Mittwoch, 24. Mai 2017

"Eine Gesellschaft, die nicht entsprechend darauf reagiert, wenn ihre eigenen Kinder von Feinden abgeschlachtet werden, hat es nicht anders verdient, als von der Weltbühne geprügelt zu werden."

Ausgezeichneter Artikel von Werner Reichel auf Ortner-Online. Leseempfehlung!


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P.S.: und was entblödet sich nicht eine Kommentarposterin "Rosa Schmitz" wegen der folgenden, psychologisch völlig zutreffenden Sätze:
Die unzähligen kinderlosen Europäer haben nicht die geringste Ahnung, was so ein Blutbad für die überlebenden Kinder, ihre Eltern oder die Eltern und Geschwister der zerfetzten Opfer bedeutet. Nein, können sie nicht, auch wenn sie so tun als ob. Eine Eltern-Kind-Beziehung und all die daraus erwachsenden Gefühle, Bindungen und Verantwortlichkeiten sind für kinderlose Menschen einfach nicht begreif-, nicht nachvollziehbar. 
zu monieren? Das:
Sorry aber was soll das. „Die unzähligen kinderlosen Europäer haben nicht die geringste Ahnung, was so ein Blutbad für die überlebenden Kinder, ihre Eltern oder die Eltern und Geschwister der zerfetzten Opfer bedeutet. Nein, können sie nicht, auch wenn sie so tun als ob“ – man muss keine eigenen Kinder haben um hier nachempfinden zu koennen. So ein arroganter Kommentar hat of Ortneronline nichts zu suchen und ich hoffe dass er bald geloescht wird. 
Ach, weil einem eine Meinung nicht paßt, hofft man, daß sie bald gelöscht wird? Aber sonst geht's Ihnen noch gut, Frau Schmitz?


Gier

von Fragolin

Die nackte Gier nach Kohle treibt mich dazu, jetzt eine faire und gerechte Forderung zu stellen, die wegen ihrer Fairness und Gerechtigkeit zumindest von den Roten unbedingt unterstützt werden müsste: Ich fordere, da mein Blog für jeden Menschen mit Internetanschluss frei lesbar ist und der Information und Meinungsbildung dient und damit ein unverzichtbarer Bestandteil einer demokratischen und pluralistischen Gesellschaft ist, dass zumindest jeder Haushalt, der einen Internetanschluss oder ein Smartphone besitzt, besitzen könnte oder in der Lage wäre, sich so etwas anzuschaffen oder schenken zu lassen, per Gesetz dazu gezwungen wird, mir pro Monat eine fixe Gebühr von einem Euro zu überweisen. Über eine Sondergebühr für meine Entschädigung, weil ja jemand mein geistiges Eigentum kopieren und für sich nutzen könnte, denke ich noch nach.

Was, das erscheint irgend jemandem frech? Da kommt jemand auf die Idee, ich bräuchte ja nur Beitragszahler freischalten? Es wäre ja eine geradezu sittenwidrige, ekelhafte Zwangs-Abzocke sich einfach frech bei jedem zu bedienen? Es wäre krank, eine Zwangsabgabe zu fordern, die sich allein auf die Möglichkeit begründet, weil mir ja auch keiner Geld dafür zahlen muss, wenn ich am Straßenrand stehe und Würstel verkaufe, nur weil ich ihm die Möglichkeit gebe, ein Würstel kaufen zu können, auch wenn er gar keines will?

Mag ja alles richtig sein.
Für normale Menschen, für mich und für dich. Deshalb würde das bei mir auch nicht funktionieren.
Aber im Kopf eines Herrn Wrabetz existiert dies als ernst gemeinte Forderung. Der ORF stellt ungefragt und freiwillig seine Programme per Streaming ins Internet und begründet daraus eine Forderung, dass jeder GIS zahlen muss, der technisch in der Lage sein könnte, diese Dienste zu nutzen, auch wenn er es nie tut.

Und es wird funktionieren.

Und jeder, der im Herbst zur Wahl gerufen ist, sollte sich genau anschauen, welche Parteien diese Abzocke fördern. Und überlegen, ob er solchen Vereinen genug Vertrauen entgegenbringt, dass er glaubt, dass sie im politischen Tagesgeschäft in seinem Interesse handeln werden.

"Karthago musste zu seinem welthistorischen 'Wir schaffen das' schließlich auch dreimal Anlauf nehmen."

... beschließt Michael Klonovsky wenig tröstlich, doch leider realitätsnahe einige (selbstmurmelnd politisch höchst unkorrekte) Überlegungen zum 23. Mai 2017.


Antisemitismus

von Fragolin

Mehr als 20% der Einwohner Israels sind muslimische Araber, das sind immerhin gute 1,7 Millionen. Und wehe, der Judenstaat würde es sich erlauben, diese Leute irgendwie als zweitklassig zu behandeln. Deshalb quält und unterdrückt er sie auch sehr subtil mit gleichberechtigter Teilhabe an Sozialsystem, Gesundheitssystem, Arbeitsmarkt.

Nur als kleines Beispiel: Ein israelischer Soldat, der selbst in Notwehr einen angreifenden arabischen Messerstecher erschießt, muss sich in Israel vor einem Gericht zum Mordvorwurf verantworten. Ein Palästinenser, der jüdische Kinder im Schlaf meuchelt, wird in der arabischen Welt als Held gefeiert und, sollte jemand dieses feige Schwein doch noch erwischen, zum verehrungswürdigen Märtyrer im Heiligen Krieg ausgerufen. Der feige Meuchelmörder bekommt 72 Jungfern, der Soldat Handschellen.
Israel bestraft Mörder von Arabern.
Araber feiern Mörder von Juden.
Das ist der Unterschied, der gerne verschwiegen wird.

Ein paar Gedanken zu Israel hier.

Dienstag, 23. Mai 2017

Terroristen und andere Verbrecher

Was von den Verbrechern zu halten ist, die solche Greueltaten begehen, muß nicht weiter ausgeführt werden. Ich verkneife mir daher nähere Hinweise, daß solche Anschläge zwar niemals gänzlich verhinderbar sind, jedoch durch laissez-faire-Willkommenspolitik gegenüber jedem "rechtgläubigen" & sonstigen "Kulturbereicherer", der nach Europa einreisen will, entscheidend erleichtert werden.

Wer sich jedoch unter solchen Auspizien immer noch veranlaßt fühlt, den Gutmenschen ostentativ raushängen zu lassen (indem er z.B. die – ohnehin mehr als löchrige! – Schließung der Balkanroute als "Fehler" bezeichnet), darf sich nicht wundern, wenn die aufgebrachten Wähler sich irgendwann nur mehr verarscht vorkommen, und dementsprechend dann pöhse "Populisten" wählen.

Und wenn ein "Presse"-Journaillist sich nicht entblödet, aus den Splittern und Körperteilfetzen einer Nagelbombe noch politkorrektes Kleingeld zu drechseln, indem er unter einer Betroffenheit heuchelnden Schlagzeile "Perfider geht es kaum noch: Terror gegen Teenies"
Die Briten werden am 8. Juni unter dem Schock des Terrors ein neues Parlament wählen - und die Tories um Theresa May, die haushohen Favoriten, wohl im Amt bestätigen. Alles andere wäre eine Sensation.
(Hier weiterlesen)
... schreibt, dann weiß ich nicht, wie ich soviel essen kann, wie ich kotzen möchte! Wenn solcherart die schon zuvor haushohe Favoritin May ganz nach dem Gusto Brüsseler EUrokraten moralisch-demokratisch delegitimiert werden soll, indem man ihr ein "Na, kein Wunder, nach einem solchen Anschlag!" als ekelig hingespuckten Kaugummi an die Sohle klebt, dann verrät das schon eine Perfidie, die der Titelzeile jede (Un-)Ehre machte ...

Jetzt kommen wieder gleich die "Kein Generalverdacht"-Mahner und Consorten: ein elendes Gesindel, das den Ausdruck "Pack", der von unserem Polit-Establishment promiscue an alle, die seiner Macht (und seinen profitablen Futtertrögen) gefährlich werden könnten, verteilt wird, weitaus mehr verdiente als jene zurecht aufgebrachten Bürger, die es satt haben, von Politruks und Bürokraten bspw. als Gastwirte wegen nicht korrekt dimensionierter Nichtraucherzonen mit Ordnungsstrafen und Ersatzvornahmen in den Ruin getrieben zu werden, wogegen unsere Justiz und Polizei sich jederzeit von Flüchtilanten am Nasenring vorführen läßt, und von gezieltem Wegschauen bis unerträglich milden Urteilen, die jeder Gerechtigkeit Hohn sprechen, alles unternehmen, um künftige Verbrechen zu begünstigen.

Pacem, Dei munus pulcherrimum

... « quo, ut Augustinus ait, etiam in rebus terrenis atque mortalibus nihil gratius soleat audiri, nihil desiderabilius concupisci, nihil postremo possit melius inveniri »; pacem quadriennio amplius tantis et bonorum votis et piorum precibus et matrum lacrimis imploratam, tandem coepisse affulgere populis Nos equidem ante omnes gaudemus vehementerque laetamur. At vero hanc ipsam paterno conceptam animo laetitiam nimis multa eademque acerbissima perturbant ; nam si fere ubique bellum aliqua ratione compositum est, et pacis quaedam conventiones subscriptae, reliqua sunt tamen antiquarum semina inimicitiarum ; vosque probe tenetis, Venerabiles Fratres, nullam pacem consistere, nulla pacis foedera posse vigere, quamvis diutinis laboriosisque consultationibus constituta sancteque firmata, nisi per caritatis mutuae reconciliationem odia simul inimicitiaeque conquiescant. De hac re igitur, quae maximi sane momenti est ad commune bonum, vobiscum, Venerabiles Fratres, colloqui placet ac populos item vestros diligentius commonere. 
... lautet der Beginn der von Papst Benedikt XV, dem Papst der Zeit des Ersten Weltkriegs und seiner Nachwehen, am 23. Mai 1920 erlassenen Enzyklika, der ersten übrigens, die sich ausschließlich mit dem Thema des Friedens unter den Völkern beschäftigt. Ein interessantes Dokument aus der Zeit der Gründung des Völkerbundes, das für jene, die sich nicht am Wohllaut des Latein erfeuen können, hier in englischer Übersetzung zu lesen ist.


Nachtrag von 16:10


Als ich obigen vorbereiteten Text heute vormittags in den Blog stellte, hatte ich, bedingt durch das Projekt, an dem ich derzeit rund um die Uhr arbeite, schon seit gestern mittag noch keine Nachrichten gesehen oder gehört, und deshalb auch keine Ahnung von den Vorfällen in Manchester.

ADHS

von Fragolin

O-Ton Lunacek: "Wir sind die Einzigen, mit denen es keine Freiheitlichen in der Regierung gibt. Wir sind die Einzigen, die hier links der Mitte stehen."

Ich bin überzeugt, die glaubt das wirklich. So richtig ernst. Die glauben wirklich, dass es da ganz am linken politischen Rand einen Strich gibt, wo „Mitte“ steht. Weil die Roten sind ja ganz rechts. Und die NEOS auch, geradezu ultrarechts.
Leute, Ihr seid die Einzigen, die hier zumindest weit links der Realität stehen. Ganz weit links.

Inzwischen sind die Grünen für mich zur führenden ADHS-Partei geworden. Immer wenn ich einen von denen seine Wortblasen absondern höre, denke ich mir: „ADHS – Ach du heilige Scheiße!“

Schwachstelle

von Fragolin

Der Berg hat gekreißt und selbst das geborene Mäuschen ist, gewissermaßen, mausetot.
Man hatte auf den Chuck-Norris-Effekt gesetzt und vergessen, dass dem Messias aus Würselen drei entscheidende Dinge dazu fehlen: Chuck, Norris und Effekt. Man dachte sich:
„Martin Schulz braucht kein Wahlprogramm, Martin Schulz ist das Wahlprogramm!“
Und dann musste man feststellen, dass Martin Schulz eine inhaltlich leere Plapperpuppe ist, der der innerliche Plattenspieler bei dem Wort „Gerechtigkeit“ festgehakelt ist. Inzwischen hört sich das wie eine Kermit-Persiflage der gebetsmühlenartig von der ehemaligen leeren Plapperpuppe Faymann wiederholten „fair und sozial“-Worthülsen an. Da hat die Oma von der Familie Putz mehr Pepp.
Wenn eine leere Sprechblase das Wahlprogramm ist, dann ist das Wahlprogramm eine leere Sprechblase.

Mehr zu dem Thema Inhaltsleere hier.

Montag, 22. Mai 2017

Kurze Mitteilung

... nicht in Sachen Kurz, sondern in eigener Sache: ein unversehens über mich hereingebrochenes größeres Projekt wird, kombiniert mit einem absehbar längeren Krankenstand eines langjährigen Mitarbeiters, in den nächsten drei bis vier Wochen dazu führen, daß ich mich um den LePenseur-Blog nur sehr eingeschränkt werde kümmern können.

Ich bin zuversichtlich, daß meine Co-Autoren mit interessanten Artikeln für Zufriedenheit der Leser sorgen werden, und werde nach Maßgabe des Möglichen auch selbst ein paar Sachen, die ich bereits vorbereitet habe, beisteuern.

Sorry, aber der Job geht vor! Schließlich will (und kann) LePenseur nicht von diesem Blog leben ...


Realitätsverlust

von Fragolin

Als in Berlin letzten Freitag eine Handvoll Identitäre in NVA-Uniformen mit einem Plakat gegen das „Zensurministerium“ vor der Hütte vom Maasmännchen auftauchten und es sogar wagten, die Tür zu berühren, pudelte sich die lokale Presse darüber auf, dass Neonazis in Wehrmachtsuniformen das Justizministerium stürmen wollten. Den Unterschied zwischen NVA und Wehrmacht und den Sinn von Symbolik braucht man Propagandisten und Hetzern jetzt nicht versuchen zu erklären, und dass ein Anklingeln noch kein Stürmen ist, auch nicht, deshalb lasse ich das mal.

Aber interessant waren die Kommentare. Man sah nämlich ein Bild von zwei Polizisten, die recht freundlich mit einem Teilnehmer der wegen Nichtgenehmigung sofort aufgelösten Demo sprachen. Sofort erregte sich ein aufrechter Kommentator, dass man daran den schweren Rechtsdrall der Polizei erkennen könne, denn gegen rechte Terroristen würden sie nur in einfacher Uniform auftreten, gegen linke Aktivisten dagegen in Panzerung, mit Knüppeln, Pfefferspray und Wasserwerfern.

Etliche stimmten dem sofort zu und sahen sowieso einen schweren „Rechtsruck“ durch die Gesellschaft gehen. Nein, es war kein linkes Kampfblatt sondern eine ganz normale Berliner Regionalzeitung. Scheinbar haben die Berliner wirklich die Stadtregierung verdient, die sie freiwillig gewählt haben.

Ich halte das für schweren Realitätsverlust. Für Sinnverdrehung. Die Polizei kommt das eine Mal in Straßenuniform und das andere Mal mit Kampfausrüstung nicht wegen ihrer ideologischen Durchseuchung, sondern ganz einfach weil „rechte Terroristen“ maximal ein Plakat entrollen und höflich an der Tür klingeln, während „linke Aktivisten“ vermummt mit Baseballschlägern, Böllern und Bengalos anrücken und sofort mit brutaler Zerstörung beginnen, Fenster zertrümmern und Menschen angreifen.

Dabei sollten die das doch selbst kennen. Immerhin versammeln sich doch sofort viele friedliche zivilcouragierte aufrechte Antirassisten, wenn irgendwo der AfD-Ortsverband auf ein Bier geht, aber wenn Islamisten „Juden ins Gas!“-brüllend durch die Straßen marschieren oder Erdogan-Cheerleader ihren diktatorischen Westentaschensultan feiern, findet sich keiner bereit, auf eine antirassistische Gegendemo zu gehen. Welch anderer Grund dürfte vorliegen als der, dass die AfD-ler sich höchstens durch die Hintertür schleichen, damit kein Ärger aufkommt, während die Radikalmuslime keine Skrupel haben, die Angelegenheit gleich an Ort und Stelle zu klären. Zur Freude der örtlichen Dentisten.
Sie sind ja ach so mutig und ach so klug, diese kleinen realitätsfernen Feiglinge.

Opium fürs Volk

von Fragolin


Es ist erstaunlich. Sie verstehen sich als Atheisten und bezeichnen, ihrem eigenen bärtigen Propheten folgend, Religion als „Opium fürs Volk“. Sie kämpfen für die Abnahme des Kreuzes aus den Schulräumen, nennen Katholiken „Kerzerllutscher“ und haben kein Problem damit, jeden Pfarrer unter Generalverdacht zu stellen, seine Ministranten zu vögeln. Unter den Talaren steckt für sie der Muff von tausend Jahren. Sie bezeichnen sich als linksliberal und weltoffen, als weltlich und progressiv, als antisexistisch und antirassistisch, lieben alle Menschen und kämpfen für die Gleichberechtigung Aller.

Und plötzlich drehen sie durch, wenn jemand eine miefige, patriarchalische, sexistische, rassistische Religion kritisiert. Sie toben von „Islamophobie“ und fordern in den gleichen Klassenräumen, aus denen das Kreuz entfernt werden muss, Lehrerinnen, die kopftuchtragend die Religion des Islam vor sich hertragen. Sie spucken auf die Predigten der Priester und kläffen dafür die Parolen von religionsfanatischen Muslimen nach. Sie wollen das Schweigen der Kirchenglocken, fordern aber das Recht der Muslime auf eine Moschee samt Muezzingeplärre fünfmal am Tag. Sie verhetzen Pfarrer als Kinderschänder, fordern aber die Freiheit der Muslime zur Kinderheirat. Sie reden von Öffnung, verteidigen aber mit Zähnen und Klauen das Recht der Frau, sich in einen Stoffkäfig einsperren zu lassen, in dem sie drei Schritte hinter ihrem Vormund herhuscht.

Wenn Religion nur „Opium fürs Volk“ ist, sind ausgerechnet jene, die solche Parolen verbreiten, scheints die härtesten Kiffer. Wenn der Frieden von der Unterwerfung unter den Islam abhängig wird, werden diese Leute die ersten sein, die konvertieren.

Die Vogelflug- & Eingeweidedeuter

... auch "Meinungsforscher" genannt (vermutlich, weil sie etwas zu forschen meinen ...) haben schon vor geraumer Zeit einen recht unsinnigen "Vertrauensindex" gebastelt, mit dem sie Wähler verwirren wollen. Die Fragestellung ist ebenso simpel wie sinnlos: bei jedem abgefragten Namen kann man sich für "vertraue ich" bzw. "vertraue ich nicht" entscheiden. Nun werden von den "vertraue ich"-Stimmen die "vertraue ich nicht"-Stimmen abgezogen und das Ergebnis steht fest.

Erstens ist "Vertrauen" keine Größe, die für einen Menschen in jedem Belang gleichermaßen gilt. Es müßte daher wenigstens gefragt werden "Vertrauen Sie N. in Bezug auf .... - ja/nein?". Ich vertraue bspw. dem Justizminister (und neuerdings Vizekanzler) Brandstetter in Bezug auf seine juristische Expertise durchaus, auch in seine ethischen Qualitäten setze ich einiges Vertrauen, in Bezug auf seine Fähigkeit, sich politisch durchzusetzen und geschickte Intrigen rechtzeitig zu erkennen, traue ich ihm hingegen so gut wie überhaupt nicht!

Wie kurios die Ergebnisse aus diesen Befragungen sind, merkt man, wenn man sich die kumulierte "Hit-/Flopliste" der Jahre 2003 bis 2016 ansieht: da kommt dan eine Total-Nullnummer wie die ehem. Justizministerin Bandion-Ortner auf immer noch stattliche "+ 33", ein Karl Heinz Grasser auf "+45", ein (inzwischen durch das Loch, das er hinterließ, perfekt ersetzter) Ex-Vizekanzler Josef Pröll gar auf "+46", wogegen ein FPÖ-Chef Strache bei "-56", oder ein mächtiger Gewerkschaftsboß Neugebauer auf "-63" landete.

Mit den Wahlergebnissen und sonstigen politischen Erfolgen oder Mißerfolgen, die die betreffenden Politiker erzielten, läßt sich keine wie immer sinnvolle Relation herstellen. Wenig verwunderlich bei einer in sich verfehlten Fragestellung.

Dennoch: als Barometer für die Befindlichkeit der schreibenden Zunft ist der Index ganz brauchbar: je nachdem, wie die Redaktion "gewickelt" ist, werden Einzelergebnisse selektiert (und andere vergessen) und nach Bedarf mit Vormonatszahlen oder auch der Raumtemperatur verglichen. Und so kommt dann eine Schlagzeile heraus wie diese:

Wählervertrauen in Kern und Kurz merklich gesunken

Das Vertrauen der Wähler in NEOS-Chef Matthias Strolz ist stark gestiegen. Wolfgang Brandstetter profitiert von seiner neuen Rolle als Vizekanzler. Doch der Kanzler und der neue ÖVP-Chef haben im Vertrauensindex verloren.
(Hier weiterlesen)
Ist der Kurz-Hype etwa schon wieder vorbei? Stellen ÖVP-Kammerfunktionäre und Landespolitruks dem frischgebackenen Führer der ÖVP die Rute ins Fenster? 

Ach, geschenkt ... bis zum Wahltag im Oktober werden noch viele mediale Säue durchs Dorf getrieben werden. Und welche dann durchs Ziel geht, weiß der Liebe Gott, und vielleicht nicht mal der ...






Alles Nazis

von Fragolin

Die „Ostbeauftragte der Bundesregierung“ hat eine Studie in Auftrag gegeben, die beweisen soll, dass die Ossis alles Nazis sind. (Gibt es eigentlich auch „Westbeauftragte“, die nach den massiven Wahlbetrügereien in NRW mal eine Studie darüber machen, ob die Wessis besonders bekloppt sind?) Und wenn eine Knallrote mit strammer DDR-Biographie mal eben eine halbe Million Steueröcken für eine Studie aus dem Fenster kantet, wird diese auch das erwünschte Ergebnis bringen: Sie braucht viel mehr Geld für den Kampf gegen Rechts in den dunkeldeutschen Wildnissen, wo neben Luchsen und Wölfen primitive Nazihorden auf der Suche nach armen Flüchtenden die Wälder durchstreifen.

Wie es dabei zugeht und welche Mittel die erklärten Kämpfer gegen Fake News und Hetze sich nicht zu blöd sind anzuwenden, hier.

Sonntag, 21. Mai 2017

Das neue alte Grün

von Fragolin

Nach dem Grün-Donnerstag wurde ein Duo als Parteispitze aus dem Hut gezaubert, über das sich jetzt natürlich die Medien hermachen. Besonders Frau Lunacek, wohl als Frontfrau für den Wahlkampf eingesetzt, tönt aus allen Kanälen ihre Sicht der Dinge, und die ist dergestalt, dass es erstaunlich ist, wenn überhaupt noch Leute Grün wählen.

Mal ein paar Aussagen hier.

Politprostitution

Eben war Lunacek von den GrünInnen stolz darauf, "... die einzigen, die garantieren, dass es mit uns keine FPÖ in der Regierung gibt", zu sein. Doch jetzt versichern auch die pinken Pudel stolz: "Es bleibt dabei. Keine Koalition mit der FPÖ". Was im Umkehrschluß bedeutet, daß die beiden Kleinen darum betteln, endlich auch mal mit den Großen (d.h. nach der Wahl vielleicht nicht mehr ganz so großen ...) am Regierungstisch sitzen zu dürfen, damit die pöhsen Blauen draußenbleiben müssen. Denn wenn die drinnen wären, dann wären Brüssel und die transatlantischen Seilschaften böse auf Österreich.

"Politische Reform" klingt freilich anders. "Anwanzen an die Machthaber" wäre wohl der treffendere Ausdruck dafür ...


Johann Sebastian Bach, Kantate BWV 87 für den Sonntag Rogate





Verhaltismus

von Fragolin

Mal wieder. „Ein Mann“ und mehrere Frauen, die „augenscheinlich zu dem Mann“ dazugehören, benehmen sich im Nachtbus auf buntbereichernde Art verhaltenskreativ und wollen eine junge Frau fröhlich dazu auffordern, doch an ihrem Leben teilzuhaben. Als diese sich verstockt weigert, gehen alle zusammen auf sie los, schlagen, spucken, schreien...

Und hier greift die Ethikerklärung der Presse, diese Schere am Druckbogen, die es verbietet, etwas über den kulturellen Hintergrund der Beteiligten zu schreiben. Man muss nicht darauf hinweisen, denn die Beschreibung des Verhaltens der Protagonisten sagt alles. Wir wissen welche Leute das sind und dass die damit durchkommen. Und das jeder, der das widerlich findet, ein Nazi ist.

Danke, wir wissen Bescheid. Das nächste Mal nimmt die junge Frau sicher eine Blockflöte mit, dann kann sie gegen diffuse Ängste im Nachtbus ein Weihnachtslied spielen.

Übrigens, liebe B.Z.-Schreibknechte, hättet Ihr im umgekehrten Fall auch so geschrieben, inklusive „helfen ihm“, wenn ein Deutscher eine Bekopftuchte angebaggert und diese im Falle einer Weigerung seinen „Avancen“ entgegenzukommen („Fickificki!“?) geschlagen und an den Haaren gezerrt hätte und dann deutsche Frauen und Mädchen auf die pöbelnd und schlagend losgegangen wären? Wäre das nicht ein rassistischer Gewaltexzess gewesen, ein fremdenhassender Mob?
Und wenn ja – wieso wird dann hier so verniedlichend geschrieben?

Bananenrepublik Deutschland

von Fragolin

Erst lässt man seine Untertanen wissen, dass es da so antidemokratische rassistische Miesmacher gibt, die die wunderschöne Party stören wollen, die man gerade abfeiert. Dann filtert man ihnen durch, dass es sich um Extremisten handelt, um Feinde, um Angreifer, die es mit allen Mitteln zu verhindern, ja, zu bekämpfen gälte. Man dürfe ihnen keine Bühne geben, keinen Raum, nicht mal ein Bier in der Kneipe. Man müsse sie ausgrenzen, ach was, jagen, verjagen, eliminieren!
Und dann lässt man wählen und seine Untertanen die Stimmen auszählen.
Hinter verschlossenen Türen.

Was dann dabei herauskommt ist ein weiterer Ausschlag des Zeigers auf dem Politbarometer, der immer mehr von Demokratie zu Diktatur wandert, siehe hier.

Samstag, 20. Mai 2017

Eine Warnung vor einem Ja zur "Energierwende"

... spricht der ehemalige deutsche Innenminister Dr.h.c. Otto Schily in einem Brief an den ehemaligen Schweizer Bundesrat Dr. Christoph Blocher aus. Lesenswert!



Heute vor neunzig Jahren, am 20. Mai 1927

... startete nach langen Vorbereitungen die Chinesisch-Schwedische Expedition unter der Leitung von Sven Hedin, welche von 1927 bis 1935 dauern sollte. Ein höchst lesenswerter Artikel darüber findet sich auf Wikipedia:
Die Chinesisch-Schwedische Expedition (in der Fachliteratur oft engl. Sino-Swedish Expedition und The Sino-Swedish Scientific Expedition to the North-Western Provinces of China oder schwed. svensk-kinesiska expedition) war eine von Sven Hedin geleitete internationale Forschungsreise.

Die Expedition untersuchte von 1927 bis 1935 die meteorologischen, topographischen und prähistorischen Gegebenheiten in der Mongolei, der Wüste Gobi und Xinjiang. Sven Hedin sprach von der wandernden Universität, in der die beteiligten Wissenschaftler nahezu selbstständig arbeiteten, während Sven Hedin wie ein Manager vor Ort mit den Behörden verhandelte, alles Notwendige organisierte, Geld beschaffte und seine zurückgelegten Routen kartographierte.