Dienstag, 9. September 2014

»Hilfreicher Zwischenschritt«

... zitiert »Die Presse« den niederländischen Premierminister Rutte bezüglich des ersten MH17- Untersuchungsberichtes. Wie schön, nur sagt das noch nicht, wofür hilfreich und in welche Richtung der nächste Schritt gehen wird. Moment mal — ist das denn überhaupt nötig? In welche Richtung die NATO (und daher auch die Niederlande) im von Washington angeordneten Gleichschritt marschieren, ist doch ohnehin längst klar: gen Osten, in die Konfrontation mit dem entmenschten Diktator Putin ,,,

Und so ist es auch völlig piepegal, was bei dem Bericht herauskommt (aus dem bewußt verklausulierten Formulierungen ist eher zu schließen, daß das erste Ergebnis keinen Abschluß durch eine Boden-Luft-Rakete der Ostukrainer indiziert) — das Ergebnis der Propagandaschlacht darf nicht mehr hinterfragt werden: 
Der erste Untersuchungsbericht über den Absturz der Malaysia Airlines-Maschine in der Ostukraine bestätigt, was mehrere Medien schon seit Wochen mithilfe von Fotos bereits vermutet haben: Die Boeing ist von schnell fliegenden "Objekten" durchsiebt worden und in Folge "während des Fluges in mehrere Teile zerborsten". Das stützt die These, dass die Maschine abgeschossen wurde. Das gab die niederländische Flugsicherheitsbehörde am Dienstag in Den Haag bekannt. Hinweise auf technische Probleme oder auf ein Fehlverhalten der MH17-Besatzung gebe es nicht.
Und vermutlich auch nicht auf einen Meteoriteneinschlag. Daß es eine BUK-Boden-Luft-Rakete war, ist angesichts von deren — auch von einem sprichwörtlichen »Blinden mit dem Krückstock erkennbaren« — kilometerlangen Auspuff-Schweifes, den jede Satellitenaufnahme eindeutig beweisen könnte, auszuschließen, denn diesen klaren Beweis hätten die USA längst publiziert, wenn ... ja: wenn es ihn gäbe. Doch offenbar gibt es ihn nicht, und so versucht man sich mit Verzögerungstaktik so lange wie möglich dahinzuschwindeln, in der Hoffnung, daß die Leute irgendwann die Lüge so gut ins Hirn implementiert bekommen, daß sie einfach zu fragen vergessen, oder daß Rußland durch die zwischenzeitlichen Sanktionen so destabilisiert ist, daß Putin aus dem Weg geräumt werden kann, und sein dankbarer Nachfolger alles unter den Teppich kehrt. Nun, da könnten sich die East-Coast-Spin-Doctors ein bisserl in der russischen Mentalität (und Stabilität der dortigen Wirtschaft) geirrt haben ... 

Kommentare:

FDominicus hat gesagt…

Rein technisch denke ich wäre es auch für eine Boden-Luft Rakete gut, vor dem Aufprall in kleinere Teile zu zersplittern. Wirkt insgesamt lethaler, und darum geht es doch...

Le Penseur hat gesagt…

Cher FDominicus,

keine Frage, daß Boden-Luft-Raketen à la BUK vor dem Aufprall in kleine Teile zersplittern. Die Frage ist nur: warum veröffentlichten die USA nicht schon längst die lupenreinen Aufnahmen ihrer Spionagesatelliten von den Raketen-Kondensstreifenspuren, die es im Fall einer Boden-Luft-Rakete zweifellos geben müßte (und zwar in Länge von ca. 10 km, also auch für einen Satelliten, dessen Kameras angeblich Kfz-Kennzeichen entzifferbar photographieren können, erkennbar).

Da müßte es sogar ein gestochen scharfes Video bzw. eine tolle Photostrecke davon geben, aufgrund der man dann zweifellos nachweisen kann, daß die MH17 von Stanpunkt mit den Koordinaten xy aus abgeschossen wurde. Was den Täterkreis ja einigermaßen eindeutig identifizieren könnte.

Aus dem völligen Schweigen darüber kann man nur zwei Schlüsse ziehen:

1. Die Spionagesatelliten sind absoluter Schrott und funktionieren in Wahrheit nicht. Das erscheint mir aber angesichts der Tatsache, daß ein nebbiches Privatunternehmen wie Google ziemlich gestochen scharfe Bilder von rund um den Erdball zusammenbringt, eher unwahrscheinlich.

Oder eben

2. die Bilder gibt es, und sie zeigen auch woher der Abschuß der MH17 kam — nur leider, leider (aus Sicht der USA) waren es die "Falschen", die geschossen haben (egal jetzt ob mit Boden-Luft- oder Luft-Luft-Raketen)! Und bei den "Falschen" ist die Auswahl halt nicht sehr groß. Es können entweder verdeckt operierende NATO-Unterstützungstruppen gewesen sein (m.E. eher unwahrscheinlich), oder aber eigene Truppen des Kiewer Regimes. Denn daß iranische, syrische oder nordkoreanische Luftverbände sich zufällig so weit verirrten, daß sie einen malaysischen Flieger über der Ostukraine abknallen, ist doch nicht anzunehmen, und wurde (bisher wenigstens) nicht mal von Kerry, Mutti & Co. im Delirium ihres Weltherrschafts-Größenrausches verkündet.

Aber vielleicht kommt das auch noch ...