Dienstag, 6. Juni 2017

"Khan hatte nach dem Terroranschlag

... am Samstagabend gesagt, es gebe keinen Grund, wegen des erhöhten Polizeiaufgebots in der Stadt in Alarmstimmung zu verfallen. Trump kritisierte dies auf Twitter als "armselige Ausrede". Khan erwiderte, die Politik des US-Präsidenten gehe gegen alles, "wofür wir stehen". 
(Hier weiterlesen)
Na, das glauben wir ihm doch auch aufs Wort! Khan steht nämlich für die endgültige Islamisierung Großbritanniens durch die Hintertür. Da wirken Terroranschläge, die die einheimische misera plebs unter Umständen den Braten riechen lassen könnten, bevor es zu spät ist, ebenso lästig, wie der Haudrauf Trump, who (wie das auf Englisch heißt) calls a spade a spade, und heißt im Fall von Muselmanen eben: eine potentielle Gefahr für das friedliche Zusammenleben einer abendländischen Gesellschaft. Doch Mr. Khan legt noch ein Schäuferl nach:
Damit bezog er sich unter anderem auf das von Trump angestrebte Einreiseverbot für Menschen aus mehreren muslimischen Ländern. Khan hatte außerdem betont: "Wir werden diese Feiglinge nie gewinnen lassen, und wir werden uns nie vom Terrorismus einschüchtern lassen."
Warum es ein "Einschüchtern-lassen" bedeutet, wenn ein Land seine Grenzen dicht macht für die Bewohner von Ländern, aus denen nach den Erfahrungen der letzten Jahre Terroristen besonders gerne kommen, erschließt sich freilich nicht. Läßt man sich etwa "einschüchtern", wenn man sein Auto versperrt abstellt, weil man es morgen am selben Platz (und mit vollständigem Kofferrauminhalt) wiederfinden möchte? Wäre man gemäß Khan demnach verpflichtet, ganz uneingeschüchtert sein Haus nicht zu versperren, wenn man zur Arbeit fährt?

Schön, daß auch ein Muselmane wie Khan erkennt, daß Leutchen, die sich als biologisches Beifutter zu ihren Nagelbomben in die Luft jagen (um endlich an die 72 Jungfrauen ranzukommen), und dabei möglichst viele Umstehende in den Tod reißen wollen, einen an der Waffel haben, aber ...

1. sind das keine "Feiglinge", sondern vielmehr durchgeknallte Fanatiker, und

2. kann er sich seine dick aufgetragenes Betroffenheit à la "Diese Terroristen (...) glauben an eine perverse, verdrehte, giftige Form des Islam, die ich nicht anerkenne und die diesen Glauben, so wie ich ihn kenne, nicht repräsentiert", bitteschön, abschminken. Khans sprenggläubige Glaubensbrüder glauben keineswegs an eine perverse, verdrehte, giftige Form des Islam, sondern setzen bloß konsequent um, was von ihnen (und allen Muselmanen) im Koran und der Sunna gefordert wird.

Das abgelutschte Argument, daß schließlich auch Christen seinerzeit grausam zu (aus ihrer Sicht) "Ungläubigen" gewesen seien, kann man sich freilich an den Hut stecken, bzw. wohin man sonst will. Denn erstens ist seinerzeit eben seinerzeit und nicht heute, und außerdem ist es halt so, daß man im Neuen Testament keinen Mordaufruf gegen Ungläubige liest (wohl aber im Koran). Daß man mit viel List und Tücke auch aus dem (prinzipiell friedliebenden) Neuen Testament Argumente für ein gewaltsames Vorgehen gegen "Ungläubige" drechseln kann, ist klar. Man kann alles umdeuten, wenn man will. Ebenso klar ist auch, daß man mit List und Tücke die zahleichen Aufforderungen zur Gewaltanwendung im Koran konsequent behübschen und verdrängen kann, wenn man will! Wer aber partout den Unterschied zwischen zwei Religionen nicht zu erkennen vermag, von denen die eine nur "gegen den Strich gebürstet" für Gewaltanwendung zu verwenden ist, die andere hingegen ebenso "gegen den Strich gebürstet" werden muß, um daraus was friedliches zu machen, dem ist nicht zu helfen.

Vielleicht findet der Londoner Bürgermeister, der im Moment keine Zeit hat, um auf Trumps Twittern zu antworten, später mal Zeit, um auf folgende interessante Darstellungen zu antworten:
The Islamization of Britain made an immense advance this week, as a Muslim with extensive ties to jihadis and Islamic supremacists, Sadiq Khan, was elected mayor of London, just as London buses are set to carry ads proclaiming the “glory of Allah.”

It’s a sign of the times – and a sign of things to come. Is anyone really surprised? That a man such as Sadiq Khan, who has shared a platform with open Jew-haters, could still be elected mayor of London, is an indication of how far gone Britain already is. In Sadiq Khan’s campaign, his opponents brought up his close ties to jihadis, Islamic supremacists and Islamic Jew-haters as a blot on his record. Soon enough in Britain, however, that sort of thing will be a selling point for candidates appealing to an increasingly Muslim electorate.
The UK banned me from the country. It is already acting like a de facto Islamic state. Did anyone really think that the notoriously anti-Semitic UK would vote for Khan’s opponent, Zac Goldsmith — a Jew? London has already been overrun – voter fraud in Muslim precincts is rampant. Not that they will really needed it soon. London’s Muslim population is 1.3 million and growing.

The Muslims who voted for Sadiq Khan did not reject his extremist ties and supremacist rhetoric, dispelling the notion that most Muslims are moderates and do not adhere to the Sharia, or support extremism. Apparently, they are not “Uncle Toms,” as Sadiq likes to call moderate Muslims.

At the same time, many Jews were prohibited from voting. Even the Chief Rabbi of London was turned away – leading to the Chief Executive of one London borough having to resign. Innumerable voters throughout the London Borough of Barnet – where much of the British Jewish community lives today – were prevented from voting by a suspicious and never-explained “error” at the area’s polling stations.

This is no surprise. Sadiq Khan has shared platforms with Muslim Jew-haters who want to “drown every Israeli Jew in the sea.” According to investigative journalist Soeren Kern: “In 2008, Khan gave a speech at the Global Peace and Unity Conference, an event organized by the Islam Channel, which has been censured repeatedly by British media regulators for extremism. Members of the audience were filmed flying the black flag of jihad while Khan was speaking.”

The election of Sadiq Khan is a cautionary tale for any nation that is importing a large Muslim population. The media and political elites have been scrubbing and whitewashing Islam since 9/11, and so people not just in London, but all over the West, are generally woefully ignorant as to the supremacist nature of this ideology. And so we have tried to run bus campaigns increasing awareness of the dangers of sharia and Islamic supremacism, and always we are met with resistance — sharia enforcement in the West.
Even now, an Islamic supremacist group is running an Allah Is Greater campaign in London, just two days after the election of Khan. The slogan “Subhan Allah” – Glory be to Allah” is acceptable, yet an ad that Christian groups tried to run featuring the Lord’s Prayer was banned.
Aber, huch, ich sehe gerade: dieser Artikel wurde auf einem schrecklichen News-Portal, nämlich auf Breitbart, veröffentlicht. Nun, Mr. Khan - umso leichter sollte es Ihnen dann ja fallen, alle Vorbringen überzeugend zu entkräften, oder etwa doch nicht?

Weil nämlich Ihre Rede bei der Global Peace and Unity Conference damals halt etwa so "harmlos" war, wie ein Auftritt eines Bischofs bei der Jubiläumstagung einer Abtreibungsklinik?

Weil etwa die Busse nicht in der überhitzten Phantasie von FakeNews-Bloggern mit muselmanischen Triumphparolen durch London fuhren, sondern leider doch ganz real, und Ihnen höchst erwünscht?

Moment, Mr. Khan ... warum haben Sie es plötzlich so eilig?! Ich hätte da noch ein paar Fragen ...
 

Johann Sebastian Bach: Kantate für Pfingstdienstag, BWV 175




Was macht einer, dem eine unangenehme Klage ins Haus steht?

Na, er stilisiert sich als "Opfer" ...

Gabalier-Klage: Morddrohung gegen Naske

Der Konzerthaus-Chef bekam eine anonyme Drohmail. Er hatte gesagt, er würde Andreas Gabalier nicht im Haus auftreten lassen.

Wien. „Naske wird für seine präpotente Hetze erschossen!! Dieser radikale Staatsfeind muss eliminiert werden.“ Eine Mail mit diesem Inhalt ging am Freitag auf einem Account des Wiener Konzerthauses ein. Das bestätigt die Sprecherin des Konzerthauses der „Presse“ auf Anfrage.
(Hier weiterlesen)
Also, bitteschon: wie glaubwürdig ist dieses G'schichterl denn? Ein Fan von Volksmusikschlagern und Lederhosen soll diesen Herrn Naske als "radikalen Staatsfeind" bezeichnet haben? Wirklich, echt jetzt?

LePenseur möchte diesem Herrn Naske, den er nicht kennt (er frequentiert eher den Musikverein als das Konzerthaus), nichts böses unterstellen, und tippt daher um einen durchgeknallten Naske-Fan, der seinem Idol zu Hilfe eilen wollte, indem er ein Fake-Mail lancierte. Wird aber nicht nötig sein (und die Ermittlungen daher ausgehen, wie's Hornberger Schießen), die die bekannt linkslastige österreichische Justiz hat noch nie ein Problem darin gesehen, daß jemand als "Nazi" diffamiert wird, und wenn es noch so lächerlich und abgeschmackt war. Das war alles durch die Meinungsfreiheit bestens gedeckt.

Probleme bekamen eher die, welche bspw. aufgrund der in den Haditen erwähnten Defloration der erst neunjährigen Aischa durch den großen Propheten der Muselmanen, diesen dann "nach heutigem Rechtsverständnis als Kinderschänder" bezeichnet haben. Das geht natürlich nicht und wird mit einem Schuldspruch geahndet.

Österreichische Justiz halt ...

Der böse Russe

von Fragolin

Der Themenschwerpunkt „Wahrheit“ im „Standard“ kommt natürlich nicht an Putin vorbei. Ich rechne auch fest damit, dass noch was über Trump kommt, aber wichtig ist Putin. Denn es wäre schon blöd, wenn man beim Thema „Wahrheit“ nicht die Propaganda bedienen würde. Also die eigene. Denn der Hinweis auf den dauerlügenden Teufel aus dem Osten dient der Selbsterhöhung als Fels der Wahrheit in der Brandung russischer Fake News.
Und so werfen sich die anspruchsvollen Qualitätsverteidiger der wahrhaftig wahren Wahrheit auf das Thema:

Der Kampf gegen Putins Fake-News“

Ach ja, das leidige Thema. Die bösen Russen und ihre bösen Lügen.

Montag, 5. Juni 2017

Zum Pfingstfest passend

... wie kaum anderes Werk der gesamten symphonischen Literatur ist wohl der erste Satz aus Gustav Mahlers Symphonie Nr. 8 ("Symphonie der Tausend"), hier meisterlich interpretiert durch den großen Sir George Solti:




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P.S.: das Video benutzt eine raffinierte Form der Partiturauswahl, welche nur die wichtigsten Stimmen anführt, und so auch dem Laien eine Chance gibt (die er im "Partitur-Wolkenkratzer" einer Vollpartitur kaum hätte!), die Strukturen des Werkes im Notenbild mitzuverfolgen.

P.P.S.: diese Symphonie ist zugleich (wenn es denn noch einen brauchte!) ein überzeugender Beweis gegen die Kulturlosigkeit der Nazi-Rassenideologie: denn wer die Größe dieser Symphonie nicht zu erkennen vermag, und trotzdem "die Juden" eines bloß "nachäffenden" Kunstsinnes aus zweiter Hand zeihen will, muß sich schon die Frage gefallen lassen, wo er, bitteschön "ang'rennt" ist (wie es der Wiener formulieren täte) ...


Johann Sebastian Bach: Kantate für Pfingstmontag, BWV 173





Mut zur Wahrheit

von Fragolin

Hut ab. Nein, ganz ehrlich, ich bewundere den „Standard“. Nicht nur, dass dort ein recht offenes Forum mit Kommentarfunktion für alle Artikel gepflegt wird, in das recht selten zensierend eingegriffen wird und auch Kommentare, die sich gegen die Redaktion wenden, freigeschaltet werden, nein, sie nehmen auch das ganze Pfingstwochenende zur Gelegenheit, einen Themenschwerpunkt abzuarbeiten, der im Zusammenhang mit pressegeförderten und regierungsinseratengestützten Systemzeitungen aus einer Mischung von Tapferkeit und Selbstironie bestehen muss: die WAHRHEIT.

Und zu diesem Themenschwerpunkt sind ein paar Artikel erschienen, mit denen ich mich die nächsten Tage, wenn der recht prall gefüllte Aufgabenkalender es zulässt, ein wenig beschäftigen möchte. Hier geht‘s los.

Sonntag, 4. Juni 2017

Ein lesenswertes Kommentar-Posting

... fand sich in der heutigen Tageszeitung "DiePresse" zu dem hohlen Betroffenheits-Gesülze unserer EU-Politruks wegen des gestrigen Terroranschlages in London:
 
Vielleicht sollte man nach jedem Anschlag einem der Staats-Chefs die Sicherheits-Maßnahmen ersatzlos streichen!? Dann würden sie vielleicht weniger fassungslos sein, und wie wir alle erwarten dürfen, Opfer zu werden.

Vielleicht braucht es etwas mehr Realität für solche Menschen, um zu begreifen, dass nicht sie oder die Polizei definieren, was ein Terroranschlag war und was nicht. Dies definiert die Angst der Bürger.

Da reden sie großmäulig von Russland, das Wahlen beeinflusst, aber wenn einen Tag vor der Wahl Attentate im Namen einer Religion durchgeführt werden, die sich in der politischen Opposition befindet, dann fällt niemandem was ein!?

Politiker in gesunden Demokratien benötigen keine Sicherheits-Maßnahmen. In der Schweiz fahren Bundesräte mit der Bahn und der Tram zu Großveranstaltungen - es gibt keine Probleme. Aber die versuchen auch keine dummen, abgehobenen und arroganten Aussagen zu tätigen.

Diese Mitleid ist eine Frechheit! 

Chapeau! Touché!

"Erschallet, ihr Lieder; erklinget, ihr Saiten"

Johann Sebastian Bach, Kantate für Pfingstsonntag, BWV 172


Gemetzel

von Fragolin


Erst werden Menschen mit einem Kleintransporter niedergemäht, dann mit Messern auf Passanten losgegangen (bis hierher nennt man sowas in Graz „Amokfahrt“) und es scheint, als ob die dann eine Bar stürmen wollten um dort mit Sprengstoff-Attrappen eine Geiselnahme zu inszenieren, die ihnen genug Zeit für ein noch größeres Gemetzel gegeben hätte. Zum Glück fackeln die britischen Polizisten nicht allzu lange, wenn es um die Vermeidung einer Nacht der langen Messer geht, und haben das Trio aus muslimradikalen Aktivisten kurzerhand zu ihren 216 Jungfrauen geschickt.
Die haben wahrscheinlich keine hoheitliche Dienstanweisung über den besonders sensiblen Umgang mit Muslimen während des Ramadan erhalten.

Und wieder hat das Gemetzel im Namen einer Religion stattgefunden, mit der sie angeblich nichts zu tun haben, weswegen sie sich auch für nichts verantwortlich fühlen müssen. Ist ja nicht so wie bei den Verbrechen, die im Namen des deutschen Volkes begangen wurden und für die sich Deutsche auch als Jahrzehnte später Geborene noch permanent entschuldigen müssen. Man macht „die Amerikaner“ und „die Westler“ pauschal für alles verantwortlich, was irgendwer angeblich in ihrem Namen tut, lehnt aber selbst jede Verantwortung für das Handeln der eigenen Gotteskrieger ab, die allesamt und durch die Bank aus funktionierenden muslimischen Communities kommen, in Moscheen gehen und sich dort die gleichen Hetzpredigten anhören wie alle anderen Anwesenden auch, nur dass sie die etwas wörtlicher nehmen und weniger auslegen.

Und mit London trifft es eine Stadt mit einem muslimischen Bürgermeister. Ohne das werten zu wollen, möchte ich nur mal zwei Aussagen aus einem älteren „Independent“-Artikel gegenüberstellen:

Um gewählt zu werden, verspricht man schon mal alles zu tun, um den Menschen Sicherheit zu geben:
„“Nothing is more important to me than keeping Londoners safe,” Mr Khan said at the time.“

Wenn angeblich irregeleitete Glaubensgeschwister dann meinen, die Suren des einzigen Buches, das sie kennen, wörtlich ausleben zu müssen und den Affen und Hunden „Schrecken in die Seele zu legen“, sieht man das etwas lockerer.
Sadiq Khan has said he believes the threat of terror attacks are “part and parcel of living in a big city” and encouraged Londoners to be vigilant to combat dangers.“

Kann man interpretieren als „Habt‘s euch nicht so, ist halt so, passt‘s einfach mal a bisserl auf, ihr lebt‘s net auf‘m Ponyhof.“
Was ja nicht grundsätzlich falsch ist. Aber aus dem Munde eines Vertreters genau jener Religion, zu deren Ehr‘ und Glorie sich weltweit so etwa 99% der Terroristen tötungskreativen Hobbys nachgehen, hört sich das schon etwas seltsam an. Ausgerechnet ein Muslim erklärt der Welt, sie muss sich halt damit abfinden, dass es muslimischen Terror gibt.

Der Terror hat einmal mehr London getroffen, es wird der übliche Bestürzungsbrei aus den Verlautbarungsorganen unserer Betroffenheitsheuchler quellen und dann zur Tagesordnung übergegangen. Der Terror ist nun mal da, er wurde uns geschenkt, man muss ihn als große Chance sehen. Zum Beispiel, sich damit auseinanderzusetzen, wem wir den Mist zu verdanken haben. (Und nein, es hat nichts mit den Bomben auf Muslime zu tun, wie im letzten „Talk im Hangar“ ein upper-class-girlie mit Kopftuch hochnäsig in die Diskussion einwarf, denn dass das kein Grund für detonativen oder langmesserigen Aktivismus ist, beweisen die Vietnamesen mit ihrem bis heute friedfertigen Verhalten gegenüber den Amerikanern und Franzosen seit Jahrzehnten. Und irgendwas war ja da noch mit der Sippenhaft und dem Generalverdacht.)

Übrigens bekommt heute die Aufforderung von Marek Lieberberg verstärkte Aktualität: Gibt es heute zum Beispiel in London eine Massendemo friedliebender Muslime, die den Terroristen klar und deutlich ausrichten „Not in the name of my religion!“ oder „You are not Allah‘s soldier!“?
Scheinbar haben Muslime kein Problem damit, von solchen Leuten vereinnahmt zu werden.
Sie sollen sich bitte nicht wundern, wenn das kein gutes Licht auf sie wirft.

Blau-Rot oder Schwarz-Rot?

von Fragolin

Blau-Rot. Dies scheint die immer wahrscheinlichere Koalition nach der Wahl am 15. Oktober zu sein. Abgesehen von der Katastrophe Schwarz-Rot, denn wenn nach einem halben Jahr Theaterdonner die Leute, egal, wie sie wählen, doch wieder den gleichen Sauhaufen vorgesetzt bekommen, dann kann passieren, dass selbst dem sonst eher bierselig-gemütlichen Österreicher der Kragen platzt. Aber dazu später.

Wie ich darauf komme?
Ganz einfach, Strache lehnt sich weit aus dem Fenster und formuliert eine Forderung, die ihm, wenn er dabei bleibt, dies als Koalitionsbedingung festzuschreiben, durchaus weitere Stimmen von Einzel- und Kleinunternehmern bringen könnte: Er will den Kammerzwang kippen.

Man kann davon ausgehen, dass die Schwarzen keine Sekunde lang auch nur den Gedanken daran zulassen, dass ihr Zwangsabgabenverein Wirtschaftskammer abgeschafft wird oder auch nur der Freiwilligkeit unterstellt. Sie wissen, was das bedeuten würde: Das wäre wie ORF ohne GIS. Übrigens eine Forderung, die ich auch gerne auf der gleichen Liste der Koalitionsbedingungen der FPÖ sehen würde. Denn dann wären auch die Roten nicht mehr in der Lage, mit den Blauen zu paktieren und Österreich müsste fast zwangsläufig eine Minderheitsregierung erleben. Oder eben wieder Schwarz-Rot. Aber das nur am Rande.

Jetzt kann man einwenden, dass die Arbeiterkammer ja auch Zwangsbeiträge kassiert. Stimmt. Aber ich gehe jede Wette ein, dass die Roten keine Sekunde zögern würden, die dem Erhalt des Platzes am Futternapf zu opfern, mit Floskeln wie „wichtiger ist es, für die Arbeiter und Angestellten in Regierungsverantwortung beste Ergebnisse blablablupp“ oder so.

Es wird eng für Kurz. Ob er seine Schwarzen jetzt türkis (Warum eigentlich türkis?) anpinselt oder ihnen offiziell den Statistenstatus aufs Auge drückt, an dem Beton, in den Gewerbeordnung, Abgabenverordnung und Wirtschaftskammer eingegossen sind, beißt er sich die Zähne aus. Vorher trennt sich die SPÖ von AK, ÖGB und bfi.

Also eher Blau-Rot als Blau-Türkis.

Oder doch Schwarz-Rot? Immerhin brennt in der SPÖ momentan der Hut, Kern hat die Situation fast nicht mehr im Griff, die eigene Parteijugend droht mit Austritt aus der Partei im Falle einer Ehe mit den Blauen.

Ist nicht unmöglich, egal wie stinkig das Wahlvolk das aufnehmen wird. Immerhin gibt es linke Kampfgruppen, die sich zur Not solidarische Hilfe aus Deutschland holen und den Schwarzen Block einkarren lassen. Für den Fall, dass „Rächte“ dagegen protestieren, es wieder mal mit einer Neuauflage der GroKo zu tun zu bekommen und allzu unzufrieden mit der Nichtbeteiligung der „Rechtspopulisten“ an der Regierung sind.

Warum genau ist jetzt noch mal Neuwahl?

Ach ja, Die EU hat gesagt, nach der Wiederwahl Ihrer Alternativlosigkeit zur Deutschen Königin müssen zwingend alle Grenzen weit offen stehen, damit sich Italien der Hunderttausenden Flüchtilanten entledigen und noch viele mehr von der afrikanischen Küste abholen kann. Und weil im Falle der durchziehenden und einfallenden Menschenwürmer aus jungen kräftigen Afrikanern auch die anderen beiden betroffenen Länder, Italien und Österreich, keine Chance mehr hätten, ein Wahlergebnis ohne Absolute für die bösen bösen „Rechtspopos“ zu erreichen, muss vorher noch schnell gewählt werden. In Italien und in Österreich. Um den Weg frei zu machen für die kommenden Jahre.
Mal sehen, ob das irgend eine Partei zum Thema macht.

Samstag, 3. Juni 2017

Perfekt integriert!






Feminismus und Islamismus: Begegnung der vierten Art

von San Casciano
Der Wunsch der Neuen Linken, sich stets mit den Schwächsten und Unterdrücktesten zu fraternisieren, treibt absonderliche, ja, geschmacklose Blüten. Einst hatte diese Solidarität den kleinen Leuten gegolten: den Lehrlingen, den Arbeitern, den Malochern, den Kohlegräbern, den (mittellosen) Studenten. Diese „alte Linke“ aus Peppones Zeiten hatte in vielerlei Hinsicht ihre Berechtigung, da Gerechtigkeit hieß: Schulbildung, medizinische Versorgung und soziale Absicherung für jene, die der Gesellschaft nützlich sind, aber selbst in Not geraten. Aus libertärer und katholischer Sicht kann man sich fragen, ob Etatismus und Sozialismus die besten Wege sind, um das Problem zu lösen; es ändert aber nichts daran, dass Analyse und Behebung der sozialen Frage historisch ihre Berechtigung hatten.
Der Schritt von der klassischen Linken zur Neuen Linken vollzog sich, als plötzlich andere Formen der Unterdrückung ausgemacht wurden: gegen Frauen, gegen Andersgläubige, gegen ganze Völker. Frühformen dieses Weges sind bereits in der Französischen Revolution angelegt, damals bedingt durch das Schicksal mittelloser Witwen, der beginnenden Emanzipation der Juden oder auch der Polenfreundlichkeit.*

Es sind aber vielmehr die heutigen Auswüchse dieses Gedankens, die der westlichen Gesellschaft heute zu schaffen machen. Fraternisierung mit den „Schwachen“ galt und gilt bis heute als progressiv und moralisch gut; ein nicht zu verachtendes Kernelement, was die Selbstidentifikation sozialdemokratischer bis linksextremer Gruppierungen ausmacht. Auch hier die Kernbegriffe: Solidarität und Gerechtigkeit. Ob ein Bündnis mit den „Schwachen“ wirklich „gut“ ist, wird daher nicht mehr hinterfragt: der „Starke“ (oder besser: der „stark Scheinende“) wirkt immer als Bedrohung, als Ausbeuter, als Unterdrücker.

Zusammengehend mit einer Sensibilität und Sentimentalität, die dem Mechaniker Peppone oder dem Offizier Schmidt völlig fremd gewesen wäre, und sich über jede Beleidigung oder Verletzung des eigenen Wattetraums einer rosaroten Einhornwelt entsetzt zeigt, hat sich das ursprüngliche linke Ideal der Befreiung der arbeitenden Bevölkerung aus der Vormundschaft der Kapitalisten zu einem eigentümlichen Brei verwandelt. Die Ideale der zweiten linken Kategorie von Feminismus, religiöser Toleranz und Anti-Rassismus – hat ihr Feindbild im alten weißen Mann gefunden. Alles, was gegen diesen alten weißen Mann taugt, wird befördert.

Es mutet dabei ironisch an, dass alle Idole, welche die Grundlagen der heutigen Linken legten – von Marx und Engels über Lenin und Sartre bis zu Adorno und Marcuse – alte weiße Männer waren, und ihr letztes Überbleibsel Habermas ebenfalls zu dieser Kategorie zählt.

Ausgehend von der Logik der „Unterdrückten“ rückt der Islam in den Vordergrund. Die Zusammenhänge zwischen verschiedenen linksextremen, autonomen Organisationen und terroristischen Vereinigungen zu arabischen (Links)Nationalisten werde ich hier hoffentlich nicht aufführen müssen. Im Grunde waren fast alle Diktaturen des Nahen Ostens sozialistisch und nationalistisch ausgerichtet; die Ironie dieser Kombination soll nicht weiter ausgereizt werden als nötig (in Südamerika war es nicht viel anders). Syrien, Irak, Ägypten, auch die Türkei und vor allem: die palästinensische PLO. Der Islam spielte in der Zeit des Kalten Krieges noch keine Rolle – außer für die CIA, die radikalislamische Gruppen nutzte, um gegen das Schreckgespenst des Sozialismus vorzugehen. Trotzdem wurde der vom „Westen“ unterdrückte Muslim bald zu einer Ikone der linken Bewegungen, nicht zuletzt auch im Bezug der in diesem Lager um sich greifenden Israelkritik.

Diese „Unschuldsvermutung“ gegenüber der arabisch-muslimischen Welt, die zum Konfliktpunkt von westlichen Machtinteressen wird, ist bis heute extrem wirkmächtig. Natürlich: der Angriffskrieg gegen den Irak im Jahr 2003 war ein unprovozierter Akt amerikanischen Imperialismus, der zudem unter fadenscheinigen Beweggründen geführt wurde (heute würden wir sagen: mithilfe von „FakeNews“). Es ändert aber nichts daran, dass sich die dortigen Machthaber gegenseitig das Leben schwermachen, so insbesondere Saudi-Arabien, das unverhohlene hegemoniale Ansprüche äußert (siehe Jemen) oder die zur Großmacht aufgestiegene Türkei, die Nordsyrien und Nordirak als Einflusssphäre ansieht (gegen die Kurden) oder bis heute Nordzypern besetzt hält. Die erste amerikanische Intervention in der Region rührte aus den Expansionsbestrebungen des Irak, der nach dem verlorenen Ersten Golfkrieg das kleine, ölreiche Kuweit zu annektieren trachtete.

Das manichäische Schwarz-Weiß-Denken, insbesondere im extremen Lager der Neuen Linken, lässt aber keinen anderen Schluss zu, als eine Verfolgung und Verachtung von Muslimen durch den Westen – sowohl hier als auch in deren Heimatländern – zu sehen; ein Phänomen, das verschwörungstheoretisch anmutet, betrachtet man die Terrorherrschaft der Taliban in Afghanistan, das Mullah-Regime von Teheran, die Menschenrechtsverletzungen in Saudi-Arabien, oder die himmelschreienden Zustände im Sudan und anderen Ländern Nordafrikas, in denen Genitalverstümmelungen, Frauenschändungen, Christenverfolgungen und Steinzeitjustiz auf der Tagesordnung stehen. Für den Reaktionär mag das einerlei sein (schließlich interessieren ihn die Zustände außerhalb nicht), beim Linken, der von universalistischen Menschenrechten spricht, mutet es hingegen heuchlerisch an. Doch verglichen mit den schlimmen Verbrechen der alten weißen Männer (vulgo: des Westens und dessen „Geschichte“) bleibt das Bild bestehen. Schlimmer noch: wer diese Fakten benennt, gilt als Islamophober, und sollte sich der rechtsextreme Islamhasser auch noch davor ängstigen, dass ein Zuzug von Menschen aus genannten Ländern diese Zustände in unseren Breiten forcieren könnte, so ist er in den Augen der Neuen Linken zum vollendeten Nazi geworden – gleich, ob es sich um eine kommunistische Frauenrechtlerin aus dem Iran, einer türkischen Islamkritikerin oder einem ägyptischen Atheisten handelt, der in Lederhosen mit einem jüdischen Pummelchen übers Oktoberfest flaniert.

Es ist dieser unbedingte Glaube an die Unschuld der Muslime, welche das möglich gemacht hat, was beim „Women’s March“ in Washington und anderswo geschehen ist: linke Frauen, die sich mit Musliminnen fraternisieren, und ein Kopftuch aufsetzen. Die Logik dahinter: wir sind beide unterdrückt, wir stehen beide zusammen – gegen den bösen alten Mann im Weißen (!) Haus, der aus seiner Islamophobie keinen Hehl macht. Ausgerechnet ein Hijab, ein Zeichen, das (alt)linken Frauenrechtlerinnen im Nahen Osten zum Verhängnis wurde! Ein Symbol, das sich progressive Frauen anderswo herunterrissen, und dafür mit Steinigung bestraft wurden. Dieses Kopftuch, dass jahrzehntelang selbst in der Türkei innerhalb öffentlicher Einrichtungen verboten war, als man dort einen strikten Laizismus praktizierte, und dessen Rückkehr unter Erdogan gleichzeitig den beginnenden Neo-Osmanismus am Bosporus kennzeichnet.

Trotz allem: für die Neuen Linken bedeutet islamisch sein zugleich solidarisch sein. Das Sternenbanner der Vereinigten Staaten wird zum Kopftuch herabgewürdigt, es ist ein Sieg des Propheten über den dekadenten Westen, über die westlichen Werte, über die Vorzeigemacht des Westens. Und: es ist kein Angriff von außen, sondern von innen. Die Aktion wurde von Linda Sansour initiiert, eine Muslimin, die für die Scharia eintritt, gegen Israel wettert und Zeichen der Hamas und des Islamischen Staates anwendet. Feministinnen stimmen indes „Allahu akbar“-Rufe auf demselben Marsch an. Dass anscheinend niemand der Besserfrauen, die gegen Trump demonstrieren, auf die Idee kommt, dass sie sich als nützliche Idioten einer Ideologie andienen, die sie wertloser als ein Kamel macht, scheint nicht nur paradox, sondern wird von den Damen als „Hass“ gewertet, wenn man es erwähnt. Wer ist hier bitte postfaktisch?

Man kann sich daher nicht des Eindrucks erwehren, dass große Teile der Frauenbewegung nicht nur von Islamversteherinnen und Islamsympathisantinnen unterwandert wurden, sondern anscheinend bereits einflussreiche Netzwerke Fuß gefasst haben. Solidarität und Gerechtigkeit sind „Eigenwerte“ innerhalb der Neuen Linken geworden, aber ohne Struktur, ohne Form, ohne Belang. Sie gehen so weit, dass man im Käßmann’schen Sinne Terroristen zu lieben beginnt. In masochistischer Anwandlung sororisiert man sich mit den Unterdrückern der eigenen Geschlechtsgenossen, weil ein Mann angeblich sexistische Sprüche bringt. Das Wort verletzt mehr als Peitschenhiebe oder ein paar Tüten Kies.

https://twitter.com/madeleine/status/824320652278693892

Ist es da so verwunderlich, dass Madeleine Albright, Außenministerin unter Bill Clinton, beschließt, zum Islam zu konvertieren? Aus „Solidarität“? Im Gegensatz zu dieser ist Religion kein Eigenwert, denn die kann man wechseln wie man lustig ist. Religion als politisches Mittel zum Zweck! Die Konsumreligion, die den Glauben eben auch nur als ein Hemd, ein Paar Schuhe oder ein Auto begreift, das man beliebig erwirbt, konsumiert und wegwirft, hat keine Scheu, der Mode nachzurennen. Das demokratische Gewissen sagt: Islam ist gut, also hängen wir jetzt dem Islam an. Die Entwurzelung aus der eigenen kulturellen und religiösen Identität macht Albright so „frei“, hier solidarisch entscheiden zu können, dass der Christengott nun einmal Allah weicht.

Albright kennt das ja schon aus dem außenpolitischen Leben. Der Antagonismus zu Russland ließ sie die Balkankriege anfeuern, um den einst jugoslawischen, nunmehr nur serbischen Verbündeten erheblich zu schwächen. Nutznießer waren dabei nicht zuletzt die muslimischen Minderheiten in Bosnien-Herzegowina, Mazedonien und Kosovo. Insbesondere Bosnien gilt heute als salafistisches Koordinatennetz, wo ganze Dörfer und Landstriche an die Radikalen gefallen, und zu Routenpunkten der Einschleusung islamischer Terroristen ins Herz Europas geworden sind.

Dass Albright andererseits zuständig für den Irak-Boykott war, dem hunderttausende Muslime zum Opfer fielen, wird gerne vergessen; ein Vorgang, den sie dazumal verteidigte. Aber den Rächer der Unterdrückten zu spielen, gefällt ja nicht nur der politischen Prominenz. Der Einnistung und List des Islamismus fallen sie am Ende dennoch zum Opfer, wenn Frauen der Meinung sind, Islam sei eine Lifestyle-Angelegenheit wie Buddhismus, Tantra oder Starbucks-Kaffee. Der Iran und auch die Türkei sind Musterbeispiele, wie aus verwestlichten Ländern in kurzer Zeit neo-islamische Gebilde wurden.

Mit dem feinen Unterschied, dass die altlinken Frauenrechtlerinnen dort genau wussten, was das Kopftuch wirklich ist.
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*Wenn man sich auch bei letzterer fragen mag, ob wirklich die Liebe zur von der Karte getilgten polnischen Nation eine Rolle spielte, oder nicht doch vielmehr strategische Gründe, um die drei Hauptgegner Preußen, Russland und Österreich zu schwächen, die sich am polnischen Territorium bereichert hatten. Ähnlich verhält es sich mit dem zeitgenössischen Philhellenismus.

Pfingschtn

von Fragolin

Ich finde Pfingsten ist ein wunderbares Fest. Doch, ehrlich. Da haben die Christen den Moslems einen wichtigen Punkt voraus: sie feiern, dass Gott der Herr ihnen Hirn vom Himmel geworfen hat. Allah hat nur irgendwelche Verse geworfen, und auch die ziemlich wirr und unsortiert, woran sich die armen Frühmohammedaner ziemlich die Zähne ausgebissen haben und bei dem Versuch, sie wörtlich zu leben, den Leuten heute noch die Köpfe explodieren. Oder die Gürtel, die Rucksäcke, die Tanklaster…

Nun ist das reine Herunterwerfen von Hirn allein nur die halbe Miete, man muss es auch benutzen. Was am Anfang ein bisschen zögerlich funktionierte, weil sich die Leute nicht so sicher waren, ob Gott ihnen das jetzt wirklich erlaubt, führte aber über die Jahrhunderte dazu, dass die christliche Welt jene ist, die einen ziemlich heftigen Fortschritt erlebt hat, egal ob in Kunst oder Technik.

Natürlich ist die Erweiterung der Bandbreite der Hirnnutzung auch an das andere Extrem gekoppelt. Neben feinsinniger Philosophie, wohltönender Musik und hochgeistiger Literatur gibt es eben auch das krude Propaganda-Geschreibsel von Heiko Maas, das Hassgegröle von „Feine Sahne Fischfilet“ und das einfach gestrickte Weltbild von Claudia Roth. Vom Dschungel-Camp oder „Bitte melde dich!“ reden wir erst gar nicht.
Gott hat die Welt nicht perfekt gemacht. Aber wenigstens hat Er Hirn vom Himmel geworfen. Wenn Er bei einigen der Genannten auch mal nicht ganz genau getroffen hat. Aber trotzdem ein Grund zum Feiern.

Ich halte diesen grauen Klumpen zwischen den Ohren für das größte Geschenk, das Gott uns gegeben hat. Und ich glaube, es ist eine Art Dankgebet, wenn man es zumindest im Rahmen der persönlichen Möglichkeiten benutzt. Seine Benutzung zu verweigern, bedeutet, Gottes Geschenk abzulehnen. Seine Benutzung zu verbieten, bedeutet, Gott zu beleidigen. Was zu dem seltsamen Paradoxon führt, dass all jene Religionen und deren Vorbeter, die den Menschen irgendwelche wirren Texte als angebliches Wort Gottes in den Schädel prügeln und ihnen dann verbieten, darüber nachzudenken, eigentlich Blasphemie leben. Ist doch ein Treppenwitz der Geschichte, dass ausgerechnet jene, die sich als Bodenpersonal ihres Gottes verstehen, diesen eigentlich durch ihren Eigennutz und ihre Selbsterhöhung beleidigen würden. Wenn Gott wirklich dieses zänkische narzisstische und wankelmütige Wesen wäre, als das Er von denen so gerne herbeifabuliert wird, die sich damit üppige Opfergaben erhoffen, dann würden sie das sogar schaffen. Aber ich vermute mal, als Schöpfer eines ganzen Universums kann man sich ein gutes Stück Gelassenheit und ein bisschen Humor leisten.

Und so stelle ich mir vor, wie Er sich in Seiner Sphäre mit dem Äquivalent eines guten Scotch in so einer Art transzendentalen Schaukelstuhl zurücklehnt, Seine Schöpfung belächelt, eine Augenbraue hochzieht beim Anblick der vielen um ihre selbstgebastelten Götzen herumtanzenden Fanatiker und sich lachend auf die Schenkel klopft, wenn Er Margot Käßmann die Bibel auslegen hört. Und so solidarisiere ich mich mit Ihm, nehme mir einen echten Scotch in meinem echten Schaukelstuhl und proste Ihm himmelwärts zu. Hast nicht immer alles perfekt gemacht, Herr, aber die Sache mit dem Hirn, die hat was. Das war schon eine super Aktion.
Prost!

Ich wünsche allen ein wundervolles Pfingstfest, einen Scotch und einen Schaukelstuhl (oder irgend etwas anderes mit gleicher Wirkung) und genießt es, ein Hirn zu haben! Benutzt es zu Ehren Gottes und zum eigenen Nutzen und lasst euch von keinem erzählen, das wäre gegen Gottes Willen. Warum wohl sonst hat Er uns die Möglichkeit zum Denken gegeben?

Freitag, 2. Juni 2017

Das sind doch bloß Verschwörungstheorien wie aus dem Bilderbuch

Wenn sich die Bilderbücher ... äh ... -berger treffen, dann ist das doch ein harmloses Kaffeekränzchen honoriger älterer Herrschaften, die halt ein bisserl plaudern wollen ... über frühere Zeiten, und über Gott und die Welt. Nicht erwähnenswert. Wer's doch erwähnt, ist ein Verschwörungstheoretiker.

Harmlose, ältere Herrschaften? Älter ... nun ja: Jugendliche werden in Führungsetagen generell eher selten zu finden sein. Harmlos & honorig ... nun, das sollte angesichts der Teilnehmerliste doch noch hinterfragenswert bleiben:

Bilderberg 2017: Liste der Teilnehmer

Vorsitz:
  • Castries, Henri de (FRA), Former Chairman and CEO, AXA; President of Institut Montaigne
Teilnehmer:
  • Achleitner, Paul M. (DEU), Chairman of the Supervisory Board, Deutsche Bank AG
  • Adonis, Andrew (GBR), Chair, National Infrastructure Commission
  • Agius, Marcus (GBR), Chairman, PA Consulting Group
  • Akyol, Mustafa (TUR), Senior Visiting Fellow, Freedom Project at Wellesley College
  • Alstadheim, Kjetil B. (NOR), Political Editor, Dagens Næringsliv
  • Altman, Roger C. (USA), Founder and Senior Chairman, Evercore
  • Arnaut, José Luis (PRT), Managing Partner, CMS Rui Pena & Arnaut
  • Barroso, José M. Durão (PRT), Chairman, Goldman Sachs International
  • Bäte, Oliver (DEU), CEO, Allianz SE
  • Baumann, Werner (DEU), Chairman, Bayer AG
  • Baverez, Nicolas (FRA), Partner, Gibson, Dunn & Crutcher
  • Benko, René (AUT), Founder and Chairman of the Advisory Board, SIGNA Holding GmbH
  • Berner, Anne-Catherine (FIN), Minister of Transport and Communications
  • Botín, Ana P. (ESP), Executive Chairman, Banco Santander
  • Brandtzæg, Svein Richard (NOR), President and CEO, Norsk Hydro ASA
  • Brennan, John O. (USA), Senior Advisor, Kissinger Associates Inc.
  • Bsirske, Frank (DEU), Chairman, United Services Union
  • Buberl, Thomas (FRA), CEO, AXA
  • Bunn, M. Elaine (USA), Former Deputy Assistant Secretary of Defense
  • Burns, William J. (USA), President, Carnegie Endowment for International Peace
  • Çakiroglu, Levent (TUR), CEO, Koç Holding A.S.
  • Çamlibel, Cansu (TUR), Washington DC Bureau Chief, Hürriyet Newspaper
  • Cebrián, Juan Luis (ESP), Executive Chairman, PRISA and El País
  • Clemet, Kristin (NOR), CEO, Civita
  • Cohen, David S. (USA), Former Deputy Director, CIA
  • Collison, Patrick (USA), CEO, Stripe
  • Cotton, Tom (USA), Senator
  • Cui, Tiankai (CHN), Ambassador to the US
  • Döpfner, Mathias (DEU), CEO, Axel Springer SE
  • Elkann, John (ITA), Chairman, Fiat Chrysler Automobiles
  • Enders, Thomas (DEU), CEO, Airbus SE
  • Federspiel, Ulrik (DNK), Group Executive, Haldor Topsøe Holding A/S
  • Ferguson, Jr., Roger W. (USA), President and CEO, TIAA
  • Ferguson, Niall (USA), Senior Fellow, Hoover Institution, Stanford University
  • Gianotti, Fabiola (ITA), Director General, CERN
  • Gozi, Sandro (ITA), State Secretary for European Affairs
  • Graham, Lindsey (USA), Senator
  • Greenberg, Evan G. (USA), Chairman and CEO, Chubb Group
  • Griffin, Kenneth (USA), Founder and CEO, Citadel Investment Group, LLC
  • Gruber, Lilli (ITA), Editor-in-Chief and Anchor „Otto e mezzo“, La7 TV
  • Guindos, Luis de (ESP), Minister of Economy, Industry and Competiveness
  • Haines, Avril D. (USA), Former Deputy National Security Advisor
  • Halberstadt, Victor (NLD), Professor of Economics, Leiden University
  • Hamers, Ralph (NLD), Chairman, ING Group
  • Hedegaard, Connie (DNK), Chair, KR Foundation
  • Hennis-Plasschaert, Jeanine (NLD), Minister of Defence, The Netherlands
  • Hobson, Mellody (USA), President, Ariel Investments LLC
  • Hoffman, Reid (USA), Co-Founder, LinkedIn and Partner, Greylock
  • Houghton, Nicholas (GBR), Former Chief of Defence
  • Ischinger, Wolfgang (INT), Chairman, Munich Security Conference
  • Jacobs, Kenneth M. (USA), Chairman and CEO, Lazard
  • Johnson, James A. (USA), Chairman, Johnson Capital Partners
  • Jordan, Jr., Vernon E. (USA), Senior Managing Director, Lazard Frères & Co. LLC
  • Karp, Alex (USA), CEO, Palantir Technologies
  • Kengeter, Carsten (DEU), CEO, Deutsche Börse AG
  • Kissinger, Henry A. (USA), Chairman, Kissinger Associates Inc.
  • Klatten, Susanne (DEU), Managing Director, SKion GmbH
  • Kleinfeld, Klaus (USA), Former Chairman and CEO, Arconic
  • Knot, Klaas H.W. (NLD), President, De Nederlandsche Bank
  • Koç, Ömer M. (TUR), Chairman, Koç Holding A.S.
  • Kotkin, Stephen (USA), Professor in History and International Affairs, Princeton University
  • Kravis, Henry R. (USA), Co-Chairman and Co-CEO, KKR
  • Kravis, Marie-Josée (USA), Senior Fellow, Hudson Institute
  • Kudelski, André (CHE), Chairman and CEO, Kudelski Group
  • Lagarde, Christine (INT), Managing Director, International Monetary Fund
  • Lenglet, François (FRA), Chief Economics Commentator, France 2
  • Leysen, Thomas (BEL), Chairman, KBC Group
  • Liddell, Christopher (USA), Assistant to the President and Director of Strategic Initiatives
  • Lööf, Annie (SWE), Party Leader, Centre Party
  • Mathews, Jessica T. (USA), Distinguished Fellow, Carnegie Endowment for International Peace
  • McAuliffe, Terence (USA), Governor of Virginia
  • McKay, David I. (CAN), President and CEO, Royal Bank of Canada
  • McMaster, H.R. (USA), National Security Advisor
  • Mexia, António Luís Guerra Nunes (PRT), President, Eurelectric and CEO, EDP Energias de Portugal
  • Micklethwait, John (INT), Editor-in-Chief, Bloomberg LP
  • Minton Beddoes, Zanny (INT), Editor-in-Chief, The Economist
  • Molinari, Maurizio (ITA), Editor-in-Chief, La Stampa
  • Monaco, Lisa (USA), Former Homeland Security Officer
  • Morneau, Bill (CAN), Minister of Finance
  • Mundie, Craig J. (USA), President, Mundie & Associates
  • Murtagh, Gene M. (IRL), CEO, Kingspan Group plc
  • Netherlands, H.M. the King of the (NLD)
  • Noonan, Peggy (USA), Author and Columnist, The Wall Street Journal
  • O’Leary, Michael (IRL), CEO, Ryanair D.A.C.
  • Osborne, George (GBR), Editor, London Evening Standard
  • Papahelas, Alexis (GRC), Executive Editor, Kathimerini Newspaper
  • Papalexopoulos, Dimitri (GRC), CEO, Titan Cement Co.
  • Petraeus, David H. (USA), Chairman, KKR Global Institute
  • Pind, Søren (DNK), Minister for Higher Education and Science
  • Puga, Benoît (FRA), Grand Chancellor of the Legion of Honor and Chancellor of the National Order of Merit
  • Rachman, Gideon (GBR), Chief Foreign Affairs Commentator, The Financial Times
  • Reisman, Heather M. (CAN), Chair and CEO, Indigo Books & Music Inc.
  • Rivera Díaz, Albert (ESP), President, Ciudadanos Party
  • Rosén, Johanna (SWE), Professor in Materials Physics, Linköping University
  • Ross, Wilbur L. (USA), Secretary of Commerce
  • Rubenstein, David M. (USA), Co-Founder and Co-CEO, The Carlyle Group
  • Rubin, Robert E. (USA), Co-Chair, Council on Foreign Relations and Former Treasury Secretary
  • Ruoff, Susanne (CHE), CEO, Swiss Post
  • Rutten, Gwendolyn (BEL), Chair, Open VLD
  • Sabia, Michael (CAN), CEO, Caisse de dépôt et placement du Québec
  • Sawers, John (GBR), Chairman and Partner, Macro Advisory Partners
  • Schadlow, Nadia (USA), Deputy Assistant to the President, National Security Council
  • Schmidt, Eric E. (USA), Executive Chairman, Alphabet Inc.
  • Schneider-Ammann, Johann N. (CHE), Federal Councillor, Swiss Confederation
  • Scholten, Rudolf (AUT), President, Bruno Kreisky Forum for International Dialogue
  • Severgnini, Beppe (ITA), Editor-in-Chief, 7-Corriere della Sera
  • Sikorski, Radoslaw (POL), Senior Fellow, Harvard University
  • Slat, Boyan (NLD), CEO and Founder, The Ocean Cleanup
  • Spahn, Jens (DEU), Parliamentary State Secretary and Federal Ministry of Finance
  • Stephenson, Randall L. (USA), Chairman and CEO, AT&T
  • Stern, Andrew (USA), President Emeritus, SEIU and Senior Fellow, Economic Security Project
  • Stoltenberg, Jens (INT), Secretary General, NATO
  • Summers, Lawrence H. (USA), Charles W. Eliot University Professor, Harvard University
  • Tertrais, Bruno (FRA), Deputy Director, Fondation pour la recherche stratégique
  • Thiel, Peter (USA), President, Thiel Capital
  • Topsøe, Jakob Haldor (DNK), Chairman, Haldor Topsøe Holding A/S
  • Ülgen, Sinan (TUR), Founding and Partner, Istanbul Economics
  • Vance, J.D. (USA), Author and Partner, Mithril
  • Wahlroos, Björn (FIN), Chairman, Sampo Group, Nordea Bank, UPM-Kymmene Corporation
  • Wallenberg, Marcus (SWE), Chairman, Skandinaviska Enskilda Banken AB
  • Walter, Amy (USA), Editor, The Cook Political Report
  • Weston, Galen G. (CAN), CEO and Executive Chairman, Loblaw Companies Ltd and George Weston Companies
  • White, Sharon (GBR), Chief Executive, Ofcom
  • Wieseltier, Leon (USA), Isaiah Berlin Senior Fellow in Culture and Policy, The Brookings Institution
  • Wolf, Martin H. (INT), Chief Economics Commentator, Financial Times
  • Wolfensohn, James D. (USA), Chairman and CEO, Wolfensohn & Company
  • Wunsch, Pierre (BEL), Vice-Governor, National Bank of Belgium
  • Zeiler, Gerhard (AUT), President, Turner International
  • Zients, Jeffrey D. (USA), Former Director, National Economic Council
  • Zoellick, Robert B. (USA), Non-Executive Chairman, AllianceBernstein L.P.
Da tummelt sich viel Geld, und noch mehr Macht. Von White-Collar-Kriminalität ganz abgesehen. Von menschlich-moralischer Letztklassigkeit wollen wir erst garnicht zu reden anfangen, denn da ist der Pegel erfahrungsgemäß eng zum wirtschaftlichen und politischen Erfolg korreliert.

Nur: bloß Verschwörungstheorie, wenn man das faktisch doch "halbgeheime" Bilderbergertreffen nicht taxfrei als Kaffekränzchen einstuft ... will man uns verkohlen? Die Frage zu stellen heißt ...


Das Schicksal unserer Gutmenschen

... wird vermutlich einmal so aussehen:


Nur warum sollten das auch wir anderen teilen?



Strafanzeige gegen Käßmann

Es wurde ja mal Zeit, dass man den Hetzern vom linksextremen Rand signalisiert, dass irgendwann ein Maß erreicht ist, wo es den Menschen reicht, sich pauschal immer wieder als Nazis schubladisieren zu lassen von Leuten, deren eigenes Gedankengut man im Interesse des gesunden Stoffwechsels lieber nicht analysieren möchte.

„Jouwatch“ hat Strafanzeige gegen Margot Käßmann und ihre geradezu rassistische Hetze auf dem Kirchentag gestellt und somit den Ball zur deutschen Justiz gespielt, die jetzt beweisen kann, ob sie unabhängig rechtskonform sich des Themas annimmt oder es politisch korrekt abschmettert.
Ich bin sehr gespannt, welchen Verlauf die Causa „brauner Wind“ nehmen wird.

Politisch korrekt

von Fragolin

Die „NZZ“ hat eine neue Methode entwickelt, noch offener, freier und lesernäher zu diskutieren. Zumindest aus ihrer eigenen Sicht. Einige Leser sehen das eher anders, werden aber dafür auch gerne mal gemaßregelt.
So gibt es generell keine Kommentarspalten mehr unter den Artikeln, sondern einen eigenen, von den Artikeln abgekoppelten Kommentarbereich, wo unter permanenter Überwachung und Mitdiskussion der Moderatoren brav, sittsam und korrekt zu konkret vorgegebenen Artikeln der NZZ auch die Leser zu Wort kommen dürfen.
Ich möchte das hier nicht näher erläutern; dass ich diese Vorgehensweise vollkommen im Widerspruch zum Selbstbild der Redaktion nicht als Bereicherung empfinde, ist eben mein Problem, und es kann mir auch egal sein, wie sich eine Zeitung ihre Leserschaft vergrault.

Jedenfalls stellte sie zu einem lesenswerten Beitrag von Slavoj Zizek eine Debatte in den Raum: „Ist Political Correctness nur eine neue Form des Elitarismus?“

Und da gab es ein wunderschönes Beispiel zu lesen, das in geradezu leuchtenden Farben die Antwort auf die allem zugrunde liegende Frage gab: Wie funktioniert Political Correctness eigentlich?
Kann man hier nachlesen.

Donnerstag, 1. Juni 2017

Tiefe Blicke ...







Hasenköttel

von Fragolin

Die „B.Z.“, das Zentralorgan der Wortblasenpflasterung, hat es sich scheinbar zu Herzen genommen, dass Verniedlichungen nicht immer gut beim Leser ankommen und haut deshalb mal so richtig auf die Kacke. Man verzeihe mir die Wortwahl, aber es geht um einen „Shitstorm“.

Was der mit Kathrin Göring-Eckardt zu tun hat und die wiederum mit Hasenkötteln: hier.