Montag, 23. September 2024

Brandenburgwahl: Schlägt das Prinzip „Einheitspartei“ die AfD?

von LePenseur
 
 
Langsam fragt man sich, ob sich die Wähler (auf zwar unfein, aber treffend im Wienerischen ausgedrückt) in Deutschland nicht nur auf den Kopf scheißen lassen, sondern auch noch die Scheiße verreiben lassen. Was alles muß noch passieren, daß der Deutsche (in diesem Fall: Märkische) Michel aufwacht und etwas gegen seine Verarschung durch das Polit-Establishment unternimmt? So, wie es aussieht: vermutlich erst dann, wenn's zu spät ist ... nun, die Deutschen haben ja eine gewisse Erfahrung, ihren Führern bis in den Tod zu folgen (oder wenigstens: bis in den Tod von viel zu vielen), anstatt rechtzeitig die Reißleine zu ziehen.

Unter der obigen Titelzeile hat David Berger auf seiner Website Philosophia perennis einen lesenswerten Artikel veröffentlich:
Brandenburg hat gewählt. Und die erste Prognose lässt wenig für das Land hoffen: Die SPD scheint einen Prozentpunkt vor der AfD zu liegen. Jedenfalls wenn es nach ARD und ZDF geht, die SPD-Mann Woidke noch bevor eine Stimme ausgezählt war, zum Sieger des Abends kürten. Und die CDU gratulierte von Herzen … Sollten sich die derzeitigen Zahlen bestätigen, verdankt Woidke diesen Sieg vor allem dem aus der DDR bekannten Prinzip der „Einheitspartei“.
In den Kommentaren wird darauf gesetzt, daß in fünf Jahren, bei den nächsten Wahlen, die Jugend dann das Ruder herumreißen würde. Ja, die Hoffnung stirbt zuletzt ... aber ob sie überhaupt berechtigt ist oder nur ein leeres Hirngespinst ist zumindest mehr als fraglich.
 
In Brandenburg werden jedenfalls interessante Konstellationen eintreten, die die Regierungsarbeit nicht eben vereinfachen werden. Es wird also "fortgewuschtelt" werden. Ist in Deutschland offenbar inzwischen eine Dauerlösung, die aber keine Lösung ist, sondern eine solche, ganz im Gegenteil, verhindert. Und zwar: jede.

Schade. Brandenburg hätte ein Signal setzen können, das die derzeitige Bundesregierung endgültig gekippt hätte – zum Segen Deutschlands. Sollte nicht sein, also muß man zur Kenntnis nehmen: der Wähler ist also mit der derzeitigen Verwaltung des Untergangs soweit zufrieden. Oder jedenfalls nicht so unzufrieden, daß er sich traute, es zu ändern.
 
Auch das ist eine Antwort, etwas vegleichbar mit einem Patienten, der seinen Rüntgenbefund nicht abholt, weil da etwas unschönes drinnenstehen könnte. Was den daher nicht zur Kenntnis gelangten Tumor auch nicht besser macht. Im Gegenteil ...
 

Zum Begriff "libertär" ein kurzer Hinweis für unsere Trolle

von LePenseur
 
 
Sei einigen Monaten wird es bei unseren Trollen Mode, den Begriff "libertär" als Kampfbegriff im Sinne von "rechts", "rechtsradikal" oder "rechtsextrem" in erkennbar pejorativer Absicht zu verwenden. Das ist ungefähr der Ansatz, mit dem in früheren Zeiten die Nazi-Propaganda mit Begriffen wie "Volksschädling", "Verjudung" oder die Sozialisten mit "Klassenfeind", "Kapitalismus" etc., also Kampfbegriffen mehr als nebulosen Inhalts, als Totschlag-"Argumente" agierten.

Da wir auf diesem tatsächlich libertär-konservativ-nonkonformistischen Blog keinerlei Interesse haben, von irgendwelchen gekauften Trollen in dieser Weise "geframt" zu werden, um so bei weniger aufmerksamen Lesern durch die ständige Wiederholung inhaltlich falsch verwendeter Begriffe eine Art von subtiler Gehirnwäsche zu bewirken, werden sämtliche Kommentare, die "libertär" nicht im eigentlichen Sinn des Wortes — nämlich dem einer an Eigentums- und Freiheitsrechten und gegen staatliche Bevormundung orientierten Weltanschauung — sondern in bewußter Fehlattribuierung als deklassierenden Kampfbegriff verwenden, ohne weiteren Hinweis gelöscht.

Sonntag, 22. September 2024

Rächzzruck

von Fragolin


Mal die aktuell vermeldeten Brandenburger Wahlergebnisse angeschaut.

Vereinigter Block der Linken, Linksextremen und Hardcore-Stalinisten (SPD,Grüne,Linke,BSW) Nettogewinn 3,6%, zusammen 51,3% der Stimmen. Konservativ-hellgrüne (CDU) und rechtskonservativ-liberale (AFD) gewinnen netto 2,6% und erreichen zusammen 41,7%.

Die momentan einzig mögliche Zweierkoalition wäre die aus SPD (Links) und BSW (Brachialkommunisten), also genau das, was bis 1989 unter dem Namen „SED“ in Brandenburg herrschte.

Die Propagandatrommeln nennen das „Rechtsruck“...

Etwas Feuilleton fürs Wochenende

 von Sandokan









 
 

Anton Bruckner: Messe No. 2 in e-moll

von LePenseur
 
 
Weiter im Bruckner-Jahr. Neben den Messen in d-moll und in f-moll gibt es noch die in e-moll, die den Gesang nur mit Blasinstrumenten begleitet und von der von Eugen Jochum, dem große Bruckner-Dirigenten früherer Jahre, eine exemplarische Aufnahme vorliegt:


Die eher nicht sehr übliche Besetzung erklärt sich aus der Notwendigkeit, die Messe im Freien aufzuführen, womit aus akustischen Gründen eine Unterstützung des Gesangs durch Blasinstrumente nahelag und sich klarerweise eine Beteiligung einer Orgel erübrigen mußte.
Verglichen mit den anderen Messen, ist sie das anspruchsvollste seiner großen Chorwerke. Große Abschnitte sind a cappella zu singen und Bruckner fordert von den Singstimmen viele langsame, extrem anstrengende Passagen. Besonders das Sanctus, das a cappella beginnt, und das Bruckner besonders langsam wünschte, kann in der Tonhöhe leicht absinken, was beim Einsatz der Bläser (T. 26.) schmerzhaft bemerkt wird. Im Erstdruck wurden hier deshalb durchgängig Bläser hinzugezogen, was auch heute oft als Notlösung gemacht werden muss.
... schreibt Wikipedia völlig richtig. Auch bei diesem Werk gibt es, wie bei Bruckner so oft, zwei Versionen, von denen allerdings die erste kaum aufgeführt wird.

 

Eines der vielen Beispiele in Europa, wie es nicht sein soll ...

von Helmut
 
 
Die Untätigkeit der rumänischen Regierung beim Überschwemmungsdrama im Osten Rumäniens regt viele Einwohner auf. Das Internet ist voll davon, auch facebook. Die Rettungseinheiten sind voll im Einsatz und tun ihr Bestes, sie wurden aus dem ganzen Land zusammengerufen. Aber die Unterstützung von staatlicher Seite, die danach kommen müsstedie liegt im Argen.

Ein rumänisches Problem? Anscheinend nicht, wenn ich mir das sog. Jahrhundert-Hochwasser an der Oder und danach im Ahrtal ansehe. Bin gespannt, wie das in Österreich gehandhabt wird, denn was ich da so ausschnittsweise an Interviews mit den Betroffenen, z.B. im Tullner Feld, im Internet sehedas ist schon arg.

Auch ich habe meine Meinung dazu im rumänischen Internet geäußert hier in deutscher Übersetzung:

ALLE MENSCHEN SIND GLEICH. ABER MANCHE SIND GLEICHER ALS ANDERE:

Jetzt kommen die armen Flüchtlinge aus der Ukraine mit ihren SUVs nach Rumänien, um dort Fuß zu fassen und dann legal weiter nach Deutschland zu kommen, wo sie richtig unterstützt werden (wir nennen das "Geld machen").

https://www.directupload.eu/file/d/8682/bb9n5mud_jpg.htm

Auf den Fotos kann man sehen, mit welch miserablen Autos sie die Grenze überqueren, solange der Grenzübertritt ohne Probleme möglich ist und keine Koffer voller Dollars und anderer Schmuggelwaren beim Grenzübertritt gefunden werden.

https://www.directupload.eu/file/d/8682/ljrut464_jpg.htm

Die Unterkünfte, z.B. in Mediasch, kann man auf dem folgenden Foto sehen. Honterus Straße, Honterus Haus. Ich möchte nicht herausfinden, wie und von wem es finanziert wirddenn dann könnte es mir schlecht werden. Wahrscheinlich die Kirche, die ja Eigentümerin des Hauses ist und über den pro-Kopf-Zuschuss durch den Staat (Ukrainehilfe) das bislang leerstehende und zur Renovierung anstehende Haus mit finanziellem Profit erfüllt. Aber es ist trocken, saubere Räume mit fließendem Wasser und Toiletten, und beheizt.

https://www.directupload.eu/file/d/8682/yt3s5y9y_jpg.htm

Und nun zum nächsten Foto. Menschen, die in den Fluten alles verloren haben und gerade noch ihr Leben retten konnten. Echte Flüchtlinge. Die verzweifelte Aussage eines der geretteten Menschen:  

"Ich kann hier nichts mehr retten. Die Möbel sind kaputt, die Kleidung ist ruiniert, der Weizen ist mit dem Wasser weg, die Tiere sind tot, alles ist weg. Wir haben nur noch die Kleider, die wir am Leib tragen. Die Wände des Hauses sind durch die Wucht des Wassers zerbrochen, die Türen haben sich aus den Angeln gehoben, in etwa drei Tagen wird es einstürzen, ich kann nichts mehr tun..."

... sagte eine Frau aus dem Ort unter Tränen.

https://www.directupload.eu/file/d/8681/srdifsp7_jpg.htm

Sie müssen froh sein, überhaupt so etwas zu bekommen. Und der Winter steht vor der Tür.

https://www.directupload.eu/file/d/8682/ook42jre_jpg.htm

Alle Menschen sind gleich. Aber manche sind eben gleicher als andere ...
 
 

Samstag, 21. September 2024

Wokeness In A Nutshell...

by  Meme Dept.



Gustav (von) Holst: zur 150. Wiederkehr seines Geburtstages

von LePenseur
 
 
An den britischen Komponisten Gustavus von Holst, der sich anglisiert Gustav Holst nannte und bis heute v.a. durch seine Orchestersuite Die Planeten (op. 32, entstanden 1914-16) bekannt blieb, war schon mehrere Male auf diesem Blog durch Artikel erinnert worden (1 - 2 - 3 - 4). Und er verdient diese zweifellos, denn es gibt einfach in seinem Schaffen viel mehr Hörenswertes als eben diese eine einzige, fast bis zum Überdruß wiederholte Orchestersuite!

Sind schon die in den oben verlinkten Artikeln genannten Orchsterwerke, teilweise aus dem Frühwerk, und (Kurz-)Opern im Konzertleben völlige Raritäten, so gilt diese wohl noch mehr von seiner Kammermusik, die trotz ihrer Qualität und Schönheit so gut wie unbekannt war und ist. Wie z.B. das Streichquartett über britische Volkslieder aus dem Jahre 1916 (also dem Jahr der Vollendung der Planeten), welches vom Komponisten aber, weil er es für "ungenügend" für die Kategorie Streichquartett erachtete, aus der Liste seiner Werke gestichen wurde. So sehr können auch die Schöpfer über ihre eigenen Werke irren ...

Zwei Jahre davor entstand sein Bläserquintett op. 14, welches äußerst reizvoll einen Übergang von einer eher "konservativ" konnotierten Spätromantik zu ersten Anklängen an die (sehr!) "gemäßigte Moderne" jener Tage darstellt:


 
Aber auch unter den (Kammer-)Orchesterwerken Holst gibt es noch echte Trouvaillen zu entdecken, wie z.B. seine reizenden Two Song without Words, op. 22:


Oder auch für größere Besetzung das Chor-Ballett The Golden Goose (Die Goldene Gans), op. 45, nach einem Märchen der Gebrüder Grimm:


Wenn man bedenkt, welche Kostbarkeiten vom gedankenlosen Konzertalltag, der lieber zum hundertsten Mal eine Symphonie von Brahms, Bruckner, Mahler oder Sibelius aufs Programm setzt (die wohl jeder der Konzertbesucher schon mindestens ein-, zwei- oder dreimal mit "seinem" Orchester gehört hat), von den Standardwerken der Wiener Klassik, bei denen das sicher schon weit häufiger der Fall war, ganz abgesehen, als das "Risiko" einzugehen, eine solche Komposition zu "wagen", ignroriert werden, möchte einen gelinde Verzweiflung packen.

Dennoch – auch dazu ist dieser Blog eben da: um solche Raritäten vorzuführen und das Gedächtnis an die geradezu unvorstellbare Kulturleistung unserer europäischen Vorfahren aufrecht zu erhalten. Damit wenigstens ein paar Ohren mehr auch etwas anderes hören, als den Schrott unserer derzeitigen "Musikindustrie" ...

Sommerende

 von Fragolin


Ach, wie schon war der Sommer. Badewetter und reichliche Ernte, eine wohlverdiente Pause vom Arbeitsalltag. Und dann endet er so abrupt. Statt sich wieder dem Bloggen zu widmen, von dem ich mir eine ausgebrannte Auszeit gönnte, da man auch irgendwie das Gefühl bekam, nicht mehr hinterherzukommen im Stakkato der stündlichen Meldungen aus dem Irrenhaus, packte ich mal wieder das Ahrtal-Besteck aus und verbrachte meine Freizeit im frisch ausgepumpten Keller eines guten Freundes in Niederösterreich. Der Unterschied zu damals im Ahrtal (abgesehen von der funktionierenden Vorwarnung): hier sind auch Einsatzkräfte aus ganz Österreich sofort vor Ort und helfen, nicht nur staatsedelegitimierende Rechtsextreme wie damals. Die Gemeinsamkeit: in der wahlkampfbefeuert sofort einsetzenden Schlammschlacht der politischen Instrumentalisierung sind sich alle demokratischen Kräfte einig, dass das Hochwasser allein dem Klimawandel und der FPÖ anzulasten sei. Man muss halt die Gelegenheit beim Schopfe packen, und nicht vergessen, während der Instrumentalisierung der Katastrophe zum eigenen Zwecke vehement gegen die Instrumentalisierung der Katastrophe zu brüllen. Folklore halt.

Fazit: Der Keller des Freundes ist wieder so leer wie beim Einzug, nur dreckiger, und fast alle Weinflaschen wurden ins Trockene gerettet. Der spärliche Rest samt Kellermobiliar und Waschmaschine landete neben den Nerven der Hausherrin im Abfall. Es wird wohl eine Weile dauern, bis der Normalzustand wieder erreicht ist, besonders bei den Nerven der Hausherrin. Aber sie sind erfahren – und deshalb der Verlust übersichtlich – weil so richtig einen vollgeräumten Keller als Totalverlust abschreiben mussten sie nur nach der ersten Hochwassererfahrung. In den letzten zwanzig Jahren war die aktuelle bereits ihre dritte. Deshalb lagert einiges, was bei Hochwasseralarm vom Keller auf den Speicher geräumt werden müsste, inzwischen permanent unter dem Dach. Tüchtige Menschen demonstrieren nicht gegen Hochwasser sondern ergreifen Maßnahmen und passen sich an. Wo sich früher Kisten stapelten, steht heute eine ortsfeste Pumpe mit Anschluss an das benzingetriebene Notstromaggregat im Geräteschuppen.

 ***

Wenn es regnet, ist es Wetter. Wenn es schüttet, ist es Klima.

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Allein zu kommentieren, was momentan an Propagandagetröte, Hassgebrüll und himmelschreienden Fake-News über die AFD abgelassen wird, aus reiner Panik vor dem Wahlverhalten der Brandenburger, ist faktisch unmöglich, da es einfach zu viel ist. Die Geschosse der medialen Stalinorgeln pfeifen durch den Äther, dass man nichts anderes mehr hören kann. Und genau das dürfte auch der Grund sein. Hier muss ich dazu nichts mehr schreiben, hier weiß jeder Bescheid, und dort, wo man Bescheid geben müsste, wird man gesperrt, wenn man es versucht. Also lasse ich es und warte mal ab, was die Stimmenauszählung in Brandenburg ergibt. Prognose: AFD wird stärkste Kraft, die Brandmauer verteidigt aber erfolgreich die Unseredemokratie gegen irgend eine Stimmenmehrheit des Wahlpöbels und Woidke scholzt sich zum neuen alten Ministerpräsidenten. So, jetzt heißt’s abwarten.

***

Es ist keine Remigration, vor der die brüllenden Verteidiger der Unseredemokratie sich im Angesicht der befürchteten Machtergreifung der „gesichert Rechtsextremen“ sorgen, sondern dass die jungen, virilen und gelegentlich verhaltenskreativen gesichert Verbleibenden aus den ihnen bereitgestellten Hotels und Kreuzfahrtschiffen in schnöde Containersiedlungen deportiert werden, die von den gemein feixenden Schwefelbrüdern dann in die direkte Nachbarschaft der Nobelviertel gestapelt werden, in denen jene begeisterten Bejubler der Bereicherung wohnen, die von dieser in ihrer Blase aus Dienstwagen, Personenschutz und Privatschule für die Sprösslinge bisher verschont blieben. Intensivkriminelle Dauergäste der Polizeistationen, die sie auch nach dem hundertsten Besuch wegen diverser Gewalttaten wieder als Freifuß verlassen können, gehören nicht abgeschoben, sondern in die direkte Nachbarschaft jener verpflanzt, die Broschüren herausgeben, wie man Abschiebungen vereitelt und jeden als Fascho den nützlichen Idioten ihrer linksradikalen Sturmabteilungen als Ziel markieren, der die Abschiebung Intensivkrimineller fordert.

Das ist die wahre Angst der Willkommensklatscher aus der Boboblase, die hofften, mit einem Teddybär und ein paar regierungstreuen Kampfparolen zwei Fliegen mit einer Klatsche geschlagen zu haben, nämlich erstens sich selbst in den Rang des moralischen Herrenmenschen und damit über die latent rassistischen Untermenschen des Lumpenproletariats zu erheben und zweitens alle daraus entstehenden Reibungs- und Abnutzungsprobleme genau diesem Lumpenpack umzuhängen, um selbst davon verschont zu bleiben. Im Falle des Drehens der politischen Machtverhältnisse ist daher nicht deren größte Angst, dass man ihre Goldstückchen wieder heimwärts verabschiedet, sondern dass man diese in ihre Filterblase verfrachtet. Das birgt nämlich die Gefahr des persönlichen Absinkens vom Guterassismus des Bereicherungsbesoffenen in den Erfahrungsrassismus der Bereicherungsbetroffenen. Dann wäre alles umsonst gewesen und der Status des moralischen Herrenmenschen dahin.


Heute vor sechzig Jahren

von LePenseur
 
 
... verstarb nach langer Krankheit der langjährige erste Ministerpräsident der DDR: Otto Grotewohl. Ein Mann, dessen schon seit vielen Jahren, wenn überhaupt, dann gehässig gedacht wird. Wenn man das Regime bedenkt, an dessen Leitung er beteiligt war, nicht wirklich verwunderlich. Aber dennoch ... aber dennoch ...

Ist es die ganze Wahrheit, wenn man in ihm den karrieristischen Verräter der Demokratie zu erblicken glaubt (als ob es derer nicht weitaus dezidiertere gegeben hätte, hüben wie drüben ...)?
 

Vor zehn Jahren habe ich einen Artikel über ihn veröffentlicht, da lag sein Tod fünfzig Jahre zurück. Nun sind es sechzig — und wurden für mich zum Anlaß, meinen damaligen Artikel nochmals zu lesen und zu überdenken ...
»Manches war doch anders«
… lautet der Titel der lesenswerten Lebenserinnerungen des — zu Weimarer Zeiten — DDP-, und nach 1945 CDU-Politikers Ernst Lemmer. Und dieser Titel könnte auch über der Biographie jenes Mannes stehen, der heute vor fünfzig Jahren, am 21. September 1964, verstarb: Otto Grotewohl, erster DDR-Ministerpräsident (und auch einziger, denn nach ihm hießen Stoph, Sindermann, und bis 1989 wieder Stoph nur mehr »Vorsitzende des Ministerrates der DDR«). Von den einen (sehr wenigen!) als Mitbegründer einer Einheitspartei der sozialistischen Arbeiterschaft gefeiert, von den anderen (weitaus zahlreicheren!) als Totengräber der Sozialdemokratie in der Sowjetzone, als karrieregeiler Opportunist, als unfähiger Schwächling, oder als was auch immer, aber nichts Gutes verfemt, »schwankt sein Charakterbild in der Geschichte«. Die biographischen Details gibt die Wikipedia durchaus ausreichend, hier aber soll es um die Motive, menschliche Hinter- (und vielleicht auch Ab-)gründe gehen. 
An den damaligen Artikel schloß sich nur eine kurze, nicht allzu belangvolle Diskussion. Vielleicht kommen einige neue Gedanken bei der heutigen »Neuauflage« dazu.

Freitag, 20. September 2024

Mal kurz nachgedacht, liebe Brandenburger ...

Gastkommentar
von Nereus
 
 
Wichtige Kriegstreiber-Information vor den Landtagswahlen in Brandenburg: 
 
Das EU-Parlament hat heute über die künftigen Ukraine-Hilfen abgestimmt, wobei u.a. auch die Lieferung von Langstrecken-Raketen gefordert wird. Das Thema an sich und dessen mögliche Konsequenzen sollten bekannt sein.
 
Punkt 10 des Entwurfs der Resolution Nummer 2024/2799, der nunmehr unverändert angenommen wurde:
"[Das Europäische Parlament …] betont, dass unzureichende oder verzögerte Lieferungen von Waffen und Munition die Gefahr bergen, dass die bisherigen Bemühungen untergraben werden, und fordert daher die Mitgliedstaaten nachdrücklich auf, ihre militärische Unterstützung mit äußerster Dringlichkeit erheblich aufzustocken und deutlich zu beschleunigen, insbesondere die Bereitstellung von Waffen und Munition als Reaktion auf einen eindeutig festgestellten Bedarf, einschließlich TAURUS-Raketen; (…) verurteilt die Beschränkungen, die dem Einsatz westlicher Waffen für legitime militärische Ziele auf russischem Hoheitsgebiet auferlegt wurden und die den Rechten der Ukraine nach dem Völkerrecht widersprechen; ist der Auffassung, dass die EU in diesem Kampf gegen Straflosigkeit und für den Frieden eine Führungsrolle übernehmen muss."
Ich habe mir erlaubt, daß Stimmverhalten der deutschen EU-Parlamentarier zu überprüfen und kam auf folgende Ergebnisse:


Für die CDU/CSU haben 20 Abgeordnete teilgenommen und alle mit JA gestimmt.
Für die SPD haben 10 Abgeordnete teilgenommen und alle mit JA gestimmt.
Für die GRÜNEN haben 12 Abgeordnete teilgenommen und alle mit JA gestimmt.
Für die FDP haben 3 Abgeordnete teilgenommen und alle mit JA gestimmt.

Für die AfD haben 13 Abgeordnete teilgenommen und alle mit NEIN gestimmt.
Für das BSW haben 5 Abgeordnete teilgenommen und alle mit NEIN gestimmt.
 
Die anderen Parteien spielen keine Rolle und wenn ich mich verzählt haben sollte, dann könnt ihr die Korrektur behalten, weil der Trend glasklar ist.
 

Also, liebe Brandenburger!

Die System-Parteien möchten, daß wir ins Visier des Kreml geraten und im Ernstfall mit Hyperschall-Raketen beschossen werden und/oder  — wenn überhaupt nichts mehr mit Vernunft geht —  sogar mit Atomwaffen.

Nur die AfD und das BSW haben konsequent dagegen gestimmt.

Wenn jetzt nicht der Groschen fällt, dann klären wir das später in einer ernsthaften Auseinandersetzung in der Schlange vor der Suppenküche oder beim Kampf um den Platz im Atombunker.

HABT IHR DAS VERSTANDEN?
 
 

Das FPÖ-Wahlprogramm

von Deliberator  Austriacus 
 
 
Bachheimer analysiert, wie zuvor das ÖVP-Wahlprogramm, nun auch jenes der FPÖ und zitiert eine Reihe von Punkten (Stärkung der Souveränität Österreichs, Bekämpfung der Ausländerkriminalität, Forcierung der Prävention und Eigenverantwortung in der Gesundheitspolitik etc.), die so nicht (und zwar auch nicht einmal ansatzweise!) in den Programmen der anderen Parteien zu finden sind:


Bachheimer weist darauf hin, daß die FPÖ aktuell als einzige Partei im Programm dem digitalen Euro mit großer Skepsis gegenübersteht, da der Bürger dadurch in Gefahr gerät, seine wirtschaftliche und finanzielle Unabhängigkeit zu verlieren. Ein wichtiger Punkt in der Freiheitsdiskussion, denn alle anderen Grundrechte sind dann, wenn der Bürger sich ihre Ausübung wirtschaftlich/finanziell einfach nicht mehr „leisten“ kann, Schall und Rauch. Ein genuin „freiheitlicher“ Gedanke, dessen Vernachlässigung (oder sogar bewußte Hintertreibung!) durch die anderen Parteien entlarvend ist.

Heute vor zehn Jahren

von LePenseur
 
 
... ging die Volksabstimmung in Schottland gegen die Abspaltung von England aus. Da kam es dann doch nicht zu der von den schottischen Nationalisten ersehnten Rückabwicklung des Union Jack:
 

Vor zehn Jahren gab's dazu auf unserem Blog einen Artikel zu lesen:
Schottland bleibt
Jetzt ist es also amtlich: Schottland bleibt englisch. Bitte jetzt keine klugen Belehrungen darüber, daß es nicht »englisch« bleibe, sondern »britisch« — das sind bloß Augenauswischereien angesichts der Bevölkerungszahlen!

Trotz aller spannungssteigernder Medienmeldungen, daß ein »Kopf-an-Kopf-Rennen« zu erwarten stehe, daß die Unabhängigkeitsbefürworter knapp die Führung übernommen hätten, und was an dergleichen Schlagzeilengeklingel sonst noch wohlfeil ist — es war wohl von vorneherein reichlich unwahrscheinlich, daß die Abstimmung anders ausgehen würde, als sie letztlich ausging.
Nun, mittlerweile kam es zu einer Menge von Änderungen auf den britischen Inseln: eine nicht nur geachtete, sondern auch sehr beliebte alte Dame räumte ihren Sitz auf dem Thron und wurde von ihrem nicht ganz so geachteten und beliebten Sohn beerbt (der, wenn die Auguren richtig liegen, bald selbst wieder beerbt werden wird), Großbritannien verließt die EU, eine Reihe unfähiger und skandalöser Ministerpräsidenten führten zur Implosion der Konservativen, ein zu Totalitarismus neigender Soze führt das Land durch seine Polizei in Richtung Pseudo-Demokratie und Pseudo-Rechtsstaat ... also kann durchaus eine Situation entstehen, in der das damalige Referendum nicht mehr Bestand hat. Vielleicht nicht heute oder morgen, aber in einer auch für einen älteren Mann wie LePenseur durchaus noch erlebbaren Zeitspanne.

Es bleibt spannend, wie so vieles. Mal davon abgesehen, daß bei der aktuellen Kriegstreiberei aus London durchaus die Situation eintreten mag, in der es dann völlig gleichgültig ist, welche Flagge über einem atomar verseuchten Territorium noch weht — sofern noch eine wehen sollte ...
 

Donnerstag, 19. September 2024

Interessante Information bei Pepe Escobar

von kennerderlage
 
 
Ich habe keine Ahnung, ob es stimmt – falls ja, dann hat Israels Regierung einige Argumentationsprobleme:
 
Pepe Escobar:

UPDATE ZUM ISRAELISCHEN PAGER-ANGRIFF

Der israelische Pager-Angriff war KEIN Cyberangriff und schon gar kein Hackerangriff.

Es war elektronische Kriegsführung – möglicherweise war der Westen DIREKT daran beteiligt.

Taiwans Golden Apollo, der Hersteller der Pager, betont, dass sie tatsächlich von einem EUROPÄISCHEN Lizenznehmer hergestellt wurden, der leicht von israelischen Geheimdiensten infiltriert worden sein könnte.

Darüber hinaus richtete sich der Angriff nicht nur gegen die Hisbollah, sondern vor allem gegen Ärzte und Krankenschwestern.

Die EINZIGE Ausnahme war das Krankenhaus der Amerikanischen Universität in Beirut: Sie forderten ihr Personal vor 10 Tagen auf, ihre Pager auszutauschen.

Das Ziel der Operation waren also im Wesentlichen ZIVILISTEN.

Ergo ist das schlichter Terrorismus.

 

Merz soll Deutschland »wieder stark machen«. Soso!

von kennerderlage
 
 
Dushan Wegner "hits the nail":
Eine Sensation! Der 71-jährige Larry Fink hat angekündigt, dass er nun Kaiser von Deutschland werden wird … Nein, Moment, da habe ich wohl etwas verwechselt: Es ist der viel jüngere 68-jährige Friedrich Merz, von welchem uns mitgeteilt wurde, dass er der nächste deutsche Kanzler sein wird. – Mir ist unklar, wie ich das verwechseln könnte!

Wir alle sind noch schwer geschafft von der Merkel-Ära. Irgendwann sagte Merkel dann halt, »ist mir egal, ob ich schuld bin«, und dann durfte Herr Kann-sich-nicht-an-CumEx-erinnern dran.

Nun also soll Herr Merz drankommen.
Selten so gelacht! Und dann gedacht: wenn Wahlen was bewirkten, waeren sie schon verboten. Was erwarten wir denn anderes ...?

Der Osten Rumäniens unter Wasser

von Helmut
 
 

Am Samstag, den 14.9.2024 hat sich was ereignet, was ich noch niemals gesehen habe: https://www.facebook.com/reel/1040605380546317

Das ist zwar 500 km weiter östlich von uns, dieser Kreis Galati, aber trotzdem. Eingeschossige Häuser, bis zum Dachansatz im Wasser, - das ist schon extrem.

In diesem Film ist von zwei Ortschaften die Rede. Bei der ersten Ortschaft bin ich irgendwie sprachlos. Woher das viele Wasser? Da ist weit und breit kein Fluss oder Bach zu sehen.

http://comuna.info/harta-valea-marului-gl/

Auch nicht im google-street.

 

Mittlerweile spricht man von 6 Toten, aber es werden sicher noch mehr werden, wenn die Wassermengen abgeflossen sind und man in die Häuser hinein kann.

Auf der Suche nach der Begründung, gerade in dem Dorf Valea Marului, wo kein Fluss in der Nähe und alles ebene Felder sind, habe ich nur das gefunden: zwischen 150 und 160 lt Wasser pro m² infolge eines extremen Wolkenbruchs und Fehlen einer geeigneten Kanalisation.

https://www.directupload.eu/file/d/8681/qd3d48z2_webp.htm

Die verzweifelte Aussage einer der Geretteten: "Ich kann hier nichts mehr retten. Die Möbel sind kaputt, die Kleidung ist ruiniert, das Getreide ist mit dem Wasser weg, die Tiere sind tot, alles ist weg. Wir haben nur noch die Kleider, die wir am Leibe tragen. Die Wände des Hauses sind durch die Kraft des Wassers zerbrochen, die Türen sind aus den Angeln geflogen, in etwa drei Tagen wird es einstürzen, ich kann nichts mehr tun...", erzählt eine Einheimische unter Tränen.

Gott behüte - die armen Leute....

https://www.directupload.eu/file/d/8681/srdifsp7_jpg.htm

Aber man kann sich das mit den Regenmengen schon irgendwie vorstellen, bei diesem Foto:

https://www.directupload.eu/file/d/8681/mnpqu97d_jpg.htm
 

Bibi kann nicht nur Doppelwumm wie Scholz. Bibi kann tausendmal mehr (glaubt er ...)

Gastkommentar
von Nereus

 

1. Wenn sich die Umstände ändern – Jemen contra Israel
 
Netanyahu beabsichtigt in den Libanon einzumarschieren, was eine sehr riskante Situation für den Nahen Osten schaffen dürfte. Erstens sind die Hisbollah ein viel mächtigerer Gegner als die Hamas und in einem solchen Konflikt kämen neue Beteiligte ins Spiel, die das Kriegsgebiet erweitern würden.

Kann man den Irren von Zion aufhalten?Zumal ihm die Zeit davon läuft, da sich in ca. 2 Wochen das Wetter ändert, welches der israelischen Luftwaffe nicht mehr eine umfassende Sicht erlauben würde, wie kürzlich Alastair Crooke berichtete. Daraus folgt, er muß bis Ende September handeln.

Diese Gefahr scheinen auch andere Leute zu erkennen und treten dabei in Aktion. Nein, nicht die USA oder Russland oder China oder Europa. Diese Rolle fällt dem Jemen zu mit seinen Houthi-Rebellen. Larry Johnson schreibt in seinem aktuellen Artikel:

Der gestrige Raketenangriff der Houthi in Israel ist etwas Neues und Dramatisches - ein Wendepunkt.
..
Die Rakete der Houthi hat in elf Minuten 1200 Meilen zurückgelegt. Wie schnell ist das? 6.666 Meilen pro Stunde.  Das, Jungs und Mädels, ist eine Hyperschallrakete.
..
Eine Hyperschallrakete ist etwas, das sich mindestens mit der fünffachen Schallgeschwindigkeit fortbewegt.

Weder die Vereinigten Staaten noch Israel haben meines Wissens eine einsatzfähige Hyperschallrakete.  Die Frage ist also: Woher haben die Houthis diese Rakete? Die Houthis behaupten, sie hätten sie selbst gebaut.  Ich zweifle zwar nicht an ihrer Hartnäckigkeit und ihrem Einfallsreichtum, aber der Jemen verfügt nicht über die wissenschaftliche und technische Infrastruktur, die zur Entwicklung und Herstellung einer Hyperschallrakete erforderlich ist. Russland hat sie, und Berichten zufolge, die vor einem Jahr veröffentlicht wurden, auch der Iran.

Wir erinnern uns, als Putin von den roten Linien sprach und man in der CIA munkelte, ob er die Houthis bewaffnen könnte. Nun ahnen wir es – Er kann es. Oder sie wurde vom Iran geliefert. Wir wissen es nicht.
[[hae]]
Was wir aber wissen, dem Werte-Westen steht ein Gegner gegenüber, der sich nicht mehr herum kommandieren läßt und der zeigt, was er drauf hat. Die Rakete konnte nicht abgefangen werden und wurde diesmal noch „neutral“ platziert. Das ist ein Wendepunkt oder game changer, wie man neu-deutsch sagen würde.
Vor diesem Raketenangriff sonnte sich Israel in der Illusion, dass es über eine undurchdringliche eiserne Kuppel verfügt, die in der Lage ist, Raketen und Flugkörper abzuwehren, die von der Hisbollah und dem Iran abgefeuert werden.
Niemand im Westen, zumindest nicht öffentlich, hat damit gerechnet, dass die Houthis eine Hyperschallrakete in die Hände bekommen und Tel Aviv treffen würden.
Damit könnte man auch US-Flugzeugträger im Mittelmeer versenken, nur mal so als Überlegung. Hat man diese Botschaft in Israel und den USA verstanden? 
[[hae]]

Haaretz berichtet, dass Netanjahu darauf aus ist, den derzeitigen Verteidigungsminister Gallant zu entlassen, weil dieser sich weiterhin einer israelischen Invasion im Südlibanon und einer Eskalation des Krieges mit der Hisbollah widersetzt.

Berichten zufolge will Netanjahu Gallant durch den Oppositionspolitiker (und ehemaligen Erzfeind Netanjahus) Gideon Sa'ar ersetzen.
Sa'ar spricht sich für eine Ausweitung des Krieges im Südlibanon und die Rückkehr der 60.000 israelischen Flüchtlinge aus, die ihre Heimat im Norden Israels verlassen haben.

Wir leben auf Messers Schneide. Israel ist entschlossen, einen Krieg zu führen, den es nicht gewinnen kann, während die Ukraine am Rande eines massiven militärischen Zusammenbruchs taumelt.
Diese Umstände schaffen die Möglichkeit für Fehlentscheidungen, die die Welt buchstäblich in Brand setzen könnten.

Wie gesagt, das Zeitfenster für einen solchen Angriff schließt sich bis Ende September.

 
2. Die Dramatik nimmt zu - mehrere hundert Hizbollah Kämpfer verletzt
 
Al Jazeera meldet: Hisbollah-Mitglieder durch explodierenden Geräte verletzt.

Wir haben begonnen, Berichte von Zeugen nach den Explosionen in verschiedenen Teilen des Libanon zu erhalten.
"Wir haben keinen Platz mehr im Krankenhaus", sagte eine Frau in Beirut.
„Hier sind mehr als 400 Männer. Ihre Pager explodierten, die sie für die Kommunikation nutzen.“
..
Das Public Health Emergency Operations Center des Gesundheitsministeriums hat eine dringende Erklärung veröffentlicht, in der es heißt, dass "eine große Anzahl von Menschen mit verschiedenen Verletzungen in libanesischen Krankenhäusern ankommt, und es wurde zunächst festgestellt, dass die Verletzungen mit der Explosion von drahtlosen Geräten zusammenhängen, die sich im Besitz der Verletzten befanden".
..
Der Militäranalytiker Elijah Magnier sagte Al Jazeera, dass die Hisbollah stark von den sogenannten Pagern abhängig ist, um zu vermeiden, dass Israel die Kommunikation seiner Mitglieder abhört.

Er deutete auch an, dass diese Geräte vor dem Vertreibungsverwöhnungsdienst gewesen sein könnten, bevor sie unter den Hisbollah-Mitgliedern verteilt wurden.
„Das ist kein neues System. Es wurde in der Vergangenheit verwendet“, sagte er.

"In diesem Fall gab es also Beteiligung eines Dritten .. um den Zugang zu ermöglichen .. die Explosion aus der Ferne zu aktivieren", sagte er.
(Quelle): 

Das wird wohl nicht unbeantwortet bleiben. Das sieht alles nicht gut aus ...
 
 
3. Pager Explosionen - Hersteller aus Taiwan und Ungarn - alles sehr mysteriös
 
Die taiwanesische Firma Gold-Apollo ließ ihre Pager in Ungarn von Fa. BAC Consulting Kft. herstellen. Warum nicht, solche Konstruktion dürfte es x-fach geben. Aber eine Beratungsfirma stellt elektronische Geräte her? 
[[hae]]
Auch das hat vielleicht noch nichts zu bedeuten.

Aber nun kommen wir zu den Eigentümern bzw. Direktoren, siehe hier: https://companywall.hu/v%C3%A1llalat/bac-consulting-kft/MMB5vTHq

Dort findet man eine Frau Christian Bársony-Arcidiacono.

Auf der Website von BAC, die mit generischen Bildern gefüllt ist, wird als Geschäftsführerin und Gründerin Cristina Arcidiacono-Barsony angegeben, dass das Unternehmen auf Beratung in verschiedenen Bereichen wie Umwelt, Entwicklung und internationale Beziehungen spezialisiert ist. Als offizielle Adresse ist ein privater Wohnsitz in Budapest angegeben.

Die Website bietet nur wenige Details zu spezifischen Projekten oder Kunden, statt dessen finden sich vage Beschreibungen und Archivbilder. Bei einem Projekt wird die Europäische Union als Kunde genannt, doch der Begleittext ist spärlich und enthält keine Einzelheiten. In einem anderen Projekt wird behauptet, das Unternehmen habe bei der Entwicklung von Technologien und einer „Geschäftsbrücke“ in Asien geholfen, wobei auch hier keine genauen Angaben gemacht werden.

Die Website der Firma selbst ist nicht erreichbar. Ich würde sagen Briefkasten-Firma, wegen der Steuern und um authentisch zu wirken:

BAC Consulting Kft.2022
1142 Budapest, Szőnyi út 33/A
Adószám: 27859845-2-42 Cégjegyzékszám: 01 09 400938

Quelle: https://ceginfo.hu/ceg-adatlap/bac-consulting-kft-0109400938.html

Hier kann man die Residenz der BAC Consulting sehen. Wenn da nicht eine nachrichtendienstliche Tarnung dahinter steht, fresse ich einen Besen. Das dürfte noch spannend werden. Aber was auch interessant ist: man hat den Anschlag vorverlegen müssen. 

Das Portal The Cradle meldet:  

Der israelische Terrorangriff gegen den Libanon am 17. September wurde vorzeitig ausgeführt, nachdem Tel Aviv Informationen erhalten hatte, dass Hisbollah-Mitglieder entdeckt hatten, dass ihre Pager manipuliert worden waren, so ein Bericht von Al-Monitor.

Das Blatt berichtete am 18. September, dass zwei Hisbollah-Mitglieder herausgefunden hätten, dass die bei dem Anschlag verwendeten Pager manipuliert worden seien, und dass Israel beschlossen habe, den Anschlag vorzeitig auszuführen, nachdem es Informationen über diese Entdeckung erhalten habe.

Al-Monitor zitierte Quellen, die besagten, dass Tausende von Pagern mit Sprengstoff versehen wurden, bevor sie an die Hisbollah geliefert wurden.
Der Plan sei gewesen, die Pager im Falle eines totalen Krieges zwischen der Hisbollah und der israelischen Armee zur Explosion zu bringen.
Der israelische Terroranschlag sei sogar vor Washington geheim gehalten worden, heißt es in dem Bericht weiter.

Axios berichtete am Mittwoch außerdem, dass der Angriff verfrüht gestartet wurde, weil Israel befürchtete, die Hisbollah habe den Plan durchschaut.
Es war ein „Use it or lose it“-Moment“, sagte ein US-Beamter gegenüber Axios.

„Der israelische Geheimdienst plante, die mit Sprengfallen versehenen Pager, die er in den Reihen der Hisbollah platzieren konnte, als überraschenden Eröffnungsschlag in einem umfassenden Krieg zu verwenden, um zu versuchen, die Hisbollah zu lähmen“, zitiert Axios einen informierten israelischen Beamten.

Das israelische Verteidigungsministerium habe beschlossen, den Terroranschlag jetzt auszuführen, um nicht weiter zu riskieren, entdeckt zu werden, heißt es in dem Bericht weiter.

„Am Dienstagnachmittag Ortszeit, einige Minuten bevor die Pager im Libanon zu explodieren begannen, rief [der israelische Verteidigungsminister Yoav] Gallant den US-Verteidigungsminister Lloyd Austin an und teilte ihm mit, dass Israel in Kürze eine Operation im Libanon durchführen werde, weigerte sich jedoch, konkrete Einzelheiten zu nennen“, so Axios.

Sky News Arabia zitierte am Dienstag „exklusive Quellen“, denen zufolge es dem israelischen Mossad gelungen sei, die Kommunikationsgeräte der Hisbollah abzufangen, bevor sie an die Gruppe geliefert wurden, und fügte hinzu, dass israelische Agenten „eine Menge des hochexplosiven Materials Pentaerythritol-Tetranitrat (PETN) in die Batterien der Geräte einbauten, die durch eine Erhöhung der Temperatur der Batterien zur Explosion gebracht wurden“.

Eine hochrangige libanesische Sicherheitsquelle wurde von Reuters am Mittwoch mit den Worten zitiert, der israelische Mossad habe den Sprengstoff in 5.000 Pager eingebaut, bevor diese in den Libanon gelangten.

Hier wird von Sprengstoff in kleinen Mengen gesprochen und Edward Snowden scheint es ähnlich zu sehen:

„Da immer mehr Informationen über die explodierenden Piepser im Libanon eintreffen, scheint es nun wahrscheinlicher zu sein, dass es sich um implantierten Sprengstoff und nicht um einen Hack handelt. Und warum? Zu viele übereinstimmende, sehr schwere Verletzungen. Wenn es überhitzte Batterien wären, die explodieren, würde man viel mehr kleine Brände und Fehlzündungen erwarten.“

Die Story mit dem zu frühen Zünden kann plausibel sein. Während einer kriegerischen Operation wären die Auswirkung noch viel dramatischer.

Hat Israel den Joker zu früh ausgespielt?
 

Mittwoch, 18. September 2024

Das Problem der österreichischen Bahn mit dem Hochwasser

von Helmut
 
 

Es dreht sich um den 17.9.2024. Beginnen wir mal mit diesem Post auf facebook:

https://www.facebook.com/unsereOEBB/posts/pfbid02YK9va8rhVwo5Zit6X45EKFa2ykmsg7RqELgkaWJmTfHfDyW5rrdgvTmuauMMfDKHl?comment_id=1243886950369010&reply_comment_id=26589931567320903

Die Kernaussagen daraus sind diese:

Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die von den schweren Unwettern betroffenen Strecken wieder für euch zu öffnen.

Und

Bitte prüft vor Fahrtantritt auf ÖBB SCOTTY, www.oebb.at oder beim ÖBB Kund:innenservice unter 05-17 17 eure Verbindungen. Aktuelle Infos findet ihr laufend unter https://bit.ly/4d3Gr2t.

Darauf kam ein Kommentar von einer Rechtsanwältin mit Namen Alexandra Posch:

Danke ÖBB für die Unfähigkeit zu kommunizieren. Danke, dass ich dauernd umsonst zum Bahnhof fahren darf. Danke, dass keine Informationen weitergegeben werden und danke, dass bei der Servicehotline, gerade in der jetzigen Situation niemand erreichbar ist. Und bitte keine Ausreden, dass die Telefone überlaufen vor Anfragen. Das ist leider in normalen Zeiten nicht anders. Gerade jetzt muss man halt aufstocken. Wenn schon keine Züge fahren, muss man das Personal dann eben anderweitig sinnvoll einsetzen!!! Ich wundere mich wirklich wofür die Verantwortlichen dieser chaotischen, unzumutbaren Zustände bezahlt werden

Dazu schreibt ein Peter Müller:

Danke für diese unnötige Jammerei. Schon einmal etwas vom Internet gehört?

Und ein Kurt Schreiber:

Ziemlich blöd, dass was Alexandra Posch von sich gibt. Ich habe den Titel Rechtsanwältin bewusst herausgestrichen.

Was mich veranlasst hat, hier tacheles zu reden. Natürlich bin ich mir dessen bewusst, dass die meisten Kommentare in facebook f.d.A. sind. Inkompetent, emotional, ohne Sachkenntnis. Aber trotzdem wollte ich das so nicht stehen lassen. Dazu kommt, dass es mich und meine Frau aktuell betroffen hat und ich somit über Infos aus erster Hand verfüge.

Mein Kommentar dazu:

Die Kritiker von Frau Posch sind vermutlich Leute, die entweder mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren oder sonst keine Ahnung von der frappanten Situation haben. Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen, heute zwischen 5 und 7 Uhr mehr als 20 Telefonate zu führen, weil die ganze Situation einfach undurchsichtig war. Ich bin mir vorgekommen wie im Krieg.

Was war passiert: Meine Frau fährt gestern Abend von Siebenbürgen aus mit dem Schlafwagen nach Wien. Auf die Frage, am Schalter vor der Abfahrt, ob mit der Strecke alles in Ordnung sei, bekam man zur Antwort, - bis zur österr.-ungarischen Grenze ja, weiter weiß man nichts Genaues. Also, es wurden an die Fahrkartenschalter der rum. Eisenbahn von der ÖBB keine Infos weitergegeben, oder die rum. Eisenbahn (CFR) hat das nicht weitergegeben. Wer weiß das schon.

Fakt ist, - im Hbf Budapest raus aus dem Zug und mit einem anderen kleinen Zug (ohne Schlafwagen) weiter bis Hegyeshalom. Dann war Schluss mit Lustig. Rien ne va plus. Nun habe ich mich bemüht, da klare Infos zu bekommen, z.B. was Schienenersatzverkehr betrifft oder alternative Buslinien. Meine Frau musste ja unbedingt nach Wien, wo sie erwartet wurde.

Da habe ich gemerkt, welches Chaos da existiert. Am Abend zuvor habe ich über die ORF-Seite was über die Befahrbarkeit im Osten rausbekommen:

https://oe3.orf.at/stories/3043524/

Man schreibt: die Ostbahn zwischen Wien und Hegyeshalom (H) (ab morgen, 18.9. wieder in Betrieb).

Die Ostbahn ist was anderes als die internationale Zugverbindung mit IC und ICE von Wien nach Budapest. Die Ostbahn geht über die vielen Dörfer, beginnt mit Himberg, etc. etc. Parndorf, usw. Von der internationalen Strecke war keine Rede.

Im Internet war da auch nichts ersichtlich. Bei so manchen Seiten kommt nur Blödsinn heraus:

https://www.unsereoebb.at/de/artikel/2022/oebb-streckeninfo

Scotty ist nur was für Inländer. Wenn ich aus dem rumänischen Netz das anwähle, dann kommt nichts, weil das ja gebührenpflichtig ist und dem ausländischen Netzbetreiber nicht aufs Auge gedrückt werden kann. Dann gibt’s noch die Telefon-Hotline 05-1717. Die kann man aus dem Ausland anwählen. Aber nachdem ich fast eine Stunde lang dran war, und sich niemand gemeldet hat, habe ich‘s aufgegeben. O.k., die Entschuldigung – die Leitung ist aufgrund der vielen Anrufe überlastet, die lasse ich gelten, - aber die hilft mir nicht weiter.

Nur so als Eindruck, was ich alles versucht habe:

https://www.msn.com/.../%C3%B6bb-st%C3.../ar-AA1qE3UU

https://www.tt.com/.../weiter-massive-einschraenkungen-im...

https://www.polizei.gv.at/bgld/lpd/dst/dienststellen.aspx...

https://www.nickelsdorf.gv.at/bue.../sicherheit/grenzpolizei

https://www.postbus.at/de/

(da wird man wieder auf Scotty verwiesen, wie sinnvoll)

https://infrastruktur.oebb.at/.../geschaeft.../it-tools/sfit

Da habe ich wenigstens einen Gesprächspartner am Telefon gefunden. Der hat mir Alternativen aufgezeigt. Z.B. eine Buslinie von Nickelsdorf nach Bruck, und von dort gäbe es einen Schienenersatzverkehr zum Wiener Hbf. Der Haken: Der Bus aus Nickelsdorf ( den man mit einem ungarischen Taxi erreichen kann, das einen von Hegyeshalom nach Nickelsdorf bringt), der fährt erst 4 Stunden nach der Zugankunft in Hegyeshalom. Der Ersatz von Bruck nach Wien sollte angeblich im Stundentakt gehen.

Dann habe ich weiter telefoniert:

https://www.vor.at

Da sagte man mir, dass man nicht sicher sei, dass die mir eben genannten Busverbindungen auch funktionieren würden, auch der Schienenersatzverkehr von Bruck nach Wien wäre fraglich.

Natürlich habe ich dann einige Hintergründe herausbekommen, die ich auch nachvollziehen kann. Die Depots der staatlichen und privaten Busunternehmer stehen voll mit Bussen, sie würden jederzeit einspringen, aber sie haben keine Busfahrer. Auch verständlich, wer beschäftigt denn „auf Verdacht“ Busfahrer. Also kann das mit dem Schienenersatzverkehr nur dann funktionieren, wenn eine Streckenstilllegung von langer Hand geplant und die Leistungen dafür seit langer Zeit ausgeschrieben sind.

Das Endergebnis war, dass meine Frau von Hegyeshalom mit einem ungarischen Taxi bis nach Wien gefahren ist, wo sie bereits erwartet wurde. Die Asfinag hat mir vorher telefonisch die Auskunft erteilt, dass die A4 durchgehend befahrbar ist. Sie musste ja noch weiter, in eine Ortschaft hinter Wr. Neustadt, aber das haben wir schon am Vortag in Erfahrung bringen können, dass dort auch keine Bahnverbindung intakt ist. Aber diese Info haben wir nicht aus dem Internet, sondern von den Einwohnern dieser Gegend. Meine Frau ist ja nicht in Urlaub nach Österreich gefahren, sondern sie hat einen Pflegefall zu betreuen, einen Rollstuhlfahrer, der auf sie wartet.

Irgendwelche sonstigen telefonischen Hilfen, - vergiss es, ganz schnell. Bahnhofsmission hat man schon vor Jahren abgeschafft, und die Telefonnummern, - entweder es hebt keiner ab, oder es kommt die Standard-Antwort: Tut mir leid, das wissen wir nicht.

Meine Beurteilung:

Ja, es handelt sich hier um ein unvorhergesehenes Ereignis bei der Überschwemmung. Aber eine Organisation wie die ÖBB muss auch für diese Fälle über ein Krisenmanagement verfügen, wenn sie über den Status eines Würstelstandes hinauskommen will.

In erster Linie geht es um die Informationen, die man über klar benannte Infoseiten im Internet erfahren kann, und die auch konkret der Realität entsprechen, oder/und über Hotlines, per Telefon, die man sowohl im In- und auch im Ausland anwählen kann, die auch genügend besetzt sind, sodass man in einer akzeptablen Zeit jemanden an den Apparat bekommt.

Um es beim Namen zu nennen: Es geht darum, dass diejenigen Bahnbenützer, die sich in einer Notsituation aus dem einfachen Grund befinden, weil die Bahn nicht funktioniert, keinerlei oder allenfalls nur völlig unzureichende Infos bekommen können, die ihnen aus dem Dilemma nicht weiterhilft.

Dazu geht es um die Infos an die Nachbarländer, wenn internationale Strecken blockiert sind. Vom Aufzeigen der Ausweichmöglichkeiten will ich erst gar nicht sprechen, da ist die ÖBB sowieso überfordert.

Was sind wir? EU? Ach Gott, nicht einmal die Verkehrszeichen sind mittlerweile in der EU gleich, und da erwarte ich eine Koordination des Bahnverkehrs auf europäischer Ebene? Ich bin und bleibe halt ein Träumer.