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Montag, 5. Oktober 2026

"Oh wären doch alle dekadenten Dekadentisten so von Delius inspiriert"

von LePenseur
 
 
... schreibt die schätzenswerte Blogger-Kollegin Anni Freiburgbärin von Huflattich zu einem Musikvideo mit einem Stück aus den North Country Sketches von Frederick Delius:
 
 
Es spielt The Orchestra of the Welsh National Opera unter Sir Charles Mackerras 
 

Montag, 10. Juni 2024

Frederick Delius

von LePenseur
 
 
... starb heute vor neunzig Jahren, am 10. Juni 1934. Dieses an der Schnittstelle von Spätromantik und Impressionismus stehenden Meisters wurde auf dem LePenseur-Blog schon mehrmals gedacht, nun also im Gedenken an seinen Todestag mit zwei Videos, einerseits dem thematisch sich anbietenden "Walk to the Paradise Garden" (auch wenn Delius im Gefolge von Nietzsche überzeugter Atheist war: seit 90 Jahren wird er entweder nicht wissen, ob er damit recht hatte — oder aber wissen, daß er sich geirrt hatte), optisch unterlegt mit den faszinierenden Nacht- und Dämmerungsstücken von Atkinson Grimshaw:


... und andererseits mit einem sehr umfangreichen Porträt des Komponisten, das dessen äußerlich auf den ersten Blick so "unscheinbares" Leben rekapituliert.

Ergreifend ist jedenfalls die Schilderung des letzten Jahres vor Delius' Tod und die tragischen Ereignisse um sein endgültiges Begräbnis in Surrey, die uns die englische Wikipedia mitteilt:

A slate headstone in a grassy churchyard
Delius's grave at St Peter's Church, Limpsfield

In 1933, the year before both composers died, Elgar, who had flown to Paris to conduct a performance of his Violin Concerto, visited Delius at Grez. Delius was not on the whole an admirer of Elgar's music, but the two men took to each other, and there followed a warm correspondence until Elgar's death in February 1934. Elgar described Delius as "a poet and a visionary".

Delius died at Grez on 10 June 1934, aged 72. He had wished to be buried in his own garden, but the French authorities forbade it. His alternative wish, despite his atheism, was to be buried "in some country churchyard in the south of England, where people could place wild flowers". At this time Jelka was too ill to make the journey across the Channel, and Delius was temporarily buried in the local cemetery at Grez.

By May 1935, Jelka felt she had enough strength to undertake the crossing to attend a reburial in England. She chose St Peter's church, Limpsfield, Surrey as the site for the grave. She sailed to England for the service, but became ill en route, and on arrival was taken to hospital in Dover and then Kensington in London, missing the reburial on 26 May. The ceremony took place at midnight; the headline in the Sunday Dispatch was "Sixty People Under Flickering Lamps In A Surrey Churchyard". The vicar offered a prayer: "May the souls of the departed through the mercy of God rest in peace." Jelka died two days later, on 28 May. She was buried in the same grave as Delius.

Zum Schluß dieses kleinen Gedenkartikels noch ein Werk aus der frühen Schaffensperiode, dem Jahr 1888, "Spring Morning":

Mittwoch, 6. Dezember 2023

Frederick Delius - North Country Sketches: Winter Landscape

von LePenseur
 
 
 
... mit allergrößtem Vergnügen verlinkt vom Blog der verehrten Kollegin Freiburgbärin von Huflattich: das Video ist ebenso sehr (auch ohne Bikinimaiden) Augenweide wie Ohrenschmaus! 
 
Dringende Hör- und Sehempfehlung ...
  

Mittwoch, 12. Oktober 2022

Heute vor 150 Jahren

von LePenseur
 
 

 ... wurde der britische Komponist Ralph Vaughan Williams geboren. Leider erlaubt es mir die der-zeitige Arbeitsüberlastung nicht, diesem für die Musik des (insbesondere frühen) 20. Jahrhunderts so entscheidenden Komponisten einen entsprechend umfangreichen Gedenkartikel zu widmen, aber wenigstens drei Werke, die seinen Ruhm wohl »ære perennius« in die Zukunft tragen werden, möchte ich kurz präsentieren:
 
The Lark ascending
(1914)
 

Diese Werk für Violine und Orchester ist für viele Hörer gerdaezu  der Inbegriff des »Englischen« in der Musik — kein Wunder, daß es regelmäßig in britischen Umfragen unter den beliebtesten Werk der klassischen Musik aufscheint!

A Sea Symphony
(Symphonie No. 1, 1910)


Schon mit seiner ersten Symphonie schrieb sich der damals noch aufstrebende »Jungkomponist« in die Annalen der symphonischen Musik Großbritanniens. Nur zwei Jahre nach der ebenso »typischen« (wenngleich völlig anders gearteten) Symphonie No. 1 von Edward Elgar erlebte London eine ebenso beeindruckende Uraufführung — ein Werk, das in manchem eher der Linie des »anderen«, mit Elgar fast gleichaltrigen Meisters, nämlich Frederick Delius', zu folgen und sicher auch die eine oder andere  Ähnlichkeit mit dessen Sea Drift aufs erste Hinhören zu verraten schien (und ebenso nach Worten von Walt Whitman gesetzt), und doch völlig neue Saiten anrührte! Und vor allem: es ist eine monumentale Symphonie, eineinviertel Stunden lang, für Soli, Chor und großes Orchester, gänzlich anders als die in spröder Zurückhaltung, fast »brahmsisch«, daherkommende »Erste« von Elgar ...

A Pastoral Symphony
(Symphonie No. 3, 1921)


Auch Vaughan Williams' Symphonie No. 3 bringt zusätzlich zum Orchester eine Singstimme (Sopran) zum Einsatz (die anderen Symphonien sind rein instrumental). Die Musik ist eine impressionistisch getönte Neuromantik, nicht unvergleichbar mit den zur gleichen Zeit entstandenen Werken bspw. eines Joseph Marx (z.B. dessen Herbstsymphonie, 1922).

Die Wahl dieser beiden Symphonien soll nicht bedeuten, daß die anderen weniger hörenswert, typisch für den Komponisten, nicht so wertvoll wären – absit longe! Im Gegensatz zu anderen Komponisten sind die meisten Werke Vaughan Williams' in guten Aufnahmen bei Youtube zum ersten Kennenlernen verfügbar ... und: es lohnt sich, auf die Suche zu gehen!

Dienstag, 8. März 2022

Heute vor 61 Jahren

von LePenseur
 
 
... (sorry, ich habe auf den runden »Sechziger« letztes Jahr vergessen!) starb Sir Thomas Beecham, Bt. — der seltene Fall eines »doppelten« Sirs, nämlich einerseits als Dirigent 1916 selbst in den Ritterstand erhoben, und dann ein Jahr später nach dem Tod seines Vaters Sir Joseph Beecham als 2. Baronet of Ewanville in the Parish of Huyton in the County Palatine of Lancaster —, der nicht nur bis heute wegen seiner ohne Zweifel herausragenden Dirigierkunst Bewunderung verdient, sondern auch im Gedächtnis seiner Landsleute geblieben ist wegen der vielen Bonmots aus seinem Munde, von denen ich diese zwei in den Tiefen des Internets gefunden habe und immer wieder gerne zitiere:

So meinte er zu einer offenbar ... ähm ... nicht ganz herausragend spielenden Cellistin:
Madam, you have between your legs an instrument capable of giving pleasure to thousands — and all you can do is scratch it!
Und zu einem jungen Kollegen, der wissen wollte worauf es beim Dirigieren eines Orchesters am meisten ankäme: 
There are two golden rules for an orchestra: start together and finish together. The public doesn't give a damn what goes on in between..
Ein interessantes Porträt bietet uns diese Dokumentation mit jeder Menge Film- und Tonmaterial (es ist nur manchmal etwas verunsichernd, wenn Bild und Ton nicht zusammenpassen ...)


Und hier noch ein Film aus dem Jahr 1958 (das Originalmaterial, das in der vorigen Dokumentation zum Teil mitverwendet wurde — die technische Qualität ist ... na ja ...):


(Hübsch, wie damals noch ganz ungeniert von würdigen Männern dicke Zigarren geraucht wurden ...)

Aber nun zu etwas ganz anderem ...

Er war auch ein wirklich großer Dirigent. Beginnen wir mit Mozart. Sir Thomas meinte einmal, er würde zur Verbesserung der Menschheit jeden verpflichten, fünf Jahre lang täglich ein Viertelstunde Mozart zu hören. LePenseur hätte kein Problem damit ;-) ... v.a. nicht, wenn dessen 39. Symphonie in der Interpretation Beechams dabei wäre:


Kaum zu überschätzen ist seine Bedeutung für die damals zeitgenössische Musik, v.a. für Frederick Delius, mit dem ihn eine jahrzehntelange Freundschaft verband:


Auch die Werke seines Standesgenossen Sir Edward Elgar, Bt. wußte er very british zu interpretieren, mit jenem leicht selbstironischen Augenzwinkern, das sie erst wirklich überzeugend macht, z.B. dessen spritzige Cockaigne Overture:

 
Aus demselben Jahr (1954) stammt seine fulminante Aufnahme von Elgars Enigma-Variationen op. 36:


Und abermals aus 1954 stammt die eindrucksvolle Live-Aufnahme der 2. Symphonie von Jean Sibelius mit dem BBC-Orchester, von Beecham mit geradezu jugendlichem Schwung dirigiert:


Doch zum Schluß noch eine besonders amüsante Anekdote über Sir Thomas Beecham, anläßlich einer Probe von Puccinis »Bohème« ...



Dienstag, 11. Juni 2019

Quasi als Pendant


... zur gestrigen »Messe des Lebens« von Frederick Delius nach Worten aus Friedrich Nietzsches »Also sprach Zarathustra«, hier nun zur 155. Wiederkehr des Geburtstages von Richard Strauss seine gleichnamige Tondichtung op. 30 in einer wirklich exemplarischen Interpretation durch das Chicago Symphony Orchestra unter Sir George Solti:




Montag, 10. Juni 2019

Frederick Delius: Eine Messe des Lebens




Teil I:
0:00:00 1. O Du mein Wille, Du Wende aller Not! (Chor)
0:05:43 2. Erhebt eure Herzen, meine Brüder ? (Bariton)
0:07:34 3. In dein Auge schaute ich jüngst (Chor, Tenor, Sopran, Mezzo-Sopran, Bariton)
0:20:30 4. Wehe mir! (Bariton, Chor)
0:23:10 5. Nacht ist es: nun reden lauter alle springenden Brunnen (Chor, Bariton)

Teil II:
0:32:00 1. On the mountains
0:37:00 2. Herauf! Nun herauf, du großer Mittag! (Chor, Sopran, Mezzo-Sopran, Tenor, Bariton)
0:41:30 3. Süße Leier! Ich liebe deine Ton (Baritone)
0:47:00 4. La, la, la! (Chor, Bariton, Sopran, Mezzo-Sopran)
1:07:30 5. Heißer Mittag schläft auf den Fluren (Chor, Bariton, Mezzo-Sopran, Sopran, Tenor)
1:19:30 6. Gottes Weh ist tiefer? (Bariton, Chor)
1:25:07 7. Kommt. Laßt uns jetzt wandeln! (Chor, Bariton, Tenor, Mezzo-Sopran, Sopran)

Joan Rodgers, Sopran
Jean Rigby, Mezzo-Sopran
Nigel Robinson, Tenor
Peter Coleman-Wright, Bariton
Bournemouth Symphony Chorus
Waynflete Singers
Bournemouth Symphony Orchestra
Dirigent: Richard Hickox (1997)

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Heute vor 85 Jahren, am 10. Juni 1934, ist Frederick Delius, der Komponist dieser enthusiastischen »Messe des Lebens« gestorben.


Samstag, 15. September 2018

Montag, 20. März 2017

Frederick Delius: On Hearing the First Cuckoo In Spring



Vom Komponisten Frederick Delius (dessen Familie übrigens aus Deutschland stammt, und der ganz zu Beginn seiner Musikkarriere auch durchaus als "Friedrich Delius" firmierte) war schon oftmals auf diesem Blog zu lesen und v.a. zu hören (1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 - 8 - 9).
Delius’ Musik kann als bedeutender musikalischer Ausdruck des „Fin de siècle“ verstanden werden. Seine Werke werden in Deutschland fast nicht aufgeführt; nur wenige Klassikliebhaber kennen sie. Ein bestimmendes Element in seinem Schaffen ist die Schönheit (besonders der Natur, üppiger Blumen und Gärten) in Anbetracht von Vergänglichkeit, Herbst, Verfall und Verwelken.
... schreibt der Verfasser des informativ gestalteten Wikipedia-Artikels über den Komponisten. Dem ist fraglos zuzustimmen, doch darf auch Delius' Fähigkeit, in feinster Nuancierung Frühlingsstimmungen einzufangen, deshalb nicht unterschätzt werden. Wie im vorliegenden Werk, das wie wenige andere den Zauber des beginnenden Frühlings in ätherischer Kühle und Durchsichtigkeit zu illustrieren versteht.


Samstag, 24. Dezember 2016

Winterzauber

Schon der junge, noch fast unbekannte Frederick Delius war ein Klangzauberer von hohen Graden, wie diese bezaubernde "Schlittenfahrt" beweist:



Mittwoch, 2. November 2016

Drei Toteninseln

"Die Toteninsel", das enigmatisch düstere Gemälde des Schweizer Malers Arnold Böcklin (von dem mehrere, doch recht ähnliche Fassungen existieren) inspirierte gleich einige Komponisten zu einer Tondichtung. Und passend zum heutigen Tage sollen drei davon zum Vergleich dargeboten werden.

Die international bekannteste Version stammt sicherlich von Sergej Rachmaninow ... ob auch die beste? Jedenfalls ist diese Tondichtung op. 29 unter seinen Orchesterwerken eines der tiefst-empfundenen:


Die in immer neuen, obstinaten Variationen schließlich in verzweifelte Eruptionen ausbrechenden Orchesterwogen geben eine stimmige Umsetzung der Trauer und Verzweiflung, die aus Böcklins Gemälde spricht.

Die kompositorisch vermutlich "anspruchvollste", am wenigsten "eingängige" Komposition schuf der Deutsche Max Reger (als dritter Teil seiner "Vier Tondichtungen nach A. Böcklin", op. 128):


Die Paukenschläge zu Beginn erinnern manchmal ein wenig an "Tod und Verklärung" von Richard Strauss, auch insgesamt ist der Duktus der Musik versöhnlicher, trostvoller gestimmt als in der Komposition Rachmaninows.

Die sicherlich unbekannteste Komposition stammt vom schwedischen Komponisten Andreas Hallén, der zugleich auch der älteste der drei ist (1846-1925):


Stilistisch etwa zwischen Grieg und den frühen Tondichtungen eines Frederick Delius pendelnd, ist diese Tondichtung vielleicht die am wenigsten "umdüsterte", und vermag dennoch zu fesseln! Wenn Wikipedia seine Kompositionen mit den etwas abschätzigen Worten:
Sein kompositorisches Schaffen wird meist als technisch gekonnt betrachtet, mit dem Vermögen wirkungsvolle Chorgesänge und Orchesterwerke zu schreiben, jedoch ohne persönliche Eigenart.
charakterisiert, so ist das sicherlich ein wenig überpointiert! Sicher: Hallén hatte keinen ausgeprägten Personalstil, doch unterscheidet ihn das von den meisten Komponisten der "zweiten" oder gar "dritten Garnitur"? Seine Toteninsel ist jedenfalls ein Werk, das eine Wiedererweckung verdienen würde ...

Mittwoch, 26. August 2015

Nicht unbedingt spezifisch sommerlich



... aber ohne Zweifel wunderschön anzuhören, diese Wogen des Klavierkonzerts von Frederick Delius.

Samstag, 22. August 2015

Frederick Delius: In a Summer Garden

Dazu Youtube: The richly colourful Delius garden at Grez-Sur-Loing in France was inspiration for Delius' orchestral tone-poem - 'In a Summer Garden'. The work originally dates from 1908 but after much revision was published in its present from in 1911..... Of the garden at Grez, so lovingly tended by Jelka Delius, Eric Fenby tells us :- 'It blazed with a myriad flowers'.
Beyond the beautiful mature trees, their boughs forming an almost perfect arch against the blue sky, the River Loing languidly idles by as if to the 'end of the world'.
Delius dedicated In a Summer Garden to his wife Jelka with a poignant verse by Rossetti -
' All are my blooms and all sweet blooms of love to the I gave while Spring and Summer sang' ........... this clearly a Delian declaration of love!!!
These images each made in the style of french impressionist paintings, were taken in Delius' garden on a lovely summer's day several decades ago. The original 'Super 8' cine footage has been broken down to form various 'snapshots', the slightly blurred outlines from single colourful frames give rise to an overwhelming impressionist sensation.
As in all impressionism it is more of a 'feeling' created by the effect of light in nature upon the senses than a critical visual appraisal........ let imagination amend for what time has diminished. Enjoy!



Delius - In a Summer Garden - The Halle Orchestra, conducted by Sir John Barbirolli.

Mittwoch, 19. August 2015

Frederick Delius: Appalachia, Variations on an Old Slave Song with Final Chorus

Nicht »spezifisch« sommerlich, auf den ersten Blick — und doch: selten hat eine Musik LePenseur so sehr die Impression eines an einem Sommermorgen im Schimmerglast daliegenden, großen Flusses zu Sonnenaufgang vor das innere Auge gezaubert!



Samstag, 15. August 2015

Donnerstag, 13. August 2015

Frederick Delius: Summer Evening

Und noch ein deliziöser Delius für einen musikalischen Ausklang des Tages — und wieder vom großen Sir Thomas Beecham dirigiert:



Dienstag, 11. August 2015

Dienstag, 10. Juni 2014

A Song of Summer



Passend zum herannahenden Sommer hier eine kleine Erinnerung an einen der hierzulande viel zu vernachlässigten »Großen« der Musik, Frederick Delius (29. Jänner 1862 - 10. Juni 1934), aus Anlaß der 80. Wiederkehr seines Todestages: »A Song of Summer« — meisterhaft dirigiert und gespielt von Sir John Barbirolli und und »seinem« Hallé Orchestra.

Wem das zu still und beschaulich ist — zum Kontrast ein fesselndes musikalisches Portrait der Stadt Paris und ihres Lebens und Treibens im Fin de siècle. Von der ersten Morgendämmerung mit den ersten Geräuschen der erwachenden Stadt, einen turbulenten Tag hindurch, bis zum Ausklang in tiefer Nacht reißt uns Delius in einem fesselnden, kaleidoskopischen Strudel von (Hör-)Bildern:

 

Ja, er war schon einer der ganz Großen — und leider ist das, was der Wikipedia-Autor mit fühlbarem Bedauern schreibt:
Eine unverwechselbare Harmonik, ein scheinbar unendliches Fließen der Musik und ein dem Impressionismus nahestehendes sensibles Erfassen feinster emotionaler Nuancen. Delius' Musik kann als bedeutender musikalischer Ausdruck des „Fin de siècle“ verstanden werden. Vielleicht aufgrund dieser extrem überfeinerten Diktion werden in Deutschland seine Werke fast nicht aufgeführt, die wenigsten Klassikliebhaber kennen und schätzen ihn. 
... nur zu treffend. Aber vielleicht kann dieser kurze Artikel wenigstens einige der Leser dieses Blogs dazu veranlassen, ein musikalisches Oeuvre von ganz eigenständigem Charakter und ausgeprägtem Personalstil zu erkunden. Es wäre es mehr als wert!

P.S.: Eine Brücke zum — ungleich besser bekannten — Komponisten, dessen morgen hier gedacht wird, bildet Delius monumentales Oratorium: »A Mass of Life«, nach Nietzsches »Also sprach Zarathustra«: