Samstag, 13. Februar 2021

Fußnoten zum Samstag

von Fragolin

 

Eigentlich befasse ich mich mit der Rolle von Bill Gates nicht wirklich. Man muss nicht hinter jeder Sau herrennen, die quiekend durch das mediale Dorf gehetzt wird, aber wer sich permanent so in den Vordergrund drängelt, nun ja, der ist auch mal einen Blick wert. Vor Allem, wenn immer wieder Verquickungen von Gates mit Pharmaunternehmen bekannt werden, die ausgerechnet jetzt einen fetten Schnitt machen.

Wenn man mal so ein bisschen zum Thema BioNTech gräbt, findet man interessante Querverweise. So hat man sich bereits 2019, nach einem weiteren Jahr mit Millionen im Minus, eine üppige Erhöhung der Vorstandsbezüge gegönnt. Davon schwer beeindruckt hat Bill Gates über seine Stiftung dem Unternehmen im September 2019, als er sich noch mit den Pandemie-Planspielen eines fiktiven Coronavirus beschäftigte, 50 Millionen Euro rübergeschoben. Im "Handelsblatt" prahlte er damals, für jeden Dollar, den er dort investiere, garantiert mindestens 20 Dollar zurückzubekommen. Aus 50 Millionen mache eine Milliarde. Mit einem dauerhaft im Minus dahindümpelnden Pharma-Unternehmen, das nicht ohne Grund vorher kaum jemand kannte? Schon erstaunlich, die Hellseherfähigkeiten des Herrn Gates. Aber das ist reiner Zufall!

Ebenso Zufall ist, dass BioNTech nach eigenen Angaben bereits Mitte Januar 2020 mit der Impfstoffentwicklung gegen das Coronavirus begann. Wir erinnern uns: Mitte Januar 2020 war die Existenz des "Wuhan-Virus" erst seit zwei Wochen bekannt und sogar vier Wochen später galt eine gefährliche Entwicklung in unseren Breiten noch als Spinnerei hysterischer Rechter, die Ängste schüren wollen. Warum setzt ein deutsches Pharmaunternehmen bereits zu dieser Zeit voll auf einen mRNA-Impfstoff gegen Corona und baut seine gesamte Struktur allein daran ausgerichtet neu auf? Niemand konnte zu diesem Zeitpunkt ahnen, dass dieses Virus jemals mehr sein würde als eine weitere lokale Randbemerkung aus der chinesischen Provinz.

Die Entwicklung eines Impfstoffes gegen dieses Virus wurde hierzulande erst Ende März 2020, während "Bergamo", zur größten Herausforderung für dieses Jahr ausgerufen. Und jeder, der den Namen Bill Gates mit der Impfung, in die er bereits vor dem Bekanntwerden eines neuen Virus 50 Millionen investiert hat, mit dem erklärten Ziel, damit Milliarden zu verdienen, in Verbindung bringt, gilt seither als rechtsrechter Verschwörungstheoretiker und Spinner.
Am Rande bemerkt wird dieses Narrativ gerne von Medien wie dem "Spiegel" transportiert, der zwar 2018 satte 2,5 Millionen Dollar von, nun ja, eben diesem Bill Gates kassierte, aber deshalb doch niemals nich Dankbarkeitsjournalismus betreiben würde.

Ich halte Bill Gates für einen der größten Propheten der Weltgeschichte. Er investierte 2018 in Medien und 2019 in Pharmakonzerne, die er heute rein zufällig in der Wahrwerdung der von seiner Stiftung initiierten Pandemie-Planspiele innerhalb nur eines weiteren Jahres genau dafür einsetzen kann, die von ihm vollmundig angekündigten Milliardengewinne zu machen. Und da jeder Zweifel daran, dass das alles gottgewollter Zufall ist, bösrechte Hetze und Verschwörungstheorie gegen einen armen Multimilliardär sind, bleibt mir nur, den Mann für einen Propheten zu halten. Die Alternative wäre, dass die Verschwörungstheorien recht hätten. Und das will ja keiner glauben, oder?!

Kommentare:

Heinz hat gesagt…

Guten Morgen, Fragolin

Bei ihrer Betrachtung zu Bill Gates fehlt meines Erachtens ein wichtiger Aspekt, um beurteilen zu können, wie hellseherisch er tatsächlich ist. Man müsste vorher wissen, in welchen anderen Bereichen und Unternehmen seine Stiftung noch investiert ist und man müsste wissen, ob und wenn ja wieviel Geld er bereits bei anderen Investitionen versenkt hat.

Bekannt ist, dass er bereits seit Jahren im "Gesundheitsbereich" in Afrika aktiv ist, teils mit sehr schlechter Presse zu seinem Engagement. Ich kann das nicht beurteilen, aber wäre ich sein PR-Berater, ich würde ihm sagen, die Kleinigkeit von 2,5 Mio. in ein Sprachrohr wie den Spiegel wäre ein gute Investition, um eine bessere PR zu bekommen. Zweifelsohne sind auch 50 Mio. Euro kein großes Drama für Bill Gates, noch dazu investiert in den Bereich der mRNA Impfstoffe, an denen schon seit einigen Jahren geforscht wird und die, wenn es funktioniert, erhebliche Vorteile gegenüber einer klassischen Impfung hätten und die Zukunft der Impfung darstellen würde, mit erheblichem Gewinnpotential.
Ich würde das tun an seiner Stelle.

Atlantiker hat gesagt…

Der SPIEGEL bekam 2018 2,5 Millionen von Bill Gates.
Beleg für diese in rechten Portalen permanent wiedergekäute Behauptung?? - Natürlich Fehlanzeige.

Das Ganze ist in etwa so wahr wie die von denselben Leuten kolportierte Behauptung, "IM Erika" sei jüdischer Abstammung,

Fragolin hat gesagt…

Werter Atlantiker,
das in Ihren Augen wahrscheinlich ultrarechte Hetzportal "Der Spiegel" kolportiert diese unsägliche rechtpopulistische Lüge über sich selbst:
"Die Bill & Melinda Gates Foundation (BMGF) unterstützt das Projekt über drei Jahre mit einer Gesamtsumme von rund 2,3 Millionen Euro - das sind 760.000 Euro pro Jahr."
Im Gegensatz zu Ihnen gibt es bei mir eben Quellen für die Aussagen:
https://www.spiegel.de/backstage/fragen-und-antworten-zur-foerderung-durch-die-bill-and-melinda-gates-stiftung-a-dac661f6-210a-4616-b2d2-88917210fed4
Und nun schön weiter lügen und kläffen, Genosse.
MfG Fragolin