Samstag, 22. April 2017

"Extravaganter Humor oder kompletter Realitätsverlust?"

... fragt Metropolico. Mit vollem Recht ...

Wichte

Treffend wie immer charakterisiert Michael Klonovsky den zivilgesellschaftlichen Mut der Kölner. 
Wenn ein paar Nafris ihren Weibern elanvoll an die Wäsche gehen, stehen die braven Kölner mit angelegten Ohren daneben und schauen ergriffen zu. Aber wenn die AfD tagt, rotten sie sich in hellen Haufen zusammen, um gegen die einzige Oppositionspartei dieses Landes zu protestieren.

Was für ein Heldenstadt ist doch unser großes, heiliges Kölln!

Selbstredend macht gerade ihr Kuschen vor echten Kriminellen, gegen deren Import sie nicht protestiert und an die sie Teile ihrer Stadt verloren haben, unsere Engagierten in ihrem zivilgesellschaftlichen Meutenmut erst so richtig scharf; es handelt sich um eine reine Ersatzhandlung von Courage-Simulanten, denen die eigene Feigheit mindestens unterbewusst peinlich ist.

Ginge von der AfD auch nur die geringste Gefahr aus, wir hörten keinen Mucks von diesen Wichten.
(aus: Acta diurna)
Einziges, kleines Manko: warum läßt er den woelkig dahinschwätzenden Oberhirten dieser Stadt dezent aus? Dessen verquast-mehrdeutiges Geschwafel scheint inzwischen sogar dem kreuzbraven Kreuzknappen etwas auf den Senkel zu gehen ...


Endlich!

von Fragolin

Es wurde ja Zeit. Berlin ist endlich allumfassend Hauptstadt. Hauptstadt der Politversager, Hauptstadt der Pleitegeier, Hauptstadt der Flughafenvermurkser, Hauptstadt der aggressiven Linksradikalen, Hauptstadt der Deutschmuslime und nun auch Hauptstadt des Verbrechens, was jetzt aber absolut gar nichts miteinander zu tun hat.

„Nach den Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg ist Nordrhein-Westfalen der Flächenstaat mit der höchsten Kriminalitätsrate.“

Ha, und was haben alle vier gemeinsam? Ich meine, abgesehen davon, dass sie bereicherte Verbrechenshotspots, Pisaversager, megapleite und komplett heruntergewirtschaftet sind? Genau, alle werden konsequent von Rot-Grün regiert. Eine scheinbar wahrlich erfolgversprechende Konstellation.
Na dann, liebe Deutsche, wählt nur brav den Messias aus (haha) Nordrhein-Westfalen nach Berlin, damit er sich dort mit Katrin Göring-Eckardt und Sarah Wagenknecht zu einem wahrhaft fruchtbaren flotten Dreier vereinigen kann. Damit ganz Deutschland die Kriminalitätsrate und den Pleitepegel Berlins erreicht.
Wir schaffen das!

Nachtrag: Ach ja, Hauptstadt des Mülls und der Ratten ist Berlin inzwischen auch.

Freitag

von Fragolin

Naja, das war ja gestern wieder ein interessanter Tag voller Meldungen, über unsere Lieblingsmigranten, unsere Lieblingsreligion und unsere Lieblingspolitiker.

Eine kleine Zusammenfassung habe ich hier zubereitet.

Und was wurde eigentlich aus ...

... der kleinen Kaia Gerber?

Also aus jenem hübschen, jungen Mädel, das vor etwas über einem Jahr die Gemüter diverser KommentarposterInnen auf diesem Blog erregte? Nun: bezaubernd hübsch wie eh und je, und neben ihren brav absolvierten Schulzeiten durchaus erfolgreich im Model-Business unterwegs.





Also: alles im grünen Bereich! Aus der Kleinen wird schon was ...



P.S.: wer Anfang April in St. Barts urlaubte, und nicht wußte, was für ein hübscher Standhüpfer da im roten Badeanzug unterwegs war: jetzt weiß er's ...


Freitag, 21. April 2017

Wintereinbruch




Man zeigt uns "die Instrumente"

... wie das im Jargon der Inquisitoren seinerzeit so schön hieß. Heute natürlich andere als anno dazumal, und es geht auch nicht darum, eine "Rechtfertigung durch gute Werke" zu bekennen (bei Katholen) oder zu verdammen (bei Protestanten), sondern darum, dem Götzen "Finanzsystem" willfährig zu opfern:
Grazer Bäckerei schafft das Bargeld ab

In Graz wurde das erste bargeldlose Geschäft Österreichs eröffnet. Es ist nur Kartenzahlung möglich.
21.04.2017 um 12:07

Was in skandinavischen Ländern schon längst Usus ist, startet jetzt auch in Österreich. In Graz hat am Freitag das erste bargeldlose Geschäft Österreichs aufgesperrt. In einer Filiale der Bäckerei Martin Auer kann man ausschließlich mit Kredit- oder Bankomatkarte bezahlen. Das Unternehmen will den Schritt nicht als "Wunsch nach einer generellen Abschaffung des Bargeldes verstanden wissen", sondern weist vor allem auf die Zeitersparnis und die Minimierung von Fehlerquellen hin.
(Hier weiterlesen)
Na klar! Es geht nur um Fehlervermeidung! Nicht um die Einführung des gläsernen Bürgers durch die Hintertüre, nicht um das Geschäft mit "Big Data" ... abernichtdochogottwerdenktdennansowas!

Ein Kommentarposter fand dazu die richtige Antwort:
zyks
wenn er mein geld nicht mag - bargeldlose transaktionen sind für mich eine qual. sollte ich wieder einmal in seine filiale kommen, packe ich die sachen in den einkaufskorb - und liefere es bei der kasse ab. wenn er dann kein bargeld annimmt, gehe ich halt ohne waren durch. das einräumen überlasse ich seinen angestellten.

wenn das mehrere machen, bin ich mir sicher, dass das konzept bald baden geht. 
Chapeau! Touché! Außerdem ist das ganze natürlich (Libertäre bitte weghören!) mehr als zweifelhaft in seiner Legalität, wie der anschließende Thread beweist:
hwolf13
Dachte, dass in AT die Geschäfte verpflichtet sind Bargeld anzunehmen. Ist dem nicht so? Weiß da jemand die gesetzliche Lage?

Mike Black
Ja und nein. Es besteht die Verpflichtung Euro-Bargeld anzunehmen. Das ist im Scheidemünzengesetz §8 geregelt.
Der Bäcker hat aber keinen Kontrahierungszwang. Er muß Ihnen also nichts verkaufen wenn er nicht möchte. Und wenn Sie auf Bargeldbezahlung bestehen will er halt einfach nicht.
Somit ist es legal.

Schnauzerone
scheint strittig zu sein, siehe NahversorgungsG

andi102
Nein sind sie nicht. Er muss dir ja nichts verkaufen. Übrigens finde ich auch positiv, dass das unhygienische bargeld nicht mehr mit meiner semmel in kontakt kommt (via verkäuferhand)

carullus
Doch, muss er. Gewerbliche Letztverkäufer sind verpflichtet Waren, die den notwendigen Bedürfnissen des täglichen Lebens dienen, an Verbraucher in Haushaltsmengen abzugeben (Kontrahierungszwang), siehe § 5 NahversorgungsG. Die unbeschränkte Annahmeverpflichtung für Banknoten ergibt sich dann aus § 61 Nationalbankgesetz.

Toast
"... das unhygienische bargeld ..."
Ich nehme an sie ziehen sich auch Handschuhe an um ihr Smartphone zu bedienen?

Kalliste
ja, wenn man sich die Tastaturen bei so manchen Bankomaten und Einzahlungsautomaten anschaut ... uhi, da musst kein Phobiker sein um das ekelig zu finden ... 
Aha. Wenn sich bspw. ein Bäcker weigert, für eine Schwulen-"Hochzeit" eine "Hochzeits-"Torte mit GayPride-Symbolen verziert zu backen, dann wird er per Vorwurf eines "Haßverbrechens" kriminalisiert, durch Medienpogrom zum Aussätzigen gestempelt, und durch "Schadenersatz"-Klagen wirtschaftlich plattgemacht: Aber wenn ein Bäcker in seinem Geschäft einfach verfügt, daß sich die Oma gefälligst eine Bankomat- oder Kreditkarte anschaffen soll, wenn sie ein Semmerl haben möchte, und wenn ihr das nicht paßt, sie doch, mit Verlaub, halt schei*en gehn soll, dann ist das okay?

Sorry: da stimmt doch was nicht ...





Unreformierbar

von Fragolin

Die Chefin des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger hatte das ehrgeizige Ziel, das System zu reformieren. Erwartungsgemäß scheiterte sie an der typisch österreichischen Betonitis. Denn, wie es im Artikel so schön heißt:

„Kritiker Rabmer-Kollers begründen ihr Scheitern auch mit ihrer Unfähigkeit, Unterstützer für Reformen innerhalb der Sozialversicherungen zu finden. "Sie hätte eben die Bundesländer motivieren und ins Boot holen sollen", heißt es.“

Genau das ist das Problem. Wenn man das Gesundheitssystem bezahlbar machen möchte und mit Zwangsbeiträgen und Steuergeld der hart arbeitenden Menschen sorgfältiger umgehen, dann rennt man bei den Angestellten des Volkes nicht etwa offene Türen ein sondern prallt gegen eine meterdicke Teflon-Schicht. Da muss man die Politik erst „motivieren“, genau das zu tun, wofür sie eigentlich mit üppigen Steuergeldbeträgen gemästet wird, nämlich im Sinne der Steuerzahler Reformen zu unterstützen.

Das Versagen sehe ich nicht bei Frau Rabmer-Koller, sondern bei der Politik.
Österreich ist unreformierbar.

Daily News

von Fragolin

Ich liebe „google news“. Da werden die wichtigsten Schlagzeilen aufbereitet und vorsortiert, damit man nur die wichtigen Sachen erfährt. Da muss man als Medienkonsument nicht mehr denken und weiß, was Wichtiges passiert in der Welt, denn was aussortiert wurde ist ja unwichtig, oder?

Was wurde denn gestern so alles berichtet und was nicht?

Schauen wir mal hier.

Leckere Schnitte!





Donnerstag, 20. April 2017

Na, geh! Da bin ich jetzt aber baff!

Zahl der Gewalttaten durch Zuwanderer gestiegen
19.04.2017
Die Gewaltkriminalität in Deutschland ist offenbar durch Straftaten von Zuwanderern im Jahr 2016 gestiegen. Das ist das Ergebnis einer Recherche der "Zeit".

In Bayern waren demnach von allen registrierten Gewalttätern 20 Prozent Zuwanderer, in Baden-Württemberg 18,5 Prozent, in Nordrhein-Westfalen 12,1 Prozent, in Niedersachsen 10,8 Prozent. Die Recherche beruht auf einer Auswertung der Polizeilichen Kriminalstatistiken aller 16 Bundesländer, sowie auf gezielten Fragen an die für die Datenerfassung zuständigen Landeskriminalämter.
Fast alle Bundesländer haben der Zeitung übereinstimmend bestätigt: Ohne die Straftaten von tatverdächtigen Zuwanderern wäre die Gewaltkriminalität 2016 nicht gestiegen.
(Hier weiterlesen)
Also, Hand aufs Herz: wer hätte das bloß gedacht ...?!


Zeitlose Wahrheiten aus dem Netz (15)





"Österreich: Demontage der Demokratie durch die Etablierten"

... lautet ein Zwischentitel in einem überaus lesenswerten Artikel Unterbergers über "Populismus" und den von ihm eingeleiteten Wandel der Parteienlandschaft:
Eine Reihe exzellenter Autoren hat soeben einen Sammelband zum Thema "Populismus" veröffentlicht. Auch ich durfte mich zu diesem Kreis gesellen und habe dort einen Beitrag veröffentlicht, aus dem in der Folge einige Passagen zu lesen sind. Das Buch heißt: "Populismus: Das unerhörte Volk und seine Feinde" Es ist von Christian Günther und Werner Reichel im Verlag Frank&Frei herausgebracht worden. 

Politik und Medien, aber auch die sogenannten politischen Wissenschaften wimmeln seit jeher von Kampf-Vokabeln, die alle dieselbe Eigenschaft haben: Je näher man sie untersucht, umso vager und unschärfer werden sie. Sozial, liberal, demokratisch, konservativ, links, rechts, national, heimatverbunden, europäisch, internationalistisch, revolutionär, christlich, Recht-und-Ordnung-orientiert – fast unendlich lässt sich die Reihe dieser Kampfbegriffe fortsetzen. Jeder von ihnen trägt einmal eine positive, einmal eine negative Konnotation. Bei jedem dieser Begriffe gibt es fast so viele gefühlte Bedeutungen und formulierte Definitionen wie Menschen, die sie verwenden. Je nachdem, ob man sich selbst beschreibt oder politisch-ideologische Gegner. 

Ganz besonders stark ist dieses Phänomen bei dem im neuen Jahrtausend im Politjargon populär gewordenen Begriff „populistisch“ zu beobachten.
Dringende Leseempfehlung!

Es ist immer erfreulich

... auch Menschen, die einer doch ganz anderen politischen oder weltanschaulichen Richtung angehörten, ehrend gedenken zu können. Vor drei Tagen war der hundertste Geburtstag von Frau Dr. Martha Kyrle Anlaß eines Artikels, heute ist es, wie an jedem 20. April, das Gedenken an die Wiederkehr des Geburtstages des ehemaligen österreichischen Bundespräsidenten Dr. Adolf Schärf, welchem aus dem Anlaß eines "runden" Gedenktages auf diesem Blog bereits ein Artikel gewidmet war.

Vielleicht ist es ja ein bloß "nostalgisches" Interesse, das LePenseur bewegt, eines feinen "Gentleman der alten Schule" zu gedenken, war Schärf doch quasi "der" Bundespräsident seiner Kindertage. Wie dem auch sei: Schärf wußte sein hohes Amt ebenso mit Bescheidenheit wie mit Würde auszufüllen (worin er seinem unmittelbaren Amtsvorgänger, Theodor Körner, ähnlich war), mit einer natürlichen, wie selbstverständlichen Würde, die wohl keiner seiner Nachfolger, nicht einmal der medial stets ehrfuchtsvoll hofierte Rudolf Kirchschläger, auch nur annähernd erreichte (an die deplorable Gegenwart wollen wir dabei gar nicht denken) ...


Die röteste aller Linien…

...nochmal im Fokus. 

 von Fragolin

Oder besser, im „Focus“ aus 2009, als Schießbefehl gegen Aufständische und Todesstrafe in der EU durch den Lissabon-Vertrag erlaubt wurden.
Das zum Thema Todesstrafe und EU wären unvereinbar. Wetten, dass selbst bei deren Einführung in der Türkei die Beitrittsverhandlungen weiterlaufen werden?

„MONEY: Ein anderes Argument aus Kreisen der EU-Kommission lautet, der Passus wäre drin, um auch Staaten wie die Türkei aufnehmen zu können.

Schachtschneider: Das ist doch grotesk. Als Gemeinschaft müssten wir doch sagen, wir nehmen keine Länder auf, in denen Menschen getötet werden dürfen, und nicht umgekehrt.“

Bitte klarmachen: Die Aufnahme der Türkei galt damals schon als Ausrede.
Also, was wird folgen?
Die dreistete aller Lügen? Für die dümmsten aller Wahlschafe? Und für die, die da nicht mitmachen wollen: die tötesten aller Gegner?

New Deal

von Fragolin

Das hatten sich einige wohl anders vorgestellt mit dem „New Deal“. Der bislang Ungewählte schaltet erstaunlich früh für einen Neuwahlverweigerer in den Wahlkampfmodus, der erwartbar bei ihm ein reines Showprogramm darstellt, und geht Pizzen verkaufen. Ob er für die Auslieferung der Salamifladen vom Kurzen Basti das Geilomobil geborgt hat, ist nicht übermittelt. Auch nicht, ob er die Dienste eines abgehalfterten Taxlers dafür in Anspruch genommen hat.

Besonders kauzig an der Selbstdarstellung unseres Slim-Fit-Models ist ja die Begründung der Parteizentrale für diesen billigen linkspopulistischen Aktionismus: man wolle mit solchen „Zuhör“-Aktionen um die „Mittelschicht“ kämpfen.

Also jetzt mal ganz ehrlich:
Erstens klingt „Zuhör!“ wie „Lies!“, und ich hoffe doch der Fahrdienstleiter steht nicht morgen am Hauptbahnhof und lässt sich filmen, wie er ÖBB-Fahrplanbücher verteilt. Und zweitens ist die statistische Wahrscheinlichkeit, beim mittäglichen Pizzen ausfahren auf eine durchschnittliche Mittelschichtfamilie zu treffen und nicht auf vor der Glotze abhängende Brennpunktfamilien oder blasse Nerds und Gamer eher überschaubar. Schon weil der Mittelschichtler den ganzen Tag um den Verbleib in jener sozialen Region kämpfen muss und frühestens am Abend Zeit für eine Pizza hätte.

Können die Roten überhaupt noch definieren, was für sie die „Mittelschicht“ ist? Die etwa 20% der in Österreich lebenden Menschen, die wertschöpfend und nettosteuerzahlend den ganzen Laden bezahlen und sich ausgerechnet von den Roten damit permanent dem Generalverdacht der Abgabenmanipulation und geradezu diebstähligen Eigentumsaneignung durch die ihnen gnädig überlassenen Bruchteile des selbst erarbeiteten Geldes aussetzen, können damit kaum gemeint sein, denn keiner von denen will nach einem langen schweren Arbeitstag, sollte er sich doch einmal dazu aufraffen einen Teigfladen zu bestellen, diesen auch noch ausgerechnet von einem Vertreter jener steuergeldgemästeten Aussacklerpartie an die Haustür geliefert bekommen, an die man zum wohlverdienten Feierabend nicht einmal denken möchte. Schon des Appetites wegen.
Also spätestens wenn der lebenslang von Steuergeld Lebende nach der Aushändigung einer Pizza die Hand aufhält, um auch noch vom Nettorestgeld die Rechnung zu kassieren und vielleicht noch eine Maut dazu, kann er froh sein, wenn er die Paradeistorte nicht als Reaktion auf die Verhöhnung seiner Untertanen ins Gesicht bekommt. Ja, auch wir können Slapstick.

Und deshalb noch eine kleine Anmerkung von mir zu dem denkwürdigen Sager des Showkanzlers:

„Leider kommt ja selten einer von euch bei mir im Bundeskanzleramt vorbei."

Oooch, nichmal mit dem kleinen Mozzarella-Frisbee?
Könnte daran liegen, dass dich keiner sehen will. Ob es dann eine gute Strategie ist, sich als arbeitender Mensch verkleidet in die Wohnungen seiner Opfer zu schleichen, wird sich zeigen.
Ich werde in nächster Zeit vorsichtshalber weder Essen bestellen noch Handwerker rufen...

Wauwau!

von Fragolin

Unser Bundesinnenminister, der immer mehr den harten Hund spielen will und dabei so ein bisschen wie das Abziehbild seines deutschen Amtskollegen wirkt, haut mal wieder so richtig mit Wattebällchen auf den Gummitisch.
Er will, knallhart wie er ist, den Doppelstaatstürken mal so richtig in die Parade fahren und ihnen neben dem Entzug der österreichischen Staatsbürgerschaft eine Geldstrafe bis zu 5.000 Euro aufbrummen.

Die erwartbaren Reaktionen folgen mit der Zuverlässigkeit eines pawlowschen Sabberns nach dem Glöckchenklang. Neben den vielen schenkelklopfenden Hurrarufen vom Boulevard, jetzt endlich denen Kante zu zeigen, die illegal zwei Staatsbürgerschaften besitzen, natürlich auch das empörte Aufjaulen jener, die Angst um Wählerstimmen haben, wenn man deren Klientel durchleuchtet.

Wer die österreichische Staatsbürgerschaft beantragt, obwohl er widerrechtlich nicht nur eine andere Staatsbürgerschaft besitzt sondern diese auch über die Zurücklegungsfrist hinaus behält bzw. nach Erlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft rechtswidrig eine andere (wieder) annimmt, verstößt bereits jetzt gegen geltendes Recht und begeht eine Verwaltungsübertretung gemäß dem Staatsbürgerschaftsgesetz.

Und was sieht dieses Gesetz jetzt vor, wenn jemand eine solche Verwaltungsübertretung begeht?
Fragen wir doch mal das Bundeskanzleramt:

„§ 63c. (1) Wer in einem Verfahren zum Erwerb der Staatsbürgerschaft oder in einem Verfahren zur Ausstellung von Bestätigungen oder sonstigen Urkunden vor der zuständigen Behörde wissentlich falsche Angaben macht, um sich die Staatsbürgerschaft oder die Ausstellung einer Bestätigung oder sonstigen Urkunde in Angelegenheiten der Staatsbürgerschaft zu erschleichen, begeht eine Verwaltungsübertretung und ist mit Geldstrafe von 1 000 Euro bis zu 5 000 Euro, im Fall ihrer Uneinbringlichkeit mit Freiheitsstrafe bis zu drei Wochen, zu bestrafen. Wer diese Tat begeht, obwohl er wegen einer solchen Tat bereits einmal rechtskräftig bestraft wurde, ist mit Geldstrafe von 5 000 Euro bis zu 15 000 Euro oder mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Wochen zu bestrafen. Der Versuch ist strafbar.“

Och nö. Ehrlich?
Frage an den Herrn Innenminister: Wenn es bereits eine rechtliche Grundlage gibt, um Menschen, die sich die Staatsbürgerschaft erschleichen bzw. betrügerische Angaben in Bezug auf die Staatsbürgerschaft machen, ja, das auch nur versuchen, mit bis zu 5.000 Euro zu bestrafen, warum wird das bisher nicht gemacht? Wer ist eigentlich für das Exekutieren der Gesetze verantwortlich, Herr Innenminister? Und warum will der, der dafür verantwortlich ist, es aber nicht tut, jetzt irgendwas fordern, was es eh schon gibt, er aber sowieso nicht exekutiert? Um dann das neue Gesetz, das die gleiche Strafe androht wie das bestehende, auch nicht zu exekutieren?
Was soll das bringen? Genau: gar nichts. Ist wie das Plärren nach einem neuen Fremdenrecht, wo doch das alte nicht angewandt wird. Oder eine Million Verwaltungsübertretungen durch illegales Überschreiten der Grenze – und? Irgendwelche Strafen? Nein, die gab es erst für legal Einreisende, die ihren Pass vergessen hatten. Wegschmeißen wird bis heute nur belohnt.

Ein bisschen herumstolzieren, Kinn vorschieben und bad cop spielen, sich medial als knallharter Bursche in Stellung bringen, Sprüche klopfen – und nichts tun. Ist das jetzt die interne neue Parteilinie der ÖVP, um vom Mitterlehnerschen unterwürfigen Schleimkriechen zum Kurzschen Großsprech ohne Folgen umzuschwenken?

Ach ja, da wir beim Staatsbürgerschaftsgesetz sind, da gibt es noch ein Schmankerl:

„§ 64. Wer sich unter Berufung auf eine gemäß § 63c Abs. 1 erschlichene Staatsbürgerschaft, Bestätigung oder Urkunde soziale Leistungen, insbesondere Leistungen einer Kranken-, Unfall- oder Pensionsversicherung oder Leistungen aus dem Titel der Sozialhilfe, in Anspruch genommen hat, ist vom Gericht mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen zu bestrafen. Wer soziale Leistungen in Anspruch genommen hat, deren Wert 3 000 Euro übersteigt, ist vom Gericht mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren zu bestrafen.“

Ui, wenn wir da jetzt mal anfangen, zu durchleuchten, müssen wir die Gefängnisse ausbauen und haben bald genauso viele Türken einsitzen wie der osmanische Größenwahnsinnige himself.

... (k)ein ewiger Bund zu flechten ...





Mittwoch, 19. April 2017

Historischer Exkurs über Wahl- und Losverfahren

Ein exzellenter Artikel über die Mischung von Wahl- und Losverfahren bei der Bestellung der Dogen von Venedig findet sich zu Ostern auf dem wie stets lesenswerten Löwenblog von Marco Gallina:
Bereits vor einem Monat erschien ein Artikel im Cicero, welcher darauf hinwies, dass das Losverfahren in einer Demokratie keine Alternative sei. Der Vorstoß zum Losverfahren geht auf den belgischen Historiker David van Reybrouck zurück; dessen Buch „Gegen Wahlen“ hatte eine kleine Debatte in der Medienlandschaft ausgelöst. Auf der Verlagsseite findet sich diese Zusammenfassung samt Video.

Zugegeben: ich habe mich nicht mit van Reybrouck beschäftigt und besitze auch das Buch nicht; aber es soll ja hier auch weniger um den Historiker gehen, als um den verlinkten Artikel. Und mit den Republiken Venedig und Florenz kennt sich der Verfasser dieses Beitrags wiederum recht gut aus ...
Um den Lesern dieses Blogs (neben den Artikeln des stets fleißigen Kollegen Fragolin) außer Strand-, Oster- und sonstige Hasen noch Futter fürs Hirn, und nicht bloß für die Augen zu bieten: Leseempfehlung!

Was immer Sie über Dogenwahlen wissen wollten, und sich bisher nicht zu fragen betrauten: bei Marco Gallina werden Sie geholfen!


„Aufstand für den Frieden“

Markige Worte eines systemdienenden Oberhirten:
Zu einem „Aufstand für den Frieden“ hat Bischof Franz-Josef Overbeck zu Ostern die Christen aller Konfessionen aufgerufen und dies mit einer klaren Forderung verknüpft: „Dazu werden wir unsere Gewohnheiten ändern und unsere Denkmuster erneuern, Nostalgie und falsche Sehnsucht nach einer geschlossenen Heimat mit Grenzen aus uns tilgen und zugleich Mut zu einer offenen Gesellschaft und einer offenen Kirche aufbringen müssen“, fordert Overbeck in einer für ihn nicht untypischen, recht gebieterischen Wortwahl.
Quelle: WAZ
Blogger Luzifer-Lux findet zu dieser Ansage nicht ganz unverständlich gallige Worte:
Noch so ein Kuttengeier, der seinen Schäfchen rät, was er selbst nicht einzuhalten gedenkt. Overbeck wird in einer vom Steuerzahler, und somit auch von allen Nichtchristen, finanzierten gepanzerten Limousine durch die Gegend gefahren, wohnt in einer ebenfalls vom Steuerzahler finanzierten abgesicherten Villa und meidet auch sonst Orte, die er seinen Schäfchen eiseskalt wärmstens empfiehlt. 
"Kuttengeier" ist ein gar treffliches epitheton ornans, das man sich merken muß ...