Mittwoch, 9. Oktober 2013

»Fast eine Million hat Probleme beim Lesen«

... zeigt sich der »Kurier« besorgt. Setzt aber gleich beruhigend hinzu (die, die den Artikel lesen können, sind ja offenkundig nicht davon betroffen):
Die OECD hat das heimische Bildungsniveau getestet: Beim Lesen wird geschwächelt, dennoch liegt Österreich im Durchschnitt.
Nun, wenn das der »Durchschnitt« ist, dann braucht man sich unter solchen Umständen nicht groß zu wundern, wenn Wahlen halt ausgehen, wie sie ausgehen ...

Janet Yellen wird US-Notenbankchefin

Die Börsen jubeln, und die Zeitungen mit ihnen. Feministinnen sowieso. Hauptsache eine Frau, und wenn's eine Taube ist, umso besser ...
Die US-Notenbank (Fed) soll erstmals in ihrer 100-jährigen Geschichte von einer Frau geleitet werden. US-Präsident Barack Obama will Fed-Vizechefin Janet Yellen an die Spitze der mächtigsten Zentralbank der Welt berufen, wie das Präsidialamt mitteilte. Obama werde seine Entscheidung an diesem Mittwoch (21.00 Uhr MESZ) im Weißen Haus bekannt geben. Dabei soll auch Fed-Chef Ben Bernanke anwesend sein, der den Posten nach seiner zweiten vierjährigen Amtsperiode Ende Jänner abgeben wird.

Am Aktienmarkt, der zuletzt durch den anhaltenden US-Haushaltsstreit belastet wurde, sorgte die bevorstehende Nominierung Yellens für positive Reaktionen. Der Terminkontrakt auf den US-Börsenindex S&P-500 notierte im frühen asiatischen Handel 0,3 Prozent im Plus.

Yellen steht für eine Fortsetzung der ultra-lockeren Geldpolitik Bernankes.

Ein sozusagen »yellender« Schrei hallt durch die ganze Finanzwelt:

HURRA!!!  WIR SPRINGEN,  NEBBICH, NICHT BLOSS VOM 10-METER-TURM, SONDERN WIR KLETTERN NOCH AUF DEN 20-METER-TURM UND SPRINGEN

... ins leere Schwimmbecken, damit es ordentlich klatscht ...

Dienstag, 8. Oktober 2013

Der 7. Oktober

... des Jahres 1571 war, wie traditionsbewußte Katholiken vielleicht wissen, der Tag der Schlacht von Lepanto, mit der die türkische Flotte nahezu vernichtet wurde — ein Schlag, von dem sich die türkische Marine auf Jahrhunderte nicht mehr erholen sollte!


Damals schwammen sicherlich deutlich mehr Tote im Wasser, als unlängst vor Lampedusa — ohne daß deshalb ein Hinz, Kunz oder Schulz die Förderung der Einwanderung von Muselmanen aus irgendwelchen afrikanischen Ländern nach Europa gefordert hätte. Aber damals war man in Europa eben noch nicht auf dem Selbstmord-Trip ...

Heute erhebt sich vermutlich schon bald die Frage, wie lange die erschröcklich triumphalistische Lepanto-Monstranz aus der Asam-Kirche in Ingolstadt noch hergezeigt werden darf, bzw. wann sie eingeschmolzen und zu Minarettspitzen für die künftige Münchener Mohammed-Moschee (früher: Liebfrauenkirche) umgearbeitet werden soll.

»Lampedusa soll ein Leuchtturm für die ganze Welt sein«, sagte Papa Buonasera bei seinem Besuch auf Lampedusa vor einigen Wochen, »damit sie die aufnimmt, die ein besseres Leben suchen« — eine »Kultur des Wohlbefindens« ohne »brüderliche Solidarität« sei zu beklagen! Ist ihm eine Kultur des Unbehagens mit Migrantenströmen wirklich lieber? Und wie solidarisch ist es gegenüber denen, die darob eben ein Unbehagen empfinden? Denn die wohnen immerhin schon seit Generationen in Europa.

Aber natürlich: wie schön! wie erbaulich! wie edel gedacht! — und wie kurz! Denn über kurz oder lang kommen sonst Millionen aus ihren diversen verrotteten afrikanischen Staaten, ausgestattet mit dem ja durchaus verständlichen Wunsch nach einem sorglosen Schlaraffenland, in dem die Sozialleistungen fließen, und mit einer »Religion des Friedens«, der sie ihre Probleme größtenteils verdanken, sowie einer Gesellschaftsordnung, die der unseren, nun, wie drücken wir's vornehm aus: nicht so recht kompatibel ist. Mit Genitalbeschneidungen, mit Familienclans mit eingebautem Korruptionsmechanismus, mit Analphabetismus und allem, was sonst noch dazugehört. Und finden es bald unerhört, daß diese Christenschlampen sich nicht, wie es sich gehört, verschleiern — und überdies noch ekliges Schweinefleisch fressen! Und nicht mehr Sozialleistungen bieten wollen, und kein bißchen Verständnis dafür haben, wenn eine Tochter an den reichen Mann nebenan verkauft wird.

Die Schlacht von Lepanto hat uns — vor gestern exakt 442 Jahren — vor einigem davon bewahren können. Wie lange noch? Wohl nicht mehr lange — da wir drauf und dran sind, die »Schlacht um Lampedusa« aus Sentimentalität heillos zu vergurken ...

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P.S.: Wollen wir sowas wirklich in unsere ach so schreckliche »Kultur des Wohlbefindens ohne brüderliche Solidarität« importieren?

Zum gestrigen Aritkel

... über die Ertrunkenen von Lampedusa fühlte sich ein Poste »Anonym« (no na!) bemüßigt, den inhaltlich eher »uneindeutigen« Kommentar:
Das muss ja ein geiles Gefühl sein, so ein totes Pferd zu reiten.
abzugeben. Nun ja, nicht alles, was tot scheint, ist es auch ... ... und Heino Bosselmann gelingt es in einem Artikel auf »Sezession« dem Thema eine gewissermaßen zeitlose Aktualität zu geben:
Lampedusa und das Palais Lobkowitz

Hätte es zwischen meinen Landsleuten aus dem ehemaligen „Beitrittsgebiet“ und dem goldenen Discounter-Westen ein breites und gefährliches Gewässer gegeben, das keine Grenztruppen abgeriegelt hätten … –Nein, nein, keine Angst, das Wort Grenztruppen bleibt hier diesmal ohne Belang, selbst mit Blick auf die Zäune, welche bei El Paso oder in den spanischen Exklaven Ceuta und Melilla mittlerweile errichtet sind. Die DDR-Sperranlagen wiesen nach innen. Ein entscheidender Unterschied, der das Ende der anderen Republik beinahe hinreichend erklärt. Mal grenzt Wohlstand den Mangel ab, mal geschieht es, ideologisch erhitzt, umgekehrt. Und der Kalten Krieg mit der Gravitation seiner ehemaligen Zentralgestirne wird heute kaum mehr in Analysen der deutsch-deutschen Frage einbezogen, da gelten soll: Auf der einen Seite die Demokraten, auf der anderen die politisch Defekten. – Von Bedeutung sind hier einzig die Bilder, wie ganze Familien in ihren schicksten Stonewashed-Jeansklamotten 1989 die Westbotschaften stürmten, vermeintlich auf der Suche nach der „Freiheit“
(Hier weiterlesen)
In dem Artikel wird — wie bei Bosselmann üblich — das Thema nachdenklich gegen den Strich gebürstet, und wenn die dadurch veränderte Wahrnehmung sich auch nicht mit der meinen deckt, verrät sie doch Facetten, die im oberflächlichen Drübergleiten nicht wahrgenommen wurden. Interessant auch die Leserkommentare, die das Problem von unterschiedlichster sichtweise her aufgreifen, und von denen ich bspw. einem Poster »Dar« nur zustimmen kann:
Die Afrikaner haben kein Problem mit zuviel Kapitalismus, sondern mit zuviel politischer Einmischung von außen, zu wenig Rechtsstaat, zuviel Herrschern, die freie Marktkräfte behindern usw.

Wo diese Probleme herkommen und wer daran Schuld ist: Spannende Frage (übrigens ohne einfach romantisierende Antworten à la: Wenn die Weißen nicht gekommen wären, wären die edlen Wilden dort heute alle glücklich) – aber irrelevant in dieser Hinsicht.

Da, wo „Kapitalismus“ Afrika zusetzt, sind immer zuerst irgendwelche korrupten Diktatoren zu finden, die die Hand aufgehalten haben – und „Entwicklungshelfer“, die mit ihren Geschenken an Volk und Fürsten die lokalen Märkte und Unternehmer kaputt machen, bevor diese überhaupt das kleinste bißchen Wohlstand selber erwirtschaften konnten.

Afrika helfen wollen: Auf jeden Fall. Den sogenannten Kapitalismus dabei als Hauptursache ausmachen: Scheitern vorprogrammiert.
Präziser kann man's kaum ausdrücken.

Montag, 7. Oktober 2013

In Zettels »Kleinem Zimmer«

... wogt derzeit eine lebhafte Diskussion im Anschluß an einen Artikel von Andreas Döding über die ertrunkenen illegalen Einwanderer vor Lampedusa. Gegensätzliche Positionen werden mit Verve vorgetragen, wobei in zwei Kommentarpostings sicherlich die konziseste Gegenüberstellung der Standpunkte festgemacht werden kann:
»Stefanolix« schrieb am 7.10.2013 um 9:40

Ich möchte in einer Antwort auf die Einwände und Kommentare zu meinem Vorschlag eingehen:

1. Es gibt eine Gesamtverantwortung der entwickelten und der unterentwickelten Länder für diese Welt. Reiche und hochentwickelte Länder haben darüber hinaus auch ein Eigeninteresse, dass im Rest der Welt zumindest die physische Existenz der Menschen auf einem Existenzminimum gesichert ist. Die UNO müsste nur das Mandat erteilen. Die selbstsüchtigen NGOs würde ich vorerst völlig aus dem Spiel lassen.

2. Es gibt eine Geschichte der Kolonialisierung und Sklaverei. Europäische und arabische Staaten sowie die USA haben Millionen Afrikaner versklavt und ausgebeutet. Auch aus dieser Geschichte erwächst den ehemaligen Kolonialmächten und Sklavenhändlern eine gewisse Verantwortung.

3. Es gibt einen Zusammenhang zwischen unserer Nutzung natürlicher Ressourcen und dem Elend in Afrika. Wenn man den Fischern am Horn von Afrika mit modernsten Trawlern die Fischgründe leer fischt, kann es eine logische Folge sein, dass sie zu Piraten werden. Oder zu Armutsflüchtlingen. Oder zu den Terroristen überlaufen.

4. Die materiellen Ressourcen des Westens für die Afrika-Hilfe sind beschränkt. Deshalb soll sich die Hilfe auf einige Muster-Staaten beschränken, von wo sie mittelfristig auch Auswirkungen auf den Rest Afrikas haben wird. Staaten wie China oder andere wirtschaftlich starke Staaten können Patenschaften für weitere Staaten übernehmen.

5. Die Bitte um Hilfe für einen failed state muss von relevanten gesellschaftlichen Gruppen oder von der momentan machtlosen Regierung ausgehen. Um die Sicherheit beim Aufbau zu gewährleisten, müssen neutrale Sicherheitskräfte im Land agieren, was mit einer Abgabe von Souveränität verbunden ist. Aus fehlgeschlagenen Versuche in der Vergangenheit muss gelernt werden. Der Fall Afghanistan liegt völlig anders: Dort war es am Anfang eine Operation gegen den Terror und im gewissen Sinne auch ein Rachefeldzug für 9/11.

6. Der Zustand Griechenlands, Bulgariens oder Rumäniens (um drei sehr arme EU-Staaten zu nennen, Spanien und Portugal sind schon besser dran) ist in keiner Weise vergleichbar mit dem Elend Somalias oder Äthiopiens. Manche EU-Staaten sind relativ arm, Somalia und Äthiopien sind absolut arm und elend. In diesen Ländern hätten vernünftig eingesetzte Hilfsressourcen von z. B. 50 Mrd. Euro einen viel größeren Effekt.

7. In all den europäischen Schuldenhaushalten und Rettungsprogrammen ist vermutlich viel Geld verbrannt worden. Aber es war auf der anderen Seite auch nur Geld. Die Kaufkraft von Papiergeld, Giralgeld und Gold kann sich immer ändern. Auch der Wert von Unternehmen kann sich ändern.

8. Aber hier in der EU sind nicht Millionen Menschen vom Hungertod bedroht und auch nicht hunderttausende Menschen schon verhungert. In der EU haben im Prinzip alle Menschen Zugang zu Wasser und Nahrung und können insgesamt ihr Existenzminimum sichern. Deshalb verbieten sich Vergleiche wie »unser Afrika liegt in Griechenland«.

9. Die Afrikaner sollen natürlich so schnell wie möglich ihre Staaten selbst verwalten, ihre innere Sicherheit gewährleisten und ihre Infrastruktur wieder selbst erhalten. Sie sollen für sich selbst Verantwortung übernehmen. Aber in der Phase von vielleicht zehn Jahren bis zu diesem Zustand brauchen sie Unterstützung, die wir in unserem eigenen Interesse dort vor Ort leisten sollten. Damit nicht noch mehr Menschen im Mittelmeer jämmerlich ertrinken oder in ihren Heimatländern jämmerlich verdursten und verhungern.
Darauf bekommt er von Kommentator »R.A.« eine meines Erachtens überaus treffende Anwort:
Zitat von stefanolix im Beitrag #201. Es gibt eine Gesamtverantwortung der entwickelten und der unterentwickelten Länder für diese Welt.

Abstrakt: Ja. Bei akuten Problemen (z. B. Naturkatastrophen), bei denen die betroffenen Länder um Hilfe bitten wird dieser Verantwortung ja auch nachgekommen.
Aber es kann KEINE Verantwortung Außenstehender dafür geben, was in diversen Ländern vor Ort falsch entschieden wird.

Zitat 2. Es gibt eine Geschichte der Kolonialisierung und Sklaverei.

Die gibt es, alle möglichen Völker in allen Erdteilen haben Sklaven gehalten und gehandelt.
Mit den konkreten Problemen von heute hat diese Vorgeschichte aber fast nichts zu tun.

Zitat 3. Es gibt einen Zusammenhang zwischen unserer Nutzung natürlicher Ressourcen und dem Elend in Afrika.

Ja. Je mehr Ressourcen dort genutzt werden, desto weniger Armut müßte es geben. Wenn es sie doch gibt, dann liegt das in der Regel an kriminellen politischen Strukturen vor Ort.

Zitat Wenn man den Fischern am Horn von Afrika mit modernsten Trawlern die Fischgründe leer fischt ...

Dann würde es reichen, mit einem Bruchteil der aktuellen internationalen Marinepräsenz die entsprechenden Fischereizonen zu überwachen.
Das ist aber wohl ein vorgeschobenes Problem - kein armer Fischer kann sich ein bewaffnetes Schnellboot leisten, erst recht nicht, wenn er vor sich leere Fanggründe hat.
Das Ganze ist wohl ein linker Mythos um auch die Schuld an der Piraterie dem Westen zuzuschieben.

Zitat 4. Die materiellen Ressourcen des Westens für die Afrika-Hilfe sind beschränkt.

Ja. Und diese Hilfe ist wirkungslos bis kontraproduktiv.
Es wäre sinnvoller, die afrikanischen Waren zollfrei ins Land zu lassen, anstatt Flüchtlinge aufzunehmen.

Zitat 5. Die Bitte um Hilfe für einen failed state muss von relevanten gesellschaftlichen Gruppen oder von der momentan machtlosen Regierung ausgehen. Um die Sicherheit beim Aufbau zu gewährleisten, müssen neutrale Sicherheitskräfte im Land agieren, was mit einer Abgabe von Souveränität verbunden ist.

Siehe voriger Beitrag: Genau das ist gescheitert.

Zitat 7. In all den europäischen Schuldenhaushalten und Rettungsprogrammen ist vermutlich viel Geld verbrannt worden.

Richtig.
Aber ich sehe den Zusammenhang zum Thema nicht ganz.

Zitat Deshalb verbieten sich Vergleiche wie »unser Afrika liegt in Griechenland«.

Völlige Zustimmung.

Zitat 9. Die Afrikaner sollen natürlich so schnell wie möglich ihre Staaten selbst verwalten ...

Das machen sie bereits.
Und zwar durchaus mit sehr unterschiedlichen Erfolgen.
Es gibt nämlich nicht "die Afrikaner" - es gibt die ganze Palette zwischen erfolgreichen Ländern und "failed states".
Und der Unterschied zwischen den guten und den schlechten Beispielen liegt alleine an der jeweiligen Politik vor Ort. Und das sollte man auch klar herausstellen: Es sind eben nicht die Europäer, die verantwortlich sind oder sich um die Probleme dort kümmern müßten. Sondern das können und müssen die Leute vor Ort machen.
P f f f f f f f f f f f f t ... .... da ist die vom Feuer des brennenden Herzens heiße Luft aus dem Ballon aber recht schnell draußen! Und Kommentator »Florian« ergänzt in Richtung »Stefanolix« völlig richtig:
Kolonialismus wird als Ursache gnadenlos überschätzt.

Es ist doch so:
Bevor die Europäer nach Afrika kamen, war der Kontinent* zu großen Teilen noch auf Subistenz-Niveau. "Steinzeit", wenn man so will.

(*Dies ist natürlich eine Vereinfachung. Es gab natürlich auch kulturelle Oasen, etwa in Mali. Und auch der afrikanische Mittelmeerraum war auf ähnlichem Niveau wie der europäische Mittelmeerraum. Aber für weite Teile Afrikas stimmt diese Einschätzung).

Auf diesem Niveau war der Kontinent seit ewigen Zeiten. Das war ein stabiler Zustand. Ähnlich stabil wie der Zustand aller Zivilisationen, bevor sie der industriellen Revolution ausgesetzt wurden. Und es spricht NICHTS dafür, dass er es nicht auch heute noch wäre, wenn er nicht externen Einflüssen ausgesetzt gewesen wäre.

Während des Kolonialismus und danach, wurde Afrika durch westlichen Einfluss in die Moderne geführt.
Dies ging einher mit einem gewaltigen ANSTIEG des Wohlstands.

Richtig ist natürlich, dass dieser Anstieg bei weitem geringer war als im Rest der Welt. Aber es gab ihn.

Ergo:
Die Situation in Afrika wäre ohne westlichen Einfluss (auch wenn dieser in Form von Kolonialherrschaft ausgeübt wurde) wesentlich schlechter, als sie heute ist.

Dass dies für Sie wahrscheinlich nicht intuitiv einsichtig ist, liegt daran, dass Sie (so vermute ich), nicht die Situation Afrikas "mit westlichen Einfluss & Kolonialismus" vergleichen mit der Situation "ohne westlichen Einfluss & Kolonialismus"

Sondern Sie vergleichen die Situation in Afrika mit der in Europa.
Und kommen dann natürlich zum Ergebnis, dass es Afrika im Vergleich deutlich schlechter geht.
Und natürlich haben Sie recht: hätte Europa Afrika die letzten 200 Jahre als gleichberechtigten Partner behandelt (oder mindestens so, wie Europa z.B. in den letzten 200 Jahren die unabhängigen südamerikanischen Republiken behandelt hat), dann ginge es Afrika noch viel besser.

Das ändert aber nichts daran, dass auch der europäische Einfluss, so wie er nun einmal war, für Afrika segensreicher war als überhaupt kein westlicher Einfluss gewesen wäre.
All das sind natürlich sachliche Argumente, die gegen die Medienmeinung wenig Chance auf öffentliche, insbes. öffentlich-rechtliche Artikulation haben. Was freilich nichts an ihrer Richtigkeit ändert.

»According to the Obama Administration, 800,000 federal employees are not necessary or non-essential«

... steht in einem lesenwerten Artikel auf »Intellectual Conservative«. Na, wenn's die Obama-Administration selber sagt, wird's doch stimmen, oder? Den Pferdefuß haben die Backaroma-Leute natürlich sofort erkannt und schnell die Terminologie behübscht: statt »essential« und »non-essential« heißt es auf einmal »accepted« und »non-accepted« (was immer die in diesem Zusammenhang eher sinnlosen Begriffe eigentlich bedeuten sollen) ...

Was nichts, aber schon  überhaupt nichts an der Richtigkeit der folgenden Ausführungen in obgenanntem Artikel ändert:
While I feel terrible for the families who bet their families financial future on a government job, I feel much worse for 300 million Americans expected to continue picking up the tab for a government that no longer represents the taxpayers in this country.

I am not happy that 800,000 Americans may have lost their livelihood today, but it was inevitable…. And it is going to get much worse before it gets any better. In the end, it was always going to come down to saving government employees or saving the entire nation from total ruin.

Americans need a refresher course in basic economics.

· People who can’t profit don’t produce
· Without profit, there is no tax revenue
· Without tax revenue, there is only deficits and debt
· Government jobs are a drain on the economy
· Public sector employment destroys private sector employment

Let’s get very real here for a moment… If we add up all “essential” members of congress, the administrative branch and judicial branch, it won’t add up to a thousand people. If we allow those thousand public servants to have 99,000 helpers, which adds up to a total of one hundred thousand federal employees, this means that 800,000 are not “non-essential” – 2 million are non-essential and one hundred thousand is a very nice luxury that no other American has…

Of course, this means that the federal government will no longer have the man-power to insert itself into the business of the states or the people, or the private sector, from which all national prosperity must come.
Worte, die man in der Berichterstattung unserer Systemmedien freilich nie hören wird können. Da wird über die pöhsen »Tea Party«-Leute geschäumt, die Backaromas ach-so-wichtige »Gesundheitsreform« (die in Wahrheit sein die Bürger mehr als teuer zu stehen kommendes »Dankeschön« für die Wahlkampfspender der Pharma-Industrie ist!) aus »rein ideologischen« Gründen wieder abschaffen wollen. Der zitierte Artikel sagt aber noch etwas, das bedacht werden sollte:
The smartest Americans want to deal with our disaster head on today while we can still survive the reset. Only fools want to delay the reckoning, unaware of the fact that the bigger the problem, the greater the fall.

The Republicans (aka anarchists) are not shutting down government. The people who have shut down any reasonable dialogue are shutting down government. That blame rests with Harry Reid and his communist (aka democrat) Senate.

But let’s not look a gift horse in the mouth here. Let’s begin the economic turnaround by eliminating the 38% of government deemed “non-essential” by the Obama Administration.
Und das freilich sind Worte, die wir erst recht nicht hören werden — nicht in den US-Medien, und schon garnicht in den unseren. Bis es zu spät sein wird.

Sonntag, 6. Oktober 2013

Allein für das Kürzel »SAntifa«

... müßte man Vera Lengsfeld einen Preis verleihen! Und ihr Artikel bei »eigentümlich frei« ist — wie immer — lesens- und bedenkenswert.

Die Flügel der 4,9%

... die die NEOS bei den Nationalratswahlen erreichten, sind Thema eines »Presse«-Artikels. Köstlich! So jung, so klein — und hat schon »Flügel« ...
Wie aus Neos, JuLis und LIF eine Parlamentspartei wurde. Und warum die kleinen ideologischen Unterschiede den dauerhaften Erfolg der Schwarz-Grünen in Pink gefährden könnten.

Allein am Montag nach der Wahl traten 114 Leute bei. Insgesamt haben die Neos bereits mehr als 900 Mitglieder.

Natürlich sind alle Neos liberal, ungeteilt liberal. Sie mögen es gar nicht, auseinanderdividiert zu werden, in Linksliberale und Rechtsliberale. Aber es gibt sie eben doch, die feinen Unterschiede. Zwischen Niko Alm, dem Initiator des Anti-Kirchenprivilegienvolksbegehrens, und dem christlichen Flügel um den Anwalt und Neos-Hausjuristen Karl-Arthur Arlamovsky, der sich dagegen sträubt, die „Homo-Ehe“ statt der „Homo-Partnerschaft“ ins Programm aufzunehmen. Oder zwischen dem eher sozial-liberalen Hans Peter Haselsteiner, der für eine Millionärssteuer eintritt – allerdings eh erst ab der 50. Million –, und ausgewiesenen Wirtschaftsliberalen wie dem Gastronomen Sepp Schellhorn, der Steuererhöhungen ganz ablehnt.

Schellhorns (Nicht-)Mandat führte auch zu einer ersten kleinen Dissonanz im allgemeinen Wahltrubel. Sein Einzug in den Nationalrat galt eigentlich als fix. Doch einerseits ging sich das zehnte Mandat knapp nicht aus, andererseits hatten die Neos unerwartet viele Mandate auf Landesebene gewonnen, nur nicht in Schellhorns Heimat Salzburg. Dennoch wäre ein Mandat drinnen gewesen, hätte nicht das LIF ein zweites bekommen. Neben Parteichefin Angelika Mlinar zieht nun auch ihr Stellvertreter Michael Pock ein.

Der rechtsliberale Flügel, auch die JuLis, hätten lieber Schellhorn im Nationalrat gesehen. Oder Claudia Gamon, die für die JuLis derzeit im Studentenparlament sitzt. Allerdings: Im Kooperationsvertrag zwischen den Neos und dem LIF war dem Liberalen Forum explizit ein zweites Mandat zugesichert worden. Und ohne das LIF, vor allem aber das Geld ihres langjährigen Förderers Hans Peter Haselsteiner, hätte es wohl nicht gereicht, die Vierprozent-Hürde zu überspringen.

Mühen der Ebene. Es ist das Erfolgsgeheimnis der Neos – das allerdings auch den Keim für künftige Konflikte in sich birgt: Drei verschiede Räder – die eigentlichen Neos, das LIF und die JuLis – haben im Wahlkampf reibungsfrei ineinandergegriffen. Die Aufbruchstimmung, die Chance, es tatsächlich schaffen zu können, verband. Nach der Euphorie folgen nun die Mühen der Ebene. „Den Kindern die Flügel heben“, ist Matthias Strolz' Lieblingsmetapher.
(Hier weiterlesen)
Und so wird von der »Presse«, näherhin von Oliver Pink (nomen est omen) und Philipp Aichinger munter weiterschwadroniert. Na, wart'ma amal ab ... die Leserkommentare lassen jedenfalls eine andere Stimmung erkennen — ein »hastalavistamukus« meint etwa:
Herrlich!

Alte Ex-Fpler nehmen mit liberalem Geschwätz den Grünen die Stimmen weg! Bitte weiter so!
Und »Oberst Redl« schafft die perfekte Definition:
So steht jede Partei für irgend etwas

SPÖ: Rentner; ÖVP: Beamte und Bauern, Grüne: Lehrer und NGOs FPÖ: Unterschicht Hackler und die NEOS: für energetische Power Point Schnösel.
Ja, da ist was d'ran ...

Samstag, 5. Oktober 2013

»Warum ein Veggie Day liberal ist«

... fragt sich Christopher Gohl in der »Zeit«. Nun, diese Frage stellt sich auch LePenseur — freillich aus anderen Gründen und mit anderer Antwort. Die Antworten, die uns Herr Gohl gibt, erklären alles und entschuldigen nichts. Eine liberale Partei, die so denkt, hat ihre Abwahl jedenfalls mehr als verdient (sorry, Herr Schäffler, Sie sind damit nicht gemeint! Aber Sie schreiben auch nicht derlei Schwachsinn). Besagter Herr Gohl war, wie uns die »Zeit« informiert,
... von 2011 bis 2012 Leiter der Abteilung Politische Planung, Programm und Analyse in der FDP-Zentrale. Er unterstützte den damaligen FDP-Generalsekretär Christian Lindner und dessen Nachfolger Patrick Döring in der Erarbeitung des aktuellen Grundsatzprogramms der Partei. Heute lehrt und forscht Gohl an der Universität Tübingen zum weltbürgerlichen Ethos in Wirtschaft und Demokratie.
Wir wünschen dem angehenden weltbürgerlichen Ethiker viel Glück in seinem Lehren und forschen, und hoffen — gegen alle Hoffnung — von derlei Ergüssen seines Genius' künftighin verschont zu bleiben. Doch wer schon seinerzeit versuchte, Liberalismus als zeitgeistige Beliebigkeit zu definieren, wird davon wohl nicht lassen können. Kollege »Techniknörgler« schrieb in »Zettels Raum« dazu einen passenden Nachruf, dem eigentlich nichts hinzuzufügen ist.

Das Problem in Deutschland ist, daß mit der FDP wohl nichts mehr zu machen ist, und daß die AfD vermutlich auch nicht die nächste Wahl erleben wird — so, wie sie jetzt von der gesamten Systempresse ins Nazi-Eck gestellt wird, machen sich die Deutschen Micheln und Michelinnen wohl zu sehr in die Hosen, als daß da noch was draus würde. Gewisse Dinge schafft man eben auf Anhieb oder nie. Es ist wie bei Formel1-Rennen: wer den Start vermasselt hat, gewinnt wohl auch das Rennen nicht. Aber LePenseur läßt sich gern eines Besseren belehren — zumal was Besseres als eine FDP in Lindner/Gohl'scher Kuschelversion nun in der Tat nicht schwerfallen sollte ...

Was der unlängst verstorbene Papst derzeit so macht ...

... nämlich derrr Literrraturrrpapst:


 (Dank an Gaby / »Gelbes Forum«)

»... die Aktivisten haben nichts anderes getan, als sich friedlich für den Erhalt der Umwelt einzusetzen«

Wird wenigstens Frau Verena Mühlberger, Co-Geschäftsleiterin von Greenpeace Schweiz, in der »Neuen Zürcher Zeitung« zitiert. Der Duktus des Artikels läßt — etwas verhohlen, aber doch — erkennen, daß die Redaktion dies wohl ebenso sieht. Nun, wie wir wissen, sehen das die russischen Behörden ein wenig anders. Und auch Leserbriefposter der NZZ — so schreibt ein »Wolfgang Fehlmann«:
Friedlich? Das Zeigen von Spruchbändern auf dem eigenen Schiff ist friedlich, das erklettern (erstürmen, entern) eines fremden Schiffes / Plattform ohne dazu eingeladen zu werden halt schon nicht. Bei Häusern nennt man den entsprechenden Tatbestand "Hausfriedensbruch", bei Schiffen und sonstigen Utensilien auf dem Meer eben "Piraterie", was halt in der Regel doch deutlich härter bestraft wird. Wenn die Aktivisten nicht leichtfertig gehandelt haben sondern wussten, worauf sie sich einlassen, dann haben sie sich ja vermutlich auch auf einen 15-jährigen Russland-Aufenthalt in nicht unbedingt feudaler Unterbringung mit nicht unbedingt angenehmen Animationsprogrammen vorbereitet.
An dieses klare Statement schließt sich freilich eine kleine Kontroverse, die gut beleuchtet, wie wenig — selbst für ein Schweizer Publikum — heutzutage Rechtsgrundsätze gelten, wenn sie »guten« Interessen im Wege stehen. So meinte ein »Urs B«:
"ohne dazu eingeladen zu werden halt schon nicht"...haben Sie etwa diese Leute eingeladen, unsere Umwelt kaputt zu machen?

Das Problem ist, dass es in der heutigen Zeit zu und her geht wie im Wilden Westen und während Herr und Frau Müller genüsslich ein Glas Wein trinken, lachen sich andere über unsere sogenannte Demokratie krank.

Was Greenpeace macht (nicht nur mit dieser Aktion, sondern mit vielen sehr konsistenten Aktionen und Programmen), ist unsere Umwelt zu schützen. Dazu braucht es keine Einladung! Wenn unsere Regierungen nicht fähig sind, für unser Wohl zu sorgen, dann müssen wir es eben selber tun.
Mit anderen Worten: mach kaputt, was dich kaputt macht. »Wolfgang Fehlmann« gibt »Urs B« freilich die passende Antwort darauf:
Genau! Denn Greenpeace weiss immer ganz genau was richtig und was gut ist. Die dürfen alles tun, denn sie machen es ja für die Umwelt. Und wer gegen Greenpeace ist, ist ein ganz, ganz Böser! Jawohl!

Wenn Sie die Umwelt schützen wollen, dann müssen Sie das auf diplomatischem Parkett machen. Mit Piraterie werden Sie den Kürzeren ziehen, jedenfalls wenn Sie es mit dem russischen Bären zu tun haben. Wegen dem selber tun: das nennt man Lynchjustiz und war nicht nur im 19. Jhd in den USA eigentlich recht erfolglos.
Und auf den Einwand von »Fritz123«
Es gibt auch den zivilen Ungehorsam. Dazu gehört an sich, dass man dann auch ins Gefängnis geht. Gandhi hat es vorgemacht und hat sich damit auch durchgesetzt.
repliziert er ebenso treffend:
Stimmt. Deshalb schrieb ich ja, dass sich die Aktivisten vermutlich auf einen 15-jährigen Russland-Aufenthalt vorbereitet haben. Ziviler Ungehorsam ist wichtig und sehr oft richtig. Er ist aber auch - siehe Gandhi - ein steiniger Weg. Und wie man mit "Schlarpen" nicht auf eine Bergwanderung gehen sollte, sollte man sich den Gegner genau anschauen. Gegenüber dem seit (dem lupenreinen Demokraten) Putin wiedererstarkten Russland kann man wohl kaum dieselben Methoden anwenden wie bei uns im gegenüber Protestaktionen äusserst verständnisvollen und nachsichtigen Westen.
Der »lupenreine Demokrat« wird zwar manchen etwas sauer aufstoßen, aber im Vergleich zu den »alternativlosen« Demokraten der Eurokratenzone (zu der die Schweiz zu ihrem Glück nicht gehört) darf er ja in der Tat so bezeichnet werden. Die Piraten von Greenwar werden sich warm anziehen müssen ...

Freitag, 4. Oktober 2013

Über den Tapetentür-Mann

... (und hier bitte ich die vielen, ja weitaus überwiegend deutschen Leser dieses Blogs, die sich endenwollend für die Befindlichkeiten der österreichischen Polit-Szene interessiert zeigen, um Nachsicht — aber dieser Blog wird halt von einem Österreicher geschrieben! Love it or leave it ...) habe ich schon mehrmals kleine und größere Spitzen auf diesem Blog geäußert. Nun gibt es über ihn und seine Rolle beim Zustandekommen der neuen, kleinen »großen Koalition« einen g'scheiten Artikel aus der Tastatur von Rainer Nowak (derzeit »Presse«-Chefredakteur). Wer meinen Blog kennt, der weiß, daß ich Nowak so im Prinzip nicht wirklich ausstehen kann. Aber in letzter Zeit mehren sich bei ihm die lucida intervalla — und er bekommt mehr und mehr Artikel zustande, die ich ihm früher einfach nie zugetraut hätte. Also stimmt es vielleicht doch, daß Gott dem, dem er ein Amt gibt, auch den Verstand ... — nein, kann nicht sein, sonst wären Faymännchen und Spindi nicht die Pfeifen, die sie ohne jeden Zweifel sind!

Wie auch immer: Nowak schreibt zunehmend Artikel, die Durchblick verraten! Nicht immer, noch nicht einmal überwiegend — aber gelegentlich, und immer öfter. So wie eben diesen hier:
Die Tapetentür zur FPÖ geht nicht mehr zu

Heinz Fischer bleibt vermutlich der merkwürdigste Moment seiner Karriere erspart: die Angelobung einer rot-blauen Regierung. Schade eigentlich.

Der Moment wird ein Bild für Geschichtsbücher sein: Das vermutlich letzte Mal wird eine Große Koalition angelobt. Das vermutlich letzte Mal wird Heinz Fischer aus der Tapetentür treten und zufrieden großväterlich lächeln. Das letzte Mal werden die (in)offiziellen Vertreter von Gewerkschaft und Wirtschaftskammer als Regierungsmitglieder Schultern klopfend angelobt. Das letzte Mal wird das in eine Regierung gegossene gemütlich behäbige Österreich in Kameras lächeln. Das letzte Mal wird alles sein, wie es in der Welt Heinz Fischers immer sein sollte.

Gut, eine SPÖ-Alleinregierung mit Zweidrittelmehrheit wäre in der Hofburg willkommen. Selbst eine Ampelkoalition aus SPÖ, Grünen und Liberalem Forum – an Neos wird sich Fischer nicht so schnell gewöhnen – würde er angeloben. Tief drinnen aber lehnt Fischer Experimente ab. Es könnte sich alles ändern!

(Hier weiterlesen)
Nein: ich stimme keineswegs mit allen und jeden Einschätzungen des Artikels überein. Aber manches ist so klarsichtig und zugleich »hinterlistig« (»g'feanzt« würde der Wiener sagen) an Wahrheiten in diese paar Absätze verpackt, daß einem das Herz im Leibe lacht (und manchen das Lachen im Halse stecken bleibt). Lesen! Und verstehen, warum das bekannte Diktum, daß Österreich »die kleine Welt, in der die große ihre Probe hält« sei, nicht ohne Berechtigung gesagt wurde. Und bekanntlich nicht einmal von einem Österreicher ...

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P.S.: der Kommentarposter »Anmerkung« erhellt zusätzlich die selbstverschuldete politische Patt-Situation der SPÖVP:
Sehr treffend …
... was Herr Nowak schreibt: "Der eigentliche Wahlerfolg Straches fand nicht bei der Wahl am Sonntag, sondern in den Tagen danach statt: In der SPÖ bricht eine Diskussion über den Umgang mit der FPÖ los."

In ähnlicher Weise, wie der Schuss der SPÖ - die roten Spin-Doktoren wollten mit einem vermeintlichen Pappkameraden aus Kanada so viele Stimmen aus dem "bürgerlichen" Lager abziehen, dass sich eine Koalition SPÖ/Grüne/Stronach ausgehen sollte - nach hinten losgegangen ist, so geht jetzt auch der Schuss der ÖVP, mit der FPÖ-Koalitionsdrohung die Roten noch mehr zum Nachgeben zu zwingen, nach hinten los.

Ein Debakel der roten und schwarzen "Parteistrategen".

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Ach ja, ehe ich's vergesse: Heute vor 23 Jahren endete die DDR!

Angeblich.

Die »Zeit« versucht sich in österreichischem Polit-Consulting

... und beweist damit nur, daß Ferndiagnosen selten gutgehen. Vor allem, wenn sie auch noch deutlich erkennbar nur mit einem Auge abgegeben werden ...
Die österreichischen Sozialdemokraten stehen nach den Nationalratswahlen, bei denen sie mit knapper Not die Nase vorn behielten, vor einem Dilemma. Die logische Konsequenz des Ergebnisses vom Sonntag wäre es, eine Regierungskoalition mit dem freiheitlichen Wahlsieger anzustreben. Doch genau dieses Bündnis hat der bisherige und auch wohl künftige Bundeskanzler, Werner Faymann, dezidiert ausgeschlossen. Noch am Wahlabend bekräftigte er seine seit Langem bestehende Absage.

Die Vorstellung, die größte Pensionistenpartei in Österreich, die SPÖ, könnte mit der größten Arbeiterpartei, der FPÖ, zusammengehen, gilt weithin als Ketzeridee. Zu unterschiedlich seien beide Gruppierungen: auf der einen Seite die Garanten sozialer Wärme, auf der anderen die hinterwäldlerischen Fremdenhasser. Staatstragende Regierungsverantwortliche gegen hetzerische Schmuddelkinder, Beschwichtigungsredner gegen hetzerische Agitatoren, ruhige Hand gegen geballte Faust. Die Sozialdemokraten würde es im Fall eines solchen Experiments zerfetzen, behauptet der politische Hausverstand.

Tatsächlich sind sich aber die Parteien ähnlicher, als ihnen lieb sein kann. Beide wenden sich hauptsächlich an Wählersegmente, die im wirtschaftlichen Verteilungskampf ins Hintertreffen geraten sind. Beide rücken die sozialen Ängste ihrer Anhänger in den Mittelpunkt ihrer Politik. Beide pflegen ähnliche Feindbilder: Banken, Millionäre, Spekulanten – bloß leisten sich die Freiheitlichen noch ein zusätzliches Schreckgespenst, vor dem auch so mancher Genosse bibbert. Es sollte nicht vergessen werden, dass es die Gewerkschaften waren, die gegen den "Genossen Lohndrücker" aus dem Ausland wetterten, und dass es ein Zentralsekretär der SPÖ war, der erstmals behauptete: "Das Boot ist voll." Erst anschließend schmiedeten die Freiheitlichen aus diesem Thema ihre wichtigste Propagandawaffe.
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In alledem ist manches richtig (das sei nicht bestritten!), aber eben noch viel mehr falsch. Oder besser: schief und verzerrt — wie es sich eben mit bloß einem Auge darstellt. Denn den wesentlichen Unterschied erkennt das blinde Auge der »Zeit« naturgemäß nie, da es zu einer sonst peinlichen Selbsterkenntnis führte: die SPÖ ist längst eine Partei der Staatsprofiteure (gemeinsam mit der ÖVP und den Grünen), in der FPÖ sammeln sich hingegen jene, die nicht im Kuschelnest eines mehr oder weniger unkündbaren Postens mit gutdotiertem Salär und überschaubarem Arbeitsaufkommen sitzen, sondern die misera plebs der anderen, der in der Privatwirtschaft um ihre Existenz bangenden. Und das sind nun einerseits die klassischen »Hackler«, denen bspw. in der Bauwirtschaft oder der Industrie die Posten wegbröckeln, aber ebenso Unternehmer, die nicht gut vernetzt von Staatssknete leben können, sondern als klassische Mittelstandsunternehmen im Wettbewerb zu bestehen haben — und von Steuer und Sozialversicherung ebenso abgezockt werden, wie von administrativem Wahnwitz bürokratisch erwürgt.

Mit einem Wort: es sind eigentlich nicht »Segmente« (gerade, daß man nicht von »Elementen« spricht!), die »im wirtschaftlichen Verteilungskampf ins Hintertreffen geraten« sind, wie die »Zeit« gönnerhaft abwertend schreibt, sondern jene, die es sich nicht dank Freunderlwirtschaft und/oder Staatsposten »richten« können — die aber im Gegensatz zu den meist völlig unproduktiven (oder bestenfalls scheinproduktiven!) Bediensteten beim Staat und seinen Vorfeldorganisationen das betreiben, was sich so schön »Realwirtschaft« nennt, und von dem ein immer größerer Anteil an Unproduktiven und Umverteilungsgeldern finanziert werden muß.

Die Ähnlichkeit zwischen der SPÖ und der »Arbeiterpartei« FPÖ ist in Wahrheit eine Unähnlichkeit: es ist die Differenz zwischen einer Partei der Arbeiter, die für das Funktionieren der Wirtschaft sorgen und sich dafür auch noch Sorgen machen müssen — und einer Partei der Nichtarbeiter, die die Wirtschaft plündern und dafür sorgenfrei aus dem Budget alimentiert werden. Diese Unähnlichkeit ist freilich für ein Medium wie die »Zeit« unerkennbar ...

Ort des Friedens, an dem die Vögel furchtlos singen

... und noch vieles mehr wäre Europa, wenn, ja wenn ... da nicht diese blöde internationale Fahndungsliste wäre, die die meistgesuchten Verbrecher unseres Kontinents auflistete. Der verdienstvolle Aufdeckungs- und Informationssatireblog »Politplatschquatsch« (dem LePenseur auch die poetische Titelzeile stibitzte!) weiß darüber mehr:
Fünf Ägypter, ein Sudanese, ein Rumäne, ein Russe und ein Mann aus Uruguay und einer aus Paraguay - die Top Ten der meistgesuchtesten Verbrecher Europas zeigen nicht nur ein erschreckendes Ungleichgewicht bei Haarfarbe und Herkunft, sondern auch glaubenstechnisch ein äußerst vorurteilsbehaftetes Verhalten. Als wären Gangster und Terroristen immer nur Moslems, Afrikaner, Südamerikaner oder doch zumindest Osteuropäer, folgt der erste hellhäutige Nordeuropäer auf Platz 13 der Most-Wanted-Liste. Auch Monty Scott ist allerdings eigentlich Kanadier. Der norwegische Drogenhändler Jan Roar Ims hält damit auf Platz 20 die Fahne der eingeborenen Nord- und Westeuropäer hoch – eine tolle Leistung, denn bis hinunter zu Platz 70, den der autochthone Spanier Jose Garcia Molla belegt, ist Ims der einzige Nord-, West- oder auch nur Südeuropäer, der auf der Fahndungsliste so weit oben rangiert. (Hier weiterlesen)
Ist es nicht schrecklich, daß sogar Fahndungslisten von Rassismus künden? In welchen Zeiten leben wir, daß wir noch immer die deutsche Most-Wanted-Liste — die Europol trotz ihres eindeutig diskriminierenden Charakters, der weite Teile der Bevölkerung verstören und verunsichern muß, öffentlich ausstellt (wie PPQ zu Recht stirnrunzelnd anmerkt) — so einfach hinnehmen können, statt endlich klarzustellen, daß durch solche einseitigen Listen nur Vorurteile geschürt und verfestigt werden, und man sich dann nicht zu wundern braucht, wenn rechtspopulistische Parteien gewählt werden!

Wehret den Anfängen, kann man da nur rufen! Führet keine Listen mit Tatverdächtigen, und wenn, so sorget  dafür, daß die diskriminierenden Herkunftsbezeichnungen, ressentimentschürenden Namen und zur Angstmache mißbrauchbaren Gesichter darauf anonymisiert werden! Muß das denn so plump und xenophob, so mit dem Holzhammer gemacht werden?


Reicht es nicht, bspw. ein »Name:                    — Age today:        — Nationality:                   « neben ein geschwärztes Photo zu setzen — ich mein': die Leut' wissen ja ohnehin, daß sich die Polizei darum kümmert! Da sind Name und Herkunft doch eh egal und dienen nur der Volksverhetzung. Sonst schaffen wir es ja nie, daß »die Lämmer bei den Löwen liegen«. Wenn uns auch weder Bibel noch PPQ sagen, wie lange — aber ist es nicht ein edles Ziel, für das es sich einzutreten lohnt ...?

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Unseren täglichen Wahnwitz gib uns heute ...

Elisabeth Landerholm und Ingrid Käck wollen gerne über ihren Lebensentwurf reden – aber sie stellen eine Bedingung: Sie möchten gemeinsam von ihrem Alltag erzählen, um allfällige Kritik gemeinsam tragen zu können. Denn ihr Lebensstil provoziert in Schweden.
... berichtet und die »Neue Zürcher Zeitung«. Ja, um Gottes willen! Was haben die beiden nett und brav aussehenden jungen Frauen denn für einen Lebensstil? Zerstückeln sie elternlose Kleinkinder, um sie an Kampfhunde zu verfüttern? Verkaufen sie Neonazi-Fanartikel? Oder sind sie Jungfrauen geblieben, die demnächst in einen beschaulichen Nonnenorden eintreten wollen? Oder geht's noch perverser?

Aber ja! Viel, viel schlimmer noch! Sie sind ... sie sind H... also: sie sind Hau ... ... man traut sich's doch fast nicht auszusprechen: sie sind nicht berufstätige Hausfrauen, die ihre Kinder selber erziehen!

Schrecklich! Jetzt steht die schwedische Welt nicht mehr lang! Ja, dürfen's denn das? Ist das nicht ein Skandal?! Sie untergraben mit dieser Entscheidung doch das Recht auf freie Entscheidung aller Frauen, genau das (und exakt nur das!) zu tun, was ihnen von irgendwelchen ideologisch einbetonierten Feminazis vorgegeben wird.
Im nordischen Land wurde 2012 die Hälfte der Einjährigen in Krippen oder von Tagesmüttern betreut, bei den Zweijährigen betrug der Anteil 89 Prozent. Junge Familien nutzen das Betreuungsangebot des Wohlfahrtsstaates, der Kindern ab zwölf Monaten einen Krippenplatz garantiert, fast flächendeckend.  
So schafft man Wohlstand durch Aufblähung des Brutttonationalprodukts: Frau A werkt (zu 90% auf Wohlfahrtsstaatsfinanzierung) als Tagesmutter, damit Frau B genau jene Knete als Berufstätige dazuverdienen kann, die Herr und Frau B brauchen, um nach Abzug horrender Steuern und Sozialversicherungsbeiträge, ihren tagesbemutterten Kindern wenigstens etwas Butter aufs abendliche Brot schmieren zu können.

Dieser Umweg ist zwar fast ebenso sinnlos wie keynesianische »Beschäftigungsprogramme«, mit denen in den 30er-Jahren irgendwelche Straßenarbeiter auf Staatskosten Löcher gruben, damit andere Straßenarbeiter sie danach wieder zuschütten konnten (und was an derlei ökonomischem Voodoozauber sonst noch praktiziert wurde und wird) — doch wer immer etwas gegen diesen praktizierten tabuisierten Unsinn sagt, wird so fassungslos angesehen, als habe er soeben Begeisterung über seine diagnostizierte Krebserkrankung geäußert. Mindestens.

Berichte über verhaltensgestörte Kinder? Zunehmende Suizide unter schwedischen Jugendlichen? Ach, das ist erstens zwar schlimm, aber doch irgendwie nicht so schlimm, jedenfalls nicht so schlimm, um deshalb die Dogmen des Staats-Feminismus zu hinterfragen — und außerdem hat das ganz sicherlich jede andere denkmögliche Ursache — von der Kinder sicherlich traumatisierenden Unterdrückung weißrussischer Oppositioneller, über die Tea-Party-Bewegung, den Klimawandel bis zur Weigerung der katholischen Kirche, Frauen zu ordinieren. Nicht die RadfahrerInnen, natürlich! Denn die sind grün und damit immer gut ...

Und so wurschtelt man halt weiter, im hohen Norden. Schafft zusätzliche Planstellen für Tagesmütter, wodurch die Frauenerwerbsquote steigt (und die Abgabenquote, aus der das bezahlt werden muß). Und daß die Kinder ihre eigene Mutter kaum sehen? Na, das macht doch nichts! Die Kinder in einer homosexuellen Vati-Vati-Familie haben sowas doch auch nicht, und die wären doch sonst diskriminiert, oder etwa nicht?

Na also ...

»Wider die kirchliche Doppelmoral«

... betitelt sich (wohl gezielt ein wenig irreführend) ein — wie eigentlich (fast) immer beim Kollegen »Geistbraus« — gescheiter, lesenswerter*) Artikel. LePenseur verhehlt nicht, daß seine Lösung des Geistbraus'schen Problems (»Man betet alte Texte — aber natürlich glaubt man nicht daran«) völlig anders ausfiel: während dieser irgendwann offenkundig begonnen hat, das zu glauben, was er betete (oder er sogar deshalb anfing zu beten, weil er es zu glauben begann!), hörte LePenseur irgendwann eben auf, das zu beten, was er nicht glaubte. Was freilich an seiner Wertschätzung jener Personen, die sich für erstere Variante entschieden haben, nicht mindert — auch wenn er ihre Entscheidung nicht teilen kann.

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*) Auch und gerade für libertär angehauchte Leser! Aber genau die werden's leider nicht tun, da sie gerne einem mehr oder weniger ressentimentgeladenen Antiklerikalismus und/oder Atheismus huldigen ...

»Die Grelle Forelle hat keinen Platz für FPÖ-Wähler«

... teilte der »Wiener Elektroclub« via facebook mit. Nun, interessant — so erfährt man erstmals von der Existenz dieses offenbar so wichtigen Lokals. Als Freund der freien Meinungsäußerung kann ich nichts daran finden, wenn ein Lokalbesitzer bestimmte Personenkreise nicht als Gäste begrüßen möchte. Nur zwei Fragen ergeben sich dabei schon, wenn's verstattet ist:

1. Wie stellt die »Grelle Forelle« eigentlich fest, ob jemand FPÖ-Wähler ist? Da mir in den letzten Tagen auf Wiens Straßen keine Personen aufgefallen sind, welche ein »FPÖ-Wähler« auf die Stirn tätowiert oder als Abzeichen ans Revers gesteckt hatten, jedoch 22% der Wiener Wähler die FPÖ wählten, kann das nur entweder eine geradezu unglaubliche statistische Schwankung darstellen — oder aber die »Grelle Forelle« wird sich etwas schwer tun, festzustellen, wer nun zu dieser inkriminierten Personengruppe gehört.

2. Worin besteht jetzt eigentlich der Unterschied zu diesem Fall? Ach so, das war natürlich böse Diskriminierung — wohingegen »kein Platz für FPÖ-Wähler« eine gute Diskriminierung ist (daß sich »... damit auch „die, die andere diskriminieren, diskriminiert fühlen", damit könne er leben«, informiert uns »Die Presse« über den Standpunkt des Geschäftsführers dieses Etablisments).

Womit natürlich das obligate Silone-Zitat fällig ist, das einem wegen seiner evidenten Richtigkeit längst schon zum Hals raushängt: »Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus.«

Die Antifanten wissen es jeden Tag aufs Neue zu bestätigen ...

Dienstag, 1. Oktober 2013

»Und die Party geht weiter ... bis es kracht«

... vermutet — nicht unberechtigt — die PAZ (die nicht mit der FAZ verwechselt werden darf) in einem so betitelten, lesenswerten Artikel. Mit einem besonders lesenwerten letzten Absatz, in dem Hans Heckel ein gern verschwiegenes Detail erwähnt:
Für die politische Linke ist der Prozess durchaus begrüßenswert. In ihren Augen liegt ohnehin zu viel Vermögen in privater und zu wenig in staatlicher Hand. Die (offen oder verdeckt) staatlich gelenkten Notenbanken sorgen mit ihrer Niedrigzins- und Geldschwemmenpolitik dafür, dass das Vermögen von privater in staatliche Hand übergeht – ganz ohne Steuererhöhungen oder gar offene Enteignungen. Wobei Privatvermögen nicht gleich Privatvermögen ist: Das ganz große Privatkapital spielt in der Liga der Banken, nicht der Sparer, und hat daher auch ganz andere Interessen als der gewöhnliche Mittelschichtler. „Großinvestoren“ wie George Soros profitieren massiv von der Geldschwemme und können ihre Gewinne in sichere Sachwerte investieren, bevor die Währung zerrüttet ist. So zog Multimilliardär Soros denn auch mit linken Ökonomen und der Bankenlobby einträchtig an einem Strang, als es galt, Larry Summers zu verhindern, weil dieser zu einer (etwas) solideren Geldpolitik zurückkehren wollte. (Hervorhebung durch LP)
Den ganzen Artikel hier lesen — es lohnt sich durchaus.

»Die Alten können helfen«

... meinen wenigstens ehemalige »LiF-Granden«, die, wie uns »Die Presse« berichtet, den NEOS unter die Arme greifen wollen, »nicht in dieselben Fallen tappen, wie seinerzeit das Liberale Forum«. Neben dem mit staatlichen Stellen und politischen Entscheidungsträgern bestens ... ähm ... »vernetzten« Bauindustrie-Milliardär Haselsteiner, der das pinke Trüppchen finanziert, und gso ern für Ministerämter bereitstünde (offenbar ist ihm fad in der Pension), versucht sich Heide Schmidt, unter Jörg Haider FPÖ-Bundespräsidentschaftskandidatin und später LiF-Gründerin, und der EX-FPÖ-Minister Frischenschlager, der später ebenfalls eine vom Wähler beendete LiF-Karriere startete, in der Beratung der Newcomer.

Nun: das hebt meine Stimmung wieder etwas! Wenn Heide Schmidt und Friehelm Frischenschlager was beraten, dann kann's nur schiefgehen. Denn, wie ein »Presse«-Poster schreibt:
»Irgendwann werden die Österreicher es mitkriegen, dass hinter den Neos das ehemalige ungeliebte LIF steckt und die Neos werden Farbe bekennen müssen, wenn es um realpolitische Fragen geht. Dann wird bald der Lack ab sein und die Österreicher werden erkennen, dass die Neos nur der Lack der alten 68er-Übergebliebenen sind und mit Liberaler Poltik eigentlich nicht viel am Hut haben.(Wer ein EU Enthusiast ist, kann eigentlich kein Liberaler sein).«
Jetzt noch ein paar »kernige« Wortmeldungen von Stronach in den nächsten Jahren (oder vielleicht auch nur Monaten — na, solang halt die SPÖVP-Koalition nicht endgültig verwest ist ...) — und H.C. Strache kann der Selbstzerstörung seiner Konkurrenz beruhigt zusehen ...