von LePenseur
... natürlich von Joseph Haydn, dem wahren Schöpfer dieser edelsten Frucht der Kammermusik der Wiener Klassik. Nun, sicherlich! Es gab schon vor Haydn Streichquartette ... ... aber eben: keine solchen! Vorher waren es nette Divertimenti für vier Streichinstrumente, nicht mehr. Aber die thematische Arbeit im Detail, die geniale Durchführung der Themen im Mittelteil des ersten Satzes, die Verknüpfung der einzelnen Sätze untereinander, usw. usf. ... eben alles, was ein Streichquartett ab Haydn zum anspruchsvollen Kunstgenuß machte, das gab's zuvor nicht, oder höchstens in Rudimenten, in ersten Ahnungen. Also tauchen wir in ein Quartett op. 17 in E-Dur, Hob III 25 aus dem Jahre 1771 — und staunen, mit welch "bescheidenen" Mitteln der Großmeister vor 255 Jahren schon so beeindruckende Gestaltungen hervorzaubert:
Es spielt das Aeolian String Quartet
Emanuel Hurwitz und Raymond Keenlyside, Violine,
Margaret Major, Viola u. Derek Simpson, Violoncello
und die Sätze sind:
1. 00:00 Moderato | 2. 10:09 Menuett
3. 15:04 Adagio | 4. 23:31 Finale, Presto
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