Dienstag, 20. Oktober 2026

Prof. Mearsheimer spricht im EU-Parlament

von Manfred Müller
 
 
Leider ist (wenigstens mir) nicht bekannt, wann genau dieser interessante Vortrag von Prof. Mearsheimer im EU-Parlament gehalten wurde — einige Kommentarpostings unter dem Video vermuten: Ende 2025. Falls dies stimmt, dann hat Mearsheimer eine, wie sich jetzt erweist, sehr zutreffende Prognose über das Ergebnis einer weiteren Kriegsführung durch die Ukraine getroffen, denn wie die Situation derzeit aussieht, wird es exakt zu dieser Entwicklung kommen.
 
 
Unters Video setzt der Kanalbetreiber, NDTV World, die folgenden Anmerkungen (hier in deutscher Sprache):
Mearsheimer warnt EU-Abgeordnete: Russland gewinnt, NATO steht vor der Niederlage. Seine vollständige Warnung aus Brüssel zur Ukraine und Europas Zukunft. 

Was Sie wissen müssen

Wer und wo: Der US-amerikanische Politikwissenschaftler John Mearsheimer sprach im Euro-päischen Parlament in Brüssel auf einer Veranstaltung der Patriots for Europe Foundation. 

Seine Hauptaussage: Er argumentiert, dass der westliche Druck, die Ukraine in die NATO zu bringen – beginnend mit der Bukarester Entscheidung von 2008 –, den Ukraine-Krieg provoziert hat. Russlands Invasion 2022 sei ein „Präventivkrieg“ gewesen. 

Seine Prognose: Russland gewinne den Abnutzungskrieg, und er sehe keine Hoffnung auf einen ausgehandelten Frieden. Er erwartet, dass Russland 20–40 % des Gebiets vor 2014 in der Ukraine kontrollieren und der Konflikt einfrieren wird. 

Warum das für Europa wichtig ist: Er prognostiziert eine geschwächte NATO und eine ange-schlagene EU und sagt voraus, dass die USA ihren Fokus weiterhin auf Asien richten und möglicherweise ihre Truppen in Europa reduzieren werden. 

Sein Rat: Die Ukraine solle ein Abkommen mit Moskau schließen, das Gebietsverluste, den Austritt aus der NATO und eine begrenzte Militärpräsenz in Kauf nähme. Er bezeichnet dies als „schreckliches Ergebnis“, aber als das „am wenigsten schlechte“. 

Weitere Konfliktherde nennt er: die Arktis, die Ostsee und Kaliningrad, Belarus, Moldau und das Schwarze Meer. 

Außerdem in der Fragerunde: die Parallelen zur Kubakrise, die Gründe für die NATO-Erweiterung und wer vom Krieg profitiert.  
 

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