Donnerstag, 2. März 2017

Zu einem kurzen, aber lesenswerten Artikel

... des mit vollem Recht weithin geschätzten Blogwarts Karl Eduard schrieb Adebar (nicht der aus Tausend-und-einer-Nacht, sondern ein nachdenklicher Kommentarposter) einige Gedanken, die zu wertvoll sind, als daß sie in einem Kommentar-Thread verwelken:

Im Buntland sind die diejenigen, die sich nach der biologischen Herkunft des Täters erkundigen, zwar noch keine Terroristen, aber immerhin schon Hass-Sprecher. Und Hass-Sprecher sind, wenn man der veröffentlichten Meinung Glauben schenken darf, geistige Brandstifter, die Paten des Terrors.

Die Täter/Opfer Verschiebung ist das Propaganda-Meisterstück der Symbiose Staat/Medien. Frauen, die vergewaltigt werden, sind demnach keine Opfer, sondern Erlebende, unaufgeklärte Verbrechen gegen Ausländer sind per se rechte Straftaten, und Verbrechen von Ausländern gegen Deutsche sind unsere Schuld, da wir nicht genug für ihre Integration getan haben.

Hätte Joseph Goebbels solche Medien gehabt, dann hätten wir wahrscheinlich den Krieg gewonnen und eine deutsch/japanische Grenze wäre Realität!

Dem ist nichts hinzuzufügen ... oder vielmehr: dem wäre noch manches hinzuzufügen, nur ist das ohne eine flugs per Polizeieskorte überbrachten Einladung zum Besuch der örtlich zuständigen Staatsanwaltschaft schwer möglich. 

Und außerdem: ein paar Gedanken sollte man sich für die Zeit in Strafvollzugsanstalt auch noch aufheben ...

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Doch, eines sei mir als (zum Glück) gewesener Katholik zu ergänzen erlaubt. Dass Frauen nicht Opfer 😎 sondern "Erlebende" von Vergewaltigungen sind, ja dass diese grundsätzlich erst einmal "hinterfragt" werden müssen, war bis vor wenigen Jahrzehnten fester Bestandteil des kirchlichen Menschen- und Damenbildes. Und sehr viele Bigotterie denken immer noch so. Man erinnere sich nur an den erbitterten Kampf der Bischöfe gegen die Einführung des Straftatbestandes Vergewaltigung in der Ehe. In schöner Eintracht mit den Musels. Gut, dass immer mehr Menschen diesen Verein verlassen.

Le Penseur hat gesagt…

Cher "Anonym",

die Einführung des Straftatbestandes der "Vergewaltigung in der Ehe" ist in der Tat höchst problematisch, da mit unschönen Beweisproblemen verbunden und geradezu im Scheidungsfall zu Mißbrauch und Erpressung einladend. Sage ich nicht als (recht nomineller) Katholik, sondern als Jurist.

Daraus ein antikatholisches Süppchen zu kochen, geht jedenfalls an der Sache vorbei, zumal die hier zitierten Fälle sich ja nicht auf Ehefrauen besagter Surensöhne beziehen, sondern auf Passantinnen, Benutzerinnen von Bahnhofstoiletten oder Besucherinnen von Discos etc.