Dienstag, 26. November 2024

Meine Sichtweise zur Präsidentenwahl in Rumänien

Eine Zwischenbilanz
von Helmut
 
 

Also, das Ergebnis bei der Präsidentenwahl dürfte klar sein. An erster Stelle steht Georgescu, und dann kommt Ciolacu, und danach Simion.

Meine persönliche Analyse geht in diese Richtung:

Simion als ein Verfechter der Opposition, einer Partei namens AUR (alianta unirea romanilor = Allianz der vereinten Rumänen) hat einen großen Achtungserfolg mit seinem 3. Platz erzielt. Diese AUR kann man (nicht perfekt, aber trotzdem) mit der AfD in Deutschland vergleichen.

Er ist natürlich nicht unumstritten, manches läuft nicht so, wie es laufen müsste, aber er hat immense Pluspunkte mit seiner aktiven Hilfe für die Hochwasseropfer Mitte September gesammelt. Im Gegensatz zu den anderen Politikern, die ihre Statements dazu von den Tischen in den feinen Bukarester Restaurants gegeben haben, sah man ihn in Gummistiefeln, in den Überschwemmungsgebieten, hat Leute, Fahrzeuge, usw. organisiert, damit der Schlamm weggeräumt wird, etc. etc.

Das Beeindruckendste war, dass er in einem Dorf versprochen hat, wo die Schäden an den Häusern am größten waren, bis zum Beginn des Winters dort 10 einfache Häuser, bezugsfertig, zu bauen. Hat die Materialien organisiert, die Handwerker, etc. und – er hat sein Wort gehalten. O.k., es war nicht sein Geld, - denn das hat er sowieso nicht, aber er hatte einen Geldgeber im Rücken, aus dem Fußballbereich, der ihm das finanziert hat. (Gigi Becali : https://de.wikipedia.org/wiki/George_Becali)

Aber er hat sein Wort auf Biegen und Brechen gehalten, auch, wenn ihm vorgeworfen wurde, dass er nicht die Fristen und Prozeduren der Baugenehmigungen eingehalten hat, etc. Ihm waren die Menschen wichtig, die alles verloren hatten. Erinnert mich irgendwie an Schmidt-Schnauze beim Hochwasser vor vielen Jahrzehnten in Hamburg.

Ciolacu ist derjenige, der als amtierender sozialdemokratischer Ministerpräsident (= Kanzler) in Rumänien in einer großen Koalition mit der PNL (= konservativ ausgerichtet) das Sagen hat und dadurch über einen Bekanntheitsvorteil verfügt. Sein Nachteil, und auch der seiner Partnerpartei, - sie haben so gut wie nichts auf den Weg gebracht. Viele, die angefangen haben, mitzudenken, sind davon überzeugt, dass beide Parteien abgestraft werden müssen.

Dazu kommt was Entscheidendes: Man kann den Werdegang von Ciolacu nachverfolgen, und auch seine Fähigkeiten:

https://de.wikipedia.org/wiki/Marcel_Ciolacu

Was ein erhebliches Manko (nicht nur in meinen Augen) ist: Wie soll sich ein Repräsentant eines Staates im internationalen Bereich bewegen, der nicht einmal Englisch, oder eine andere Fremdsprache spricht.

Im Vergleich dazu ist Georgescu anders gestrickt:

https://de.wikipedia.org/wiki/C%C4%83lin_Georgescu

Dieser Mann ist international erfahren und dazu spricht er fließend vier Fremdsprachen (Englisch, Spanisch, Deutsch und Russisch). Meiner Meinung nach ist er ein Gewinn für das Land, wenn er Präsident wird.

Nun sind die Gemeinsamkeiten, in ideologischer Hinsicht, bei mehreren Parteien gleich oder zumindest ähnlich. Das ergibt sich bereits aus dem Text, den im Gelben Forum Kollege Miesepeter bereits geschrieben hat. Das ist eine charakteristische Beschreibung des Kandidaten, und da stimmen auch andere Parteien mit ihm überein, wie z.B. die AUR oder die S.O.S, deren Vorsitzende Frau Sosoaca ist. Letztere ist Mitglied im EU-Parlament und steckt oft tief den Finger in die Wunden, die man in Rumänien, gerade von Seiten von Frau von der Leyen, etc. geschlagen hat. Manche sind mit ihrer Art der Redeführung nicht einverstanden, aber das, was sie sagt (sie ist Juristin) hat Hand und Fuß.

Sie bedeutete gerade wegen ihren oftmals emotionalen Aussprüchen für die Regierenden eine ernsthafte Gefahr, weswegen man Gründe fand, sie aus angeblich wahlrechtlichen Gründen sie nicht zur Präsidentschaftswahl als Kandidatin zuzulassen. Der Schuss ging aber in den Ofen und wurde für die beiden Koalitionspartner zum Bumerang, weil sich deshalb viele von den beiden Kandidaten der Koalition abgewandt haben.

Gerade heute war ich bei einer Wahlveranstaltung dieser Partei S.O.S, im Rathaus unserer Stadt. Das Erste, was mich beeindruckt hat, war die Teilnahme an dieser Einladung von Seiten der Bevölkerung. Das erste Mal, seit 21 Jahren, seit ich in dieser Stadt lebe, habe ich einen vollen Saal bei einer politischen Wahlveranstaltung erlebt. Ich habe das auch zum Ausdruck gebracht und meinen Respekt ausgedrückt. Die Antwort eines Zuhörers war darauf: Es bleibt uns doch in dieser Zeit nichts anderes übrig, als zu reagieren.

Das bedeutet für mich, dass nun (hoffentlich – vielleicht) ein Wandel im Denken der Bevölkerung eintritt. Leider war das bislang nicht spürbar. Ein Ausspruch von Kofi Annan bringt es ja klar zum Ausdruck:

https://s20.directupload.net/images/241125/6wzo8oi7.jpg

Nun ist der erste Schritt getan. Nach meiner Einschätzung sowie auch aufgrund der Empfehlungen der „Kontra-Parteien“ der Koalition, beim 2. Wahlgang Georgescu zu wählen, gehe ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon aus, dass er gewinnt.

Das ist zwar ein wichtiger Schritt, aber nicht alles. Rumänien ist eine Präsidential-Demokratie, wo der Präsident mehr politische Rechte hat als z.B. in Deutschland oder in Österreich. So weit, so gut.

Aber nun ist wichtig, dass die beiden Koalitionsparteien erheblich abgestraft werden, und andere Parteien in das Parlament gelangen. Dafür engagiere ich mich auch persönlich, auch mit meinen Aufrufen (ich habe in facebook zwei politische Gruppen) und versuche, meinen Teil zur Verbesserung des Lebens für viele Teile der Bevölkerung in Rumänien beizutragen.

Ich habe herausgefunden, dass sämtliche großen Parteien, einschl. der Opposition, an der finanziellen Nabelschnur der NATO hängen. Langsam wird vielen Rumänen das Damoklesschwert bewusste, dass über ihnen hängt, wenn sie ihre Männer und Frauen und ihre Söhne und Töchter in den Krieg gegen die Russen schicken sollen. Völlig unbegründet, denn der Russe hat Rumänien niemals attackiert und auch nicht provoziert. Im Gegenteil, Putin war der einzige europäische Staatspräsident, der den Rumänen alles Gute fürs neue Jahr gewünscht hat.

Dass man Georgescu eine Liebschaft mit den Russen unterstellt, ist ein ausgemachter Blödsinn. Seit der deutschstämmige und Leyen-hörige Präsident Johannis am Ruder ist, einschl. der großen Koalition, ist jeder, der sich nicht offen für eine Gegnerschaft betreff Putin ausspricht, automatisch ein Putinfreund. Aber langsam zieht das nicht mehr, die Leute kapieren, was da dran ist. Georgescu beurteilt das Verhältnis, das derzeit zwischen der rumänischen Führung und der russischen Führung besteht, kritisch. Das ist alles.

Ich befürworte eine Führung unter Georgescu, aber ich sehe eine große Gefahr. Entweder, er lässt sich nicht biegen, um sich den Interessen der NATO unterzuordnen, dann lebt er gefährlich. Denn niemand kann sicher sein, nicht einmal gehaidert zu werden. Wenn er sich voll unter dem Programm der NATO unterwirft, dann haben wir nichts in Rumänien gewonnen. Stellt sich die Frage, ob er einen Kompromiss findet und wie der aussehen kann.

Nach meinen Gesprächen in Bukarest vor einigen Wochen mit kompetenten und vor allem informierten Leuten habe ich so manches erfahren, das mir in dieser Deutlichkeit bislang nicht bewusst wurde. Ich habe es unter meinem jüngsten Artikel hier in einem Kommentar zum Ausdruck gebracht (ich wiederhole):

Aber man ist von ausländischer Seite sehr daran interessiert, den Rumänen nur solche Politiker zuzugestehen, die nichts draufhaben und/oder nur Marionetten sind. Was auch insofern schlüssig ist, weil diese sog. "Revolution" 1989 in Rumänien vom Ausland eingefädelt wurde, das ist ja mittlerweile bekannt.

Die Gründe: Rumänien war in der Ceausescu-Zeit autark. Sie hatten ihre eigene Autoindustrie, auch ihre eigenen LKWs, eigene Traktoren, das Land ist im landwirtschaftlichen Bereich unabhängig, genauso wie von der Energie (etwas Öl wird gefördert, hauptsächlich Gas, aber es gibt auch ein funktionierendes Kernkraftwerk, natürlich auch die Wasserkraft).

Ich könnte noch vieles aufzählen. In der Diktatur hat Ceausescu damals (weiß nicht mehr die Jahreszahl) ca. 48 Milliarden $ Auslandskredite aufgenommen, mit denen er die Infrastruktur, die Industrie, Schulen und Krankenhäuser auf Vordermann gebracht hat. Diese Schulden wurden (mit schmerzhaften Folgen für die Bevölkerung in der zweiten Hälfte der 80er Jahre) komplett zurückbezahlt, im Jahre 1989 war Rumänien schuldenfrei.

Man unterstellt den Rumänen, dass sie mit einem geeigneten Führer wieder ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit erreichen könnten, und das muss verhindert werden. Derzeit sind die Auslandsschulden Rumäniens auf 186,2 Milliarden Euro angewachsen, und es ist nichts zu erkennen, was mit dem Geld im Land gemacht wurde, was man als Verbesserung bezeichnen kann. Daneben hat man als ersten Schritt nach dem Umsturz sämtliche berufsbildende Schulen abgeschafft, die einen sehr guten Ausbildungsstand hatten. Derjenige, der einen Universitätsabschluss hat und keinen Arbeitsplatz hier findet, geht seit vielen Jahren zusammen mit den ungelernten Arbeitern nach Deutschland zum Bauern als Erntehelfer. So macht man ein Volk kaputt, auf die nächsten Generationen ausgerichtet.

Der Präsidentschaftskandidat Georgescu hat angekündigt, dass er zukünftig vieles, was in dieser Hinsicht im Argen liegt, ändern will. Ich wünsche ihm viel Kraft und ein langes Leben.

Fazit: Schaun ma mal....
 

Montag, 25. November 2024

Col. Douglas Macgregor: Trump and the Storm of the Century

von kennerderlage
 
 
Brillant wie immer:
 
 

Jetzt munkelt man über Wunderwaffen, die die USA besitzen

von LePenseur
 
 
Irgendwie kommt die Situation immer mehr in die Absurdität (nicht "Komik" —  denn komisch sind solche Entwicklungen, die auch ohne "Wunderwaffen" die Welt, wie wir sie kennen, dem Untergang näher bringt ja wirklich nicht!) des Führerbunkers unter der Reichskanzlei im Winter/Frühjahr 1945. Im Gelben Forum stellt Poster Plancius die nicht unberechtigte Frage:

Bisher haben ja die USA, Großbritannien und Frankreich nur die Reichweitenbegrenzung für ihre ATACMS & Co. Raketen freigegeben, um auch Ziele tief im russischen Hinterland angreifen zu können. Die Russen haben nun vor ein paar Tagen mit einer Demonstration ihrer Hyperschall-rakete "Oreshnik" in Dnepropetrowsk geantwortet.

Glaubt denn tatsächlich hier niemand, dass nicht auch der Westen ein ähnliches System im Köcher hat? In den USA sitzen die technologisch versiertesten Spezialisten der Welt. Sie haben vielleicht Zugriff auf Wissen, das der restlichen Welt bisher verborgen ist.

Die USA haben die Erkenntnisse von Viktor Schauberger, Nikola Tesla, Wilhelm Reich unter Verschluss. Die Ereignisse in Roswell sind immer noch nicht geklärt. In der viele Quadratmeilen großen Area 51 passieren nach wie vor unerklärbare Phänomene.

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die USA bei ihrem gigantischen Militär-budget nicht Waffen in Besitz hat, die die Welt noch nicht gesehen hat.

Im ersten Moment denkt man: ja natürlich! Wenn eine Nation ca. so viel Geld für Rüstung ausgibt wie die nächstfolgenden zehn Nationen zusammengenommen, dann muß diese Nation doch ein Waffenarsenal besitzen, das unvergleichlich besser ist als das russische! Schließlich gaben 2023 die USA das 8,4-fache der Russen für ihr Militär aus. Eine ernüchternde Antwort kam darauf von Poster Dragonfly:

Doch, das kann ich mir vorstellen. Im Militär wird gut verdient. Da habe ich vor über 10 Jahren schon Leute bei "contractors" gesehen, die ohne Schulabschluss 120.000 USD gemacht haben. Und dann beim mingling in der Bar gesagt haben, ich mache 120, suche 140.... 

Das war ein Bekannter von mir, also kein Schaumschläger. Eine Artilleriegranate kostet in den USA zehnmal mehr als in Russland. Die Aktionäre wollen ja auch noch was verdienen. Das sieht auf dem Papier super aus, auf dem Schlachtfeld aber nicht mehr so.

Die klügsten Köpfe der USA entwickeln heute keine Waffen mehr, sondern Farbtests, um zu schauen, auf welche Farbe am meisten bei Google geklickt wird. Oder shuffeln Geld hin und her an der Wallstreet. Echte Amerikaner studieren keine MINT Fächer. Das ist für Immigranten aus China, Russland und Indien.

Und Russland ist nicht mehr die Sowjetunion. Russland ist eine Marktwirtschaft mit einem 15% Steuersatz.

Offenbar haben auch nach über dreißig Jahren viele Machthaber im Westen noch immer nicht mitbekommen, daß es entscheidende Unterschiede zwischen der heutigen Russischen Föderation und der damaligen UdSSR gibt. Ein weiterer Beweis, daß man eine Nation "nur" (nämlich: als ob das so einfach wäre!) vom Sozialismus befreien muß, um sie erfolgreich zu machen.

Wir im Westen gehen den gegenteiligen Weg: den zu immer mehr Regulierung und Bürokratisierung, zu Vollversorgung aller und Vollkasko-Mentalität. Zu Bestrafung von Leistung, zu konfiskatorischer Besteuerung — nicht Superreicher und internationaler Konzerne wohlgemerkt, sondern unternehmerisch denkender, engagierter Leistungsträger!
... shuffeln Geld hin und her an der Wallstreet. Echte Amerikaner studieren keine MINT Fächer.
Ja, das ist unser Problem! Nun kann man LePenseur sicher nicht unterstellen, ein blinder Technik-Freak zu sein —Bildung, Kultur, Philosophie und Spiritualität (die bei den typischen "Nerds" eher unterentwickelt bleiben) sind mir durchaus wichtig. Und als Jurist bin ich ja auch kein Absolvent eines MINT-Fachs. Aber: als Jurist mit einer praktisch ausschließlich "nicht-staatsnahen" Klientel — um den "semi-korruptiven" staatlichen und staatsnahen Bereich (in dem man Erfolge nur mit viel Opportunismus und mit politischer Einflußnahme und "Vernetzung" erzielt. Alles Dinge, die mir herzlich zuwider sind!) habe ich immer einen Bogen gemacht —muß ich etwas vom Wirtschaften und Kalkulieren verstehen (also Niederungen, die ministernde Kinderbuch-Co-Autoren nonchalant meiden können ...) und habe daher notwendig einen praktischen Realitätssinn bewahrt, den die "Eliten" längst verloren haben.

Aber wenn ich mir ansehe, mit welchen Sinnlosigkeiten unsere Wirtschaft und unsere Gesellschaft generell zu Boden gedrückt wird, werde ich trübsinnig! Da schießen irgendwelche "Beratungsfirmen", die sich auf "Antidiskriminierung" oder "Nachhaltigkeits-Berichtswesen" spezialisieren, wie die Schwammerln aus dem Boden. Da werden Diplomarbeiten und Dissertationen mit "Nicht genügend" vom Tisch gewischt, weil im Text ein paar Male aufs "Gendern" vergessen wurde. Da wird unser Bildungswesen (u.a. durch die unsäglichen "Bologna"-Vorgaben) allmählich auf US-Standard gebracht: d.h. auf ein Niveau gedrückt, gegen das die Kindergarten-"Ausbildung" vergangener Generationen noch geradezu Experten hervorbrachte.

Das alles garniert mit der Atomisierung unserer Gesellschaft durch gezielte Überfremdung und Umvolkung und mit totaler Kontrolle und Gehirnwäsche kann nur zu einer fürchterlichen Crash-Landung führen! Aber: wollen das unsere "Eliten" ernstlich so? Ich kann es mir einfach nicht vorstellen! Auch für sie müßte doch klar sein, daß in einer dystopischen Gesellschaft mit darniederliegender Produktivität und Bandenkriegen in allen Städten auch gated communities der Superreichen irgendwann den Weg nach 1789ff. gehen werden. Haben die aus der Geschichte nicht gelernt, daß noch jede solche Entwicklung in den allgemeinen Untergang geführt hat?

Oder haben die heutigen "Eliten" bereits solche Bildungslücken, nicht einmal das mehr zu wissen? Es wäre freilich eine Erklärung ...


Sonntag, 24. November 2024

Die "grüne Mark" wird blau

von LePenseur
 
 
Zur Erklärung für Piefkes und andere Nicht-Ösis: "grüne Mark" ist nach den Farben der Landesflagge (weiß-grün) eine traditionelle Bezeichnung für die Steiermark, nicht etwa, weil dort jemals die GrünInnen eine Mehrheit gehabt hätten. Mit der heutigen Wahl ist jedoch die seit 1945 andauernde Dominanz der (derzeit in "Türkis" umgefärbelten) "Schwarzen", die nur 2005 bis 2015 durch den "roten" Landeshauptmann Voves unterbrochen wurde, zu Ende. Nach dem derzeitigen Ergebnis (an dem sich aber mandatsmäßig wohl nichts mehr ändern dürfte), haben die bisherigen Koalitionsparteien ÖVP und SPÖ jeweils das schlechteste Ergebnis seit 1945 eingefahren und ihre bisherige Mandatsmehrheit eingebüßt. Die ÖVP hat mehr als ein Viertel ihrer Wähler verloren, die SPÖ nur bescheiden eingebüßt, aber eben von einem schon bei den letzten Wahlen grottenschlechten Ergebnis! Die Freiheitlichen haben ihr Ergebnis gegenüber der vorherigen Landtagswahl verdoppelt (von 17,5% auf knapp 35%), die GrünInnen dafür fast halbiert (von 12,1% auf 6,2%). Pink gewann etwas dazu, die Kommunisten verloren hingegen rund ein Viertel der früheren Wähler.
 
Es wird spannend werden, ob die schwarzen Parteigranden angesichts dieser fulminanten "Gnackwatsch'n" (für Piefkes: "Kopfnuß") seitens der Wähler in der Steiermark ebenfalls auf eine Zuckerlkoalition (schwarz-rot-pink oder schwarz-rot-grün) setzen, oder umgekehrt den glücklos agierenden Bundesparteiobmann Karl Nehammer in die Wüste schicken, wie Unterbergers süffisante Bezeichnung als "Reinhold Nehammer" (in Anspielung auf den ebenfalls einer internen Kabale zum Opfer gefallenen Reinhold Mitterlehner) andeuten könnte.

Zum letzten Sonntag im Kirchenjahr (Dominica XXIV post Pentecosten)

von LePenseur
 
 
... (wie der gewiegte Liturgiker schon aus der Überschrift erkennt: wir reden vom Alten Römischen Ritus) eine Meßfeier des Christkönigsinstituts:
 
 
"Altritualisten" werden entzückt sein, mit welcher Präzision und Professionalität die liturgischen Handlungen ablaufen, wie exakt die gregorianischen Choräle dahinfließen, wie schön die Paramente in ihrer lindgrünen Farbe stimmig das Ambiente der (recht kleinen) Seminarskapelle bereichern etc. etc.

LePenseur gesteht offen: es ist ihm alles ein bisserl zu sehr auf Handküssen und Weihrauch ("smells & bells", wie man über die Ritualisten der Oxford-Bewegung des 19. Jhds. in der Church of England zu ätzen pflegte) gebaut. Latein gefällt ihm natürlich (aber das wissen die geneigten Leser sicher schon), aber abgesehen von manch dogmatischem Inhalt, mit dem er seine Probleme hat: insgesamt ist es ihm eher ein Fest der (keuschen) Sinne, als eine wirkliche Ergötzung für Herz und Hirn.

Andere mögen das anders sehen und das ist vielleicht gar nicht so schlecht: wo kämen wir denn hin, wenn auf einmal allesamt Unitarier mit humanistischen Latinitätspräferenzen wären ... ... na, eben!

Doch nun zu etwas ganz anderem (damit nicht nur feierlich zelebriert, sondern auch einfach nachgedacht wird). Die junge Dame aus Südrußland, die bereits am letzten Sonntag zu Wort kam, spricht über die nicht leicht zu beantwortende Frage "How to be happy with nothing":



Und auch hier gilt, was ich bereits am letzten Sonntag anmerkte: Was sie in einfachen Worten und Beispielen sagt, kommt erkennbar aus ihrer Seele — und die ist eben die eines guten Menschen (oder, wie sie bescheidener von sich sagen würde: eines Menschen, der sich trotz aller Fehler darum bemüht, gut zu sein) ...

Zeitlose Wahrheiten aus dem Netz (148)

 
 
Eine käufliche, zynische und demagogische
Presse wird mit der Zeit ein Volk erzeugen,
das genauso niederträchtig ist wie sie selbst
 
Joseph Pulitzer
(1847-1911)
 
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Samstag, 23. November 2024

Habeck muss auch Elon Musk anzeigen!

von kennerderlage
 
 
Findet Norbert Haering. Womit er recht hat: wenn Deutschland ein Rechtsstaat sein will, dann geht es nicht an, Musk zu erlauben, Habeck als "Narr" zu bezeichnen, aber beim "Schwachkopf" eines kleinen Rentners mit Hausdurchsuchung und Strafbefehl zu reagieren. Denn, wie Norbert Haering ganz zutreffend schreibt:
Musk hat schließlich eine große Tesla-Fabrik in Deutschland und kommt diese immer wieder besuchen. Er kann also durchaus belangt werden. Darauf hat @Steinhoefel auf X.com hingewiesen.
Wir warten gespannt, ob der Wirtschaftsminister die Eier haben wird, konsequent rechtsstaatlich zu handeln...
 

History revisited - Markus Wolf im Interview

von LePenseur
 
 
Egal, wie man zur Gedankenwelt des Sozialismus steht (und daß LePenseur als konservativ-libertärer Nonkonformist ihm ablehnend gegenübersteht, braucht nicht groß erwähnt zu werden) ... aber: letztlich ist es nicht die Ideologie, die Entscheidungen trifft und gegebenenfalls Fehlentscheidungen bis hin zu Verbrechen zu verantworten hat, sondern es sind immer konkrete Entscheidungen konkreter Personen, die dafür die Verantwortung tragen. Daher ist es wichtig, diesen konkreten Personen zuzuhören, auch wenn man anderer Meinung ist. Günter Gaus war über Jahrzehnte ein Interviewer unterschiedlichster Gesprächspartner. Er sprach mit einem Adenauer ebenso wie mit einem Markus Wolf. Und letzteres Interview aus dem Jahr 1990, noch knapp vor der Wiedervereinigung Deutschlands geführt, kann man nur als Musterbeispiel eines höchst informativen, weil durchaus "hart", aber eben völlig fair geführten Gesprächs nur anzusehen empfehlen:



Wenn man diese knappe Stunde zugehört hat, gerät man ins Grübeln. Was ist in unserer Medienlandschaft schief gelaufen, daß jetz, nein: schon seit Jahren zunehmend!, journalistischer Rinderwahnsinn Oberhand gewonnen hat und in völlig unsinnigen Talk-Runden ebenso wie in der eklatanten Gesprächsverweigerung mit bestimmten Personen oder Gruppen jede Möglichkeit zu umfassender Meinungsbildung geradezu gezielt torpediert wird?


Freitag, 22. November 2024

"Zu Weihnachten strahlen fast alle Menschen"

von LePenseur


Mit etwas Zynismus könnte man dies als Prognose, was uns während der kommenden Tage und Wochen bevorstehen könnte, ansehen. Col. Douglas Macgregor findet bei Judge Napolitano passende (wenngleich nicht wirklich weihnachtlich stimmende) Worte:



Vielleicht können wir bald ein altes Kirchenlied umtexten: "Advent, Advent — die Erde brennt". Man sage nicht, der Military Industrial Complex leiste keinen Beitrag zur zeitgemäßen Anpassung alten Brauchtums!
 
Bleibt nur zu hoffen, daß jetzt nicht nur in Wa(r)shington die Alarmglocken läuten, sondern auch in Berlin, London, Paris, Warschau etc.

Was sagt man dazu...?

von kennerderlage 


 
Mit Orwell: "Schweine sind gleicher"? Aber nein! Am besten: "Quod licet Iovi, non licet bovi". Und wer sich da als Jupiter fühlt und die anderen als sein Rindvieh betrachtet, ist bei diesem Photo doch sonnenklar.  
 
ER! 
 
ER darf diese Handbewegung machen. Andere landeten deshalb im Knast. Bilder aus dem besten Deutschland, das wir je hatten...

In Festo S. Caeciliae

von LePenseur
 
 
... werden auch schnappatmende Christenfresser unter unseren Lesern es murrend aushalten müssen, eine Psalmvertonung eines der einflußreichsten "Cäcilianisten", und zwar von Franz Xaver Witt (1834-1888), anzuhören (oder auf eine andere Website zu wechseln, wir wollen ja niemanden zu seinem Glück zwingen ...)


Auch sein De profundis ist durchaus anhörenswert. Es stimmt also nicht in jedem Fall, was Anton Bruckner etwas boshaft über die Cäcilianisten bemerkte: "Kirchlich ist 's erst dann, wenn ihnen nichts einfällt" ... ...



Der Wahnsinn unserer Zeit!

von Helmut
 
 

Biden gab sein Abschiedsgeschenk zum Beschuss Russlands durch die Amerikaner.  

Amerikanische Raketen mit großer Reichweite, abgeschossen unter der Leitung von US-Militärs — es spielt keine Rolle, von wo diese Raketen abgeschossen werden — aus der Ukraine, aus Polen, oder aus anderen Ländern. Es sind die Amerikaner, die den Krieg gegen die Russen wollen.

Warum lassen sie uns Europäer mit ihren Zielen nicht in Frieden leben? Warum bekämpfen sie die Russen nicht von ihrem Territorium aus? Die Beringstraße hat nur 80 km von Alaska bis Sibirien, da benötigt man keine Langstreckenraketen.

Ich weiß aus gesicherter Quelle, dass drei Nationen im Fokus der Amerikaner stehen, die auf den Boden gedrückt werden müssen, aufgrund ihrer Wirtschaftskraft. Das sind die Deutschen, die Polen und die Rumänen.

Rumänien bezahlt derzeit pro ausländischem NATO-Soldaten in Rumänien 1.000 € pro Tag. Das wurde aus dem Mund von Oppositionspolitikern laut. Und ich weiß, wie viele tausende Soldaten sich hier im NATO-Lager Kogalniceanu am Schwarzen Meer aufhalten. 

 
WIR WOLLEN KEINEN KRIEG!

Die Amerikaner sind nicht unsere Freunde 

(sie waren es niemals) und die Russen 

sind nicht unsere Feinde!

Wann kapieren wir das endlich!


Ich habe mich vor ein paar Wochen in Bukarest mit Leuten aus anderen Ländern unterhalten. Beispiel Republik Moldawien: Nationalitätenprobleme zwischen den Rumänischstämmigen und den Russischstämmigen — alles nur Blödsinn. Sie leben in harmonischer Nachbarschaft oftmals Tür an Tür.

So wie auch hier in Siebenbürgen. Da leben die Rumänen mit den Ungarn und den verbliebenen Deutschstämmigen in harmonischer Nachbarschaft. Die paar Verrückten, z.B. manche Szekler, die eigentlich gar keine Ungarn von der Herkunft her sind, fallen da nicht ins Gewicht. Dasselbe ist auch in Moldawien. Die Situation in Transnistrien kann ich nicht beurteilen, von dort habe ich keine authentischen Informationen.

Es gibt einen berühmten deutschen Schauspieler, der schon lange verstorben ist, mit dem Namen Heinz Rühmann. Er hat in einem seiner Filme im Gespräch die Frage gestellt, was in den Köpfen so mancher Politiker vorgeht, denen eigentlich bewusst sein muss, wie viel Leid durch zwei Weltkriege den Menschen zugefügt wurde, und die ungeachtet dessen immer noch an Kriegszielen festhalten. Diese Frage stellte dieser Schauspieler bereits in den 50er oder 60er Jahren. Und sie ist heute aktueller denn je. Denn die meisten Menschen vergessen zu schnell.
 

You Take The Red Pill And I Show You How Deep The Rabbit Hole Goes

by  Meme Dept. 



Donnerstag, 21. November 2024

Protokoll einer Panik (Berlin 1945 ...?)

Gastkommentar
von Nereus


Worum geht es da inhaltlich eigentlich? Konkrete Sachverhalte werden nicht genannt, es wird nur allgemein palavert über die Chancen eines Verbotsantrags. Dass die Kiste eine Nummer zu groß werden zu droht, kann man hier indizieren - der Herr Professor Möller ahnt da sehr wohl, auf welch dünnem Eis man sich hier bewegt:

Ne Partei zu verbieten, die zweistellige Prozentzahlen bekommt, das ist halt irgendwie auch schon krass. Also ich kann da jetzt gar nicht, also ich würde dem schon entgegenhalten, dass Sie damit natürlich schon irgendwie was machen, was in den politischen Prozess halt auch massiv eingreift. Das muss ich Ihnen nicht sagen, das wissen Sie selbst. Aber nur so zu sagen, das ist jetzt ein schwaches Schwert, es ist halt auch in jeder Hinsicht halt eine relativ brutale Maßnahme. Und ich denke schon, deswegen bin ich so ein bisschen Skeptiker generell, ich würde schon denken, so eine Maßnahme muss man eigentlich als eine konzertierte Aktion von Bundestag und Bundesregierung und möglichst vielen Parteien erklären, irgendwie breit erklären und auf eine Breite auch, sozusagen, Öffentlichkeits-grundlage setzen, bevor man es macht.

Wenn die AfD verboten wird, gibt es Massenproteste, wie bei Corona, und da gerät der ganze politische Laden in Gefahr.

Interessant ist der Hinweis auf die V-Leute. Es ist nicht die AfD, die sich einer Zusammenarbeit verweigert, sondern es ist die anti-nationale Front aus Davos und Bilderberg, die hier ihre Duftmarken setzt. Die Parteien sind nur die Masken für das bösartige geopolitische Spiel.

Höcke ist nur aus einem Grund der Erzfeind: er will die Unterwürfigkeit zu den USA beenden und das ist das Problem, mit dem sich die schleimige Atlantikbrücke und die CIA-Gründung Grüne herumschlagen.

Mit Trump dürfte die AfD deutlichen Rückenwind bekommen und das ganze Verbotsgeplapper ist nichts anderes als Stimmengewirr auf dem Davos-Dampfer beim Kampf um die Rettungsboote, der schon seit 2022 in einem Eisberg-Feld navigierte, aber in der Nacht vom 05. zum 06.11.2024 weltweit hörbar auf einen Eisberg auffuhr.

ENDLICH, möchte man da laut rufen.
 

"Alles, was ich aufgrund meiner Forschung begründen kann, kann ich sagen. Es ist sehr schwierig, mir deswegen zu kündigen."

von LePenseur
 
 
Meint Prof. Matthias Reitzner, Versicherungsmathematiker, in einem überaus lesenswerten Interview bei Multipolar über ... hüstel ... interessante Berechnungsmethoden der Statistikbehörden zur Übersterblichkeit aufgrund von Covid19 bzw. der mRNA-Spritzen (die nur von gehirngewaschenen Naivlingen immer noch als "Covid-Impfung" bezeichnet werden).
 
Ein Optimist, kann man da nur sagen! Wer sich das gestern ergangene "Urteil" des Bundesgerichtshofes im Fall des Weimarer Familienrichters ansieht, wird berechtigte Zweifel hegen, ob solch ein Optimismus heute in Deutschland noch angebracht ist:

Nr. 222/2024 vom 20.11.2024

Verurteilung eines Richters am Amtsgericht wegen Rechtsbeugung nach Untersagung von Coronaschutzmaßnahmen rechtskräftig


Urteil vom 20. November 2024 – 2 StR 54/24

Der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat mit Urteil vom heutigen Tag die Revisionen des Angeklagten und der Staatsanwaltschaft gegen das Urteil des Landgerichts Erfurt vom 23. August 2023, durch das der Angeklagte wegen Rechtsbeugung zu einer zur Bewährung ausgesetzten Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt worden war, als unbegründet verworfen.

Nach den vom Landgericht getroffenen Feststellungen erließ der als Familienrichter tätige Angeklagte im April 2021 eine einstweilige Anordnung, mit der er es den Leitungen und Lehrkräften zweier Weimarer Schulen untersagte, einzelne der seinerzeit geltenden Infektionsschutzmaßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 gegenüber den dort unterrichteten Kindern durchzusetzen. Die Absicht, eine entsprechende Entscheidung zu treffen, habe der Angeklagte bereits Anfang des Jahres 2021 gefasst und deshalb zielgerichtet darauf hingewirkt, dass ein entsprechendes Verfahren in seinen geschäftsplanmäßigen Zuständigkeitsbereich gelangen werde. Er habe über eine von ihm mitbearbeitete Anregung entschieden und dabei das ihm übertragene Richteramt zielgerichtet benutzt und missbraucht.

Die Revision des Angeklagten war erfolglos. Das Urteil des Landgerichts weist weder formell noch sachlich Rechtsfehler zu seinem Nachteil auf. Das Landgericht hat zutreffend als Rechtsbeugung gewertet, dass der Angeklagte, der sich außerdem zahlreiche Gehörsverstöße zuschulden kommen ließ, bei der von ihm verdeckt mit vorbereiteten und gelenkten Einleitung eines Kindesschutzverfahrens in elementarer Weise gegen Verfahrensvorschriften verstieß und die Auswahl mit seiner vorgefassten Rechtsauffassung übereinstimmender Sachverständiger vor Einleitung des Verfahrens heimlich über seine private E-Mail-Adresse vornahm. Diese Verfahrensverstöße wiegen in ihrer Kombination derart schwer, dass es im konkreten Fall weder auf die Motive des Angeklagten noch darauf ankommt, ob die Endentscheidung materiell rechtskonform war. Der Angeklagte handelte zum Vorteil der das Kindesschutzverfahren anregenden Eltern und zum Nachteil des Freistaats Thüringen. Auch die Ausführungen des Landgerichts zur subjektiven Tatseite hielten revisionsrechtlicher Nachprüfung stand.

Die Revision der Staatsanwaltschaft hatte ebenfalls keinen Erfolg, da die Überprüfung des Urteils keinen Rechtsfehler zum Vorteil des Angeklagten ergeben hat.

Damit ist das Urteil des Landgerichts Erfurt rechtskräftig.

Vorinstanz:

LG Erfurt - Urteil vom 23. August 2023 - 2 KLs 542 Js 11498/21

Karlsruhe, den 20. November 2024

Pressestelle des Bundesgerichtshofs
76125 Karlsruhe
Telefon (0721) 159-5013
Telefax (0721) 159-5501

Dazu schreibt im Gelben Forum ein Fachanwalt für Familienrecht:

Das ist ein deutliches Fanal an alle Richter. Ich halte das Urteil als Fachanwalt für Familienrecht mit jahrzehntelanger Erfahrung für grottenfalsch.

Es hat keine Abwägung zwischen den Interessen der Kinder und den des Freistaates Thüringen statt zu finden. Das Gericht hat ausschließlich das Kindeswohl im Auge zu haben.

Bei Kindeswohlgefährdung wird das Gericht vom Amts wegen tätig.

Als Dettmer den Beschluss erlassen hat, handelte er gemäß bekannter Rechtsprechung (auch Bindungswirkungen gegenüber Dritten, auch Behörden), die auch in den Kommentaren zu finden war.

Wenn der Rechtsstaat nicht schon seit langem (Rechtsprechung gegen Art. 3 GG) tot wäre, müßte man jetzt sein Dahinscheiden beklagen. Art. 3 GG ist der Rechtsstaatsartikel.

Alle sind gleich zu behandeln, außer wenn es einen Grund zur Ungleichbehandlung gibt. D.h. Jeder Straftäter ist bei gleicher Straftat unabhängig von seiner Herkunft, Geschlecht usf. gleich zu bestrafen. Außer, es liegen in seiner Person Gründe vor, die eine andere Strafe gebieten.

Es glaubt doch niemand, daß regelmäßig Schuldunfähigkeit bei bestimmten Straftätergruppen vorliegt.

Oder daß Beleidigungen gegen Politiker gewisser Parteien ebenso sanktioniert werden wie die gegen Grünenpolitiker.

Oder oder oder.

Wenn die Gleichheit vor Gerichten nicht mehr gegeben ist, existiert kein Rechtsstaat mehr!

Zur Demokratie-Simulation kommt also noch die Bankrotterklärung des Rechtsstaates, gehorsam abgenickt von politisch in ihre Ämter gehievten "Richtern" auf Basis der von weisungsgebundenen Staatsanwälten ausgeheckten Anklagen. Das alte Stalin-Wort, einen zu bestrafen und damit Tausende zu "erziehen", werden die abertausenden Richter in Deutschland beherzigen und sich nicht nicht einmal in Gedanken mehr auf ihre Unabhängigkeit berufen — wenigstens in den unteren Instanzen. "Oben" ist das ohnehin nicht mehr nötig: die dort sind schon längst so gut ausgesiebt, daß sie nur mehr im Sinne der Machthaber urteilen, die sie damit formaljuridisch zu "Rechthabern" machen, getreu dem alten Linksextremisten-Spruch:   

    Legal  ?      Illegal  ?    Scheißegal ! 

 
Auch der gute Prof. Reitzner wird bald feststellen können, daß die Freiheit der Forschung "im besten Deutschland, das wir je hatten", keinen Pfifferling mehr wert ist, als die Unabhängigkeit der Richter. Wetten werden angenommen, daß die Lernkurve des Herrn Professors ziemlich steil ausfallen dürfte ...

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Mittwoch, 20. November 2024

Wie man ganz "legal" Meinungsäußerungen zensiert

von LePenseur
 
 
Regelmäßige Leser dieses Blogs werden es in den letzten zwei Wochen mitbekommen haben: da fehlt eine für diesen Blog nicht ganz unwichtige Stimme ... ... nämlich: meine!

Das war nicht darauf zurückzuführen, daß ich über die Ereignisse der letzten Wochen nichts zu schreiben gewußt hätte. Es lag auch nicht daran, daß ich tödlich verunfallt oder durch schwere Krankheit verhindert, von der Polizei in Gewahrsam genommen oder  auf Urlaub abwesend gewesen wäre, sondern schlicht und einfach an einer dreisten Behautptung von Google/Blogger, die da lautete:

Ihr Google-Konto ist vorübergehend deaktiviert

Wir haben ungewöhnliche Aktivitäten in Ihrem Google-Konto bemerkt und es gesperrt, um Ihre Daten zu schützen.

1. Melden Sie sich so bald wie möglich in Ihrem Konto oder einem beliebigen anderen Google-Dienst an, um Ihr Konto wieder zu aktivieren.
2. Verwenden Sie den Sicherheitscheck, um die Sicherheit Ihres Kontos zu überprüfen und zu erhöhen.

Rührend, diese Hilfebereitschaft! Google/Blogger will also Daten "schützen" ... das erinnert irgendwie an den Slogan "Die Polizei, dein Freund und Helfer", der in Deutschland in den tausend Jahren zwischen 1933 und 1945 in aller Munde war ...

Wenn ich diese Hilfestellung dann annehmen wollte, so klappte das (na, Pech muß man halt haben) leider nicht:

"... an unexpected error has occurred. Please try another way ..."

Und beim Versuch, auf besagtem "another way" zum Ziel zu kommen, so hieß es — Überraschung! — lapidar: 

"Please try again later."

Und dann war man wieder bei Stufe 1 — und dasselbe nochmals, bitte! Und nochmal. Und nochmal. Und ... Sorry, Google/Blogger — verarschen kann ich mich selber! 

Und was die angeblich "ungewöhnlichen Aktivitäten" betrifft: es waren exakt dieselben, die ich  immer schon setzen mußte, um mich bei meinem Google/Blogger-Account anzumelden: Log-In und Passwort eingeben ... ggf. ein Captcha ... ... was, bitteschön, ist daran ungewöhnlich? Kann daran denkmöglich "ungewöhnlich" sein?

Nein, es waren keine "ungewöhnlichen Aktivitäten", sondern einfach ein weiterer Versuch, einen kleinen, aber doch irgendwie lästigen Blog "wegzumachen", indem man ihn "zersetzt" (wie der plastische Ausdruck für solche Aktionen in Stasi-Kreisen hieß).

Irgendwann gleitet man aus dem Blick der KI wieder heraus (dauert halt ein paar Tage bis Wochen), und dann kann man auf einmal sein Konto "wiederherstellen" und bekommt beim "Sicherheitscheck" attestiert, daß eh alles pipi-fein ist ... und die "ungewöhnlichen Aktivitäten"? Keine Rede davon. Alles im grünen Bereich!

Die geneigten Leser werden sich erinnern: vor einigen Wochen wurde ein über sechs Jahre alter Artikel des Kollegen Fragolin gelöscht, der laut Google/Blogger angeblich "gegen unsere Richtlinien zu Hassrede" verstößt. Jetzt werden "ungewöhnliche Aktivitäten" als Grund fingiert. Die Marschrichtung ist klar: es geht gegen die Freiheit der Meinungsäußerung. Ach Gott, natürlich keine Zensur, aber wo denken Sie hin! Das Angebot von Blogger ist ja freiwillig. Blogger kann tun und lassen, was Blogger will. Rein privatrechtlich kann es doch gar keine Zensur sein! Liebe Klugscheißer: spart euch diesen Quatsch! Ich bin Jurist genug, um derlei Ausflüchte schon mindestens tausend Mal gehört oder gelesen zu haben. Na klar, so wie der Wirt, der ein AfD-Veranstaltung nicht rauskantet und mit Lokalverobt belegt, rein zufällig vom Gewerbeamt dann auseinandergenommen wird. So wie der Spitalsarzt, der sich weigerte, diese mRNA-Spritzen anzuwenden, dann zufällig den Job verlor ("Wir müssen da leider etwas unstrukturieren").

Mit einem Wort: Kotzstärke 10 auf der nach oben offenen Liebermann-Skala.

Dennoch: wir machen weiter, solange man uns nicht endgültig abdreht. Was freilich, wenn man von mimosenhaft reagierenden Schwachköpfen regiert wird, eher früher als später geschehen dürfte ...

Sonntag, 17. November 2024

Wort zum Sonntag

 
Ein junge russische Youtuberin unterhält einen kleinen Videokanal in englischer Sprache (mittlerweile auch einen zweiten auf Spanisch), auf dem Videos über ihr einfaches, ländliches Leben im Süden Rußlands (sie lebt offenbar zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer) zu sehen sind. Die junge Dame spricht ein erstaunlich gutes, fast akzentfreies Englisch (oder eher: Amerikanisch) und ihre Videos, die ohne großen technischen Schnickschnack auskommen (müssen?) sind höchst authentisch und einfach ... herzerwärmend! Auch wenn die Christenhasser-Fraktion unter unseren Lesern jetzt in Schnappatmung verfällt: die kleine Anastasie versteht in manchen Dingen mehr von dem, worauf es ankommt im Leben, als hochgestochen argumentierende Philosophen und Theologen. Was sie in einfachen Worten und Beispielen sagt, kommt erkennbar aus ihrer Seele — und die ist eben die eines guten Menschen (oder, wie sie bescheidener von sich sagen würde: eines Menschen, der sich trotz aller Fehler darum bemüht, gut zu sein).

Nein: keine gutmenschliche Seele spricht da, sondern eine gute, die sich (! Nicht: "die Gesellschaft", also bloß die anderen!) zum Besseren entwickeln will. Sie verweist dazu auf das für sie größte, entscheidende Vorbild: auf Jesus Christus. Und die größte Überzeugungsleistung erzielt sie sicher dadurch, daß sie dies auf völlig unverkrampfte, fast unauffällige Art einfließen läßt.

Ihre kleine, bescheidene Botschaft ist nicht neu — sie ist vielemehr so alt wie die Menschheit (wenn sie sich bemühte, gut zu sein, was bekanntlich meist eher nicht der Fall war). Aber wie singt der Psalmist über den HErrn:
(Ps. 8,3) Ex ore infantium et lactantium perfecisti laudem propter inimicos tuos.

(Aus dem Mund der Kinder und Säuglinge hast du den Lobpreis bereitet gegen deine Feinde)

Wenn diese junge, hübsche Russin, die man nur ansehen und anhören muß, um sympathisch berührt zu sein, auch längst dem Kindesalter entwachsen ist, so hat sie doch sich jenes "kindliche Ur-Vertrauen" bewahrt, das sie getrost durch ihr sicher nicht gerade leichtes und einfaches Leben gehen läßt. Und nun das heutige "Wort zum Sonntag":


How to be a good person
von Anastasie Vaskevich