von Sandokan
“If you want a happy ending, that depends, of course, on where you stop your story.”
— Orson Welles
"Good old Hollywood is dying, good old Hollywood is dead", hieß es bereits 1974 beim österreichischen Pop Duo Waterloo & Robinson. Hier anzuhören (auf eigene Gefahr!).
Damals war der Abgesang doch noch etwas verfrüht, aber mittlerweile steht Hollywoods Niedergang, und sein schwindender kultureller Einfluss, schon beinahe symbolisch für den kulturellen und gesellschaftlichen Niedergang der USA selbst.
Ähnlich wie auch mit der Causa Epstein, wo ja ebenfalls Politik, Finanzelite, Technokratie, Nachrichtendienste und die Unterhaltungsbranche aufeinandertrafen.
"Good" war dieses alte Hollywood aber freilich bereits damals nicht, nicht einmal zu seinen Anfangstagen. Als noch in Stummfilmzeiten eine kleine Gruppe von Produzenten und Filmemachern das frühe Zentrum der jungen US-Filmindustrie an der Ostküste verließ, um zwischen 1909 und 1911, im bereits boomenden Kalifornien, die ersten Filmstudios zu gründen (nach dem Goldrausch und dem großen Erdbeben von 1906, aber noch rechtzeitig vor dem 1. Weltkrieg und vor der Dust Bowl - siehe Steinbeck, Früchte des Zorns).
Wenig bekannter Hauptgrund war, dass zu jener Zeit noch Edison (der mit der Glühbirne) alle wesentlichen Patente in der Filmindustrie hielt und zudem streng darauf bedacht war, jede Konkurrenz auszuschalten (Motion Picture Patents Company).
Bis nach Los Angeles reichte aber damals der Arm des Patentrechts noch nicht.
Aber immerhin produzierte man in Folge von Los Angeles aus für rund hundert Jahre noch zuverlässig unterhaltsame und handwerklich gut gemachte Filme. Anders als zuletzt, aus ideologischen wie technologischen Gründen - von toxischer Wokeness über Streaming Anbieter bis zur AI.
Apropos Streaming, es passt irgendwie, dass der Gründer und erste CEO von Netflix, Marc (Bernays) Randolph ein Großneffe von Edward Bernays ist. Dem Begründer der modernen Propaganda.
„Die Propaganda ist der ausführende Arm der unsichtbaren Regierung.“
— Edward Bernays, (aus Propaganda, 1928)
Freilich war Hollywood selbst zu seinen besten Zeiten eben auch immer schon eine perverse Jauchegrube und ein Propagandainstrument (von Social Engineering bis zu Predictive Programming).
Was man ja generell über die gesamte Unterhaltungsindustrie sagen kann, und das nicht bloß in den USA. Dort aber in einer anderen, besonderen Größenordnung.
Ist doch nur Spaß, oder?
Mitunter wurde diese dunkle Seite aber auch von einigen Regisseuren und Schauspielern selbst kritisch thematisiert. Manchmal aber dann auch nur als Rechtfertigung eigener Misserfolge oder dem drohenden Karriereaus. Und vor diesem Aus scheint auch Hollywood selbst jetzt zu stehen - oder wie jemand mal in einem anderen Kontext meinte, "Es ist noch nicht tot, aber es riecht schon schlecht".
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