Donnerstag, 5. August 2010

Es gibt kein »Ausländerproblem«

... betitelte Harald Fourier vor einigen Tagen einen lesenswerten Artikel in der »PAZ«. Er berichtet darin über einen Besuch befreundeter Rußlanddeutscher in Berlin.
Er ist Ukrainer, sie Russlanddeutsche aus Kasachstan. Beide sind in den 90er Jahren ohne Sprachkenntnisse nach Deutschland gekommen und haben sich erst hier kennen gelernt. Michael ist Bauunternehmer, Olga arbeitet für einen Mobilfunkanbieter.

Michael und Olga sprechen mit einem russischen Akzent und werden das ihr Leben lang tun, aber ihre beiden Söhne Max (5) und Anton (10) reden akzentfrei Deutsch. Der Ältere kommt jetzt aufs Gymnasium. „Kein Vergleich mit unseren Arabern in Neukölln“, sagte ich, als die zwei die Stationen ihres Lebens in Deutschland schilderten. Die Zuwanderer aus dem Morgenland – vor allem Türken, Kurden und Araber − sind oft schon früher eingewandert, aber sie sprechen weniger gut Deutsch, und ihre Kinder haben öfter als der Durchschnitt einen Hang zur Gewaltkriminalität, schaffen es fast nie aufs Gymnasium. [...]

Wir haben in Deutschland kein Ausländerproblem, sondern ein Problem mit den oben genannten Gruppen – und damit, dass es kaum jemand wagt, diese Tatsache offen aus-zusprechen. Stattdessen verbergen politische Propagandaschlagworte wie „Migrations-hintergrund“ oder „Integrationsdefizite“ nur, was sowieso jeder weiß: Eine Minderheit der Zugewanderten ist entweder nicht fähig oder nicht willens, sich unseren Regeln zu unterwerfen und sich unserer Kultur zu öffnen, ihr mindestens respektvoll zu begegnen. Dass das nicht alle Ausländer betrifft, ist klar wie Kloßbrühe. Niemand vermutet Slowaken oder Thais als Anstifter, wenn im Radio zum wiederholten Male von Massenschlägereien in Berlins Freibädern berichtet wird. Und jeder Berliner weiß, woher die Heroindealer im Kindesalter stammen, die der Polizei das Leben schwer machen und seit Tagen die Schlagzeilen der Hauptstadtpresse beherrschen.
Aber solche Selbstverständlichkeiten darf man heute ja nicht sagen. Oder nur dann, wenn man (in Österreich beispielsweise) bereit ist, dafür bis zu zwei Jahre wegen »ausländerfeindlicher Hetze« einzusitzen. Da bekanntlich nicht sein kann, was nicht sein darf. Beziehungsweise: zumindest nicht ausgesprochen werden darf, was nicht sein kann, weil es nicht sein darf. Denken darf man's derzeit noch. Fragt sich nur: wie lange ...

Dienstag, 3. August 2010

Wo bleibt die Staatstrauer wegen Richterin Heisig?

Es ist müßig, ohne die entsprechenden Hintergrundinformation die Frage zu diskutieren, ob die Berliner Richterin Heisig nun freiwillig aus dem Leben geschieden sei, oder Opfer eines Verbrechens wurde. Denn wenn man ihr dieser Tage erscheinendes Buch — oder auch nur die paar Passagen, die in der »Zeit« vorab gebracht wurden — liest, so wird einem schnell klar: von »freiwillig« kann unter keinen Umständen die Rede sein! Auch wenn keine unmittelbare Fremdeinwirkung zu ihrem Tod geführt haben sollte: wer wie Frau Richterin Heisig versucht, diese ganze, politisch verordnete und politisch korrekt hinterfütterte Unkultur des Wegschauens bei »Straftaten mit Migrationshintergund« zu durchbrechen, und daran zerbrach, weil sie die Sinnlosigkeit ihrer Versuche einsehen muß, so jemand stirbt dann nicht »freiwillig«! So wenig, wie es angebracht war, 1969 von einem »Freitod« Jan Palachs, der gegen die Niederwalzung des Prager Frühlings durch die Truppen des Warschauer Paktes protestierte, zu schwätzen, so wenig liegt hier ein »Freitod« vor.

Die Betroffenheitsfloskeln deutscher Politiker hielten sich in Grenzen. Warum wohl? Weil sie sich nicht eingestehen wollen, daß ihre Politik der Umvolkung durch undifferenzierte Immigration, der gezielten Demoralisierung der ansässigen Bevölkerung durch Dauerberieselung mit Antifa-Sprüchen zu eben diesen Folgen führte — ja geradezu führen mußte. Jetzt stehlen sie sich aus der Verantwortung, die zu tragen sie ohnehin nie beabsichtigten. Hauptsache, ihr Posten wurde (auch durch »eingebürgerte« Migrantenstimmen) gesichert.

Was Richterin Heisig beschreibt, ist das erste Andämmern künftig flächendeckend europäischer Verhältnisse. Unsere Politiker werden sich und ihre Kinder durch Wandlitz-artige Abschirmung ihrer Wohnbereiche und Privatschulen zu sichern wissen. Solange wir ansässiges Stimmvieh sie im Amt lassen.

Warum eigentlich ... und wie lange noch?

Montag, 2. August 2010

Heuchler allein zu Haus


... nennt der geniale Politsatire-Blog »Politplatschquatsch« die mediale Trauerparty für die Opfer der Duisburger »Loveparade«.

Lesen!

Samstag, 31. Juli 2010

Wer verhöhnt wen?

Die Medien sind sich einig: Eva Herman verhöhnt die Opfer von Duisburg. Und zwar durch ihre Andeutung, daß die Ereignisse dortselbst möglicherweise durch ein Eingreifen höherer Mächte verursacht worden wären. Man kann nun (und ich will nicht verhehlen, daß ich mich dieser Ansicht anschließe) einen solchen »Eingriff höherer Mächte« als einigermaßen unnötige, ja falsche Hilfshypothese bezeichnen: bei soviel Unfähigkeit und Gigantomanie in Planung und Organisation, bei soviel hirnloser Bescheuertheit (© Karl Eduards Kanal) bei den Teilnehmern dieser »geilsten Megaparty der Welt« brauchen höhere Mächte eigentlich nicht einzugreifen — vielmehr könnte man an ein regelmäßiges Eingreifen derselben zugunsten der letzten, ähnlich unfähig geplanten und hirnlos konsumierten »Loveparades«, die aber ohne Tote abliefen, vermuten.

Nun bin ich aus ganz prinzipiellen Gründen dagegen, leichthin »höhere Mächte« für etwas verantwortlich zu machen, was Menschen ähnlich gut und ähnlich schlecht in Eigenregie zusammenzuschustern vermögen. Höhere Mächte, geschätzte Frau Herman, heben wir uns zweckmäßigerweise für Meteoriteneinschläge, Erdbeben und Tsunamis auf — und selbst dort ist ihr Herbeizitieren geeignet, bei der säkularisierten Bevölkerung unserer Breiten eher Befremden als Bußgesinnung auszulösen ...

Was aber andererseits das Argument sämtlicher Systemmedien nicht besser macht, Eva Herman habe mit dieser Aussage »die Opfer von Duisburg verhöhnt«. Denn das hätte sie wohl dann, wenn sie beispielsweise geäußert hätte, daß es den einundzwanzig Toten schon rechtgeschehen sei, und außerdem wäre es um Menschen, die solche Veranstaltungen besuchten, ohnehin nicht schade. Hat sie aber nicht!

Sie hat die Toten und ihre Hinterbliebenen bedauert — bloß die Veranstaltung, bei der sie starben, verurteilt. Ist das etwa »Verhöhnung«? Wer das bejaht, der müßte auch im Umstand, daß beispielsweise der Zweite Weltkrieg als schreckliche Verirrung der Menschheit bezeichnet wird, ebenso eine »Verhöhnung der Opfer« erblicken. Wer den Börsencrash von 2008 als Produkt korrumpierter Finanzmärkte bezeichnet, verhielte demnach ebenso. Was freilich wohl niemand ernstlich behaupten würde.

Wenn Eva Herman jemanden verhöhnt haben kann, dann vielleicht die von ihr zitierten »höheren Mächte«, die möglicherweise mit dieser ihrer Ursachenzuweisung überhaupt nicht einverstanden sind. Man kann sich schon vorstellen, daß der HErr höchstselbst die höher-mächtige Verantwortung für einen Eintrittsengpaß, der von den Organisatoren und Behörden nonchalant unter den Teppich gekehrt wurde, ebensowenig übernehmen möchte, wie für den Alkohol- & Drogenkonsum (oder auch bloß den schlichten Lemmingstrieb) der Teilnehmer. Als religiös feinfühliger Mensch kann man daher der Meinung sein, Eva Herman habe mit ihrer voreiligen Ursachenzuweisung den HErrn beleidigt. Nur ist es schwerlich denkbar, daß das in den Systemmedien irgendwen nennenswert kratzt (und auf jeden Fall nicht zu Schlagzeilen veranlaßt).

Der Verdacht liegt nahe, daß man also mit dem Hinprügeln auf Eva Herman bloß ablenken möchte. Der für ebenso aufgeregte wie informationsarme Börsenberichterstattung beliebte Sender n-tv lief zu Hochform auf und bewertete Eva Herman unter einem Kurs von € 0,01 (da sie bekanntlich nur dann einen Euro wert sei, wenn sie einen Supermarktwagen mit sich führe. Bruhaha ...), und was dergleichen Nettigkeiten mehr sind. Der Beitrag wurde zwar innerhalb weniger Stunden wieder vom Netz genommen, aber zeigt doch recht deutlich: hier wird nach der alten Methode: »Haltet den Dieb!« Aufmerksamkeit auf Nebenfronten gelenkt, damit nur ja keiner die tatsächlichen Fragen zu stellen beginnt. Derer es ja genug gäbe — nur halt keine, die das Polit- & Medienestablishment vernehmen möchte, weil es darauf keine Antwort hat (oder wenigstens keine ehrliche, die unsere Herrscherkaste ohne Volksaufstand überleben würde).

Eva Herman kann ich freilich den Vorwurf nicht ersparen, daß sie, statt die wirklichen Fragen zu formulieren und vorzulegen, voreilig »höhere Mächte« bemüht hat, und so den Gegnern den Elf-Meter in ihr Tor quasi aufgelegt hat. Doch wiegt dieser Vorwurf keineswegs gleich dem, der ihren Gegnern zu machen ist, die in Kenntnis der wahren Probleme giftige Nebelbomben warfen.

Mittwoch, 28. Juli 2010

Schuld sind immer die anderen

Im Zweifelsfall: "die Geldgier der Veranstalter" bzw. "die Inkompetenz der Behörden". Nie-nie-niemals natürlich "die Betroffenen". Und die über jene, die das betreffende Schicksal betraf, Betroffenen selbstredend ebensowenig.

In Deutschland ist Tragödienstimmung angesagt. Kaum hat sich das Land davon erholt, daß ihre multikulturelle Mannschaft (die nach den neuesten Richtlinien des Wahrheitsministeriums wegen des flagranten Sexismus, der aus jeder Pore dieses verruchten Wortes quillt, natürlich nicht mehr so heißen darf!) aus der Fußball-WM geschossen wurde (obwohl sie doch "so schön" gespielt hatte), kaum wurde die sommerliche Hitze, die einen fast hoffen ließ, daß die globale Erwärmung doch keine Datenfälschung der University of East-Anglia ist, sondern schauerliche Tatsache, die uns endlich zur Totalökologisierung aller Lebensbereiche veranlaßt, durch kühle Regenschauer abgelöst, kommt es schon zur

Tragödie von Duisburg

... bei der bekanntlich zwanzig feiernde fröhliche junge Menschen von ihren feiernden fröhlichen jungen Mitmenschen totgetrampelt wurden (und ein paar hundert feiernde fröhliche junge Menschen verletzt). Und schuld ist (s. oben) "die Geldgier der Veranstalter" & Co. ... Deutschlands frischgebackener Bundespräsident spendet — ganz betroffen — trostreiche Worte à la
„Eine solche Katastrophe, die während eines friedlichen Festes fröhlicher junger Menschen aus vielen Ländern Tod, Leid und Schmerz verursacht, ist furchtbar“, sagte Wulff der „Bild am Sonntag“. „Wie viele Menschen in unserem Land, die von diesem Unglück erfahren, bin ich mit meinen Gedanken bei den Opfern der Tragödie und allen ihren Angehörigen und Freunden. Ich hoffe, dass ihnen und allen Verletzten schnelle und wirksame Hilfe zuteil wird und die Ursachen rückhaltlos aufgeklärt werden.“
Jetzt wissen wir endlich, was eine Katastrophe ist: wenn bei einem Ereignis knapp doppelt soviel Leute sterben, wie tagtäglich im deutschen Straßenverkehr. Ob der Herr Bundespräsident demgemäß täglich halb so betroffen (und in seinen Gedanken halb bei den Opfern) ist angesichts der täglichen Verkehrstoten? Wir werden es mangels BamS-Interview zu diesem Thema wohl nie erfahren ...

Doch in die medial verstärkte Betroffenheitssymphonie mischen sich auch andere, rauhere Töne. So fragt "Karl Eduards Kanal" nicht ohne Berechtigung:
Ist ein Flugzeug abgestürzt, ein Autofahrer besoffen in eine Menge gerast, ist eine Bombe explodiert? Nein, die Leute waren einfach zu bescheuert, gesittet durch einen Zugang zu schreiten, ohne sich gegenseitig totzuquetschen und da ging es noch nicht mal ums nackte Leben, wegen Brand oder Flut oder weil eine Herde Stiere auf sie zuraste, sondern nur um die Teilnahme an einer Drogen- und Sexparty. Das ist die Ursache, Herr Bundespräsident. Bescheuertheit. Nichts anderes.
Hart, aber treffend gesagt.

Und "Netzwerkrecherche" bringt in einem höchst lesenswerten Artikel Zitate aus Statements von Eva Herman und Wiglaf Droste. Letzterem verdanken wir — bei aller Tragödienstimmung, die uns nach Meinung der Systemmedien jetzt pflichtgemäß zu erfüllen hat — die wohl erheiterndste Charakterisierung des Phänomens Oliver Pocher:
»Unterstützt von seiner Lebensgefährtin Sandy Meyer-Wölden, McFit und Bild.de« war Oliver Pocher aufgeboten, bei der Love Parade zu moderieren. »Ein Traum wird wahr: Ich werde aus dem Auge des Hurrikans der wummernden Bässe die größte Party der Welt in die Wohnzimmer bringen.« Verkündete Pocher, Kretin aus Herkunft, Neigung und Profession. In dieser Kreatur ist die Gemeinheit und Niederträchtigkeit einer ganzen WM-Fanmeile gebündelt.
Stimmt ganz genau, Herr Droste! Besser kann man diese Kreatur wirklich nicht charakterisieren ...

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P.S.: eine Love-Parade kann an einem Nachmittag circa ebensoviele Opfer schaffen, wie alle priesterlichen Kinderschänder der Kirche zusammengenommen in einem halben Jahrhundert geschafft haben. Fortschritt ist Akzeleration. Oder so ähnlich.

Montag, 26. Juli 2010

Österreich braucht 100.000 Zuwanderer mehr

... meint der kompetenzmäßig für derlei Ansagen unzuständige — und auch sonst unkompetente — Außenminister Spindelegger, dessen Hauptqualifikation im Aussitzen von Parteischlappen bestehen dürfte. Und das bekannte Qualitätsmedium »Die Presse« betet diesen Unsinn auch schön brav nach. Kein Wunder — die staatliche Presseförderung ist ja nicht kostenlos: sie wird mit der Freiheit der Berichterstattung in den Systemmedien bezahlt.

Pech nur, daß die Elektronisierung der Medien nicht nur eine »abweichlerische« Bericht-erstattung via Internet ermöglicht — auch die bei ernstzunehmenden Zeitungen selbstverständ-lichen Kommentarfunktionen in den Online-Ausgaben lassen eine Präventivzensur kaum mehr zu, und damit wird offenbar, was eine auf die Ganoven in Politik & Medien immer ang'fressenere (to put it mildly!) Bevölkerung von derlei Gutmenschengeschwätz hält: nämlich nichts!

Ein Poster schreibt z.B.:
Warum wird die linke Propagandaphrase:
"Ohne Zuwanderer droht dem österreichischen Sozialsystem ein Kollaps."
völlig unkritisch nachgequatscht?

Tatsache ist:
Durch fremde Massenzuwanderung droht dem österreichischen Sozial-system ein Kollaps.

Die Beitragsdeckung von Sozialleistungen an Zuwanderer ist signifikant geringer als bei Inländern. Dadurch wird das Gesamtleistungsniveau nach unten nivelliert und die Finanzierbarkeit gefährdet. Es kommt nicht auf Quantität, sondern auf Qualität an. Nur höhere Produktivität pro Kopf kann das Sozialsystem stützen, nicht die Übernahme immer neuer Versorgungslasten.
Ein anderer wird noch deutlicher:
Dem österreichischen Sozialsystem droht gerade WEGEN der Massenimmigration der Kollaps. Weniger als 50% der Türken im Erwerbsalter gehen einer Beschäftigung nach - und selbst dann sind es nur Kebapbuden, Gemüsetandler, Taxler und Internetcafes. Also Beschäftigungen, mit denen man nicht einmal seine EIGENE Pension erwirtschaftet! Davon nicht genug, wird die nachgeholte Sippe rundumversorgt. Ein Kopftuch, das zeitlebens nie gearbeitet hat, bekommt dann auch eine Mindestpension. Wir können uns diesen Wahnsinn nicht mehr leisten.

Rückführungsprogramme müssen her, und die Bevölkerungsaustauscher aus SPÖVP und den Systemmedien sollten zur Mitreise gezwungen werden, wenn ihnen diese Ethnien schon so am Herzen liegen.
»Völker hört die Signale!« geht ein unter Linken ehedem weitverbreitetes Hetzgesang. Nun, die Völker haben die Signale schon längst gehört. Es wäre daher hoch an der Zeit, daß auch unsere Polit- & Medienmafiosi einmal die Signale hören möchten, von denen ihnen eigentlich längst die Ohren scheppern müßten!

Mittwoch, 7. Juli 2010

Und das nennt sich Integration?

Im lesenswerten Blog »blog frog days« fand sich vor einigen Tagen ein bestürzend aufschlußreicher Artikel unter dem Titel »Türk-Nationalismus«.

Klarer und eindeutiger könnte die unverschämt-dreiste Schönfärberei unserer Systempolitiker und ihrer durch Rundfunkgebühr, staatliche Presseförderung und Inseratenaufträge gekauften Medienhandlanger nicht entlarvt werden.
... ein erhellender Dialog eines Lehrers mit einer jungen Türkin (aus dem Kommentar-forum von "Zettels Raum"):

G. besucht die fünfte Klasse eines Gymnasiums, zeigt insgesamt gute bis befriedigende Leistungen, spricht fließend und fehlerfrei deutsch, trägt Kopftuch, besucht nach der Schule jeweils für mehrere Stunden eine "Hausaufgabenbetreuung" eines nach Vermutungen im DITIB-Umfeld anzusiedelnden Vereins.

G. kommt nach der Stunde zur mir: "Jetzt müsst ihr Deutschen uns Türken aber dankbar sein."
Ich: "Wieso?"
G.: "Na, Özil hat doch das Tor geschossen. Jetzt hat ein Türke für Euch Deutsche das wichtige Tor gemacht, damit Ihr weiterkommt."
Ich: "Wieso denn ein Türke? Özil spielt in der deutschen Nationalmannschaft, und Özil ist ein Deutscher."
G.: "Nein, Özil ist ein Türke. Der hat nur einen deutschen Pass. Ich habe ja auch einen deutschen Pass, aber ich bin doch nicht deutsch. Ich bin Türkin! Eine Türkin kann gar nicht deutsch werden. Also ist Özil ein Türke, der für euch in der Nationalmannschaft spielt."
Und so weiter ... Die Realität läßt grüßen! Aber wetten wir, daß sie grußlos von Politik & Medien außen vor gelassen wird ...

Dienstag, 6. Juli 2010

Von Bayern lernen

... heißt im Fußball (oder hieß wenigstens bis vor einiger Zeit) siegen lernen, in der Politik hingegen: bevormunden lernen. Bevormunden liegt im Trend — und der Nanny-Staat offenbar sogar den selbsternannten Hütern des Libertarismus im Blut. So schreibt selbst ein Andreas Unterberger mit deutlich erkennbar mitschwingendem Bedauern:
Wohin die Kompromisskultur der österreichischen Sozialpartner führt.

Der Krieg zwischen Rauchern und Nichtrauchern ist fast so erbittert wie jener zwischen Hundebesitzern und deren Gegnern. Die Bayern haben nun bei einer Volksbefragung eine glasklare Regelung zugunsten der Nichtraucher durchgesetzt. In Österreich hat man hingegen eine so verwaschene Lösung, dass die Regierung jetzt weder nach vorne noch zurück kann.
Na, schrecklich! Wie wir doch »glasklare« Verhältnisse wie in Bayern vermissen ...

Bei solchen Steilvorlagen ist es überhaupt kein Wunder, daß nichtrauchende Poster sich durch Wortradikalität ihren Frust von der Seele schreiben müssen, so z.B. ein gewisser »siggi« am 6. Juli 2010 um 09:52:
Es wurde fallweise auf die Marktkräfte verwiesen, die bei tatsächlichem Bedarf an Nichtraucherlokalen entstehen würden.

Das ist (sorry) Blödsinn!

Angenommen es sind solche Lokale entstanden im freien Spiel der Marktkräfte. Dann wird sicher irgendwann einmal ein Raucher kommen und fragen: “Ich darf doch..?” Wenn die Antwort ja ist, dann ist es um das Nichtraucherlokal geschehen. Wenn nein, dann wird der Raucher solange mehr oder weniger vorwurfsvoll quengeln, bis man ihm genervt gewähren läßt. Und wieder Exitus!

Also kann sich ein Nichtraucherlokal nach freiem Spiel der Marktkräfte nicht halten und auch nicht zustandekommen. Wie kommen die Nichtraucher denn immer wieder dazu diesen permanenten Rechtfertigungsdruck und den Qualm aushalten zu müssen?

Also Rauchen ist vom Raucher nicht willentlich steuerbar. Das (schlechte) Gesetz entlastet die Nichtraucher wenigsten von diesen endlosen fruchtlosen Argumentationen
.
Aha! Wenn also auch nur irgendwann ein Raucher in einem Nichtraucherlokal raucht, dann ist es um das Nichtraucherlokal ein für alle Mal »geschehen«. Entjungfert sozusagen, und quasi ohne die Möglichkeit, durch eine Hymen-Restaurierung (wie z.B. Lüften, bis die Zahl der Rauchpartikel unter die Nachweis- und Wahrnehmungsgrenze gefallen ist) wieder zu einem Nichtraucherlokal zu werden? Schon schrecklich, so ein Leben in tragischer Finalität ...

Eine Frage: dürfen die Bauarbeiter, die das Nichtraucherlokal errichtet haben (bevor es ein Nichtraucherlokal wurde) eigentlich bei der Arbeit geraucht haben, oder verunmöglicht das bereits die erfolgreiche Errichtung eines Nichtraucherlokals. Und dürfen Menschen, die sich vor Errichtung des künftigen Nichtraucherlokals auf dem Bauplatz unter freiem Himmel aufhielten, geraucht haben?

Siggi, Sie haben natürlich völlig recht! Brachialgesetze wie in Bayern entlasten von »endlosen fruchtlosen Argumentationen«. Man spricht einfach ein Verbot aus. Basta! Sowas gab's in Deutschland (und nicht nur dort) schon öfters. Gesetzgeber mit dichtgefügten ideologischen Bretterverschlägen vorm Hirn greifen regelmäßig zu schlichten Verboten, wo die Argumentation für ihren Weltverbesserungsimpetus einfach zu endlos und fruchtlos wäre. Ratzfatz wird verboten (und gelegentlich auch geboten), was das Zeug hält ...

Argumente sind eben gelegentlich frucht- und endlos (vorallem schlechte Argumente haben das an sich): und statt argumentativ darzulegen, warum z.B. »Arier« nicht mit »Semiten« verheiratet sein sollen — was, man versteht's ja irgendwie, nicht eben leicht zu argumentieren ist! — hat man früher einfach die Nürnberger Gesetze eingeführt. Statt Frauen dem lästigen Streß auszusetzen, durch erfolgreiche Geschäftsabschlüsse in die Vorstandsetagen vorzudringen, gebietet man einfach eine Frauenquote. Statt sich argumentativ der Kritik zu stellen, warum man Horden unqualifizierter Ausländer in unsere Sozialsysteme importiert, verbietet man diese Kritik durch Schaffung von Meinungsdelikten, die einen auf Jahre ins Gefängnis bringen können ...

Und, Siggi: Ihr Ansatz bezüglich der für Nichtraucherlokale schädlichen Marktkräfte ist ja hochinteressant! Da gibt es — ich habe sie mit eigenen Augen gesehen! — chinesische, italienische, sogar indische, vegetarische, und-was-auch-immer Lokale — in all denen vermutlich schon irgendwann irgendein Gast gemeint hat, ob er nicht vielleicht doch ein Wiener Schnitzel haben dürfte. Und — welche Tragödie! — kaum wurde ihm irgendwo gewillfahrtet, war es um die Spezies der indischen, chinesischen, italienischen etc. Lokale geschehen! Jetzt erklären Sie uns nur ganz kurz: wie kommt es, daß dennoch unzählige indische, chinesische, italienische etc. Restaurants realrexistierend unser Stadtbild beleben? Werden die etwa konstant neu gegründet — und falls das der Fall sein sollte: warum sollten unverbesserliche Nichtraucher nicht ebenso hurtig-munter an ständige Neugründungen von Nichtraucherlokalen gehen?

Letzte Frage: wie kommen die Raucher eigentlich dazu, ständig das mieselsüchtige Gequengel von Nichtrauchern, die offenbar zu unfähig sind, sich ihre rauchfreien Restaurant-Schrebergärten ganz unter sich zu organisieren, aushalten zu müssen ...?

Donnerstag, 1. Juli 2010

Gut integriert

Christoph Kardinal Schönborn hat einen humanitären Aufenthaltstitel für bestens integrierte Flüchtlingsfamilien eingemahnt. Dies gelte nicht nur für die »medial viel beachtete Familie Zogaj«, sondern für eine Reihe weiterer Familien, die darum kämpfen würden, im Land bleiben zu können. Valider Maßstab für gute Integration ist aber offenbar die »medial viel beachtete Familie Zogaj« (wie denn sollte man Eminentissime sonst verstehen?), und deren gute Integration wird unter anderem durch eine Vorstrafe eines Zogaj-Sprößlings (sechs Wochen unbedingt wegen gefährlicher Drohung) unter Beweis gestellt, sowie dadurch, daß die Familie bestens in die Wohlfahrts- und Asylbetrugsapparate eingebettet ist. Immerhin vermochte die Familie jahrelang ihre nach der Gesetzeslage eindeutig gerechtfertigte Abschiebung geschickt zu vereiteln.

Schönborn macht sich also für eine Familie stark, die sich ihre angebliche »Integration« erschleichen wollte. Das ist zirka so, wie wenn ich beim Möbelhaus eine Couch mitgehen lasse — und wenn ich ein paar Jahre drauf gesessen bin, dann gehört sie mir. Sie paßt einfach in mein Wohnzimmer (hätte ich sie sonst ausgesucht?), gut integriert halt — einfach ersessen.

Es gibt im Volksmund die Redensart, daß wem Gott ein Amt gibt, er auch den Verstand ihm dazu gebe. Brandstetter vermutet in seiner »Abtei«, daß vielmehr Gott dem, dem er ein Amt gibt, dafür den Verstand nehme. Wenn man Eminentissime Schönborn so zuhört muß man sagen: an der Vermutung ist was dran ...

Montag, 28. Juni 2010

»Meinungsfreiheit in Gefahr«

... titelt Andreas Unterberger über die aktuellen Regierungspläne zur endgültigen Einführung einer Meinungsdiktatur in Österreich. Unter dem Vorwand der »Terrorismusprävention« wird durch Gummiparagraphen die Botmäßigkeit aller Meinungsäußerungen erzwungen — denn für die berechtigte Frage, wozu wir z.B. nigerianische Drogendealer in Österreich als Scheinasylanten dulden sollen, setzt es ab Inkrafttreten dieses legistischen Wahnwitzes bis zu zwei Jahre Häf'n. Der Poster Pedro Pescarolo bringt es treffend auf den Punkt:
Heimische Rechtssprechung 2011:

Wenn eine Bande Jungttürken in Wien jemanden überfällt und ihn dabei ins Koma prügelt, dann bekommen die Täter – so sie ausnahmsweise geschnappt werden sollten – maximal 6 Monate bedingt und ein Antiaggressionstraining.

Wenn das Opfer aus dem Koma erwacht und sich über die Gewalttätigkeit der Jungtürken beschwert, geht es für 2 Jahre in den Knast.

Ich denke das spiegelt in etwa den Geist dieses Gesetzes wider.
Wozu eigentlich nichts zu ergänzen ist — außer, daß »Geist des Gesetzes« besser »Ungeist des Gesetzes« heißen sollte ...

Dienstag, 22. Juni 2010

Mixa, Marx und die verlorene Hoffnung

untertitelt der deutsche Journalist Alexander Kissler, dem wir bereits eine Menge gescheiter Artikel und Kolumnen verdanken, seine heutige »European«-Kolumne »Die Gnadenlosen«:
Lange ist es her, dass das Christentum in die Welt trat. Es begann als eine innerjüdische Bewegung ganz sonderbarer Menschen. Nicht die Reichsten, Schönsten, Klügsten hatten sich da versammelt, sondern jene, die von einer ganz unglaublichen Hoffnung beseelt waren: Ein Mensch aus ihrer Mitte sei gestorben und auferstanden, ein Mensch, der Mensch war und Gott zugleich und der ihnen Anteil versprach an seiner ewigen Seligkeit. Diese Hoffnung machte die ersten Christen ganz unverschämt froh. Sie stritten wie andere Menschen auch, sie sündigten und logen. Die Betriebstemperatur ihres Umgangs aber hatte sich radikal geändert. Sie wussten, Sünde und Lüge müssen Ausnahmen bleiben. Sie wussten, dass sie auf Umkehr angewiesen waren und dass sie tatsächlich jeden Tag neu anfangen, neu umkehren durften. Täglich wandten sie sich zerknirscht an den, der ihnen vorausgegangen war und der ihnen das ewige Glück fest versprochen hatte. Aus Gnade.
Prädikat: lesenswert!

Montag, 21. Juni 2010

Heil Obama, die zweite

Obama to be given the right to shut down the internet with 'kill switch', berichtet Paul Thompson:
President Obama will be given the power to shut down the Internet with a 'kill switch' in a new law being proposed in the US. He would be able to order popular search engines such a Google and Yahoo to suspend access their websites in times of national emergency.

Other US based Internet service providers as well as broadband providers would also come under his control in times of a 'cybersecurity emergency.' Any company that failed to comply would be subject to huge fines.

Critics of the new law, which has been proposed by former presidential candidate Joe Liebermann, said it would be an abuse of power to let the White House control the internet. TechAmerica, one of the largest U.S. technology lobby groups, said the new law had the 'potential for absolute power'.
Aber Senator Liebermann, jener ehrenwerte Senator Liebermann, der für den Klimawandel-Schwindler & -Profiteur Al Gore als Vize ins Weiße Haus wollte, beruhigt sogleich:
Lieberman argued the bill was necessary to 'preserve those networks and assets and our country and protect our people'.

He said: 'For all of its 'user-friendly' allure, the Internet can also be a dangerous place with electronic pipelines that run directly into everything from our personal bank accounts to key infrastructure to government and industrial secrets.
Mit einem Wort: eh nur sicherheitshalber! Falls die Bösen was gegen die Guten im Schilde führen. Nur-nur-nur zu unserem Schutz, und nie-nie-niemals etwas, was gegen uns eingesetzt werden kann. Versprochen! Denn wir sind doch alle gut — oder Sie etwa nicht? Hören Sie mal: wenn Sie noch einmal Ihr Maul aufreißen, um diese ab-so-lut not-wen-di-gen Sicherheitsmaßnahmen zu kritisieren, dann werden wir Sie mal durchleuchten! Und glauben Sie uns: wir werden finden, was wir finden wollen ...!

So, genau so habe ich mir Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und bürgerliche Freiheiten schon immer vorgestellt ...

Freitag, 18. Juni 2010

Heil Obama, oder wie?

Ein Psychiaterwitz mit langem, bis vor 1945 reichendem Bart: trifft in der Nazizeit ein Psychiater einen anderen am Gang des Irrenhauses und sagt: »Heil Hitler!« Antwortet der andere: »Heil doch du ihn!«

Ein politischer Kommentar aus den USA verheißt nichts erfreuliches: unter dem Titel »Our Caudillo President« schreibt Ben Stein (dem man mit diesem Namen Nazi-Nähe nicht wirklich wird nachsagen können) eine Breitseite gegen den schwarzen Herrn des Weißen Hauses (alias Schokobama bzw. Backaroma), die sich, wie man so schön sagt, gewaschen hat:
As I write this on Monday night, there are rumors around that BP will agree to President Barack Obama's demand that the oil giant "voluntarily" put about $30 billion into a fund to be administered by the government to compensate victims of the Gulf of Mexico oil disaster.

Now, no one disputes that this is a real disaster and that BP acted irresponsibly in commissioning Trans-Ocean and Halliburton to drill for oil in waters so deep that if a failure occurred there would be no way to fix it -- at least until major damage had been done. BP, Trans-Ocean, and Halliburton, as well as the individuals involved, have much to answer for.

But the action of the President in demanding this immense transfer of the stockholders' wealth without any legislation or court decision is extremely worrisome.

We live in a Constitutional Republic. The President's job under the Constitution is to enforce the laws made by the elected Congress. His job is not to create new laws and enforce them all by himself. His job is as magistrate under the Constitution, not as Caudillo. He is not the law.
Ben Stein hat völlig recht: Obama ist nicht das Recht. Vielmehr das Gegenteil davon! Ben Stein's Hilfeschrei
Is there anyone in Congress to stop him? Is there anyone in a black robe to stop him? Or is everyone already too scared to challenge the Duce in the White House?
mag manchem Beschwichtigungshofrat zu schrill in den Ohren klingen. Aber das gibt's doch nicht einem Musterland der Demokratie wie den U.S.A., dort doch nicht! Nur: wer hätte vor 1933 gedacht, daß das »Volk der Dichter und Denker« von einem verrückten Verbrecher regiert und ins totale Desaster geführt werden würde? Wer konnte aus den 1789 durchaus berechtigten Forderungen des Dritten Standes die folgenden Greueltaten der Jakobiner vorhersehen?

Ganz vortrefflich ins Bild paßt, daß die »Crème de la crème« (oder, wie Karl Kraus es treffend übersetzte: »der Abschaum«) unserer Gesellschaft, die selbsternannten linksintellektuellen »Eliten«, einem Diktator Obama viel abgewinnen können. So meinte Woody Allen in einem Interview für die spanische Zeitung »La Vanguardia« allen Ernstes:
Es wäre gut... wenn er für ein paar Jahre Diktator sein könnte, denn dann könnte er eine Menge guter Sachen schnell erledigen.
Ein mich immer wieder faszinierender, paradoxer Filmtitel kommt mir spontan in den Sinn: »Auch Zwerge haben klein angefangen«. Obamas Dikatur ist erst am Anfang. Und wenn die Sonne der politischen Kultur tief steht, werfen eben auch Zwerge lange Schatten ...

Donnerstag, 17. Juni 2010

Das Ende einer Ära

Zweifellos ist mit Hans Dichand der bei weitem einflußreichste Zeitungsherausgeber Östereichs gestorben — man mag über die Qualität und Seriosität »seiner« Kronen-Zeitung denken wie man will: aber Einfluß hatte sie. Und zwar enormen Einfluß! Und nun ist also der letzte Zeitungstycoon Österreichs (und wohl zugleich einer der letzten europa- wenn nicht gar weltweit) gestorben, und die Frage liegt nahe: welche Auswirkung wird dies auf die Medienlandschaft haben?

Durch die Hereinnahme der WAZ-Gruppe (widerwillig, um den ungelösten Dauerkonflikt mit Dichands »Haß-Zwilling« Falk zu bewältigen) ist die Nachfolgesituation sicherlich unübersichtlich — aber ein paar Grundlinien lassen sich doch mit gewisser Wahrscheinlichkeit vorhersagen.Die Leser meines Blogs werden in ein, zwei Jahren an diesem Posting prüfen können, wieweit ich Prophet war, im Gegensatz zu Journalisten, die (um Karl Kraus zu zitieren) im nachhinein alles schon vorher gewußt haben ...

Wie geht's also weiter? Nun, oberflächlich wird sich an der Zeitung sicherlich nicht viel ändern. Die Seite-5-Mädels werden die Herzen der Bauarbeiter in der Vormittagspause erfreuen, der Ausgang von Fußballspielen, die neuesten Banküberfälle und Hochwasserkatastrophen werden wie bisher pünktlich gemeldet werden. Ob freilich eine Krone-Redaktion, durch Mißtrauen und Dickköpfigkeit Dichands bereits in den letzten Jahren zunehmend kreativ ausgedünnt, das »Händchen« des Alten haben wird, den Spagat zwischen den vielen Strömungen des Boulevard glücken zu lassen, darf bezweifelt werden.

Dichand hinterläßt einen Zeitungsriesen, dessen durchaus beeindruckende Fassade manche Brüchigkeit dahinter versteckte, wobei aber diese Fassade nicht zuletzt durch einen Mörtel namens Dichand zusammengehalten wurde. Wie lange die Fassade daher ohne Sprünge und Risse stehen wird, bleibt abzuwarten. Wenn nicht ein charismatischer Chefredakteur aus dem Hut gezaubert wird (und den sehe ich in Österreichs Medienlandschaft einfach nicht), wird die »Krone« in den nächsten Jahren profilloser, verwechselbarer werden. Da Leser für sowas ein feines Gespür haben, kann man von sinkenden Verkaufszahlen ausgehen. Was wieder den programmierten Dauerkonflikt mit den Piefke-Partnern anheizen wird ...

Aus Dichands Familie läßt sich bereits ableiten, daß eine etwaige Nachfolge oder auch nur stärkere Einbindung von Eva Dichand (Dichands Sohn können wir in dem Zusammenhang eher vergessen) die Zeitung nach links und ins politisch korrekte, gutmenschelnde Eck driften lassen wird. Was ihr à la longue wohl nicht gut bekommen, aber jedem, der sich dem Linksdiktat in Östereichs Medien widersetzt, binnen kurzem den kalten Schweiß auf die Stirne treiben dürfte.

Dichand ist jedenfalls für Häupl und Faymann durchaus zu einem geeigneten Zeitpunkt gestorben. Die Lähmung der Redaktion durch die zwangsläufig eintretende Orientierungslosigkeit nach dem Tod des jahrzehntelangen Herausgebers wird dazu führen, daß man auf »Nummer sicher« spielt: Rot-Schwarz an der Macht halten und pro forma beschimpfen, Blau auf die Schulter klopfen (aber nicht zu viel), und gleichzeitig das Messer in den Rücken rammen, damit sie bloß nicht den großkoalitionären Sumpf aufwühlen ... also weiter wie bisher, nur ein bisserl mehr links, ein bisserl weniger couragiert, ein bisserl angepaßter, ein bisserl fader. Wenn Eva Dichand sich durchsetzt: etwas grüner. Wenn die WAZ sich durchsetzt: etwas ungenierter sozifreundlich ...

Warten wir ab! Es sollte mich aber wundern, wenn meine Prognose sich in den nächsten Jahren nicht bestätigt würde.

Mittwoch, 16. Juni 2010

Die Arigona-Soap geht langsam zu Ende

... und wie beim Ende jeder Staffel einer Herz-Schmerz-Geschichte stellt sich die Frage: »Wie geht's weiter?«

Die ÖVP-Innenministerin deutet unter der Hand an, daß eine Scheinehe mit einem Österreicher die Geschichte elegant und stimmungsvoll zum Abschluß brächte, die GrünInnen sehen die Familie Zogaj »politisch zerstört« ...

Ein Poster zum aktuellen »Presse«-Artikel bringt die Sache auf den Punkt:
Pfarrer Friedl hat den Zölibat ja durch die Beziehung mit seiner Lebensgefährtin bereits gebrochen. Da wäre es doch die beste Lösung, er heiratete Arigona Zogaj und hielte sich seine bisherige Lebensgefährtin als Hausfreundin.

Alle wären zufrieden:
1) Arigona Zogaj kann in Österreich bleiben
2) Pfarrer Friedl hat zwei Frauen
3) Die r.k. Kirche kann den unbequemen Zölibatsbrecher exkommunizieren
4) Die Grünen glauben ihre Idee von Humanität umgesetzt zu haben
So mach' ma's!

Montag, 14. Juni 2010

An sich sind mir Fußballmeisterschaften völlig egal

Aber nicht, wenn sie Anlaß werden zu gutmenschelndem Schwachsinn und PC-Terror. Da spricht eine deutsche Sportreporterin den scherzhaften Satz:
»Das ist für Miro Klose doch ein innerer Reichsparteitag, jetzt mal ganz im Ernst, daß der heute hier trifft.«
Und sofort bricht mediale Erregung flächendeckend aus. Und worüber erregen sich sich denn die Leutchen?

»Müller-Hohenstein spricht von "Reichsparteitag«, titelt (!) Die Welt und weiß darob erschauernd zu berichten:
Der Fehltritt geriet so folgenschwer, dass viele Fans sich in der zweiten Halbzeit schon vor den Computer setzten, statt sich ganz den zweiten 45 Minuten von Deutschlands erstem WM-Auftritt in Südafrika zu widmen. Es wurde gewettert, getwittert und in sozialen Netzwerken online diskutiert, was von der Kommentierung Katrin Müller-Hohensteins in der Pause zu halten sei.
[...]
Reichsparteitage beziehen sich auf die Veranstaltungen, bei denen Adolf Hitlers NSDAP besonders ab 1933 ihre verhängnisvolle, menschenverachtende Propaganda im großen Stil ausbreitete.
[...]
Dementsprechend erschrocken reagierte das Publikum. Zynisch kommentierte ein Zuschauer im Internet: „Hurra, die deutsche Wochenschau berichtet live aus den deutschen Kolonien in Afrika.“ Ein anderer bangte angesichts der rhetorischen Geschmacklosigkeit: „Demnächst spielen die Gegner noch ‚bis zur Vergasung’ bei ‚Bombenwetter’.“
Moment mal: das sollen Fußballfans gewesen sein, die sich, statt ein dem Vernehmen nach spannendes Match anzusehen, per Handarbeit an der Tastatur erregen?

Bislang dachte ich immer, daß man Leute, die sich erregen, umgangssprachlich als Wichser bezeichnet, nicht als »Fan«. Und das scheint mir den Sachverhalt auch bedeutend besser zu charakterisieren ...

Dienstag, 8. Juni 2010

Das Denkmuster unserer »Demokratie«

... zusammengefaßt in einem kurzen, witzigen (naja, mir bleibt da das Lachen im Halse stecken!) Zitat:

People are more violently
opposed to fur than leather
because it's safer to harass
rich women than motorcycle
gangs


Nach diesem Schema »funktioniert« unser derzeitiges politisches System: die vielen, die wenig zu den Staatseinnahmen beitragen, bestimmen, um wieviel mehr die wenigen, die schon jetzt viel dazu beitragen, in Zukunft noch beitragen müssen. Und: mit der kriminellen Gang unserer Berufspolitiker legt man sich besser nicht an.

Samstag, 5. Juni 2010

Der rote Kardinal

So wurde seinerzeit Kardinal König genannt, der das unsägliche Wort der »Äquidistanz« gegenüber den politischen Parteien prägte und diese dadurch unterstrich, daß er sich prononciert mit roten Politikern abgab. Äquidistanz gegenüber einer Partei, die die straflose Abtreibung einführt, und einer, die dagegenstimmt? Zwischen einer Partei, die die Ehescheidung erleichtert, und einer, die das verhindern will? Zwischen einer Partei, die die Grundrechte auf Eigentum, Familie und Privatautonomie aushöhlt, und einer, die sie fördern will?

Schon damals war klar: »rot« war bei König nicht nur die Farbe der Soutane, sondern offenbar auch die der Gesinnung (oder was besagter Herr halt dafür hielt, aber lassen wir das mal außen vor) ...

König hat einen würdigen — ähm ... »würdigen«? Na lassen wir jetzt die treffendere Bezeichnung aus Ehrfurcht vor dem Purpur bleiben — Nachfolger gefunden. Schönborn macht's möglich, daß die Wiener Erzdiözese auf noch intensiveren Kuschelkurs mit den Sozen geht als je zuvor. Die Kirche quasi zur Vorfeld- und Propagandaorganisation der SPÖ machen will.

Warum wohl? Offenbar ist da doch einiges an diversen Gerüchten dran, deren Aufklärung nach solchen Vorleistungen durch die bekanntlich recht rot infiltrierte Staatsanwaltschaft etwas legerer angegangen werden könnte. Manus manum lavat ...

Unterberger regt's auf. Nicht nur ihn, würde ich sagen ...

Freitag, 4. Juni 2010

Versichern beruhigt!

Der bekannte Slogan lautet nicht ohne Grund so, denn es heißt wohlweislich nicht »Versichert sein beruhigt!«, sondern eben »Versichern beruhigt!«

Besonders beruhigt sind natürlich die Pflichtkrankenversicherungen, denen die Beitragszahler dank gesetzlichen Zwangs nicht davonlaufen können, die aber, wenn ihnen die Kosten davonzulaufen drohen, entweder die Beitragssätze erhöhen oder aber die Leistungen sistieren. So aktuell bei der Gewerblich-Selbständigen-Krankenversicherung, welche seit 1. Juni von einem »vertragslosen Zustand« bei den niedergelassenen Ärzten profitiert. Wie praktisch! Die Kosten bleiben gleich, ja sinken vermutlich sogar, da die Selbständigen noch weniger als bisher zum Arzt gehen werden, riskieren sie doch, diesem ein Privatpatientenhonorar zahlen zu müssen, jedoch nur 80% der Kassentarife vergütet zu bekommen. Was im Endeffekt durchaus nur 20% der Arztrechnung bedeuten kann.

Ein paar Naivlinge riefen daraufhin zu einer Demonstration vor der Sozialversicherungsanstalt auf: es kamen ... 30 Personen. Kein Wunder, sind Selbständige schließlich weder gewerkschaftlich organisiert, noch genießen sie Kündigungsschutz oder Ersatz des Verdienstentgangs, wenn sie ihr Geschäft zusperren, um demonstrieren zu gehen!

So wird's also wohl nicht gehen — und die Sozialversicherungsanstalten reiben sich sicher schon die Hände bei dem Gedanken, nach einigen Wochen »vertragslosen Zustands« die Selbständigen soweit mürbegeklopft zu haben, daß ihnen eine saftige Beitragserhöhung mühelos hineingedrückt werden kann.

Was also tun? Demonstrieren auf eigene Kosten und mit dem Risiko, seine Kunden zu vergraulen? Wagemutigere rufen zu einem Boykott der Beitragszahlungen auf. Tz, tz, tz ... das kann ins Auge gehen! Denn dies würde die SVA umgehend zu Pfändungsmaßnahmen berechtigen (da sie als staatliche »Sozial«versicherung dafür nicht einmal die Gerichte zu bemühen braucht, sondern sich ihre Exekutionstitel selbst schreiben kann). Der Aufruf zu derlei Aktionen ist darüberhinaus strafbar. Also keine so gute Idee ...

Bessere Idee!

Wie wär's mit einer konzertierten Aktion, alle fälligen Sozialversicherungsvorschreibungen unter Hinweis auf die faktische Leistungsfreiheit der Anstalten zu beeinspruchen, unter diesem Titel Herabsetzungsanträge zu schreiben, Berufungen gegen sämtliche Vorschreibungen zu erheben und die bescheidmäßige Vorschreibung der Beiträge durch die zuständigen staatlichen Organe (d.h. den jeweiligen Landeshauptmann) zu begehren.

All das hat natürlich unter der geltenden Rechtslage bloß einen Verzögerungseffekt, bringt aber die geölte Maschinerie der zwar sich und ihre zahlreichen Mitarbeiter bestens versorgenden, aber sich um ihre Beitragssklaven herzlich wenig scherenden Sozialversicherungsanstalt binnen kurzem zu einem knirschenden Halt. Und aus dieser Position heraus kann man dann wirkliche Verhandlungen führen ... zielführende nämlich, z.B. über eine Möglichkeit des opting out, oder über eine Versicherungspflicht statt einer Pflichtversicherung.

Pack ma's, Leutl'n!

Dienstag, 1. Juni 2010

1. Juni?

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die erste im ganzen Land? Kaum ist die Gurkenmaske abgetreten, weiß uns schon das führende Online-Qualitätsmedium Deutschlands mit neuen Überraschungen zu beglücken:
So brachte der neue niedersächsische SPD-Vorsitzende Olaf Lies Margot Käßmann als mögliche Nachfolgerin des zurückgetretenen Bundespräsidenten ins Spiel. "Nun ist es an der Zeit, dass jemand, der die Sorgen und Nöte der Menschen fest im Blick hat, wie zum Beispiel Margot Käßmann, dieses Amt ausfüllt", sagte Lies am Montag in Hannover.
Ein ernstzunehmender Konkurrent ist der flotten Rotlicht-Margot aber bereits auf den Fersen: Franz Beckenbauer — das Match verspricht spannend zu werden! Aber vielleicht macht bei diesem Paralympic-Wettlauf auch der Hehler im Rollstuhl das Rennen. Unter dem Motto: »Crime does pay«, sozusagen.

Ist heute wirklich der 1. Juni? Wohl eher 1. April, könnte man meinen...