Mittwoch, 7. Februar 2024

Eindrücke eines Exilwieners von seiner Heimatstadt (Teil II)

 von Helmut


Soziale Eindrücke und Gespräche mit Wienern:

Tagsüber ist genügend Leben auf den Straßen, auch auf den traditionellen Lebensmittelmärkten, aber wenn es einmal auf 21 Uhr zugeht, dann bekommt man das Gefühl, dass man eigentlich die Gehsteige hochklappen könnte. O.k., es war z.B. an einem Mittwoch, also unter der Woche, als ich diese Beobachtung machte. Es war die Gegend um die Landstraßer Hauptstraße, Rochusgasse, etc. In einem Lokal in der Nähe vom bereits geschlossenen Markt sah man durchs Fenster ein paar Leute sitzen, die sich in ruhiger Form unterhielten, aber irgendein Lokal mit Musik, oder einen Musikklub im Keller mit Livemusik, - tote Hose. Gerade in der Rochuskirche saßen auch zu später Stunde ein paar Leute drinnen, ansonsten bekam man den Eindruck einer aussterbenden Stadt.

Möglicherweise gibt‘s da noch Angebote im Zentrum des 1. Bezirkes, Herrengasse usw., aber ich habe ein Lokal, das von ca. 10 Lokalen im Internet in dieser Richtung angepriesen wurde, aufgesucht, um festzustellen, dass dort auch nur eine Handvoll Leute drinsitzen und man mir unter Bedauern mitgeteilt hat, dass diese angepriesene Musikunterhaltung nur an den Wochenenden stattfindet.

Das war in meiner Jugendzeit anders, - wie so vieles andere auch. Da gingen wir auch unter der Woche in die Disko oder sonst wohin, wo Musik war. Ob das mit der Jahreszeit zusammenhängt oder damit, dass die Bewohner der Stadt überaltert sind, und die jüngeren Leute im täglichen Hamsterrad drinstecken und für nichts mehr Zeit (oder auch Geld) haben, - ich weiß es nicht. Wenn ich mir den Ballkalender für Januar und Februar 2024 ansehe, dann fällt auf, dass die meisten Bälle nur mehr am Wochenende stattfinden, nur sehr selten mal ein Ball an einem Donnerstag oder an einem Dienstag.

In meiner Sturm- und Drangzeit fanden in der Ballsaison in Wien täglich (auch unter der Woche) mehrere Bälle statt, - es war für uns immer eine körperliche Meisterleistung, um 20 Uhr den ersten Ball zu besuchen (da bezahlte man den Eintritt), dann um 23 Uhr zum zweiten Ball zu wechseln (ab 23 Uhr wurde kein Eintritt mehr verlangt), und um 2 Uhr früh ging‘s zum dritten Ball. Die Schwierigkeit bestand für uns Jungvolk hauptsächlich darin, am darauffolgenden Morgen bei der Arbeit die verlangte Leistung abzuliefern und dabei die Augen offen zu halten. Aber wir haben‘s immer hingekriegt.

Am Abend war ich am Gürtel in einem Lokal, in dem man zentimeterweise seine Bestellung aufgeben konnte (der Wiener weiß, welches Lokal ich meine). Preise o.k., auch die Qualität der Speisen, und auch das Ambiente war ansprechend, Bedienung höflich und kompetent. Gemäß meinem Naturell gehe ich immer auf die jungen Leute zu, - da saß eine Gruppe am Tisch, - Burschen und Mädchen. Ich suchte das Gespräch, um herauszufinden, wie sie sich fühlen, wie sie die Stadt sehen und auch ihre Zukunft.

Was mich gefreut hat, das war vor allem die Offenheit, die Bereitschaft, mitzudenken und auch die Freundlichkeit im Gespräch. Irgendwie kam ich auf die Frage, ob sie denn keine Eltern oder Großeltern haben, die ihnen von früher erzählt haben, wie das Leben in den 60er und 70er Jahren hier war und welche Zukunftsvisionen sowie Einkommensverhältnisse damals existierten.

Und genau an diesem Punkt erkannte ich das prinzipielle Manko. Nicht nur, dass das Geschichtswissen bei den jungen Leuten eindeutig im Argen liegt, sondern auch die Neugier, wie es denn früher einmal war, bei der älteren Generation abzufragen, - das wird nicht praktiziert. Ich dagegen habe mit 16 Jahren bereits begonnen, die verschiedensten Personen (bekannte und auch mir weniger bekannte) danach auszufragen, wie das denn in der Zwischenkriegszeit und im 2. WK war.

Die Palette meiner Gesprächspartner ging vom KZ-Insassen bis zum SS-Mann, und ich profitierte von den Erzählungen der Erlebnisgeneration. Sehr beeindruckt hat mich damals das Gespräch mit dem damaligen Leiter der Arisierungsbehörde in Wien, und wie er mir von den moralischen Diskrepanzen erzählt hat, wenn er einen hochverdienten und kriegserfahrenen Offizier des 1. WK aus der deutschen Wehrmacht aussondern sollte, weil da irgendeine jüdische Oma im Stammbaum drin war. Oftmals ging er das Risiko ein, derlei Dinge zu umgehen, weil er personelle Nachteile für die Wehrmacht dadurch befürchtete.

Nun, die Generation der Kriegszeit lebt zum überwiegenden Teil nicht mehr, aber die goldenen 70er Jahre, das sollten doch eigentlich die jungen Leute wissen, wie es damals war. Vor allem sollten sie wissen, was ihnen die Politiker im Laufe der Jahrzehnte im Vergleich zu heute weggenommen haben. Hier und heute den Eltern und Großeltern die Frage zu stellen, warum man denn das zugelassen hat, warum man geschwiegen hat, so wie meine Generation damals den Älteren über die Hitlerzeit diese Frage gestellt hat, - das wäre doch angebracht.

Aber vielleicht schweigen die Älteren aus Scham, und es ist für die Jüngeren auch besser, den Vergleich nicht zu sehen. Denn ansonsten bestünde die Gefahr, dass da einige Radikaldenkende sich eine Kalaschnikow besorgen und die „biologische Ablösung“ bei den Regierungsmitgliedern bewirken.

Im Gespräch mit diesen jungen Leuten verfestigte sich bei mir der Eindruck und der Vergleich mit einem Kettenhund. Nehmen wir das Beispiel von einem jungen Hund, der mit ca. 8 Wochen vom Muttertier weggenommen und vor seiner Hütte an die Kette gelegt wurde. Er wird seinen Herrn immer anhimmeln und freudig wedeln, wenn er sein Fressen bekommt, sein Leben lang. Denn er kennt nichts anderes; er weiß nicht, was Freiheit ist. Er denkt, das ist alles „normal“.

Ich habe mich dann auch an einen Tisch gesetzt, an dem sich ältere Leute unterhalten haben, und habe in Erfahrung gebracht, dass der überwiegende Teil der jungen Leute versucht, das Beste draus zu machen und sich in einer Art Nihilismus mit dem abzufinden, was ihnen heute serviert wird. Die wenigen Idealisten, die es noch gibt, organisieren fast jede Woche irgendeine Demo, an der zahlenmäßig verschwindend geringe Teilnehmer mitmachen. Aber die Themen dieser Demos sind oftmals haarsträubend. Die Älteren dagegen haben schon lange das Handtuch geworfen und wollen eigentlich nur mehr ihre Pension verleben, solange es noch geht.

 
Schlussbetrachtung:

Ja, es tut weh, wenn man durch die Straßen geht, die einem von früher her vertraut sind und man stellt fest, dass sich hier sehr vieles verändert hat. Es tut weh, wenn man sich als Fremder in seiner Heimatstadt fühlt. Obwohl es vom „Ratio“ her nur logisch ist, dass sich ein Stadtbild ständig verändert. Aber es hat sich zu viel verändert. Nur Weniges zum Besseren, vieles ist dabei auf der Strecke geblieben.

Nun, ich bin wieder zurück nach Siebenbürgen gefahren, mit Wehmut im Herzen, aber auch mit der Erkenntnis, dass ich in dieser Stadt, in der ich einmal geboren wurde, heute nicht mehr leben könnte. Mich in einem Alter, in dem ich vielleicht nicht mehr flexibel bin, dort in eine Gemeindebauwohnung hineinzupferchen, das würde für mich in spätestens zwei Jahren das Ende bedeuten. Aus diesem Grunde bin ich froh, dass ich den Weg eingeschlagen habe, den meine Frau und ich vor mehr als 25 Jahren gemeinsam beschlossen haben. 
 

Dienstag, 6. Februar 2024

Wirklich tröstlich ...

 
 

 

Zu Österreichs Neutralität

Gastkommentar
von Eugen A. Tagpfau
 
 
Fassungslosigkeit.

Wenn ich unserem Bundespräsidenten und den meisten Politikern dieses Landes zuhöre, befällt mich eine ungeheuerliche Fassungslosigkeit. Diese wunderbare Österreichische Neutralität, die natürlich gerade jetzt im nahen Konflikt in der Ukraine angewendet und als Staatsräson gelebt werden müsste, wird gerade jetzt infrage gestellt und mit Salamitaktik sukzessive ausgehöhlt. Ein politisches Ver...sagen.


Warum Neutralität?

Historisch:
Wie ging es der Schweiz 1914 bis 1918 und wie erging es Österreich?
Wie ging es der Schweiz 1938 bis 1945 und wie erging es Österreich?
Gut, vor 1914 waren die Schweiz und Österreich nicht vergeichbar, aber heute sind sie es.

Ethisch:
Eine Welt voller Neutraler Staaten ist als eine friedliche und lebenswerte Vorstellbar.

Geopolitisch:
Wenn du dich zwischen Tschechien und Slowenien, Lichtenstein und Ungarn befindest und du gehst eine militärische Beistandspflicht mit den USA und der Türkei ein dann hast du einen an der Waffel.

Finanziell:
Österreich gibt für sein Militär sehr wenig Geld aus (und dieses somit für anderes). Bei einem NATO-Beitritt wird man sicher die Verpflichtung eingehen müssen, in Militär und Rüstung zu investieren.

Und hier sind wir an einem interessanten Punkt. Haben diese Rüstungsausgaben etwas mit der großen NATO-Affinität der österreichischen Politik zu tun?

Fassungslosigkeit.
 

Eindrücke eines Exilwieners von seiner Heimatstadt (Teil I)

von Helmut
 
 

Ums gleich vorweg zu nehmen und aufzugliedern: 20 Jahre Wien, über 30 Jahre Deutschland und nun seit mehr als 20 Jahren Siebenbürgen. Nun hat sich‘s ergeben, dass meine Frau sich einer speziellen Operation unterziehen musste, für die ich nach unzähligen Telefonaten eine Realisierung im AKH-Wien erreichen konnte, weil‘s da einen Facharzt gab, der sich auskannte. In Siebenbürgen resp. Rumänien keine Chance, die meisten der guten Ärzte sind alle dorthin ausgewandert, wo es mehr Kohle gibt.

Nun hatte ich etwas Zeit, als meine Frau auf Station lag, mir nicht nur die Gepflogenheiten eines Spitals in Wien zu vergegenwärtigen, sondern auch in meiner alten Heimat herumzuwandern und die Eindrücke aufzunehmen.

Es begann damit, dass ich mir von Rumänien aus (per Internet) ein Mietauto reserviert habe und meinte, nun für meine Pläne flexibler zu sein. Einer der Billiganbieter in der Nähe des Hauptbahnhofs (3 Tage für einen Kleinwagen mit 55 €) erschien mir günstig, und ich nahm in Kauf, dass es sich um eine ungarische Firma handelte und man dort nur englisch sprach.

Als man mir aber für die Kaution 900 € abnehmen wollte, was in den Angeboten und in der Auftragsbestätigung nirgends vorher ersichtlich war, da habe ich gestreikt. Man sagte mir, dass es auch mit 300 € geht, aber da müsste ich zusätzlich eine spezielle Versicherung abschließen, die sich auf 28 € täglich belaufen würde. D.h. ich müsste unterm Strich mehr für die Versicherung als für die Anmietung des Fahrzeugs bezahlen. Daraufhin habe ich diesen Leuten empfohlen, sich ihr Auto dort hineinzuschieben, wo es weh tut und bin gegangen.

Ums klar zu sagen: Gemäß meiner Angewohnheit drucke ich alles aus, wenn ich mit irgendeiner Firma etwas verhandle, und nehme mir diese Unterlagen mit. Sowohl das Internetangebot, Anfrage, Auftragsbestätigung, etc. Es war immer nur von genannten 300 € die Rede als Kaution, was ich auch akzeptiert hätte, aber die 900 € waren dabei nirgends zu sehen, und ich habe das auch andere Leute zur Kontrolle lesen lassen.

Wie sich aber später herausgestellt hat, war das ein Glücksfall für mich. Ich wusste nicht, dass ganz Wien eine einzige Kurzparkzone ist. Als ich dann im 1. Bezirk in einem italienischen Kaffeehaus gesessen bin und mit jemanden ins Gespräch kam, der sich auskannte, da hat man mir vorgerechnet, dass ich weitaus mehr für die Parkgebühren bezahlt hätte, als die Kosten für das Mietfahrzeug einschließlich Sprit gewesen wären.

Ich habe mich dann an der U-Bahn orientiert, in diesen drei Tagen insgesamt 15 € an Fahrtkosten für 10 Fahrten bezahlt, mit kreuz und quer durch Wien zwecks Erledigungen zu fahren, und dazu noch den Vorteil wahrgenommen, dass ich mich „per pedes“ am Straßenbild orientieren konnte und keine Zeit für Parkplatzsuche aufwenden musste. Nun will ich meine Beobachtungen etwas gliedern, damit nicht alles durcheinandergeht:

Beginnen wir mit dem AKH, dem Allgemeinen Krankenhaus.

Die Größenordnung dieses AHKs ist schon beeindruckend, wie eine kleine Stadt in einer großen Stadt. Die Entfernungen, die man dabei zurücklegen muss, um zum gewünschten Punkt zu kommen, sind ebenfalls enorm. Gut finde ich, dass man von der U-Bahn aus auch bei Regen einen überdachten Zugang zum Spital hat, und dazu gibt’s bereits im Eingangsbereich des AKHs viele Rollstühle, wenn jemand schlecht zu Fuß ist. Es ist alles übersichtlich gegliedert, ich konnte mich in diesem Wirrwarr zurechtfinden. Im Zweifelsfall bekommt man bereits am Eingang von den Pförtnern die richtigen Hinweise.

Die Behandlung, beginnend mit den Voruntersuchungen und die Operation selbst, waren umfangreich und man bekam das Gefühl, in den Händen von kompetenten Leuten zu sein. Natürlich kann es darüber auch andere Meinungen geben, - das hängt alles mit persönlichen Erlebnissen zusammen. Da meine Frau aber sehr ängstlich dem gegenüber war, was sie erwartet, insbesondere der Vollnarkose, bemühte man sich sehr um sie, man stellte sie nicht mit dem Bett in ein Eck, sondern gab ihr das Gefühl, dass sie andauernd von netten Leuten umsorgt wurde. Mit einem Trick hatte man sie dann „schlafen gelegt“, sie bekam von der verabreichten Narkose gar nichts mit. In den Aufwachraum hat man mich mit einem übergezogenen Schutzmantel dann auch zu ihr gelassen.

Ein eher seltsames Erlebnis hatte ich in einem der Imbisslokale auf der untersten Etage. Ich trank meinen Melange, und an dem Tisch neben mir saßen zwei Ärzte, die sich unterhielten. In einer Gesprächspause fragte ich die beiden Männer, ob ich von ihnen einen Rat bekommen könnte. Es ging eigentlich um eine Nierenspende, und da war ich bezüglich der Voruntersuchungen hinsichtlich des Spenders unsicher, ob das in der Transplantationsabteilung durchgeführt wird oder besser vorher beim Nephrologen.

Einer der beiden gab mir dann eine Antwort, die mich verwunderte. Er meinte, für derlei Abläufe gäbe es einen „Fahrplan“, den ich in der Verwaltung abfragen könne. Er stellte es gewissermaßen als eine Zumutung hin, wenn ich nur deshalb, weil die beiden einen weißen Mantel anhätten, sie in ihrer Pause mit Fragen belästigen würde. Mehr bekam ich nicht als Antwort. Fazit: Manche „Götter in Weiß“ sitzen schon auf einem ziemlich hohen Ross.
 

Weiter mit den Eindrücken vom Stadtbild:

Meine Eindrücke von der Stadt betreffen den inneren Bereich, vom 1. Bezirk bis zum 18. Bezirk, meist aber nur bis zum Gürtel, - die Bereiche außerhalb des Gürtels zu den Vororten waren für mich nicht relevant. Gerade noch Erdberg und die Zone um den Hauptbahnhof waren in meinem Fokusbereich.

Nun sind die aneinandergereihten 4- und 5-stöckigen Häuser für mich nichts Neues, das kannte ich schon als Kind. Solange ich in einer Straße herumging, die so 15 – 20 m breit ist, also auch mit breiten Gehsteigen, war das ja auch o.k. Aber es gibt gerade in der Innenstadt genügend Straßen, die relativ schmal und deshalb auch Einbahnen sind. Dort sind die Gehsteige auch nicht breiter als 1,50 m. Dadurch rücken die Häuser näher zusammen, und ich bemerkte bei mir ein seltsames Gefühl der Bedrohung, das ich früher nicht kannte.

Vermutlich liegt das an den Freiräumen in dem Land, in dem ich lebe; und auch das Zentrum der Stadt, die mir zur neuen Heimat geworden ist, hat nur am Rande von Freiflächen, z.B. vor Parks, Häuser mit drei oder vier Stockwerken. Die anderen Straßen verfügen hauptsächlich über die alte Bauweise mit ebenerdigen oder eingeschossigen Häusern, - und dort, wo es dreigeschossige Häuser gibt, ist die Fahrbahn von dem breiten Gehweg mindestens durch einen Grünstreifen getrennt, auf dem sich höher wachsende Bäume befinden, wodurch der massive Eindruck der Gebäude verwischt wird. Dort ein höheres Gebäude zu errichten, dazu noch in einer modernen Bauweise, ist absolut unmöglich, - die Beschränkungen der historischen Erhaltung würden das niemals zulassen.
 

Fußnoten zum Dienstag

von Fragolin

 

Der Inlandsgeheimdienst, der eigentlich die Staatsbürger vor verfassungsfeindlichen Elementen im Inneren beschützen soll, hat offensichtlich in parteipolitischem Interesse und damit selbst verfassungsfeindlich und illegal mutmaßlich ein privates Treffen abgehört und, da dort kein Material für eine (bestellte?) Hasskampagne gegen die Opposition gefunden werden konnte, diese dann an ein Propagandaorgan des verfassungsfeindlichen linksradikalen Randes durchgestochen, damit die "was draus machen" können.

An was nur erinnert mich das? Ach ja...

"...systematische Diskreditierung des öffentlichen Rufes, des Ansehens und des Prestiges auf der Grundlage miteinander verbundener wahrer, überprüfbarer und diskreditierender sowie unwahrer, glaubhafter, nicht widerlegbarer und damit ebenfalls diskreditierender Angaben"

Aus der Richtlinie Nr. 1/76 der Stasi, Seite 47, Punkt 2.6.2. "Formen, Mittel und Methoden der Zersetzung". Wer hätte das gedacht, dass Bärbel Bohley so sehr recht behalten würde.

 


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Am Wochenende waren wieder tausende Landwirte bei Protesten, belagerten den NDR in Hannover, blockierten Zentrallager großer Handelsketten und zogen in langen Traktorkolonnen durch das Land. Darüber hört und sieht man nichts. Man ahnt, welchen Zweck die Correctiv-Desinformationskampagne rund um das Wannsee-Märchen und die folgenden Regierungsaufmärsche hatten und haben.

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Eine kurze, knackige und absolut schlüssige Analyse:

 


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Was verstehen Linke unter „Vielfalt“ und „Bereicherung“? Wenn zehn deutsche Läden, die hunderte verschiedene Arten Brot, Gebäck und Fleischwaren anboten dicht machen, und dafür zehn türkische Dönerläden aufmachen, die genau ein Gericht mit genau zwei Geschmacksrichtungen in genau einem Brotfladen anbieten. Und zwar alle das Gleiche.

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Dumpfnationalistische Spießigkeit:



Weltoffenbunte Toleranzbereicherung:

 


Montag, 5. Februar 2024

Antifaschistischer Zirkus

von Sandokan


„Die bewusste und intelligente Manipulation der Gewohnheiten und Meinungen der Massen 
ist ein wichtiges Element in der demokratischen Gesellschaft.“
— Edward Bernays, (aus Propaganda, 1928)



Die Propaganda ist der ausführende Arm der unsichtbaren Regierung.“
— Edward Bernays, (aus Propaganda, 1928)


Der deutsche Arbeitsmarkt scheint total aus den Fugen geraten zu sein

Gastkommentar
von Plancius 


Vorige Woche Bekannte in einem privat geführten Gartenmarkt mit Floristik besucht. Die Bekannte, Floristin von Beruf, ist vergangenes Jahr nach 45 ununterbrochenen Berufsjahren in Rente gegangen. Als Floristin hat sie immer wenig verdient und bekommt nur eine geringe Rente. Sie arbeitet daher noch immer montags bis sonntags im Gartenmarkt. Zwar keine 40 Stunden mehr, aber immerhin noch 30 Stunden.

Ihr Chef hat sie gebeten, weiter zu arbeiten. Es gibt schon seit ein paar Jahren keinen Nachwuchs mehr. Deshalb kann er viele Aufträge gar nicht mehr annehmen. Immerhin haben wir hier eine hohe Schlösser- und Herrenhausdichte, wo viele Hochzeiten und sonstige Feierlichkeiten stattfinden. Die Kunden gehen leer aus und können sich häufig noch nicht mal einen Blumenstrauß per Fleurop schicken lassen. Denn der wird ja auch von einem Vertragsfloristen vor Ort gefertigt.

Letzten Sommer Kanutour auf der Mecklenburgischen Seenplatte. Kanuverleiher klagt darüber, dass er kein Saisonpersonal für Ausgabe und Reinigen der Boote findet. Früher habe das auch schon mal Studenten und Schüler gemacht. Die scheinen aber jetzt genügend Geld von den Eltern zu bekommen. Sie fragen keine Ferienjobs mehr nach. Potentielle ortsansässige Helfer verlangen 25 Euro/Stunde, was absolut illusorisch ist. So kann nur noch er als Verleiher oder ein Familienmitglied die Boote ausgeben. Die nur notdürftig gereinigten Boote machen keinen guten Eindruck.

Ortsansässige Baufirma hat nur noch Babyboomer an Bord. In ein paar Jahren kann der Laden aus Mangel an Bauarbeitern zugemacht werden.

Der öffentliche Dienst saugt wie ein Staubsauger die Nettosteuerzahler aus der freien Wirtschaft ab. Nach Corona hat man überall die öffentlichen Stellen wegen des seitdem angestiegenen Krankenstandes um 11% angehoben. Das betrifft auch die kommunalen Betriebe, z.B. für Wasser und Abwasser. Die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst erhalten ca. 500 bis 800 Euro netto mehr als in ihren alten Jobs in der freien Wirtschaft.

Ehemals ehrenamtliche und Hobby-Ornithologen usw. sind in den letzten Jahren durch gut bezahlte haupt-amtliche Nationalparkranger ersetzt worden.

In der 10. Schulklasse des Enkels an der örtlichen Regionalschule erlernt so gut wie niemand einen produktiven Beruf. Fast ausnahmslos alle möchten in den öffentlichen Dienst und in sichere und möglichst bequeme Bürojobs. Gefragt sind Tätigkeiten in der Gemeindeverwaltung, auf Arbeitsamt, Finanzamt, Gericht, in kommunalen Betrieben, in Wohnungs- und Immobiliengesellschaften. Krankenschwester, Friseuse, Kfz-Schlosser, Elektriker, … - absolute Fehlanzeige. Das will keiner mehr machen.

Der einzig begehrte Beruf, wo man sich ggfs. schmutzig macht, ist erstaunlicherweise der des Schorn-steinfegers, und das sogar bei den Mädchen. Wird natürlich auch von den Eltern promoted, weil man selbstständig viel Geld mit einer staatlich abgesicherten Lizenz zum Gelddrucken verdienen kann.

Der Weggang der Babyboomer aus den produktiven Berufen hinterlässt mehr und mehr eklatante Lücken in den Betrieben. Daher auch der massive Qualitätsverlust allerorten. Die Leute müssen immer mehr Arbeitspensum in der gleichen Zeit erledigen.

Der Prozess der Entleerung des Arbeitsmarktes wird etwas abgebremst, weil sich der Trend zum Arbeiten trotz Rente in den nächsten Jahren stark verstärken wird. Die Renten abseits der Beschäftigten, die keine betriebliche Altersversorgung erhalten, sind trotz lebenslangen Arbeitens nicht mehr auskömmlich.

Trotz dieser Lücken auf dem Arbeitsmarkt richten sich immer mehr Leute, u.a. der Großteil der Immigranten und Flüchtlinge, im Sozialsystem ein. Das Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens in Form des Bürgergeldes kann man schon jetzt als gescheitert ansehen.

Früher hieß es, unser Land kann nicht davon leben, indem wir uns gegenseitig die Haare schneiden. Aber dafür gibt’s ja auch bald schon keine Friseure mehr. (Ja ich weiß, die Barber stopfen aktuell schon diese Lücke.)

In Zukunft wird es wohl heißen, wir können unsere Wirtschaft nicht darauf aufbauen, indem wir gut bezahlt die Vögel beobachten.

 

Alles nur Theater?

Remigration: Geheimplan  Unwort des Jahres – Grundlage für ein AfD-Verbot? 
von Grantscherben


Eine Talkrunde dazu von AUF1:


Anmerkung: Ich habe mir diese Sendung angesehen. Dabei wurde auch kurz der Fall "Ibiza" angesprochen. Ein Name der ebenfalls erwähnt wurde, weckte mein Interesse:

Jean Peters

Jean Peters arbeitete als Autor für Jan Böhmermans ZDF Magazin Royale und veröffentlicht beim Fischer Verlag – seit 2022 arbeitet er bei Correctiv als Investigativer. Seine Themen waren unter anderem der geheimdienstlich-industrielle Komplex und die deutsche Waffenindustrie, er veröffentlichte geheime Dokumente deutscher Kaisersnachfahren, war investigativ bei der Ibiza Affäre der ehemaligen österreichischen Regierung beteiligt, recherchierte initial zur Bild Zeitung-MeToo-Affäre rund um Julian Reichelt und war Undercover bei der Klima-Lobby-Industrie. Also im Prinzip ein bisschen alles, was mit sozial-ökologischer Gerechtigkeit zu tun hat. (https://correctiv.org/team/jean-peters/)

Jean Peters (weitere Pseudonyme: Paul von Ribbeck, Gil Schneider, Sven Ansvar, Jessica Gräber, Conny Runner uvm.) ist ein deutscher Journalist, Autor und Aktionskünstler. Er wurde vor allem als Gründungsmitglied des Peng Kollektivs, mit dem er 2018 den Aachener Friedenspreis gewann, und durch seine Recherchen bei Correctiv bekannt. 2022 wurde er für die MeToo-Recherche zu Frauen von deutschen Fußballspielern als Reporter des Jahres prämiert. Aktuell gehört er zu dem Recherche- und Redaktionsteam bei Correctiv zu dem Treffen von Rechtsextremisten in Potsdam 2023 (https://de.wikipedia.org/wiki/Jean_Peters_(Aktionsk%C3%BCnstler))

Peng:

Peng! e.V. (auch: Peng! Kollektiv) ist eine Gruppe von Künstlern, Aktivisten, Handwerkern und Wissenschaftlern in Berlin. Das Kollektiv entwickelt subversive Aktionskunst mit dem Ziel, die Zivilgesellschaft zu mutigeren Kampagnen zu bewegen. Peng infiltrierte mit falschen Identitäten mehrmals Veranstaltungen als Akt zivilen Ungehorsams.

Am Sonntag hatten Mitglieder der Aktivistengruppe das Treffen der AfD-Programmkommission in Kassel gestürmt. Einer von ihnen, der Gründer des Peng-Kollektivs, Jean Peters, kam als Clown verkleidet – und warf der Europaparlamentarierin Beatrix von Storch eine Sahnetorte ins Gesicht.

2018 wurde Peng! mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet. 2018 war er Mitbegründer der NGO Seebrücke und war 2019 für das Recherchezentrum Correctiv undercover in der Klimaleugnerszene. (https://www.fischerverlage.de/autor/jean-peters-1015433) + (https://de.wikipedia.org/wiki/Peng!) Peters ist ein gut vernetzter, linksextremer politischer Aktivist, der über sich selbst schreibt:
„... Ich verbinde Kunst, Aktivismus und Journalismus. Mein Fokus liegt auf medialen Strategien zur Stärkung sozialer und ökologischer Gerechtigkeit. Ich arbeite als Aktionskünstler und investigativer Journalist, bin Autor für Zeitungs- und Fernsehformate und man kann mich als Redner bei Konferenzen oder Seminarleiter an Universitäten finden.“


Einige Zitate aus EU-Infothek
(der gesamte Text hier)

„... Peters entwickelt und erfindet "Geschichten“, mit denen er „in das politische und ökonomische Geschehen interveniert“. Besonders wichtig sei für ihn, mit der „passenden Medienstrategie Aufmerksamkeit zu erregen, den gesellschaftlichen Diskurs anregen und so zum Wandel beitragen.“ Peters berichtet über seine zum Teil subversiven, illegalen bzw. als illegal vermarkteten Aktivitäten: „Wir riefen zum Diebstahl in Supermärkten und innereuropäischer Fluchthilfe auf – zu Straftaten, die zu sozialer Gerechtigkeit beitragen sollten. Unterm Strich: Wir entwickelten Kampagnentechniken mit den Instrumenten zivilen Ungehorsams und der Subversion und integrierten Kunst, Hacking und Aktivismus.“

„... 2018, als Peters in Österreich gegen die FPÖ agitiert, war auch jenes Jahr, in dem Hessenthaler versucht, nachdem er und der Wiener Anwalt Dr. Ramin Mirfakhrai mit dem Verkauf des Ibiza-Videos um mehrere Millionen Euro an eine politische Partei oder andere finanziell potente Gruppen gescheitert waren, zum eigenen Vorteil an Medien oder linksaktivistische Gruppen wie Peng oder Correctiv loszuschlagen.“

„...2018 vermittelte Peters ein Treffen zwischen Hessenthaler und den ZDF-Comedian Jan Böhmermann. Peters zu Media. de : „Es ist richtig, dass ich ein Treffen zwischen Herrn Böhmermann und Herrn Hessenthaler damals organisiert habe.“

„... Jean Peters ist eine zentrale Figur im linksextremen Polit-Aktivismus, er arbeitet für Böhmermann, schreibt seit 2022 für „Correctiv“ und hat beste Kontakte zu Mainstreammedien wie der „Süddeutschen Zeitung“ oder dem "Spiegel“.“

Als Hessenthaler nach seiner Enttarnung als Ibiza-Videomacher durch die EU-Infothek untertauchen muss, findet er Unterschlupf in diesem Milieu, im Umfeld von Jean Peters. Er wird 2020 in der Nähe einer Wohngemeinschaft in Berlin, in der auch Aktivisten der linksextremen Seenotretter von „Sea-watch“ leben, verhaftet. Die „Kronen Zeitung“ schrieb damals: Hessenthaler habe sich „... im Dunstkreis eines der bekanntesten deutschen Aktivisten der Seenotretter von Sea-Watch versteckt.“

„... Voges und Peters sind alte Bekannte. Der Theaterdirektor, der 2015 Intendant des Schauspiel Dortmunds war, hat Peters, der sich zu dieser Zeit Paul von Ribbeck nannte, eine Bühne geboten.“

„... Neben Peng durfte auch das „Zentrum für politische Schönheit“ auftreten. Diese linksextreme Szene von Künstlern und Polit-Aktivisten ist eng vernetzt, man kennt und hilft einander, mittendrin Peters und Ibiza-Shootingstar Hessenthaler.“ (https://www.wa.de/kultur/populismus-macht-dortmund-peng-collective-arbeit-aufgenommen-5819427.html)

Das CORRECTIV-Team hinter der Recherche - Geheimplan Potsdam

Text und Recherche: Marcus Bensmann, Justus von Daniels, Anette Dowideit, Jean Peters, Gabriela Keller

https://correctiv.org/aktuelles/neue-rechte/2024/01/10/geheimplan-remigration-vertreibung-afd-rechtsextreme-november-treffen/

Wir danken für die Inszenierung - Applaus und Vorhang runter!

Fußnoten zum Montag

von Fragolin 


Im Landkreis Marburg wurden am Büro der AfD die Fenster eingeworfen und die Eingangstür demoliert. Jetzt vergehen zwischen dem Formulieren der Vermutung, dass sowas bald passieren würde, und dem Auftreten selbst nur noch Tage. Es eskaliert immer schneller.

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Der Direktor einer katholischen Mädchenschule in Regensburg empfiehlt den Eltern, darauf zu achten, dass die Mädchen nur in Gruppen auf dem Schulweg sind, da dieser durch einen Kriminalitäts-Hotspot mit hohem Bereicherungsgrad führt. Mich würde interessieren, wie lange der Mann noch bis zur Pensionierung hat, dass er sich traut, ein solches Kündigungsschreiben zu verfassen.

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Jetzt soll flächendeckend das System „Bezahlkarte“ für Asylanten eingeführt werden, nachdem der erste Praxistest (erwartungsgemäß) ergeben hat, dass ein erklecklicher Teil der damit Beglückten die freiwillige Remigration oder das Weiterziehen in lukrativere Gefilde vorzieht. Und schon freuen sich alle, endlich eine tolle Lösung gefunden zu haben – dabei ist es keine. Unterkunft und Verpflegung frei, ein paar Euro Taschengeld und fertig. Warum ich gegen „Bezahlkarten“ bin? Weil ich Gedanken gerne zu Ende denke. Denn was dem Asyli recht ist, kann auch dem Einheimischen recht sein, und so weitet sich das schnell mal über Sozialsystem und Rentenzahlung bis schlussendlich auf alle aus, und schon haben wir das digitale Zentralbankgeld, mit räumlicheer Begrenzung und Ablaufdatum und durch Social Credit Score höhenbegrenzt. Bargeld muss man nicht verbieten, es wird einfach keines mehr angenommen. Und während alle noch sagen: „Herrje, macht ja nix, kann ich ja immer noch mit einkaufen gehen, und die Begrenzung auf Fleischwaren für zweihundert Euro im Monat ist ja wirklich üppig genug!“ werden in den Märkten bereits die neuen Schilder mit dem jetzt fünffachen Preis für Fleischwaren ausgehängt. Man sollte sich vor dem Gehen des ersten Schrittes gut überlegen, wohin der Weg führen kann. Und wenn Leute wie Södolf das begeistert durchsetzen wollen, dann gehen bei mir eh alle Alarmanlagen los.

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Gestern Abend gab es in Wien eine folkloristische Bereicherungsparty in der Millenium City. Zwei tschetschenische Jugendbanden lieferten sich eine „Rauferei“ mit Messern und Schusswaffen. Ob Einheimische gefährdet waren, wurde nicht berichtet, aber diese Gegend wird eh immer mehr von den Altwienern gemieden.

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Apropos Einheimische. Um solche soll es sich, wie selbst von den sonst jede Herkunftsnennung meidenden Qualitätsmedien kolportiert wird, bei den drei Antiquitätenhändlern handeln, die man nach einem gelegten Brand in Bad Vöslau mit Schussverletzungen tot aufgefunden hat. Hoffentlich findet man nicht heraus, dass es da einen Vierten gab, der jetzt flüchtig ist. Ich mache mir echte Sorgen um Horst Lichter.

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Die Alpenpravda tobt. Da hat doch wirklich ein investigativer Journalist hausinterne Informationen über den herrschenden Tonfall und die internen Maulkorb- und Haltungsanweisungen in Redaktionssitzungen nach Außen durchgestochen. Also genau das getan hat, was die Arbeit eines investigativen Journalisten ist, wenn er Missstände und Missbräuche aufdecken kann. Und plötzlich kracht es in der Propagandamaschinerie, die noch gestern gegen „Desinformation“ gebrüllt und „mehr Schutz für Whistleblower“ gefordert und die Märchen und Verschwörungsmythen der Kollegen des als „Medienunternehmen“ getarnten linksradikalen Aktionskommandos „Correctiv“ trotz illegaler Abhöraktion und frei erfundenen „Fakten“ gefeiert und verbreitet hat. Whistleblowing? Das geht gar nicht, wenn man selbst betroffen ist. Dem eigenen Meinungsformungsauftrag entsprechende Märchen und Lügen werden wir gerne brüllend verbreiten, aber die unangenehme Wahrheit, die muss abgewürgt werden. Einmal mehr können sie ihr wahres faschistoides Gesicht zeigen. Wer kauft eigentlich noch dieses Blatt, in das man nicht einmal mehr Fische einwickeln kann, wenn man nicht will, dass sie verrotten bevor man zuhause ist?


Sonntag, 4. Februar 2024

Master and Slave

von Sandokan

“Niemand ist hoffnungsloser versklavt als jene, die fälschlicherweise glauben, frei zu sein.”
― Johann Wolfgang von Goethe





Zum 4. Februar die 4. Symphonie von ...

von LePenseur
 
 
Zu Monatsanfang gibt es ja genug Werke mit der passenden Ordnungszahl. Aber fangen wir mal mit Ludwig von Beethoven an und seiner Symphonie No. 4 in B-dur, op. 60, gespielt von den Wiener Philharmonikern unter Christian Thielemann:
 

Wem die Interpretation zu "beschaulich" ist (oder wer es eilig hat), kann sich ja die Frankfurter unter Orozco-Estrada anhören (die sind fünf Minuten schneller) ...

Bleiben wir bei letzterem Orchester & Dirigenten und wechseln den Komponisten: Schuberts No. 4 in c-moll, die "Tragische"– wie geschaffen für einen etwas spätwinterlichen Sonntag Sexagesimae:


Bleiben wir beim Orchester, wechseln aber Dirigenten und Komponisten, und hören wir stimmungs-erhellend mit Paavo Järvi Mendelssohn-Bartholdys" Symphonie No. 4 in A-dur, die "Italienische", von ihrem beschwingt dahinfegenden ersten Satz bis hin zum Saltarello-Presto-Finale:


Damit wir aber nicht zu übermütig in den Tag hineinleben und über der derzeitigen Faschingszeit den Ernst der politischen und wirtschaftlichen Situation unterschätzen und/oder verdrängen – gibt es dafür ein besser geeignetes Werk als die "Vierte", in e-moll, op. 98, von Johannes Brahms? Hier perfekt interpretiert vom Chamber Orchestra of Europe unter Bernard Haitink:

 
Gibt es eigentlich eine Steigerung von "perfekt"? Genau genommen wohl nicht, aber mein persönlicher Favorit unter den Interpretationen dieser meisterlichen Symphonie, die zu den allergrößten nicht nur im Gesamtwerk von Brahms sondern im Gesamtbestand der symphonischen Musik überhaupt zählt, ist die Aufnahme mit dem Bayerischen Staatsorchester unter Carlos Kleiber. Wird vielleicht mancher anderes sehen (bzw. hören), aber für mich ist es eben die Interpretation dieses Werkes κατ' εξοχήν ...


So, aber das muß für heute genügen. Auch in Zukunft werden Sonntage auf einen Monatsvierten fallen – und für die müssen ja auch noch Werke überbleiben, wo kämen wir sonst hin ...

Über die Wagenburg-Mentalität der Deutschland Beherrschenden

von LePenseur
 
 
... und ihre Konsequenzen für die Zukunnft der Demokratie in diesem Lande hat Boris Blaha bei Hannah-Ahrend.de einen, man kann es nicht anders nennen: beklemmenden Artikel geschrieben:
Permanente Mobilmachung

Von „Mobilmachung“ wird gesprochen, wenn ein Krieg kurz bevorsteht.

Von der hier erreichten Kulturhöhe des dritten Reiches aus erscheint dem
 Führer der Deutschen Arbeitsfront Dr. Ley als der größte Verbrecher
im deutschen Volke, wer „zum erstenmal in Deutschland einen
Politiker zum Zivilisten erklärt“ habe.
(„Völkischer Beobachter“, 1934, Nr. 45)


Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht der Bundespräsident, der Kanzler, die führenden Vertreter der regierenden Parteien, eilfertig sekundiert von den privilegierten Schichten in Medien, Kirchen und anderen staatstragenden Institutionen einen dringenden Appell an die Medienkonsumenten richten, die offenbar existenziell gefährdete zweite deutsche Demokratie vor einem Regierungs-wechsel zu bewahren, obwohl doch der Wechsel zwischen Regierung und Opposition, zumindest auf dem Papier, zum Wesen einer jeden modernen Demokratie gehört und sie vor Erstarrung und Korrumpierung schützen soll. Der ehemalige Generalsekretär der CDU verkündet, Demokratie brauche keine Alternative (R. Polenz). Der Chefkommentator der Süddeutschen Zeitung, ein Jurist, ruft zur Mobilmachung auf und will der gesamten Opposition das aktive und passive Wahlrecht entziehen (H. Prantl). Eine Propagandistin der taz fordert die Transformation der sozialen Marktwirtschaft in eine planmäßige Kriegswirtschaft, um sich gegen das zum globalen Feind hypostasierte Klima verteidigen zu können (U. Herrmann), eine hysterisch gesteigerte Neuauflage der Einkreisungsphobie vor dem Ausbruch des ersten Weltkriegs. Eine Petition zur Aberkennung von Grundrechten für einen Politiker kommt auf über eine Million Stimmen. Auf dem staatlich organisierten revolutionären Kreuzzug von Elite und Mob „gegen rechts“ wird offen zur Volksjustiz am politischen Gegner aufgerufen, ohne dass die begleitenden polizeilichen Ordnungskräfte auch nur den Versuch unternehmen, den Aufruf zu einer Straftat zu unterbinden.
Der Artikel läßt einen in seiner logischen Plausibilität der vorgetragenen Argumente frösteln. Und er ist lang – und wer fröstelt schon gerne für längere Zeit ... ... Dennoch: dringende Leseempfehlung!

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P.S.: wie (fast) jede Verlinkung auf einen Artikel außerhalb dieses Blogs, heißt "Leseempfehlung" nicht, daß LePenseur jedes Wort und jedes möglicherweise daraus deduzierbare Argument ohne jede Einschränkung teilt. Aber es heißt, daß man sich seines Verstandes bedienend der Lektüre des Artikels unterziehen möge und daraus nach Ansicht des Autors Erkenntnisgewinn ziehen wird. Ein Vorteil, der für gewöhnlich aus der Lektüre von Artikel oder Nachrichtensendungen der Systemmedien nicht bzw. nur sehr selten zu erwarten ist.

Video zum Sonntag

 von Fragolin




Samstag, 3. Februar 2024

Besondere Kennzeichen: Bellissimo

 von Sandokan

Etwas Italien als Antidot für die allfällige Winterdepression.









Momentaufnahmen aus dem besten Deutschland aller Zeiten ...

von kennerderlage
 
 
Im Gelben Forum gefunden ...
Momentaufnahme Sachsen-Anhalt: Ampel fliegt raus!

Reffke, Freitag, 02.02.2024, 20:26

Hallo allerseits,

Sehr interessante Momentaufnahme nach turbulenter Woche:
CDU
28,5% (−8,5)
AfD
27,5% (+1,5)
BSW
23,0% (n.a.)
Grüne
4,5% (+0,5)
SPD
4,5% (−7,5)
FDP
4,0% (−2,0)
Linke
3,5% (−6,5)
Sonstige
4,5% (−0,5)
https://dawum.de/Sachsen-Anhalt/

Darauf kam fast postwendend die Antwort:
Ich will dir nicht die Hoffnung nehmen ( Artikel 115h des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland)!

Mirko2, Velké Šenov, Freitag, 02.02.2024, 20:44 @Reffke

Auflösungsverbot des Bundestages:
Während des Verteidigungsfalles ist die Auflösung des Bundestages ausgeschlossen.

Die sind sowas von kaputt, dass sie den Verteidigungsfall ausrufen gegen Rechts! Ich stelle mir echt die Frage, wird Putin auch als Rechtsextrem vom VS eingestuft?

Allein dieser Dialog zeigt, wie verfahren die Situation in Deutschland mittlerweile ist! Wenn es bereits Grund zur Annahme gibt, dass wegen anzunehmender Wahlschlappen auch nur an solche Notfallparagrafen gedacht werden kann, ist die Demokratie in Wahrheit schon tot ...
 

Fußnoten zum Samstag

von Fragolin 


Wie ist das jetzt eigentlich? Gibt es ein deutsches Volk oder gibt es das nicht, wie besonders der linke Rand permanent herausbrüllt und es unter dem aktuellen linksradikalen Regime Einheitsmeinung sein soll?

Die Frage ist angesichts der aktuellen Diskussion nicht ganz unerheblich, da es zwar Passdeutsche geben soll, aber keine autochthonen Deutschen. Und das Bekenntnis zu „unserer historischen Schuld“, dem sich ein Björn Höcke angeblich verweigert, brüllend eingefordert wird.

Was den Punkt „historische Schuld“ angeht, wäre es eigentlich schon nur zum Lachen, wenn die Auslegung dieses rabulistischen Unsinns nicht immer wieder an bestehendem Strafrecht anstreifen würde. Dass es eine Schuld gibt, die einen Diktator trifft, wenn er Millionen Tote produziert, braucht man nicht zu diskutieren; ich bestehe nur darauf, eine solche Schuld auch anderen Massenmördern wie Stalin, Mao oder Pol Pot zuzuweisen, deren Anzahl an Ermordeten sich vor den Toten des Naziregimes nicht verstecken braucht. Dass der Staat mit seinen Bürgern dies Schuld auf sich nehmen muss sehe ich bereits als diskussionswürdig an. Wenn die Schuld des Deutschen Reiches durch die demokratische Volksunterstützung der Mehrheit aufgeladen wurde, dann bürgt der Bürger – daher der Name – auch für die Folgen des Tuns seiner Anführer. Aber das würde bedeuten, dass der Nazistaat eine Demokratie gewesen wäre. Ich habe aber mal gelernt, und egal aus welchen Quellen ich mich informiere, ich bekomme auch nichts anderes heraus, dass Hitler eine astreine und brutale Diktatur aufgebaut hat, in der das Volk nichts zu melden hatte und in bis dato unbekanntem Umfang propagandistisch zugedröhnt und totalüberwacht wurde. Das Volk eines demokratischen Rechtsstaates, das eine solche Gräuelherrschaft gefordert und gefördert hätte, hätte eine unermessliche Schuld auf sich geladen, aber ein Volk, das in einer Diktatur als rechtlose Menschenmasse entweder an die Front oder zum Genickschuss kam, kann nun welche Verantwortung genau übernehmen? Wenn ich ein Volk, so ja immerhin die offizielle Lesart, von einer brutalen Diktatur befreie, dann kann ich es nicht auch noch zwingen, sich permanent für die Missetaten seiner Diktatoren zu entschuldigen. Hat es allerdings die Kollektivschuld auf sich genommen, weil es geschlossen hinter seinem Führer stand – dann kann man wohl kaum von einer Diktatur sprechen, dann wäre das ja eine lupenreine Demokratie gewesen. Was es meiner Meinung nach eindeutig nicht war. Diesen Widerspruch konnte mir bisher kein selbsternannter Linker anders erklären als mit der Hohlfloskel, man hätte eben selbst damals aktiven Widerstand geleistet und befände sich deshalb jetzt in der bequemen Position, die Menschen von damals für ihren mangelnden Mut zu verdammen. Aus dem Mund heute aalglatt in der Regierungspropaganda dahinschwimmender gratismutiger Windmühlenritter, die selbst Kampfparolen von der Internierung bis zur Tötung Andersdenkender begeistert mittragen, eine eher befremdliche Aussage. Die, die am lautesten brüllten: „Wehret den Anfängen!“, marschieren jetzt, wo es wieder anfängt, immerhin als Fahnenschwinger in der ersten Reihe mit.

Also die Frage der Kollektivschuld eines von einem Diktator in einen Krieg gezwungenen Volkes ist schon einmal nicht so leicht zu beantworten, denn Verantwortung kann ich als Mensch nur für das übernehmen, was ich selbst tue, nicht aber für das, wozu ich gezwungen werde. Übrigens auch dann nicht, wenn ich moralisch erpresst werde, ein Bekenntnis abzulegen. Ich bekenne freiwillig, ein liberaler Demokrat und Ablehner jeglicher Kollektivismen und Rudelgesellschaften zu sein. Das muss reichen.

Gibt es keine autochthonen Deutschen, wie wir vom ultralinken Rand und eingewanderten Fachexperten eingebläut bekommen, dann kann es auch keine kollektive Schuld des deutschen Volkes geben – wie kann sich etwas mit Schuld beladen, das es gar nicht gibt? Und wenn es damals ein deutsches Volk gab, wie kann es das dann heute nicht mehr geben? Sind die Nachfahren von Deutschen keine Deutschen mehr, weil es keine Vererbbarkeit der Volkszugehörigkeit gibt? Ich wäre dafür, zu diesem Thema mal einen Türken, einen Palästinenser, einen Japaner und einen Aborigine zu befragen. Es scheint das Alleinstellungsmerkmal des deutschen Volkes zu sein, seine eigene Existenz infrage zu stellen. Mir wären keine Diskussionen in den betreffenden Ländern bekannt, ob es so etwas wie Spanier, Franzosen, Finnen oder Ukrainer als souveränes Volk überhaupt gibt. Wenn es sie nicht gäbe, hätten sie auch keinen Staat. Und gäbe es keine Völker, gäbe es auch kein Völkerrecht und Völkerrechtsexpertinnen wären wieder nur einfache Trampolinhüpferinnen.

Ein Volk, das es nicht gibt, kann auch kein Schuld auf sich laden. Und gar kein Volk kann für die Schuld seiner Vorfahren in kollektive Sippenhaft genommen werden, eine Erbschuld auf sich laden, die nie getilgt werden kann. Wer dies trotzdem fordert und dafür sogar Rituale erfindet und Kultstätten errichtet, der tut sich schwer, mit Argumenten der Logik den Begriff „Schuldkult“ zu widerlegen. Es macht es zwar nicht appetitlicher, die Gräuel der damaligen Zeit zu instrumentalisieren, um deren heutige Instrumentalisierung zu entlarven, aber hier geht es nicht um Wertung sondern um Fakten. Und wer die völkerrechtlich eindeutig als schwere Kriegsverbrechen der Alliierten, von dem britischen Flächenbombardement der Stadtkerne von Großstädten bis zu den russischen Plünderungen und Massenvergewaltigungen, heute verleugnet und sogar deren Wiederholung fordert, hat moralisch schon mal gar kein Recht, über die Aussagen anderer Menschen irgend ein Urteil abzugeben.

Eine Frage finde ich aber auch noch interessant: Übernimmt man mit dem Pass die Erbschuld? Wird die Erbsünde also nicht nur vererbt, sondern kann man ihr auch beitreten? Und kann man sich von ihr lösen, indem man eine andere Staatsbürgerschaft annimmt? Ist das Kind eines nach Brasilien entwichenen Nazifunktionärs mit heute brasilianischer Staatsbürgerschaft also reingewaschen von der Schuld seines Vaters, das bis heute in Deutschland als Deutscher lebende Kind seines Opfers politischer Willkür aber mit der Erbschuld belastet? Muss das Kind des Opfers weiter und weiter bei der ganzen Welt für die Verbrechen des Täters um Entschuldigung bitten? Und warum genau soll es das tun müssen – es hat, selbst erst nach dem Ende dieser Schreckensherrschaft geboren, genau Null Verantwortung für das, was vor seiner Lebenszeit geschah. Es kann nur Verantwortung tragen für das, was es jetzt selbst tut.

Ich finde schrecklich, was unter der Naziherrschaft passiert ist und ich empfinde Mitleid für die Menschen, die in überwiegender Masse unpolitisch ihren täglichen Lebenskampf führend plötzlich in einer Diktatur des Schreckens aufwachen oder in sie hineingeboren werden, ohne etwas dafür zu können. Das Gleiche trifft auf Russen, Italiener, Spanier, Chinesen, Thais und andere Völker zu, die kommunistische oder faschistische Diktaturen (die in Wahrheit nur minimale Unterschiede in der Begründung ihrer Unmenschlichkeit kennen und ansonsten für den Insassen ein und das Gleiche sind) überstehen mussten und diese kaum von innen aufgelöst bekamen. Haben diese eine ewige Kollektivschuld auf sich geladen, weil sie sich lieber dem Kampf um das eigene tägliche Überleben und das ihrer Liebsten widmen als der Aufgabe, große heroische Taten vor der Weltgeschichte zu begehen und Reiche zu stürzen?

Heute gehen bürgergeldversorgte oder gewerkschaftlich dafür bezahlt von der Arbeit freigestellte Wohlstandskinder auf die Straße, um mutig zu verkünden, man würde Seite an Seite mit der heutigen Regierung jede Form des Extremismus bekämpfen. Neben sich überzeugte Anhänger kommunistischer Massenmörder, vermummte linksradikale Kampfgruppen und Träger von Transparenten mit Mordaufrufen gegen Oppositionspolitiker. Sie folgen einem Regime von Leuten, die „Vaterlandsliebe zum Kotzen“ finden und „mit Deutschland nichts anfangen“ können, die Deutschland als „mieses Stück Scheiße“ betrachten und sich wünschen, es würde „verrecken“.

Diese Leute verlangen von jedem Deutschen ein Bekenntnis zur immerwährenden Schuld, verleugnen dabei aber wahlweise die Existenz des „Deutschen“ oder legen sie durch Passbesitz fest.

Ich bekenne mich zu keiner Schuld für etwas, was andere Menschen dreißig Jahre vor meiner Geburt getan haben. Aber ich bekenne mich zu den Grundsätzen der Demokratie und des Liberalismus. Deshalb lege ich kein Bekenntnis vor Kommunisten und Faschisten ab sondern verachte sie, ebenso ihre Mitläufer und Fahnenschwinger. Mein Bedauern gilt nur denen, die unpolitisch bleiben wollen und dann doch wieder mitgerissen werden und denen, die dagegen ankämpfen, aber erfolglos bleiben müssen, weil sie eine zu klein Minderheit sind.

Wir haben keine Schuld an dem, was unter Hitler passierte. Aber wir haben Verantwortung für das, was heute passiert. Wem wir heute folgen. Und da heißt s, nicht nur die Aussagen von Höcke oder Weidel genau anzuhören, sondern auch die der aktuell regierenden Gestalten nicht zu vergessen, und die ideologischen und machtpolitischen Laufställchen, aus denen sie gekrochen kamen. Und mal den Tonfall und vor Allem die angewandten Methoden zu vergleichen mit damals.

Im dritten Flugblatt der Weißen Rose findet sich eine Bestätigung für Broders geradezu epische Aussage, dass sie damals so waren wie sie heute auch sind:

Goethe spricht von den Deutschen als einem tragischen Volke, gleich dem der Juden und Griechen, aber heute hat es eher den Anschein, als sei es eine seichte, willenlose Herde von Mitläufern, denen das Mark aus dem Innersten gesogen und die nun ihres Kerns beraubt, bereit sind, sich in den Untergang hetzen zu lassen.“

Wieder und wieder und wieder...


Freitag, 2. Februar 2024

Das erklärt alles

von LePenseur 



Ein Hauch von "Ibiza" - Teil 2

von Grantscherben
(Fortsetzung von Teil 1)
 
 
Auslöser der Affäre sind am 17. Mai 2019 veröffentlichte Ausschnitte aus Videomaterial unbekannter Herkunft, das am 24. Juli 2017 heimlich auf der spanischen Insel Ibiza aufgenommen wurde.

Die Aufnahmen aus verschiedenen Perspektiven mit einer Gesamtlänge von über 20 Stunden entstanden in einer von Unbekannten eigens vom 22. bis 25. Juli 2017 angemieteten Villa auf Ibiza.

Am 17. Mai 2019 um 18 Uhr veröffentlichten das deutsche Nachrichtenmagazin Der Spiegel und die Süddeutsche Zeitung (SZ) in ihren Online-Medien gleichzeitig sechsminütige Ausschnitte des Ibiza-Videos, dessen Authentizität von Reportern der beteiligten Medien, dem Münchner Forensiker George A. Rauscher und im Abgleich vom Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie geprüft worden war. Die Wiener Wochenzeitung Falter durfte das Video ebenfalls einsehen und von der SZ zur Verfügung gestellte Ausschnitte zeitversetzt veröffentlichen.

Am Samstag, 18. Mai 2019, kam es am Vormittag zu einem Gespräch zwischen Strache und Bundeskanzler Sebastian Kurz im Bundeskanzleramt. Daraufhin gab Strache um 12 Uhr via Pressekonferenz seinen Rücktritt als Vizekanzler, Bundesminister und FPÖ-Bundes- und Landespartei-Obmann bekannt.

In Deutschland reagierte CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer auf das Video mit der Schlussfolgerung, dass Rechtspopulisten in Europa, egal in welchem Land, bereit seien, das Interesse ihres Landes für ihr eigenes Wohlergehen zu verkaufen. SPD-Vorsitzende Andrea Nahles und SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil forderten umgehend Neuwahlen in Österreich. Annalena Baerbock von den Grünen beklagte, dass Rechtspopulisten die Werte wie Pressefreiheit und Rechtsstaatlichkeit verachten würden und an der Aushöhlung der Demokratie arbeiteten, sie forderte ebenfalls Neuwahlen.
 
Da haben sich damals die Richtigen zu Wort gemeldet: Cum ex, Nordstream, Corona, Profite durch Maskenpflicht, Demoverbote, Energieknappheit, Wirtschaft an die Wand fahren, Graichen-Clan ... alles schon vergessen? Kein Problem solange man auf Seite der "Guten"steht.

Der deutsche Satiriker und Journalist Jan Böhmermann und der österreichische Regisseur David Schalko verfilmen seit November 2019 gemeinsam die „Ibiza-Affäre“ als Spielfilm. Laut Böhmermann müsse man sich „daranmachen, ‚Ibiza‘ international zu erzählen und für die Nachwelt zu konservieren.(Quelle)

Allgemein stellt man sich doch einige Fragen dazu.  Welche Agenda verfolgten die Informanten, - missbrauchten sie womöglich die Presse als willige Helfer für ihre eigenen politischen oder wirtschaftlichen Interessen? Waren es politische Aktivisten, die die Villa verwanzten und die angebliche Nichte eines russischen Oligarchen in Stellung brachten?

In Zukunft darf wohl damit gerechnet werden, das jeder jeden irgendwie belauschen und filmen kann.  Und das ist kein Scherz - mit der "Metabrille" ist vieles möglich. (s hier und hier)

Für viele Deutsche mag dieser Aufruf "Gegen Rechts"  aufgrund von "Correctiv" etwas Neues sein. Wir Österreicher kennen dieses "Phänomen" bereits seit den 1990igern.

Österreich zuerst
 
Von Kritikern und häufig in den Medien wurde es als Anti-Ausländer-Volksbegehren bezeichnet, die Intention und die Kampagne dafür als rassistische Hetze betrachtet. Neben den damaligen Regierungsparteien SPÖ und ÖVP sowie den Grünen sprach sich unter anderem auch die Österreichische Bischofskonferenz dagegen aus. Aus Protest gegen das Volksbegehren wurde die Menschenrechtsorganisation SOS Mitmensch gegründet, von der am 23. Jänner 1993 das Lichtermeer, die bislang größte Demonstration der Zweiten Republik, organisiert wurde. (https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96sterreich_zuerst)

Das Volksbegehren hatte damals 12 Punkte:

1. Verfassungsbestimmung: „Österreich ist kein Einwanderungsland“

2. Einwanderungsstop bis zur befriedigenden Lösung der illegalen Ausländerfrage, bis zur Beseitigung der Wohnungsnot   und Senkung der Arbeitslosenquote auf 5 Prozent.

3. Ausweispflicht für Ausländische Arbeitnehmer am Arbeitsplatz, wobei aus diesem Ausweis die Arbeitsgenehmigung und die Anmeldung zur Krankenversicherung hervorzugehen hat.

4.Aufstocken der Exekutive (Fremdenpolizei, Kriminalpolizei), sowie deren bessere Bezahlung und Ausstattung zur Erfassung der illegalen Ausländer und zur wirkungsvolleren Kriminalitätsbekämpfung, insbesondere des organisierten Verbrechens.

5. Sofortige Schaffung eines ständigen Grenzschutzes (Zoll, Gendarmerie) statt Bundesheereinsatz.

6.Entspannung der Schulsituation durch Begrenzung des Anteils von Schülern mit fremder Muttersprache in Pflicht- und  Berufsschulklassen mit höchstens 30 Prozent; bei einem mehr als 30-prozentigen Anteil von fremdsprachigen Kindern Einrichtung von Ausländer-Regelklassen.

7. Entspannung der Schulsituation durch Teilnahme am Regelunterricht nur bei ausreichenden Deutschkenntnissen (Vorbereitungsklassen).

8. Kein Ausländerwahlrecht bei allgemeinen Wahlen.

9. Keine vorzeitige Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft.

10. Rigorose Maßnahmen gegen illegale gewerbliche Tätigkeiten (wie z. B. in Ausländervereinen und -klubs) und gegen Missbrauch von Sozialleistungen.

11. Sofortige Ausweisung und Aufenthaltsverbot für ausländische Straftäter.

12. Errichtung einer Osteuropa-Stiftung zur Verhinderung von Wanderungsbewegungen.
 
 

Fußnoten zum Freitag

von Fragolin

 

Der deutsche Bundespräsident vergleicht Oppositionswähler mit Ratten, eine Hassschleuder der Regierungspartei FDP nennt sie Schmeißfliegen - ach, das erinnert mich doch an ein von linker Seite immer gebetetes Mantra: "Erst kommt die Entmenschlichung, dann kommt die Vernichtung". Haben der Bundes-Uhu und die Sturmhaube Lindners da vielleicht schon konkrete Wünsche, wie die "Endlösung" für diese Wähler aussehen soll? Dass sie in Rhetorik und Methodik sich dem Faxxismus immer weiter angleichen fällt ihnen doch hoffentlich auch selbst auf.

***

Oh, wie sie dazwischenkreischen und herumbrüllen, weil sie argumentativ nichts mehr zu bieten haben. In zehn Minuten knackig aufgezählt, was in Deutschland abgeht – und nichts davon kann widerlegt werden:



***

Correctiv“ musste inzwischen zugeben, dass das „Deportations“-Märchen erfunden und erlogen war und nichts von dem, was durch die Medien und parteipolitische Hassbrüller verbreitet wurde, der Wahrheit entsprach, aber das ist inzwischen egal – der massiv geworfene Dreck hängt an der AfD und die verbreiteten Lügen werden in jedem Forum und in jeder Diskussion von den linksradikalen Trollen und Hetzern als angebliche Fakten getrommelt und als Totschlagargument auf alles niedergekeult, was mit der AfD zu tun hat.

***

Österreich wird immer bunter. Zumindest die Farbe Rot wird immer häufiger auf grauem Pflasterstein verteilt. Nachdem am Wochenende in dem einst verschlafenen mediterranen Provinzstädtchen Graz dreißig traumatisierte Geflüchtete mit Knüppeln und Eisenstangen das Nachtleben folkloristisch bereichert haben, führten in der Nacht auf Donnerstag im einst ebenso verschlafenen Salzburg eingewanderte exotische Aktionskünstler einen Messertanz auf, an dessen Ende in den Blutlachen eine Leiche lag. Und in Wien führte eine mit südländischem Temperament geführte kleine Meinungsverschiedenheit zwischen zwei Iranern dazu, dass der Eine in übersichtliche Teile zerlegt als Fischfutter in den Marchfeldkanal gestreut wurde.

Wie langweilig und verzopft war unser Leben doch vor dieser Buntbereicherung.

Donnerstag, 1. Februar 2024

Die aktuelle Stasi bastelt sich einen Verfassungsfeind

von kennerderlage
 
 
... und wer ist es? Na, der halt:


Weit hat er es gebracht, der deutsche "Verfassungsschutz": zum Schild und Schwert der Einheitspartei. "Ampel" ist ausserdem nur eine Tarnbezeichnung, denn keine Ampel besteht  n u r  aus den drei bekannten Leuchten. Das schwarze Blech, mit dem sie zusammen montiert sind, gehört mindestens genauso dazu!
 
Geschichte reimt sich – mal mit Nazis, mal mit Sozis. Die Typen dahinter sehen einander beunruhigend gleich: die Optik ist dabei gar nicht so wichtig. Aber die Gedanken und Ziele. Und die sind deckungsgleich:
 
 
DIE MACHT
BEHALTEN!
 
 
Nur darum geht es. Der Rest ist nur Fassade.