Dienstag, 15. April 2014

Ein durchaus reales Horrorszenario

... fühlt sich »Die Presse«, näherhin Frau Jutta Sommerbauer, zu skizzieren:
Moskau entzieht Kiew sprichwörtlich den Boden unter den Füßen. Der Westen muss verhindern, dass Russlands Vorgehen in Genf abgesegnet wird.
Das Krim-Schauspiel vollzieht sich zum zweiten Mal, diesmal in der Ostukraine. Mit einem wichtigen Unterschied: Diesmal könnte dieses von russischer Hand geschriebene Stück nicht mit dem einhelligen Applaus des Publikums enden, sondern mit Buhrufen und Blut.
Moskau hat zunächst ein wenig anders Regie geführt: verhaltenere Zurufe aus dem Regieraum, mehr lokale Statisten. Fast sah es so aus, als würde man die prorussischen Aktivisten sich selbst überlassen – die Hilferufe der „Donezker Republik“ blieben zunächst unbeantwortet. Die lokalen Separatisten bekamen kaum professionelle Unterstützung. Doch seit Samstag hat sich die Lage dramatisch verändert. Zur Aufführung kommt nun das Drama vom traurigen Zerfall der Ukraine, Teil zwei. 
(Hier weiterlesen)
Frau Sommerbauer bleibt uns nur eine kitzekleine Antwort schuldig: was an dem Alternativszenario, nämlich eine russische Minderheit gegen ihren Willen an eine russenfeindliche Ukraine gekettet zu lassen, auch nur einen Deut weniger »Horrorszenario« wäre. Die Ukraine hat ja schon ziemlich unverblümt zugegeben, daß ohne die Industrie der (weitgehend russischen) Ost-Ukraine der Gesamtstaat pleite wäre. Es geht also darum, die Ostukraine auch künftig die Zeche für die kollektive Besoffenheit des »Maidan« zahlen zu lassen, mit der irgendwelche westukrainische Nationalisten ihre Komplexe gegen den »großen Bruder« aus dem Osten abgeagieren wollen. Putzig wird Sommerbauer mit folgender Bemerkung:
Ja, es gibt Menschen, die den Bewaffneten zujubeln. Doch man darf nicht vergessen: Russland nutzt schamlos die Unzufriedenheit und Ängste in der Bevölkerung für die eigenen Zwecke. 
Na, geh! Sowas täten die Amis und ihre Satrapen in der EU ja nie-nie-niemals! Aber die Guten doch nicht! Und Sommerbauer betreibt beachtliche geschichtsfälschende Klimmzüge, wenn sie schreibt:
Eine Abspaltung der Ostukraine galt bis vor wenigen Wochen als undenkbar.
Ja, nämlich bis zum Sturz des 2010 in freier Wahl gewählten Präsidenten und seiner zwischen EU und Rußland ausbalancierenden Politik durch vom Westen finanzierte und gecoachte Cliquen, die als erste Handlung im übernommenen Parlament die Anerkennung des Russischen als zweiter Amtssprache in der Ostukraine abschafften. Was Frau Sommerbauer freilich keine Gedanken zu machen scheint.
Kampflos wird die Ukraine den Osten allerdings nicht aufgeben, und das sollte man auch nicht von ihr erwarten. 
Ach — warum eigentlich nicht? Weil es den geostrategischen Interessen der Nato nicht entspräche, die nur zu gerne Rußland weiter auf einen schmalen Korridor zwischen (westlich dominierter) Ostukraine und Zentralasien sähe, wo die Nato bereits fleißig Stützpunkte errichtet hatn? Immerhin gesteht Frau Sommerbauer ein:
Auch die Bevölkerung wird sich nicht einfach unterwerfen. Die Gefahr eines Bürger- und Bruderkriegs ist erschreckend real.
Im Zweifel sollte eine sich als »liberal« bezeichnende Tageszeitung allerdings nicht auf Seiten einer die Bevölkerung unterwerfen-wollender Regierung stehen, sondern auf Seiten des Volkes, das nicht unterworfen sein will. So habe ich, und wohl nicht nur ich, zumindest bis jetzt »liberal« verstanden.

Auch die Leser kommen dieser Art von transatlantischen Treueschwüren allmählich abhanden. Wenn man die Postings unter dem Artikel liest, spürt man das Kopfschütteln, mit dem die Leser derlei PR-Aktionen quittieren. Ein Leser schreibt: 
Auch hier widerspricht...

die veröffentlichte der öffentlichen Meinung. Interessant.Mein Arbeitgeber hat ein Büro in Kiev (derzeit quasi notbesetzt). Einhellige Meinung dort: die Ukraine wird in Ost und West aufgespalten werden entlang der alten Grenzlinien. Auf der einen Seite ist der Holodomor nicht vergessen, die andere Seite fürchtet ein Minderheitenschicksal.Die Frage ist nur wie diese Spaltung ablaufen wird.
Wann werden unsere Eurokraten und (solang nur sie das Sagen haben!) New-World-Order-Fetischisten von der US-Ostküste endlich begreifen, daß Freiheit und Selbstbestimmung nicht heißen, weltweit denselben Hollywood-Action-Schmarrn ins Hirn gedrückt zu bekommen, und dieselben Hamburger und — im EU-Standard gekrümmten — Gentechnik-Gurken zu fressen ...

 


Gelebte Meinungsfreiheit in Schweden

... heißt folgendes:
http://www.unzensuriert.at/content/0015190-Arbeitsplatzverlust-Multikulti-Kritiker-ffentlich-den-Pranger-gestellt   (12.4.):
Die Diktatur des „politisch Korrekten“ erreicht im linksliberal regierten Schweden völlig neue Dimensionen. Die linke schwedische Zeitung Expressen soll tatsächlich Privathacker engagiert haben, um Menschen hinter gewissen kritischen Postings auf ihrer Homepage ausfindig und mundtot zu machen. Dabei konzentrierte sich die Zeitung auf kritische Postings zur fehlgeschlagenen schwedischen Integrations- und Migrationspolitik. Als schließlich die Wohnadressen der Poster ausfindig gemacht wurden, ging die Zeitung noch weiter.
Zeitung stellt Migrationskritiker öffentlich bloß
(Hier weiterlesen)
Freiheit, die ich meine ...

Wenn ein Schütze träumt

... dann verfehlt er meist das Ziel. Auch wenn er Richard Schütze heißt und einen Artikel über »Putins Pokerspiel« auf »FreiWelt.net« veröffentlicht.
Russlands Zar hat nicht nur einen Schlachtplan: Er verfolgt gleich fünf davon auf einmal. 

Selbst das „Handelsblatt“, das den Amerikanern gegenüber Moskau „Pitbull-Politics“ mit „animalischer Härte“ und „gefletschten Zähnen“, aber „ohne Hirn“ vorwarf, wird kleinlaut. Er macht also weiter. Denn offenbar hat er einen Plan. Den zieht er auch durch; stur und unbeeindruckt. Die Hände am Geld- und Gashahn, den Bleifuß auf dem militärischen Drohpotenzial und den kühlen Trotzkopf stolz erhoben bietet Wladimir Putin dem Westen die Stirn. Wie sich offenbart, war die Krim wohl nur das Präludium; nun geht es und macht er weiter. Mit strategischem Blick verfolgt Russlands Zar fünf aufeinander aufbauende und gestaffelt angeordnete Schlachtpläne.
Nun gut, schon nach der Einleitung wissen wir, daß ein Putin nicht hirnlos durch die Pampas der Außenpolitik stolpert. Dazu hätten wir Schützes treffsicheren Kommentars nicht wirklich bedurft. Was er in den folgenden Absätzen bringt, sind auch nicht wirklich Neuigkeiten — nur der Ton: der freilich erinnert fatal an einen PR-Artikel für geostrategische US-Interessen. Was nicht wirklich verwundert, wenn man sich den Brotberuf des besagten Schützen ansieht. Er ist Media Coach und PR-Berater, und seine Kundenliste verrät: er ist im politisch-medial-korporatistischen Betrugskartell gut vernetzt. 

Leider, leider (für Herrn Schütze) ist nichts in der Welt so fein gesponnen, daß es nicht käm' ans Licht der Sonnen — nicht einmal das transatlantische Garn, das so unauffällig den Artikel durchwebt. Denn da passieren Herrn Schütze halt so ärgerliche semantische Fehlleistungen wie:
Auch Kanzlerin Angela Merkel und Außenminister Frank-Walter Steinmeier stehen im Verdacht, zu sehr die geostrategischen Interessen Washingtons und Moskaus auszubalancieren ...
Ah, fi donc! Wie kann man es nur wagen, »auszubalancieren«, statt gehorsam zur Parole »Obama befiehl! Wir folgen dir!« zu salutieren? Um das gleich im Keim zu ersticken ist kein Schreckensszenario zu doof für unseren Schützen:
Russland verstärkt zugleich aber auch seine Beziehungen in die gesamte arabische Region und zu den Golfstaaten. Wieder erscheint das Schreckgespenst eines bedrohlichen Zangengriffs Moskaus über Arabien und quer durch Afrika bis hin zu antinordamerikanisch agierenden lateinamerikanischen Staaten wie Kuba und Venezuela am westlichen Horizont.
Na klar! So ein Zangenabgriff locker vom Hocker über den ausgerollten Perser und Nordafrika bis in die (wiss'ma ja!) gleich daneben situierte Karibik — Katzensprünge für einen zungengewandten PR- Schreiberling. Ein paar tausend Kilometer, ein paar Meere dazwischen: peanuts für die Feder eines Schreckenspropheten, der uns hilflos in der Furcht vor Putin zurückläßt. Nein, zurückzulassen droht, wenn nicht ... ... ja wenn da nicht die Ostkirche wäre, über die unser Schütze ins Träumen gerät, und irgendeinen 
... Weg zu mehr Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Liberalität eines nicht zu fernen Tages über einen intensivierten Dialog mit den Ostkirchen ...
erträumt. Ja, genau! Die bekannt demokratisch-liberale Ostkirche wird's richten und Ost und West im Tanz nach der Pfeife Washingtons vereinen. So wird's kommen, ganz sicher! Träumen Sie weiter, Herr Schütze ...

Montag, 14. April 2014

Um Waffengleichheit herzustellen

... hat Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen den Abzug auch der russischen Truppen von russischem Territorium nun zur Bedingung für Gespräche mit dem Diktator in Moskau gemacht. Nach Einschätzung des Militärbündnisses hielten sich etwa eine Million russischer Soldaten überall im derzeitigen Rußland auf, sagte Rasmussen bei einem Besuch in Prag. "Wenn es Russland mit einem Dialog ernst meint, muss der erste Schritt ein Truppenabzug sein", sagte Rasmussen. 
PPQ at its best: Leseempfehlung!

Diabetes ist eine gefährliche Krankheit

... v.a. wenn sie nicht erkannt wird. Dann kann man glatt dran sterben, ohne daß man vorher was geahnt hätte — ganz plötzlich.
Wie das Bundesamt für Verfassungsschutz vergangene Woche dem Parlamentarischen Kontrollgremium des Bundestags mitteilte, wurde Thomas R. Ende März leblos in einer Wohnung in Nordrhein-Westfalen aufgefunden. 

Unter dem Decknamen "Corelli" hatte der 39-Jährige den Verfassungsschutz jahrelang mit Informationen aus der Neonazi-Szene versorgt. Im September 2012 wurde "Corelli" enttarnt, er kam später in ein Zeugenschutzprogramm des Bundes. Im Ermittlungsverfahren gegen die NSU-Zelle musste Thomas R. bereits zweimal als Zeuge aussagen: Seine Nummer stand auf einer 1998 sichergestellten Telefonliste des mutmaßlichen NSU-Gründers Uwe Mundlos. Zudem hatte R. ein Neonazi-Magazin unterstützt, dem die Terrorzelle aus dem Untergrund Geld geschickt hatte. 

In den Vernehmungen stritt Thomas R. Kontakte zum NSU ab, berichtete aber ausführlich über andere Neonazis, seine Mitgliedschaft in einem Ableger des Ku-Klux-Klans und eine der klantypischen Kreuzverbrennungen bei Schwäbisch Hall. 

Nach Informationen aus Sicherheitskreisen lebte Thomas R. – offenbar unter neuer Identität – zuletzt in einer Wohnung bei Schloß Holte-Stukenbrock in der Nähe von Bielefeld, in der auch seine Leiche gefunden wurde. Nach vorläufigen Ermittlungen der Behörden in Nordrhein-Westfalen gibt es bislang keine Anhaltspunkte für eine "Fremdeinwirkung". R. starb laut Sicherheitskreisen an den Folgen einer zuvor nicht erkannten Diabetes-Erkrankung.
... informiert uns in bekannter Sachlichkeit »Der Spiegel«. Und schon wieder ist, leider, leider, ein Mitwisser der NSU-Schmiere abgeschmiert in die ewigen Jagdgründe! Zufall, natürlich. Tragischer Zufall — aber mit Diabetes ist einfach nicht zu spaßen! Wenn man nicht aufpaßt, hat man auf einmal einen diabetischen Schock, den man natürlich feststellen kann — aber leider nur kurz, nachdem er eingetreten ist. Danach kann man nur spekulieren ...

Darf man auch darüber spekulieren, ob der Leichnam feuerbestattet wurde? Nur so zur Abrundung des Gesamtbildes gefragt ...

Sonntag, 13. April 2014

Die Umvolkung

... Frankreichs ist Gegenstand einer Rede des französischen Schriftstellers Renaud Camus auf einem Kongreß in Orange:
Le Grand Remplacement

Der Ausdruck “Le Grand Remplacement” (“die große Umvolkung”) ist einer jener paar Ausdrücke, die meine Parteigänger und ich in den letzten Jahren in das politische Vokabular unserer Zeit eingebracht haben.

Worum es dabei geht, brauche ich den hier Anwesenden nicht zu sagen; Sie bedürfen dafür keiner Erklärung.
Wir haben ein Volk vor Augen und quasi über Nacht, jedenfalls nach dem Zeitmaß, nach dem Völker bemessen werden, innerhalb einer Generation, findet man an seiner Stelle und auf seinem Territorium plötzlich ein oder mehrere andere Völker vor.

Wir haben eine Kultur mit ihren Sitten und Gebräuchen vor Augen, und binnen weniger Zeit als ein Kind bedarf, um erwachsen zu werden oder ein junger Mann, um zu Reife zu gelangen, entwickeln sich auf demselben Territorium durch Substitution, also Austausch der Menschen, plötzlich ganz andere Kulturen mit anderen Sitten und Gebräuchen, von denen gesagt werden muss – und unser Innenminister möge mir erlauben, das zu sagen – dass sie der Kultur, die sie ersetzen wollen, nicht das Wasser reichen können, zumindest dann nicht, wenn es um das Gedeihen dieses Territoriums geht.

Französische Städte wie Poitiers sind meine Zeugen hierfür: hier finden wir plötzlich um uns herum andere Monumente, andere religiöse Gebäude, andere Gesichter, andere Beziehungen zwischen Mann und Frau, andere Bekleidungsusancen, mehr und mehr andere Sprachen, eine andere Religion, andere Speisen und Speisevorschriften, andere Lebens- und Wohnsitten, anderen Verhaltensnormen in Wohngebäuden, Treppenhäusern, ja ganzen Stadtvierteln, andere Vorstellungen der Raumplanung, anderen Umgang mit der Natur, der Umwelt, dem Recht, der Kriminalität, der Gewalt, dem Gesellschaftsvertrag, der sozialen Sicherheit, und einer anderen Einstellung, was Toleranz gegenüber den Mitmenschen und Vermeidung von sozialschädlichem Verhalten betrifft.
In Österreich hat sich inzwischen offenbar auch die FPÖ entschlossen, im Chor der Systemparteien mitzusingen, um so doch noch irgendwann wieder an »die Macht« — will heißen: an den gutgefüllten Futtertrog! — zu kommen. Dafür will die Moslembrunderschaft ihr europa-Hauptquartier angeblich in graz aufschlagen, nachdem ihr der britische Geheimdienst offenbar zu nahe an die Pelle gerückt war. Die Umvolkung ist auch hierzulande fest auf Schiene. Wie (fast) überall in der EU ...

»Krieg der Bilder«

... titelt »Die Presse« — und zeigt uns gar Erschröckliches:


Na, wer hätte sich das bloß gedacht: auf einem Militärflughafen stehen Militärflugzeuge. Na, sowas ...

Irgendwie wollen die Leser der »Presse« aber nicht so wirklich anbeißen. Da gibt's so skeptische Kommentare wie von Poster »AgentOrange«:
Beunruhigend ist eher, dass die NATO versucht uns mit Bildern eines Privatanbieters vom 22.März von Irgendwo im Nirgendwo einen Krieg schmackhaft zu machen und in der Zwischenzeit tatsächlich massiv Truppen zu Land und zu Wasser in das Gebiet verlegt!
 Dazu ist natürlich zu bemerken, daß man das nicht so sehen darf. Nicht mehr. Oder wenigstens nicht mehr lange ...

----

P.S.: »Der Postillion« deckt natürlich noch viel schrecklichere Hintergründe auf ...

Samstag, 12. April 2014

Ernstgemeint? Ernstgemeint!

EU schickt Experten zum Demokratie-Aufbau in die Ukraine   

... betiteln die »DeutschenWirtschaftsNachrichten« einen Artikel. Und was sagt der Leser — der nach EU-Genderisierungsvorgaben »der/die LeserIn« (bzw. »Leser_in«) heißen muß — dazu? Beliebig herausgegriffen (was halt grad auf der Kommentarseite oben stand) das da:
10. April 2014 um 17:45
Willi sagt:
Satire?
Der erste April ist längst vorbei!

10. April 2014 um 10:32
thomasca sagt:
Diese Experten, falls es sie gibt würden doch in der EU dringend gebraucht… Die EU ist doch kein Beispiel für Demokratie, das werden die Ukrainer leider auch noch merken, dann ist es allerdings zu spät.

10. April 2014 um 01:09
HeSchi sagt:
Was ist denn das für eine Lachnummer? Die EU und Demokratie? Wissen die überhaupt wie man das Wort Demokratie schreibt? Grad der Krümmung der Bananen, Krümmung der Gurken, Größe bzw. Durchmesser der Äpfel, Glühbirnenverbot, Toilettenspülungsbegrenzung, Staubsauger-Wattzahl-Begrenzung, keine Meinungsfreiheit, Verbote über Verbote usw., das also soll Demokratie sein?
Und es wird im lustigen EU-Stadl noch besser kommen, das war erst der Auftakt: Bespitzelungen, Autoelektronik-Abschaltung bei Verdacht, Festsetzung der Bevölkerung im Falle von Meinungsäußerung oder Kritik gegen die EU oder Beamte der EU (eigentlich sind das keine Beamten, da sie sich selbst ernannt haben) und noch vieles, vieles mehr.
Ich rate dringend der Ukraine Abstand von der EU zu nehmen – ach ja, der Köder heißt Milliardenhilfe, dafür verkauft man schon sein Volk, die lukrativen Pöstchen winken auch schon so verführerisch.
 Naja, Demokratie sieht sieht, wie es scheint, anders aus ...

Fein gesponnen

...  ist nicht notwendigerweise fein genug gesponnen. Insbesondere, wenn es dann noch mit allzu heißer Nadel genäht wird. Derlei Gespinste bleiben nur selten auf Dauer intakt. Manchmal — man denke an die Massenmorde von Katyn — dauert die endgültige Aufklärung Jahrzehnte, manchmal hingegen bröckelt die propagandistische Fassade schon, bevor überhaupt die Farbe trocken ist. Wie in Kiew:

Wer waren die Scharfschützen des Maidan?


10.04.2014

Recherchen von Monitor bestätigen den Verdacht, dass die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft nicht richtig ermittelt und nicht nur Berkut-Einheiten geschossen haben


Lange Zeit hatte die neue Regierung in Kiew, die aufgrund der Proteste der Maidan-Bewegung an die Macht kam, weil diese das auf dem Höhepunkt der Gewalt getroffene Abkommen mit dem damaligen Präsidenten Janukowitsch nicht akzeptierte - und wohl auch nicht wie darin vorgesehen die besetzten Häuser und die Barrikaden räumen und die Waffen niederlegen wollte. Zum Sturz war es vor allem deswegen gekommen, weil allein an zwei Tagen 60 Menschen angeblich von Scharfschützen der Janukowitsch-Regierung getötet worden waren, die anschließend als die Märtyrer der Maidan-Bewegung und als die "Göttlichen 100" - insgesamt waren um die 130 Menschen seit Beginn der Proteste getötet worden - verehrt wurden. (Hier weiterlesen)

 Lügen haben kurze Beine, sagt ein Sprichwort, das sich trotz aller Bemühungen von Spin-Doktoren, PR-Agenturen und flächendeckender Selbstzensur in den Systemmedien immer wieder bewahrheitet ...

Freitag, 11. April 2014

»Wirtschaftliche Notlage: Ukrainischen Zoos geht das Futter aus«

... titelt — merklich erschüttert — die »Neue Zürcher Zeitung«. Na, was soll man nun dazu sagen? Wohl nur:

GEBT DEN AFFEN ZUCKER!

»Das Spießbürger-Weltbild wankt oder The times they are a'changin«

... überschreibt ein Kommentarposter »durendal« sein Posting zu einer — selbst lesenswerten — »Presse«-Kolumne Christian Ortners. Und fährt fort:
Es ist immer wieder ein großer Spaß, zu sehen wie die moralinsauren, verbiesterten, engstirnigen und überheblichen linken Spießbürger von herrlich unkorrekten Autoren wie Sarrazin und Pirinçci vorgeführt werden und zu erleben wie sie vor Erregung hyperventilieren und mit Schaum vor dem Mund nach Streichhölzern für die Scheiterhaufen schreien! Da sitzen die vermeintlichen Meinungsmonopolisten in ihren schicken Bio-Cafes, schluchzen haltlos in ihren Latte macchiato aus korrektem Anbau und verstehen die Welt nicht mehr! Sie erleben gerade ihr "68" unter umgekehrten Vorzeichen, dabei dachten die politisch Korrekten, sie hätten endlich die Meinungs- und Deutungsdiktatur über das zu Denken erlaubte durchgesetzt. Und dann kommt da einer daher - noch dazu ein Deutscher mit türkischen Wurzeln - und erfrecht sich, ein solches!abweichendes!inkorrektes!Buch! zu schreiben. Ja, darf er denn das??- Die Wut steigt proportional zur Hilflosigkeit. Denkverbote und Meinungsterror passen eben niemals zu einer freien, informierten Gesellschaft . Diese Lektion mussten die alten Eliten anno 68 lernen und das müssen die neuen Spießbürger in Medien und Politik heute lernen - auch wenns schwerfällt! Toleranz ist keine Einbahnstraße und die Wahrheit ist den Menschen zumutbar. Also, Contenance, liebe Spießer, die Welt dreht sich, mal ist man oben, mal unten, nur ihr müsst gut aufpassen — ihr seid zu oft — daneben...
Chapeau, cher (chère?) »durendal« — touché!

-----

P.S.: ein exzellenter Artikel über Pirinçcis Buch (und seine Behandlung in den Systemmedien) findet sich in der Preußischen Allgemeinen Zeitung. Lesen!

P.P.S.: Als Gastkommentar in »Unterbergers Tagebuch« hat Werner Reichel vor ein paar Tagen einen ebenso lesenswerten Artikel (»Danke, Akif Pirinçci!«) veröffentlicht. Von demselben Autor ist übrigens (unter Mitarbeit von Andreas Unterberger) dieser Tage ebenfalls ein lesenswertes Buch erschienen, auf welches hier hinzuweisen mir ein Vergnügen ist: Werner Reichel, Die Feinde der Freiheit. Genußreiche Lektüre!

»Ab heute wird zurückgebingot!«

... schrieb Kollege »Volker« in einem Posting zu diesem Artikel. Die Bingo-Bilder (leider hier nur als Link einstellbar), die er dort in den Formaten  »small«, »medium« und »giant« einstellte, sind zu gut geraten, als daß sie bloß im Kommentar-Thread eines Artikels vergammeln sollten:

»small«

»medium«

»giant«

Thanks, Volker: you made our day!

Donnerstag, 10. April 2014

Agenten

Das Regime in Kiew gibt bekannt, daß im Süden des Landes eine russische Agentin festgenommen worden sei:
Die Ukraine hat inmitten der Unruhen im Osten des Landes die Festnahme einer bewaffneten russischen "Agentin" gemeldet, die mehrere Demonstranten angeschossen haben soll. Der ukrainische Geheimdienst SBU erklärte am Mittwoch, die 22-jährige Verdächtige Maria Koleda sei im Süden der Ukraine festgenommen worden.

Dort sei sie im Auftrag des russischen Geheimdiensts unterwegs gewesen, um die Situation im Land zu destabilisieren. Demnach war sie im Besitz einer eigentlich nicht tödlichen Pistole, die so modifiziert worden sei, dass sie scharfe Munition abfeuern könne. Nach Angaben des SBU sagte die Frau selbst aus, bei Zusammenstößen in der südlichen Stadt Mykolajiw zwischen prorussischen Demonstranten und Anhängern der neuen Regierung in Kiew durch Schüsse drei Menschen verletzt zu haben.

Demnach hatte sie schriftliche Anweisungen zur Ausbildung von Saboteuren bei sich und wollte eine 13-köpfige Saboteursgruppe in die östliche Stadt Donezk schicken, wo am Wochenende prorussische Demonstranten die Regionalverwaltung übernommen und die Unabhängigkeit von Kiew erklärt hatten.
 Na klar! Agenten müssen sich Schreckschußpistolen erst mal umbauen, um was zum Ballern zu haben. Agenten geben in Einvernahmen zu Protokoll, daß sie Menschen angeschlossen haben. Und Agenten tragen schriftliche Ausbildungsanweisungen zur Ausbildung von Saboteuren mit sich rum, damit sie schnell nachschauen können, falls sie mal nicht wissen, wie man richtig weitersabotiert.

Sorry, liebe Systemmedien: ein gewisses Maß an Blödheit darf eine Redaktion bei Lesern schon voraussetzen. Aber so viel Blödheit unterstellt zu bekommen, schmerzt doch irgendwie!

Etwas — Zensur gefällig?

Das Buch »Deutschland von Sinnen« ist seit Tagen Nummer eins der Amazon-Bestseller. Die Spiegel-Bestsellerliste, die 20 Titel unter der Rubrik »Belletristik«, und ebenso 20 Titel unter »Sachbuch« führt, hat Akif Pirinçcis Buch immer noch nicht aufgeführt (Abfrage: 10.4.2014 12:05). Welch ein Zufall, daß durch irgendeine statistische Schwankung zwar ein Titel bei Amazon wie die Rakete abgeht, aber in 500 Buchhandlungen offenbar nicht, denn:
Die wöchentlichen Rankings werden durch elektronische Abfrage in den Warenwirtschaftssystemen von derzeit mehr als 500 Buchhandlungen ermittelt. Die Verkaufsstellen sind so ausgewählt, dass sie mit ihren Umsätzen und Standorten der Gesamtheit des Buchhandels in Deutschland entsprechen. Online-Buchhandlungen mit einem nicht spezialisierten Titelangebot werden ergänzend hinzugezogen. 
... schreibt ja »Der Spiegel«. Na, dann wird's doch so stimmen — oder?

--------------------------------------------------------------------------------------------------

P.S. in eigener Sache: das hier ist übrigens Posting Nr. 1800 auf diesem Blog, wie ich soeben sehe ...

»At the core of a technologically-centered culture is an emphasis on control«

... lautet ein bestürzend richtiger Satz in einem klugen Artikel auf »Lew Rockwell«: »Why the Obsession With Flight 370?«. Lesenswert!

Mittwoch, 9. April 2014

Ohne Worte


Früher verbrannte man Bücher. Heute verbrennt man Worte. Und keine Bange: die Menschen werden noch folgen ...

Die Metapher, daß man heute Worte verbrenne, wie früher Bücher, verdanke ich einem lesenswerten Artikel des Papsttreuen Bloggers (Danke, Herr Collega! Ich bin zwar weitgehend papst-untreu, aber das hindert mich nicht, Ihren interessanten Blog regelmäßig zu besuchen), der sich auf eine NDR-Sendung bezieht, die »Rechtspopulisten-Bullshit«  überführen möchte. Wer bei einer Sendung / einem Interview Begriffe verwendet, mit denen der Zuseher — der natürlich laut Gender-Ideologie der/die ZuseherIn heißen muß — eine Reihe auf nachstehendem Tippzettel


ankreuzen kann, der ist als »Rechtspopulist« überführt und produziert demgemäß bloß »Bullshit«, sodaß die Mainstream-Medien nur die Empfehlung geben können, so einem Unhold, der da glaubt »So etwas wird man doch noch sagen dürfen« einfach nicht zuzuhören. Der »Papsttreue« schreibt dazu treffend:
Dabei sind die meisten der Begriffe durchaus fundiert:
Gender ist – auch wenn es noch so sehr abgestritten wird – keine Wissenschaft sondern eine Ideologie. Wer den Begriff der „Genderideologie“ also dem Rechtspopulismus zuordnet, will über dieses Faktum hinwegtäuschen, will die Wahrheit verdrehen.
Die GEZ-Gebühr ist eine nutzungsunabhängige Zwangsgebühr, mit der wir zur Kasse gebeten werden um noch bis zum Jahresende ein nicht unerkleckliches Gehalt von Markus Lanz für das abgehalfterte Format „Wetten, dass…?“ zu bezahlen – und das nur, weil man sich staatlicherseits den Zugriff auf einen Großteil der Medienwelt sichern will. Wer also die Begriffe „Zwangsgebühren“ und „Staatsfernsehen“ als rechtspopulistisch diffamiert will hiervon ablenken (im Fall Extra3 versteht man durchaus auch das persönliche Interesse der Redaktion am Erhalt des eigenen Arbeitsplatzes).
Wer sich heute kritisch zu Problematiken der Migration äußert, der landet ehe er sich versieht in einer Ecke mit Rassisten und Ausländerfeinden und muss sich den Vorwurf gefallen lassen, ein Nazi zu sein oder faschistisches Gedankengut zu verbreiten – zuletzt hat eine Genderideologin den Begriff der Familie (für die Älteren unter uns: bestehend aus – leiblichem – Vater, Mutter, Kinder) als faschistisch gebrandmarkt. Das ist eine wirkliche Nazikeule, und wer diesen Begriff als rechtspopulistisch bezeichnet, der fühlt sich offenbar in seiner eigenen Argumentation erwischt.
Und so geht das mit den meisten Begriffen, die diese Staatsfernsehleute gerne auf dem Index sehen wollen (der Begriff fehlt übrigens auf dem Bingoblatt), die – zugegeben – polarisieren, aber dadurch auch zu einer Klärung, gleich einem Gewitter, beitragen. An solch einer Klärung kann eine Staatsfernsehenredaktion natürlich kein Interesse haben, aber denen, die sich ein Mindestmaß an gesundem Menschenverstand bewahrt haben, kann man nur raten, sehr genau hinzusehen, wenn Worte wie früher Bücher verbrannt werden sollen!
In Österreich ist die einzige von ihrer Stärke und — bisher — auch von ihrer wenigstens teilweise systemkritischen Haltung her ernstzunehmende Oppositionspartei, nämlich die FPÖ eben eilfertigst bemüht, sich dem politisch korrekten Mainstream anzudienen und Sprachverbots-Geßlerhüte zu grüßen. Nun, sie wird feststellen, daß das nicht gerade eine Zukunftsstrategie sein wird — denn gutmenschelnden Einheitsbrei haben wir mit SPÖVP, NEOS und GrünInnen (das durch den Abgang des knorrig-skurrilen Frankie-Boy etwas orientierungslos trudelnde »Team Stronach« lassen wir mal außen vor, wie das neudeutsch heißt ...) ohnehin mit einer Dreiviertelmehrheit im Parlament sitzen — da muß sich die Blockparteien-Ödnis nicht noch auf 90% aufblähen!

In einem ebenso lesenswerten Artikel — an den sich überigens eine gerade für Libertäre interessante Leserdiskussion über Libertarismus anschließt — bei Collega »Geistbraus«, der unter dem schönen Titelreim »Mozilla, Barilla, Gesinnungskamarilla« so herzerwärmende Formulierungen findet wie:
»Wie lange möchte uns das Denken wohl noch erlaubt bleiben?«
Die Antwort lautet: Bis 2014.
Heute wird man im selbsternannten Land of the Free gefeuert, weil man 1000 Dollar an eine legale Organisation gespendet hat. Ja, liebe Schwextremisten: Metternich wäre stolz auf Euch!!
Hiermit bitte ich unseren großen Bruder an der Moskwa, nach der demnächst erfolgenden Invasion der Ostukraine gleich bis Paris durchzumarschieren. Ich möchte gerne zur Autonomen Oblast Германия gehören, wenn ich dafür diese erbärmlichen Gesinnungsdiktatoren persönlich in den Flieger nach San Francisco setzen darf.
Chapeau, Monsieur Grannenfeld! »Schwextremisten« hat was! Man muß deshalb nicht gleich einen »Autonomen Oblast Германия« dafür in Kauf nehmen wollen, es dürfte sowas ebenso gern in völlig souveräner Eigenstaatlichkeit Deutschlands ablaufen (wird es aber nicht — wett' ma?!) ...

Beruhigend zu lesen: auch der des Rechtspopulismus denkbar unverdächtige, höchst bedachtsam argumentierende ehemalige Chefredakteur zweier großer Tageszeitungen (der »Presse« und »Wiener Zeitung«), Andreas Unterberger, schreibt über Andreas Mölzers erzwungenen Rückzug aus der Politik:
Etliche Vergleiche und Aussagen des Andreas Mölzer waren geschmacklos und unrichtig. Mit seinem Rückzug ist freilich klar: Auch in der FPÖ muss man wegen einiger unpassender Vergleiche gehen. Damit ist auch sie ins Lager der Political Correctness abgewandert. Damit wird auch sie so fad wie alle anderen Parteien. Denn jede Gruppierung wird todlangweilig, wenn man dort erfährt, dass inhaltliche Äußerungen pönalisiert werden. (Hier weiterlesen)
 Mit der »Todlangweiligkeit« möchte man zwar vielleicht nicht, aber könnte man leben (auch die finnische Politik ist selten aufregend, und doch leben Menschen dort). Der Tod betrifft vielmehr unsere Freiheit. Und diesen Tod sollte man nicht einfach mit bedauerndem Achselzucken hinnehmen.

Irgendwie erschütternd

... ist es schon. Da schreibt man seit über sieben Jahren einen politisch-polemischen, zeitkritischen, ökonomischen, philosophischen und kulturellen Blog — und dann entdeckt man, daß es Menschen (?) gibt, die mit der Google-Suche

»Brasilianerin nackt«

hierher gelangen. Und gestern nicht einmal so wenige! Ein Archibald-Douglas-Gefühl (»Ich hab' es getragen sieben Jahr, und ich kann es nicht tragen mehr!«) macht sich breit ... aber umso mehr ist's Zeit für etwas Kultur auf diesem Kanal! Besagte Fontane-Ballade wurde nicht bloß von Carl Loewe hörenswert vertont, dieser schrieb auch — man kennt ihn ja im Grunde nur als Balladen-Vertoner, genauer gesagt: eigentlich nur als »Konkurrenz-Erlkönig«, um in einer Schubert-Diskussion schnell mal kulturelle Expertise aufblitzen zu lassen — unter vielem anderem auch das folgende, hübsch anzuhörende Klavierkonzert Nr. 2 in A-Dur:


Kein »großes« Werk, ich weiß! Könnte genausogut von Johann Nepomuk Hummel, Carl Czerny oder Johann Baptist Cramer geschrieben worden sein, keine Frage. Aber es plätschert doch mindestens so erfrischend ans (und ins) Ohr, wie der kleine Bach auf dem Bild. Denn es muß nicht immer ein großer Bach sein, der einen erquickt ...

Dienstag, 8. April 2014

Schade!

Mölzer zieht sich zurück

Der umstrittene freiheitliche Europamandatar wird bei der EU-Wahl nicht als Spitzenkandidat antreten - obwohl er "nichts Unredliches getan" habe.
 (DiePresse.com)
Der umstrittene Europamandatar Andreas Mölzer legt seine Position als Spitzenkandidat bei der EU-Wahl am 25. Mai zurück. Das gab der Freiheitliche am Dienstag in einer schriftlichen Stellungnahme bekannt. Bisher war Mölzer gemeinsam mit FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky als Doppelspitze angetreten. Als Grund für seinen Abgang nannte er den Vertrauensverlust seiner Partei.
"Nicht der anhaltende Druck der gesamten politisch korrekten Medienlandschaft des Landes und die geheuchelte Empörung des politischen Establishments der Republik, auch nicht die von der ultralinken Jagdgesellschaft organisierte Hetze zwecks strafrechtlicher Verfolgung meiner Person veranlassen mich dazu. Es ist der offensichtliche Vertrauensverlust in meiner Partei, der mich dazu bewegt", so Mölzer in seiner Stellungnahme. (Hier weiterlesen)
Nun, eben ein weiteres Opfer der links-gutmenschlichen Jagdgesellschaft, die jede abweichende Meinungsäußerung unterdrückt und am liebesten kriminalisieren möchte. Und Mölzers Worte in Ehren, aber daß er nicht dem Druck der linken Meinungsmacher nachgibt, ist irrelevant. Seine Partei tut es, das reicht! Die FPÖ — und besonders ihr Parteiobmann H.C. Strache — wird es noch bereuen, auf diese Weise eingeknickt zu sein. Denn wer einmal Schwäche gezeigt hat, wird von der Meute weitergehetzt, bis er sich unterwirft. Nur: wer bruacht eine FPÖ, die mit dem linken Mainstream brav mitschwimmt und sich nur ein paar Folklore-Accessoires als Traditionspflege behalten »darf«? Keiner.

So erhebt sich für die kommende EU-Wahl die Frage: wen soll man da eigentlich noch wählen? Daß die SPÖVP, die sich ebenso europaweit als rotschwarze bzw. schwarzrote Dauerkoalition in holder Zweisamkeit die EU-Kommissare im Proporz aufteilt, nicht in Frage kommt, braucht hier wohl nicht besonders begründet zu werden. Daß die einst EU-kritischen Ökomunisten inzwischen zum ekelerregendsten EU-Fanclub mutiert sind, weil sie im Windschatten der Eurokratie alle ihre verblasenen Gender-, Antifa-, Migrations-, Klimaziel- & Energiewende-Wichsereien durchzusetzen die Chance wittern, macht sie ebenso unwählbar. Mal davon abgesehen, daß ich eine Fraktion, die einen Ex-Kindergärtner, der sich von seinen Kindern in die Hose greifen ließ, ungestört weitermachen läßt, nicht so besonders sympathisch finde.

Was uns in Österreich (und in Deutschland ist das nicht anders, eher noch schlimmer! Wie sich die AfD positionieren wird, bleibt abzuwarten) fehlt, ist ein Nigel Farrage, der all die Politruks — von den EUdSSR-Kommissaren über den HeiFisch in der Hofburg bis hinunter zu den Lobbyisten, Kammer- und Gewerkschaftsapparatschiks — mit brillanter Rhetorik und unerschrockenem Auftreten das Fürchten lehrt. Da war Mölzer wenigstens vom Ansatz her auf dem richtigen Weg. Nichts gegen Herrn Harald Vilimsky, der nach Mölzers Rückzug von der bisher geteilten Spitzenkandidatur nun überbleibt — aber rhetorisch, intellektuell, charisma-mäßig ist er von überschaubarer Großartigkeit. Was immer die FPÖ in diesem EU-Wahlkampf als Ergebnis einfährt: mit Mölzers Abgang wird es wohl nur mehr ein zähneknirschendes Protestergebnis gegen den großkoalitionären Sumpf darstellen. Nur — mit Proteststimmen allein kann man auch nichts anfangen. Eine Lektion, die die FPÖ nur zu bald wird lernen dürfen ...

Da schafft man die Meinungsfreiheit besser gleich ab!

Nun hat sich also Heinz Fischer, offenbar nach längeren Erwägungen an einem stillen Örtchen der Hofburg, aus der Deckung gewagt, und gemessen befunden: »Jemand, der die Regelungsdichte der Europäischen Union in Beziehung mit der Regelungsdichte des NS-Terrorsystems setzt, jemand, der von einem ,Negerkonglomerat' spricht und David Alaba attackiert, ist im Europäischen Parlament fehl am Platz«. Nun abgesehen davon, daß die angebliche Attacke gegen David Alaba bislang ausschließlich von der SPÖ-Vorfeldorganisation »SOS-Mitmensch« behauptet, aber von Verlag der Wochenzeitschrift »Zur Zeit« prompt dementiert wurde — und überhaupt: was Schreckliches hat Mölzer denn gesagt, daß es ihn von der Ausübung demokratischer Rechte ausschlösse? »Die Presse« bringt hierzu folgende Zitate:
Mölzers Vergleich zwischen EU und Drittem Reich:
"Es ist wirklich so, dass die Europäische Union, so wie sie sich jetzt entwickelt, zu einer politisch korrekten Bürokratur wird, zu einer paternalistischen Diktatur, die den Menschen alles vorschreibt, die im Inneren eine Reglementierungsdynamik entwickelt, wo die alte Sowjetunion oder auch das Dritte Reich wahrscheinlich harmlos und liberal fast, möchte ich sagen, auch auf die Gefahr hin, dass ich jetzt missverstanden werde, waren. Weil es sicher nicht so viele Regeln und Vorschriften, Gebote und Verbote gegeben hat wie heute in der EU."
Mölzers Sager über kleine Sizilianer und ein "Negerkonglomerat":
"Es gibt das real existierende Brüssel. Und da ist es wirklich so, dass alle, von den Portugiesen bis zu den Esten, von den Schweden bis zu den Sizilianern, die nimmt man nicht so wahr, weil sie wirklich 1,60 zum Teil nur groß sind, alle über uns lachen, über die Deutschen und Österreicher. Wir sind die einzigen, die bei einem Termin einigermaßen pünktlich sind. Wir sind die einzigen, die um 9 schon arbeiten und nicht erst um 11.
Und es ist wirklich so: Es ist eine Frage auch des gestalterischen, des Arbeitsethos, was aus diesem Europa wird: Entweder sind wir ein Negerkonglomerat, totales Chaos, sage ich jetzt bewusst brutal politisch nicht korrekt. Wo das Chaos sich vermehrt, wo Massenzuwanderung, wo institutionelles Chaos, wo wirre Konzerninteressen (sind), Konzerninteressen sind ja auch irrational, sind ja auch wirr. Sie müssen sich vorstellen, was diese Masse dort, diese Bande an Lobbyisten anstellt. Das sind ja die meisten Vollidioten. Das sind ja nicht kühl kalkulierende Wirtschaftsstrategen. Und was diese Partie anstellt, was die aus Europa macht, das ist ja ein Chaos." (Quelle)
 Hm. Und dafür darf man nicht mehr gewählt werden? Weil, schluchz!, die kleinen Sizilianer sich offenbar nicht mehr auf die Straße trauen, da sie gewärtigen müssen, von pöhsen Kärntner Neonazis ob ihrer 1,60 gefoppt zu werden? Weil die Lobbyisten sich als »Vollidioten« brutal desavouiert sehen — wo sie doch nur unser Bestes wollen (nämlich das Geld aus EU-Fördertöpfen)?

Ich schlage vor: schaffen wir die Freiheit der Meinungsäußerung besser gleich ab. Das ist wenigstens ehrlicher! Dann wissen wir: für leise Kritik am großen SPÖ-Vorsitzenden gibt's fünf Jahre Häf'n, für Kritik an den EU-Politruks mindestens zehn, und wer »Neger« sagt, sitzt lebenslänglich. Oder wird auf der Flucht erschossen.

Nur sollte uns dann der Ex-Vorsitzende des Nordkoreanisch-Österreichischen Freundschaftsvereins nicht damit frozzeln, daß er noch irgendwo irgendwas von »Demokratie«, »Menschenwürde« und »Freiheit« schwafelt — wenn er nämlich beim Schlachtruf links-grüner Schlägerbanden »Zyklon B für FPÖ!« oder »Unseren Haß könnt ihr haben!« ganz diskret weghört, dafür aber bei einem in einer Diskussion gefallenen »Negerkonglomerat« auf Mädchenpensionat und arbiter elegantiarum tut. 

Das ist nämlich einfach nur mehr zum Kotzen!