättchen „Presse“ einmal mehr aus genau der bürgerlichen Mitte entfernt, für die es einst stand, als es noch nicht dem elitären Club des Herrn Soros angehörte, der auch aus dem einst linksliberalen „Standard“ eine inzwischen linksextreme Hasspostille gemacht hat, vor den üblichen Floskeln.
Natürlich kommen die „Gelbwesten“ von links; es waren linke Gruppen und Gewerkschaften, die das organisiert haben. Wären es rechte Gruppen, würde niemand von „Protesten“ schreiben, die nur deshalb „eskaliert“ sind, weil der Staat zuwenig Polizei geschickt hat (alleine das schon ein Witz). Dann würden wir vom „Aufmarsch“ lesen, von neofaschistischen „Zusammenrottungen“ und „Ausschreitungen“, von durch rechten Hass aufgestachelten Sturmtruppen, denen der Präsident, gepriesen sei sein Name, entschieden entgegentrete. Nein, wir lesen vom Protest, von der Schuld der Polizei, die immer schuld ist, wenn Linke ausrasten, entweder weil sie zu wenig oder zu passiv sind oder auch zu viele und zu rabiat, und von einem „unnachgiebigen“ Präsidenten, von dem man sich also ein Nachgeben vor der Gewalt auf der Straße wünscht.

Hier sind es angeblich tausende friedliche Demonstranten, an deren Rand eben, hoppala, ein paar irgendwie links- oder rechtsradikale (hüstel) die Beherrschung verloren haben – interessant. In Chemnitz waren es auch tausende friedliche Demonstranten, auf einem Trauermarsch für einen gemeuchelten jungen Mann, der auch noch Migrationshintergrund hatte, und gegen eine Politik, die die Stadt mit seit Monaten marodierenden gewalttätigen Jugendlichen aus dem Islamic Belt der Welt beschenkt hat, an deren Rand es sogar ein Demonstrant wagte, einen pöbelnden Asylanten wegzujagen – und die ganze Demo, die ganze Stadt, das ganze Bundesland Sachsen wurde pauschal zu Nazis erklärt und ein hoher Beamter, der die hassgetriebene Lüge der Regentin nicht ganz unterstützen wollte, wurde dafür sogar politisch geköpft.

Fakt ist: In Frankreichs Vorstädten herrscht Bürgerkrieg. Seit Jahren.
Und dieser Bürgerkrieg geht, egal wie oft man von den bösen Rechten schwadroniert, vom linken Rand und den in ihm integrieten aggressiven Invasorenkindern aus. Und die Schuld liegt immer bei denen, die ihnen zuwenig Geld rüberschieben, sie zuwenig pampern, ihnen keine fetten BMW schenken und gratis-Sprit noch dazu, aber niemals nich, oh nein, bei den armen armen Opfern, als die sich die brutalen, aggressiven Hirnamputierten hinstellen, die vermummt und behelmt und mit Knüppeln und Brandsätzen (was man so als friedlicher Demonstrant dabeihat) zum „Protest“ erscheinen. Nein, „Wutbürger“ sind das nicht, denn das sind die armen Deppen, die die ganze Woche arbeiten gehen, am Wochenende nicht mehr rausgehen können, am Montag dann ihr Auto ausgebrannt vorfinden und doch zu Fuß zur Arbeit gehen, um die Steuern zu erwirtschaften, mit denen dann der Wiederaufbau bezahlt wird, nur weil sie wagen zu sagen: Es reicht mit diesem linken Pack!

Die „Welt“ fragt dann noch unschuldig, ob in Deutschland solche „Proteste“ auch möglich wären. Zumindest verzichtet man dort auf die Zuordnung nach Rechts; zu plump und dumm ist dieser Versuch, den die österreichischen Medien da versuchen.
Die Antworten der Kommentarposter sprechen eine deutliche Sprache:

„Daß normale Bürger demonstrieren wird in unserem Land bereits durch Berufs-Gegendemonstranten wirksam unterbunden. Die Freiheit des Wortes gilt schon einmal nicht für alles rechts von linksaußen. Daß sich Gewalttäter auch bei uns zusammenrotten um zu zerstören, brandschatzen und zu plündern, sieht man doch wunderbar in Hamburg. Warum auch nicht, der Staat duldet und fördert damit solche Eliten auch noch. Oder wurde die "Rote Flora" jemals ausgehoben?“

„Nein, in Deutschland ist so etwas kaum möglich. Zunächst müsste nämlich bei jedem Demonstranten behördlich geprüft werden, ob seine Warnweste der Norm (EN ISO 20471) entspricht. Dann wäre nachzusehen, ob auch das Mindesthaltbarkeitsdatum der Weste noch nicht abgelaufen ist. Und schließlich bliebe das Problem der Entsorgung, ohne durch Mikroplastik das globale Gleichgewicht zu stören. Wie ich höre, will man in Deutschland aber stattdessen in (Jute-)Sack und Asche gehen.“

„Wer hier gegen die aktuelle Politik und die Steuerverschwendung protestiert wird leider gleich als Nazi abgetan.“

Und mein Favorit, weil er es so richtig treffend auf den Punkt bringt:

„In Frankreich haben die Politiker Angst vor dem Volk (böses Wort ich weiß)- in Deutschland hat das Volk Angst vor den Politikern.
Wer bei uns in den parteilich organisierten Wohlfühldemos mitläuft wo Bessermenschen unter sich gegen alles böse von rechts demonstrieren (siehe #Wirsindmehr#) ist gut umsorgt. Er wird mit dem Bus hingefahren, wird kostenlos von Gröni beschallt und die Welt ist so schön bunt.
Anders wenn man an der staatlichen Politik zweifelt und das auf der Strasse zum Ausdruck bringen will.
Da wird dann schon mal die Antifa hingeschickt um für "Ordnung" zu sorgen. Dort sind sowieso nur "Abgehängte", "Rechtsextreme", "Ausländerfeinde" und "Islamophobe". Mit denen diskutiert man nicht die muss man bekämpfen.
Aber ich fürchte, ewig wird sich der Deckel nicht auf dem Topf halten lassen.“

Amen.

Montag, 3. Dezember 2018

Kommentar überflüssig


DiePresse schreibt (von APA/dpa ab):


17-jährige Deutsche tot in Flüchtlings-unterkunft gefunden


Ihre Eltern hatten die Jugendliche am Freitag als vermisst gemeldet, nun wurde ihr Leichnam in der Stadt Sankt Augustin entdeckt. Ein Tatverdächtiger wurde festgenommen.
(Hier weiterlesen)
 Unter dem Artikel gibt es keine Kommentarmöglichkeit. Ach, warum bloß ...?

Steht der Name »SPIEGEL«


... für den Alk-Spiegel, den dessen Redaktion offenbar permanent im Blut haben dürfte? Anders sind die zum Fremdschämen peinlichen Alarmmeldungen, die der SPIEGEL seit Jahrzehnten in Sachen Klimaänderung & Co. von sich gibt, nur schwer erklärbar.
SPIEGEL: Zum X-ten mal Weltuntergang

Mit immer neuen Klima-Untergangsphantasien heizt der SPIEGEL seinen Lesern ein. Doch alle Prognosen der Vergangenheit stellten sich als falsch raus.
 
SPIEGEL aktuell: "Der Meeresspiegel steigt unaufhaltsam, für den Weltklimarat hat die Sintflut bereits begonnen. Was heißt das für die Menschheit? Was erwartet die Küsten, was kann man tun, um Häfen, Häuser, Inseln zu retten? Wie sollen wir künftig leben?"
In den 70ern die drohende Eiszeit, in den 80ern das Waldsterben, danach die AIDS-Katastrophe (bis zum Jahr 2000 hunderttausende Tote alleine in Berlin) — ach, selten so gelacht! Wenn der SPIEGEL halt so eine Art TITANIC wäre, so hätte das ja durchaus seinen Unterhaltungwert. Das Problem ist bloß: viele Leute nehmen ihn immer noch ernst. Der Grund dafür erschließt sich mir (und wohl nicht nur mir) zwar nicht — aber sie tun es! 

Und genau das ist das wirkliche Problem ...


Die Pinken mal wieder

von Fragolin

Die „NEOs“, dieses auch ohne zappeliges Duracellhäschen an der Spitze immer weiter zum reinen Komikergrüppchen degenerierende Häufchen pinken politischen Elends, das sich neuerdings in der Rolle der pilzigen „Jetzt!“-Sekundanten gefällt, sind immer wieder für einen Treppenwitz gut.
Der letzte große (Aus-)Wurf dieser Kompetenzbolzen ist der Vorschlag, die durch die achsobösen Grauslichkeiten der achsobösen Bösregierung arbeitslos werdenden billigen AMS-Deutsch- und Bewerbungstrainer von BFI und anderen Dumpinganbietern doch an Brennpunktschulen als Lehrer und Hilfskräfte für die Administration einzusetzen.

Sind "Brennpunktschulen" für die Pinkioten eigentlich so eine Art Abfalleimer? Wo man Kinder hinschickt, die kein Deutsch verstehen und Lehrer, deren höchste Qualifikation ein 20 Jahre zurückliegender BFI-"Train-the-Trainer"-Kurs ist und die eine Fachkompetenz im Bewerbungsschreiben besitzen, die sie zwar zum AMS-Langweiler vor einer Handvoll zwangseingewiesener Kursteilnehmer qualifiziert hat, aber komischerweise nicht dazu, erfolgreich eigene Bewerbungen zu schreiben? Glauben die eigentlich, dass jeder Dahergelaufene die Arbeit eines Menschen übernehmen kann, der Pädagogik studiert hat? Dass ein erfolgsbefreiter Bewerbungsfacherzähler aus dem BFI ein besserer Erlediger administrativer Aufgaben ist als eine beliebige arbeitslose Sekretärin?

Dass die „NEOs“, diese vom bösen Neoliberalismus der Schwarzen abgeblätterten roten U-Boote, sich selbst zwar als „wirtschaftsliberal“ verstehen, hier aber nach der Schaffung von staatlich finanzierten Pöstchen greinen, bemerken die wahrscheinlich nicht einmal. Dass sie, sich selbst als Vorreiter einer zukunftsweisenden und qualitätsvollen Bildung sehend, hier untergebildete Billig-Hilfskräfte als Lehrer auf ausgerechnet jene Kinder loslassen wollen, die eigentlich Lehrer mit der besten pädagogischen Ausbildung benötigen würden, sicher auch nicht. Die sind schon so weit nach links abgedriftet, dass sie irgendwo zwischen Pam und Pilz steckengeblieben sind. Dort werden sie auch bald mit dem Einen untergehen und die Reste dann von den Anderen aufgesaugt werden.

Sonntag, 2. Dezember 2018

Wußten Sie, daß heute vor 135 Jahren


... also am 2. Dezember 1883, unter der Leitung von Hans Richter durch die Wiener Philharmoniker die 3. Symphonie von Johannes Brahms erstmals erklungen ist? Na, wenn das kein Grund ist, sie sich in einer exzellenten Interpretation durch Sir George Solti und »sein« Chicago Symphony Orchestra anzuhören!


Und, weil sie so schön ist, hier gleich nochmals in einer Live-Aufnahme mit dem Chamber Orchestra of Europe unter dem Grand Old Man Bernard Haitink, der die Tempi etwas gemächlicher nimmt, und doch voll Spannung bleibt:


Die etwas kleinere Orchesterbesetzung ist nicht nur »originaler« Brahms, als die heute bei den großen Symphonieorchester oft üblichen »Streichermassen« (die oft in Verdoppelungen von Bläserstimmen ihre beklagenswerte Fortsetzung finden) — sie ergibt auch ein wunderbar transparentes Klangbild, ohne deshalb in die — für meinen Geschmack — fast etwas maniriert wirkende »Super-Transparenz« à la Maëstro Nikolaus Harnoncourt (hier der 4. Satz, mit den Berliner Philharmonikern) zu verfallen. Ein Detail: m.E. gelingt Haitink im 1. Satz der Übergang (ab min. 3:10) zu den Anfangsakkorden bei der Wiederholung der Exposition mit geradezu unvergleichlicher Vollkommenheit (leider wird diese Expositionswiederholung von vielen Dirigenten heute einfach weggelassen — sehr zum Schaden der Symmetrie des Werkes).

Ein wirklich sehenswertes Youtube-Video über die 3. Symphonie von Brahms bringt etwas über die Geschichte(n) von Brahms und seinen Zeitgenossen, ergänzt um eine eindrucksvolle Analyse dieses vielschichten Werkes durch Leonard Bernstein, der es dann mit den Wiener Philharmonikern in einer, man kann wohl sagen: interpretatorischen Sternstunde zum Klingen bringt.


Interessant, daß der doch mit so viel Verve und Passion dirigierende Bernstein hier die »langsamste« Version hören läßt, der es dennoch nie an Spannung gebricht — und vor allem nicht an der in seiner Analyse öfters beschworenen »Mystik«!

Für mich persönlich allerdings bevorzuge ich dann doch die ruhige, klare, wunderbar ausgewogene Interpretation von Haitink — eine historische von Furtwängler, der ich kürzlich wiederbegegnete, kann mich dagegen nicht begeistern, obwohl ich ihn sonst sehr mag.

Aber das alles ist wohl letztlich unentscheidbare Geschmackssache ...

Das Nicht-Treffen


... beim G20-Treffen in Argentinien kommmentiert DiePresse (von APA/dpa zwar abgeschrieben, doch angeblich redaktionell bearbeitet — na, immerhin!) wie folgt:

Trump sagt Treffen mit Putin bei G-20-Gipfel ab


Grund ist die jüngste Krise zwischen Russland und der Ukraine. Die Absage des Treffens sei angesichts der Lage das Beste für alle Beteiligten, schrieb der US-Präsident auf Twitter.


[...]
Die russische Marine hatte am Sonntag in der Meerenge von Kertsch drei ukrainische Marineschiffe beschossen und aufgebracht, die ins Asowsche Meer verlegt werden sollten.

(Hier weiterlesen)
Nö, hat sie nicht, sondern: »Drei Schiffe der ukrainischen Marine sind unangemeldet in russische Hoheitsgewässer eingefahren und haben versucht durchzubrechen. Sie haben dort durch wildes Manövrieren die zivile Schiffahrt gefährdet und den Aufforderungen der Küstenwache stundenlang nicht Folge geleistet. Da sich keine Lösung abzeichnete wurden die Schiffe durch Schußwaffen-einsatz zum Stillstand gebracht. An Bord der Schiffe fand man ungewöhnlich viel Bewaffnung, 2 SBU Agenten und schriftliche Befehle«, faßt ein Kommentarposter die vorliegenden Berichte über den Vorfall zusammen. Kurze Frage: DiePresse-Redaktion weiß davon nichts? Oder darf sie davon nichts wissen?

Kommentarposter »engelhard« trifft den Nagel auf den Kopf, wenn er schreibt:
Das Bild über diesem Bericht ist wirksam, aber nicht unbedingt neu und originell. Erinnert an ein  bolschewistisches Plakat aus dem Jahre 1920, aus dem russischen Bürgerkrieg (weit hab' ma's gebracht ...). Dort war ein Mann genau so abgebildet und darunter stand der Spruch: »Hast du dich als Freiwilliger gemeldet?« Ja, ja, man sollte Geschichte lernen!

Die Absage hätte etliche Erklärungen. Eine ist, dass Trump die russische Aggression gegen Ukraine nicht akzeptiert, aber nichts dagegen machen kann. Dann hat man nichts zu besprechen. Die zweite ist, dass Trump auf die Ukraine sauer ist und keine Unterstützung bieten kann. Dann hat man ebenfalls nichts zu besprechen. Die dritte ist, dass Trump in diesem Konflikt nichts zu sagen hat, weil andere das Sagen haben. Dann hat der Präsident des angeblich mächtigsten Staates der Welt nichts zu besprechen. Traurig. Putin würde gerne mit einem richtigen US-Machthaber einige Probleme besprechen, aber kein solcher ist in Sicht. Diese alle halten sich versteckt im Hintergrund und haben das Sagen ohne Verantwortung zu tragen. Eine amerikanische Demokratie eben.  

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P.S.: das wird (Wetten werden angenommen) die Trolle dieses Blogs nicht abhalten, auch weiterhin zu schwafeln, LePenseur sei »Trump-Fan«, »Putin-Fan« und sogar — man glaubt's net! — ein Fan des Erdowahnsinnigen ... und es wird LePenseur nicht abhalten, die Troll-Kommentare einfach zu löschen. So sorry ...


Graz wird weihnachtlich

von Fragolin

Die Grazer Innenstadt mit ihren verwinkelten Gassen und mittelalterlichen Plätzen verbindet besonders in der Adventzeit auf sehr interessante Weise italienisches Flair mit alpenländischem Winter. Seit auch auf Weihnachtsmärkten die Neuverhandlung des täglichen Zusammenlebens sattfindet, kommt ein etwas ernüchterndes Accessoire hinzu. Merkel-Lego.


Auch wenn man es begrünt, verliert es seine Hässlichkeit nicht und gewinnt auch keinen Nutzen.
Es ist nämlich nicht nur zweckfrei, nein, es vergrößert den Schaden sogar im Falle des Falles.

Samstag, 1. Dezember 2018

»De mortuis nil nisi bene«


... heißt es bekanntlich. Daher erspart LePenseur sich jeden Kommentar zum Ableben des früheren US-Präsidenten George Bush. Den Hinterbliebenen gebührt unsere Anteilnahme. In den Chor all der Heuchler einzustimmen, die jetzt »Bestürzung« etc. äußern, dafür gibt es allerdings keinen Anlaß.

Memento homo, quia pulvis es, et in pulverem reverteris – auch US-Präsidenten nicht ausgenommen.


Klaus Woltron, einst Industriekapitän und heute Wirtschaftsphilosoph


... hat vor zwei Monaten einen lesenswerten Artikel auf seinen leider viel zu selten »befüllten« Blog eingestellt:
Von Nestern ausgeflogener Wahrheiten
Warum man bei Kehren die eigene Türe nicht vergessen sollte.
Diese Betrachtung verfasse ich im klaren Bewusstsein dessen, dass ich mich selbst von der innewohnenden Kritik nicht ausnehmen kann. Ich tu’s dennoch.
Auf Urgroßvaters Blumenfenster standen im Herbst Gurkengläser, mit Zellophan verschlossen, mit Weichseln, Himbeeren und Marillen gefüllt. Mit geheimen Gewürz-mischungen waren sie in Weingeist eingelegt worden. Insgesamt verlieh dies allen Likören einen durchgehenden Eigengeschmack. Lese ich die Morgenzeitungen, so er-innert mich die Monotonie der Meldungen an des Urgroßvaters Liköre: Meist reichen schon die Überschriften, um festzustellen, dass die meisten — Ausnahmen bestätigen die Regel — eine erstaunliche Gleichförmigkeit verbindet.
Touché!



Monatsanfangsfigur: Amanda Taylor




Blondnazis

von Fragolin

Das Thema ist ja nicht neu. Der guten alten doitschen Tradition folgend, wonach man an bestimmten Äußerlichkeiten einwandfrei feststellen kann, was ein jüdischer Untermensch ist, den es aus der Gesellschaft zu amputieren gilt, wurde ja bereits vor zwei Jahren eine Richtlinie zum einwandfreien Identifizieren von Nazi-Kindern in der „Apothekerzeitung“ veröffentlicht: Sie sind blond und blauäugig, können sich benehmen und werden ordentlich angezogen. Wenn die blonden Mädchen dann auch noch einen Zopf tragen, ist es eindeutig ein Kind aus faschistischem Haushalt.

Es werden also Rassenmerkmale – weiß, blond – und Verhaltensmerkmale hergenommen, um Familien in den Fokus der Schuldvermutung zu rücken, Nazis zu sein.
War in der an Bedeutungslosigkeit nur noch durch die Fachzeitschrift für Erzgebirgisches Kissenbezügeklöppeln unterbotenen Beilage einer Apothekerzeitung das Ganze einfach eine unappetitliche Mischung aus Stasi-Zersetzungsphilosophie und faschistischer Rassenhetze, für das der verantwortliche Redakteur eigentlich hätte hochkant gefeuert werden müssen, so bekommt es aktuell eine neue Dimension.

Denn exakt das Gleiche wurde jetzt in eine Broschüre der Kahane-Stasi wiederholt, die für alle Kindertagesstätten in Deutschland als Leitfaden für die Erkennung von Nazi-Familien herausgegeben wurde. Und nicht nur, dass eine von Regierungsseite finanzierte Stiftung rassistische Volksverhetzung betreibt, nein, die entsprechende linksextreme Ministerin Giffey, Nachfolgerin der Linksradikalen Schwesig, verfasste auch noch ein lobendes Vorwort dazu.

„So enthält die Broschüre konkrete Hinweise, wie Erzieher Kinder aus angeblich rechtslastigen Familien identifizieren können. Unter der Überschrift „Kinder aus völkischen Familien“ wird das Fallbeispiel eines Geschwisterpaars geschildert, das besonders zurückhaltend ist und wenig von zu Hause oder vom Wochenende erzählt.“

Nachdem die Rest-SPD sich endgültig von ihrem ultralinken Rand am Nasenring durch die Manege ziehen lässt, der keinen Genierer hat, sich mit alten SED-Genossen und Stasi-Leuten zusammenzutun, verwundern einen solche Ergüsse nicht. Immerhin wissen Stasi-Leute wie die Kommunistin Kahane sehr gut von ihren früheren Opfern, wie es da zuhause umging, wenn die Eltern irgendwas Kritisches über die Partei oder den Großen Bruder Sowjetunion zu sagen wagten: „Liebes Kind, sprich auf keinen Fall im Kindergarten oder in der Schule über das, was du hier mitbekommst, sonst kommen Mami und Papi ins Gefängnis und du musst ins Heim!“
Das waren rosige Zeiten für Blockwarte und Sadisten vom ultralinken Rand, und auch die alte FDJ-Propagandistin Merkel erkennt bis heute den Nutzen solcher Schergen, sonst würde sie sich nicht mit solchen Gestalten ins Bett legen, nur um mit ihrem voluminösen Sitzmuskel weiter am Kanzlerthron kleben zu bleiben. Die Methode, Kindergärtnerinnen, Lehrer und andere Beamte dazu anzustacheln, Kinder indirekt zu Spitzeln zu machen, ist ja jetzt nicht wirklich neu. Hat sich unter Hitler ebenso bewährt wie unter Honecker. Merkel und ihre Spießgestalten bewegen sich in gewohntem Fahrwasser deutscher Diktaturen.

„Gleichzeitig gibt es keine sogenannten Disziplinprobleme, diese Kinder scheinen besonders ‚gut zu spuren‘. Außerdem sind traditionelle Geschlechterrollen in den Erziehungsstilen erkennbar: Das Mädchen trägt Kleider und Zöpfe, es wird zu Hause zu Haus- und Handarbeiten angeleitet, der Junge wird stark körperlich gefordert und gedrillt.“

Die Tochter spielt mit den Puppen Vater-Mutter-Kind und der Bub geht in den Sportklub? NAZIS!!
Die Kinder erscheinen in gewaschenen und gebügelten Klamotten, sind gewaschen und frisiert? NAZIS!!
Die Kinder kreischen nicht wie blöd in der Gegend herum sondern bleiben vielleicht mal sitzen, hören was Erwachsene sagen oder sind mal für drei Minuten still, wenn Stillsein angebracht ist? NAZIS!!
Die Kinder haben Ehrgeiz, Lernbereitschaft und Konzentrationsvermögen? NAZIS!!

„Beide kommen häufig am Morgen in die Einrichtung, nachdem sie bereits einen 1,5-km-Lauf absolviert haben.“

Was, die Mutter bringt keine verfetteten computerdegenerierten ungewaschenen kleinen lärmenden Dreckschratzen mit dem SUV in die Kita sondern kommt mit gesunden, gepflegten und sportlichen Kinder zu Fuß? NAZIS!!!!!


Gut, bis dahin war es nur die Aufzählung der Merkmale, die Nazi-Familien identifizieren helfen. Aber was machen, wenn man die Information hat? Also für den Fall, dass die Genossinnen Kindergartenerzieherinnen nicht weiter wissen, wie sie mit solch konterrevolutionärem Gesocks umgehen sollen wäre sicher eine Meldung an die Kahane-Stasi angebracht; die geben bekanntermaßen die Daten der betreffenden Nazifamilie gerne an antifaschistische Toleranz-Streetworker weiter, die gerne auch mal außerhalb üblicher Bürozeiten vorbeikommen und soziale Wärme verbreiten. (Kleiner Tipp an Eltern ruhiger, blonder und gewaschener Kinder: Das Auto nicht zu dicht am Haus parken, sonst könnte im Falle eines Hausbesuches der Streetworker der Funkenflug die ganze Hütte abfackeln.)

Aber ganz mutige Genossinnen Volkserzieherinnen werden ihre zivilgesellschaftliche Herausforderung im Sinne des Kampfes gegen Rechts erkennen und sich ihr stellen:

„Auch ein Elterngespräch wird angeraten. Darin solle den Eltern deutlich gemacht werden, „inwiefern autoritäre und geschlechterstereotype Erziehungsstile die vielfältigen Möglichkeiten von Kindern einschränken und Entwicklungen erschweren.““

Genau, das ist die Aufgabe strammer Genossen! Wo ein Genosse ist, die ist die Partei! Konterrevolutionäre und renitente biologistische Faschisten müssen sofort erzieherisch bearbeitet werden! Wenn es noch etwas gibt, was Wichtiger ist als die frühkindliche Erziehungsarbeit im Sinne der Partei, dann ist es die Formung des Elternhauses!
Sollte es nicht fruchten, kann man ja immer noch die Stasi informieren.

Nur in einer Diktatur haben es Regierende nötig, bis in die untersten Stufen der staatlichen Beeinflussbarkeit Blockwartsysteme zu etablieren, Gesinnungsschnüffelei zu begehen und Vorfeldorganisationen aufzuhussen, zur Not mit illegalen Maßnahmen gegen Andersdenkende vorzugehen. In Merkeldeutschland regieren Menschen, die offen honeckeresk demokratie- und verfassungsfeindlich agieren und den Geist eines Erich Mielke wieder auferstehen lassen.
In einem Rechtsstaat würde man spätestens jetzt diese von den Linksradikalen Maas und Schwesig mit alten DDR-Recken zur Privat-Stasi aufgebaute „Stiftung“ verbieten und Giffey für ihre offene Unterstützung von Verfassungsfeinden aus dem Amt feuern. Die SPD gehört vom Verfassungsschutz beobachtet und notfalls verboten.

„Gleichzeitig verteidigte Giffey aber auch ihre Mitwirkung an der Broschüre. Auch Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher hätten eine Verantwortung für die Kinder, die sie betreuen, so die Familienministerin. „Sie sollten in der Lage sein, eigenständig zu entscheiden, ob das Wohl eines Kindes gefährdet ist. Das kann auch der Fall sein, wenn Eltern radikalen Gesinnungen anhängen.“
Dies zu erkennen sei aber manchmal nicht einfach. „Darum unterstützen wir Pädagoginnen und Pädagogen mit Informationen. Es geht dabei allein um eins, das Wohl der Kinder.“

Das, Frau Giffey, ist astreine DDR-Propaganda. Mit genau den gleichen Argumenten wurden dort Kindergartentanten, Hortbetreuerinnen und Lehrer mit Anleitungen zum Spitzeln versorgt und gelegentlich von den Kollegen einer Frau Kahane besucht und befragt, wurden Familien aus Oppositionskreisen unter Druck gesetzt, Kinder weggenommen und in Heime gesteckt. Es ist genau diese Argumentation, mit der das Unrechtsregime Honeckers Familien zerstört und Menschen gefoltert hat. Merkeldeutschland ist endgültig auf dem Niveau einer DDR 2.0 angekommen.

P.S. Noch ein Gedankenexperiment als Drüberstreuer: Jetzt stelle man sich das Gleiche vor als „Identifizierungshilfe für Islamisten“, mit „Kindern mit schwarzen Haaren und Kopftuch“ und einem Vorwort von Alice Weidel - viel Spaß!