Montag, 10. Juni 2013

Pädophile Altlasten

... gibt es nicht nur in Deutschlands GrünInnen-Bewegung, sondern ebenso auch in der Österreichs. Werner Reichel verfaßte dazu einen ebenso aufschlußreichen wie ekelerregenden Gastkommentar auf Andreas-Unterberger.at:
In einem „Programm zur Sexualität“ der Alternativen Liste Wien aus dem Jahr 1984 heißt es etwa: „Wir treten ein für das Recht eines/r jeden auf Homosexualität, auf die freie und selbstbestimmte Verbindung zwischen jedem/jeder und jedem/jeder, unabhängig von Geschlecht und Alter und frei von sonstigen Regeln und Einschränkungen.“

Die Alternative Liste war eine der beiden Vorgängerorganisationen der Grünen, wobei die Wiener Landesgruppe politisch besonders weit links stand. Wie ihr Positionspapier zur Sexualität in mehreren Passagen beweist, haben sich verschiedene Gruppen innerhalb der heimischen Öko-Bewegung Mitte der 80-er für Pädophilie stark gemacht. Im Programm zur Sexualität, das vom Plenum der ALW beschlossen worden ist, heißt es weiter:

„Noch immer existieren in Österreich diskriminierende Gesetze gegen sexuelle Kommunikation der Kinder mit Erwachsenen: § 206 Beischlaf mit einer unmündigen Person § 207 Unzucht mit Unmündigen

WIR VERLANGEN: Die sofortige und ersatzlose Streichung aller Gesetze, die die Einschränkung, Reglementierung oder diskriminierende Unterdrückung der Sexualität bedeuten. In Handlungen sexueller Kommunikation, die dem freien Einverständnis aller Beteiligten (also auch der Kinder) entspringen, darf kein demokratischer Gesetzgeber sich einmischen (…)“

Was die Alternativen als diskriminierendes Gesetz und was unter sexueller Kommunikation mit Kindern verstehen, verdeutlicht dieser § 206 des Strafgesetzbuches: „Wer mit einer unmündigen Person den außerehelichen Beischlaf unternimmt, ist mit Freiheitsstrafe von einem bis zu zehn Jahren zu bestrafen.“

Die ALW hat ihre Position zur Sexualität im Übrigen fast wortident vom Programm der Homosexuellen Initiative, kurz HOSI, übernommen. Die Forderungen nach legaler Pädophilie wurden dem damaligen Zeitgeist entsprechend unter dem Vorwand der sexuellen Befreiung der Kinder erhoben.
All das kam freilich nicht von ungefähr. Es war vielemehr der Sexual»wissenschaftler« Kinsey mit seinen pseudoseriösen »Reports«, aus deren Faulschlamm solche Sumpfblüten wuchsen (und wachsen). Seine ideologisch-pervertierte Scharlatanerie war die Basis, auf der die größtenteils aus dem linksradikalen Eck kommenden Grün-Funktionären ihre »Gesellschaftsveränderung« betrieben, nachdem sie erkennen mußten, daß sich die westliche Gesellschaft durch marxistische Unterwanderung einfach nicht hinreichend deformieren ließ, um ihnen den freien Zugriff auf die Macht über die Hirne der Menschen und ihre wirtschaftliche Wertschöpfung zu ermöglichen.

Gemeinsam mit dem vorgeschobenen Öko-Vehikel, mit dem sie ihre — wegen eklatanter Erfolglosigkeit unverkäufliche — Planwirtschafts-Ideen in grüner Gewandung Schritt für Schritt umzusetzen begannen, war die Diffamierung der normalen Sexualität zwischen Mann und Frau mit dem Ziel, durch eine promiskuitive »anything-goes«-Mentalität die Familien, die sich als störendes Hemmnis bei der Manipulation der Menschen erwiesen hatten, auszuschalten, der zweite Grundpfeiler »grüner« Politik.

Selbsthaß auf die Traditionen Europas war wohl die wichtigste Triebfeder dieser Aktionen, die (wie alle säkularen Heilslehren seit der Französischen Revolution) den »neuen Menschen« schaffen wollen — und, natürlich, beherrschbar nach den Vorstellungen dieser Ideologie und ihrer Proponenten schaffen wollen!

Wie sehr die grüne Heilslehre als gesellschaftspsychopathisches Phänomen anzusehen ist, ist evident am Niedergang unserer Gesellschaft, seitdem in den 70er-Jahren ein linker Zeitgeist nicht nur die sozialen Ordnungsprinzipien weitgehend vernichtete, sondern auch durch Aufblähung des Sozialstaates eine desaströse Schuldenpolitik Einzug hielt. Inzwischen sind freilich die Fundamente, auf denen die Experimente getätigt wurden, ebenso brüchig und verschlissen wie die Infrastruktur der DDR, die schließlich auch ihre 40-jährige Geschichte hindurch die Investitionen der bürgerlichen Vorgängerordnung verwirtschaftete, und dann jäh implodierte.

Im Westen waren die Fundamente durch den erfolgreichen Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg stabiler — dessen ungeachtet gehen nun die benötigten finanziellen und systemischen Ressourcen zur Neige. Die nächste Implosion steht absehbar bevor. Wir sind gut beraten, wenn wir dieses Pack dann nicht ebenso ungeschoren davonkommen lassen wie das nach der »Wende« von 1989/90!

Heute vor vierzig Jahren ...

… starb einer der nach Ansicht militärischer Experten bedeutendsten Feldherrn, die der Deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg zur Verfügung standen: Generalfeldmarschall Erich von Manstein. Als Nicht-Militär kann und will sich LePenseur zur Befähigung Mansteins als Feldherr kein Urteil erlauben, obwohl eine Reihe von Operationen, die ihm im Rußlandfeldzug erfolgreich gelangen, die Vermutung nahelegen, daß er über erhebliches strategisches und taktisches Können verfügt haben muß. Doch, wie gesagt: dies zu entscheiden bleibe Kundigen überlassen. Sein Adjudant Alexander Stahlberg, der sehr lebendig geschriebene und fesselnd zu lesende Erinnerungen unter dem Titel »Die verdammte Pflicht« verfaßte, erwähnt jedenfalls, daß gegenüber Erich von Manstein nach einer Lagebesprechung in der Wolfsschanze am 13. Juli 1943 vom — rangälteren — Feldmarschall von Kluge, und kurz darauf ebenso von Rommel die Bereitschaft ausgesprochen wurde, sich seinem (Ober-)Kommando zu unterstellen, um in der verfahrenen Situation zu retten, was zu retten sei (Stahlberg, S 339). Und noch in den letzten Tagen des Weltkriegs appellierte der nach einem Bombentreffer sterbende Feldmarschall Fedor von Bock an Manstein, der ihn im Spital besuchte: »Manstein, retten Sie Deutschland!« (a.a.O., S 436).

Doch nicht die militärische Seite soll hier Gegenstand der Erörterungen sein, sondern das ethische Problem, das durch die Verurteilung Mansteins als »Kriegsverbrecher« offenbar wurde — die in der deutschen Öffentlichkeit damals für Empörung sorgte (wie wär’s wohl heute, nach Jahrzehnten geschichtsklitternder Desinformation zu diesem Thema, damit ...). Wobei die letztendlich »übriggebliebenen« Anklagepunkte — nachdem die allermeisten von ihnen ausdrücklich oder stillschweigend fallengelassen worden waren, werden mußten, wegen eines allzu offensichtlichen tu quoque, das Mansteins Verteidigung offenlegte! — fast zufällig zur Urteilsfällung angezogen erscheinen. Dahinter steht letztlich jedoch die grundlegende Frage, ob ein Soldat einen »ungerechten Krieg« führen darf. Was freilich, vor einem Tribunal der Siegermächte behandelt, immer einen unschönen Beigeschmack von Schauprozeß hat …

Heute wird das natürlich — politisch überaus korrekt und gutmenschlich gedacht! — recht einfach abgehandelt: wer bereit war, »für die Nazis« in einen Krieg zu ziehen, ist, wenn schon nicht gerade ein Verbrecher (dies wäre bei Millionen von Wehrmachtssoldaten doch eher schwer exekutierbar), so doch ein unmoralischer Fiesling, wohingegen jeder Deserteur und jeder Spion der Alliierten ein (im Falle seiner Verurteilung durch ein Kriegsgericht) bewundernswerter Märtyrer, ansonsten wenigstens ein Vorbild ist. Und selbstmurmelnd ist der 8. Mai ausschließlich der »Tag der Befreiung« — Kollateralschäden total zerbomter Städte, hunderttausender vergewaltigter Frauen, Millionen Vertriebener fallen dem gegenüber nicht ins Gewicht (denn man könne doch nicht »aufrechnen«!) …

Ist es tatsächlich so? War Manstein im Unrecht, wenn er als Soldat bemüht war, auch »für« einen Hitler (dem er nach Stahlbergs psychologisch durchaus plausibler Darstellung recht reserviert gegenüberstand) den Krieg zu gewinnen? Erst den Krieg gegen Polen, ein Land, das nach dem Ersten Weltkrieg seine Befreiung von russischer Herrschaft und Wiederbegründung als selbständiger Staat mit dem Verrat an den Mittelmächten lohnte, sich mit Oberschlesien, Posen und Westpreußen weite Gebiete überwiegend (und teilweise fast rein) deutscher Bevölkerung unter den Nagel riß, und diese nunmehrige Minderheit nach Pläsier unterdrückte und kujonierte. Dann den Krieg gegen Frankreich, ein Land, das als Besatzungsmacht im Rheinland ein wahres Terrorregime geführt hatte, und mit aberwitzigen, nie dagewesenen Reparationsforderungen Deutschland für immer ausbluten wollte. Und schließlich einen Präventivkrieg gegen Stalins Sowjetunion — ein Regime von einer umfassenden Grausamkeit und Ruchlosigkeit, gegen das selbst Hitler und seine Schergen manchmal fast zu verblassen drohen, und das »qualitativ« höchstens durch den Wahnwitz eines Pol-Pot-Regimes, und quantitativ bislang nur durch die Herrschaft Maos »getoppt« wurde .

Und war die Kriegsführung gegen Großbritannien — das, wohlgemerkt, 1939 Deutschland den Krieg erklärt hatte und nicht umgekehrt! — wirklich als »ungerechte Aggression« verwerflich, wenn man bedenkt, daß die Regierung Großbritanniens damals bereits vom fanatischen Deutschenhasser Churchill vor sich her getrieben wurde — von jenem Churchill, der schon Mitte der 30er-Jahre erklärt hatte, es sei sein politisches Ziel, Deutschland in einen Krieg zu treiben (wer’s nicht glaubt, möge es in seinen Schriften nachlesen).

Waren das also wirklich so eindeutig »ungerechte Kriege«, daß ein Soldat sich daran nicht hätte beteiligen dürfen? Wer das bejaht, muß freilich die Beteiligung von sowjetischen und britischen Soldaten angesichts der durch ihre jeweilige Regierung angeordneten Greuel, die der Haager Landkriegsordnung Hohn sprachen, ebenso als Kriegsverbrechen verurteilen. »Müßte«, muß es natürlich heißen, denn Siegermächte und ihre Soldaten werden nicht vor Kriegsgerichte gestellt. Denen werden vielmehr — wie z.B. »Bomber Harris« — Denkmäler errichtet …

Heißt das nun, daß »Hitlers Krieg« gerecht war? Nein, natürlich nicht! Er war sicher nicht »gerechter« als das »moral bombing« der Briten und Amerikaner, oder (zumindest) die Atombombe auf Nagasaki durch die letzteren — was alles nun einmal eklatant dem Verbot gezielter Tötung und Sachbeschädigung gegen Nicht-Kombattanten zuwiderlief. Er war auch nicht »gerechter« als die Besetzung des Baltikums durch die Sowjets, oder ihr Überfall auf Finnland, und sicherlich nicht »gerechter« als die Vertreibung oder Ermordung der Millionen Deutscher aus Deutschlands Ostprovinzen, aus dem Sudetenland, der Republik der Wolgadeutschen, aus Jugoslawien, Ungarn etc. etc.

Zur Beurteilung des ethisch-moralischen Fragestandes ist neben der »theoretischen« Frage der Gerechtigkeit oder Ungerechtigkeit eines Krieges weiters die ihrer faktisch möglichen Erkennbarkeit zu berücksichtigen, und darüber hinaus, welche Gewißheit für den konkreten Einzelnen hierüber zu erlangen ist. Und schließlich ist ihre Einbettung in andere Normensysteme, vom spezifischen Berufsethos des Soldaten, über staatsbürgerliche und religiöse Eidespflichten bis hin zu rein rechtspositivistischen Erwägungen, zu berücksichtigen. Und hier wäre es m.E. vermessen, post festum ein-eindeutige Urteile abzugeben!

Das Urteil gegen Manstein war jedenfalls in den Augen seiner Landsleute ein so klares Fehlurteil, daß auch die Besatzungsmächte zurückrudern mußten. Aus 18 Jahren des Ersturteils wurden letztlich knapp vier, nach denen er 1953 entlassen wurde. Adenauers Regierung rehabilitierte ihn faktisch, indem sie ihn — als einzigen Feldmarschall der Wehrmacht — in den 50er-Jahren als Berater bei der Formierung der Bundeswehr heranzog.

Alexander Stahlberg hadert in seinen Erinnerungen in mancher Hinsicht spürbar mit Manstein und mit einer Reihe seiner Überzeugungen, insbesondere, was seine Haltung zum 20. Juli 1944 betraf (»Ein preußischer Feldmarschall meutert nicht!«). Sicherlich ist es moralisch legitim, darüber  unterschiedlich zu urteilen — und manches verbleibt für uns, letztlich für jeden anderen, in einem unlösbaren Rest. In dem, was man eben als »Gewissensentscheidung« bezeichnet. Und nur patentierte Gutmenschen wissen für alle Situationen und für jeden, der in diese gestellt ist, wie die »richtige« Entscheidung auszusehen hätte. Oder besser: gehabt hätte. Denn sie teilen mit den Journalisten, um ein Diktum von Karl Kraus anzuwenden, die Fähigkeit, im nachhinein alles schon vorher gewußt zu haben …

Heute vor vierzig Jahren, am 10. Juni 1973, starb Erich von Manstein im 86. Lebensjahr. Nach vierzig Jahren muß es wohl möglich sein, seiner zu gedenken, ohne gleich als »Nazi« diffamiert zu werden. Oder: sollte es wenigstens …

Kennen Sie den?

Der Ostfriesenbauer Heiko geht mit seiner Freundin spazieren. Beide beobachten, wie ein Stier eine Kuh besteigt. Davon inspiriert teilt Heiko seiner Freundin mit: »Dazu hätte ich jetzt auch Lust!« Darauf die Feundin: »Na, dann mach doch — es sind doch Eure Kühe!«  ;-)
Obacht, lassen Sie das besser sein, denn da droht Ihnen bereits der Staatsanwalt! Wenigstens in Tirol, wie uns »Die Presse« heute berichtet:
Ab wann stellt ein vermeintlicher Witz im Internet eine Verhetzung dar? Um diese Frage drehte sich ein Berufungsprozess am Oberlandesgericht Innsbruck. Ein 19-Jähriger hatte gegen das erstinstanzliche Urteil berufen, nachdem er wegen eines Postings auf Facebook verurteilt worden war.

In erster Instanz standen vier junge Facebook-Nutzer vor dem Landesgericht Innsbruck. Zwischen ihnen hatten sich im Internet Diskussionen um Ausländer entsponnen, im Zentrum standen Zuwanderer aus der Türkei. Schnell wurde es untergriffig, und die Beteiligten spornten sich in der für andere einsehbaren Diskussion gegenseitig zu weiteren Einträgen an. Schließlich war sogar schon von Gaskammern zu lesen. Die Staatsanwaltschaft wurde aktiv. Sie erhob vor dem Landesgericht Innsbruck gegen vier Personen Anklage wegen Verhetzung.

Die jungen Tiroler zeigten sich vor Gericht großteils einsichtig und erklärten, sie wüssten, dass sie mit solchen Aussagen eine Volksgruppe schlechtgemacht hätten. Sie erklärten aber alles damit, dass sie sich nicht „viel gedacht“, sondern „einfach geschrieben“ hätten. Der Richter ließ Milde walten und bot den Leuten eine Diversion an. Drei Angeklagte (zwei Männer, eine Frau) nahmen an und ersparten sich durch gemeinnützige Arbeit eine Verurteilung wegen Verhetzung.

Der vierte Angeklagte gestand auch ein, auf Facebook die ihm vorgeworfenen Worte gepostet zu haben. Aber er betonte, keinen strafrechtlichen Tatbestand gesetzt zu haben. Denn er habe nur einen Türkenwitz gepostet, sich nicht viel gedacht und keinesfalls gehetzt. Konkret hatte der Mann geschrieben: „Warum gibt's in da türkei koane samenspender??? ...weil di ganzn wixxa bei uns sein;)“ (sic!). Der Mann, der über 400 Facebook-Freunde, die seine Einträge lesen können, verfügt, erklärte, den Witz unterhaltsam zu finden. Er habe ihn persönlich auch schon Türken erzählt, und selbst von diesen hätten 90 Prozent den Gag lustig gefunden.
Was ein gutmenschlicher Richter freilich nicht finden darf. Denn so jemand lacht sicher auch niemals über Ostfriesenwitze (wie den obigen), oder über Burgenländerwitze. Oder etwa doch? Ach so, da geht's ja nur um Einheimische, um Piefkes bzw. Ösis — da ist natürlich gleich ein anderer Maßstab anzulegen! Auch »Schweinefresser« oder »Christenschlampe« sind bekanntlich immer im kulturellen Kontext zu sehen und daher mit gebotener Sensibilität straffrei zu belassen. Was also macht ein gesetzeskonform gutmenschlicher Richter in Tirol?
Ohne eine Schuldeinsicht ist eine Diversion nicht möglich. Der Richter musste daher urteilen, und er erblickte in dem „Witz“ sehr wohl eine Verhetzung. Er verurteilte den 19-Jährigen zu 480 Euro Strafe (120 Tagessätze à vier Euro). Sollte der Notstandshilfebezieher nicht zahlen können, würden stattdessen 60 Tage Gefängnis fällig. Die Hälfte der Strafe wurde bedingt ausgesprochen.

Der Richter betonte, dass der Angeklagte selbst vor Gericht eingeräumt habe, dass „Wichser“ ein abwertender Ausdruck sei. Der Mann habe zumindest einen bedingten Vorsatz darauf gehabt, Türken öffentlich verächtlich zu machen.
Auf die Gefahr hin, österreichische Richter (freilich keine »Volksgruppe«) mit zumindest bedingtem Vorsatz öffentlich verächtlich zu machen, erlaube ich mir die Festellung, daß ich dieses Urteil für eine ziemliche Wichserei halte. Das Oberlandesgericht hatte ein Einsehen mit dem jungen Mann und sah das ähnlich:
... das Oberlandesgericht Innsbruck sprach ihn nun vom Vorwurf der Verhetzung frei. Es betonte, dass der Mann am Ende seiner Äußerung das Emoticon „;)“ verwendet hatte, das für „zwinkern, nimm's nicht so ernst!“ stehe. Derartige Äußerungen verwende man, um den Bedeutungskontext der Aussagen im Internet zu verdeutlichen, sagte das Gericht.

Die Bedeutung des Zeichens lasse sich auf Wikipedia nachlesen, heißt es in dem Urteil. Man könne daher insgesamt nicht feststellen, dass der Mann Türken in einer der Menschenwürde verletzenden Weise beschimpfen wollte, entschied das Oberlandesgericht Innsbruck (11 Bs 110/13h). Der Freispruch ist rechtskräftig.
Pffffffft ... ist ja nochmal gut gegangen für den jungen Mann. »Die Presse« merkt ob der hiezu gebrachten Leserkommentare (waren da etwa auch Türkenwitze drunter? — ich habe den Artikel dafür leider zu spät entdeckt) lapidar an:
Anmerkung der Redaktion
Aufgrund wiederholter Verstöße gegen unsere Forenregeln wurde die Kommentarfunktion zu diesem Artikel deaktiviert.
Nun gut, liebe Sensibelchen in der »Presse«-Redaktion — kein Kommentar ist auch ein Kommentar. Man lernt jedenfalls daraus: um von irgendwelchen Wichsern im Talar nicht verknackt zu werden — vergessen Sie nicht zu zwinkern!

;-)

Sonntag, 9. Juni 2013

Der Funktionär

Heute feiert einer der »ersten Männer der zweiten Reihe« aus der ehemaligen DDR-Nomenklatur seinen Neunziger: Gerald Götting, früherer Stellvertreter des Vorsitzenden des Staatsrates der DDR, Generalsekretär und Vorsitzender der CDU der DDR, eine Zeit lang Präsident, später Vizepräsident der DDR-Volkskammer und Präsident der »Liga für Völkerfreundschaft«. Ein, möchte man nach dieser beeindruckenden Aufzählung von Titeln und Funktionen sagen, wichtiger Mann.

Nun, in der DDR war das — wohl überall auf der Welt nicht unbekannte — System, Menschen und ihre Umwelt durch volltönende Titel über die relative Bedeutungslosigkeit ihrer Tätigkeit hinwegzutäuschen, bis zur Perfektion entwickelt. Vor allem der bis in alle Ebenen durchgezogene Parteienpluralismus, der freilich auf die faktische Alleinherrschaft der SED nur in marginalen Nuancierungen Einfluß nehmen konnte (getreu nach Ulbrichts Diktum: »Es muß demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand haben«) konnte den naiven Beobachter durchaus täuschen, und ihm eine Bedeutsamkeit vorgaukeln, die bloß auf dem Papier stand. Doch Hand aufs Herz: ist es in unseren ach so demokratischen Verhältnissen denn anders? Sind unzählige Verfassungsbestimmungen, beispielsweise, daß das Parlament die Regierung kontrolliere, oder der Abgeordnete ausschließlich seinem Gewissen verantwortlich sei (»freies Mandat«) auch nur einen Deut weniger Phrase?

Doch kehren wir zu unserem neunzigjährigen Geburtstags»kind« Gerald Götting zurück: zweifellos war er ein wichtiger, ein mächtiger Mann — aber eben nur in seiner eigenen Partei! In der Außenwirksamkeit teilte er getreulich deren Ohnmacht gegenüber dem tonangebenden Politbüro und (als offiziell höchstes, doch faktisch weit abgeschlagen bloß zweitrangiges Organ der SED) Zentralkomittee. Wer biographische Fakten über ihn sucht, findet sie (wie gewohnt etwas unsystematisch) in der Wikipedia, oder strukturierter auf der Seite der Konrad Adenauer Stiftung, vor zwei Jahren erschien außerdem eine wohlgelungene »politische Biographie« von Peter Joachim Lapp (»Gerald Götting. CDU-Chef in der DDR«) — und diese schneidet auch das Problem an, dessentwegen hier bei LePenseur dieses Politikers gedacht wird: es geht um die in der Person Gerald Göttings geradezu paradigmatische Verwirklichung des »politischen Prinzips«, des »Berufspolitikers«, des »Funktionärs«! Denn genau dieser Typus ist es, der uns heute in seiner »alternativlosen« Erscheinung aus den Polit-Zirkeln auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene nur zu vertraut ist.

Politik wird eben nicht gemacht, um das Gemeinwohl zu fördern, einer staatsbürgerlichen Pflicht nachzukommen, nicht einmal, um politische Ideen zu verwirklichen, an denen einem was liegt. Politik wird gemacht (und genau so gemacht!), um im Politzirkus weiter mitmachen zu können, als l'art pour l'art an den Futtertrögen, immer zitternd von der nächsten Meinungsumfrage, dem nächsten Interventionsversuch irgendeiner Pressure-Group ...

So gesehen nimmt sich freilich die Entscheidung Göttings, als Generalsekretär (und später auch Vorsitzender) einer sich »christlich-demokratisch« nennenden Partei sich dem Diktat der SED-Bonzen zu unterwerfen und bei ihren Versuchen, der Bevölkerung ein sozialistisches Regime aufzuzwingen, mitzumachen, noch direkt ehrenhaft und charaktervoll aus! Denn seine Alternativen hätten Emigration (wie z.B. Lemmer) oder Strafverfolgung (wie bei Dertinger) gelautet — zu glauben, daß ein stalinistisches SED-System einen politisch dissidenten »Ex-Generalsekretär« der CDU einfach ungeschoren »als Privatmann« hätte weiterleben lassen, wäre wohl zu naiv! Und nur, wer wegen seiner politischen Überzeugung selbst emigrieren, oder Strafverfolgung hinnehmen mußte, hätte m.E. das Recht, auf Götting den ersten Stein zu werfen.

Interessant ist freilich, wie unterschiedlich sich der politische Lebenslauf Göttings seit ca. 1980 im Vergleich mit dem Manfred Gerlachs, des vor eineinhalb Jahren verstorbenen Vorsitzenden der LDPD, ausnimmt. Gerlach, der in seiner sehr lesenswerten Autobiographie »Mitverantwortlich. Als Liberaler im SED-Staat« (Berlin 1991) offen eingesteht, daß er sich in den 50er- und 60er-Jahren recht illusionäre Vorstellungen über ein sozialistisches Gesellschaftsmodell machte, in dem er auch eine »Vollendung« liberaler Überzeugungen erblickte (die daher darin auch weiterhin Platz hätten!), Manfred Gerlach nun entwickelte gegen Ende der 70er-Jahre zwar vorsichtig formulierte, doch klar erkennbare Reformvorstellungen, von denen er trotz des Abblockens Honeckers auch in den 80er-Jahren nicht mehr abrückte, sondern sie vielmehr mit zäher Geduld wieder und wieder (und durch die Politik der ersten Jahre Gorbatschows gestützt) vorbrachte. Götting hingegen blieb — und das ist bei der Lektüre seiner zahlreichen Reden und Aufsätze klar erkennbar — irgendwie in der »Friedensrhetorik« de 70er-Jahre stecken, und garnierte diese bloß mit wechselndem nebulosen Floskelwerk. Offenbar war er bis knapp vor dem Ende der DDR davon überzeugt, daß die Sowjets das SED-Regime schon aus Prestigegründen nie fallen lassen würden — eine Fehleinschätzung, die die ökonomische Zwangslage der UdSSR nicht ins Kalkül zog. Gerlach als »Liberaler« hatte da offensichtlich den besseren wirtschaftlichen Sensus ...

Dennoch: die Art, mit der man im Westen ebenso wie in der DDR in Wendezeiten mit Götting umging, war nicht gerechtfertigt, und durchaus geeignet, ihn in eine Einigelung zur Selbstverteidigung zu treiben. Kleinliche Schikanen (wie bspw. die Aberkennung und Abholung verliehener DDR-Orden) wechselten mit übertriebenen Medienberichten über Goldschätze und Briefmarkensammlungen, die Götting zu einem der reichsten Männer der DDR stilisieren sollten. Partei»freunde«, die ihm noch kurz zuvor applaudierten, erkannten schlagartig:
Das Parteileben gestaltete sich eigentlich nach den Anweisungen von Gerald Götting, der kein CDU-Politiker im eigentlichen Sinne mehr war, sondern ein Vertreter der Besatzungsmacht in der Partei. (zit nach Ralf G. Jahn: Die Geschichte der CDU in der DDR)
Nun, derlei pflegt bei Politikern überall vorzukommen (Österreichs Handelsminister Robert Graf meinte mit Recht etwas sarkastisch: »Wer als Politiker einen Freund sucht, sollte sich einen Hund halten«), aber bei Gerald Götting war sicherlich die Schäbigkeit, mit der nicht nur Parteifreunde und Politiker ihn blitzartig wie einen Pestkranken mieden, sondern auch hohe kirchliche Würdenträger, die sich jahrelang in herzlichen Glückwünschen zu Geburtstagen und Jubiläen ergingen, besonders eklatant. Und erst über die unrühmliche Rolle der Medien sei hier besser geschwiegen ...

Anders als in Deutschland war Götting nach der Wiedervereinigung in den USA mehrmals gern gesehener Gast — ein Patensohn, mit einer Amerikanerin verheiratet, brachte ihn mit diverser Polit-Prominenz zusammen, u.a. mit der Familie Bush (sen.); man dachte sogar über UNO-Tätigkeiten, z.B. eine (ehrenamtliche) Vermittlertätigkeit zwischen Indien und Pakistan, nach. Diese Pläne zerschlugen sich, da Götting erkennen mußte, daß derlei Ambitionen die inzwischen gesamtdeutsche Politik irritieren würden.

Nach verschiedenen juristischen Querelen um sein Haus in Berlin-Köpenick und sein Landhaus, dessen Errichtung ihn Jahrzehnte später sogar in einen Strafprozeß verwickelte, lebt Götting ebenso verfemt wie zurückgezogen als Rentner in Berlin. Seine Pläne, zum 85. Geburtstag mit einer Autobiographie an die Öffentlichkeit zu treten, wurden durch seine zunehmende Sehbehinderung vereitelt. Deshalb war er auch bereit, Peter Joachim Lapp die reichen Archivalien, die er über sein ganzes Leben hinweg zusammengetragen hatte, zur Verfassung einer Biographie zur Verfügung zu stellen. Nach Abschluß dieses Buches wurde das Material an das Stadtarchiv seiner Heimatstatdt Halle übergeben.

Was also bleibt im Rückblick auf ein solches Funktionärsleben zu berichten? Peter Lapp bringt es in drei Sätzen auf den Punkt:
Er half auf jeden Fall mit, christliche Werte und Traditionen in der atheistisch gewollten Umwelt der DDR zu bewahren. Und er hat durch diverse infomrelle Vorschläge gegenüber SED-Verantwortlichen manche Härten für Bürger abstellen oder abschwächen und in vielen Einzelfällen individuell helfen können. Aus heutiger Sicht mag das wenig bedeutsam gewesen sein, seinerzeit hat das vielen Menschen konkret und nachhaltig geholfen. (Lapp, op.zit. S 96)
»Unser Leben währet siebzig Jahre, und wenn's hoch kommt, so sind's achtzig Jahre, und wenn's köstlich gewesen ist, so ist es Mühsal und Arbeit gewesen; denn es fährt schnell dahin, als flögen wir davon«, seufzt der Psalmist. Gerald Göttings Leben war sicherlich nur im übertragenen Sinne »Mühsal und Arbeit«. Dennoch, auch wenn es die »achtzig Jahre« mit heutigem Tag um zehn übertrifft — es fährt schnell dahin. Götting meint in einem der Manuskripte, die er seinem Biographen zur Verfügung stellte, ihm erschiene »die Zeit in der DDR wie ein geschichtlicher Traum, der nur unterbrochen wurde«. Und orakelt über eine »neue sozialistische Alternative zum Kapitalismus«.

Wenn man sich freilich die Entwicklungen in der EU so ansieht — es steht zu befürchten, daß Götting damit rechthaben könnte! Was man ihm aber fairerweise nicht vorhalten darf, denn er ist sicherlich denkbar unschuldig daran. Deshalb:

Herzlichen Glückwunsch zum Neunziger!

Samstag, 8. Juni 2013

»Unter den Demonstranten sind Extremisten, einige sind in den Terrorismus verwickelt«

 
sagte GröTAZ Erdoğan — das ist, wer's noch nicht weiß, etwa wie »Erdowahn« auszusprechen — am Donnerstag in Tunis vor seiner Heimkehr ins erträumte Groß-Osmanische Reich, das ja einst bis Tunis (und darüber hinaus) reichte. Mag sein, denn niemand (außer vielleicht Gott) kann ins Herz der Menschen blicken ... ... vielleicht sind einige der Demonstranten ganz pöhse Purschen, die — ließe man sie bloß — sogar ihre Großmütter verkaufen würden (oder dergleichen mehr). Solch üble Gesinnungen mögen zu bedauern, ja moralisch zu verurteilen sein, sind aber rechtlich etwa so relevant wie die Form von GröTAZens Schnurrbart (oder die Frage, ob er mit demselben wirklich schnurren kann).

Was aber die Taten betrifft ... nun, da setzen eher nicht die Demonstranten Tränengas und Wasserwerfer ein, und sie fahren auch nicht mit gepanzerten Polizeiautos Menschen nieder. Was den Verdacht aufkeimen läßt, daß sich eher unter den Politikern, die in der Türkei an der Macht sind, und ihren Polizisten Extremisten befinden könnten, die möglicherweise — man wagt es kaum zu denken! — in Terrorismus verwickelt sind. Mit anderen Worten: Politkriminelle halt, wie sie heutzutage fast überall an der Macht sind ...

Freitag, 7. Juni 2013

Zwei Medienartikel, jeder für sich beunruhigend genug

... enthüllen ihre ganze Sprengkraft, wenn man sie im Zusammenhang liest. Da berichtet »Die Presse« (ausnahmesweise redaktionell):
Amerika bespitzelt alle Ausländer im Internet

Google, Facebook, Apple, Microsoft und alle anderen Herrscher über das Internet geben seit sieben Jahren den US-Geheimdiensten Zugang zu allen E-Mails, Fotos, Videos und sonstigen Daten auf ihren Servern.

[WASHINGTON]
„Ihre Privatsphäre ist unsere Priorität": Mit diesem Slogan warb der US-Softwarekonzern Microsoft am Donnerstagabend in der Halbzeitpause des ersten NBA-Finalspiels zwischen San Antonio und Miami. Im Lichte der zeitgleich veröffentlichten Enthüllungen über die umfassende Internetspionage der amerikanischen Geheimdienste klingt das Versprechen des Konzerns wie ein Hohn. Denn im Mai 2007 war Microsoft das erste von zahlreichen Internetunternehmen, das im Rahmen eines bis dato streng geheimen Überwachungsprogramms namens PRISM massenhaft Daten über seine Kunden an die National Security Agency (NSA) und das FBI zu liefern.
(Hier weiterlesen)
Nun, unschön, irendwie ... ... Dazu berichtete schon vor einigen Monaten Tom Leonard von »Daily Mail Online« Neuigkeiten von der Google-Front:
Google's sinister glasses will turn the whole world into search giant's spies

They look like something you’d see at a Star Trek convention, perhaps worn with a pair of fake pointy ears. And that’s entirely fitting, given that these high-tech specs are about to propel us into a sci-fi future few could have envisaged a decade ago. Google Glass has had the tech world giddy with excitement since it was unveiled nearly a year ago. Last week, at the South By Southwest technology convention in Austin, Texas, a Google designer gave the first demonstration to a rapt audience.

(Hier weiterlesen)
Mancher wird die Achseln zucken und jetzt fragen: »Na und? Ich muß dieses Zeug ja nicht kaufen!« Nun, man sollte den Artikel zu Ende lesen:
But of all the promised features of these spectacular specs, it is the glasses’ ability to take pictures and shoot video footage and upload it instantly to the internet that is proving most disturbing. Some fear candid camera snooping will become all too easy when no one realises that the person simply looking in their direction is actually filming them.

And it gets worse. According to Google co-founder Sergey Brin, the company plans to have Google Glass fitted with an automatic picture-taking mode, snapping photos at pre-set intervals. This could be as often as every five seconds. While people may rightly worry about being photographed without their knowledge or permission, such fears pale into insignificance when you consider the true extent of the insidious reach of Google Glass.

Time and again, Google has proved that it has no time for that quaint old concept called ‘privacy’.
Manch blauäugiger Naivling wird jetzt sagen: »Was kratzt es mich, wenn der Passant Müllermeier, den ich nicht kenne, und der mich nicht kennt, mich filmt, wie ich gerade ein Eis esse!«

Beim Eis wird's keinen kratzen — aber wenn er Sie filmt, wie Sie ihr Auto besteigen? Und dann die Nummer des Autos filmt. Und diese Informationen von ihm (oder von der Firma / Organisation für die er arbeitet), in einer Datenbank gespeichert werden? Kratzt es Sie dann auch nicht, wenn Sie mit diesem Auto eine Freundin zum Rendezvous abholten, und Ihnen am nächsten Tag eine Erpresser-Email zugeht, mit innigen Photos von Ihnen und Ihrer Freundin, und dem dezenten Hinweis, daß man aus dem selbstverständlich öffentlichen Melderegister erfahren habe, daß Sie mit besagter Person nicht, dafür aber mit einer anderen verheiratet sind? Und wieviel Ihnen es wert wäre, wenn diese andere Person diese Photos nicht kennenlernt?

Der sittlich gefestigte Mann lacht hier (etwas zu laut, vermutlich) und meint: »Mir kann das nicht passieren, weil ich keine Freundin habe!« Ach, wirklich ...  Sie sind derart Herr über Ihre Gesichtszüge, daß Sie bei einer feschen Blondine, die am Gehsteig Ihren Weg kreuzt, nicht mal anerkennend hinsehen? Was, im 5-Sekunden-Takt photographiert, möglicher-, ja wahrscheinlicherweise das eine oder andere Photo liefert, auf dem es durchaus so aussehen könnte, als würden Sie gerade zu flirten versuchen (und dem kann mit ein bißchen Photoshop nachgeholfen werden). Und was, wenn all diese Informationen auf einmal in einer großen Regierungsdatenbank katalogisiert und vernetzt sind? Und Sie sich an einer Demonstration beteiligen wollen.Oder einen kontroversiellen Diskussionsabend besuchen. Und Sie sich überlegen müssen, ob dann nicht Ihr Chef / Auftraggeber / Konkurrent genau diese Photos zugespielt bekommt. Denn Ihre Identität ist durch Gesichtserkennungssoftware längst eindeutig zugeordnet. Und wird in einem großen Datenfile gesammelt, gegen welches die aberhunderten Kilometer Stasi-Akten Kinderspielzeug waren.

Nun: wie fühlt sich das jetzt an?

Kleiner Nachtrag zu den Randalen in Stockholms Vorstädten

Leider fand ich damals nicht gleich den Beitrag auf »Mediascan« vom 18. Juli 2011, der den schönen Titel »Die Migration ins Volksheim« trug.



Wie man sieht: wirklich kein »brandneues« Thema, sondern seit wenigstens 2010 bestens bekannt! Wer noch mehr darüber wissen will (und Schwedisch entziffern kann — Befolkning=Bevölkerung, Kostnad=Kosten, Överrepresentation=Überrepräsentation schätze ich mal) wird hier noch weitergeholfen ...

Monsanto — »Heiliger Berg« des Korporatismus

... wird uns auf »Daily Paul« gezeigt, oder vielmehr: nachgezeichnet. Und mit einem passenden Zitat übertitelt:


Fürwahr eine Graphik passend zur jetzt stattfindenden »Bilderberg«-Konferenz. Mehr dazu können Sie hier nachlesen. Und, nein — man muß den Hinweis auf Offb. 13, 17 keineswegs wörtlich nehmen. Aber es darf einen nachdenklich machen. Auch ganz sub auspiciis sæculi betrachtet ...

Donnerstag, 6. Juni 2013

Internet-Funde

Was man nicht so alles findet im Internet — und was man nicht erst alles im Internet findet, das man in der Systempresse nie und nimmer finden wird. Beispielsweise das:
Eigentlich erübrigt sich das TV-gucken. Kein Krimi kann so spannend sein, wie die Wirklichkeit. Verdächtiger Tod zweier FBI-Beamter löst Kontroverse aus Zwei gut ausgebildete Beamte der amerikanischen Bundespolizei FBI, die an der Tötung von Ibrahim Todaschew, eines Freundes der Tatverdächtigen der Bostoner Bombenanschläge, beteiligt waren, sind jetzt selbst unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen.

Der mysteriöse Tod der beiden FBI-Beamten ruft bei vielen Menschen die Erinnerung an die dramatischen Todesfälle von Mitgliedern führender amerikanischer Kommandoeinheiten in Afghanistan wach, die ihr Leben nur drei Monate nach ihrer Beteiligung an der angeblichen Ermordung des Al-Qaida-Anführers Osama bin Laden 2011 verloren. So wurde etwa ein Hubschrauber des SEAL-Teams VI der US-Marine im Osten Afghanistans abgeschossen.

Die Familien dieser SEAL-Teammitglieder machen die Regierung für diese Tragödie verantwortlich. Sie werfen der Regierung vor, der Abschuss des Hubschraubers und der anschließende Vertuschungsversuch seien geplant gewesen. Ihrer Ansicht nach habe Präsident Obama das SEAL-Team bewusst zum Ziel von Taliban-Angriffen gemacht, als die Regierung bekannt gab, dass dieses Team an der Operation, die zum Tode von bin Laden führte, beteiligt gewesen sei.
(Hier weiterlesen)
Und wer sich noch an die beiden pöhsen Boston-Marathon-Bomber erinnern kann, bekommt hier ein paar Informationen geliefert, die ... ... nun, sagen wir mal: recht interessant zu lesen sind ...

Kleiner Nachtrag zum gestrigen Taxiräuber

Soeben lese ich in der »Presse«, aber selbstmurmelnd nicht von der »Presse«, sondern von einem Kommentarposter »Österreicher100« (05.06.2013 18:51) folgende interessante Information:
Überraschung
Laut BM.I. war das einer der Votivkirchenflüchtlinge mit sieben Vorstrafen im Ausland, zwei im Inland. Vier rechtsgültigen Abschiebebescheide - Dank Caritas aber vereitelt.
Kurze Erklärung: »BM.I.« steht für »Bundesministerium für Inneres«, und was die besagten »Votivkirchenflüchtlinge« betrifft, kann man u.a. hier nachlesen. »Caritas« darf bei katholischen Lesern (und darüber hinaus) als bekannt vorausgesetzt werden.

Na, warten wir, wie lange dieser Kommentar-Thread in der »Presse« offen bleibt. ...

Was ist der Unterschied zwischen der Schweiz und EUropa?

Beispielsweise das hier:
Gastkommentar zum Bankgeheimnis

Schutz der Privatsphäre vor dem totalen Steuerstaat

Hans-Ueli Vogt, Professor für Wirtschaftsrecht

Dieser Tage hat ein überparteiliches bürgerliches Komitee die Volksinitiative «Ja zum Schutz der Privatsphäre» lanciert. Die bürgerlichen Parteien und verschiedene Wirtschaftsverbände, die in den letzten Jahren häufig uneins waren in gesellschafts- und aussenpolitischen Fragen, schliessen nun ihre Reihen, wenn es um das grundsätzliche Verhältnis zwischen Bürger und Staat geht. Die Volksinitiative will nämlich sicherstellen, dass auch in finanziellen Angelegenheiten die Freiheit, die Eigenverantwortung und die Rechtschaffenheit der Bürger die Prämisse und das Leitbild bei der Regelung des Verhältnisses zwischen Bürger und Staat bleiben. Nur weil Einzelne ausnahmsweise Verbotenes tun, sollen nicht alle überwacht, durchleuchtet, kontrolliert werden.

Informationsspuren
Wer sagt, dass nichts zu befürchten habe, wer sich korrekt verhalte, der verkennt, wie viele Informationsspuren unser tagtägliches Tun hinterlässt, zum Beispiel auf dem Bankkontoauszug. Schutz der Privatsphäre heisst, seinen Arztbesuch, die Spende zugunsten einer Organisation, den Besuch im Nachtklub nicht offenlegen zu müssen – geschweige denn, sich dafür rechtfertigen zu müssen.

Schutz der Privatsphäre heisst auch, solche Informationen nicht ohne Grund dem Staat anvertrauen zu müssen; einer Organisation, in der – wie in jeder grossen Organisation – die Kontrollen versagen und bei der einzelne Bürger, Minderheiten oder politisch nicht genehme Kreise willkürlich in fehlgeleitete Mühlen des Kontrollapparates gelangen können. Diese Gefahr besteht auch im Rechtsstaat des 21. Jahrhunderts, und sie besteht auch in der Schweiz.
(Hier weiterlesen)
»Hans-Ueli Vogt ist Professor für Wirtschaftsrecht an der Universität Zürich und SVP-Kantonsrat. Er gehört dem Co-Präsidium des Komitees ›Ja zum Schutz der Privatsphäre‹ an«, informiert uns die »Neue Zürcher Zeitung«. Im Unterschied zu unseren Staatsbanditen, wie dem seinerzeit an flagranter Koffer-Vergeßlichkeit leidenden (und mittlerweile Rollstuhl fahrenden) Datenhehler in Berlin, oder seinem roten Kollegen, der die Kavallerie ausschicken wollte, um den Widerstand der Alpen-Indianer zu brechen, setzt sich hier ein Politiker für Beschränkungen der Staats(all)macht zugunsten der Wahrung der Privatsphäre der Bürger ein. Das ist der Unterschied zwischen der Schweiz und EUropa!

Dieser Gedanke, der all den EU-Politruks — egal, ob im Rollstuhl oder in fetten Dienstlimousinen fahrend, ob lokale EU-Satrapen oder (vor allem durch ihre Präpotenz und Unfähigkeit ausgezeichnete) Mitglieder des Rates der Kommissare der EUdSSR — nicht einmal im Traum käme! Deren Träume basieren vielmehr auf rechtlosen, durch abertausende Richtlinien und zehntausende Durchführungsverordnungen gegängelten, und wegen ihrer Unerfüllbarkeit und Unüberschaubarkeit damit zugleich permanent kriminalisierten, erpreßbaren Untertanen, die gegen Überlassung eines mäßigen Taschengelds ihre Wertschöpfung möglichst ungeschmälert dem »Gemeinwohl« abliefern. Abliefern müssen, da sie sonst durch Strafprozesse sozial und wirtschaftlich ruiniert, und  parallel dazu natürlich an den Medienprager gestellt werden. Schrieb ich eben  »Gemeinwohl«? Aber ja! Zum Gemeinwohl der Nomenklaturisten, des politisch-industriell-medialen Komplexes, natürlich!

Das war zu Zeiten der Sowjetunion auch schon so — und warum soll man denn von altbewährten Rezepten abweichen ...?

Mittwoch, 5. Juni 2013

»Angriff in Wiener Taxi: Fahrer erschießt Räuber«

... titelt »Die Presse« nunmehr, nachdem dieser Artikel auch schon mal unter der Schlagzeile »Taxifahrer erschießt Fahrgast« (oder so ähnlich) zu lesen war. Als ich dies las, dachte ich mir was (etwas, das immer mein kleines Geheimnis bleiben wird). Aber nun lesen wir voll Erstaunen:
Der mutmaßliche Räuber bedrohte den Fahrer offenbar von hinten mit einem Messer. Der Taxilenker griff zu einer Pistole im Seitenfach und schoss.

Ein mutmaßlicher Räuber ist in der Nacht auf Mittwoch bei einem versuchten Überfall auf einen Taxilenker in Wien-Donaustadt von diesem erschossen worden. Der Täter soll, so die Aussagen des Chauffeurs, sein Opfer in den Schwitzkasten genommen und mit einem Messer bedroht haben. Der 59-Jährige zog laut Polizeisprecher Roman Hahslinger eine Pistole aus einem Seitenfach an der Wagentür und schoss rückwärts auf den Angreifer.

Der mutmaßliche Räuber wurde im rechten Brustbereich getroffen. Er stürzte aus dem Taxi und lief davon. Der Taxler nahm die Verfolgung auf und feuerte noch zweimal in die Luft. Der Flüchtende brach jedoch nach etwa 50 Metern zusammen. Beim Eintreffen der Rettungskräfte war der Mann bereits tot.
Da wird Offenbares gemutmaßt und Mutmaßliches offenbar, daß es nur so a Freud' ist — 's könnt' ja alles ganz anders g'wesen sein! Die Drohung mit dem Messer war keine, denn auch der Täter war selbstmurmelnd keiner, sondern vielmehr: der mutmaßliche Nicht-Täter interpretierte ein beispielsweise aus Anlaß der Sichtung einer besonders häßlichen Bordsteinschwalbe zwischen des Taxilenkers Zähnen hervorgequetschtes »Hawedjere!« — ein dem bayrischen »Leckmimarsch« vergleichbares Fluch-, Anerkennungs- oder Überraschungswort, welches sich, ganz nebenfüglich für Nicht-Wiener gesagt, von einem formelhaften »Ich habe die Ehre« herleitet — irrigerweise als Bitte um eine schnelle Messerrasur, welcher der mutmaßliche Nichttäter als zufälliger Absolvent einer Friseurschule gefälligerweise sofort nachkommen wollte. Oder so halt.

»Die Presse« liefert aber noch eine Sensation nach:
Bei der Leiche wurde ein Personalausweis gefunden. Gehört dieser tatsächlich dem erschossenen Mann, dann handelt es sich um einen 21-jährigen Pakistani.
Ei, was soll denn das jetzt! Welche journalistische Relevanz hat denn der Hinweis auf die Nationalität eines Täters (noch dazu eines bloß mutmaßlichen)? Hat denn »Die Presse« nicht die »Richtlinien des Presserates gegen Ausländerfeindlichkeit«  in der Redaktion aufliegen? Aber sicher ja doch! Und deshalb steht statt der Kommentare unter dem Artikel lapidar:
Anmerkung der Redaktion:
Aufgrund wiederholter Verstöße gegen unsere Forenregeln wurde die Kommentarfunktion zu diesem Artikel deaktiviert.
Was darf man sich darunter vorstellen? Wurden bspw. pauschal unschuldige Taxifahrgäste als »Räuber« verunglimpft? Wurde gar die ketzerische Meinung geäußert, Österreich käme auch ohne Taxiräuber jederzeit gut aus? Oder wurde gar der Verdacht geäußert, der von den Medien ursprünglich ursprungslos als »21-jähriger Mann« Bezeichnete, könnte ausländischen Ursprungs gewesen sein, näherhin einschlägig ausländischen Ursprungs, oder, um ganz exakt zu sein: mutmaßlich einschlägigen ausländischen Ursprungs und mutmaßlich einschlägiger Religionszugehörigkeit?

Inschallah! Wir werden's, wenn wir's nicht zufällig schon vor der Deaktivierung lasen, nie erfahren ...

Adam Smith

... an dessen Geburt vor heute exakt 290 Jahren uns Blogger-Kollege »Morgenländer« mit einem überaus lesenswerten Artikel erinnert, ist mehr als eine Überlegung wert. Gerade heutzutage, wo doch Etatisten und Kollektivisten aller Sorten ihr Unwesen treiben, und die Freiheit und Selbstbestimmtheit des Menschen inzwischen zur Wahl des Tapetenmusters im Wohnzimmer degeneriert ist.
Smith wäre es aber nie eingefallen, dem blinden Egoismus das Wort zu reden. Soll der Mensch auch kein Haustier sein, plädiert er doch nicht für die Gesellschaft als Wolfsrudel.

Bei Smith stehen sich nicht der vereinzelte Einzelne und der Staat gegenüber; die Gesellschaft, die er vor Augen hat, ist in Familien, Nachbarschaften und Verbände - darunter die Kirchen - gegliedert, die - von Herkommen und Sitte getragen - dort handeln, wo die Kraft des Einzelnen zu gering ist.

Dem Staat bleiben deshalb nur solche öffentlichen Aufgaben, bei deren Erfüllung Zwang legitim angewendet werden kann - die Sicherung von Leben und Freiheit. Er kann Nachwächter sein, weil seine Bürger tagsüber wachsam sind.

Adam Smith redete nicht Egoismus und Anarchie das Wort, sondern vertraute auf die Selbstsorge tätiger Bürger und auf die regelnde Kraft geteilter Sittlichkeit - eine sehr konservative Vision, und eine sehr zeitgemäße dazu.
... beschließt »Morgenländer« seinen Artikel »Nicht Haustier, nicht Wolf« — der es wirklich verdient, zur Gänze gelesen und auch bedacht zu werden!

Dienstag, 4. Juni 2013

Das Stürmchen im Traismauerer Wasserglas

Österreich ist bestürzt. Nicht nur über das derzeitige Hochwasser, sondern noch viel mehr über wahrhaft welterschütternde Aussagen, die ein FPÖ-Ortsfunktionär in Traismauer (Niederösterreich) auf die dortige Homepage gestellt (und mittlerweile wieder gelöscht) hat. »Die Presse« berichtet jedenfalls adäquat bestürzt:
Hochwasser: FPÖ sorgt mit Islam-Posting für Wirbel

Die Muslimische Jugend Österreich rief zur Hilfe auf, die FP Traismauer antwortete: „Die Österreicher kommen ohne euch zurecht". Partei-Vertreter entschuldigten sich.

Wieder einmal sorgt ein Facebook-Posting der FPÖ für Wirbel. Anlass für den Ausrutscher war diesmal ein Aufruf der Muslimischen Jugend Österreichs zur Mithilfe bei den Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser. „An alle muslimischen Jugendlichen: Österreich braucht euch", schrieb die Organisation auf Facebook und auf ihrer Homepage. Die FPÖ Traismauer antwortete darauf via Facebook-Posting: "Ich denke die Österreicher kommen sehr gut ohne euch zurecht!!! Und dass (sic!) in jeder Hinsicht!!!"

Ortsparteichef Michael Schuller entschuldigte sich am Dienstag für das Posting. Er habe es persönlich gelöscht. "Der Eintrag entsprach nicht meiner Auffassung, was die katastrophale Lage zum Hochwasser betrifft", sagte er gegenüber „derStandard.at".
(Hier weiterlesen)
Nun gut, das Posting war taktisch nicht sehr klug, keine Frage! Aber ist es inhaltlich falsch? Angesichts der Kosten, die in Österreich durch die muselmanische Prekariats-Zuwanderung Jahr für Jahr (und das seit Jahrzehnten) entstehen, und der zweifellos äußerst überschaubaren Hilfe, die eine »Muslimische Jugend Österreich« mit ca. 7000 Mitgliedern (Stand 2009) zu leisten vermag, ist die Kosten-Nutzen-Rechnung stark negativ. Der Poster hätte das alles natürlich in weitaus geschliffenerer Diktion ausdrücken können — aber von Traismauerern FPÖ-Funktionären soll man halt keine feuilletonstischen Aperçus erwarten ...

»Die Presse« entschloß sich jedenfalls, mein nachstehendes Posting nicht freizuschalten (wenigstens bis dato). Warum wohl?
Die Bestürzung der »Standard«-Redaktion

... im Jahr 2000 über die Rufe der Demonstrationen gegen Schwarz-Blau (»Widerstand! Widerstand! Schüssel-Haider an die Wand!«) war deutlich geringer. Präziser gesagt: so gut wie unwahrnehmbar.

Der von der »Presse« mit einem »sic!« gerügte Rechtschreibfehler ist natürlich peinlich für die FPÖ-Funktionäre in Traismauer. Nur — warum rügt »DiePresse« nicht ebenso penibel die Fallfehler eines Herrn Faymann oder einer Frau Rudas? Oder die proletoide Aussprache von Häupl, Hundsdorfer & Consorten?

Und warum werden andere Aussagen der MJÖ nicht erwähnt? Bspw. die gegen in Österreich angeblich herrschende »Zwangsintegrationsmaßnahmen« (»DerStandard« v. 2.6.2008).

Interessante Fragen — auf die wir vermutlich nie eine Antwort bekommen werden ...
Auf die wir allein schon deshalb keine Antworten bekommen werden, weil bereits die Fragen zensiert werden. Nun, ich werde dies problemlos verkraften und kann sie auf diesem Blog aufwerfen. Nur fragt sich bei unserer Systempresse langsam: wieviel Zensur verträgt eigentlich das Grundrecht auf Meinungsfreiheit? Um bei einer hier schon öfters gebrauchten Antwort zu bleiben: die Frage zu stellen, heißt: sie zu beantworten ...

Marionettenspieler

Hier die Liste der Teilnehmer des diesjährigen Bilderberg-Treffens in London:
  • Chairman: Henri de Castries, Chairman and CEO, AXA Group
  • Paul M. Achleitner, Chairman of the Supervisory Board, Deutsche Bank AG
  • Josef Ackermann, Chairman of the Board, Zurich Insurance Group Ltd
  • Marcus Agius, Former Chairman, Barclays plc
  • Helen Alexander, Chairman, UBM plc
  • Roger C. Altman, Executive Chairman, Evercore Partners
  • Matti Apunen, Director, Finnish Business and Policy Forum EVA
  • Susan Athey, Professor of Economics, Stanford Graduate School of Business
  • Asli Aydintasbas, Columnist, Milliyet Newspaper
  • Ali Babacan, Turkish Deputy Prime Minister for Economic and Financial Affairs
  • Ed Balls, Shadow Chancellor of the Exchequer
  • Francisco Pinto Balsemão, Chairman and CEO, IMPRESA
  • Nicolas Barré, Managing Editor, Les Echos
  • José Manuel Barroso, President, European Commission
  • Nicolas Baverez, Partner, Gibson, Dunn & Crutcher LLP
  • Olivier de Bavinchove, Commander, Eurocorps
  • John Bell, Regius Professor of Medicine, University of Oxford
  • Franco Bernabè, Chairman and CEO, Telecom Italia S.p.A.
  • Jeff Bezos, Founder and CEO, Amazon.com
  • Carl Bildt, Swedish Minister for Foreign Affairs
  • Anders Borg, Swedish Minister for Finance
  • Jean François van Boxmeer, CEO, Heineken
  • Svein Richard Brandtzæg, President and CEO, Norsk Hydro ASA
  • Oscar Bronner, Publisher, Der Standard Medienwelt
  • Peter Carrington, Former Honorary Chairman, Bilderberg Meetings
  • Juan Luis Cebrián, Executive Chairman, Grupo PRISA
  • Edmund Clark, President and CEO, TD Bank Group
  • Kenneth Clarke, Cabinet Minister
  • Bjarne Corydon, Danish Minister of Finance
  • Sherard Cowper-Coles, Business Development Director, International, BAE Systems plc
  • Enrico Cucchiani, CEO, Intesa Sanpaolo SpA
  • Etienne Davignon, Belgian Minister of State; Former Chairman, Bilderberg Meetings
  • Ian Davis, Senior Partner Emeritus, McKinsey & Company
  • Robbert H. Dijkgraaf, Director and Leon Levy Professor, Institute for Advanced Study
  • Haluk Dinçer, President, Retail and Insurance Group, Sabanci Holding A.S.
  • Robert Dudley, Group Chief Executive, BP plc
  • Nicholas N. Eberstadt, Henry Wendt Chair in Political Economy, American Enterprise Institute
  • Espen Barth Eide, Norwegian Minister of Foreign Affairs
  • Börje Ekholm, President and CEO, Investor AB
  • Thomas Enders, CEO, EADS
  • J. Michael Evans, Vice Chairman, Goldman Sachs & Co.
  • Ulrik Federspiel, Executive Vice President, Haldor Topsøe A/S
  • Martin S.Feldstein, Professor of Economics, Harvard University; President Emeritus, NBER
  • François Fillon, Former French Prime Minister
  • Mark C. Fishman, President, Novartis Institutes for BioMedical Research
  • Douglas J. Flint, Group Chairman, HSBC Holdings plc
  • Paul Gallagher, Senior Counsel
  • Timothy F Geithner, Former Secretary of the Treasury
  • Michael Gfoeller, US Political Consultant
  • Donald E. Graham, Chairman and CEO, The Washington Post Company
  • Ulrich Grillo, CEO, Grillo-Werke AG
  • Lilli Gruber, Journalist - Anchorwoman, La 7 TV
  • Luis de Guindos, Spanish Minister of Economy and Competitiveness
  • Stuart Gulliver, Group Chief Executive, HSBC Holdings plc
  • Felix Gutzwiller, Member of the Swiss Council of States
  • Victor Halberstadt, Professor of Economics, Leiden University; Former Honorary Secretary General of Bilderberg Meetings
  • Olli Heinonen, Senior Fellow, Belfer Center for Science and International Affairs, Harvard Kennedy School of Government
  • Simon Henry, CFO, Royal Dutch Shell plc
  • Paul Hermelin, Chairman and CEO, Capgemini Group
  • Pablo Isla, Chairman and CEO, Inditex Group
  • Kenneth M. Jacobs, Chairman and CEO, Lazard
  • James A. Johnson, Chairman, Johnson Capital Partners
  • Thomas J. Jordan, Chairman of the Governing Board, Swiss National Bank
  • Vernon E. Jordan, Jr., Managing Director, Lazard Freres & Co. LLC
  • Robert D. Kaplan, Chief Geopolitical Analyst, Stratfor
  • Alex Karp, Founder and CEO, Palantir Technologies
  • John Kerr, Independent Member, House of Lords
  • Henry A. Kissinger, Chairman, Kissinger Associates, Inc.
  • Klaus Kleinfeld, Chairman and CEO, Alcoa
  • Klaas H.W. Knot, President, De Nederlandsche Bank
  • Mustafa V Koç,. Chairman, Koç Holding A.S.
  • Roland Koch, CEO, Bilfinger SE
  • Henry R. Kravis, Co-Chairman and Co-CEO, Kohlberg Kravis Roberts & Co.
  • Marie-Josée Kravis, Senior Fellow and Vice Chair, Hudson Institute
  • André Kudelski, Chairman and CEO, Kudelski Group
  • Ulysses Kyriacopoulos, Chairman, S&B Industrial Minerals S.A.
  • Christine Lagarde, Managing Director, International Monetary Fund
  • J. Kurt Lauk, Chairman of the Economic Council to the CDU, Berlin
  • Lawrence Lessig, Roy L. Furman Professor of Law and Leadership, Harvard Law School
  • Thomas Leysen, Chairman of the Board of Directors, KBC Group
  • Christian Lindner, Party Leader, Free Democratic Party (FDP NRW)
  • Stefan Löfven, Party Leader, Social Democratic Party (SAP)
  • Peter Löscher, President and CEO, Siemens AG
  • Peter Mandelson, Chairman, Global Counsel; Chairman, Lazard International
  • Jessica T. Mathews, President, Carnegie Endowment for International Peace
  • Frank McKenna, Chair, Brookfield Asset Management
  • John Micklethwait, Editor-in-Chief, The Economist
  • Thierry de Montbrial, President, French Institute for International Relations
  • Mario Monti, Former Italian Prime Minister
  • Craig J. Mundie, Senior Advisor to the CEO, Microsoft Corporation
  • Alberto Nagel, CEO, Mediobanca
  • H.R.H. Princess Beatrix of The Netherlands
  • Andrew Y.Ng, Co-Founder, Coursera
  • Jorma Ollila, Chairman, Royal Dutch Shell, plc
  • David Omand, Visiting Professor, King's College London
  • George Osborne, Chancellor of the Exchequer
  • Emanuele Ottolenghi, Senior Fellow, Foundation for Defense of Democracies
  • Soli Özel, Senior Lecturer, Kadir Has University; Columnist, Habertürk Newspaper
  • Alexis Papahelas, Executive Editor, Kathimerini Newspaper
  • Safak Pavey, Turkish MP
  • Valérie Pécresse, French MP
  • Richard N. Perle, Resident Fellow, American Enterprise Institute
  • David H. Petraeus, General, U.S. Army (Retired)
  • Paulo Portas, Portugal Minister of State and Foreign Affairs
  • J. Robert S Prichard, Chair, Torys LLP
  • Viviane Reding, Vice President and Commissioner for Justice, Fundamental Rights and Citizenship, European Commission
  • Heather M. Reisman, CEO, Indigo Books & Music Inc.
  • Hélène Rey, Professor of Economics, London Business School
  • Simon Robertson, Partner, Robertson Robey Associates LLP; Deputy Chairman, HSBC Holdings
  • Gianfelice Rocca, Chairman,Techint Group
  • Jacek Rostowski, Minister of Finance and Deputy Prime Minister
  • Robert E. Rubin, Co-Chairman, Council on Foreign Relations; Former Secretary of the Treasury
  • Mark Rutte, Dutch Prime Minister
  • Andreas Schieder, Austrian State Secretary of Finance
  • Eric E. Schmidt, Executive Chairman, Google Inc.
  • Rudolf Scholten, Member of the Board of Executive Directors, Oesterreichische Kontrollbank AG
  • António José Seguro, Secretary General, Portuguese Socialist Party
  • Jean-Dominique Senard, CEO, Michelin Group
  • Kristin Skogen Lund, Director General, Confederation of Norwegian Enterprise
  • Anne-Marie Slaughter, Bert G. Kerstetter '66 University Professor of Politics and International Affairs, Princeton University
  • Peter D. Sutherland, Chairman, Goldman Sachs International
  • Martin Taylor, Former Chairman, Syngenta AG
  • Tidjane Thiam, Group CEO, Prudential plc
  • Peter A. Thiel, President, Thiel Capital
  • Craig B. Thompson, President and CEO, Memorial Sloan-Kettering Cancer Center
  • Jakob Haldor Topsøe, Partner, AMBROX Capital A/S
  • Jutta Urpilainen, Finnish Minister of Finance
  • Daniel L. Vasella, Honorary Chairman, Novartis AG
  • Peter R. Voser, CEO, Royal Dutch Shell plc
  • Brad Wall, Premier of Saskatchewan Province, Canada
  • Jacob Wallenberg, Chairman, Investor AB
  • Kevin Warsh, Distinguished Visiting Fellow, The Hoover Institution, Stanford University
  • Galen G.Weston, Executive Chairman, Loblaw Companies Limited
  • Baroness Williams of Crosby, Member, House of Lords
  • Martin H. Wolf, Chief Economics Commentator, The Financial Times
  • James D. Wolfensohn, Chairman and CEO, Wolfensohn and Company
  • David Wright, Vice Chairman, Barclays plc
  • Robert B. Zoellick, Distinguished Visiting Fellow, Peterson Institute for International Economics
Die meisten Teilnehmer erinnern einen spontan ab Karl Kraus' boshaften Aphorismus: »Ein Gourmet sagte mir: was die Creme der Gesellschaft anlange, so sei ihm der Abschaum der Menschheit lieber« ... ... allein die Personen (»Menschen« wäre wohl zu hoch gegriffen, wenn ihnen auch nichts Menschliches fremd ist!), die Österreich in dieser Runde vertreten, sprechen für sich: Oscar Bronner, Herausgeber der lachsrosa Links-Postille »Der Standard«, Andreas Schieder, SPÖ-Staatssekretär im Finanzministerium, und Rudolf Scholten (gleichfalls ein in der Wolle gefärbter Soze), dessen augenscheinliche Versorgung mit einem Vorstandsposten der Österreichischen Kontrollbank (nachdem er als Vranitzkys Kulturminister untragbar geworden war) seinen Vorgänger in den Selbstmord trieb — ja, doch: das sind in der Tat die rechten — recte: linken — Repräsentanten dieses unseres Systems ... Marionettenspieler eben ... ...

Di Fabio stellt fest:

Wenn die EZB weiter „Staatsfinanzierung durch die Notenpresse“ betreibe und ihr Mandat breche, könnte Karlsruhe die Regierung zum Euroaustritt zwingen.

Wien/Frankfurt/jil.
Der Druck auf die Europäische Zentralbank steigt Aber diesmal nicht aus Frankreich, wo man sich mehr Flexibilität von der EZB bei der „Krisenbekämpfung“ wünscht – sondern aus Deutschland, wo man die EZB mahnt, ihr Mandat einzuhalten.

So kommt der ehemalige Bundesverfassungsrichter und Europarechtler, Udo Di Fabio, in einem Gutachten zu dem Schluss, dass das Verfassungsgericht in Karlsruhe die Bundesregierung im äußersten Notfall sogar zu einem Euroaustritt Deutschlands zwingen müsste, sollte die EZB sich schuldig machen, direkte Staatsfinanzierung durch die Notenpresse zu betreiben.
... berichtet uns »Die Presse«, ausnahmsweise mal redaktionell und nicht als bloße Abschreibübung aus APA/dpa.

Nun ja, aber nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird, und so räumt Di Fabio — als ehemaliger Verfassungsrichter kennt er seine Ex-Genossen ja nur zu gut — sogleich ein:
... dass Karlsruhe in der Vergangenheit immer „integrationsfreundlich“ entschieden hätte, und „niemand sich vorstellen“ könne, dass man eine „Austrittspflicht“ feststellen werde.
Mit einem Wort: auch die höchstrangigen Rechtsnormen — nämlich der Vertrag von Lissabon für die EU und das Grundgesetz für Deutschland — haben für diese Staatsverbrecher, egal, ob sie in der Ministerlimousine vorfahren, oder sich in rote Richtertalare kleiden, nur die Qualität von Klopapier. Von gebrauchtem Klopapier, um genau zu sein ...

Nicht überraschend — aber doch recht aufschlußreich, wenn uns in unverschämter Lässigkeit dergestalt bedeutet wird:
»Geht's doch alle scheißen!«

Montag, 3. Juni 2013

Unsern täglichen H. gib uns heute

Der überaus verdienstvolle Informations- und Satireblog »Politplatschquatsch« enthüllt wieder einmal, was wir längst ahnten: der tägliche H. ist häufiger, als uns lieb sein kann! Lieb sein könnte uns nämlich nur, daß H. nie erwähnt würde (»damnatio memoriæ«), aber das ist nicht zu schaffen — wie sollte der Gründungsmythos EUropas (»... nach einer schrecklichen Zeit der Finsternis und des Schreckens, welche durch das selbstlose Zerbomben deutscher Städte seitens der West-Alliierten, und die aufopferungsvolle Plünderungs- und Massenvergewaltigungstätigkeit der Roten Armee erfolgreich beendet werden konnte, ist unser Kontinent nunmehr ein Hort des Friedens, des Wohlstands und der Freiheit geworden, was jedoch nur durch ein umso entschlosseneres Nie-mehr-wieder gesichert werden kann  ...«) sonst aufrechterhalten werden können, wenn nicht der Gottseibeiuns dieses Mythos wenigstens Erwähnung fände?

Dennoch: mußte dieser schrecklichste aller jemals gelebt habenden, aller derzeit und überhaupt jemals denkmöglich noch lebenden Mensch (oder vielmehr Unmensch) unbedingt in dieser Form in Erinnerung gerufen werden?


Offenbar ja. Denn besagter »Teekessel des Grauens« ist mittlerweile ausverkauft. Allerdings sicherlich nicht von Käufern aus Deutschland — denn wer möchte sich schon durch den Erwerb eines verbotenen Kennzeichens strafbar machen?

Difficile est satiram non scribere ...

Sonntag, 2. Juni 2013

Der Hut brennt

... nicht bloß bei den Türken, sondern offenbar auch bei manchen (viel zu wenigen, aber doch immerhin einigen) Deutschen. Wenn ein überaus besonnener und zurückhaltend formulierender Mann wie Klaus Peter Krause Sätze schreibt wie:
Wenn die Regierenden, wenn Bundesregierung und Bundestag, wenn Landesregierungen und Landtage, wenn die politischen Parteien, wenn sie alle am Volk vorbeiregieren, wenn sie gar gegen das Volk regieren, wenn auch Führungsschichten in Wirtschaft und Wissenschaft die Interessen und Rechte der Bürger massiv verletzen, wenn sie alle dabei sind, Land und Volk zu schädigen und sogar in den Ruin zu treiben – dann ist Gegenwehr Pflicht ... (Hier weiterlesen)
... dann will das schon was heißen! Es reicht zunehmend mehr Menschen, daß (und wie — nämlich mit geradezu höhnischer Impertinenz!) sie von einer Horde charakterloser Staatsbanditen ausgenommen, gegängelt, und bei etwaigem Widerstand unbedenklich niedergemacht werden.

Seit den späten 60er-Jahren ist es üblich geworden, die Elterngeneration mit der Frage »Warum habt ihr all dem einfach zugesehen und nichts dagegen gemacht?« zu konfrontieren. Nun, die präpotente Selbstgerechtigkeit (m)einer Generation, die unter wesentlich ungefährdeteren, und insgesamt weit angenehmeren Bedingungen solche Fragen stellen konnte, als sie die vorherige Generation in ihrem Leben (und mit Gefahr für ihr Leben!) durchmachen mußte, sei hier nicht erörtert.

Ich fürchte nur die berechtigten Fragen der heutigen Kinder- und Jugendgeneration an uns, wenn sie eintreten in eine Welt des wirtschaftlichen Zusammenbruchs, der ethnischen Bürgerkriege und zunehmend totalitärer Unterdrückung durch die, die dann gerade »am Drücker« sitzen.

Und noch mehr fürchte ich mich davor, daß sie solche Fragen ungefährdet nicht mehr werden stellen können ...

Chapeau en flamme?

Schon glaubt mancher den GRÖTAZ, also Rotzig Arroğan, in ernsten Kalamitäten — denn es geht derzeit ja durchaus rund in Konstantinopel (a.k.a. Istanbul)! Die dortige Bevölkerung hat zunehmend die bornierte Machtarroganz des türkischen Premiers satt, der sich mit Großbauten Denkmäler errichten will, und dessen Politik des Wirtschaftswachstums auf tönenen Füßen steht. Der seine fundamentalistischen Vorstellungen von einem islamischen Gottesstaat allen aufzwingen will, und Schritt für Schritt die Gesellschaft zurücklenkt ins vorkemalistische Mittelalter Anatoliens. Nur eben mit Strom und Autobahn — aber gesellschaftlich irgendwo Jahrhunderte zurückgeblieben.

Dennoch: geben wir uns keinen Hoffnungen hin! Der Islam ist ein totalitäres System, seit Jahrhunderten in den Hirnwindungen der Türken eingebrannt. Auch wenn »Die Presse« jetzt bedeutungsschwanger dahinschwadroniert:
Der türkische Oppositionsführer Kemal Kiliçdaroğlu warf Erdoğan vor, sich „aufzuführen wie Hitler“. Demonstranten forderten den Rücktritt der Regierung und bezeichneten Erdoğan als einen „selbst ernannten Sultan“.

So etwas hat es noch nie gegeben in der Regierungszeit des Ministerpräsidenten, der seine Karriere in den 1990er-Jahren als Bürgermeister von Istanbul begonnen hatte. Inzwischen ist Erdoğan mit seiner Partei AKP so stark wie kein anderer türkischer Politiker seit einem halben Jahrhundert. Ist das dem erfolgsverwöhnten Premier zu Kopfe gestiegen? Seine Kritiker sehen das so. Mit dem neuen Alkoholgesetz etwa, das Bier, Wein und Schnaps aus dem öffentlichen Leben der Türkei verbannen soll, habe Erdoğan sein wahres Gesicht gezeigt, sagt die Opposition.

Tatsächlich erklärte der Ministerpräsident, wer Alkohol trinken wolle, solle das eben zu Hause tun. Genau da liegt das Problem. Der 59-Jährige will Leute, die das anders sehen als er, nicht einfach in Ruhe lassen. Er will ihnen vorschreiben, was sie zu tun und zu lassen haben.
... ist Rotzig Arroğan dennoch kaum in Gefahr, seine Machtstellung zu verlieren (auch wenn »Die Welt« uns genau dies prognostiziert, und auf Staatspräsident Gül als »Hoffnung«verweist — als ob der auch nur einen Deut besser wäre)! Das Stimmvieh der AKP blökt im ebenso endlosen und unterentwickelten wie bevölkerungsreichen Anatolien. Dort kommen ihr die Wähler nicht abhanden, weil sie sich am primitiven Islamismus der Partei stießen (weil sie ihn 100%ig teilen), oder weil sie sich um letzte Altbaum-Bestände in einer Großstadt sorgten. Sowas ist denen völlig schnuppe! Und daß Frauen mit Kopftuch verhüllt rumrennen, ist Wille Allahs (der gepriesen sei, daß das seit Arroğan nicht mehr offiziell verboten ist).

Aber vielleicht bewirken die Bilder von Tränengas, Wasserwerfern, Gummigeschoßen, blutig gedroschenen Polizeiopfern etc. wenigstens in Europa ein gewisses Umdenken. Angesichts der ideologischen Verblendung unseres politisch-medialen Komplexes, der in multikultureller Liebedienerei seinen masochistischen Selbsthaß auf die eigenen Traditionen auslebt, wäre selbst das allerdings als veritables Wunder anzusehen ...

Samstag, 1. Juni 2013

»What Progressives Hate About Free Will«

... betitelt sich ein höchst lesenswerter Artikel von J.B. Williams auf »Intellectual Conservative«, einem konservativ-libertären Online-Magazin (mit zugehörigem Blog, den LePenseur nun ebenfalls in seine Blog-Roll aufnimmt):
Simply stated, they can’t control freedom, liberty, or any society which enjoys these inalienable rights. The fundamental desire of all progressives (aka Democratic Socialists) is to control all others for their own benefit. This is the opposite of freedom.

In sum, freedom (aka free will) allows every individual to make winners or losers of themselves, the right to self-determination. Leftists want the power to create winners and losers, always based upon making winners of those who support their political agenda, and losers of those who stand opposed.

In America, freedom and liberty are not luxuries afforded by our elected officials at the whim of their political ambitions. Freedom is not a gift from congress, the White House or the Supreme Court.

It is a gift from a “free will” God, protected by our founding documents known as our Charters of Freedom, and paid for with the blood of heroes who give all in defense of these concepts. An undying belief in a “free will” God is the cornerstone of all freedom and liberty, period.

(Hier weiterlesen)
Kein Wunder, daß ein Magazin, das derart klare Standpunkte bezieht, von linken Hackern lahmgelegt wurde — und ebenso kein Wunder, daß unter Backaromas Administration sich Strafverfolgungsbehörden nicht veranlaßt sahen, die erstatteten Anzeigen zu bearbeiten. »Intellectual Conservative« sei ein zu kleiner Fisch, meinten sie sinngemäß.

Für LePenseur jedenfalls mit ein Grund, dieses Magazin in Zukunft sicherlich öfter zu zitieren, und dadurch vielleicht ein wenig zum Wachstum des »kleinen Fisches« Freiheit beizutragen ..