Donnerstag, 13. Dezember 2018

Ob Flüchtilanten oder Karteileichen: die Europäer zahlen immer!


Nachrichten wie diese wärmen einem doch das Herz im Advent:

Ugandas erfundene Flüchtlinge

Von WZ-Korrespondentin Simone Schlindwein

  • Lokale NGOs, die sich bereichern, Flüchtlinge, die nur in Datenbanken existieren: Ein interner UNHCR-Bericht deckt auf.
Kampala. Es ist eine Zahl, mit der Uganda weltweit Hilfsgelder eintrieb: Mehr als 1,4 Millionen Flüchtlinge beherbergt das Land in Ostafrika angeblich - und damit so viele wie kein anderer Staat Afrikas. Die Ausgaben des UN-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR) etwa stiegen von 125 Millionen Dollar im Jahr 2016 auf über 200 Millionen Dollar 2017 - die EU, Deutschland, Großbritannien und die USA bezahlten den Löwenanteil.

Doch ein interner Prüfbericht des UNHCR zeigt nun: Mehr als 300.000 Flüchtlinge existieren gar nicht. Entweder wurden Ugander als Flüchtlinge gelistet oder die Zahlen manipuliert. Allein das herauszufinden, hat elf Millionen Dollar gekostet.
Die »Wiener Zeitung« ist ist nicht nur die älteste Zeitung der Welt, sondern (unschwer erkennbar am Bundesadler im Logo) ein durchaus regierungsoffizielles Verlautbarungsorgan, in dem u.a. spannende Artikel wie »Indonesischer Botschafter überreicht Beglaubigungsschreiben« oder »Staatsbesuch der kroatischen Präsidentin« mit vornehm-zurückhaltender Berichterstattung über (wenn möglich inter-nationale) Politik, Kunst, Kultur und Wirtschaft gemischt, einem bisweilen darob leicht, aber stets nobel, gelangweilten Leser dargereicht werden. Aber gelegentlich finden sich Artikel wie der obige — die sich wiederum in den Mainstream-Medien der Systempresse nie finden (mit Ausnahme der NZZ, vielleicht).

Ein Grund mehr, zu hoffen, daß die »Wiener Zeitung« auch weiterhin die älteste Zeitung Europas bleibt. Es kommt sicher, wie der Wiener sagt, nix besseres nach ...


Kommentare:

der-5-minuten-blog.de hat gesagt…

DIE TAZ WAR SCHNELLER

Ich hab eben mal Flüchtlinge und Uganda bei Google eingegeben. Tatsächlich lobt der Großteil der Suchergebnisse auf der ersten Seite den Vorbildcharakter Ugandas in der Bewältigung der Flüchtlingskrise.

Eine Seite namens Wochenblick stieß gestern ins gleiche Horn wie die Wiener Zeitung.

Und es tauchte ein Artikel der Taz aus dem Februar dieses Jahres auf. Da ist zwar nicht explizit die Rede von Immigranten, die es gar nicht gibt. Aber von Korruption in der Flüchtlingsverwaltung im Allgemeinen: http://www.taz.de/!5479279/

Anonym hat gesagt…

Im Jahr 1967 drehte Mike Nichols "Die Reifeprüfung" und erzielte einen riesigen - berechtigterweise auch kommerziellen - Erfolg. Drei Jahre später erschien von ihm der Film "Catch 22", der so wenig Aufmerksamkeit fand, daß er über Aufführungen in sogenannten Programmkinos nicht hinauskam. Das lag in meiner Sicht an dem hohen Anspruch, den er an sein Publikum stellte, weshalb er im Kreis der wohlgesinnten (!) Penseur-Leser vermutlich eine begeisterte Zuschauerschaft fände.

Man kann die verschiedensten Beschreibungen und Deutungen lesen. Ich persönlich lasse mich nicht davon abbringen, daß es sich bei diesem Film um eine grandiose Parabel auf die menschliche Gesellschaft als solche handelt.

Der Film ist für wenig Geld als DVD erhältlich. Auch intelligente Zuschauer müssen ihn mehrfach ansehen, um ihn vollständig zu begreifen und alle Facetten zu erfassen. Seh-Empfehlung, erlaube ich mir in Abwandlung eines Wortes des verehrten Penseur zu sagen.

Der preußische Piefke

Anonym hat gesagt…

Ja, lieber Piefke, bei Catch-22 stimme ich Ihnen begeistert zu. Leider gibt es derlei in teutschen Kinos seit vielen vielen Jahren nicht mehr zu sehen.
Da wäre noch die "Reifeprüfung" mit der passgenauen Musik von Simon & Garfunkel, Mrs. Robinson wurde geradezu zum feuchten Traum einer ganzen Generation verklemmter pickeliger Pennäler aus dem Bible-Belt der ausgehenden 60er. Indes ich die heutigen Jungmannen ermutigen will: Seitdem die zahllosen Single-MILFS and -Cougars sich regelhaft dopen mit allerlei aus dem Chemiebaukasten und der Kunst pfiffiger Chirurgen sich anvertrauen (schrumpelige Hängetitten müssen heute wirklich nicht mehr sein), um in Zeiten des Ex und Hopp noch wenigstens ab und zu den sprichwörtlichen Stich zu landen, wartet doch manch erfreuliches Kunststücklein auf sie, umflort von edelbitter-raunendem Charme verblühender Erkenntnis- hat echt was! Ich weiß ganz genau, worauf unser Ödipussy Macron bei seiner Brigitte in zartem Alter abgefahren ist. Es ist wie immer: Konkurrenz belebt das Geschäft und im Bedarfsfalle meistert die Psychotherapeutinnentussi den leisen Looser*_Innen-Tränenregen. Es ist genau die Welt, die sie herbeisehnten. Wie bestellt, so geliefert.