Dienstag, 27. November 2018

Die Panikmache vor dem Brexit nimmt absurde Formen an

DiePresse schreibt ganz bang vor dem Big Bang:

Brexit: Großbritannien könnte binnen Tagen das Trinkwasser ausgehen

Ein internes britisches Regierungsdokument warnt vor einem Zusammenbruch der Trinkwasserversorgung bei einem harten Brexit. Es sei ein Grund für den britischen Umweltminister gewesen, den umstrittenen Deal zu unterstützen.

[...]  Binnen Tagen nach einem EU-Austritt könnte der Insel das Trinkwasser ausgehen. Nämlich dann, wenn aufgrund des Chaos wichtige Chemikalien, die für die Wasser-aufbereitung notwendig sind, nicht importiert werden können, berichtete die "Mail on Sunday". Diese Chemikalien müssten frisch geliefert werden und könnten nicht gelagert werden. Tausende Wasserkraftwerke müssten geschlossen, die Bevölkerung von der Wasserversorgung gekappt werden. Die Folge: Kein Wasser zum Trinken, zum Kochen, für die Hygiene.
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Irgendwie fühlt man sich déjà-vue-mäßig erinnert ... tja, woran bloß?! Das ist eine Gemengelage aus Max Reinhardt's Don-Carlos-Parodie (»Ganz Madrid steht unter Wasser ... und überhaupt — es ist fürchterlich!«), und den in den späten 90er-Jahren anschwellend schrillen Alarmsirenen über den Y2K-Fehler, der die Atomkraftwerke in die Luft fliegen und unser Stromnetz — und damit überhaupt alles und jedes in unserem Leben — zusammenbrechen lasssen wird. Die Silvesternacht 1999/2000 verlief meiner Erinnerung nach deutlich entspannter, als man uns vorher progostiziert hatte ...

Und so würde es bzw. wird es auch bei einem »harten« Brexit sein. Wasser kann man abkochen, und die »tausenden Wasserkraftwerke« Großbritanniens verraten dem UK-Kundigen, daß DiePresse nicht einmal richtig übersetzen kann: es werden wohl »Wasserwerke« sein, und die von diesen benötigten Chemikalien sind wohl nicht nur in der EU monopolisiert erhältlich, sondern haben Weltmarktpreise und -lieferanten.

Jeder Schmarr'n wird uns da aufgetischt, damit bloß keiner auf die Idee kommt, das »Friedensprojekt EU« verlassen zu wollen! Ich denke eher, daß die Gesichter in Brüssel bereits jetzt lang zu werden beginnen, wenn sich ein harter Brexit abzeichnet, weil das britische Parlament den faulen May-Deal ablehnt. Nein, keine Frage: das wird kein Sonntagsspaziergang für die Briten — aber es wird auch keiner für die verbleibende EU. Und vor allem wird es ein immenser Gesichtsverlust für die Bonzen in Brüssel, denen ein großes Land damit recht ostentativ den Mittelfinger zeigt.

Und da bei der eklatanten Unfähigkeit der EUrokraten ihr »Image« eigentlich das einzige ist, auf das sie glauben sich was einbilden zu können, ist das die ultimative Schlappe für die Jammergestalten! Oder glaubt man ernstlich, dieser Harald Juncker aus Luxemburg wäre für irgendeinen Job außer den des Kommissionspräsidenten verwendbar?


Ob May mit ihren Schauermärchen die Abgeordneten täuschen kann, wird sich zeigen — spannend wird's bis zum 11. Dezember jedenfalls. Aber egal wie's ausgeht: verdursten wird auf der Insel keiner.




Kommentare:

Rizzo Chuenringe hat gesagt…

Laut freiwaberndem on-dit könnten den britischen Atomkraftwerken binnen Tagen die Atome ausgehen, den britischen Schafen die Wolle und dem britischen Fish die Chips. Heilige Propaganda, Schutzpatronin der EU-Kommission, steh uns bei, jetzt und in der Stunde des furchterregenden Brexit!

Wassermann hat gesagt…

Dann werden die stolzen Briten oder besser jene, die es im Gewusel islamischer Neubürger dort noch gibt, eben mit Erinnerungen aus ihrer snobistischen Kolonialmachtzeit gurgeln müssen.

Wer naiv die halbe Dritte Moslemwelt immigrieren und ungestraft wüten lässt, der braucht wegen dieser Wassermangel gewohnten vielen Wüstenexperten dann auch weniger Trink- und Waschwasser. Solange es für den perfekten Golfrasen vorm Nobelcottage der Londoner Bankster reicht, ist es doch noch very british!

Jeder bekommt früher oder später, was er bestellt hat, und Dummheit schützt dann bekanntlich nicht vor Strafe. Gilt auch und besonders fürs weltoffene Merkelandistan. Doch bis die schrumpfgermanischen Piefkes das kapieren sind sie bereits verdrängt bzw. ausgestorben worden.