von kennerderlage
Prof. Glenn Diesen und der ehem. US-Botschafter in Saudi-Arabien und stv. US-Verteidigungsminister Chas Freeman liefern sich eine hochinteressante Diskussion zu allen aktuellen Fragen der Geopolitik:
Dass auch Freeman in mancher Hinsicht mit Vorsicht zu betrachten ist, bringt ein Kommentarposter auf folgenden Nenner:
Freeman zählt zu den intelligentesten und offensten Stimmen des Establishments – doch seine Argumentation bedarf weiterhin einer genaueren Betrachtung. Sein „Westfalen“ ist die in den Internationalen Beziehungen verankerte, heilige Ursprungserzählung von Souveränität und Nichteinmischung, ein Mythos, der in der Kissinger-Ära (also in der Weltanschauung, in der Freeman aufgewachsen ist) kanonisiert wurde. Die von ihm beschriebene „Ordnung“ ist in Wirklichkeit das von den USA geförderte System der Nachkriegszeit: das Bretton-Woods-Finanz-system, die Dollar-Zahlungsabwicklung, Bündnisnetzwerke und die Zwangsinstrumente der Hegemonie (Sanktionen, eingeschränkter Finanzzugang, Zahlungsverkehr). Ob dieses System tatsächlich im Niedergang begriffen ist, ist umstritten. Unbestreitbar ist hingegen, dass die alte Mythologie – Amerika als „wohlwollender Hegemon“ – einer offeneren, real-politischen Selbst-darstellung weicht.
Jedenfalls ein sehr fruchtbarer Gedankenaustausch, den man sich ansehen sollte.
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