Mittwoch, 21. Januar 2026

Nach einigen Jahren Pause

von LePenseur
 
 
... ist gestern der mir schon als erloschen vorkommende Blog Superpelliceum wieder aktiv geworden (wenn auch nur mit einer kleinen "Eruption" ...), was mich dazu veranlaßte kurz nachzusehen, wann (und worüber) eigentlich das vorherige Posting war. Eh voilà ... hier ist es:

Zwischen den ganzen "Influenza" (Monika Gruber)- Videos und sonstigen Unnötigkeiten findet sich eine Perle aus dem Archiv des ZDF: Eine Reportage plus Pfingstgottesdienst aus dem Jahre 1973. Gemacht hat den Film Werner Kaltefleiter, gefilmt wurde in der notorischen Pfarrei St. Ludwig in Ibbenbüren. Die Kirche ist frisch ausgeräumt und weiß gefliest, die japanische Flagge in der Apsis ist frisch gemalt, die liturgischen Tänzerinnen noch in der Blüte ihrer Jahre, in den intellektuell hochmögenden Gesprächskreisen wird noch gequalmt und gesoffen. Alles hat noch den Duft des Aufbruchs, der Fortschritts, der allgemeinen Wichtigkeit.

Es gäbe viel zu schreiben, was der Film alles an Erinnerungen an die eigene Kindheit auslöst, dieses Lebensgefühl in den 1970ern. Vielleicht dazu an anderer Stelle demnächst etwas mehr. Was aber den Film besonders auszeichnet ist die strenge Freudlosigkeit, die Humorlosigkeit, die sich zuvörderst aus der allgemeinen Wichtigkeit des Gemeindekaders speist.
Lesen ist gut, weiterlesen noch besser ... aber den im Artikel vom 13. August 2022 am Ende zu findenden nackten Link auf die ZDF Pfingstmesse 1973 aus Ibbenbüren will ich "embedden", damit sich keine falsche "Hemmschwelle" aufbaut, ihn anzuklicken – obwohl Kollege Laurentius Rhenanius, der den besagten Blog zum Glück (wieder-) betreibt, dem Link die herbe Mahnung vorausschickt:
Wer die Nerven für eine Zeitreise hat,
https ... 
Ich denk' mir: wer den LePenseur-Blog liest, der muß gute Nerven haben, sogar für die Zeitreise ins Jahr 1973 ...
 
 
Die Bild- und Tonqualität ist überschaubar gut ... naja, 1973 halt. Aber was den Film zum Genuß macht, ist genau das, was Kollege Laurentius Rhenanius im Artikel so trefflich beschrieb:
Alles ist gewichtig, ernst, (un)tief bzw. pseudotief. Alle wollen  mit von der Partie sein, keiner will als altmoderner Provinzdödel gelten. Es ist wie die Parole "alles ist politisch" der Linken in kirchlicher Ausprägung, Zeitgeist (viel aus der Zeit, wenig Geist), und kommt genauso spießig daher wie der ostdeutsche Sozialismus! Der Pfarrer als Revolutionsführer im Kollektiv der Kirchentätigen.
Nur beim folgenden Satz weiß ich nicht, ob ich ihn unterschreiben kann:
Es ist alles, nur nicht katholisch!
Nun ist LePenseur selbst wohl nicht katholisch genug, um derlei Urteile
fällen zu dürfen (und noch dazu ausgetreten, von den ketzerischen Ansichten über alles mögliche gar nicht zu sprechen!) ... aber: er entsinnt sich diverser Messen in weitaus rezenteren Jahren als 1973, die ihm gleich verkrampft-scheußlich-verlogen vorkamen und dennoch unter dem Titel "katholischer Gottesdienst" gehalten wurden (aber vielleicht waren auch die alles, nur nicht ...)
 
Wie auch immer: ein echtes Zeitdokument! Der Regisseur kann stolz sagen: Exegi Monumentum aere perennius!Und LePenseur nimmt den Satz des geschätzten Kollegen:
Der Pfarrer als Revolutionsführer im Kollektiv der Kirchentätigen.
mit herzlichem Dank in seine Sammlung "merk-würdiger"
Sätze auf. Und mit dem Video die derzeit dringlich benötigte Tröstung: wenn derlei peinlicher Unfug innert weniger Jahrzehnte "versungen und vertan" ist, dann sind es auch hoffentlich die Peinlichkeiten unserer Zeit in einigen Dekaden ... wenn man kopfschüttelnd von 365+ Facebook-Geschlechtern liest, oder anderen Jux, den unsere Obertanen sich so zur Ablenkung der misera plebs ausdenken ...
 

Dienstag, 20. Januar 2026

Zeitlose Wahrheiten aus dem Netz (171)





Elect a fraud to presidency    you don’t
turn the fraud into a President,  you turn
the presidency to a fucking joke.
 
Wer einen Betrüger zum Präsidenten wählt, macht nicht einen Betrüger zu
einem Präsidenten, sondern das Präsidentenamt zu einem schlechten Witz.
 
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 Mehr »Zeitlose Wahrheiten aus dem Netz«: 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 - 8 - 9 - 10 - 11 - 12 - 13 - 14 - 15 - 16 - 17 - 18 - 19 - 20 - 21 - 22 - 23 - 24 - 25 - 26 - 27 - 28 - 29 - 30 - 31 - 32 - 33 - 34 - 35 - 36 - 37 - 38  - 39 - 40 - 41 - 42 - 43 - 44 - 45 - 46 - 47 - 48 - 49 - 50 - 51 - 52 - 53 - 54 - 55 - 56 - 57 - 58 - 59 - 60 - 61 - 62 - 63 - 64 - 65 - 66 - 67 - 68 - 69 - 70 - 71 - 72 - 73 - 74 - 75 - 76 - 77 - 78 - 79 - 80 - 81- 82 - 83 - 84 - 85 - 86 - 87 - 88 - 89 - 90 - 91 - 92 - 93 - 94 - 95 - 96 - 97 - 98 - 99 - 100 - 101 - 102 - 103 - 104 - 105 - 106 - 107 - 108 - 109 - 110 - 111 - 112 - 113 - 114 - 115 - 116 - 117 - 118 - 119 - 120 - 121 - 122 - 123 - 124 - 125 - 126 - 127 - 128 - 129 - 130 - 131 - 132 - 133 - 134 - 135 - 136 - 137 - 138 -139 - 140 - 141 - 142 - 143 - 144 - 145 - 146 - 147 - 148 - 149 - 150 - 151 - 152 - 153 - 154 - 155 - 156 - 157 - 158 - 159 - 160 - 161 - 162 - 163 - 164 - 165 - 166 - 167 - 168 - 169 - 170          
 

Trump's Huge Blind Spot in Iran

von kennerderlage
 
 
Die Drohung Trump's mit einer Intervention gegen den Iran ist wohl nur aufgeschoben, nicht aufgehoben! Der frühere Oberstleutnant und Afghanistan-Veteran Daniel Davis diskutiert mit dem ehemaligen CIA-Analysten Larry Johnson zur geopolitischen Lage am Persischen Golf und weitergehende Implikationen in Bezug auf weltweite Verwerfungen:
 

Zusammenfassung unter dem Video:

Larry Johnson argues that Trump’s reckless rhetoric and willingness to use military force have badly undermined U.S. credibility and global stability. Drawing lessons from Iraq’s “shock and awe,” they contend Iran would not collapse under bombing: it is larger, far better prepared, has dispersed missile capabilities, and has deepened military and intelligence cooperation with Russia and China. Any attack on Iran could trigger regional escalation, closure of the Strait of Hormuz (threatening most global oil supply), and severe economic shock. 

The discussion stresses that U.S. threats and mixed signals weaken negotiations with Russia (on Ukraine and nuclear arms) and alarm China, reinforcing the view that the U.S. is unreliable and dangerous. Russia, in particular, is portrayed as moving away from negotiations toward finishing the Ukraine war militarily, under internal pressure to formally declare war on the West. 

 If strikes on Iran led to U.S. casualties, the speakers foresee rapid escalation toward a wider war, potentially involving nuclear threats, with Russia, China, and even Pakistan intervening to block such use. They warn that nuclear weapons would not “solve” anything and could provoke catastrophic retaliation. Overall, the argument is that bipartisan U.S. belligerence, lack of credible diplomacy, and overreliance on military power are pushing the world toward a highly dangerous confrontation with no trusted off-ramp. 
 

Unterdrückung der freien Korrespondenzwahl in Österreich

von Helmut
 
 
Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich habe alle möglichen Gesetzestexte hinsichtlich der Österreichischen Verfassung durchgeackert, bin aber auf kein Ergebnis gekommen.

Worum geht’s hier:

 Ich verwende als jemand, der in Rumänien lebt, seit mindestens 20 Jahren meine Mailadresse „yandex“. Gewissermaßen die Konkurrenz zu yahoo, aber werbefrei, hat automatischen Virenschutz, und ich kann wesentlich mehr MBs anhängen, bis 100 MB. In der Werbung steht zwar nur was von 20 MB, aber ich hab‘s ausprobiert, mit Mails von yandex zu yandex.

Nun habe ich seit geraumer Zeit festgestellt, dass es einige wenige Ausnahmefälle gibt, die meine Mailadresse yandex nicht akzeptieren. Bei manchen kommt das in Spam, aber manche verweigern die Annahme. Vermutlich hängt das damit zusammen, dass man das als russisch und deshalb schlecht einstuft. Natürlich ist der Hauptsitz von yandex in Moskau, aber es war ja auch die Filiale in den Niederlanden aktiv, und heute ist die verantwortliche Adresse in Abu Dhabi.

Immer habe ich mich gefragt, wie das denn so geht, dass man meine Adresse ablehnt. Da hat man mir erklärt, dass es bei diesen Mailadressen Provider gibt, die eben unterschiedlich ticken. Bei manchen gibt’s da eine Art „Blacklist“, und die Software ist darauf abgestimmt. Ich kommuniziere mit den Ministerien in Österreich genauso wie mit der Wirtschaftskammer mit yandex, ohne Probleme. Aber bei der Krankenkasse SVS geht das nicht. Die behaupten trotz meiner Beschwerden, dass es an mir liegt und nicht an deren System, was natürlich Unsinn ist.

Warum schreibe ich jetzt darüber:

O.k., mit der Krankenkasse musste ich eben auf eine andere Mailadresse ausweichen — was solls. Nun aber habe ich einen Stromanschluss in Niederösterreich beantragt, und sollte ein Mail von der EVN bekommen, das ich online bestätigen sollte, damit die Installation erfolgen kann. Kommt aber kein Mail, obwohl ich noch vor zwei Jahren mit der EVN mit meiner yandex-Adresse korrespondiert habe.

Daraufhin hat der zugelassene Elektriker, der die Formulare an die EVN geschickt hat, versucht, mir diese Unterlagen zu schicken, das ging genauso nicht. Niemand findet da einen logischen Grund dafür. Was blieb mir übrig, ich musste über eine andere Mailadresse mit denen von der EVN korrespondieren, sonst hätte ich keinen Zähler bekommen. Die sitzen halt am längeren Hebel.

Nun hatte ich den Verdacht, dass das aufgrund einer internen Veranlassung der österr. Regierung passiert, weil ich nur in Österreich dieses Problem habe, weder in Deutschland, noch in Rumänien. Darauf hat mir probehalber meine Schwester in Österreich ein Mail geschrieben, und siehe da, da gibt’s keine Probleme.

Das wieder bekräftigt die Version, dass es eben am jeweiligen Provider liegt, und der kann offensichtlich tun und lassen, was er will. Wenn derjenige, der die Mailadresse von diesem Provider benützt, und aufgrund des Providers keine Mails von yandex bekommen kann, nichts dagegen unternimmt, was den Provider dazu zwingt, diese Blacklist resp. Software zu korrigieren, dann bleibt das eben so. Nun war ich der Meinung, dass die freie Wahl meiner Mailadresse doch eigentlich ein Grundrecht sein müsste, das man auch in der österreichischen  Verfassung nachlesen könne. Ich hab das durchgeackert, mehrere Stunden lang:

https://www.vfgh.gv.at/verfassungsgerichtshof/rechtsgrundlagen/grundrechte.de.html

Aber ich bin nicht fündig geworden. Ich habe nirgends einen Passus gefunden, aus dem hervorgeht, dass die freie Wahl des Kommunikationsmittels, also auch der Mailadresse, garantiert wird. Aber vielleicht habe ich da was übersehen. Für Hinweise wäre ich dankbar.

Vielleicht denken sich manche, da das eigentlich ein sekundäres Problem ist. Ich aber sehe das anders, in der Zeit, wo man mit andauernden Beschneidungen der persönlichen Freiheit leben muss. Bezahlen nur mit Plastikkarte, dazu eine Höchstanzahl von Bargeldsummen ohne Nachweis, Videoüberwachungen mit Gesichtskontrolle, die aber bei Kriminalitätsvorfällen dem Geschädigten kaum etwas helfen, usw.

Ich wollte dem Finanzamt in Österreich ein Mail mit einem Einspruch schicken, unmöglich. Das Finanzamt darf aus Gründen des Datenschutzes kein Mail empfangen. Nun dauern aber Briefe aus Rumänien nach Österreich sehr lange, und oftmals kommen sie gar nicht an. Deshalb habe ich versucht, den Vorgang über Fax zu senden — und das war eine Zangengeburt. Eine Faxnummer findet man nicht im Internet beim Finanzamt, und erst nach längerer telefonischer Diskussion mit dem Sachbearbeiter nannte er mir die Nummer. Irgendwie ist auch die Faxnummer eine Geheimsache.

Ich weiß nicht, wohin diese Reglementierung noch hinführen soll, aber es wird nach meiner Auffassung immer schlimmer.

 

Montag, 19. Januar 2026

For the LORD spake thus to me

by  Meme Dept. 



Kaja Kallas zur Weltlage

von Sandokan


"Es ist es ein guter Zeitpunkt, um mit dem Saufen zu beginnen."

Die oberste Diplomatin der EU, welche die Außenpolitik im Namen der 27 Regierungen und der Europäischen Kommission koordiniert, traf diese Aussage während einer Sitzung der Fraktionsvorsitzenden des EU-Parlaments.

 

Zwei informative Videos zur Gewaltenteilung und zum aktuellen Journalismus

von Helmut
 
 
Eine nüchterne Bilanz zu den drei Säulen einer Demokratie, der Exekutive, der Legislative und der Judikative. Diese drei Säulen stellen in einer echten Demokratie die Gewaltenteilung dar. Dazu kommt seit Langem die vierte Säule, der Journalismus, der eigentlich kontrollierend und aufklärend agieren sollte.

Dr. Daniel Ganser hat sich mit der Beurteilung dieses Problems beschäftigt und dazu mehrere Beispiele angeführt. Aber auch die Argumente des Journalisten, der ihn interviewt hat, machen nachdenklich.

https://www.facebook.com/watch/?ref=saved&v=1215158744010424

Die Argumente des Journalisten, die ich vorhin erwähnt habe, werden hier deutlich gemacht, bei diesem Video. Hier werden für jeden die Methoden des heutigen Journalismus transparent, der oftmals in direkter Weisung und Abhängigkeit der Regierenden steht:

https://www.facebook.com/reel/720517447525530

Sicher werden wir das nicht ändern, was diese beiden Videos aussagen, aber wir sollten uns dessen in der gesamten Bandbreite bewusst sein.
 
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P.S.: Deshalb habe ich mich schon seit Längerem mit dem Gedanken getragen, auf die juristischen Fußtritte, die man den Völkern verpasst, einzugehen. Ist eine größere Story, aber ich geh da in der nächsten Zeit ran. 
 

Sonntag, 18. Januar 2026

Erster Pinguin in der Arktis gesichtet!

von LePenseur
 
 

 Übrigens: kennen Sie den?
 
Treffen sich ein Eisbär und ein Pinguin. Was denken sie beide sofort?
 
"Ich glaub ich bin im Zoo!"
 
Und sehen S':
 
Exakt das denke ich mir momentan auch, wenn ich den Trumpler seh'.
 

Jeffrey Sachs Rips Trump’s Emergency Rule and the Tech Capture of America

von kennerderlage
 
 
Ein sehr langes (fast zwei Stunden!), doch umso interessanteres Interview mit Prof. Jeffrey Sachs zu Fragen des geopolitischen und innenpolitischen Kurses der Trump-Administration:
 
 
 Zusammenfassung unter dem Video:
 
Renowned economist and global affairs expert Jeffrey Sachs delivers a blistering assessment of the state of American governance, warning that the United States is being run without accountability, restraint, or serious leadership. 

In an exclusive interview, Sachs argues that executive power has become dangerously personalized, Congress has been sidelined, and a small circle of tech billionaires now wields unprecedented influence over the White House, the Pentagon, and the media. He describes what he calls a “military-industrial digital complex” — where Silicon Valley, defense contractors, and executive power merge into a single unaccountable system. 

From emergency rule and executive decrees to tech surveillance and AI warfare, Sachs says America’s institutions are being hollowed out — and the world is paying the price. 

“We need a grown-up to run this country,” Sachs warns. Watch the full interview and decide for yourself.
 

"Die Täter von Crans-Montana"

von LePenseur
 
 
... titelte das Editorial von Roger Köppel in der letztwöchigen Ausgabe der Weltwoche. Das macht den Juristen etwas ratlos. Nun ist mir natürlich klar, daß das Editorial eines "Chefredaktors" (wie das in der Schweiz so hübsch heißt) inhaltlich und stilistisch Unterschiede zu, sagen wir mal, der Begründung eines Gerichtsurteils aufweisen wird, ja: muß — sonst liest das ja keiner. Und ein Wochenmagazin, das nicht gelesen wird, hat irgendwie seinen Lebenszweck verloren ...
 
Die Weltwoche war bisher meist eine reputierliche, qualitätsvolle Wochenschrift, die in gut recherchierten, ausgewogen argumentierenden Artikeln die weltweiten Ereignisse der Woche zusammenfaßte. Bei diesem Editorial ist jedoch weder von guter Recherche noch von ausgewogener Argumentation allzuviel zu merken.
 
Wenn Köppel etwa die Stimmung der Leser durch die Beschreibung der durch die Brandkatastrophe für ihr Leben verunstalteten und behinderten Jugendlichen und Kinder anheizt um dann fortzusetzen:
Auch vor diesem Hintergrund ist es unerträglich, dass das französische Betreiberpaar [...] noch immer frei herumläuft. Bis zum heutigen Tag sitzt kein Verdächtiger in Untersuchungshaft.*)
Pardon, Herr Chefredaktor! Ist eine Untersuchungshaft dazu da, eine etwaige Haftstrafe vorwegzunehmen? Nein, sie dient vielmehr dazu, einer Flucht-, Verdunkelungs- oder Wiederholungsgefahr vorzubeugen. Wenn das möglicherweise anzuklagende Betreiberpaar mit den Behörden kooperiert, ist offenbar eine Fluchtgefahr nicht gegeben. Was bei einem durch den Brand — der durch vielfache Videoaufnahmen auch in seinem tatsächlichen Ablauf schon jetzt als ziemlich vollständig geklärt angesehen werden kann  — völlig zerstörten Objekt "verdunkelt" werden könnte, ist auch kaum zu argumentieren. Daß die 
Ehefrau noch in der Brandnacht vielleicht belastende Social-Media-Postings löschte, wohl in der Absicht, Spuren zu verwischen
... wie Roger Köppel vorwurfsvoll vermerkt, ist angesichts der vielfachen Möglichkeiten der Polizei, derlei Posts wiederherzustellen, höchstens als untauglicher Versuch zu werten — dessen Sinn wohl nicht darin bestand, die behördliche Wahrheitsfindung zu vereiteln, sondern vielmehr, einer Sensationsberichterstattung, die nur zu gerne jede "Spur" aufzunehmen und weidlich (und gerne auch vorverurteilend!) auszuschlachten, vorzubeugen.
 
Wie die Sachlage sich nach den Zeugenaussagen und Videoaufnahmen recht eindeutig darstellt, geschah der Brandausbruch durch eine — im Rückblick: völlig hirnlose! — Aktion zweier Angestellter des Lokals: ein großgewachsener Kellner nahm eine weibliche Servierkraft huckepack auf die Schultern, letztere trug hocherhoben die Champagnerflasche mit der Sprühkerze und entzündete, da sie in dieser Höhe der Decke zu nahe kam, unabsichtlich die daran angebrachte, offenbar nicht hinreichend brandhemmende Kunststoff-Isolierung.
 
Dieser Sachverhalt ist nun unter zwei Aspekten zu beurteilen:
 
1. zur Klärung der zivilrechtlichen Fragen bezüglich Schadenersatz, Schmerzengeld, Haftung der Betreiber des Lokals (Dienstgeberhaftung für "untaugliche Gehilfen", mangelhafte Bauführung etc.), auch Haftung von Behörden (Versagen von Kontrollen etc.). 
 
Für all diese Fragen gibt es, soweit noch nötig, Beweissicherungsmöglichkeiten, aber mit Sicherheit keine Untersuchungshaft.
 
2. zur Klärung der strafrechtlichen Fragen, ob hier (und natürlich: von wem verwirklicht!) eine fahrlässige Tötung bzw. schwere Körperverletzung der Brandopfer anzunehmen ist, ob es im Zuge von Kontrollen zu korruptivem Verhalten der Behörden und Betreiber gekommen ist, ist ebenfalls eine Untersuchungshaft wohl unnötig ... außer, es ergäbe sich bisher nicht bestehende Fluchtgefahr der Betreiber oder von möglicherweise belasteten Behördenmitarbeitern.
 
Nehmen wir der besseren Plastizität einfach einen vergleichbaren Fall: ein Busunternehmer transportiert in seinem durch einen Angestellten gelenkten Bus 40 Jugendliche. Der Angestellte fährt auf der kurvenreichen Gebirgsstraße unachtsam mit überhöhtem Tempo, kommt von der Fahrbahn ab und stürzt in eine Schlucht. Alle tot. Wer käme auf die absurde Idee, hier eine Untersuchungshaft des Busunternehmers zu verlangen?  Köppels "Argumentation" wird aber in der Folge noch unappetitlicher:
Ein anderes finsteres Kapitel ist der Wirt, Jacques Moretti, Franzose, Korse, verurteilter Krimineller, laut französischen Berichten wegen Zuhälterei, Betrug und Freiheitsberaubung.
Sorry, Herr Chefredaktor: es ist schlichtweg infam, was Sie hier betreiben! Ich darf wohl davon ausgehen, daß dieser Monsieur Moretti für seine Straftaten abgeurteilt wurde und seine Strafe(n) verbüßt hat. In diesem Fall ist es, gelinde gesagt, letztklassig schäbig und (wenigstens in Österreich, aber es wird in der Schweiz wohl nicht anderes sein!) sogar verboten und strafbar, ihm diese Straftaten vorzuwerfen! Und es ist umso mehr schäbig, da die angeführten Delikte in keinerlei Gefährdungszusammenhang mit einer offenbar durch Unachtsamkeit entstandenen Brandkatastrophe stehen.
 
Zuhälterei, Betrug und Freiheitsberaubung sind Straftaten, aber qualifizieren einen nicht zum präsumptiven Brandstifter! Hätte der Betreiber bereits in der Vergangenheit einen Brand seines Lokals zu verantworten gehabt — ja, dann hätten Sie, Herr Köppel, eine gewisse Berechtigung, auf diesen Umstand hinzuweisen. Aber daß er seinerzeit als Zuhälter tätig war: was hat das mit einem Organisationsversagen (auf das läuft es nämlich letztlich hinaus: die Verwendung "untüchtiger Gehilfen", deren unbedachte Handlungen zum Brand führten) zu tun? Das ist effekthascherisch bis zum geht-nicht-mehr! Und dann setzen Sie noch nach mit dem Satz:
Blick-Kollegen versuchten, Moretti vor seinem Haus zu stellen, doch dieser schickte ihnen einen Rohling entgegen und eine Kaskade übler Verwünschungen. Die importierte Mafia gibt Schweizern den Tarif durch.
Sagen Sie: geht's Ihnen noch gut?! Sie wissen ebenso gut wie ich (nein: als Schweizer wohl noch viel besser!) über die "Seriosität" der Blick-Berichterstattung Bescheid. Daß einer, dessen gesamte wirtschaftliche und soziale Existenz durch eine Brandkatastrophe soeben vernichtet wurde, nicht in der Stimmung ist, den inquisitorischen, voreingenommenen und sensationsheischenden Fragen von Journalisten Rede und Antwort zu stehen, ist nachvollziehbar. Und was soll Ihr Hervorholen der Mafia-Keule? Zwischen einem korsischen Zuhälter, einem ehemaligen noch dazu, und "Mafia" liegen Welten.
 
In Ihrem Editorial, Herr Köppel, gibt es noch weitere, höchst bedenklich effekthascherische Darlegungen, die geradezu exemplarisch erkennen lassen, wie Journalismus nicht betrieben werden sollte. Ich hoffe, daß Sie wieder zu einer seriöseren, differenzierenden Darstellung zurückkehren, für welche ich seit Jahren die Weltwoche schätzen gelernt hatte!
 
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So begann ich meinen Artikel, den ich am letzten Sonntag veröffentlichen wollte. Wie wir wissen, gabe es da ein paar Dinge, die mir (und wohl nicht nur mir) dringlicher erschienen, und so steckte ich den Artikel in die virtuelle Schublade ... bis ich die aktuelle Ausgabe der Weltwoche las, in der ein gewisser David Biner noch ordentlich in Sachen Unappetitlichkeit zulegte. Unter dem Titel "Zehn unangenehme Wahrheiten. Was Sie im Moment nicht über die Brandkatastrophe von Cans-Montana lesen möchten" finden sich veritable Gusto-Stückerln von dem, was man in meiner Jugend als "Revolver-Journalismus" bezeichnete ... und verachtete.
 
"Die Täter sind Ausländer" ... ach, wir haben schon "Täter", nicht mal "mutmaßliche", sondern gleich echte "Täter"! Chapeau! Und Herr Biner, Herr der Fakten, weiß'noch weiter Bescheid:
Fakt ist: zwei missratene Lebensläufe - er vorbestraft, sie die Modelkarriere hinter sich - wagen einen gemeinsamen Neuanfang in der Schweiz.
Nun mag man in Vorstrafen zu Recht einen "mißratenen Lebenslauf" erblicken, aber eine Modelkarriere, die eine (wie ich las: ca. 40-jährige) "hinter sich" hat ... was, bitteschön, soll daran "mißraten" sein? In bestimmten Berufen endet die Karriere eben weit vor dem Regelpensionsantritt. 40-jährige Primaballerinen sind auch selten. Oder bei weiten nicht 65-jährige Schispringer. Oder Rennfahrer. Oder Astronauten. Lauter "gescheitere Existenzen", Herrn Biner? 
 
Und so geht es geschlagene zwei Seiten lang, dreispaltig, dahin. Wer sich das antun will, kann die Weltwoche ja erwerben und diesen Artikel, eine buchstäbliche mediale Hinrichtungsorgie, selber lesen ... mir ist es einfach zu öde, jeden schiefen Vergleich und jede infame Unterstellung (meist medienrechtsbewußt nicht justiziabel "durch die Hinterüre" formuliert) zu hinterfragen.
 
Der Artikel schließt mit den Sätzen:
... zudem war Féraud [Anm.: der "Gemeindepräsident", wir würden sagen: "Bürgermeister" des Ortes] allein darauf bedacht, nichts Unbedachtes zu sagen, was dereinst juristisch gegen ihn verwendet werden könnte. Die teuren PR-Experten, darunter Christoph Nufer, der Ex-Kommunikationschef von Bundesrätin Karin Keller-Sutter, schickten Féraud auf einen unerbittlichen Spießrutenlauf. Wer solche Berater hat, braucht keine Gegner mehr.
Wer solche Brandartikel um die Ohren geknallt bekommt, braucht auch keinen Gegner mehr! Und wenn Berater, dann vermutlich Medienanwälte, die so einen Artikel doch noch auf Straftatbestände des Autors hin penibel abklopfen! Was denken Sie sich eigentlich, Herr Biner, wenn Sie einem medial schon vorverurteilten Lokalpolitiker noch als Vorwurf zurechnen, daß er "nichts Unbedachtes" sagen will, das später gegen ihn verwendet werden könnte? Wollen Sie damit etwa eines der fundamentalsten Rechte jeder (!) zivilisierten Strafrechtsordnung, nämlich: daß ein Beschuldigter das Recht zu schweigen hat, in Mißkredit bringen? Ist es bei einem Lokalpolitiker, der vermutlich nicht über unermeßliche Reichtümer verfügen wird, ernstlich zu verlangen, daß er sich und seine Familie durch unbedachte Äußerungen, die man dann selbstverständlich gegen ihn verwendet, in den Ruin und sich selber möglicherweise in den Knast bringt? Sonst geht's Ihnen noch gut?!
 
Dieser Artikel ist einfach nur eines: ekelerregend. Es gab in der Vergangenheit, ich lese wie schon erwähnt die Weltwoche seit vielen Jahren, genug Artikel, deren Aussagen ich nicht teilte, ja sogar als vollkommen verfehlt betrachtete. Es gab auch einige, über die ich mir weidlich ärgerte. Das ist eben so. Aber es gab eigentlich bis zu diesem Artikel von Herrn Biner keinen, vor dem mir aufgrund seiner Schreibweise ekelte.
 
Sie haben es geschafft, Herr Biner: auch ein in jahrzehntelanger Beratungstätigkeit mit "menschlichen Untiefen" hinreichend vertrauter Jurist kann dazu gebracht werden, sich ob dem Elaborat eines Schreiberlings zu ekeln. Das schafft nicht jeder! Na, hoffentlich sind Sie recht stolz darauf ...
 
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*) Das hat sich mittlerweile hinsichtlich des Wirtes geändert. Der sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. 

Samstag, 17. Januar 2026

REVEALED: Col Douglas Macgregor's Closest Confidant....

von kennerderlage
 
 
Sorry, normalerweise gibt es um diese Zeit ein Bild von unserem  Meme Dept.  .... .... aber: dieses Video muss einfach sein ...
 
 
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P.S.: kann sich irgend jemand vorstellen, dass es so ein Video auch mit "Donald the Conqueror" gibt? Ich nicht.

Prof. John Mearsheimer: Foreign Wars, Domestic Crackdowns

von kennerderlage
 
 
Judge Andrew Napolitano und Prof. John Mearsheimer diskutieren zum Thema: Aussenpolitik unter dem aktuellen Regime von Donald Trump:
 
 
 

Einmal was anderes aus dem Iran

von LePenseur
 
 
... als das, was man jetzt ad nauseam von den Systemmedien vorgesetzt bekommt: ein Konzert des Tehran Symphony Orchestra, genauer ein kurzes Werk seines Dirigenten Shardad Rohani (mit europäischer Zugabe): 
 
 
Ein Kommentarposter unter dem Video gibt eine durchaus treffende Beschreibung dieses Orchesterwerks des iranischen Komponisten:  
Diese Komposition mit dem Titel „Epos“ wurde eindeutig mit dem eindrucksvollen Bild des Achämenidenreichs vor Augen geschaffen. Die Autorität und Majestät der Blechbläser erinnern klar an das Mandat des Himmels oder Farr/Xwarenah, das vom König der Könige befohlen wurde, und die Violinen illustrieren die schiere Ausdehnung und Größe des Reiches von jedem seiner vier Eckpunkte aus. Flöten und Oboen erzählen die Geschichte des Königsfriedens, in dem alle in Sicherheit und Wohlstand im Neuen Zeitalter leben. Ein wahrhaft meisterhaftes Werk...  
Weitere Aufnahmen von/mit Shardad Rohani finden sich hier.
 

Freitag, 16. Januar 2026

HERMANN GOERING 2.0

by  Meme Dept. 


(Storhertug: Grand Duke | Webelo: see here)

Max Blumenthal: Protecting Protesters or Manipulating Unrest?
John Mearsheimer: Dismantling Iran — The Four Part Strategy.

von kennerderlage
 
 
Judge Napolitano und Max Blumenthal sprechen zum Thema der Demonstrationen im Iran, bei denen nach US/Israel-Propaganda 20.000 Menschen erschossen wurden. Irgendwie erinnert das alles an die Brutkasten-Morde der Iraker in Kuweit, die sich danach als kompletter Propagandabetrug heraus stellten, ebenso wie dann die Massenvernichtungswaffen Saddam Husseins. Das "Imperium der Luegen" verliert allerdings langsam das Vertrauen vieler Menschen. Viel zu weniger und viel zu langsam, leider ...
 
 
Mindestens ebenso interessant ist Prof. John Mearsheimer bei Daniel Davis mit seinen Anmerkungen, zur vierteiligen Strategie der US-Geheimdienste, die letztlich im erfolgreichen regime change gipfeln soll:
 
 
Info unter dem zweiten Video:

Prof John Mearsheimer argues that Western media misrepresents events in Iran as an organic, popular uprising against a mismanaged regime. Instead, they claim the unrest follows a familiar U.S.–Israeli four-step regime-change playbook. 

Economic warfare: The U.S. imposes sanctions that deliberately damage Iran’s economy, creating widespread hardship. Protests then arise largely in response to these externally induced economic conditions. 

Fueling protests: The U.S. and Israel allegedly encourage, organize, and support mass protests, citing evidence such as Israeli media reports, statements by U.S. officials, Mossad involvement, and the use of Starlink terminals by protesters after Iran shut down the internet. 

Disinformation campaign: Western audiences are told the protests are purely internal and democratic, while messaging inside Iran is designed to convince people the regime is collapsing and momentum is unstoppable. 

Military intervention (planned but not executed): Once the regime appears near collapse, U.S. and Israeli military force would be used to strike infrastructure and elites to finish it off. 

According to the speaker, this strategy has failed because protests have sharply declined and the Iranian government’s crackdown has largely succeeded. Israeli commentators and even President Trump’s shifting rhetoric are cited as acknowledgments of failure. The concern now, they argue, is that Trump—having expected the regime to be on its last legs—may consider military force to “rescue” a collapsing strategy, despite reduced U.S. combat power in the region and Iran’s stated intention to retaliate directly against U.S. and Israeli targets. 
 
Overall, the discussion frames the situation not as a democratic uprising but as a stalled external regime-change effort that risks escalating into a broader military conflict. 
 

Heute vor 125 Jahren

von LePenseur
 
 
... wurde ein gewisser Fulgencio Batista y Zaldívar in der Stadt Banes im Osten Kubas geboren. Gestorben ist er allerdings nicht in seiner Heimat, sondern am  6. August 1973 in Marbella, in Spanien. Wikipedia vermerkt:
Von 1940 bis 1944 amtierte er als gewählter und von 1952 bis 1958 als diktatorisch regierender Staatspräsident Kubas. Er wurde 1958 im Rahmen der Kubanischen Revolution gestürzt.
Immerhin fünfzehn Jahre Pensionistenleben im Nobel-Badeort Marbella, weich gebetten auf 40 Mio. Dollar, die er bei seiner Flucht hatte mirgehen lassen: nun, es gibt schlimmere Schicksalsschläge, die einen treffen können! Der Wikipedia-Artikel über ihn liest sich spannend, die Rolle der USA in all den Jahren, die Batista teils als Strippenzieher hinter den Kulissen oder eben direkt an der Macht verbrachte, wird im Lexikonartikel dezent gestreift – ach, warum denn bloß nur gestreift ...?
 
1957 dürfte er in Deutschland gewesen sein, denn der Wikipedia-Artikel vermerkt unter "Auszeichnungen (Auswahl)" die Sonderstufe des Großkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, und sowas kriegen nur besuchende Staatsoberhäupter. Ob er auf der Flucht auch seine Orden mitnehmen konnte? Auf dem obigen Bild trägt er sichtlich eine andere Großkreuz-Dekoration, vermutlich die Präsidenten-Ausfertigung (mit Staatswappen auf dem Cordon) des entsprechenden kubanischen Ordens, denn was anderes gehört sich einfach nicht bei einem offiziellen Präsidentenporträt!
 
Wenn es nach Adolf Trumpler und seinem Unterläufel im US State Dept. geht, wird demnächst wieder ein kubanischer Präsident ins Exil flüchten müssen, wenn er das überhaupt schafft ... und selbst wenn, dann vermutlich nicht so unbehelligt wie seinerzeit Batista von Seiten Fidel Castros ... ...

Donnerstag, 15. Januar 2026

Career planning

by  Meme Dept. 



Habsburger-Orden, im Spiegel betrachtet

von  Deliberator  Austriacus 
 
 
Frau Dr. Ursula Stenzel, unbestritten die Grand Dame des österreichischen Journalismus, hat aufgrund der (in jeder Hinsicht) „merkwürdigen“ Auslassungen Karl Habsburgs über die FPÖ ebenso wie bereits der ehemalige FPÖ-Parteiobmann Ing. Norbert Hofer die Konsequenz gezogen und ihre Mitgliedschaft im St. Georgs-Ritterorden zurückgelegt:
„Diesen Orden lege ich heute aus Protest gegen die Äußerung Karl Habsburgs zur FPÖ zurück“, schrieb sie auf „X“. Das tue sie „mit Bedauern“, aber Stenzel wolle sich „noch in den Spiegel schauen können“. 
zitiert sie DiePresse. Hut ab!
 

Trumplers Vorbild

von Manfred Müller
 
 
Wer wissen will, woraus Adolf Trumpler seine Venezuela- und Grönland-"Strategie" bezieht, wird u.a. in der Rede des damaligen Reichskanzlers vom 19. Juli 1940 reiches Quellenmaterial finden. Was der damalige Welten-Herostrat so an Gründen zur Besetzung Dänemarks und Norwegens nannte, erinnert frappant an die uns präsentierten "Gründe" für die Unterwerfung und Plünderung Venezuelas und die geplante Besetzung Grönlands.
 
Wollen wir hoffen, dass das Schicksal Trumplers ähnlich "ruhmreich" verlaufen wird wie das des besagten anderen Politikers! Wobei hoffentlich der weltweite Blutzoll bis zu seinem Ende deutlich geringer ausfallen wird.  
 
Irgendwas sollten ja sogar Amis aus der Geschichte gelernt haben ... 
 

Mittwoch, 14. Januar 2026

Taxes are the price

by  Meme Dept. 



Douglas Macgregor: The Kremlin Reads Trump Clearly

von kennerderlage
 
 
Wieder eine informative und interessante tour d'horizon mit Andrew Napolitano und Col. Douglas Macgregor: 
 
 
 

Mogelpackung Milei

von LePenseur
 
 
Daß dieser angebliche Libertäre (und Busenfreund von Adolf Trumpler) Javier Milei wohl eine eindeutige Mogelpackung der globalistischen "Eliten", also des Filzes von krimineller Hochfinanz und internationalen Konzernen, sein dürfte, wurde auf diesem Blog schon mehrfach thematisiert (siehe hier: 1 - 2- 3). Daß er nicht bloß eine Mogelpackung, sondern dazu noch eine bis zur völligen Charakterlosigkeit heuchlerisch verlogene Politfigur und East-Coast- & City-of-London-Marionette ist, thematisiert der folgende
 
 
Gastkommentar
von Nereus
 
 
Wie lange kann sich Brasilien noch in den BRICS halten? Wollen wir wetten, daß wir bald auch von dort neue Nachrichten bekommen, die "ins Bild passen" werden? Blicken wir zunächst nach Argentinien:

In der bei Touristen beliebten Region Patagonien im Süden Argentiniens toben schwere Wald-brände. Es handele sich um eine der schwersten Umweltkrisen, die die Provinz Chubut je erlebt habe, sagte Gouverneur Ignacio Torres dem Radiosender Radio Mitre.

"Jedes Jahr gibt es Brände, ob versehentlich oder vorsätzlich, aber jetzt wächst jeder Brandherd exponentiell und ist nur sehr schwer zu kontrollieren", so Torres. Zudem erlebe die Region derzeit "die größte Dürre seit 1965".

Die argentinische Regierung geht nach eigenen Angaben davon aus, dass die Brände vorsätzlich gelegt worden sind. Die Polizei habe demnach Beweise sichergestellt. Festgenommen wurde bisher niemand.
(Quelle

Von Europa wissen wir, daß solche Waldbrände Regionen für Wirtschaft und Touristik erschließen sollen. Ist das hier auch so?

Im Dezember 2023 öffnete Präsident Javier Milei Land in Patagonien für vermehrte aus-ländische Investitionen, indem er ein früheres Gesetz, das den ausländischen Besitz von länd-lichem Land einschränkte, aufhob und ein neues Anreizsystem für Großinvestitionen einführte. 

Darüber hinaus kürzte Milei die Mittel für das nationale Brandbekämpfungssystem um 81 %.

Im Jahr 2024 brannten 50.000 Hektar Land in Patagonien, und Milei entsandte das Militär, um die indigene Bevölkerung der Region – die Mapuche – zu verhaften und sie wegen Brand-stiftung anzuklagen.

Die Mapuche-Kultur in Patagonien reicht bis ins Jahr 600 v. Chr. zurück.

In den Provinzen Río Negro und Chubut sind groß angelegte, millionenschwere Industrie- und Bergbauprojekte in Planung, da Milei seine Ziele zur Schaffung einer extrem offenen Markt-wirtschaft in Argentinien vorantreibt.

Drei britische Unternehmen, Pan American Gold (Muttergesellschaft BP), Rio Tinto und Pata-gonia Gold, haben im Rahmen von Mileis „Landverkäufen” in den Bau von Gold- und Silber-minen, Ölpipelines und Lithiumminen in Patagonien investiert. 

Das Volk der Mapuche muss umgesiedelt werden, da das Land verwüstet wird. 

Und die Brände bereiten das Land für den Bergbau vor.
(Quelle
So kommt zusammen, was zusammenkommen soll. 
 
[[kotz]] 
 

Dienstag, 13. Januar 2026

The crystal-clear answer is....

by  Meme Dept. 



B I N G O !

 

Douglas Macgregor: is the US in control or out of control?

von kennerderlage
 
 
Neil Oliver liefert uns ein sehr interessantes Interview mit Col. Douglas Macgregor zu den Ereignissen in Venezuela und Trumps Drohungen in Sachen Groenland:
 
 
Absolut sehenswert! 
 

Übertünchen der US-Barbarei durch Verleumdung Russlands und Chinas

von LePenseur
 
 
Bei Krisenfrei.com, einer lesenswerten Website mit interessanten Kommentaren zum Weltgeschehen, findet sich unter dem obigen Titel ein Artikel von Finian Cunningham, ursprünglich bei strategic culture erschienen:
Die westlichen Medien tun, was sie normalerweise tun: die kriminelle Aggression der Vereinigten Staaten zu minimieren und zu vertuschen

Trumps unverhohlen illegaler militärischer Angriff auf Venezuela, die Entführung seines Präsidenten, die Ermordung ausländischer Staatsangehöriger und der Diebstahl der riesigen Ölressourcen des Landes werden nicht für die Litanei schwerer Verbrechen gerufen, die solche Aktionen darstellen. Die Aggression, die die USA vollzogen haben, ist der Nürnberger Standard des „Höchstverbrechens“.

Dennoch können die von den USA und den Unternehmen kontrollierten Nachrichtenmedien nicht über all dies berichten oder sich dazu äußern. Die britische BBC hat ihren Journalisten verboten, das Wort „Entführung“ zu verwenden.

Anstelle einer unverblümten Verurteilung von Trumps mehrfachen Verstößen gegen die UN-Charta und das Völkerrecht haben die westlichen Medien versucht, mit einem falschen Verleumdung Russlands und Chinas abzulenken.
(Hier weiterlesen) 
Im Ersten Weltkrieg hieß es in Deutschland: 
 
"Gott strafe England!" 
 
Nun ist es zwar unbestreitbar, daß auch heute 
noch die britische Regierung ein mieser Haufen ebenso korrupter, wie arrogant auf den Rest der Welt mit snobistischer Verachtung herabsehender Armlöcher ist ... nur: die Position Großbritanniens ist von einer — nein: der! — Weltmacht inzwischen zu der einer schwächelnden Regionalmacht herabgesunken, vor welcher sich (wenn überhaupt!) höchstens noch angrenzende Kleinstaaten wie Irland oder Sealand fürchten, die aber ihren Niedergang durch pompös-nostalgische royale Inszenierungen geschickt zu camouflieren versucht. 
 
Die Position als mafiamäßig brutal agierende, verlogen-heuchlerische, völlig moralbefreite Weltmacht haben die U.S.A. übernommen. Daher ist es angemessen, den Wunsch auf besagte heutige Weltmacht zu übertragen: 
 
"Gott strafe die U.S.A.!"
 
Und vielleicht ist gerade dieser Adolf Trumpler das geeignete Werkzeug Gottes, um die längst überfällige Zerstörung der schwärendsten Eiterbeule der Weltpolitik, nämlich: des US-Imperialismus unter Bedrohung und auf Kosten der ganz restlichen Welt, durch sein auftrump(f)endes Banditengehabe endlich in Gang zu setzen ...
 

Irre führen im Westen

von Manfred Müller
 
 
Ein Video von Napolitano mit Scott Ritter ist geeignet, einem die Nachruhe zu rauben. Und auch bei Tag ist es nicht beruhigend, diese Informationen (insebesondere über einen ganz besonderen Irren!) zu verarbeiten. Trotzdem sollte man es tun. Vorauswissen kann das Leben retten ...
 
 

Montag, 12. Januar 2026

Wenn ich ...

Gastkommentar
von H.  Blauzahn 
 
 
... Ministerpräsident von Dänemark wäre, dann würde ich unserem König folgende Vorgangsweise vorschlagen:
 
A. Entsendung geheimer Emissäre nach Peking und Moskau, die dort nachfolgende Vorschläge Dänemarks unterbreiten:
  1. Die Russische Föderation bzw. die Chinesische Volksrepublik vereinbaren mit dem Königreich Dänemark eine Garantie, Grönland nicht gegen den Willen Dänemarks zu besetzen, sowie nicht durch wirtschaftliche oder andere Sanktionen, welcher Art auch immer, zu benachteiligen.
  2. Die Volksrepublik China erklärt mit sofortiger Wirkung, auch keine Sanktionen wirtschaftlicher oder sonstiger Art gegenüber Dänemark und den Färöer-Inseln zu ergreifen.
  3. Die Russische Föderation erklärt das gleiche mit sofortiger Wirkung auch für die Färöer-Inseln, sowie nach Aufhebung der seitens der EU verhängten Sanktionen dieses auch auf das Territorium des EU-Mitglieds Dänemark auszudehnen.
    Sowie optional:
  4. Dänemark verpflichtet sich gegenüber der Russischen Föderation, der Verlängerung der bestehenden bzw. Verhängung weiterer EU-Sanktionen gegen die Russische Föderation nicht zuzustimmen.
  5. Die Russische Föderation und die Volksrepublik China verpflichten sich zur Unterstützung Dänemarks, falls ein anderer Staat den Versuch unternimmt, Grönland gegen den Willen Dänemarks zu besetzen.

B. Sobald die Vereinbarungen gemäß Vorschlägen 1.-3. getroffen wurden, ist deren Inhalt durch Notifikation an alle Staaten, mit denen Dänemark diplomatischen Beziehungen unterhält, bekanntzugeben sowie einzuladen, ebenfalls eine Garantie der Nicht-Besetzung bzw. -Sanktionierung Grönlands (Vorschlag 1.) abzugeben.

C. Der Regierung der U.S.A. öffentlich mitzuteilen, dass eine Zusammenarbeit zur Erschließung von Bodenschätzen jederzeit möglich ist, soweit dies 

  1. von der Regierung Grönlands gewünscht wird und
  2. unter Berücksichtigung der in Grönland geltenden Gesetze und sonstigen Vorschriften erfolgt.

D. Im Fall von Vereinbarungen gemäß Vorschlag 5. der Regierung der U.S.A. zunächst vertraulich deren Bestehen mitzuteilen und zugleich klarzustellen, dass im Fall von Drohungen oder offener Feindseligkeiten seitens der U.S.A. die dänische Regierung die Vereinbarung international bekannt zu machen gezwungen wäre.

Bereits die Bekanntgabe von Vereinbarungen gemäß Vorschlägen 1.-3. würde den U.S.A. jede Legitimation entziehen, aus vorgeblichen "Sicherheitsgründen" Grönland zu besetzen. Eine weitergehende Erklärung Russlands und Chinas gemäß Vorschlag 5. sollte auch eroberungslustige Regierungen der U.S.A. abhalten, ihren einseitigen Expansionsträumen weiter nachzuhängen.
 

Ruled by Banksterism

by  Meme Dept. 



Vor dem Krieg zwischen den USA/Israel und dem Iran

Gastkommentar
von Nereus
 
 
Hier im Westen hören wir nur von den ermordeten Protestlern in Teheran aber kein Wort über die bewaffneten Schergen, die iranische Sicherheitskräfte töten. Das alles soll den großen Krieg vorbereiten. Auf Cradle ist eine interessante Analyse erschienen, die ich hier vollständig wiedergeben möchte, da sie auf unmittelbar bevorstehende Ereignisse verweist:

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Luftüberlegenheit oder Krieg: Iran und die USA im Endspurt in Westasien

Der Kampf um die Kontrolle über den Luftraum Westasiens ist von einer Eventualität zur Realität geworden. Teheran und Washington haben die letzten Teile ihrer Kriegsarchitektur aktiviert und den Luftraum vollständig militarisiert.

Während die Medien mit flüchtigen Szenen der sich entwickelnden Ereignisse flirten, zeichnen militärische Navigationsradare über Westasien ein völlig anderes Bild – eines, das als „Unvermeidbarkeit von Luft- und Seekämpfen“ beschrieben werden kann.

Ein aufmerksamer Beobachter sieht sich mit einer Situation konfrontiert, in der eine der komplexesten Kampfarchitekturen der Moderne fertiggestellt wird, in der die aus dem Westen heranrollende amerikanische „Luftbrücke“ auf den iranischen „Luftschild“ trifft, der gerade im Norden und in der Mitte seine letzte Komponente platziert hat.

1. „The Eagle’s Fangs” und die Herausforderung der stillen Penetration

Die bedeutendste qualitative Entwicklung ist die Ankunft der F-15E Strike Eagle-Kampfflugzeuge, die mit dem EPAWSS-System (Active and Passive Survivability System) ausgestattet sind. Technisch gesehen verwandelt dieses System das Flugzeug in einen „elektronischen Geist”, der in der Lage ist, die von Teheran eingesetzten russischen S-300-Systeme zu blenden.

Diese „elektronische Schere“ wurde speziell entwickelt, um die Fäden des Luftabwehrnetzes zu durchtrennen, das der Iran kürzlich über Karaj und Tabriz gespannt hat, und ermöglicht es dem US-Zentralkommando, einen „chirurgischen Schlag“ tief im Landesinneren durchzuführen, ohne vorher entdeckt zu werden.

2. „Das letzte Puzzlestück“: die iranischen Lücken schließen

Auf der anderen Seite erkennt Teheran das Ausmaß der Bedrohung. Dementsprechend führten seine jüngsten Maßnahmen im Einklang mit den Luftfahrt-Navigationshinweisen (NOTAMs) zum Aufbau einer geostrategischen „Blockademauer”. 

Dies wurde durch die Aktivierung der Front in Täbris erreicht, die die „nördliche Lücke” für jegliche Infiltration aus dem Kaukasus schließt, während die Erklärung des „freien Feuers” über der Nojeh Air Base in Hamedan die Basis zu einem Schutzschild für die „offensive Reaktionsfähigkeit” machte. Dieser Stützpunkt, auf dem Phantom-Bomber stationiert sind, gilt als „offensive Lunge“ des Iran und ist nun vollständig gesichert, um Langstrecken-Vergeltungsschläge durchzuführen.

3. Der Kampf der „Lungen“: Kerosin gegen Radar

In der Luft zeigt sich die „lange Atemkraft“ der Amerikaner durch die Tankflugzeuge KC-135R und KC2 Voyager, die über Jordanien und Saudi-Arabien häufig gesichtet wurden. Diese „künstlichen Lungen“ eliminieren den Zeitfaktor und halten die Kampfflugzeuge rund um die Uhr in einem Zustand ständiger Einsatzbereitschaft.

Im Gegensatz dazu reagierte der Iran mit der Einführung eines „Haarauslöser“-Zustands an den Flughäfen der Hauptstadt, insbesondere Mehrabad und Imam Khomeini, wo strenge Geschwindigkeits- und Höhenbeschränkungen auferlegt wurden, um den Luftraum von jeglichem zivilen Verkehr zu befreien.

Diese Maßnahme ermöglicht es den iranischen Radarsystemen, sich voll und ganz auf die „Stealth-Ziele” zu konzentrieren, die von außerhalb der Grenzen kommen. Mit Beginn des Tages am Donnerstag, dem achten des laufenden Monats, beschränkte sich Teheran nicht darauf, seine äußeren „Mauern” zu sichern, sondern ging in die Phase der „Abriegelung der sicheren Tiefe” über, eine operative Entwicklung, die die Bereitschaft der militärischen Führung für ein relativ langes Szenario eines totalen Krieges (Total War) signalisiert.

Durch eine Reihe von Luftfahrtmeldungen, die von offenen militärischen Quellen überwacht wurden, nahmen die Konturen der „letzten Zuflucht” Gestalt an:

Mashhad und die östliche Tiefe

Durch die Aktivierung der Verteidigungsanlagen über der Stadt Mashhad und dem Luftwaffenstützpunkt Nasir sichert sich der Iran das, was als „alternative Hauptstadt” und Zentrum der religiösen und politischen Schwerkraft bezeichnet werden kann.
Diese Absicherung schützt den „Plan zur Aufrechterhaltung der Regierungskontinuität“ und verhindert jeden Versuch, die Führung zu enthaupten, sollte die Hauptstadt blinden Angriffen ausgesetzt sein, und bietet somit einen „strategischen Rückraum“, der sich bis zu den östlichen Grenzen erstreckt.

Yazd und Kerman: Raketenlager

Die Einbeziehung zentraler Städte wie Yazd und Kerman in die Luftabriegelung war kein symbolischer Schritt. Diese Gebiete, in denen tief in den Bergen befestigte Depots für ballistische Raketen untergebracht sind, stellen die „strategischen Vorräte“ dar, die den Kampf in seinen fortgeschrittenen Phasen versorgen werden. Der Schutz dieser Festungen gewährleistet das Überleben der Reaktionsfähigkeit, selbst wenn die vorgeschobenen Luftwaffenstützpunkte neutralisiert werden.

Kish-Radarsysteme: Augen, die niemals blinzeln

Im äußersten Süden stellt die Verstärkung der Verteidigung über der Insel Kish eine Befestigung der „fortschrittlichen Radarsysteme“ dar, die die Aktivitäten der 5. US-Flotte überwachen. Die Insel fungiert mittlerweile als fortschrittlicher „Wachturm“, der Teheran entscheidende Minuten Frühwarnzeit verschafft, bevor Angriffe aus nahe gelegenen regionalen Stützpunkten eintreffen.

Das Kaspische Meer: die letzte Versorgungsader

Mit der Aktivierung der Luftalarme über den Gebieten Rasht und Bandar Anzali legt der Iran den letzten Stein in seinem Plan zur Sicherung der externen Versorgung. Der Hafen von Bandar Anzali – Hauptquartier der Nordflotte – wurde zu einem Gebiet intensiver militärischer Aktivitäten umgewandelt, wodurch eine „Lebensader” zum russischen Verbündeten effektiv aktiviert wurde.

Dieser Schritt antizipiert ein Szenario der vollständigen Schließung der Ausgänge des Arabischen Golfs und der Straße von Hormuz, wodurch das Kaspische Meer zum einzigen sicheren Durchgang für den Empfang wichtiger militärischer und technischer Ausrüstung wird, fernab von den Augen westlicher Flotten.

Der Radar-Damm gegen die „nördliche Umzingelung“ 

Die Aktivierung von Frühwarnsystemen über Babolsar und Gorgan stellt eine Ankündigung des Betriebs eines umfassenden Überwachungsnetzwerks im nördlichen Sektor dar. 

Dieser Schritt fällt mit Geheimdienstberichten zusammen, die auf die Möglichkeit hinweisen, den Luftraum nördlicher Nachbarstaaten wie Aserbaidschan als hintere Angriffsplattformen gegen tiefliegende nukleare und militärische Einrichtungen zu nutzen. Durch die Aktivierung von Fernüberwachungsradaren an diesen Punkten hat der Iran die Lücke geschlossen, durch die die im Süden und Zentrum stationierten dichten Luftabwehrsysteme sonst umgangen werden könnten.

Dasht-e Naz Air Base: die letzte Alternative

Die militärische Aktivierung des Gebiets um Sari stellt einen äußerst flexiblen Verteidigungsschritt dar. Die Dasht-e Naz Air Base bildet ein alternatives Kommando- und Kontrollzentrum, das hinter dem Alborz-Gebirge natürlich geschützt ist. Die Vorbereitung dieses Standorts für Luft- und Logistikoperationen für den Fall, dass die Flughäfen der Hauptstadt außer Betrieb gesetzt werden, verschafft der Militärführung eine entscheidende „operative Tiefe” in Zermürbungskriegen.

4. „McFaul” und „Warthog”: Verschärfung der Belagerung

Während F-15E-Kampfflugzeuge tiefgreifende Missionen durchführen, sichern A-10 Thunderbolt II-Flugzeuge („Warthog”) Bodenbasen gegen Selbstmorddrohnen. Um die „Abschreckungszange” zu vervollständigen, ist der Lenkwaffenzerstörer USS McFaul in das Einsatzgebiet der Fünften Flotte vorgedrungen. Dank des fortschrittlichen Aegis-Systems ist die „McFaul“ zu einer maritimen Sperrmauer geworden, die die Raketen und Bomber von Hamedan überwacht und ein furchteinflößendes Gleichgewicht zwischen landgestützter Feuerkraft und maritimer Dominanz schafft.

Technische Tiefenanalyse: Der Kampf der „Spektren“ um das strategische Dreieck

In dieser Konfrontation beschränkt sich der Konflikt nicht mehr auf Flugzeuge und Raketen, sondern entwickelt sich zu einem stillen Kampf zwischen Frequenzen und Algorithmen. Während Teheran seine „elektronischen Schlösser” über der Raffinerie in Tabriz und den Anlagen in Karaj durch die Systeme Bavar-373 und S-300PMU2 verschärft hat, ist Washington mit einem technischen „Schlüssel” namens EPAWSS in die Gleichung eingetreten.

1. Täuschungstechnik gegen Detektionsradare

Das EPAWSS-System, das auf F-15E-Kampfflugzeugen installiert ist, fungiert als „Maestro”, der das elektromagnetische Spektrum verwaltet. Es stützt sich nicht ausschließlich auf herkömmliche Störsignale, sondern fängt iranische Radarwellen ein und sendet sie mithilfe der DRFM-Technologie „verzerrt“ oder „verzögert“ zurück. Diese digitale Manipulation erzeugt „Phantomziele“ und elektronische Trugbilder auf den Luftverteidigungsbildschirmen in Täbris, wodurch Bodensysteme dazu veranlasst werden, Raketen in den leeren Raum abzufeuern, wodurch ihre strategischen Vorräte aufgebraucht werden und gleichzeitig ihre befestigten Stellungen offenbart werden.

2. Stille Sensorik und „beleuchtete Ziele“

Während die iranischen Systeme in Hamedan auf „aktive Verfolgung“ setzen, die die Aussendung starker Radarimpulse zur Erkennung von Bedrohungen erfordert, setzen die „Fangs“ der US-Luftwaffe auf „passive Sensorik“. Dieser Modus ermöglicht es amerikanischen Kampfflugzeugen, das „Atmen“ iranischer Radargeräte zu „hören“ und deren Standorte präzise zu lokalisieren, ohne ein einziges Signal auszusenden, das ihre Anwesenheit verrät. Laut früheren Luftüberwachungs- und Übungsauswertungen wird die Nojeh-Basis durch die bloße Aktivierung ihrer Radarsysteme zum Eintritt in den „Freifeuer“-Modus sofort zu einem „beleuchteten Ziel“ auf den Bildschirmen amerikanischer Flugzeuge sowie auf den Systemen des Zerstörers USS McFaul, der mit der Fünften Flotte im Einsatz ist.

3. Zusammenprall zweier Logiken: geografische Dichte versus digitale Souveränität

Die derzeitige Strategie des Iran basiert auf „Dichte“, d. h. dem Aufbau eines sich überlappenden Radar-netzwerks innerhalb des Dreiecks (Tabriz–Hamedan–Teheran). Nach dieser Logik übernimmt ein anderes Radar die Verfolgung des Ziels aus einem anderen Winkel, wenn es dem amerikanischen System gelingt, ein Radar zu blenden. Im Gegensatz dazu setzt das US-Zentralkommando (CENTCOM) auf die „digitale Souveränität“ des EPAWSS-Systems, das den Flugzeugen einen umfassenden 360-Grad-Schutz gewährt und den operativen Luftraum in ein offenes Labor für die Kriegsführung der sechsten Generation verwandelt.

Lagebeurteilung: die endgültige Verteilung der Figuren

Durch die Analyse der Flugwege strategischer C-17-Transportflugzeuge, die bei der Entladung ihrer Fracht auf der Azraq-Basis in Jordanien und der Al-Udeid-Luftwaffenbasis in Katar beobachtet wurden, werden die Umrisse der „Schwerpunktzentren” deutlich:

• Jordanien und Zypern: Vorwärtsstartplattformen für elektronische Penetrationsoperationen sowie Kampf-such- und Rettungsmissionen (CSAR).

• Hamedan und Täbris: iranische Abschreckungsfestungen und potenzielle Startpunkte für jede Reaktion, die in ihrer Stärke gleichwertig sein soll.

Vorläufige Schlussfolgerung

Die Synchronisation zwischen der Ankunft des Zerstörers McFaul im Einsatzgebiet auf dem Seeweg, der Intensivierung der US-Luftbetankungsflüge und der Abriegelung der iranischen Lufträume in Täbris und Hamedan bestätigt eine einzige Hypothese: Die Ära der Manöver ist vorbei, und die Ära der vollständigen „Kampfbereitschaft“ hat begonnen.

„Die Ungewissheit des Wartens“ und Szenarien des endgültigen Ausbruchs

Dieser technische Aufbau, der den Himmel über der Region und die Ränder ihrer Meere ausfüllt, deutet darauf hin, dass wir die Phase der „psychologischen Abschreckung“ hinter uns gelassen haben und uns in einer Zone des „rauen Kontakts“ befinden. Während EPAWSS seine Frequenzen auf die Radarwellen über Täbris abstimmt und der Zerstörer McFaul sich darauf vorbereitet, Satellitendaten in Abfangbahnen umzuwandeln, scheint die Region in einer zeitlichen „Schwebe“ zu verharren und auf einen Funken zu warten, dessen Entzündung die Politik nicht mehr verhindern kann.

Vor diesem Hintergrund zeichnen sich zwei Szenarien – und kein drittes – ab, die die kommenden Stunden oder Tage bestimmen werden:

• Erstens: der „stille chirurgische Eingriff“

In diesem Szenario versucht Washington, die „Sperren“, die Teheran in der „Abenddatei“ eingerichtet hat, durch begrenzte elektronische Eindringversuche zu testen, um die Reaktionsgeschwindigkeit der neuen Radarsysteme in Karaj und Hamedan zu messen.
Dieser Test könnte jedoch schnell zu einer offenen Konfrontation eskalieren, wenn Teheran beschließt, dass die „Säuberung des Himmels“ über seiner Hauptstadt keine Zweideutigkeiten zulässt.

• Zweitens: das „anhaltende Gleichgewicht des Schreckens”

In diesem Szenario erkennen die gegnerischen Seiten, dass die Kosten für die Durchbrechung des „letzten Teils” des iranischen Verteidigungssystems unerschwinglich sind und dass die Präsenz der Fünften Flotte in voller Einsatzbereitschaft mit McFaul jedes offensive Risiko zu einem strategischen Selbstmord macht. Hier wird der Himmel für viele Wochen „nicht schlafen”, in einem Zermürbungskrieg, der auf Nerven, Batterien und Frequenzen abzielt.

Da Westasien sich in den meisten seiner bisherigen Kriege daran gewöhnt hat, auf „digitale Daten“ der Verteidigungsministerien zu warten, bestätigt die Karte der Luftstreitkräfte – die sich von Akrotiri bis Nojeh und vom Suezkanal bis zur Straße von Hormuz erstreckt –, dass die Bühne bereit ist und dass sich jeden Moment der Vorhang zu einer neuen regionalen Realität heben könnte, begleitet vom Aufleuchten der Raketen, die sich jenseits des Horizonts gegenseitig sehen.

Quelle: https://thecradle.co/articles/air-supremacy-or-war-iran-and-the-us-in-west-asias-final-...

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Wie werden Russland, China und Indien reagieren? Ist Grönland nur das Ablenkungsmanöver? Das sieht alles nicht gut aus. 

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