Damit verfehlt Trump wirklich alle Kriegsziele, also Atomstopp, Raketenstopp, Hinrichtungsstopp. Und die geglückte Tötung der gesamten iranischen Führungsmannschaft auf einen Schlag hat überhaupt nichts bewirkt. Wie bei einer Hydra ist sofort eine neue, noch brutalere Führungs-garnitur nachgewachsen. Um nicht missverstanden zu werden: Es ist bei jedem dieser Ziele an sich zwar tragisch, dass es nicht erreicht worden ist, aber es ist trotzdem Trumps Verantwortung, sie in einem von ihm begonnenen Krieg mit untauglichen Mitteln angestrebt zu haben. (Hervorhebung von LP)
- die Führung eines Angriffskrieges völkerrechtlich verboten ist und
- die Vortäuschung diplomatischer Verhandlungen, um mittendrin einen Überraschungsangriff zu starten, also "Perfidie", ein Kriegsverbrechen lt. der Genfer Konvention darstellt, und daß ebenso
- die gezielte Ermordung eines Zivilisten, nämlich des damaligen religiösen Führers der Schiiten, der im Alter von fast 87 Jahren denkmöglich nicht als "Kombattant" einzustufen war, ebenso ein Kriegsverbrechen darstellt.
Das Ausbleiben des intendierten Erfolgs in der Erreichung dieser — wohlgemerkt: verbrecherischen! — Kriegsziele als "tragisch" zu bezeichnen, ist in der Tat geeignet, das obige Fischer-Zitat zweckentsprechend anzubringen.
Wenn Unterberger dann zum Schluß noch schreibt:
Und in Hinblick auf die beiden in der Welt tobenden Kriege ist es derzeit die am wahr-scheinlichsten scheinende Weiterentwicklung, dass beide Male eine Atommacht am Ende als begossener Pudel dastehen wird, dass der von Trump vor wenigen Monaten so sehr verhöhnte Selenskyj dank der großen demokratischen Unterstützung des ukrainischen Volkes vielleicht sogar als Sieger in die Geschichte eingehen wird und der großmaulige Trump als ein auf allen Linien Gescheiterter.
... dann mag das auf einen nach den Midterm Elections zur lahmen Ente mutierten (und dann vielleicht mit einem Amtsenthebungsverfahren entmachteten) Trump zutreffen (obwohl bei der medialen Propagandamacht der Israel-Lobby in den USA nicht einmal das feststeht!) — aber was raucht bzw. nimmt Unterberger, daß er bei dem Großkorruptionisten und Kriegsverbrecher Selenskyj von einer "großen demokratischen Unterstützung des ukrainischen Volkes" halluziniert?
Der oberste Führer des iranischen Regimes, ohne den gar nichts Wichtiges entschieden wurde, ein armer braver spiritueller Nichtkombattant, der den ganzen Tag nur zu Allah gebetet hat: werter Herr Penseur, so tief haben‘s Ihr Niveau noch nie unterschritten. Was hat Ihnen Ihr Leibarzt verabreicht?
AntwortenLöschenSchon wieder einer, der keine Ahnung hat! Haager Landkriegsordnung lesen, was da unter "Konbattanten" steht. Kurz gesagt: Kombattanten sind nur die Angehörigen der regulären Streitkräfte und organisierter, gekennzeichneter und ihre Waffen offen tragender Personengruppen, also: Person, die im Falle eines bewaffneten internationalen Konflikts völkerrechtlich zur unmittelbaren Teilnahme an Kampfhandlungen als Partei berechtigt ist
AntwortenLöschenDie Behauptung, ein 87-jähriger schiitischer Geistlicher (auch wenn in der Funktion als Staatsoberhaupt) wäre ein "Angehöriger der regulären Streitkräfte zur unmittelbaren Teilnahme an Kampfhandlungen", ist doch einfach lächerlich!
Im Falle eines Krieges, der den Vatikan beträfe, wäre der Papst ja auch kein Kombattant im Sinne des Kriegsrechtes, obwohl Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaber der Schweizergarde!
Übrigens ebensowenig, wie Trump, Xi, Putin, Herzog, Charles III. oder Macron!
Cher penseur, wenn Sie sich bei Unterberger über derartige "Kleinigkeiten" wie die Stimmungsmache in Nebensätzen aufregen können, sind Sie offenbar kein häufiger Leser seiner regelmäßigen Ergüsse. Ich darf Ihnen versichern: So sehr Sie in allem inhaltlich recht haben - aber dieses Unterberger-Artikelchen ist noch das beileibe harmloseste, was er zu diesem Themenkomplex geschrieben hat (wenngleich natürlich ziemlich manipulativ). Mein Rat: Behalten Sie diese Praxis des weitestgehenden Ignorierens bei, das ist besser für Ihren Blutdruck. Unterberger ist bereits dermaßen jenseitig geworden, dass es sich ehrlich gesagt gar nicht auszahlt, sich mit ihm näher zu befassen.
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