Mittwoch, 24. März 2021

Fußnoten zum Mittwoch

von Fragolin

 

Wenn Grundrechte zu Privilegien werden, wird Widerstand zur Pflicht.

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Als Gesunder soll ich jeden zweiten Tag mit einem Test feststellen lassen, ob ich nicht doch krank bin. Das ist, als ob ich als Lebender jeden zweiten Tag auf dem Friedhof nachschaue, ob ich nicht doch schon tot bin.

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An der Bushaltestelle muss man zwei Meter Abstand von jenen Leuten halten, mit denen man zwei Minuten später dicht zusammengedrückt im Mittelgang des Busses steht. Das ist, als ob man eine Flasche Schnaps durch einen zwei Meter langen Strohhalm austrinkt, in dem Glauben, davon dann nicht betrunken zu werden.

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Ich bin für die Einführung einer Freiheitsrechte-Tombola. Jeder Bürger darf einmal im Monat Lose kaufen, und bei einer Ziehung werden dann jene Nummern ermittelt, die für einen Monat ihre ehemaligen Freiheitsrechte als Privileg verliehen bekommen. Ist auch nicht anders als das, was unsere Politiker jetzt so erträumen, hat aber einen höheren Show-Faktor.

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Stellen Sie sich vor, Sie bekommen jede Woche einen Anruf, bei dem der Anrufer ankündigt, Sie nächste Woche anzurufen, um Ihnen den nächsten Anruf anzukündigen. So geht Regierungspressekonferenz.

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Heute findet ein europaweites Gedenken an die Opfer von Corona statt. Nicht gedacht wird derer, die gestorben sind, ohne in den Wochen vor ihrem Tod positiv getestet worden zu sein, weil sie vereinsamt an gebrochenem Herzen gestorben sind, sich verzweifelt oder in Panik das Leben genommen haben, weil sie von medialer Sensationskreischerei abgeschreckt nicht zum Arzt gegangen sind, weil man ihre Therapie oder Operation auf unbestimmte Zeit verschoben hat, weil sie die ihnen aufgezwungene Impfung nicht vertragen haben, weil sie durch andere politische Maßnahmen zu Schaden gekommen sind, weil sie einfach uninteressante Kollateraltote einer sich selbst endlos lobhudelnden Politikerkaste sind, die immer wieder hilflos um sich schlägt, weil sie das vollmundige Versprechen, ein Virus zu besiegen, nicht einhalten können, weil niemand das kann, was sie aber niemals zugeben werden. Denen gedenkt keiner. Schon gar nicht die, die sie auf dem Gewissen hätten, wenn sie eins besitzen würden.

Auch noch: Wir gedenken medienwirksam hochbetagten Leuten, die, was in dieser Altersklasse statistisch nun einmal die Normalität darstellt, an einem natürlichen Tod, was ein Tod durch Erreger nun einmal ist, gestorben sind. Aber wer den hunderttausenden jedes Jahr in Europa im Mutterleib mutwillig abgeschlachteten Babys gedenkt, ist ein böser Mensch. Nur mal so zum Thema Werte.



Kommentare:

gerd hat gesagt…

"Aber wer den hunderttausenden jedes Jahr in Europa im Mutterleib mutwillig abgeschlachteten Babys gedenkt, ist ein böser Mensch."

Genau das ist es was unsere Gesellschaft so bekloppt und geistig verkrüppelt zurück lässt. Mutter Teresa hat einmal sinngemäß behauptet: "Wenn wir die ungeborenen Kinder töten, dann kann jeder jeden töten, der mir im Alltag begegnet. Wer oder was sollte das noch verhindern?" An dieser Schwelle steht unsere Gesellschaft oder hat sie größtenteils schon überschritten. Erst die ungeborenen Menschen, dann die Alten und Schwachen der Gesellschaft. Danach sind dann die Starken und Gesunden dran.
Meine Frau arbeitet in einer Werkstatt für körperlich und geistig behinderte Menschen, die ab heute ohne Ausnahme geimpft werden, ohne Aufklärung über Nebenwirkungen und Folgeschäden, ohne die Bedenken und Ängste der behinderten Menschen zu berücksichtigen. Als Beratung wird angeboten: "Das ist nur ein Picks, danach bekommst du eine extra Portion Nachtisch!" Echt jetzt, das wird da proklamiert. Gegen geistige Verkrüppelung gibt es leider noch keine Einrichtung. Wenn es sie gäbe hätte man dort Aufnahmestopp.

Barbarossa hat gesagt…

Genau so ist es mit den alten "Corona-Toten", um die jetzt so ein pseudoreligiöser Kult gemacht wird.
Wie sagte Donald Trump einfach und einfach wahr: "Sie sterben halt. Was solls?"

Le Penseur hat gesagt…

Cher Barbarossa,

wenn schon, dann bitte das ganze Zitat. Da geht es nämlich weiter:

Aber das bedeutet nicht, dass wir nicht alles tun, was wir können. Sie*) ist so weit unter Kontrolle, wie man es kontrollieren kann. Dies ist eine schreckliche Seuche.


Tja ... hm, das klingt gleich irgendwie ... ganz anders.


*) bezieht sich auf die vorherigen Bemerkungen: "die Covid-Epidemie".