Montag, 9. April 2018

Die Erklärung und die Faktenschrecker

von Fragolin

Heute wird es mal wieder etwas länger. Dabei geht es doch nur um zwei Sätze:

Mit wachsendem Befremden beobachten wir, wie Deutschland durch die illegale Masseneinwanderung beschädigt wird. Wir solidarisieren uns mit denjenigen, die friedlich dafür demonstrieren, dass die rechtsstaatliche Ordnung an den Grenzen unseres Landes wiederhergestellt wird.“

Über 50.000 Unterschriften lang dauerte die Schockstarre über die „Erklärung 2018“, dann setzte das Wutgeheul ein. Vielleicht hatte auch nur in den oberen Etagen der problemlosen Elite niemand damit gerechnet, dass es noch heute so viele Menschen aus dem problematischen Gevölke wagen, sich für eine von offizieller Seite als rechtsextremes Hetzwerk punzierte Unmutserklärung gegen Ihre Heiligkeit die Alternativlose Raute und ihre Politik des außerparlamentarischen Faktenschaffens in aller Öffentlichkeit und mit Klarnamen und hochgeklapptem Visier zu erklären. Und trotz der massiv aufbrandenden Verhetzungswelle aus den Schwarzen Kanälen der Propagandaabteilungen gegen dieses üble konterrevolutionäre Aufbegehren gegen die Große Führerin und Mutter Europas, oder vielleicht auch genau deswegen, wurde vergangenes Wochenende auch die 100.000er Hürde genommen.

In den wahrheitsministeriellen Arbeitskreisen der Korrektivjournalisten und Faktenschrecker mussten wohl auch erst die richtigen Worte gefunden und zu propagandistischen Pfeilen gespitzt werden. Dass dabei keine besondere Kreativität aufkommt und eigentlich die gleiche plumpe Hetze ausgegeifert wird wie immer, wundert einen bei den heutigen mentalen Fähigkeiten von Menschen und Menschinnen, die dem Journalistenberufe anhängen, nur mehr in Ausnahmefällen.

In der Alpenprawda zum Beispiel wird faktenschreckend eine böswillige Behauptung der dunkeldeutschen Rechtshetzer widerlegt Denn über die Erklärung weiß man ja:

Sie unterstellt, dass es derzeit, im Frühjahr 2018, eine Masseneinwanderung in die Bundesrepublik Deutschland gibt...“

Das zu widerlegen ist einfach, denn neben der plumpen Verächtlichmachung der „Erklärung“ als elitär-akademisches Machwerk (nebst den bekannten linken süffisant-überheblich-persönlichen Seitenhieben gegen einzelne Unterzeichner), das dem Pöbel zum Unterschreiben vorgeworfen wurde (und jeder weiß doch, dass legitime Revolutionen nur von unten oder von Frau Merkel ausgehen können), werden natürlich knallharte Faktengeschütze aufgefahren:

Es ist ein Raum, in dem die Leute wissen, was im Koalitionsvertrag steht, der im Kapitel VIII ("Zuwanderung steuern - Integration fordern und unterstützen") die restriktive Linie der vergangenen zwei Jahre fortsetzt, die Zuwanderung von Flüchtlingen insgesamt auf "die Spanne von jährlich 180 000 bis 220 000" und den derzeit ausgesetzten Familiennachzug nach dem 1. August 2018 auf 1000 Personen pro Monat begrenzt.“

Da spielt es keine Rolle, dass diese Zahl keine Begrenzung sondern einfach die Abbildung der momentanen Einwanderungsrate von zu „Flüchtlingen“ erklärten Neunachbarn darstellt, die explizit von der Regierungsspitze erklärt nicht als Obergrenze sondern gestecktes Ziel verstanden werden darf. Festgestellt werden muss, dass eine jährlich meist illegal die Grenze überwindende Menschenmenge von der Einwohnerzahl einer Stadt wie Potsdam oder Mainz politisch korrekt keine „Masse“ darstellt. Faktenschrecker bei der Arbeit.

Selbstverständlich bis zum Bauchnabel aus dem linken Seitenfenster ihres Elfenbeinturmes lehnt sich das bellende Hundwerk der Amadeu-Antonio-Stasi, die zwar schnell dabei ist, jeden der Unterzeichner, egal wie mühsam konstruiert, zum Ultrarechten zu erklären, aber kein Problem damit hat, von einer strammen ehemaligen Stasi-Mitarbeiterin geführt zu werden. Was stört es die Hunde von diesem Bellwerk gegen alles Konterrevolutionäre und Faschistische, wenn sie Flöhe im Pelz haben, die die Drecksarbeit für ein menschenverachtendes linksfaschistisches Unrechtsregime erledigt haben? Gar nicht, treffen sich doch da Brüder und vor Allem Schwestern im Geiste. Und zeigen mal, wie sie sich den Kampf gegen Hetze im Netz so vorstellen; eine besondere Selbstdarstellung des fucking for virginity.

Im Internet feiert die rechte Sphäre ein Textchen von 33 Wörtern, das als „Erklärung“ deklariert wird. Es kommen für Rechte wichtige Schlüsselwörter darin vor, die zugleich aber als Intellektualisierung des flüchtlings- und islamfeindlichen Wutbürgertums der Straße à la „Pegida“ oder „Merkel muss weg“-Demos gelesen werden können.“

Interessant, dass die Initiatoren von Pegida wie ein gewisser Herr Bachmann nicht zu den Unterzeichnern gehören. Ist aber egal, denn das „Textchen“ (rabulistische Verniedlichung zur Hervorstreichung der Bedeutungslosigkeit) strotzt ja vor „für Rechte wichtige Schlüsselwörter“.
Welche das sind? Nun, die Privatstasi der Linken ist ja nicht nur Freund sondern auch Helfer und erklärt dem Unwissenden sofort, wie „rechte Schlüsselwörter“ so klingen.

„„Befremden“ heißt hier die geifernde Wut oder Angst vor möglicher Veränderung, die noch nicht einmal eingetreten ist.“

Oh, jetzt wird mir einiges klar! Ich dachte immer, „Befremden“ heißt soviel wie „Verwunderung“ oder, um es mal mit Herrn Duden zu sagen, „Erstaunen und Missbilligung auslösen“. Da hat die AAS aber noch eine Menge Arbeit vor sich, die Lexika mal ordentlich zu überarbeiten, denn aus dem normalen Wort „Befremden“ wird ein „rechtes Schlüsselwort“ für geifernde Wut. Also aufpassen, liebe Dunkeldeutschbürger, dass nur niemand dieses Naziwort verwendet, denn wenn jemand sagt: „Ich habe diese Aussage mit Befremden aufgenommen“ dann heißt das „Ich bin maßlos und geifernd wütend!“
Dass auch das Wort „Befremden“ sich ausschließlich auf noch nicht einmal eingetretene Veränderungen beschränkt, war mir auch neu. Aber erschreckend (oder doch befremdlich?) finde ich die unbedachte Verwendung des schonungslos offenherzigen rechten Schlüsselwortes „noch“ im „noch nicht eingetreten“. Das könnte implizieren, dass es in der Erklärung ja darum geht, etwas in der Zukunft Liegendes zu vermeiden, das für unvermeidbar erklärt werden soll? Haben bereits neurechte Kräfte die AAS unterwandert und schlüsselworten jetzt herum?

Es ist die Rede – ganz im Anklang auf die Demonstrationen in der DDR 1989 - von „solidarisieren“ und „friedlich demonstrieren“.“

Ja, und die Demonstranten von 1989 waren ja alle gegen ein kommunistisches Dreckssystem, aus dessen stinkenden Löchern Leute gekrochen sind, die heute hohe Positionen in Stiftungen innehaben, und wer gegen Kommunismus ist, ist eben für Faschismus also ein Rechtsrechter – Zirkelschluss perfekt. Aus der Sicht ehemaliger Stasi-Schergen der immerhin heute in Länderregierungen mitherrschenden ehemaligen Mauerschützenpartei ist das Anstreifen am damaligen konterrevolutionären und faschistischen Dreckspack verständlicherweise Grund genug, das Wording der damaligen Demonstranten für Freiheit und Demokratie (oder für stramme Linke: Pest und Cholera) zu Nazisprech zu erklären. Wie es Vera Lengsfeld einmal sinngemäß dargelegt hat: Es sind heute die gleichen Ossis auf der Straße wie 1989, und sie werden von den gleichen Armleuchtern wie damals mit den gleichen Beschimpfungen wie damals belegt. Deutschland hat es verabsäumt, nach der Entnazifizierung eine Entkommunistisierung durchzuführen und die Systemkriecher des linksfaschistischen Honecker-Regimes lebenslänglich aus Amt und Posten zu verbannen und Wiederbetätigung mit Kerker zu belegen.

Nicht fehlen dürfen „rechtsstaatliche Ordnung“ und „Grenzen“.“

Ja, das sind „rechte Schlüsselwörter“, das ist Nazisprech! Das leuchtet ein, denn weder mit Rechtsstaat noch mit Ordnung oder gar Grenzen haben Ultralinke was am Hut. Und wer kein Ultralinker ist, also noch weit links von Wagenknecht und LaFontaine seine geistigen Teflonzelte aufgestellt hat, ist ein Rechtsextremer, ja, ein Nazi reinsten Wassers! Der Beweis ist erbracht, es ist eine Nazi-Erklärung, muss eine Nazi-Erklärung sein, denn immerhin haben knallharte Vollblut-Nazis unterschrieben wie Broder oder Tibi. Für Leute wie diese ultralinke Stasi-Gemeinschaft können natürlich auch Juden und muslimische Apostaten Nazis sein. Denn sie können ja Worte wie „Grenze“ oder gar „Ordnung“ verwenden, also Nazisprech.

Bis auf die „illegale Masseneinwanderung“, die sachlich falsch und in dieser alarmistischen Diktion in Rechtsaußen-Diskursen vorkommt, klingt das erstmal nach „Law and Order“ und Demokratiemüdigkeit, aber nicht nach einem Schulterschluss mit rechtsextremen, völkischen und rassistischen Kräften und Ideen.“

Wie „sachlich falsch“ die illegale Masseneinwanderung ist, habe ich oben bereits erwähnt. Passt. Aber dass der Ruf nach „rechtsstaatlicher Ordnung“ auf „Demokratiemüdigkeit“ hinweist, ist logisch nicht verknüpfbar. Muss aber auch nicht. Es geht ja um möglichste verschwurbelte und hinter dem Feigenblatt einer pseudo-intellektuellen „Analyse“ versteckte Hetze. Anderen „geifernde Wut“ unterstellend schafft es die Stasipropagandeuse es kaum, ihren eigenen geifernden Hass zurückzuhalten.

Und so wird der erwähnte „Schulterschluss“ herbeierklärt, alle Demonstrationen, die nicht von Partei- und Staatsorganen oder Gewerkschaften organisiert werden, pauschal zu Zusammenrottungen der „rechten Sphäre“ deklariert und damit jeder Legitimation entblößt, überhaupt eine Meinung vertreten zu dürfen, und als Sahnehäubchen die (wieder einmal in ihrem Leben) mutig einem repressiven Staatsapparat entgegentretende Vera Lengsfeld von einer kleinen opportun-linksfaschistischen Sesselfurzerin un d nützlichen Idiotin Merkels als „Ex-Bürgerrechtlerin“ tituliert. Nein, sie ist nicht „Ex“, genau deswegen verfolgt sie ja der giftsprühende Hass der honeckeresken Ost-Linken und ihrer Stasi-Propaganda-und-Hetzvereine.

Wer hier unterschreibt, findet sich also nicht nur mit Rechtspopulist_innen und abwertenden „Islamkritiker_innen“ auf einer Liste, sondern mit diversen Publizist_innen der rechtsextremen „Neuen Rechten“, mit Verschwörungstheoretikern und Holocaust-Relativierern.“

Naja, wer bei der AAS schreibt, findet sich nicht nur mit Linksextremen und Linksradikalen in einer Kiste, sondern mit diversen Stasi- und Unrechtsstaats-Verbrechern, Menschenschindern und ideologischen Wegbereitern von Mördern. Jedem, wo er sich wohlfühlt.
Wer es statt mit der linksradikalen Hetzkeule lieber feinsinniger mag, dem kann geholfen werden. Zum Beispiel, wenn sich der ehemalige Deutschlandradio-Intendant Ernst Elitz zu Wort meldet, der auf „MDR“ die entgangene Chance auf einen intellektuellen Dialog krokodilstränenbegießt:

Die Chance ist entgangen, weil man nicht erstmal den Austausch unter Sachverständigen, unter Historikern, unter Schriftstellern, unter Philosophen gesucht hat, wenn es um Deutschlands Zukunft geht. (…) Es haben sich hier durchaus Leute gemeldet, von denen man erwarten kann, dass es eine vernünftige, sachkundige Diskussion über diese uns alle bedrängenden Fragen gibt. Aber dadurch, dass man an die sogenannte Masseneinwanderung umgewandelt hat in eine Massenmeinungsbekundung, indem man sich über jeden Tausendsten und dann über jeden Hunderttausendsten freut, der diese Petition unterschreibt, hat man das von natürlich einer sachkundigen Information und einem klugen Debattenaustausch immer weiter entfernt.“

Was für eine Heuchelei!
Die Unterzeichnenden haben sich in verschiedenen Medien immer und immer wieder eingebracht und ihren Standpunkt zur Diskussion gestellt. Sie haben niemals eine Diskussion verweigert, sondern sie wurden sofort zu Rechten punziert, ihnen wurde über den Mund gefahren, sie wurden niedergeschrien, geshitstormt, auch mal das Auto abgefackelt oder die Familie bedroht, die wirtschaftliche Existenz bedroht, mit Klagswellen überzogen, in großen Medien mit verhetzenden und mit Lügen gespickten Kommentaren ausgegrenzt, Auftritts- und Redeverbote an Universitäten gewaltsam durchgesetzt, ihre Aussagen pauschal und inhaltsfrei zu rassistischer Hetze, Islam- und Demokratiefeindlichkeit (als ob man nicht immer einem der Beiden gegenüber ablehnend sein müsste, denn manche Dinge sind eben inkompatibel) oder gleich Verfassungs- und Menschenfeindlichkeit erklärt – und diesen Leuten, die es trotz massiver Bedrohung ihres Rufes, ihrer Person und sogar ihrer Familie immer noch wagen, sich in Talkshows, auf Bühnen, in Artikeln und Büchern zu artikulieren, wird nun von einem der bequem im mit lebenslangen Garantiebezügen weich gepolsterten Sessel der Opportunität dahinfläzenden Wichtigtuer ausgerichtet, sie wären diejenigen, die sich keiner ernsthaften Diskussion stellen. Mit wem denn? Mit Kreischern, Steineschmeißern, Brandsatzwerfern, Autoanzündern, Betonplattenwerfern? Oder gleich mit Claudia Roth?

Was hat denn Uwe Tellkamp getan? Er hat auf offener Bühne und mit wohlgewählten Worten eingemahnt, dass man zumindest über andere Meinungen als die regierungsseitig vorgegebene offen und frei diskutieren soll. Seitdem wird er medial verrissen, verhetzt, verächtlich gemacht, geschächtet, und das von genau solchen Figuren, die im gleichen Atemzug heucheln, Leute wie Tellkamp würden eine Diskussion verweigern. Nein, eine Diskussion machen jene unmöglich, die das Stimmrecht von der Meinung abhängig machen.

Ich finde, man sollte, bevor man das auf dem offenen Marktplatz, wo jeder mal ganz schnell Meinung losklickt und loswerden kann, ohne sie weiter zu bedenken, solche dringenden Fragen doch erst einmal mit Menschen diskutieren aufgrund ihrer Sachkenntnis, ihrer historischen Kenntnis und der Gedanken, die sie sich machen und der Erfahrungen, die sie gemacht haben - als Bürger und auch als Wissenschaftler und Philosophen.“

Oder anders ausgedrückt: Man solle doch erstmal im kleinen Kreis des höheren gesellschaftlichen Levels intellektüll seine Meinung anklingen lassen und nachforschen, ob sie dort gern gesehen ist oder gleich zerpflückt wird. Wenn man dann nicht gleich den Hyänen zum Fraß vorgeworfen oder in den Hirnwäschegulag gesperrt wird, kann man sich ja immer noch zum dumpfen Pegida-Pöbel gesellen und in der Gosse herumwühlen. Das dämliche Volk ist so doof, die wissen doch nicht mal, was sie da unterschreiben, geschweige denn, worum es überhaupt geht.

Warum nur wundert es mich nicht, dass ein Journalist aus den propagandaschwangeren Systemmedien, ein Herold des Systems, eine solche verächtliche Meinung zu den Konsumenten seiner eigenen Ausflüsse hat? Die präpotente Aussage, dass die „Eliten“ nicht das Problem wären, sondern der Pöbel, war ja nur ein Ausrutscher des Gaucklers; im seinen Kreisen ist das wahrscheinlich weit verbreitetes Denken. Man muss es ja nicht jedem sagen, dass man ihn für einen grenzdebilen Trottel, ein konsumsediertes Stimmschaf hält, das zu blöd ist, zu begreifen, dass es nicht um die populistische Frage des Schlachtens sondern eine feinsinnige Diskussion über die Auswahl des richtigen Messers geht.
Und aus der Präpotenz des lebenslangen Erklärbären ergibt sich dann auch solcher Ausfluss:

Heutzutage hat jeder mit einem Klick sofort seine vorgefertigte Meinung los.“

Was soll das Wort „vorgefertigte“ in diesem Satz? Richtig, es impliziert, dass der einfache Pöbel gar keine selbst gebildete Meinung hat, sondern nur eine vorgefertigte, ihm implantierte, Meinung besitzt. Klingt schlüssig für einen Menschen, der lebenslang dem Job nachgegangen ist, die vorgefertigte Meinung seiner Herren als Erklärbär den Medienkonsumenten einzutrichtern. Der kommt gar nicht auf die Idee, dass jemand durch das Zusammenzählen von zwei und zwei von ganz allein auf vier kommt, vor Allem, da es seine Aufgabe war, den Menschen klarzumachen, dass es eben auch fünf sein kann, wenn man es vom humanistischen Standpunkt des Untertans einer launischen Herrin betrachtet.

Besonders putzig tritt ja das ultralinke Antifa-Kampfblatt „Neues Deutschland“, einst offizielles Meinungsorgan der SED in der DDR und bis heute mit altem Kader alter Linie treu, auf die Initiatoren hin. Da inhaltlich von den Linksextremen niemals mehr kommt als persönliche Angriffe, unterstellen sie Uwe Tellkamp einfach mal pauschal elitäre Verachtung der „Menschen da unten“. Dass sie dabei mit dem bibelangelehnten Spruch „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen“ nicht nur den glühenden Sozialdemokraten Franz Müntefering zitieren, stört sie ebensowenig wie die Tatsache, dass es in den ersten Tagen um eine reine Unterschriftenbeschränkung unter eine Erklärung von Akademikern ging. Außerdem regen sie sich da über genau das auf, was Elitz sogar explizit gefordert hat, nämlich die Fokussierung auf eine Wissenselite. Ist aber egal, das einzige Ziel war eh nur das billige Anpinkeln. Zu mehr sind Linke nicht in der Lage, da spielen Inhalte oder Schlüssigkeit keine Rolle, der nächste Schritt ist Niederschreien, gefolgt von Bitumeneimern und Brandsätzen. Inhalt: Null Prozent Argumente, hundert Prozent Hass.

Dass die in einem anderen Artikel zur „Erklärung“ ihr eigenes Weltbild vom grenzenlos aufzunehmenden und problemlos integrierbaren Bereicherungszustrom ad absurdum führen, merken die Linkspropagandisten nicht einmal. Denn da wird das Aufsprießen des beklagten rechten „Unkrautes“ (ach ja, die Faschisten jeder Coleur lieben solche Sprache) aus ostdeutschem Boden (auch das mit der Heimatscholle verbindet sie, es fehlt nur noch die Erwähnung der deutschen Blutlinie) folgend erklärt:

Die Vorstellung von einem West-Ost-Einheitsmenschen ohne Erinnerung an Gewesenes ist ein lächerliches Phantom. Wir sind selbst noch Erben der Erlebnisse unserer Väter und Vorväter (Mütter und Vormütter eingeschlossen).“

Aber die Vorstellung des Multikulti-Einheitsmenschen ohne Erinnerung an Gewesenes nach ein paar Stunden „Integrationskurs“ soll dagegen kein lächerliches Phantom sein? Klingen jetzt hier völkische Töne an? Wird da das „Volk der Ossis“ postuliert, dem bestimmte Eigenschaften innewohnen, die es dem „Volk der Wessis“ entfremdet? Wie kann das sein, wenn es doch kein „Volk“ sondern nur eine „Bevölkerung“ geben darf, die abgekoppelt von allen Ankern aus Religion, Kultur, Vergangenheit in ein bunt durchmischtes progressives Zeitalter schweben? Oder funktioniert das nur, wenn man das Unkraut eliminiert? Mit solchen Sprachausflüssen haben bisher immer Entwicklungen begonnen, die im Stasiknast oder im KZ geendet haben. Das „ND“ bleibt seiner Rolle als Sprachrohr einer faschistoiden Ideologie treu. Sie selbst sind ein solches Erbe, das die absolutistische Denkweise der DDR-Ideologie bis heute im Osten Deutschlands verbreiten.

Besonders putzig auch der aus Österreich stammende Kommentator der „TAZ“, der, auch dem linken Strickmuster folgend den Menschen anzugreifen und nicht die Inhalte, Vera Lengsfeld gleich zur „giftige Botschaften“ aussendenden „Frontfrau der Neuen Rechten“ erklärt. Er sieht in ihr eine vom rechten Rand, die in die Mitte der Gesellschaft will.
Seine Herkunft scheint deswegen bedeutsam, weil er so gar keine Ahnung hat, wo diese Frau herkommt und was sie bewogen hat in einem kommunistischen Unrechtsstaat gegen die Diktatur aufzustehen. Und sich auch von diesem unmenschlichen Mörderpack als Nazi beschimpfen lassen durfte, neben den anderen kleinen Nettigkeiten der Stasi. Ein typischer Sesselfurz-Revoluzzer, der seine Ideologie folgenfrei in die Welt trompeten kann, niemals so etwas wie Repressalien oder Meinungsverbot unter Androhung der Inhaftierung in ein Foltergefängnis erlebt hat, immer nur schön opportun und mainstreamtreu andere anrotzen musste, um in den Propagandaabteilungen vorzurücken. Der glaubt, ein heldenhafter Kämpfer für eine bessere Welt zu sein, indem er einfach die Opposition pauschal unter der Gürtellinie anspuckt. So geht Journalismus in Deutschland heute.

Der Schriftsteller Uwe Tellkamp behauptete unlängst über Flüchtlinge, „die meisten fliehen nicht vor Krieg und Verfolgung, sondern kommen her, um in die Sozialsysteme einzuwandern, über 95 Prozent“.“

...poltert der Linksverteidiger, ekelgeschüttelt ob dieser bösen rechten Hetze. Die ja wirklich übel ist. Denn man könnte ja mal unsere Faktenschrecker bemühen, zum Beispiel die von „Correctiv“. Die sind der Breitbart-Fakenachricht nachgegangen, dass 2,65 Prozent der Bootsmigranten über das Mittelmeer anerkennenswerte Flüchtlinge wären, und zu dem ernüchternden Ergebnis gekommen, dass diese üble rechte Hetze den wahren Wert einfach halbiert hat, denn es handelt sich um 5,3 Prozent!
Also lügt auch dieser von linksextremen Sesselfurzern und Realitätsverbiegern zum neuen Rechtsaußenhetzer erklärte Uwe Tellkamp, denn nachweislich kann die Zahl der Einwanderer in unsere Sozialsysteme maximal 94,7 Prozent betragen. Also nicht der Rede wert.
Hetze entlarvt, Fakten geschreckt.
So geht „Schwarzer Kanal“ heute.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Danke! Schreiben Sie doch öfters "etwas länger"!

Anonym hat gesagt…

Schön und gut, Fragolin. Jetzt sind es so um die 120 000. Nach 1 Wo.
Auf chance.org haben indes sog.'Tierschützer' eine Petition angeschoben, die das Einschläfern der Killerbestie 'Chico' verhindern will. Innerhalb von nur 2 Tagen fanden sich begeisterte 185 000 Unterstützer. Mehr braucht über den Zustand deutscher Hirne nicht gesagt zu werden.

Anonym hat gesagt…

Demokratie setzt,(übrigens genau wie Anarchie), voraus, daß alle Protagonisten intellektuell und von der Einstellung zum großen Gemeinsamen auf dem gleichen Level sind.

Wer Leute zur Wahl läßt, die zwischen Erst-und Zweitstimme nicht unterscheiden können oder die Angela Merkel ihre humanitäre Legende abnehmen, darf sich über die letzten BTW-Ergebnisse nicht zu wundern.
Wobei da ein vernünftigeres System sicher schwierig zu finden ist.


Aber solange 3% hochkriminelle Idioten in Politik und Wirtschaft den 87% Hinterherläufern ihre Denkweise aufoktruieren, kommt eben so was bei raus.
Da können die 10% Intelligenten und Besonnenen jedes Landes stimmen, wie sie wollen.
Ich halte die Demokratie an sich mittlerweile weder für eine gute Erfindung, noch für einen exportfähigen Artikel, der mit Bomben und automatischen Waffen verbreitet werden sollte.
Sie ist lediglich ein Konstrukt, das, ähnlich wie die Schriften von Marx und Engels beim ersten Lesen einen ziemlichen Sympathieschub auslöst, aber auf hoher See, vor allem unter schwerem Wetter, kläglich versagt.
Weder ein Diktator noch ein Monarch hätte dieses (sein) Land so in den Abgrund manövriert.
Jedenfalls nicht so bewußt und mit der klaren Zielsetzung auf unseren Untergang, wie es derzeit in Deutschland passiert, während das Volk ohnmächtig vor Wut danebenstehen muß.

Gero

Fragolin hat gesagt…

Werter Anonym (I),
danke, würde ich gerne, aber die Zeit ist ein knapp bemessenes Gut bei Hobbyschreibern (leider ist entgegen den Ausflüssen bekannter Forentrolle der Herr Putin noch nicht mit großzügigen Angeboten an mich herangetreten, und so mache ich das kostenlos, in der Hoffnung, dass es nicht ganz umsonst ist). Vollzeitselbständigkeit plus Familie lassen kaum Zeit für längere Ergüsse. Aber ich hoffe, Sie sind auch mit kürzeren Texten einverstanden... ;-).
Werter Anonym (II),
wohl wahr, doch gibt es ein besseres Zeichen für die Idiotisierung der Welt? 14-jährige "Mode-Bloggerinnen" die mit Quiekstimme überteuerten Trash bewerben, haben in zehn Minuten mehr Klicks als unsereiner am ganzen Tag. Sollte uns aber Ansporn sein und nicht Grund zur Verzweiflung. Je größer der Missstand, gegen den man vorgehen muss, omso größer die Mühe. In diesem Sinne: Jetzt erst recht!
MfG Fragolin