Sonntag, 4. April 2021

Fußnoten zum Ostersonntag

von Fragolin
 

Wenn Grundrechte zu Privilegien werden, wird Widerstand zur Pflicht.

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Heute hat nur irgend so ein komischer Wulpertinger Dienst, der aussieht wie ein Hase, aber bunte Eier legt und diese dann unter Büschen versteckt. Kann man verstehen, muss man nicht. Deshalb denke ich heute einfach mal überhaupt nicht darüber nach und mache Blogpause, bei einer zünftigen steirischen Osterjause* mit einer Flasche kräftigen Zweigelt. Oder zwei. Oder drei. Aber nicht mehr als vier.


*) für arme Unwissende: es handelt sich um in Tierform gegossene Brennwertbooster mit Fettrand. In etwa so:


Die Krenwurzen wird noch gerieben, aber der Rest passt schon; abgerundet mit einem herzhaften Käse und einem Zirbenschnaps als gelegentlicher Verdauungshilfe der ideale brunch, um es in Hipster zu sagen, für überzeugte Sekundärveganer und Menschen, die keinen Wert darauf legen, am Rest des Tages noch irgend welche feste Nahrung aufzunehmen oder Bewegungen auszuführen, die über das Eingießen und Austrinken von Weingläsern und das gelegentliche Schaffen neuen Platzes in der Blase hinausgehen.


Kommentare:

Alexandra hat gesagt…

Werter Fragolin,

nun übertreiben sie mal bitte nicht mit dem Zirbeler und dem Wein.....nebenbei bemerkt ihre Osterjause erinnert mich an meine Kindheit.....die steirischen Bräuche sind mir ja bestens bekannt und erwecken in mir nostalgische Erinnerungen. Meine Großmutter war ja aus der Steiermark. Damals waren wir oft bei einer Tante in Niederschöckl, ein kleiner Ort in der Nähe von Maria Trost zu Besuch...

Samstag Vormittag traf man sich im Gasthaus.... der Pfarrer kam und segnete das Fleisch, die Ostereier, Kren und das "süße Brot"....um 17 Uhr durften wir die Nester suchen und abends wenn es dunkel war, hat Onkel Franz immer ein großes Osterfeuer gemacht .....diese schönen Erinnerungen habe ich bis heute nicht vergessen

Ich hoffe, dass wenigstens sie mit ihrer Familie gemeinsam Ostern feiern können. Ich kann es leider nicht, eingesperrt im Lockdown in Wien, weit weg von meinen Kindern und Enkelkind und meine Eltern habe ich mittlerweile seit Dezember 2019 nicht mehr gesehen - sie lassen vor lauter Angst niemanden bei der Tür rein - für mich ist Ostern heuer gestorben - dank dieses Regimes, sorry, aber das Wort Regierung ist an dieser Stelle unangebracht. Welche Gefühle ich für diese Leute entwickle, vermag ich in Worten nicht wiederzugeben - ich will ihnen nicht ihr Fest verderben. Ich bin einfach sehr traurig und zuweilen bin ich mir nicht sicher ob ich heule weil ich traurig bin oder weil mich einfach nur der Zorn überkommt.

Aber trotz allem wünschen ich ihnen, Le Penseur und it's me ein schönes
Osterfest im Kreise ihrer Liebsten! Und allen Lesern natürlich auch!

mit ganz lieben Grüßen
Alexandra

Deutsche Frauen, deutsche Treue, deutscher Wein und deutscher Sang hat gesagt…

Ja, das kann nur die Kirche, Fleisch, Ostereier, Autos und Waffen segnen. Deshalb bleibe ich in der Kirche, auch wenn sie weitgehend zu einer linksgrünversifften NGO heruntergekommen ist.