Sonntag, 26. Januar 2025

"Regierungsparteien demonstrieren gegen rechts nach Morden durch ihr Versagen"

von LePenseur
 
 
Eine völlig klar die heuchlerische Verlogenheit der ganzen Aktion auf den Punkt bringende Überschrift von Prof. Alexander Dilger:

Ein ‚Ausreisepflichtiger Afghane ermordet Kleinkind und Passanten‘, der nur helfen wollte und wohl tatsächlich weitere Morde an Kleinkindern verhinderte. Drei Tage später gibt es Massendemonstrationen, aber nicht gegen solche Gewalttaten und die sie begünstigende Migrations- und Sicherheitspolitik der Rest-Ampel-Regierung, sondern es gibt „Zahlreiche Demonstrationen gegen Rechts: Teilnehmerzahl übertrifft Erwartungen deutlich“. Vorne dabei sind die verantwortlichen Regierungsparteien SPD und Grüne. Letztere machen dem traurigen Anlass gar nicht angemessen grinsend Selfies (z. B. hier und da).

Grundsätzlich darf man in einem freien Land für und gegen alles friedlich demonstrieren. Diese Demonstrationen sind also völlig legal, aber doch gleich dreifach unangemessen. Erstens demonstriert die Regierung oder demonstrieren zumindest Regierungsmitglieder und die Regierungsparteien gegen die Opposition statt umgekehrt. Dabei könnte die Regierung doch einfach eine bessere Politik machen, wenn sie wollte. Sie will aber nicht. 
Ein Kommentarposting dazu rückt das ganze zurecht:
Übersprungshandlungen eines Parteienkartells, das vollkommen abgewirtschaftet hat. Solche Realitätsleugnung kennt man sonst nur aus autokratischen Regimen.
Wie wahr!
 

Guardians of the Future: Weise Worte eines weisen, alten Mannes

von LePenseur
 
 
Schon oftmals wurden auf diesem Blog Sonntagspredigten und gelehrte Vorträge des Bischofs der Ecclesia Gnostica, Prof. Dr. Stephan A. Hoeller, gebracht - nicht, weil LePenseur etwa Mitglied oder Anhänger der besagten Kirche wäre oder eine besondere Neigung zum Gnostizismus hätte, die er seinen Lesern vermitteln wollte: absit longe! Sondern weil es ausnahmslos höchst interessante Überlegungen sind, die der ehrwürdige Greis (er stand bei dem heute gebrachten Vortrag im 94. Lebensjahr, in bewunderswerter geistiger Frische!) und zur Betrachtung vorlegt. Und genau als diese mögen sie auch aufgefaßt werden.



 

Samstag, 25. Januar 2025

Am 25. die 25. von Mozart

 
... auch als die "kleine g-moll-Symphonie" bekannt (im Gegensatz zur No. 40, die ohnehin jeder kennt ...). Leonard Bernstein dirigiert die Wiener Philharmoniker:



"In einem Land, das eine Geste eines ausländischen Milliardärs aufgeregter diskutiert als den Mord an einem Zweijährigen, ist selbst das Unvorstellbare naheliegend."

von kennerderlage
 
 
Mehr als diesen einen Satz braucht es eingetlich nicht, um den Wahnwitz von Buntschland zu entlaven. Wobei PPQ noch viele mehr liefert, dankenswerter Weise:
Friedrich Merz: Der harte Hund

Merkel begann mit dem vom Ende denken erst als sie im Amt war. Merz startet seinen Wahlkampf in ihrem Stil. Stillhalten, Aussitzen, bloß nicht bewegen und niemanden beunruhigen. Lieber nach allen Seiten blinken als in irgendeine bestimmte Richtung fahren. Das Unternehmen begann ganz gut. Drohte aber in den vergangenen Wochen, allmählich und anfangs noch ganz unauffällig zum Debakel zu werden.
Selten noch wurde ein Politiker so grandios als verlogen-opportunistische Sprechpuppe entlarvt. Wie unser Blogchef zu schreiben pflegt: 
 
"Leseempfehlung! Chapeau! Touché!"

Ungarn hat in der EU die Sanktionen gegen Russland gestoppt. :-) wunderbar! Die EUrokraten sind außer sich.

Gastkommentar
von Olivia
 
 

Mal schauen, ob die Bürokraten das wieder rückgängig machen. Die deutsche Industrie scharrt schon mit den Hufen und will loslegen und die Wirtschaftsbeziehungen wieder aufnehmen...
 

Die Proteste in Rumänien nehmen täglich zu

von Helmut
 
 
Vor allem in der Hauptstadt wird mit zunehmender Zahl der Demonstranten demonstriert. Es geht nach wie vor um die Rücknahme der Entscheidung des Verfassungsgerichtes, mit juristisch absolut unhaltbaren Argumenten den ersten Wahlgang zur Präsidentschaftswahl zu annullieren.

Gestern war der Tag der "kleinen Vereinigung" in Rumänien, ein geschichtsträchtiger Tag, der auch ein gesetzlicher Feiertag ist.

Anlässlich dieses Feiertages, der als "Vereinigung aller Rumänen" apostrophiert wird, haben sich in der Hauptstadt wieder unzählige Demonstranten eingefunden. Man spricht von mindestens 200.000, manche sprechen von bis zu 500.000. Teilweise eskalierte diese Demo, als auch Feuerwerkskörper in die Reihe der Uniformierten geschossen wurden.

Stellt sich die Frage, wie lange das Regierung, Präsident und auch das Verfassungsgericht durchhalten. Der Druck von der Straße nimmt ständig zu. Mit Aussitzen wird das nicht mehr funktionieren. Es gibt meiner Meinung nach nur zwei Möglichkeiten:

- entweder das, was ich hier beschrieben habe:

Was ist nun notwendig:
Es müssen diese 9 Verfassungsrichter komplett ausgetauscht werden, die ja von den Parteien bestimmt wurden (4 von der PNL* und 4 von der PSD*, nur einer ist von der UDMR*). Es müssen neue Richter bestimmt werden, die nachweislich parteipolitisch unabhängig sind und deren fachliche Qualifikation und Erfahrung erwiesen ist. Danach muss über die Rechtmäßigkeit des 1. Wahlgangs noch einmal befunden werden.

Die Regierung täte gut daran, wenn sie zurücktreten und Neuwahlen ansetzen würde. Alles andere ist nur wieder Betrug am Volk.

- oder den Einsatz des Militärs. 
 
Genau das ist aber fraglich, weil man sowohl der Armee als auch den Exekutivbeamten (Polizei, gendarmerie) zu Beginn des Jahres den Sold/Gehalt gekürzt hat.
 

Freitag, 24. Januar 2025

Prognose: Die Welt nach vier Jahren Trump

Gastkommentar
von Revoluzzer
 
 
Der Staub beginnt sich zu legen. Trump ist tatsächlich US-Präsident. Viele Weichen sind gestellt. Man beginnt zu sehen, worauf es hinausläuft.

1. Innenpolitik
Stärkung der USA durch Leistungsprinzip im Inneren und außenpolitischen Egoismus. Protektionsmus (dort wo man schwach ist) und Internationalismus (dort wo man stark ist). Kulturelle Wende zurück zu traditionelleren Werten. Wiederaufbau industrieller Strukturen, soweit möglich.

- Konservatismus
Die, die man früher Kapitalisten genannt hätte, heute Tec-Billionäre, geben den Ton an. Die USA gehen zurück zu dem, was sie von ihrer Gründung her schon immer waren: Ein leistungsorientiertes Spielfeld Superreicher - zunächst Aristokraten, dann Kapitalisten, heute Tec-Unternehmer.

- Gegenbewegung
Historisch konnte sich der Trump-Vorläufer Jackson im 19. Jahrhundert letztlich nicht durchsetzen. Es ist wahrscheinlich, dass es Trump ähnlich ergeht. Tec-Zentralismus, Macht-Zentralismus usw. laufen dem entgegen.


2. Außenpolitik
Die Ukraine wird der Zugpunkt, durch den Trump auf die alte Linie gebracht wird. Die einzige Chance, dem durch sofortige Aufgabe der Ukraine zu entgehen, hat er schon vergeben. Jetzt wird er Zug um Zug auf die alte Linie gebracht. Das impliziert: Keine Veränderung der Nato. Keine Veränderung der EU. Zunehmende Konfrontation mit Russland. China bis auf Weiteres als stiller Gewinner (Taiwan?). Es besteht die wesentliche Möglichkeit, dass Trump zum Kriegspräsidenten wird (Scheitern subjektiv großzügiger, objektiv unrealistischer Friedensbemühungen führen zu Frust und Enttäuschung, Aufrüstung, mehr Konfrontation, offenen Krieg).

Klare Blockbildung mit Washington als Zentrum als eine Art technokratisch-US-aristokratischer Diktatur. Relativer Frieden und relativer Reichtum im Zentrum. Krieg und Armut am Rand. Neben dem Westblock steht der Russland/China-Block.


3. Deutschland

Bestenfalls Veränderung im Kleinen, Stillstand im Großen. Das Altparteienkartell wird mit Trump zu leben lernen, umso besser, je mehr er auf die Ukraine-Nato/EU-Linie einschwenkt. Medial und innenpolitisch wird es zu kleineren Übernahmen der US-Reformen kommen. Zunehmende Armut und Krisen wird man für die weitere Formierung der technokratisch-bürokratischen EU-Diktatur nutzen. Zivil-industrieller Niedergang. Armut. Aufrüstung. Kriegsvorbereitung. Krieg? Revolten im Innern.


Tritt man ganz weit zurück, dann stellt sich Trump als eine Korrekturphase dar. Das als grundsätzliche Trendwende zu verstehen, wäre aber falsch. Objektive Fehlentwicklungen werden aussortiert, das Nationale gestärkt, damit es danach mit der Herausbildung der Weltgesellschaft weitergeht. Die große Hoffnung ist, dass Russland-China-USA sich darin einig sein werden, dass die Weltgesellschaft keinen zentralistischen Weltstaat bekommt, sondern durch funktional differenzierte globale Strukturen gesteuert werden soll.

Den wesentlichen weltgeschichtlichen Beitrag von Trump sehe ich, wenn es ihm gelingt, hier: Im friedlichen Übergang vom US-Weltimperium zu einer multipolaren Weltordnung. Vermutlich wird das aber eher eine Aufgabe für seinen Nachfolger.

Sein zweiter Beitrag ist, die USA zu erhalten, ihren Zerfall zumindest unmittelbar zu verhindern, im besten Fall als dauerhaften Pol der Weltmacht zu etablieren.

 

Heute vor 900 Jahren starb Davit Agmaschenebeli

von LePenseur
 
 
Vielleicht ein bißchen weniger unbekannt unter seinen Ehrennamen: Dawit IV. (auch: David), der Erbauer oder der Erneuerer, auf georgisch დავით IV აღმაშენებელი; auch Schwert des Messias genannt. Wer kennt ihn außerhalb seines Heimatlandes, wo er als Heiliger verehrt wird? Wikipedia widmet ihm einen gut recherchierten, wirklich informativen Artikel, in dem u.a. berichtet wird:

Auf Anordnung Davids wurde 1106 das Gelati-Kloster in Kutaissi errichtet. Ihm angeschlossen war eine Akademie der Wissenschaften, an der die angesehensten Theologen, Philosophen und Rechtsgelehrten Georgiens lehrten. Nach Davids Plan sollte dort ein zweites Athen entstehen.

David starb 1125. Er wurde auf eigenen Wunsch nicht im Dom, sondern in einem der Eingänge der Klosteranlage Gelati beerdigt. Auf seiner Grabplatte ließ David festhalten, dass jeder Besucher der Klosteranlage über sein Grab laufen solle. Nach Davids Heiligsprechung durch die Georgisch Orthodoxe Apostelkirche wurde allerdings der Eingang gesperrt und es werden bis heute Besucher durch ein rotes Band von einem Betreten der Grabplatte abgehalten. 

Angesichts der heutigen Zerrissenheit Georgiens, bis vor wenigen Tagen von einer Französin, Marionette der Transatlantiker, als Präsidentin geführt, die im Clinch mit der seit Jahren immer wiedergewählten Regierung des Landes lag, kann man über die Entwicklung eines einst mächtigen und reichen Landes mit hoher Kultur nur wehmütig ein Sic transit ... murmeln.

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P.S.: und weil wir gedae beim Gedenken verweilen: heute vor hundertt Jahren, am 24. Jänner 1925, starb zu Wien Adele Bloch-Bauer, deren von Gustav Klimt üppig vergoldetes Konterfei weltweit in Souveniershops und ähnlichen Läden als Teehäferldekor, Plakat, Postkarte, Serviertablett, Nippes-Mosaik oder in sonstwie nur erdenklicher Scheußlichkeit verhökert wird.

P.P.S.: und nochmals: Sic transit ... diesmal: die Glorie der österreichischen Kunst, worunter freilich nicht besagter Gustav gemeint ist, denn schon der war mit seiner ans Kunstgewerbe grenzenden Produktion eher ein Vertreter des Satzes "Ramsch ham'ma do! Wer kauft mir an o..." 

P.P.P.S.: und weil wir gerade so nett über Klimt plaudern ... kennen Sie das Proportionenspiel? Nein? Also: jeder kennt mathematische Proportionen, wie bspw. "Zwei verhält sich zu vier wie drei zu sechs" – ist doch klar? Das kann man auch an Wörtern erproben und findet auf diese Weise z.B. heraus: "Amt verhält sich zu Klimt wie Amazone zu Klimazone". Es ist zwar ein bisserl das, was man als "höheren Blösinn" bezeichnet, aber es amüsiert. Und, um beim Beispiel zu bleiben: dieser Klimt hat nichts besseres verdient ... wenn man sich im Treppenhaus des Kunstihorischen Museums die edlen Fresken (aus seinen früheren Jahren) ansieht und damit den verschmockten Schmarr'n (für den er dann später erst so richtig bekannt wurde) vergleicht, wird man mieselsüchtig ...

Sufficit!

Donnerstag, 23. Januar 2025

Macgregor über den neuen Kurs der USA

von kennerderlage 


 
Klingt einerseits sehr plausibel, andererseits auch nicht wirklich beruhigend, was der ehemalige Oberst der US-Army sagt ...

Wird uns Rumänien als Beispiel dienen?

Gastkommentar
von Nereus
 
 

Hallo Helmut: Danke für die aktuelle Berichterstattung!

Es brodelt dort, weil man den Willen der Wähler mißachtet hat. Und eine EU-Kreatur hat diese Willkür bestätigt und Deutschland ähnliche Konsequenzen angedroht. Das SYSTEM zeigt immer offener seine diktatorische Gestalt.

Daher wage ich einmal einen Blick in die Glaskugel:

Ich gehe davon aus, daß die AfD bei den anstehenden Wahlen zum Bundestag zwischen 20 und 25 % liegen wird, aber dennoch - wie in den östlichen Bundesländern - von der Regierungsbildung ferngehalten wird.

Das werden die „globalen revolutionären Kräfte“ nicht dulden, da Deutschland in seiner Gesamtheit nicht nur zu wichtig ist - auch was Europa angeht - sondern weil auch langsam die Zeit davon läuft.

Daher werden danach Demos organisiert, wie einst 1989 in der DDR. Warum ist Michael Ballweg wohl gerade in Washington? (Bitte hier entlang) Er formuliert es sehr schön und spricht von Energie, die Deutschland tatsächlich in sehr vielen Bereichen benötigt. 

[[freude]]

Hinzukommen dürfte eine sich verschärfende wirtschaftliche Situation, die auch mehr Denkbehütete aus dem Sessel treibt. Die halbe Wahrheit über Corona – die Ganze werden wir wohl nie erfahren – könnte dann den Umschwung bringen. Also, fertigt schon mal Schilder mit flotten Sprüchen an .. 

[[zwinker]]

Wie es danach weitergeht, wage ich noch nicht vorauszudenken.

Es gibt keine Korruption in Belgien. Nein, ganz sicher nicht!

von LePenseur
 
 
Das ist schließlich gerichtlich so entschieden worden. Und zwar in Belgien, exakter: in Lüttich.
Das Gericht in Lüttich hat es abgelehnt, das Verfahren gegen die Leiterin der EU-Kommission von der Leyen fortzusetzen, die der Korruption beim Kauf von 1,8 Milliarden COVID-19-Impfstoffen für 35 Milliarden Euro beschuldigt wird, teilte das Gericht in einer Erklärung mit. „Das Gericht in Lüttich hat die von Frédéric Baldan eingereichte Klage gegen Ursula von der Leyen abgewiesen. Dieses Urteil gilt auch für alle Parteien, die sich der Anklage angeschlossen haben“, heißt es in der Erklärung. Das Urteil des Gerichts erging schriftlich, eine Sitzung fand nicht statt. 
Mit einem Wort: es muß für belgische Juristen sonnenklar sein, daß an dem Korruptionsverdacht bezüglich von der Leyen nichts, aber schon gar nichts dransein kann. Das ist ja auch kein Wunder - schließlich haben einst belgische Juristen auch jahrelang gebraucht, um den Kinderschänder und Mörder Dutroux zu verurteilen. 
 
Die Belgier glauben eben noch an das Gute im Menschen. Deshalb befinden sich die Zentrale der NATO wie auch der EU genau in diesem Land. Ein anderes Land, in dem die Menschen vielleicht nicht so sehr ans Gute im Menschen glauben würden, hätte nämlich die Hauptquartiere dieser beiden schwerkriminellen (im Falle der NATO sogar terroristischen) Organisationen schon längst rausgeschmissen ...

Mittwoch, 22. Januar 2025

Heuchler und moralische Kastraten

von Sandokan

Und wieder schlägt die deutsche Regierung zu...
Aschaffenburg, Bayern - Afghane ersticht in einem Park zwei Menschen und verletzt zwei weitere schwer.
Eines der Mordopfer ist ein zweijähriger Bub.

Und wieder verurteilen alle Regierungspolitiker diese Tat und sind im Gedanken bei den Opfern.

Und so ändert man das.

Manches wird anders. Anderes bleibt gleich.

von kennerderlage
 
 
Wer glaubt, dass mit Trump ein Hitler aufersteht, spinnt. Wer glaubt, dass mit Trump ein goldenes Zeitalter anbricht, nicht weniger! Aber manches wird schon anders ... z.B. auf X gibt's eine Botschaft einer Botschaft - und zwar der russischen:
Botschaft der Russischen Föderation
@RusBotschaft Der russische Präsident Wladimir Putin

- Wir hören die Erklärungen des gewählten US-Präsidenten Donald Trump und der Mitglieder seines Teams, dass sie direkte Kontakte zu Russland wiederherstellen möchten, die von der scheidenden Regierung und nicht auf unsere Initiative abgebrochen wurden. Wir hören auch seine Worte über die Notwendigkeit, alles Mögliche zu tun, um einem dritten Weltkrieg vorzubeugen. So eine Haltung begrüßen wir und gratulieren dem gewählten US-Präsidenten zu seinem Amtsantritt.

- Ich möchte betonen, dass wir niemals auf den Dialog verzichtet haben, wir waren immer bereit, mit jeder amerikanischen Regierung eine stabile Kooperation aufrechtzuerhalten. Wir gehen davon aus, dass der Dialog auf der Grundlage der Gleichberechtigung und des gegenseitigen Respekts geführt wird vor dem Hintergrund der bedeutenden Rolle, die unsere Länder bei einer Reihe von wichtigsten Fragen der globalen Agenda spielen, einschließlich bei der Stärkung der strategischen Stabilität und der Sicherheit.

- Hinsichtlich des Ukraine-Konflikts stehen wir für einen Dialog mit der neuen US-Regierung ebenfalls offen. Die Ursachen der Krise zu beseitigen ist in diesem Zusammenhang am wichtigsten. Was die Regelung der Situation an sich anbelangt möchte ich wiederum hervorheben, dass ihr Ziel weder ein kurzfristiger Waffenstillstand sein soll, noch eine Pause für die Umgruppierung der Streitkräfte und eine Aufrüstung, um den Konflikt weiterzuführen, sondern ein langfristiger Frieden, und dass legitime Interessen von allen Menschen, allen in dieser Region lebenden Völkern respektiert werden.

https://x.com/RusBotschaft/status/1881723150280335791

Immerhin: nach zwei Jahren sind nun auch im Westen Begriffe wie "Vernunft", "Sicherheit" usw. nicht nur unter westlicher Perspektive zu lesen.
 
Da bewegt sich etwas. Ob wirklich zum Guten, wird sich noch weisen; bei Trump und seiner Vergangenheit ist Skepsis angebracht ...

 

Rumänien aktuell - Proteste im ganzen Land

von Helmut
 
 
Mein Beurteilung im Rückblick:
 

RUMÄNIEN IST AUF EINEM GUTEN WEG!

Die Regierung und der Präsident wollten das Recht des Wählers untergraben. Dazu haben sie das Verfassungsgericht missbraucht und dazu gebracht, eine gültige Wahl abzuerkennen, weil ihnen das Wahlergebnis nicht gefallen hat.

Dieser Schuss ist nun nach hinten losgegangen. Es begann in Bukarest, und nun sind die Demonstrationen bereits im ganzen Land zu sehen und vor allem zu hören. Ich habe so viel wie nur möglich die Videos zusammengefasst. Bei manchen ist die Stadt ersichtlich, bei manchen nicht. Hier kann man diese Videos alle ansehen:

https://www.facebook.com/groups/1312186026434868

Was ist nun notwendig:

Es müssen diese 9 Verfassungsrichter komplett ausgetauscht werden, die ja von den Parteien bestimmt wurden (4 von der PNL* und 4 von der PSD*, nur einer ist von der UDMR*). Es müssen neue Richter bestimmt werden, die nachweislich parteipolitisch unabhängig sind und deren fachliche Qualifikation und Erfahrung erwiesen ist. Danach muss über die Rechtmäßigkeit des 1. Wahlgangs noch einmal befunden werden.

Die Regierung täte gut daran, wenn sie zurücktreten und Neuwahlen ansetzen würde. Alles andere ist nur wieder Betrug am Volk.

Das einzige Positive, was man nun erkennen kann, das ist die Tatsache, dass ganz Rumänien bei diesen Protesten geeint ist, so wie im Jahre 1989.

*Erklärung:
PNL = schwarz-konservativ
PSD = rot-sozialdemoratisch
UDMR = die Partei der ungarischen Minderheit

PNL und PSD sind seit dem Umsturz in der Regierung, mit unterschiedlichem Stimmanteil. Diese Koalition wird nun vom Bürger (zu Recht) für den wirtschaftlichen Niedergang des Landes verantwortlich gemacht

Nun wurde bereits zu weiteren Protesten aufgerufen, der 24. Januar ist dafür ein geeigneter Tag. Da wird traditionell der Vereinigung der Fürstentümer in Rumänien gedacht. Es ist auch ein gesetzlicher Feiertag:

https://austrom.eu/2024/01/24/zum-feiertag-der-vereinigung-der-rumaenischen-fuerstentue...

Mein persönliches Resümee:

Diesen Protesten ist es zu verdanken, dass sich meine Angst vor einem Kriegseinsatz dieser drei Staaten (Polen, Deutschland und Rumänien) als nicht mehr zutreffend erwiesen hat. Es wäre fatal für die Regierung geworden, hätte man in dieser aufgeheizten Situation die wehrfähigen Leute in Rumänien zu den Waffen gerufen. Das hätte das Fass zum Überlaufen gebracht und außerdem wäre dann auch für den Blödesten transparent geworden, wer eigentlich hinter der Aktion des Verfassungsgerichtes steckt, nämlich: die Vorgabe der NATO.

Wenn Rumänien aus dem Dreier-Verbund ausschert, dann ist das Ganze nicht mehr machbar, weil Rumänien die Hauptaufgabe hat, die Süd- und auch die Südostflanke bei einem militärischen Einsatz in der Ukraine abzudecken. Aber der Plan hat eindeutig existiert, auch, wenn er in den betroffenen Ländern weitestgehend geheim gehalten wurde. Aber auch der russische Auslandsgeheimdienst wusste davon.

 

Christoph Kardinal Schönborn

von LePenseur
 
 
... wird heute achtzig. LePenseur gesteht, daß er dem Wiener Erzbischof all die Jahre hindurch nicht allzu große Sympathie entgegenbrachte. Zu schwach fand er die Führungsqualitäten des Kardinals, zu sehr schien ihm dessen Bemühen um "Ausgewogenheit" die Grenzen der Beliebigkeit, sogar, sit venia verbo: Feigheit, zu überschreiten. Der Kardinalspurpur hatte bei ihm nicht die Reminizenz einer Bereitschaft zum Martyrium (für die er angeblich stehen soll).

Kardinal Schönborn hinterläßt eine, man muß es leider sagen, herabgewirtschaftete Diözese: außer einer sich als links-zeitgeistige NGO mißverstehenden "Caritas" ist von Aktivität wenig zu spüren. Offenbar steckt man vor der muselmanischen Machtübernahme, die spätestens schon in einigen Jahrzehnten Realität werden dürfte, den Kopf in den Sand und versucht "auszusitzen". Das wird nicht funktionieren.

Sicherlich: nach den Turbulenzen um seinen Vorgänger Hans Hermann Kardinal Groër hatte Schönborn es nicht leicht, das sei konzediert! Aber daß er in fast drei Jahrzehnten, die er nun an der Spitze der Erzdiözese Wien stand, kein markanteres Profil zu zeigen vermochte, stimmt traurig. Noch trauriger stimmt freilich, was angesicht der unter dem derzeitigen Papst Franz üblichen Ernennungspolitik für Wien als nächster Oberhirte drohen dürfte; der volkstümliche Satz "Schlimmer geht immer" könnte sich wieder einmal bewahrheiten.

Das alles heißt aber nicht, daß Kardinal Schönborn nicht auch seine Meriten hatte und hat: zweifellos ist er ein feinfühliger Seelsorger (wie mir einige, die mit ihm engeren Umgang hatten, bestätigten). Und er ist sicher auch ein Theologe von Format (egal, ob einem die "Richtung" nun gefällt, oder nicht). Aber all das entspricht perfekt der job desciption für einen Universitätsprofessor oder Studentenseelsorger, nicht der eines Bischofs einer großen Diözese.

Dennoch: verabschieden wir uns von ihm in seinem Amt mit einer gewissen Wehmut. Manches hätte wohl viel schlimmer kommen können (wenn ich etwa an eine Ernennung eines Weihbischofs Krätzl zum Wiener Erzbischof denke, wie sie von manchen erhofft und von diesem vielleicht insgeheim erwartet worden war). "Quod potui feci, faciant meliora potentes", mag der nunmehrige Emeritus ins Treffen führen. Hoffen wir's. Denn, wie der Russe sagt: "Die Hoffnung stirbt zuletzt" ...

Dienstag, 21. Januar 2025

Romanzen

von Helmut
 
 
Ein verträumter, ruhiger Tag im Jänner, - da ist Zeit für Träume. Was passt da besser dazu als Romanzen. Die klassische Kombination von Violine mit Klavierbegleitung ist dafür das Geeignetste. Da kann man die Gedanken baumeln lassen, - mit einem Glas Wein in der Hand und mit den Beinen auf der Couch.

Max Reger: Romanze G-Dur: 


Johan Severin Svendsen - Romance in G, op.26:


Ein Stück, das mich an meine Jugendzeit erinnert, - im Alter von 13 Jahren spielte ich das bei der Aufnahmeprüfung in der Musikakademie in Wien, bei Prof. Morawetz. Hab bestanden, - aber der gute Mann hat die ersten beiden Seiten gleich übersprungen und mich zur 3. Seite der Noten geführt. Er wusste, warum.

Ludwig v. Beethoven, Romanze F-Dur :


Dieses Stück kannte ich nicht und habe es zufällig in die Hände resp. in die Ohren bekommen. Hat mich derart angeregt, dass ich es nun auch versuchen will. „Noch ist Polen nicht verloren”. 
Möchte wissen, ob das auch für mich zutrifft.

Jules Massenet - Meditation from Thais for Violin and Piano:


Trump 2.0

 von Sandokan

Linke Tränen sind gar köstlich.  



   

Sonntag, 19. Januar 2025

Feindberührung

 von Sandokan

Was nun am Lincoln Center in Sachen Jazz passiert ist mit dem vergleichbar, was die New Yorker Philharmoniker machen. Sie spielen ein Leben lang die Musik, die sie in der Schule gelernt haben, statt etwas neues zu spielen. Wynton fällt dort also nicht unangenehm auf. Was heute in diesen Institutionen vorgeht, ist der Versuch, Jazz zu einer klassischen Musik zu degradieren. 
Das könnte scheitern, es muß nicht, aber hoffen wir es.
 — John Cage 

Ich glaube, dass der eigentliche Mut, Möglichkeiten der klanglichen Gestaltung unabhängig ihrer Konsequenzen zu erforschen eher im Wesen der E-Musik liegt als im Wesen des Jazz. 
Denn um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, sind Jazzmusiker
vom Geschmack des Publikums abhängig. 
 — Eugene Chadbourne








Samstag, 18. Januar 2025

NATO-EU-Putsch in Rumänien

 von Sandokan

In Kürze: Nachdem das aktuelle Wahlergebnis vom rumänischen Höchstgericht ausgesetzt wurde - wegen angeblicher russischen Einflussnahme auf TikTok, die sich später aber als Inszenierung der PNL herausstellte, der Partei eines anderen Kandidaten (erinnert an Trumps angebliche Russian Collusion, nachweislich zusammengebraut von Obama, Hillary Clinton und dem "ehemaligen" MI6-Mitarbeiter (brit. Auslandsgeheimdienst) Christopher Steele) - soll jetzt ein neuerlicher Wahlgang abgehalten werden, aber diesmal ohne Beteiligung des Wahlsiegers. 

Weil es geht ja nicht an, dass jemand Präsident wird der kritisch gegenüber der aktuellen Linie der NATO und EU eingestellt ist. Noch dazu wenn dieser "rechtsextrem" ist (sagen unsere Medien, dann muss es ja stimmen).

Siehe auch:


Aufruf in den sozialen Medien Rumäniens

von Helmut

 GROSSE DEMONSTRATION AM SAMSTAG, DEN 18.1.2025 UM 14 UHR, 
IN HERMANNSTADT VOR DER PRÄFEKTUR!


In Bukarest haben die letzte Woche schon zehntausende Leute demonstriert. Nun geht diese Bewegung auch in die Provinz. Aus mehreren Kreisen kommen die Leute nach Sibiu.

Worum geht es:

Die NATO hat sehr wohl registriert, dass das Volk so gewählt hat, dass bei der Stichwahl zum Präsidenten von Rumänien einer der beiden Kandidaten nicht bedingungslos hinter der NATO steht, speziell wenn es zu einem Kriegsaufruf und zum militärischen Einsatz in einem fremden Land geht.

Daraufhin wurden von der NATO alle diplomatischen Hebel in Bewegung gesetzt, um das zu verhindern. Herr Johannis, der ein großer Befürworter der NATO ist, genauso wie die amtierende Regierung aus PNL, PSD, USR etc., haben dann über das Oberste Verfassungsgericht den zweiten Wahlgang annuliert. Die Begründungen des Verfassungsgerichtes und auch in der Sitzung des Präsidenten sind ein juristischer Hohn und ähneln der Methode unter Ceausescu.

Wogegen wird demonstriert:

Es geht hier nicht darum, um irgendeinen Kandidaten der Präsidentschaftswahl zu unterstützen, es geht um das demokratische Recht der Bürger, dass der Wille des Volkes in Form einer Wahl respektiert wird. Es geht rein um das Prinzip, dass das Volk bei der Wahl entscheidet und nicht die beiden Parteien, deren langer Arm bis ins Verfassungsgericht reicht. Schließlich sind von den 9 Richtern im Verfassungsgericht 4 von der PNL und 4 von der PSD entsandt.

Es geht um das Grundprinzip einer funktionierenden Demokratie, dass die Legislative, die judikative und die Exekutive unabhängig voneinander in einem Staat tätig sind, ohne politischen Einfluss. Genau das aber versuchte man über das Verfassungsgericht auszuhebeln.

Bertolt Brecht, ein überzeugter Kommunist und Widerstandskämpfer im Nationalsozialismus sagte einmal:

"Wenn Unrecht zu Recht wird, dann wird Widerstand zur Pflicht."

Jeder rumänische Staatsbürger muss nun darüber nachdenken, was ihm in diesem Land wichtig ist. Mir könnte es eigentlich egal sein, denn als Ausländer habe ich weder zum Parlament noch zum Präsidenten ein Wahlrecht. Aber ich mache trotzdem mit, im Interesse aller Rumänen und der anderen Volksgruppen, denen demokratische Verhältnisse wichtig sind.

Jedem muss klar sein, dass in dem Moment, wenn das Recht nach Gutdünken der politischen Parteien verbogen werden kann, das der Anfang vom Ende einer Demokratie ist. Das hat man klar bei der Entwicklung des Nationalsozialismus gesehen.

"Wehret den Anfängen", das muss jedem klar sein. Und Schweigen wird in der Politik immer als Zustimmung interpretiert.

Die Stimmen im Volk gegen den Krieg werden immer lauter. Das ist auch gut so. Ein bekannter rumänischer Rapper schreibt in den sozialen Medien:

"Wenn Ihr mich in den Krieg schickt, dann erkläre ich mich für untauglich, weil ich kein Held sein will in einem Scheiß-Land!