Samstag, 17. Dezember 2016

"Wie kann ich mich vor Fake-News schützen?"

... fragt sich Der Postillon in einem wirklich informativen Artikel über das nun in aller Munde gekaute Phänomen Fake-News:


Vorbeugen ist besser als Heilen: Am besten schützt man sich vor Fake-News, indem man sich ein blickdichtes Kondom über den Kopf zieht. Sollte man versehentlich einer Fake-News ausgesetzt und im Begriff sein, den Inhalt zu glauben, hilft nur noch die sogenannte "Anti-Fake-News-Pille danach". Dabei handelt es sich um reines Ecstasy, das einen in der Regel so lange feiern lässt, bis man die Falschmeldung wieder vergessen hat.


Besonders heimtückisch: gerne tarnen sich Fake-News als True-News in den Abendnachrichten und in den Leitartikeln der Tageszeitungen.

Deshalb ergeht die dringliche Aufforderung:


SCHÜTZET EUCH VOR DEN FAKE-NEWS
IN ALLEN ÖFFENTLICH-RECHTLICHEN
KANÄLEN  UND  DEN  SYSTEMMEDIEN !


Mehr können Sie gegen Ihre Gehirnwäsche nicht tun ...

An einem 80. Geburtstag

... an welchem bspw. die Kardinäle ihre Wahlrecht im Konklave verlieren, weil sie offenbar bereits für zu ga-ga angesehen werden, um dem Wehen des Heiligen Geistes vernünftig entsprechen zu können, sollte auch ein Papst darüber nachdenken, ob er der Kirche nicht einen großen Gefallen täte, wenn er zurückträte. Wäre ja mittlerweile auch nicht das erste Mal.

Wird er aber wohl nicht machen, wissen wir! Denn er hat offenbar noch eine Agenda fertigzubringen, die in Matthäus 24,15 so treffend mit den Worten "cum ergo videritis abominationem desolationis" angekündigt wird, und uns Nicht-Bewohner Judäas leider nur rätseln läßt, wohin wir flüchten sollen (die Judäer haben's da besser, für die wird die Devise "Auf in die Berge!" ausgegeben ...).

Nun ja, noch haben wir die trostreich-verheißungsvollen Worte des 22. Verses aus demselben Kapitel vor uns: "Et nisi breviati fuissent dies illi, non fieret salva omnis caro : sed propter electos breviabuntur dies illi."

Schau' ma mal ...


Freitag, 16. Dezember 2016

Ernst von Bergmann

... wurde am 16. Dezember 1836, also  heute vor 180 Jahren, in Riga als Sohn einer baltendeutschen Adelsfamilie geboren.

(Wikipedia)


"... Chirurg und Professor der Medizin an der Universität Dorpat, der Universität Würzburg und seit 1882 an der Universität Berlin. Sein wesentliches Verdienst ist die Einführung der Asepsis bei der Wundbehandlung, in der Hirn- und Kriegschirurgie", schreibt Wikipedia in der Einleitung ihres informativen Artikels über diesen bedeutenden Chirurgen.

Wenn man soigniert-eleganten Herrn auf dem obigen Photo betrachtet, glaubt man die Anekdote, die sein Schüler, der Arzt und Schrifsteller Carl Ludwig Schleich in seinen Lebenserinnerungen über ihn berichtet: daß nämlich Ernst von Bergmann sich in heiterer Runde aus Anlaß eines Diskurses über Hygiene und die nötige Sauberkeit in der chirurgischen Praxis auf eine Wette einließ, er könne in Frack und weißen Handschuhen und Piquetweste eine vollständige Obduktion eines Toten vornehmen, ohne daß auch nur das kleinste Fleckchen die vollkommene Sauberkeit seines Anzugs beeinträchtigen werde. Genauso war es auch, und vielbewundert erschien der siegreiche Wetter eine Stunde später wieder in der Runde mit makellos weißer Weste ...

BSA

Nein, nicht der österreichische "Bund Sozialistischer Akademiker" ist gemeint, sondern die

BANANA STATES OF AMERICA

Immer mehr Details über Wahlfälschungen apern aus. Und aparterweise sind es Wahlfälschungen zugunsten von Killary:
Voting machines in more than one-third of all Detroit precincts registered more votes than they should have during last month’s presidential election, according to Wayne County records prepared at the request of The Detroit News.

Detailed reports from the office of Wayne County Clerk Cathy Garrett show optical scanners at 248 of the city’s 662 precincts, or 37 percent, tabulated more ballots than the number of voters tallied by workers in the poll books. Voting irregularities in Detroit have spurred plans for an audit by Michigan Secretary of State Ruth Johnson’s office, Elections Director Chris Thomas said Monday. [...]

The problems were the worst in Detroit, where discrepancies meant officials couldn’t recount votes in 392 precincts, or nearly 60 percent. And two-thirds of those precincts had too many votes.

“There’s always going to be small problems to some degree, but we didn’t expect the degree of problem we saw in Detroit. This isn’t normal,” said Krista Haroutunian, chairwoman of the Wayne County Board of Canvassers.

State officials are planning to examine about 20 Detroit precincts where ballot boxes opened during the recount had fewer ballots than poll workers had recorded on Election Day.

“We’re assuming there were (human) errors, and we will have discussions with Detroit election officials and staff in addition to reviewing the ballots,” Thomas said.
Aber gaaaanz sicher hat der pöhse Putin auch da seine Hände im Spiel, der doch nichts lieber tut als Wahlen für sein Schätzchen Killary zu fälschen ...

Yes, and the Pope is jewish ...

Gebt dem linken Gelichter ein Gesicht!

Beispielsweise das des „Strategy-Managers“ der Werbeagentur Scholz & Friends: ein selbstgerechtes, präpotentes ... ja, was eigentlich? „Arschloch“ träfe die Sache nicht wirklich, denn das ist immerhin dazu gut, den Dreck rauszubefördern, loszuwerden. Unser Strategy Manager hingegen befördert den Dreck hinein: in die Gesellschaft. Den Dreck der staatlichen Desinformation, der politisch korrekten Lüge, den man nicht mehr losweden soll nach dem Willen dieses linken Gesindels. Den Dreck der linken Meinungszensoren, die alle nicht systemkonformen Meinungen unterdrücken wollen, weil sie ahnen, daß es sonst nur zu bald mit ihrer Herrschaft passé wäre. Der Blogger Honekamp findet dazu klare Worte:
Jüngstes Negativbeispiel ist das des „Strategy-Managers“ der Werbeagentur Scholz & Friends, Gerald Hensel, der seine berufliche Position dazu missbraucht, in seiner Aktion „#kein-geld-für-rechts“ Werbekunden dazu anzustiften, die Seiten „Achse des Guten“ oder „Tichys Einblick“ zu boykottieren. Und das, man muss es den Unternehmen, die die Werbung darauf hin auf diesen Seiten zurückzogen leider entgegenhalten: Mit Erfolg! Offenbar ist die Angst bei den Werbekunden, irgendwie mit dem Makel des „Rechten“ behaftet zu werden, so groß, dass zwischenzeitlich insbesondere die „Achse“ auf einer Blacklist steht: Die meisten ihrer Werbekunden sind ihnen abhanden gekommen.

Meinungen den Geldhahn zudrehen ist auch „Zensur“


Nun ist es das gute Recht jedes Unternehmens, auf einer Seite lieber nicht beworben zu werden, aber niemand wird ernsthaft annehmen, dass auf diese Idee nun zufällig alle gleichzeitig gekommen sind. Es wird doch niemand glauben, dass die Firmen auch bei anderen Beteiligten von der Werbung zurückgetreten wären, aber der „Strategy Manager“ eines Agentur, zu deren Kunden auch die Bundesregierung zählt – dessen Wort hat Gewicht.

Hochwertige Medien, egal welcher politischen Richtung, die Wert auf Recherche, guten Journalismus und meinungsstarke Autoren legen, sind ohne Geld nicht zu machen. Was die „Achse des Guten“ angeht, ist die Aktion zwischenzeitlich existenzgefährdend, sodass die Seitenbetreiber verstärkt zu einer Patenschaft aufrufen (einem Aufruf, dem ich zwischenzeitlich gefolgt bin, was ich auch meinen Lesern gerne empfehle). Es besteht also die sehr konkrete Gefahr, dass die Macher der „Achse“, allen voran der Publizist Henryk Broder, die Seite einstellen müssen – eine im demokratischen Spektrum beheimatete legitime Stimme wäre damit zum Schweigen gebracht. Und niemand sollte sich der Illusion hingeben, dass diejenigen, die derartige Kampagnen betreiben, sich damit zufrieden gäben. Sie werden Blut geleckt haben und sehen die Chance, einer politischen Strömung mehr und mehr die mediale Grundlage zu entziehen.


Es geht um alles!


Heute ist es die Achse, morgen Tichys Einblick, demnächst vielleicht die gerade gestartete Online-Zeitung TheGermanZ, auf der ich selbst auch veröffentlichen darf … Und man kann sich einiges vorstellen: Dieser Blog wird bei one.com gehostet – Was, wenn jemand diesem Unternehmen nahelegt, meinen Account aufgrund „politisch fragwürdiger Beiträge“ zu kündigen? Ich fliege noch recht weit unter der Wahrnehmungsgrenze, aber das wäre nur eine Frage der Zeit.
Vor einigen Tagen ätzte auf dem LePenseur-Blog ein Kommentarposter dumm-dreist (ich will nicht darüber spekulieren, welches der beiden Wörter auf ihn eher zutrifft) im erkennbaren Bemühen, satte Ironie aus seinen Worten triefen zu lassen:
"Die Stasi ist unter uns, wir sind schlimmer als die DDR, und der Weihnachtsmann ist der Osterhase." 
Nein, der Weihnachtsmann ist nicht der Osterhase, aber sonst haben Sie, leider, und ganz ohne Ironie gesagt, recht. Die Stasi ist unter uns, und ihre Methoden sind durchaus schlimmer, weil unmerklicher und ausgefeilter als in der DDR. Damals bespitzelte man sozusagen mit dem Holzhammer. Jetzt sind es mikroinvasive Eingriffe in die Freiheit. Was aber nichts daran ändert, daß auch durch unmerkliche Eingriffe unsere Freiheit schon längst zum großen Teil wegoperiert wurde. Wer das noch immer nicht einsieht, ist entweder ein Trottel, oder ein Profiteur dieses Systems, sorry to say ...


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P.S.: Wer von der Visage des Möchtegern-Gesinnungszensors noch nicht genug hat, kann sich hier weiterdelektieren. Auf eigene Gefahr ...



P.P.S.: auch Sciencefiles.org nehmen sich des Themas an, und der schätzenswerte Blogger Citronimus hat mit seinem Artikel Fck Scholz & Friends durchaus unkonventionelle, aber nachdenkenswerte Überlegungen angestellt.

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Noch ein Gedächtnis sollte heute nicht vergessen werden




Evelyn Künneke, eigentlich Eva-Susanne Künneke (* 15. Dezember 1921 in Berlin; 28. April 2001 ebenda), war eine deutsche Sängerin, Tänzerin und Schauspielerin. Heute wäre sie also 95 geworden.


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P.S.: ich weiß, den Musikästheten werden sich beim Anhören ein paar Zehennägel aufgerollt haben. Ging mir ja nicht anders ... ... aber dieser schmerzliche Effekt wurde für mich durch die Vorstellung aufgewogen, wie beim Anhören des Liedtext unsere Kampflesben & Feminazissen in Schnappatmung verfallen ...



P.P.S.: ich weiß, eigentlich sollte man jetzt auch der fünfzigsten Wiederkehr des Todestages von Walt Disney gedenken ... aber da gibt's ganz sicher viele, die das weit besser und engagierter können als yours truly ...

Gastkommentar: Die ÖVP will andere Parteien links überholen, das ist erkennbar.

von Sandwalk

Ich stelle mir das so vor: Wir haben eine Autobahn mit mehreren Spuren.

Ganz links fahren die Grünen mit einem grün-dunkelrot lackierten Japaner mit Hybrid-Gendermotor, gleich daneben die SPÖ mit einem alten roten FIAT mit kaputter Heizung und profillosen Reifen. Sie versuchen sich gegenseitig links zu überholen.

Gleich hinter ihnen halten die NEOS in einem untermotorisierten rosa Smart gerade noch mit, und dann kommt etwas weiter hinten die ÖVP mit einem rostigen schwarzen "Steyr", Baujahr Ständestaat, bei dem zwei von 4 Zylindern kaputt sind und die Einspritzpumpe einen Schlag hat. Außerdem ist der Tank bereits an der Reserve angelangt. Die ÖVP versucht verzweifelt die vor ihnen fahrenden Fahrzeuge links am Grünstreifen zu überholen, fallen aber wegen des kaputten Motors immer weiter zurück.

Etwas weiter hinten fährt ein blauer Bugatti mit über 1.000 PS, Überrollbügel, gepanzerten Türen, Navi, GoPro-Kamera und noch einigen Extras. Die Insassen grinsen ganz entspannt, beobachten die klapprigen Gespanne vor ihnen, schalten gelegentlich einen Gang zurück, geben Vollgas, erschrecken die vor ihnen Fahrenden jedesmal zu Tode und lassen sich - schenkelklopfend - wieder etwas zurückfallen.

Und wir sitzen am TV-Gerät und beobachten das Rennen.


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Obiger Kommentar erschien ursprünglich zu Andreas Unterbergers Artikel Mein Gott, Mitterlehner! und erhielt eine ebenso treffende Fortsetzung durch folgenden 

Kommentar von El Capitan:
Eine Zeile fehlt noch:

Der Fahrer des blauen Bugatti wartet auf den richtigen Augenblick, schert auf den Mittelstreifen aus (alle anderen fahren ja links), schaltet in den 3. Gang, gibt mit seinen 1.100 PS Vollgas und donnert so schnell an den anderen vorbei, dass sie es erst bemerken, als der Bugatti schon am Horizont verschwindet.
Chapeau! Touché!

Heute vor 225 Jahren

... also am 15. Dezember 1791, trat mit Abschluß der Ratifikationsverfahren die Bill of Rights in Kraft:



Ach, und wie weit hat sich unsere Welt von diesem großartigen Dokument mittlerweile entfernt ...

"Vergewaltigungen durch Asylbewerber in Österreich"



... betitelt sich ein faktenreicher, gut recherchierter Artikel auf dem Blog "nachrichtenaushinterland":
Kürzlich sorgten zwei Morde nach Vergewaltigungen an Studentinnen in bzw. bei Freiburg  für Unruhe (nicht in der deutschen Presse, aber doch in der deutschen Bevölkerung). Die Unruhe wurde noch größer, als sich bei einem Fall in Freiburg herausstellte, dass ein siebzehnjähriger afghanischer Asylbewerber der Täter gewesen war. http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/ermordete-studentin-in-freiburg-taeter-erst-17-14557175.html

Schnell war man von vielen Seiten mit der Erklärung dabei, dieser Fall dürfe nicht verallgemeinert oder von den Rechten ausgeschlachtet werden. Die Tagesschau versuchte sich zudem in Erklärungen, weshalb der Fall, welcher international Aufsehen erregt hatte, nicht abends in der wichtigsten deutschen Nachrichtensendung erwähnt worden war. 
Der Artikel ist ziemlich lang, aber höchst informativ. Absolute Leseempfehlung!



Mittwoch, 14. Dezember 2016

LaPenseuse

... meinte etwas enttäuscht zu gerade mal fünf Gratulationen zu einem Zehnjahres-Jubiläum eines Blogs mit hunderten ständigen Lesern:
Das ist sicher deshalb, weil du nur so ein fades Bild mit zehn Geburtstagskerzen gezeigt hast! Hättest du ein Bild mit einem aus der Torte hüpfenden Tittenmädel gebracht, dann wäre die Resonanz viel größer gewesen!
Nun, dem kann ja nachgeholfen werden, dachte LePenseur ... und erwartet jetzt erstens deutlich höhere Zugriffszahlen und zweitens jede Menge Kommentare dazu. Eh voilà, da ist das Tittenmädel aus der Torte:


Und hier auch in Bewegung:




Aktuell überschlagen sich die Meldungen

... über eine angebliche „Hetzjagd auf drei Asylbewerber“, wie zum Beispiel der Siegerlandkurier schreibt.
Der Westen legt noch eine Schippe drauf und schreibt „Nazis veranstalten Hetzjagd auf Asylbewerber“. Alle großen Zeitungen machen mit und zeichnen einmal mehr das Bild von fremdenfeindlichen Übergriffen auf arme Asylbewerber. Doch was war passiert?
Nun, was sagt man dazu?

LePenseur sagt einfach: Gefällt mir!



Bemerkenswertes Interview

Ökonom: "Donald Trump wird ein sehr guter Präsident" 

 U.S. President-elect Donald Trump speaks at a 'Thank You USA' tour rally in Grand Rapids
Donald Trump / Bild: REUTERS 

Der Ökonom Arthur Laffer war ein Mitstreiter von Ronald Reagan. Er hat den Sieg von Donald Trump vorhergesagt. Dessen Geschichte ähnle der von Reagan, sagt der Befürworter niedriger Steuern.
 (Die Presse


Sie kritisieren die europäische Wirtschaftspolitik. Was machen wir eigentlich falsch? 

Arthur Laffer: Die wichtigste Form der Konkurrenz findet nicht zwischen Firmen statt, sondern zwischen Staaten. Ihr in Europa habt das verloren. Es gibt keine Konkurrenz zwischen den Staaten, um die besten Firmen und Menschen anzulocken. Wenn Regierungen zu eng kooperieren, schadet das oft den Menschen. Warum will die EU, dass Irland seine Firmensteuern anhebt? Damit die Firmen nicht dorthin gehen und ihr Geld mitnehmen. Das ist ein wichtiges Element, das ihr durch das Zusammenwachsen der EU verloren habt. Die EU hat sich falsch entwickelt. Der gemeinsame Markt ist gut. Aber ihr braucht keine gemeinsame Regierung. Ihr habt eine Koalition der Regierungen gegen die Bevölkerung geformt. Wer ist Jean-Claude Juncker? Haben Sie den je gewählt?
(Hier weiterlesen)

Man kann seine Aussage "Ökonomie ist das Wichtigste im Leben. Und das Zweitwichtigste. Und das Drittwichtigste. Irgendwann auf Rang 15 kommt vielleicht was anderes" als übertrieben ansehen. Aber daß Political Correctness, Gender-Mainstreaming und das Verbot von Raucherzonen in Lokalen auf den Plätzen eins bis drei rangieren, wird hoffentlich niemand mit klarem Verstand behaupten. Was uns freilich auch viel über den Verstand von Politruks und EUrokraten verrät ...

Lesenswert!


Dienstag, 13. Dezember 2016

Heute vor zehn Jahren



... (und zwar auf die Minute genau) trat dieser Blog erstmals ins Licht der (damals daran allerdings noch recht uninteressierten) Öffentlichkeit des Internets, mit einem Artikel über den »Klimawandel«:
Warme Luft 

In der Wiener Tageszeitung
»Die Presse« darf ein gewisser E. Michael Braun über den Klimawandel philosophieren. Weise Sätze (»Um die Umwelt wieder ins richtige Lot zu bringen, wären wir aber gezwungen, unsere Lebensgewohnheiten radikal zu verändern«) wechseln mit nostalgisch-resignativer Erinnerung an jene heilen Zeiten der 68er-Generation, als das Establishment zwar böse war, die Guten – m.a.W. die Linken – jedoch genau wußten, wie man sie besser machen könnte. Doch heute? »Der Anspruch auf Gleichberechtigung gehört zwar noch zu den grundsätzlichen Forderungen linker Bewegungen, aber an deren praktischer Umsetzung hat man längst aufgegeben zu arbeiten« – Ach, wie schade, kann man da nur sagen ...

Nun, welche Rezepte bietet uns Herr Braun?
Ein Ton war angeschlagen, den dieser Blog eigentlich seit damals beizubehalten bemüht (und auch hoffentlich imstande!) war: süffisante Skepsis gegenüber linken und gutmenschlichen Ideologien, Spott über Denkverbote ebenso, wie über zeitgeistig vorgestanzte Phrasen ...

Daran hat sich in den letzten zehn Jahren wenig geändert: stets aufs neue grünt das Gras, das unsere Wiederkäuer in- und außerhalb der Medienredaktionen und Politikerklüngel weiden und schließlich (kaum verdaut) als stinkende Fladen in Form von Zeitungsartikeln bzw. Gesetzen und Richtlinien uns vor die gerümpfte Nase ... ... setzen.

Dieser Blog versteht sich als höchstpersönliche Meinungsäußerung seiner Autoren: und er ist keiner Partei, Ideologie oder sonstigem Bekenntnis verpflichtet als der Freiheit. Und zwar der Freiheit der Meinungsäußerung ebenso wie der Wirtschaft! Meinungsfreiheit ohne freien Zugang zu erfolgreicher Wirtschaftstätigkeit ist ebenso zum Verhungern verurteilt, wie Erwerbsfreiheit im Maulkorb der PC zum Verstummen, und letztlich: Verblöden.

Unter dem Blognamen LePenseur stehen drei Begriffe, die diesem Blog gleichermaßen wichtig sind:


LIBERTÄR - KONSERVATIV - NONKONFORMISTISCH

Charakteristisch für viele Kommentar-Reaktion war (und ist), daß der Blog den einen zu konservativ, den andern zu liberal/libertär ist. Auch dies ist dem Bemühen geschuldet, möglichst unabhängig von Ideologien den eigenen Weg zu gehen: also nonkonformistisch zu bleiben. Libertär und konservativ sind, recht verstanden, ja kein Gegensatz, sondern eine meines Erachtens notwendige Ergänzung! Beide eint die Verabscheuung linker, kollektivistischer Ideologien, trennt freilich manches andere.

Die Gefahr des Libertären ist, »von des Gedankens Blässe angekränkelt«zu sein, die Welt durch eine (nur vorgeblich »naturgegebene«) ideologische Brille zu betrachten. Die Gefahr des Konservativen ist die Erstarrung in (nur vorgeblich »naturgegebenen«) Herkömmlichkeiten und Überlieferungen.

Der gemeinsame Feind steht freilich links. Wenn diese Kategorisierung überhaupt Sinn haben soll (was mit freilich durchaus guten Gründen bezweifelt werden kann), dann kann sie nur als Kürzel für »kollektivistisch« als Gegensatz zu »individualistisch« stehen.

Was nun hat sich in diesen zehn Jahren auf diesem Blog geändert? Doch einiges! Durch den Wegfall eines wirklich großartigen Kulturblogs (»Morgenländers Notizbuch«) versuchte auch LePenseur ein wenig (sic!) von dessen breitgefächerter Thematik – von Literatur, Musik und bildender Kunst bis hin zu historischen Darlegungen – aufzunehmen. In den letzten Jahren erschienen zunehmend auch Artikel aus Gedenkanlässen, insbesondere zur »runden«Wiederkehr von Geburts- bzw. Todestagen.

Daß zur Minderung der Last, täglich einen, und möglichst nicht gänzlich banalen Artikel zu schreiben, seit einigen Jahren bisweilen hübsche, vorzugsweise blonde und spärlich (immer jedoch im Rahmen der Jugendfreiheit!) bekleidete Mädels dazwischengeschaltet werden, hat in treukatholischen (oder auch feminazistisch verbiesterten) Kreisen für Irritation gesorgt. Nun denn, wenn die nichts anderes zu tun haben, als sich darüber das Maul zu zerreißen, soll's ja gut sein ...

Nicht immer sind (wie besagte Treukatholen bzw. Kampfemanzen unterstellen) die hübschen Mädels bei den Zugriffszahlen siegreich geblieben. Eine Übersicht der bei gezielten Zugriffen am häufigsten angeklickten Artikel zeitigt durchaus überraschende Ergebnisse:

An der ersten Stelle liegt mittlerweile unangefochten Der Erfinder des »Blitzkriegs« (vom 17.06.2013, 4 Kommentare): eine Würdigung des deutschen Feldherrn und faktischen »Erfinders« der modernen Panzerkriegsführung, Generaloberst Heinz Guderian.
Den zweiten Platz belegt Der Freiheit eine Bresche (15.04.2011, 6 Kommentare): eine leicht süffisante Auseinandersetzung mit dem »Skandälchen« eines türkischen Playboy-Nakedeis, bei dem ich aber die Vermutung nicht loswerde, daß diese Zugriffe zumeist bloße »Zufallstreffer« von Jungtürken sind, die einfach nach »Sila Sahin« googelten, und dann (wohl etwas erstaunt und befremdet) auf diesem Blog gelandet sind.
»Von den Leprakranken gar nicht zu reden« (04.12.2013, 2 Kommentare): nun, das brasilianische Super-Model Fernanda Lima hat offenbar viele treue Fans (Situation wohl wie sub Sahin)  ...
Ämter: Würden und Funktionen (13.02.2013, 6 Kommentare): beschäftigte sich mit der Abdankung von Papst Benedikt XVI
Ebenso war ZU GUT...tenberg (28.02.2011, 7 Kommentare) eine tagesaktuelle, und wirklich recht sarkastische Auseinandersetzung mit damaligen Rücktrittsaufforderungen an eine transatlantische (und »wissenschaftliche«, nebbich!) Mogelpackung.
Die Letzte Urlaubsunterbrechung — nach der Amokfahrt (20.06.2015, 19 Kommentare) beschäftigt sich mit den letztjährigen tragischen Ereignissen in Graz (die inzwischen mit einer noch nicht rechtskräftigen Verurteilung des Täters durch ein Geschwornengericht endeten).
Der Artikel Liebe "Presse"-Redaktion (20.10.2016, 10 Kommentare) bezog sich auf eine manipulative Schlagzeile über Donald Trump, ebenso beschäftigt sich
Thanks Famous Actors (19.10.2016, 2 Kommentare) mit einem ironischen Wahlkampf-Video: warum diese beiden Artikel so oft angeklickt wurden, kann wohl nur damit erklärt werden, daß der Blog von LePenseur mittlerweile im Google so hoch gereiht ist, daß etwaige Links und Bilder bei Suchabfragen eben zu »LePenseur«-Zugriffen führen.
Noch ein paar Bilder von der "fetten" Miss Iceland... (28.10.2016, 5 Kommentare): nun, hier darf sich die Katholiban-Fraktion in ihrem Verdikt, LePenseur sei ein »Erotikblogger«, beinahe bestätigt fühlen ... aber eben nur beinahe, denn auch besagte Miss Iceland bleibt ganz jugendfrei.
Déjà vu ... (14.10.2016, 0 Kommentare) schließlich ist bloß ein Link auf ein Video. Keine Ahnung, warum gerade dieser Link solch Furore machte ...

Immer wieder finden sich erleuchtete Zeitgenossen, die meinen, den Blog in die Reihe neonazistischen Schrifttums einordnen zu müssen. Wer mit auch bloß ein bißchen Hirn lesen kann, sollte eigentlich derlei Blödheiten nicht äußern; leider steht es aber nicht in der Macht des Blogbetreibers, alle seine Leser mit der für die Lektüre offenbar doch nötigen Hirnmenge auszustatten. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

Eine schon öfters geäußerte Bitte sei hier aber nochmals vorgebracht: es ist mühsam, jahrelang und Tag für Tag einen Blog zu schreiben! Nicht immer ist die Inspiration gegenwärtig, beruflicher Streß und so seltsame Dinge wie: Privatleben, Familie, Urlaub etc. konterkarieren allzu leicht die selbst auferlegte Pflicht, nulla dies sine linea einen Artikel nach dem anderen zu verfassen. Es haben sich mittlerweile einige Co-Autoren in gelegentlichen Gastkommentaren etabliert (insbesondere der auch auf Ortner-Online aktive Kollege »Fragolin«, auch der Kollege »SF-Leser«), aber: es ist bislang bloß ein Tropfen auf den heißen Stein geblieben!

Wer sich mit der Blog-Linie halbwegs einverstanden fühlt, ist daher nochmals herzlich eingeladen, über ein Posting auf der Kontakt-Seite einen Artikel (oder auch seine Kontaktadresse für künftige Mit- Autorschaft) zu übermitteln.

Vielleicht fragt sich der eine oder andere: gibt es noch Pläne, wie der Blog in Hinkunft verändert werden könnte? Nun, neben der bereits angesprochenen Suche nach weiteren ständigen (sic!) Autoren sind es Gedanken einer »Diversifizierung«, die mich umtreiben: ein lieber Freund hat vor einigen Wochen angeregt, alle »kulturlastigen« Artikel dieses Blogs in einem eigenen Blog zu sammeln, und meinte, daß man dort dann eine Qualität fände, die man im deutschen Feuilleton lange suchen müsse. Das geht natürlich runter wie Butter, wie der Piefke sagt ... an diesem Blog wird also bereits gearbeitet. Analog ist auch an eine Zusammenfassung der »historischen« (Gedenk-)Artikel gedacht.

Und dann ist da noch ein Projekt für einen politischen Blog, der aber anders als LePenseur nicht so sehr der Kritik an bestehenden Verhältnissen gewidmet sein soll, sondern eher lockeren »positiven« Überlegungen über mögliche künftige Gestaltungen einer europäischen Staats-, Wirtschafts- und Gesellschafts-Ordnung, die diesen Namen wirklich verdient. Aber das ist, zugegeben, noch ein wenig Zukunftsmusik.

Wie lange dieser Blog noch laufen wird? Ehrlich gesagt: absolut keine Ahnung! Ich bin in einem Alter, in dem man auf weitere zehn Jahre hoffen darf, doch mit Sicherheit davon auszugehen ... das wäre ein wenig verwegen. Sagen wir so: ich werde diesen Blog weiterführen, solange ich es kann und darf.

Meine Wünsche für diesen Blog? Nun: etwas häufigere und konstruktivere Kommentarpostings (die ja zum Teil sich in intellektuell durchaus überschaubarem Tiefgang ergehen, dafür an Schärfe des Hickhacks nichts zu wünschen übriglassen ...). Und weniger Trolle, die possierliche Dialoge mit sich selbst führen und so ein Scheinforum von Andersdenkenden zu schaffen versuchen. Meist auf so dilettantischem Niveau, daß die Enttarnung keine hochkarätige Text- und Stilexegese braucht, aber dennoch: es ist einfach mühsam. Aber genau das ist vermutlich auch der Grund für derlei Vorgänge: das zwar nicht gute, aber alt-bewährte Stasi-Rezept der »Zersetzung des Klassenfeindes« ...

So bleibt mir nur mehr, meinen vielen Lesern (derzeit werden es wohl ca. 700-800 pro Tag sein) für ihre Treue zu danken! Ich machte es seinerzeit mit jenem kleinen Gedicht, das ich mit stolzer Freude am 22. März 2011 (aus Anlaß von erreichten 40.000 Zugriffen) veröffentlichte:



Doch heute sei aus dem Jubiläums-Anlaß ein Sonett meinen Lesern gewidmet:


  Blick zurück im Blog

  Zehn Jahre sind vergangen wie im Flug!
  Was einst als kleines Pflänzchen hat begonnen,
  Es wächst, polemisiert noch! – stets gesonnen
  Mit Süffisanz zu kommentieren; Lug

  Und Trug entlarvend, und (gleichwie der Sonnen
  Erbarmungsloses Strahlen) dann mit klug
  Gewählten Worten schlagend Zug um Zug:
  Nicht Freunde nur hat er dadurch gewonnen!

  Doch sei den Gegnern hier die Hand gereicht:
  Es waren Sträuße, die wir ausgefochten,
  Die uns der Wahrheit näherbringen mochten!

  Nur wer im Kampf der Diskussion erreicht,
  Daß seine Gegner ihn mit Inbrunst hassen:
  Nur dessen Argument wird nicht verblassen!


... und: Danke für Ihre Geduld!

Montag, 12. Dezember 2016

"Schubumkehr. Die Krise der Globalisierung"

betitelt Dr. Klaus Woltron ("Wirtschaftsmensch · Autor · Großvater") einen lesenswerten Artikel auf seinem Blog:

Der Wal verstört den Heringsschwarm durch Einblasen von Luft und heillose Verwirrung. Er selbst behält die Übersicht.

(Gekürzte, überarbeitete Fassung eines Artikels in der NZZ.at vom Dezember 2016)

 

Klaus Woltron


Wir leben in einer Phase der weltweiten Integration. So zumindest lautet die offizielle Doktrin. Die UNO wacht über die Einhaltung der Menschenrechte, weltweit favorisiert man den Vormarsch der Demokratie, die EU sorgt für den Zusammenhalt ihrer Mitgliedsstaaten, die Globalisierung der Wirtschaftsströme bürgt für enge Verflechtung der Nationen. Daraus soll sich eine immer stärkere Zusammenarbeit, ein Abbau der Gegensätze, eine Förderung des Gemeinsamen, das allgemeine Heil ergeben. Indessen erlebt man ganz anderes: Spaltung, Gegeneinander und Aufruhr. Was als Befriedung begann, mündet in Gegeneinander und Isolation. Wie kam das? Wem nützt es?

Der Wal verstört den Heringsschwarm durch Einblasen von Luft und heillose Verwirrung. Er selbst behält die Übersicht. Vergleichbares widerfährt uns allen, heutzutage. Wir sind zu einer leichten Beute der Kaltblütigen im Hintergrund geworden.




"25 Fake News Stories From The Mainstream Media"

... ist ein überaus lesenswerter Artikel auf der Website von IVN (Independent Voters Project) betitelt:
One of the main news stories right now is the proliferation of fake news websites on social media and their potential effect on US elections. One purveyor of fake news drew heavy fire for boasting, “I think Trump is in the White House because of me.”

Meanwhile Google and Facebook announced they would be banning fake news websites from their advertising networks, citing the immense popularity of fake news with partisans on social media this election cycle.

So it’s important now for the independent, critically-minded reader and sharer of news to note and reflect on the amount of fake news stories propagated by mainstream media sources, sometimes unknowingly through unacceptable carelessness and lack of proper journalistic rigor, other times knowingly and deliberately to influence elections or support a policy agenda.
Leseempfehlung!

Sonntag, 11. Dezember 2016

Schafsache?





Gastkommentar: Fake News?

von Fragolin

Erst vor Kurzem im TV eine Doku über Mafiaclans, die in großem Stil durch "Wohnraum-bereitstellung" und "Unterstützung" als Vermieter, Betreuer, Dolmetscher und Unterstützer bei Behördenwegen für sogenannte "Flüchtlinge" so dumm und dämlich verdienen, dass sie sogar Reisebüros in Nordafrika betreiben, wo sie Billigflüge samt Unterkunft und Verpflegung und Betreuung bis zum Erreichen der offiziellen Registrierung als "Geflüchteter" anbieten. Ist zwar so ziemlich das gleiche Geschäftsmodell wie das der kirchlichen und NGO- Organisationen, wird jetzt aber ganz böse eingestuft, weil sich daran ein paar Clanchefs und Paten dumm und blöd verdienen und nicht die Caritas, die Grünen oder die SPD.

Wer noch vor ein paar Monaten die Existenz einer "Asylindustrie" ooder gar einer "Asylmafia" behauptete, war ein ultrarechter faschistischer Hetzer - heute wird im TV darüber berichtet. Irgendwie fällt einem auf, dass keine einzige der angeblichen Lügen der rechten Hetzer sich im Nachhinein als Lüge herausgestellt hat, sondern alles der Wahrheit entspricht. 

Wahrscheinlich heißen sie deswegen "die Rechten" - weil sie einfach Recht haben.

Johann Sebastian Bach: Schwingt freudig euch empor, Kantate zum 3. Adventsonntag (Gaudete), BWV 36




Samstag, 10. Dezember 2016

Wahre Worte

Wir haben kein „Flüchtlings“-Problem. Wir haben ein Problem mit den mittelbar Mitvergewaltigenden, mit den Crystal-Meth-Junkies in den Parlamenten, mit den Schleusern von Ärzte ohne Grenzen, der Wohlfahrtsmafia und den sendungsbewussten Herrenmenschen der Presselandschaft, die Angela Merkel als Eiskönigin vor sich hertrieben. Die vierte Gewalt nutzte recht früh, dass Angela Merkel eben nicht regiert, sondern reagiert – nicht Stellung bezieht, sondern dem Erhalt der Macht folgt, immer im Auge, bei welcher Position die vermeintliche Mehrheit sitzt – opportunistisch wie kein Kanzler zuvor und zeitgleich völlig rücksichtslos gegenüber Gegnern aus den eigenen Reihen – im wichtigsten aller Fälle sogar gegen das geltende Recht als Akt der Selbstermächtigung.
Deutschland war einmal ein Rechtsstaat. Sicherlich nicht immer. Aber jetzt sicherlich auch nicht mehr. Daran werden wir uns, nach den Worten der Führerin, gewöhnen müssen. Ich bin hingegen der Meinung, daß wir uns nicht daran gewöhnen dürfen. Und das der Führerin bei den Wahlen auch klar kommunizieren.


Eine bedrückende Lektüre

... ist Vera Lengsfelds Artikel

Die Stasi ist unter uns

Wenn die Stasi in der DDR mir mal wieder Angst machen wollte, veranstaltete sie eine inoffizielle Haussuchung. Sie brachen einfach in meine Wohnung ein, während ich für eine Stunde einkaufen war, zerrten die Bücher aus dem Schrank, schmissen meine Papiere auf den Boden,manchmal verrückten sie auch nur Gegenstände oder Möbel in der Wohnung. Das Signal war klar: Wir beobachten dich, du bist nirgends vor uns sicher, nicht mal in deinem privaten Rückzugsraum. Es war schwer, sich daran zu gewöhnen, aber ich schaffte das, weil ich mir wie ein Mantra immer wieder vorbetete, dass ich nichts zu verbergen hätte. Jeder konnte das, was ich tat, mitlesen und weitermelden.

Also habe ich auch nichts dagegen, dass die Jünger von Ex-Stasiinformantin Anetta Kahane und ihre Amadeu Antonio Stiftung hinter meinen Texten her sind. Im Gegenteil. Ich würde sie ihnen als Pflichtlektüre empfehlen. Vielleicht erkennt ja noch die eine oder der andere der fehlgeleiteten jungen Leute, dass Denunziant keine so gute Profession ist.
Immer wieder versuchen wohlmeinende (ich hoffe wenigstens, daß sie zumindest wohlmeinend sind!) Zeitgenossen, Kommentarposter etc. mich davon zu überzeugen, daß heute von einer DDR 2.0 doch ab-so-lut keine Rede sein könne, daß das alles einfach übertrieben sei, daß ich viel zu pessimistisch und viel zu scharf mit den, naja, zugegeben, kleinen Unschönheiten unserer im ganzen doch lupenrein demokratisch-rechtsstaatlichen Staatsordnung in Gericht gehe etc. etc.

All jenen empfehle ich die Lektüre des verlinkten Artikels. Denn wer nicht gänzlich abgestumpft, nicht gänzlich verblödet und eingelullt von unseren Systemmedien in die Welt guckt, dem muß es doch bei dem folgenden Absatz kalt den Rücken hinunterrinnen:
Warum hat Justizminister Maas, statt die Justiz zu stärken, wenn es ein Problem mit Nazipropaganda und Hass im Netz geben sollte, eine „Task Force“ installiert, die außerhalb des Gesetzes nach unbekannten Kriterien, unkontrolliert, willkürlich operiert und ihre Phantasieprodukte als ernstzunehmende Recherche öffentlich vertreibt?
Ist einem Justizminister die Rechts- und Verfassungsordnung seines Landes so, pardon l'expression, scheißegal, daß er genau das macht, was einen Rechtsstaat fundamental und unvereinbar von einem Maßnahmenstaat macht: nämlich genuin staatliche Agenden der prüfenden Kontrolle durch Gerichte und Parlamente zu entziehen, indem er sie scheinbar privaten Organisationen überläßt?

Das ist ein solcher Skandal, daß sich dagegen die Besetzung der Spiegel-Redaktion, die seinerzeit zum Sturz von Franz Josef Strauß führte, harmlos wie ein Kindergeburtstag ausnimmt. Denn die Besetzung fand wenigstens durch staatsorgane statt, deren verfassungs- und gesetzmäßiges Verhalten (und eben auch Fehlverhalten!) jederzeit durch die vorgesetzten Behörden, durch den Bundestag, durch Gerichte überprüft werden konnte!

Wer diese Grundsätze aufgibt, hat in einem Rechtsstaats nichts in einer Ministerfunktion verloren, und schon gar nicht in der eines Justizministers!

Maas muß weg, so wie Merkel weg muß!

Beide sind Gesetzesbrecher großen Stils, und mehr als das: die Totengräber jenes Grundgesetzes, auf das sie ihre Amtseide abgelegt haben.



P.S.: hat man diesbezüglich vom Bundesgauckler irgendwelche mahnende Worte gehört? Ach nö! So etwas stört den angeblich früheren DDR-"Bürgerrechtler" nicht im Geringsten ...